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Artikel der Kategorie ‘Soziales’

Deserteurdenkmal in Hamburg wird gebaut

Juli 10, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Politik, Redaktionelle Beiträge, Soziales Kommentare deaktiviert für Deserteurdenkmal in Hamburg wird gebaut

Von Johanna Renate Wöhlke

Volker Lang

Volker Lang

Nur wenige Schritte entfernt vom Eingang in Hamburgs paradiesische Gärten von „Planten und Blomen“ und dem von ihnen ausgehenden Zauber des Schönen und des Genießens in Frieden ist heute in Hamburg eine historische Entwicklung von Tod und Qual, Folter und Martyrium der NS-Militärjustiz mit einem Symbol der Hoffnung und des Nichtvergessens zu einem guten Ende geführt worden: dem Baubeginn für das Denkmal zum „Gedenkort für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz“ des Hamburger Künstlers Volker Lang. (mehr …)

Designkunst von Sybs Bauer: In jedem Fall mobil

Juli 01, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Gesellschaft, Lifestyle, Medizin, Gesundheit, Politik, Redaktionelle Beiträge, Soziales, Technik und Multimedia, Wirtschaft Kommentare deaktiviert für Designkunst von Sybs Bauer: In jedem Fall mobil

erschienen online bei Petri+Lehr

Von Johanna Renate Wöhlke

Sybs Bauer

Sybs Bauer

Mobilität für Menschen mit körperlicher Behinderung in Verbindung mit Designkunst: die Hamburger Designerin Sybs Bauer und ihre Arbeit für Petri+Lehr: 112 Jahre im Dienst für Mobilität körperlich behinderter Menschen.

Wenn Pioniergeist und Designergeist zusammentreffen und sich darin eine 112 Jahre alte Firmengeschichte mit den modernen Ideen einer Designerin wie Sybs Bauer vereinen – dann liegt Innovation in kompetenten Händen. Im Falle von Petri+Lehr – 112 Jahre lang im Dienst für die Mobilität für Menschen mit körperlicher Behinderung – und Sybs Bauer ist seit März 2014 der Multifunktionsdrehknopf „MFDTOUCH“ für die Lenkung von Automobilen ein Beweis dafür. Sich durch technische Hilfen das Leben erobern können, welch ein Gewinn an Lebensqualität! Welch ein Erfolg für das Produkt – denn noch vor der Markteinführung im Frühjahr 2014 wurde es im Lieferprogramm von Mercedes-Benz aufgenommen. (mehr …)

Ein Butler für alle Fälle. Eine Kreuzfahrt für Rollstuhlfahrer auf der MSC Splendida

Juni 04, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Lifestyle, Medizin, Gesundheit, Redaktionelle Beiträge, Reisen, Reisen, Schiffsreisen, Soziales Kommentare deaktiviert für Ein Butler für alle Fälle. Eine Kreuzfahrt für Rollstuhlfahrer auf der MSC Splendida

Von Marita Weber-Hagel
Eine Kreuzfahrt für Rollstuhlfahrer heißt: mit allen Sinnen genießen. An kaum einem anderen Ort lässt sich dies so herrlich ergründen wie im Yacht Club der MSC Splendida

Ausblick an der Reling

Ausblick an der Reling

Mit „Benvenuto“ begrüßt uns ein Butler und begleitet uns vom Check in am Pier bis in unsere rollstuhlgerechte 26 qm Suite: Holzgetäfelte Einbauschränke, ausreichend Ablageflächen auch auf Sideboards und Tisch, zwei Sessel, flauschiger Teppichboden. Das Doppelbett rechts anfahrbar. Schalter und Steckdosen sind im Liegen erreichbar. Ins Duschbad kommt mein Mann mit seinem Rolli problemlos zum unterfahrbaren Waschbecken. Am WC und der Duschwand sind Haltegriffe, unter der Dusche ist ein Duschsitz. Zu den zwei Liegestühlen auf dem Balkon muss mein Mann eine zwei Zentimeter hohe Schwelle (mehr …)

Frühes Trauma verhindern

Juni 04, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Medizin, Gesundheit, Redaktionelle Beiträge, Soziales Kommentare deaktiviert für Frühes Trauma verhindern

Von Götz Egloff

Der Belgrader Kongress zu Psychischem Trauma: Prä-, Peri- und Postnatale Aspekte (PTPPPA 2015) liefert Einsichten in die Entwicklung des frühesten Lebensalters

Den Bedingungen und den Folgen von psychischem Trauma widmete sich der Erste Internationale Kongress zu Aspekten rund um Schwangerschaft, Geburt und Frühsozialisation, der vom 15.-16.Mai in der serbischen Hauptstadt stattfand. Der Kongress versammelte Experten nicht nur aus dem jugoslawischen, sondern aus dem ganzen europäischen Raum, Russland, den USA und einigen weiteren Ländern. Gefördert vom serbischen Bildungsministerium und unter der traditionell (mehr …)

Für eine neue Geburtskultur

Mai 15, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Gesellschaft, Medizin, Gesundheit, Politik, Redaktionelle Beiträge, Soziales, Wirtschaft Kommentare deaktiviert für Für eine neue Geburtskultur

Von Götz Egloff
Hebammen, Eltern und Experten vereint für vernünftige Rahmenbedingungen

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Die gesetzlichen Krankenkassen verhandeln zur Zeit mit den Hebammen-Verbänden; die Wahl des Geburtsortes soll zur Disposition stehen. Ebenso sollen z.B. Vorgespräche von Hebammen mit Schwangeren nicht ausreichend finanziert werden; einiges mehr soll reglementiert werden. Viele Hausgeburten würden so aus dem gesetzlichen Leistungsspektrum herausfallen und zu privaten Leistungen umdefiniert werden. Noch will der Gesetzgeber einerseits eine flächendeckende Hebammen-Versorgung gewährleisten und das Selbstbestimmungsrecht von Schwangeren schützen; andererseits weiß man nur allzu gut, wie rasch politische Positionen heutzutage kippen. (mehr …)

Befreiung des Denkens aus Trancen der Vergangenheit

Februar 19, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Medizin, Gesundheit, Mitgliederausstellungen, Pressemitteilungen, Redaktionelle Beiträge, Soziales, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert für Befreiung des Denkens aus Trancen der Vergangenheit

von Götz Egloff

Pressemitteilung zur Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) „Die emotionale Dimension der Aufklärung – Verantwortung für unsere Gefühle“ vom 17. – 19. April 2015 in Heidelberg

Der geschichtliche Prozess besteht in einer fortwährenden Entwicklung und Transformation der gesellschaftlichen Strukturen und der psychologischen Mentalitäten. Jeder wird in seinem Leben durch die Entwicklung in seiner Zeit geprägt und ist gleichzeitig Mitgestalter dieses Geschehens, wie Jacob Burckhardt sagt, „Wir sind die Welle selbst, die uns trägt“. Der große Wendepunkt in der neueren Mentalitäts- und Gesellschaftsgeschichte ist die Aufklärung mit der Befreiung des Denkens aus projektiven Trancen und Strukturen. Dieser Mentalitätswandel hat die erstaunlichen Veränderungen und Fortschritte auf allen gesellschaftlichen Ebenen in den letzten 200 Jahren ermöglicht, indem er die kognitiven Potenziale des Einzelnen für die Gesellschaft freisetzte. (mehr …)

Alphabetisierung der Empfindungen

Januar 30, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Buchrezension, Literarisches, Medizin, Gesundheit, Redaktionelle Beiträge, Soziales Kommentare deaktiviert für Alphabetisierung der Empfindungen

von Götz Egloff

Rezension zu Ulrich Schultz-Venrath, Lehrbuch Mentalisieren – Psychotherapien wirksam gestalten, Klett-Cotta, Stuttgart, 2013.

Das Cover

Das Cover

Ein beeindruckendes Kompendium zum Themenkomplex des Mentalisierens legt Ulrich Schultz-Venrath vor. Im theoretischen Teil zeichnet der Autor die Entwicklung des Konzepts aus der französischen psychosomatischen Schule, über das Alexithymie-Konzept, hin zur Fonagy-Gruppe nach, gewahr der verschiedenen Betonungen körper-orientierter Ansätze. Der praktische Teil bietet reichhaltige Ausarbeitungen und Beispiele nicht nur zu verschiedenen Störungsbildern, sondern in verschiedensten therapeutischen Settings. Deutlich wird immer wieder die Grundlage der psychoanalytisch-interaktionellen Methode des Göttinger Modells (Heigl/Heigl-Evers, König), die letztlich auch den Weg zur Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD) bahnte.
Crits-Christoph, Luborsky, Gabbard fallen spontan ein, pragmatische Analytiker; allen voran Sullivan mit seiner leider weithin vergessenen, doch brillanten interpersonellen Psychoanalyse. (mehr …)

Neues vom wilden Analytiker

Dezember 15, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Buchrezension, Medizin, Gesundheit, Redaktionelle Beiträge, Soziales Kommentare deaktiviert für Neues vom wilden Analytiker

von Götz Egloff

Rezension zu Michael Giefer, Otto Jägersberg, Walter H. Krause (Hg.):
Wege zum Es. VAS – Verlag für akademische Schriften, Bad Homburg, 2010.

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Dieses Buch, das die Vorträge des Baden-Badener Georg-Groddeck-Symposions 2009 der
deutschen Georg-Groddeck-Gesellschaft anlässlich dessen 75. Todesjahrs versammelt, ist alles andere als eine trockene Vortragssammlung. Selten werden Psychotherapie und Psychosomatik so lebendig vermittelt wie in den Beiträgen dieser internationalen (und wirklich interdisziplinären) Denker und Praktiker (Damen wie Herren). Damit wird man dem Altmeister der „wilden Analyse“, dem Schöpfer des „Buch vom Es“ und all zu oft enfant terrible Geschimpften mehr als gerecht. Zu sperrig, zu kauzig, um im überrationalisierten Wissenschaftsdiskurs heute noch Erwähnung zu finden. Lässt man sich auf ihn ein, öffnen sich Welten. So oder so ähnlich muss Freud empfunden haben, der nur wenige Häretiker um sich ertragen konnte; Ferenczi und Groddeck waren persönlich und inhaltlich einfach zu originell, um sie loswerden zu wollen. (mehr …)

Kunst gestaltet Leben: Der Weihnachtsmann wird in diesem Jahr 167 Jahre alt!

Dezember 02, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: DAP aktuell, Geschichte, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Lifestyle, Redaktionelle Beiträge, Soziales, Wirtschaft Kommentare deaktiviert für Kunst gestaltet Leben: Der Weihnachtsmann wird in diesem Jahr 167 Jahre alt!

Von Johanna Renate Wöhlke

Der beliebteste Greis der Welt ist 167 Jahre alt.

Der Weihnachtsmann kann lachen!

Der Weihnachtsmann kann lachen!

Er gehört in die Zeit der Wunder, Geheimnisse und Fantasien. Die Weihnachtszeit ist seine Zeit – die Zeit des Weihnachtsmannes. Zeit- und geschichtslos scheint er seine Geschenke auszuteilen, ohne dass einer jemals nach seiner persönlichen Geschichte gefragt hätte.
Aber er hat eine und außerdem noch ein Geburtsjahr und einen Vater, dessen Vaterschaft kaum jemand kennt: Der hieß nämlich Moritz von Schwind, war Maler und hat seinen Sohn als Prototyp mit Farbe und Pinsel geboren. Das war 1847 für eine Bilderfolge der Zeitschrift „Münchner Bilderbogen“, die in Deutschland und Europa ihre Leser hatte. (mehr …)

Katharsis – Was sich Künstler und Intellektuelle vom 1. Weltkrieg erhofften

September 24, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Kunst und Kultur, Literarisches, Politik, Redaktionelle Beiträge, Soziales Kommentare deaktiviert für Katharsis – Was sich Künstler und Intellektuelle vom 1. Weltkrieg erhofften

Ein Essay von  Joachim Frank

Bitte lesen Sie den vollständigen Beitrag mit Anmerkungen unter: Katharsis 2

Vor etwas mehr als hundert Jahren begann der I. Weltkrieg, dessen Entstehung viel weniger im Bewusstsein verankert ist als seine fünfundzwanzig Jahre später folgende, noch brutalere, radikalere und menschenverachtendere Steigerung.
Sind die Ursachen des II. Weltkriegs in zahlreichen Publikationen und Dokumentationen für meine Begriffe hinlänglich sichtbar gemacht worden, so verstehe ich bis heute nicht so recht, wieso das Attentat auf den Thronfolger der österreichisch-ungarischen Monarchie einen Weltkrieg auslösen konnte, und schon Stefan Zweig schrieb: „Wenn man … sich fragt, warum Europa 1914 in den Krieg ging, findet man keinen einzigen Grund vernünftiger Art und nicht einmal einen Anlaß.“ Im am 28. Juni 1919 in Paris unterzeichneten Versailler Vertrag wurde jedenfalls die alleinige Kriegsschuld Deutschlands festgeschrieben. Vielleicht zu Recht, obwohl mir meine umfängliche Lektüre zu diesem Thema ein sehr viel differenzierteres Bild vermittelt hat: Es gab jede Menge internationaler Verflechtungen, Bündnisse, Gegen-Bündnisse, nationale und globale Interessen, die aufeinanderprallten und die vor allem eines gemeinsam hatten: den Willen, ganz eigene, nationale, egoistische Interessen gegenüber anderen durchzusetzen. Deutschland war nicht der Böse unter den Guten, sondern einer der – heute würde man sagen – „Global Player“ der Weltpolitik, allerdings ein Emporkömmling unter den etablierten Großmächten Großbritannien, Frankreich, Russland und Österreich-Ungarn , der, wirtschaftlich und militärisch immer stärker geworden, nun nach einer entsprechenden politischen (Welt-) Geltung strebte. (mehr …)