Kerngesund?

Soll Man(n) oder soll Man(n) nicht?
Von Renato Diekmann

Unter dem Motto „Sport gegen Krebs“ traten im September 15 Radler in die Pedale, darunter Günter Meusel von der BPS-Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Verden an der Aller und DAP-Mitglied Dr. Peter Gerlach, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Media Concept GmbH, Organisatorin der BPS-Deutschlandtour. Insgesamt bewältigten die Teilnehmer in zehn Tagen über 900 Kilometer – von Bad Reichenhall bis in die Elbmetropole Hamburg. Dabei passierten sie Regensburg, Nürnberg, Erfurt, Quedlinburg, Wolfsburg und Rotenburg an der Wümme.
„Wir haben mit der BPS-Deutschlandtour die Öffentlichkeit erreicht.“ freute sich Wolfgang Petter, Vorsitzender des Bundesverbandes Prostata Selbsthilfe (BPS) am Zielpunkt in Hamburg. „Für unser Anliegen mussten wir allerdings unkonventionelle Wege beschreiten bzw. befahren“.
Mit der BPS-Tour sollte nicht nur die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema Prostatakrebs gelenkt werden. Ziel war es auch, die Wichtigkeit von Sport und Bewegung für die Prävention und Behandlung von Krebs klar herauszustellen. Durch eine gesundheitsbewusste Lebensweise können Krebsrisiken deutlich gesenkt und viele Krebserkrankungen vermieden werden. Dabei spielen eine gesunde, ausgewogenen Ernährung sowie der Verzicht auf übermäßigen Alkoholgenuss und Rauchen eine übergeordnete Rolle. Dies betrifft grundsätzlich viele Krebserkrankungen, in besonderem Maße den Prostatakrebs, an dem in Deutschland pro Jahr über 48.000 Männer erkranken. BPS-Tour Ziel
„Übergewicht und Rauchen fördert seine Entstehung erheblich. Körperliche Aktivitäten haben dagegen einen nachweisbar krebspräventativen Einfluss“, erklärte Professor Wolff, Urologe in Bad Mergentheim. Sportliche Aktivitäten oder wenigstens regelmäßige körperliche Bewegung sind demzufolge unterstützende Maßnahmen vor und sogar während einer Krebsbehandlung. Sport macht Spaß, hat eine positive Wirkung auf Körper, Seele und Geist und ist damit eine wirkungsvolle Lebenshilfe.
„Sogar während der Rehabilitation – etwa nach der Prostata-Operation oder Bestrahlung gegen Prostatakrebs – stabilisieren Bewegung und Sport Physis, Psyche und Immunsystem“, bestätigte Professor Seegenschmiedt, Radiologe aus Essen.
Wichtigstes Ziel der Deutschlandtour war, möglichst viele Männer zu erreichen, über den Stellenwert der Prostatakrebs-Früherkennung aufzuklären und über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten nachhaltig zu informieren. Deshalb engagierten sich bundesweit betroffene Patienten, Urologen, Hausärzte und die Ministerpräsidenten der Bundesländer, durch die die BPS-Tour führte, höchstpersönlich für eine seriöse PSA-basierte Prostatafrüherkennung. Diese Vorsorgeuntersuchung kostet zwar 25 Euro, lohnt sich aber immer, denn mit Hilfe dieses Bluttestes kann der Arzt die Chance auf Tumorfreiheit gut abschätzen und ggfs. ein Karzinom so frühzeitig erkennen, dass eine Heilung möglich ist. Die Frage „Soll Man(n) oder soll Man(n) nicht?“ lässt sich guten Gewissens mit „Ja, Man(n) soll!“ beantworten.                                                                            Info, Rat & Hilfe: www.prostatakrebs-bps.de

Jetzt moderne Impfkonzepte gegen Allergien nutzen

Die Nase juckt, die Augen brennen. Wenn die Pollen fliegen, müssen Allergiker viel ertragen. Die Zahl der Menschen mit Heuschnupfen steigt kontinuierlich. 3 Heuschnupfen AllergieAllein in Deutschland leiden derzeit über 12 Millionen Menschen unter einem Heuschnupfen (Rhinitis) – Tendenz steigend. Er kann sich auf obere und untere Atemwege ausdehnen. Der Etagenwechsel wird von Ärzten und Patienten leider allzu häufig unterschätzt. Bei mehr als 50% aller Fälle kommt es ohne angemessene Therapie zusätzlich zu einem Asthma bronchiale, zunächst nur während der Pollensaison und später auch ganzjährig, mit allen Beeinträchtigungen und Behinderungen, wie sie durch chronische Erkrankungen hervorgerufen werden können. Die meisten Betroffenen lassen sich zudem erst dann behandeln, wenn die ersten Asthmabeschwerden bereits vorhanden sind. Vorsorge ist unbedingt geboten. Neben der Nutzung aller Karenzmöglichkeiten wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Spezifische Immuntherapie (SIT) als kausale Therapieform bei klinisch relevanten Sensibilisierungen mit Allergenen empfohlen. Bei Heuschnupfen hat sich die integrative Therapie unter Nutzung aller Möglichkeiten sogar seit vielen Jahren bewährt. Dabei wird dem Patienten in der pollenarmen Saison (zwischen Oktober und Januar) Allergen in ansteigenden Dosen unter die Haut gespritzt. Diese Methode ist für den Patienten allerdings sehr zeitaufwändig, denn er muss für jede Injektion in der Praxis oder Klinik erscheinen. Inzwischen gibt es aber eine innovative Allergie-Impfung, z. B. von Bencard, dem Pionier in der Allergieforschung. Das moderne Therapiekonzept ist einfach, zeitsparend und flexibel. Durch weniger Injektionen (nur vier Spitzen pro Jahr) wird die Compliance der Patienten erheblich gefördert, so dass ein Therapieabbruch kaum zu befürchten ist.

4 Pollenflugkalender

Ein neues Verfahren im Kampf gegen Allergien ist die Sublinguale Spezifische Immuntherapie (SLIT). Der Allergiker erhält bei dieser Therapieanwendung keine Spritze, sondern nimmt das Allergen in einer Lösung ein, die ihm als Tropfen unter die Zunge geträufelt wird. Die Behandlung erfolgt am Anfang unter ärztlicher Aufsicht und kann dann vom Patienten allein weitergeführt werden. Die Therapie beginnt in aller Regel vor der Saison. Nach einer dreijährigen Behandlungszeit soll sich der Körper dann an die Allergene gewöhnt haben. Schwere Nebenwirkungen sind weder bei der Spezifischen Immuntherapie (SIT) noch bei der SLIT aufgetreten, nur Schwellungen oder Juckreiz haben Patienten bisher beklagt. In der Warteschleife neuer Therapieansätze befindet sich zudem noch die Anti-IgE-Impfung. Bei diesem Ansatz handelt es sich um eine „Anti“ Antikörper-Therapie, die aber noch nicht endgültig erforscht ist. Soweit bekannt ist, setzt der Wirkmechanismus sehr früh in der Entstehungsphase der Allergie ein, denn der Wirkstoff soll verhindern, dass sich die Immmunglobuline IgE an die Mastzellen koppeln.            Infos: www.daab.de und www.allergien.tv

Das hört sich gut an

Musik oder Fernsehen so lauf aufdrehen, dass sich anderen beschweren ► Sich extrem konzentrieren müssen, um einer Unterhaltung zu folgen ► Ein Ohr beim Hinhören bevorzugen ► Seine Mitmenschen ständig bitten, das Gesagte zu wiederholen ► Sich aus sozialen Kontakten zurückziehen – das alles sind Anzeichen für eine Hörschwäche. Sie tritt schleichend auf. Häufig nimmt man sie selbst zunächst nicht wahr. Meist sind es zuerst die Familienmitglieder oder Arbeitskollegen, die bemerken, dass man nicht mehr ganz Ohr ist. Eine der Hauptursachen für Hörschäden ist Lärm. Laute Musik, Konzerte oder Diskotheken, die permanente Geräuschkulisse vieler elektronischer Geräte, die uns im täglichen Leben umgeben, sowie Straßen- und Fluglärm machen unseren Ohren zu schaffen und führen zu irreparablen Hörschäden. Auch zu viel Alkohol und Nikotin sowie einige Medikamente führen zu Durchblutungsstörungen des sensiblen Gehörgangs und damit ebenfalls zu einem schlechten Gehör. Selbst Kinder und Jugendliche können Hörprobleme bekommen – durch Freizeitlärm genauso wie von Geburt an. Je früher man eine Hörschwäche erkennt, desto besser für die betroffene Person. Stellt der HNO-Arzt eine Hörschwäche fest, analysiert der Hörgeräte-Akustiker anschließend das Hörproblem mit Hilfe eines Hörtests und bietet entsprechende Lösungen an, die gutes Hören wieder ermöglichen.
Auf dem 51. Internationalen Hörgeräteakustiker-Kongress in Frankfurt am Main konnten Besucher und Expetern mit eigenen Ohren erleben, wie es ist, schwerhörig zu sein oder wie Menschen mit Hörsystemen hören. Hörgeräte, einst traditionell stigmatisiert, haben sich mit elegantem Design und innovativer Technik im Markt völlig neu positioniert. Auch hier hat die digitale Revolution innerhalb der letzten Jahre große Fortschritte und Qualitätsverbesserungen erzielt. Neueste Errungenschaft sind beispielsweise formschöne Hörbrillen, die über das Brillengestell Schall vom tauben auf das gesunde Ohr übertragen. Die innovativen Hörsysteme sind weitaus leistungsfähiger als allgemein angenommen. Die aktuellen Hörsysteme verfügen über aufladbare Akkus, die den bislang regelmäßig notwendigen Batteriewechsel überflüssig machen. Sie sind unempfindlich gegen Feuchtigkeit, benutzerfreundlich, komfortabel, intelligent und lernfähig, denn sie erkennen die individuelle Hörsituation seines Trägers. Beispielsweise orientiert sich das Richtmikrofon in geräuschvoller Umgebung auf den Gesprächspartner und ermöglicht trotz der Störgeräusche eine hohe Sprachverständlichkeit. Diese Hörsysteme unterdrücken jetzt auch Windgeräusche, die beim Nordic Walking, Radfahren oder Segeln entstehen. Die Leistungsfähigkeit dieses Verve Steinway EditionMiniatur-Computers ist beachtlich und verfügt in der Topausstattung sogar über ein Display-Menü, ähnlich einem Handy. Sender und Empfänger finden so automatisch eine gemeinsame Sende- und Empfangsfrequenz. Zudem hat sich die Optik der hoch modernen Hörhilfen positiv verändert. Nicht mehr klobig und fleischfarben, sondern klein, leicht und bunt präsentieren sich die digitalen Geräte – bis hin zur „Steinway Edition“, ein Life Style-Produkt mit weißem oder schwarzem Klavierlack, ergänzt durch erstklassigen Service rund um die Uhr. Zuverlässig werden die Hightech-Geräte heute im bzw. am Ohr getragen und gelten mittlerweile als modisches Accessoire wie die Brille, die den Typ unterstreicht, das Handy, das zum Kleidungsstil passt, und die Uhr als persönliches Statement. Infos www.euha.org und www.schwerhoerigen-netz.de

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