Zwei Ausstellungen

im Altonaer Museum Hamburg
Von Dr. László Kova

Zwei neue Ausstellungen sind äußerst sehenswert und für den Familienbesuch zu empfehlen.

Eine ist die „Schaulust“, die bis zum 01. April 2006 läuft. Die von dem Sammler und Filmemacher Werner Nekes über vier Jahrzehnte zusammen getragenen Objekte bieten in ihrer historischen und ästhetischen Vielfalt eine einmalige Gelegenheit, die Archäologie der visuellen Wahrnehmung von der Renaissance bis zum Zeitalter der Massenmedien in Form künstlerisch avancierter Phänomene kennen zu lernen.

Schreckenslaterne

Neben Gemälden, Fotografien und kunstgeschichtlich bedeutenden Graphiken präsentiert die Ausstellung zahlreiche Apparaturen, die das Spiel mit Illusion und Imagination bis ins 20. Jahrhundert dokumentiert: Reich der Schatten, Laterna Magica, Camera Obscura, Camera Lucida, Lorrain-Spiegel, Guckkästen, Perspektivtheater und noch vieles mehr.

Die andere ist die Präsentation „Hans Christian Andersen und das Spielzeug“, die am 29. Januar 2006 schließt. Die Thematik der Ausstellung beschäftigt sich mit der Rolle des Spielzeuges im Werk des dänischen Nationaldichters anlässlich seines 200. Geburtstages. Zu sehen ist eine Vielzahl von historischen Spielwaren,  die einst für die Märchenwelt so charakteristisch waren. Die Spielzeugsammlung beinhaltet einige Glanzstücke, die original oder mit besonderer Sorgfalt nachgebaut wurden. Die Besucher werden nicht nur zur Betrachtung geladen, sondern auch zur Beschäftigung mit alten Bekannten aus der Welt des „Standhaften Zinnsoldaten“ animiert.

Da H.C. Andersen ein meisterhafter Scherenschnittkünstler war, werden regelmäßig Vorführungen und Mitmachenaktionen angeboten.

Altonaer Museum, Museumstr. 23, 22765 Hamburg, Tel.: 040/428 11 3582, Di.-So. 11.18 Uhr, Do. 11-22, Eintritt 8,- Euro, erm. 5,- Euro.

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