Bad Mergentheim
Reisemesse 2010 in Hamburg
Interview von Gunda Seeliger mit Peter Dittgen aus Bad Mergentheim.

Reisemesse 2010 in Hamburg
Interview von Gunda Seeliger mit Peter Dittgen aus Bad Mergentheim.

Vorfahrt für Fahrräder: Lebens- und liebenswürdiges Münster
Von Uta Buhr
In Münster, so heißt es, werden vor dem Einschlafen keine Schäfchen gezählt, sondern Fahrräder. Auf die etwa 280.000 Einwohner der Stadt kommen immerhin über 500.000 Drahtesel. Hier wird von früh bis spät fröhlich in die Pedale getreten, ob auf dem Sandboden der bewaldeten Promenade oder dem holperigen Kopfsteinpflaster der Altstadt. Münster war übrigens die erste Stadt Deutschlands mit einem Fahrrad-Parkhaus. Inzwischen sind es drei, die ständig gut gefüllt sind, denn viele Touristen folgen dem Trend der Stadt und setzen sich statt hinter das Steuer auf’s Rad! Wo hat man je so disziplinierte Autofahrer gesehen! Die halten überall an, wo ein Pulk von Radlern die Straße überqueren will, und dies ohne Gehupe und böse Worte. Die Münsteraner haben Stil! Bereits die feinsinnige Lyrikerin Ricarda Huch (1864 – 1947) schrieb begeistert: „Von allen Städten Westfalens ist Münster die vornehmste. Ja, in Deutschland gibt es keine, die ihr darin gleichkommt.“ Eine Aussage, die auch heute noch gilt. Schon die Auslagen der Schaufenster künden vom guten Geschmack der Bürger. Billige Ramschläden sucht man hier vergeblich. (weiterlesen …)
Von Uta Buhr
„In diesem Jahr feiern wir eine der größten Erfindungen des 18. Jahrhunderts“, freut sich Marleen Herr vom Tourismusverband Sächsisches Elbland. Anlässlich der ‚Geburt’ des europäischenPorzellans und der Gründung der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen vor 300 Jahren hat der Verband ein umfangreiches Programm unter dem Titel „Weißes Gold erleben“ gestaltet, das Menschen aus aller Welt mit der Entstehung des Meissner Porzellans vertraut machen soll.
„Wir haben eine Art Tour d’Horizon durch die Geschichte des Porzellans in der gesamten Region erarbeitet. Dresden gehört ebenso dazu wie eine Reihe von Orten entlang der Sächsischen Weinstraße“, sagt Frau Herr und zeigt eine Broschüre, die Auskunft über sämtliche Details gibt. Da ist zum Beispiel die Stadtrundfahrt im komfortablen City-Bus Meißen, die die Besucher zu den größten Sehenswürdigkeiten der Stadt führt bis hinauf zur Albrechtsburg. (Foto: Uta Buhr) Auch die Sächsische Dampfschiffahrt hat sich etwas einfallen lassen: (weiterlesen …)
Von Uta Buhr
Die ganze Welt ist ein Theater! Wer Celle besucht, kann leicht zu dieser Einsicht gelangen. Die alte Residenzstadt in der Südheide mit ihrem Renaissanceschloss und einer Fülle prächtiger Fachwerkhäuser – es sollen an die fünfhundert sein – ist eine ideale Kulisse für bühnenreife Auftritte schauspielerisch begabter Cellenser. Übrigens … der Name Cellenser gebührt nur Personen, die in den Mauern der Stadt geboren wurden. Die Zugereisten heißen schlicht Celler.
Die Dame im Reifrock und den bunten Schleifchen im blonden Haar stellt sich mit einem graziösen Hofknicks vor: „Gestatten, mein Name ist Madame Lucie. Bitte sprechen Sie ihn französisch aus. Das ist Brauch am herzöglichen Hof. Folgen Sie mir möglichst leise durch unser Schloss. Ich habe Ihnen eine Menge zu erzählen.“ (weiterlesen …)

Viel vor und viel dahinter
Von Renato Diekmann, Fotos: Tourismusverbände
Der Mann im blauen Overall ist kein Klempner, sondern Hotelier! Mit geschickten Händen und viel Phantasie treibt Siegfried Weber die Entwicklung seines elterlichen Betriebes voran. Hinter der gutbürgerlichen Fassade des „Hotel Kübler“ in der Bismarckstraße von Karlsruhe offenbart sich dem staunenden Publikum unerwartet die architektonische Traumlandschaft „Allvitalis“. Die Gäste wohnen mitten in der Stadt unter moosgrünen Dächern, in riesigen Köpfen, drehbaren Türmen und skurrilen Fabelwesen, die an die surrealistische Welt von Gaudi und Hundertwasser erinnern. Demnächst will der Technikfreak seinen Gästen sogar Service-Roboter zur Seite stellen, die Minibars überflüssig machen und frisch gezapftes Bier vom hauseigenen Brauhaus aufs Zimmer bringen.
In Karlsruhe paart sich badische Lebensart mit frischem Erfindungsgeist. In der Stadt der kurzen Wege, die sich um die Schlossresidenz zirkelartig auffächert, lässt sich gut arbeiten, leben, lernen und forschen. Man schätzt die gemütlichen Biergärten, Straßencafés und großzügigen Parkanlagen. (weiterlesen …)
Oder warum Alessandro fränkischen Spargel, Wein und Senta liebt.
Text: Renato Diekmann Fotos: Diekmann & TI Volkach
Alessandro ist stolz auf seine super Lage. Mitten in Volkach am Marktplatz. Im Blickfeld das im Renaissance-Stil erbaute Rathaus mit der doppelläufigen Freitreppe und dem Erkertürmchen. Rechts flankiert vom schönsten, denkmalgeschützten Fachwerkhaus des Ortes, das nach 450-jähriger Geschichte als Schmiede, Färberei und Notariat liebevoll renoviert wurde und heute Gäste aus aller Welt beherbergt. Neben der spätgotischen Pfarrkirche St. Bartholomäus mit dem eigenwilligen Turm und der altwürdigen Lateinschule bereichern blumengeschmückte Hinterhöfe und das barocke Schelfenhaus das malerische Stadtbild. Die Innenräume des Hauses zeigen reiche Stuckarbeiten und farbenprächtige Deckengemälde. Schmuckstück ist der große Kachelofen von 1711. 
Dass Volkach eine Perle unter den historischen Städten Frankens ist, war Alessandro bei seinem Gang durch die romantischen Gassen sofort klar. Im Schutz der alten Mauern mit den zwei machtvollen Renaissance-Toren bezeugen die repräsentativen Amts- und prachtvollen Bürgerhäuser aus dem 16. und 18. Jahrhundert Herrschaftswille und Bürgerfreiheit, und bei Sonnenschein glaubte Alessandro sogar an die Möglichkeit, diese mittelalterliche Stadt inmitten der intakten Natur sei nur für ihn und seine große Liebe erschaffen worden, eine Landschaft, so prall und schön, als hätte sie die Hand Gottes persönlich modelliert.
Bis 1999 lebte der bei Siracusa geborene Sizilianer noch in Osnabrück. Sein Vater war einer der ersten Gastarbeiter in Deutschland. Alessandro ist in der niedersächsischen Friedensstadt aufgewachsen und dort zur Schule gegangen. (weiterlesen …)
Von Renato Diekmann
Mit einer aufwändigen Lichtshow wurde die AIDAdiva am Abend des 20. April 2007 im Hamburger Hafen getauft. Inszeniert wurde das illuminierte Spektakel vom Berliner Starlichtarchitekten Gert Hof, der international für faszinierende Mega-Events
bekannt ist. Die bombastisch gestaltete Schiffstaufe, die rund um die Landungsbrücken stattfand, zog mehr als 350.000 Zuschauer in den Bann. Hamburger lieben nun mal ihren Hafen und seine Schiffe.
Mit einer Kapazität von maximal 2.500 Passagieren und 646 Mann Besatzung, 13 Decks, 11 Bars, 7 Restaurants, 1025 Kabinen, Wellness-Center, Diskothek, Spielparadies für Kinder und einem Theatrium über drei Decks, bewegte sich die AIDAdiva während der Taufzeremonie vom Hamburg Cruise Terminal bis vor die Fischauktionshallen. Dabei wurde das 252 Meter lange und 32,5 Meter breite Schiff mit einer nie da gewesenen Licht-, Laser- und Feuerwerksinstallation präsentiert, die von einer eigens komponierten Musik begleitet wurde. Insgesamt kamen über 450 Tonnen Equipment zum Einsatz. Licht, Laserblitze und Leuchtfeuer, platziert an Land, auf Begleitschiffen und auf der AIDAdiva selbst, haben die Geburt des weißen Kreuzfahrtschiffes einer neuen Generation zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Besucher des Hamburger Hafens gemacht und die Sehnsucht nach einer Kreuzfahrt vollends geweckt, auch wenn diese für viele finanziell nie erschwinglich sein und eher ein Traum bleiben wird. Aber man wird ja noch träumen dürfen… (weiterlesen …)
Von Uta Buhr

Nebelschwaden wabern über den Baumwipfeln des Teutoburger Waldes. Der erste Sonnenstrahl stiehlt sich durch die Wolkendecke und vergoldet die Tautropfen auf den Wiesen. Jubilierend schraubt sich eine Lerche in die Lüfte, dreht eine Runde und lässt sich schließlich auf Hermanns rechter Hand nieder, die das mächtige, sieben Meter lange Schwert hält. Eine friedliche Geste auf einem martialischen Denkmal. Plötzlich durchbricht ein mehrstimmiger Gesang die morgendliche Stille: „Als die Römer frech geworden simserim simsim simsim, zogen sie nach Deutschlands Norden. Vorne mit Trompetenschall ritt der Generalfeldmarschall täteterätä Herr Quinctilius Varus, wau wau wau in dem Teutoburger Walde. Huh – wie pfiff der Wind so kalte…“ Eine Wandergruppe tritt auf die Lichtung und schaut zu dem fast 54 Meter hohen Standbild des Cheruskerfürsten auf. Es wurde 1846 von einem gewissen Ernst von Bandel direkt vor Detmolds Haustür errichtet und beschert der Region jährlich über eine Million Besucher. Iris Köllner, Leiterin der Tourist Information Detmold, geht davon aus, dass sich anlässlich der Zweitausendjahrfeier zur Varusschlacht diese Zahl noch erhöhen wird. (weiterlesen …)
Von Uta Buhr, Foto: Michael Müller
Die neue Airport Plaza setzt dem Flughafen Hamburg ein weiteres Glanzlicht auf. Das aus allen Teilen Norddeutschlands am 29. und 30. November – den Tagen der offenen Tür - herbeigeströmte Publikum zeigte sich begeistert von dem eleganten Einkaufs- und Schlemmerparadies. Dieses erstreckt sich auf vier Ebenen über eine Fläche von 4.450 Quadratmetern und wartet mit 40 Läden und Boutiquen auf. „Das ist ein Salon“, freut sich eine Vielfliegerin, Hanseatin vom Scheitel bis zur Sohle, „der des neuen Hamburger Flughafens würdig ist. Lange genug hat es ja auch gedauert, bevor aus dem provinziellen Stubenflugplatz ein internationaler Airport wurde.“ Tempi passati! Schon der Entwurf des Architekten Meinhard von Gerkan sorgt für Furore. Die geschwungene Dachform der Terminals und der Airport Plaza ist der Wölbung einer Flugzeug-Tragfläche beim Start täuschend echt nachempfunden. Die Licht durchflutete Halle stimmt ein auf Flüge in die weite Welt. Die Ausstattung ist vom Feinsten. Böden und Treppen aus glänzendem Granit, lautlos auf und ab gleitende Fahrstühle, keine aufdringliche Musik. Hier hat der Fahrgast Ruhe und Muße, sich auf seinen Flug vorzubereiten – ob Geschäftsreise in turbulente Städte oder Urlaubstrip in exotische Breiten. Die Wege zu den Gates sind kurz, denn die Plaza liegt am Schnittpunkt der Terminals 1 und 2. „Die Plaza verbindet die beiden Terminals miteinander, und nimmt die zentrale Sicherheitskontrolle mit insgesamt 16 Luftsicherheits-Kontrollstellen auf. In ihr werden die beiden Gepäckförderanlagen aus Terminal 1 und Terminal 2 zusammengeführt. Eine perfekte Konstruktion“, erklärt ein Mitarbeiter der Flughafenleitung. (weiterlesen …)
Kultour durch eine traumhafte Landschaft
Von Uta Buhr
„Es lächelt der See, er ladet zum Bade“, deklamiert die gestandene Berlinerin und stürzt sich in die glasklaren Fluten des Titisees. Mit einer Fläche von lediglich 1,1 qkm ist er zwar nicht der größte, aber mit Abstand schönste See im ganzen Schwarzwald. Das behaupten zumindest die Anrainer, die den nahen fünfmal so großen Schluchsee zwar auch nicht schlecht finden. „Aber er ist halt nur ein Stausee“, sagen sie, und lange nicht so geheimnisvoll wie ihr „lacus“, der seinen Namen dem römischen Kaiser Titus Flavius Vespasianus verdankt. Der soll im ersten nachchristlichen Jahrhundert hier vorbeigeschaut und den See atemberaubend gefunden haben. Ob der Eroberer Jerusalems wirklich einmal vor Ort war, ist zwar historisch keineswegs belegt, aber eine hübsche Legende, die sich auch touristisch gut vermarkten läßt.
Genauso wie jene von der reichen Stadt, die einst vom See verschlungen wurde, weil die Bewohner in frevelhaftem Übermut Brote aushöhlten und als Schuhe benutzten. In mondhellen Nächten soll man noch das Glockengeläute aus der Tiefe vernehmen können. (weiterlesen …)