Rüdiger Käßner organisiert Literarisches nördlich und südlich der Elbe

www.weblesungen.de und  „Harburger Auslese“
Von Johanna Renate Wöhlke
An diesem Schreibtisch plant und organisiert Rüdiger Käßner

Literaturfreunde und Zuhörer wissen es: Am letzten Sonnabend im Monat ist in der Kulturwerkstatt Harburg Lesezeit – die „Harburger AusLese“, immer um 16 Uhr, immer drei Euro Eintritt. Früher in den Räumen in der Harburger Schlossstraße angesiedelt, ist sie nun in den Harburger Binnenhafen an den Kanalplatz 6 gezogen. Gelesen wird Literatur aus Harburg, von Harburgern, von Hamburgern und darüber hinaus.

Seit dem Jahr 2005 betreut Rüdiger Käßner die Harburger AusLese: „Die besten Autorinnen, die besten Autoren, die besten Texte, die besten Zuhörer!“ kündigt die Kulturwerkstatt diese Veranstaltung auf ihrer Website im Internet an.

und manchmal ist auch Kater Oskar dabei…Wenn alles so vom Besten ist, dann lastet eine schwere Bürde auf den Schultern von Rüdiger Käßner. Aber Käßner ist ein Profi in Sachen Literatur in ganz Hamburg und das schon seit vielen Jahren. Er ist auch einer, für den es nie einen Unterschied zwischen nördlich und südlich der Elbe gegeben hat, ganz hanseatisch verknüpft er seine Aktivitäten in den Stadtteilen Hamburgs für alle, die gerne zuhören und Literatur von Autoren vorgelesen bekommen.

Außer der Harburger AusLese organisiert er eine Lesereihe in der Eppendorfer Galerie Carolyn Heinz und seit 1998 das Literaturtelefon der Kulturbehörde Hamburg, seit 2001 im Internet unter www.weblesungen.de bekannt. Auch bei den Weblesungen sind immer wieder Harburger Autoren vertreten.

Die dortigen Beiträge wechseln wöchentlich und sind immer schon auf zwei Monate im Voraus ausgebucht. Gute Texte sind immer willkommen, auch wenn sie noch nicht als Buch veröffentlicht sind. Seit 2001 sind inzwischen 347 Aufnahmen im Internet gewesen und auch im angegliederten Archiv abrufbar. Im Juni 2007 waren 35000 Nutzer auf der Seite, ein Rekord. Sonst liegen die Zahlen zwischen 20000 und 25000.

Rüdiger Käßner hat mit der Harburger AusLese eine Lesereihe übernommen, die sich aus einer Gedenkveranstaltung an einen früh verstorbenen Freund Rainer Jogschies` von der Kulturwerktstatt Harburg entwickelt hatte, den Harburger Autor Joachim Bartels. Aus diesem traurigen Anlass 1997 ist nun nach zehn Jahren eine etablierte Harburger Literaturplattform geworden.

Rüdiger Käßner schreibt auch selbst, 1995 erhielt er den Förderpreis für Literatur der Kulturbehörde Hamburg.

2 Gedanken zu „Rüdiger Käßner organisiert Literarisches nördlich und südlich der Elbe“

  1. Gerhard Jeske HH
    Die Freiheit des Individuums definiert sich aus dem Kompromiss zwischen ihm, dem Staat und den beruflichen Abhängigkeiten. Dabei hat der Kapitalist immer das erste Wort und die staatliche Macht auf seiner Seite. Der Kompromiss ersetzt die Gnade der Feudalherrn, er ist genauso zu bewerten. Viele Künstler bilden sich ein, dass sie einen Freibrief auf unabhängiges Tun und Lassen haben. Über ihren Ausstellungen passt das alte Sprichwort:“ Außer Spesen, nichts gewesen.°
    Der Mut stößt an seine Grenze, die Feigheit ist grenzenlos. .

  2. Literatur Podium- Bergedorf Biergarten
    über R.Käßner. in „hinter der Verlorenheit“ des städtischen Alltagsinteresse plötzlich ein anderer Raum aufschimmert, die polygome Magie der Zweitwelt und jener Art, das Stelldichein von neurotischen Obsessionen, Phantasie und jener Art Realität, die möglicherweise die wahre ist, eben und weil fanatische Realisten sie ständig leugnen. Christoph Ernst
    Bei Christoph Ernst lernt jeder Emigrant sich richtig Deutsch auszudrücken.
    Verlorenheit-Alltagsinteresse, Raum aufschimmert, polygrome Magie, (Nicht verwechseln mit einer Brühe), Zweitwelt. jener Art- Stelldichein(Eindichstellen) neurotischen Obsessionen, Phantasie, Art Realität, fanatische Realisten-leugnen ständig Christoph und bleiben dabei ernst.
    Über :Lou A. Probsthayn
    wurde in der Hauptstadt der DDR geboren, flüchtete im dritten Lebensmonat nach Hamburg.( Zum Glück verhakten sich seine Windeln nicht im Stacheldraht) und keinem Autor oder Autorin fällt dieser Unsinn auf. Nicht mal, dem viel gelobten Herrn Käßner stört dieses Kauderwelsch.

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