Schöne Zähne nur für Stars und Sternchen?

Von Günther Falbe und Renato Diekmann

Ohne makelloses Lächeln kein Erfolg – lautet das Credo von Heidi Klum. Gilt dies auch für andere? Schöne gesunde Zähne symbolisieren heutzutage Vitalität, Jugend, Gesundheit und Durchsetzungsvermögen – das jedenfalls ist die landläufige Meinung, wie auf der Pressekonferenz „Kuratorium perfekter Zahnersatz“ zu hören war, auf der Journalisten und Experten über Sinn und Unsinn in der Zahnästhetik diskutierten.

Bei der Zahnästhetik wird in den Medien nicht selten das Bild der makellosen Zähne propagiert und diese Modeerscheinung durch Verweis auf Ideale der Film- und Modeindustrie begründet. Analysiert man die vermeintlichen Vorbilder näher, muss man jedoch lange suchen, bis entsprechende Stars und Sterchen gefunden sind. Tatsächlich entpuppen sich die Zähne der vermeintlichen Ideale als keineswegs so strahlend weiß und makellos schön, wie dies gern in der Öffentlichkeit dargestellt wird.

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Trotzdem hat sich der Wunsch nach makellosen und besonders weißen Zähnen rapide verbreitet, sodass in Zahntechnik und Zahnmedizin extrem weiße Zahnfarben eingeführt werden mussten, die beim Menschen natürlicherweise nicht vorkommen und sich von Sanitärkeramik kaum noch unterscheiden, sagte Jürgen Setz. Der Professor für Zahnärztliche Prothetik an die Universitätspoliklinik Halle stellte fest, dass das natürliche Ideal zunehmend durch ein virtuelles Ideal ersetzt wird. Besonders das in Mode gekommene Bleaching führt zu neuen unnatürlichen Farben und einer virtuellen Ästhetik, die es in der Realität nicht gibt, so der Experte. Die Spitze in diesem Wandel vom gesunden Zahn hin zum Gegenstand modischer Strömungen sind künstliche und echte Diamanten, die in Frontzähne eingesetzt werden. Gesunde Zähne werden angebohrt, um Schmucksteine in ihnen zu befestigen. Die Veränderung des Erscheinungsbilds der Zähne mutiert vollends zur Kosmetik, warnte Setz, und verletzt sogar Grundregeln der Zahngesundheit.

Trotz dieser Auswüchse ist das Streben nach ästhetischen Restaurationen jedoch selbstverständlich fest in Zahnmedizin und Zahntechnik verankert. Besteht die medizinische Notwendigkeit, erkrankte Zähne zu restaurieren und/oder zu ersetzten, geschieht dies immer mit dem Ziel, ein möglichst ansprechendes Äußeres zu erreichen, so Professor Setz. Hier verfügen Zahnmedizin und Zahntechnik über mehr als 100 Jahre Erfahrung.

Zahnmedizin und Zahntechnik können heute der Natur entscheidend auf die Sprünge helfen, denn ein strahlendes Lächeln ist für viele Menschen sehr wichtig. Noch schöner ist dieses Lächeln, wenn es mit schönen Zähnen erfolgt. Unsere Zähne sind ein kostbares Gut. Sie sind wichtig für unsere Gesundheit, gerade im Alter. Dies gilt erst recht für den Zahnersatz. Denn perfekter Zahnersatz schafft Wohlbefinden beim Sprechen, Genießen und Lachen. Er lässt uns natürlich und damit gut und gesund aussehen.

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Schönheit liegt im Auge des Betrachters, betonte Professor Setz in seinem Referat. Und Schönheit ist in aller Regel kulturell bedingt und unterliegt dem Wandel der Zeit. Ästhetik und Empfinden von Harmonie sind demnach keine absoluten Werte, die sich jedem Menschen in gleicher Weise darstellen, schlussfolgerte Zahntechnikermeister Ernst A. Hegenbarth. Ist es für den fachlich kompetenten Zahnarzt und kreativ gestaltenden Zahntechniker schon schwierig genug, ihre jeweiligen ästhetischen Vorstellungen in Einklang zu bringen, lässt sich ermessen, wie unklar und diffus die Vorstellung des Patienten über „dentale Ästhetik“ sein muss. Nur mit einer optimalen Information über die realistischen Möglichkeiten einer ästhetisch-funktionellen Zahnbehandlung wird das Vertrauen des Patienten gewonnen.

Natürlich sind die persönlichen Wünsche des Patienten zu berücksichtigen. Wer sich allerdings einer Schönheitsoperation der Zähne unterzieht, sollte die Folgen und Folgekosten bedenken. Aufgabe des Zahnarztes ist es deshalb, den Patienten über die realistischen Möglichkeiten einer ästhetischen Zahnbehandlung zu informieren. Dabei dürfen keine Illusionen geweckt werden, die später trotz größter Bemühungen nicht zu erfüllen sind. „Ist bei einer Zahnbehandlung ein ästhetischer Kompromiss unvermeidlich“, zitiert Hegenbarth den amerikanischen Spezialisten Dr. Ronald Goldstein, „sollten dem Patienten die Gründe für diese Limitation auch unmissverständlich erklärt werden. Der Patient muss diese Einschränkungen verstehen, bevor die Behandlung beginnt.“

Zum Abschluss der Pressekonferenz empfahl Professor Klaus Lehmann, für einen perfekten Zahnersatz alle Möglichkeiten mit dem Zahnarzt seines Vertrauens durchzusprechen. „Ihr Zahnarzt kennt den Zustand Ihres Gebisses genau und wird Sie umfassend beraten“, sagte der wissenschaftliche Leiter des Kuratoriums perfekter Zahnersatz,

Infos:www.prodente.de

www.zahnersatz-spezial.de

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