Die Auswärtige Presse e.V.

Internationale Journalistenvereinigung Hamburg
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Der Klosterbruder und die Liebe

April 21, 2012 Von: Wöhlke Kategorie: DAP aktuell, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur Noch keine Kommentare →

 Von Hans-Peter Kurr

Der Klosterbruder und die Liebe

Inken Rahardts phantasiereicher Umgang mit Massenets „Manon“

Als anno Domini 1893 im Hamburger Opernhaus die deutsche Erstaufführung von Puccinis Meisterwerk „Manon Lescaut“ stattfand, von den hanseatischen Besuchern allerdings nicht goutiert und deshalb nach wenigen Vorstellungen abgesetzt wurde, klangen auch die Melodien seines Mitbewerbers um die Gunst der Musikwelt, Jules Massent, aus dessen Oper „Manon“ bereits seit sieben Jahren durch die Opernhäuser.

Etwa 120 Jahre später zählt Ersterer noch immer zu den Vips der europäischen Komponistenrunde. Zweiterer wird uns – in der Regel in Programmen wie denen von Klassikradio oder NDR III – durch die Einspielung seiner Zwischenakt-Musik „Meditation“ aus Massenets bedeutendem, aber selten produzierten Werk „Thais“ nahegebracht. (weiterlesen …)

Streit der Vaudeville-Titanen

April 02, 2012 Von: Wöhlke Kategorie: Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge Noch keine Kommentare →

 Von Hans-Peter Kurr

 St. –Pauli-Theater: Neil Simons „Sonny boys“ in Starbesetzung

sonny boys

Der Frankfurter Fischer-Verlag, neben Rowohlt, Bloch, Kiepenheuer einer der bedeutendsten deutschen Editionäre für Theaterstücke , weiß, auf welche Theater er setzen darf….auch in Hamburg:

Vor, sozusagen, kaum einem Atemzug sahen wir Neil Simons berühmte „Sonny boys“ im Winterhuder Fährhaus mit Peter Striebeck und Ralf Schermuly ,schon erscheinen sie in neuem Gewand und in neuer Besetzung auf dem Kiez: Der ( künstlerische) Hausherr des renommierten St.-Pauli-Theaters, Ulrich Waller , inszenierte jene hinreissende Komödie um zwei gealterte Vaudeville – (weiterlesen …)

Das Spielfeld in der Kirchenallee

März 26, 2012 Von: Wöhlke Kategorie: Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur Noch keine Kommentare →

Von Hans-Peter Kurr

Neues vom Schauspielhaus in der „Umbauspielzeit“ 2012/13

Bauprobe Spielfeld Blick auf Portal

Nein, nein, es handelt sich nicht etwa um ein Fußballfeld, was da an der Kirchenallee entstehen soll, sondern um eine originelle theatralische Form, die sich die interimistische Leitung des Deutschen Schauspielhauses Jack Kurfess und Florian Vogel ausgedacht und am vergangenen Wochenende Zuschauern und Presse für die Umbauspielzeit 2012 / 13 präsentiert hat ( Unser Bild zeigt eine Probeaufstellung während einer sogenannten Bauprobe der in den Zuschauerraum hineingebauten provisorischen Bühne, Spielfeld genannt, die die Aufrechterhaltung von Vorstellungen (weiterlesen …)

Opernloft: Aida als Revoluzzer-Drama

März 23, 2012 Von: Wöhlke Kategorie: Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge Noch keine Kommentare →

Von Hans-Peter Kurr

Spannendes Experiment an der Fuhlentwiete

Zufall oder Inszenierung? Das war nicht auszumachen, aber gut war’s :Am Ende des Mini-Opern-Abends lehnte vereinsamt ein Demo-Tableau mit der Aufschrift „Freiheit“ an der Bühnenrampe. Die Rede ist von einem neuerlichen mutigen Experiment des Opernlofts, an das sich ein Team unter der Regie von Nicola Fellmann gewagt hatte:

Verdis „Aida“ als ( verantwortbare) Kurzfassung in einen diktatorisch regierten Staat unserer aktuellen Welt zu verlegen und dortselbst einen Freiheitskampf stattfinden zu lassen unter der Führung von Aida, die Radames, den Sohn des Diktators liebt…..und vice versus. (weiterlesen …)

Auf den Spuren Jürgen Rolands

März 16, 2012 Von: Wöhlke Kategorie: Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge Noch keine Kommentare →

Von Hans-Peter Kurr

Jubiläumspremiere „Polizeirevier Davidwache“ im Imperial-Theater

„Dascha man bannig ne runde Sache“ kommentiert fachkundig ein Premierenbesucher von der Hühnerstange herab, der letzten, holzgezimmerten Sitzreihe auf dem Rang des Imperial bei der Premiere der neuen Collage „Poilzeirevier Davidwache“, mit der Hausherr Frank Thannhäuser und sein Team die neunte Krimi-Spielzeit des Imperial-Theaters „ganz weit vorn auf dem Kiez“ feiern. Und es darf gesagt werden :Es ist eine anregend-spannende Feier, die auf der , ebenfalls von Thannhäuser raffiniert entworfenen , Szene abläuft, einer mehrfach drehbaren Zweistockbühne, auf der sogar Verbrecherjagd über St. Paulis Dächer dargestellt werden kann. (weiterlesen …)

Paisiello – der verschollene Komponist

März 03, 2012 Von: Wöhlke Kategorie: Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur Noch keine Kommentare →

Von Hans-Peter Kurr

“König Theodor in Venedig“/Premiere in der Hamburger Kammeroper

Paisiello in der Hamburger Kammeroper

Das erste Kompliment für die „Ausgrabung“ dieses beeindruckenden Werkes  der Zeitenwende zwischen Spät-Renaissance und Barock gilt der künstlerischen Leitung der Hamburger Kammeroper, dem Ehepaar

Hass/Deeken : Die für Hamburg von Barbara Hass und Fabian Dobler neu eingerichtete Fassung von „Re Theodoro in Venezia“,dieser über 200 Jahre alten Oper, die selbst im gültigsten aller „Führer“ in deutscher Sprache, dem berühmten „Kloiber“ ,nur als Randnotiz erscheint, hätte aber das Premierenpublikum vermutlich nicht zu derartigen Ovationen hingerissen, wäre da nicht als Lenkerin des vorzüglichen Ensembles eine Regisseurin, Jean Renshaw, deren nahezu überbordende szenische (weiterlesen …)

Energie, Präzision und Ausdruckskraft: Company der JOOP van Ende Academy

Februar 23, 2012 Von: Wöhlke Kategorie: Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur Noch keine Kommentare →

 Von Hans-Peter Kurr

Notizen zur Musical-comedy COMPANY der Joop van den Ende Academy im Kehrwieder-Theater

Perfekter Nachwuchs auf der Bühne

Um den künstlerischen Nachwuchs auf deutschen Musical-Bühnen muß sich niemand sorgen, der jetzt die Produktion „Company“ im Kehrwiedertheater gesehen hat, die den Ausbildungsstand der Absolventen der Joop van den Ende Academy dokumentieren sollte, jener jungen Schauspieler-Sänger also, die sich nicht nur aufmachen wollen, die internationalen Musical-Stars der Zukunft zu werden, sondern (, was mindestens so entscheidend ist für die Bewertung ihrer herausragenden Leistungen!), den steinigen Weg einer dreijährigen ( inzwischen studiengebührenfreien!) Ausbildung erfolgreich durchmessen zu haben, ohne durch nicht bestandene Zwischenprüfungen oder ähnliche Parcour-Hindernisse wieder in den profanen Alltag zurückgeworfen worden zu sein. Chapeau! (weiterlesen …)

Wagners “Holländer” im Doppelpack

Februar 23, 2012 Von: Wöhlke Kategorie: Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur Noch keine Kommentare →

Von Hans-Peter Kurr

Wohlgelungene Premiere mit Hindernissen im Theater für Kinder

Das hat wohl selbst „bei der Oper“, allwo – im Gegensatz zum Schauspiel – allerlei Befremdliches wie das Einfliegen auswärtiger Sänger zur Übernahme der Partie eines stimmerkrankten Kollegen nahezu Alltag ist, Seltenheitswert: Ein Sänger erscheint in Kostüm und Maske auf der Szene, begnügt sich mit „mouthing“ (d.h.: Lippenbewegungen ohne Ton), der andere an einem Notenpult vor der Rampe, singt die Partie . So geschehen im Altonaer Theater für Kinder (Alleetheater) bei der Premiere des „Fliegenden Holländers“ in einer Kinder-Fassung  der für derartige Unternehmungen hochqualifizierten Barbara Hass: Auf der Bühne Ralf Hutter als Kapitän des berühmten Geisterschiffes, gesungen von Marius Adam im privaten Anzug vor der ersten Zuhörer-Reihe. (weiterlesen …)

Die Perle vom Kiez

Januar 04, 2012 Von: Wöhlke Kategorie: Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur Noch keine Kommentare →

Von Hans-Peter Kurr
Hamburgs Krimi-Theater „Imperial“ auf Erfolgskurs

Was nun?

Zwei Männer trafen einander in einer kleinen Stadt des „Bergischen Landes“ mit Namen Remscheid. Ihr Anziehungspunkt war derselbe: Das ‚Westdeutsche Tourneetheater’, damals der Bundesrepublik kleinste Tourneebühne mit einem wahrhaft bunten Programm. Auf dem Intendantenstuhl, von dem aus heute die Intendantin Claudia Sowa  die Geschicke des Theaters leitet, saß zu jener Zeit der Abenteurer Joschi Jaschintzki, Erfüller fast aller Wünsche junger Regisseure und Schauspieler…..von der Nebelmaschine bis zum Liliputaner. (weiterlesen …)

“Jopi” Heesters – Größen von Gestern

Januar 01, 2012 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Gesellschaft, Kunst und Kultur Noch keine Kommentare →

Von Hans-Peter Kurr

Simone Rethel und Johannes Heesters

Umstrittener über die Jahrhundertgrenze 20/21 hinweg konnte kein Mitglied des deutschsprachigen Showbiz sein als Grandseigneur Johannes Heesters, der am Weihnachtsfest 2011 endlich 108-jährig sterben durfte. Allerdings hat ihm diesen zweifelhaften Ruf in erster Linie die Boulevard-Presse eingebracht. Ja, gewiß: Der eine oder andere Neider, den es selbstverständlich auch (oder sogar: insbesondere?) in sogenannten Künstlerkreisen gibt, mag, Verständnislosigkeit s p i e l e n d, dümmliche Fragen in die Welt gesetzt haben, wie „Hat er denn das nötig?“ oder „Warum hört er nicht endlich auf!“ oder „Merkt er nicht, dass seine Auftritte heutzutage peinlichwirken und seinen guten Ruf zerstören?“ Mag alles sein. Aber: Wer hatte darüber zu entscheiden? Ausschließlich doch wohl er selber! Und, solange es, nach wie vor, eine schier unzählbare Fangemeinde gab, waren seine – ohnehin immer seltener werdenden – Auftritte selbstverständlich legitim. (weiterlesen …)