Von der Zeichnung zum PopAkt

Der neue PopAkt-Kalender 2008 von Peter Gartz

Von Renato Diekmann

Der Blick auf den neuen Kunstkalender 2008 vermittelt dem Betrachter PopAkt in seiner schönsten Form und auf Anhieb fühlt man sich an die eigenwilligen PopArt–Schöpfungen der berühmten Künstler Roy Lichtenstein und Andy Warhol erinnert. Bei diesem Kalender handelt es sich jedoch um das Werk von Peter Gartz, einem starken Zeichner und fantasievollen Künstler aus Hamburg.

KalenderdeckblattPastellakt Zeichnung

„Im Grunde genommen sind alle Kalenderblätter aus den Zeichnungen meiner vielen Skizzen entstanden, ich hätte aber auch einen Fotoapparat nehmen können, habe darauf aber bewusst verzichtet“, so Gartz bei einem Besuch in seinem Atelier.

PopAkt 1Jeder, der diese einmaligen, frischen PopAkt-Bilder zu Gesicht bekommt, wird durch die zahlreichen Details überrascht und erhält zugleich Zeugnis von der vielseitigen Gestaltungskraft des Künstlers, denn auch die Technik ist minutiös ausgefeilt.

Zuerst fertigte Peter Gartz die Skizzen an, dann folgte der Pastellakt – der klassische Zeichenvorgang einer Studie mit einem Modell. Jedes einzelne Bildmotiv spiegelt die raffinierte Umsetzung der verschiedenen Anwendungstechniken des Künstlers wider. Oberflächlich betrachtet, erblickt der Kunstliebhaber ein verschwommenes Computerrasterbild, das sich bei eingehender Begutachtung aus der Distanz als ein kunstfertiges Mosaik-Portrait der ursprünglichen Skizze herauskristallisiert. Erst jetzt erkennt das Auge die klaren und zum Teil sehr feinen Gesichtszüge und Körpernuancen der Modelle, die Peter Gartz in seinen Werken verewigt hat.

PopAkt 202

Bei Gartz Technik handelt es aber um keine computeranimierte Grafik, die hinter dem Geheimnis der PopAkt-Bilder steckt. Gartz Kunst besteht vielmehr darin, ein Motiv in einer Serie von Bildern gekonnt zu variieren. Bei derart vielen Variationen liegt der Vergleich zur Jazz-Musik nahe, wo ebenfalls schwungvolle Variationen das Thema eines Werkes bestimmen und kunstvoll vollendet. Gerade diese Variationsvielfalt machen die PopAkts von Peter Gartz so einmalig, interessant und spannend.

PopAkt 302

Die einzelnen Bilder des PopAkt Kalenders 2008 gibt es auch als großformatige Werke  auf Aluminium oder Bütten zu bewundern. Wer Lust hat, besucht den Künstler in der Hamburger Galerie von Ute Maack-Gartz, artbalance, Bei den Mühren 69.

Peter Gartz nimmt sich nach Absprache gerne Zeit für ein Gespräch, und lässt neugierige Interessenten auch mal hinter die Kulisse seines Ateliers blicken. So erfährt der Besucher hautnah und mit allen Sinnen mehr über die Arbeit des Meisters und lernt den künstlerischen Zusammenhang zwischen Skizze, Pastellakt und großformatiger Bildkomposition zu verstehen, die auch im Kalender zu bewundern sind.

PopAkt 4

Fünf der zahlreichen großformatigen Werke des Künstlers waren übrigens als Flashanimation auf Amerikas berühmtester Messeausstellung für moderne, zeitgenössische Kunst – der Miami Scope – zu besichtigen

PopAkt 5

Wer zusätzliche Ein- und Ausblicke über Galerie,Ausstellung und Künstler gewinnen möchte, besucht  www.artbalance.de

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