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	<title>Die Auswärtige Presse e.V. &#187; Deutschland</title>
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	<description>Internationale Journalistenvereinigung Hamburg</description>
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		<title>Ein Empfang wie für eine Königin!</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 07:33:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
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		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt am 16. Mai 2012 Einlaufen zum Hafengeburtstag auf der Queen Mary 2. Abendblatt-Autorin Johanna R. Wöhlke war an Bord und schildert ihre Eindrücke Von Johanna R. Wöhlke Es ist das Ziel meiner Reise und nicht mehr weit. Hamburg. Nur noch eben schnell da vorne rechts -  pardon, steuerbord -  um die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt am 16. Mai 2012</p>
<p><strong>Einlaufen zum Hafengeburtstag auf der Queen Mary 2. </strong></p>
<p><strong>Abendblatt-Autorin Johanna R. Wöhlke war an Bord und schildert ihre Eindrücke</strong></p>
<p><em>Von Johanna R. Wöhlke</em></p>
<div id="attachment_15153" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/05/Bild-21.jpg"><img class="size-full wp-image-15153 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/05/Bild-21.jpg" alt="" width="400" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Menschenmengen an den Landungsbrücken begrüßen die Queen Mary 2 mit Riesenjubel</p></div>
<p>Es ist das Ziel meiner Reise und nicht mehr weit. Hamburg. Nur noch eben schnell da vorne rechts -  pardon, steuerbord -  um die Ecke rum, eine große Ecke, genauer gesagt eine riesige Kurve – und dann sind wir in der Elbmündung, in der Elbe und ich in sechs Stunden etwa wieder Zuhause. Nicht nur die „Kurve“ ist riesig. Das Schiff, auf dem ich auf dem Balkon vor unserer Kabine auf Deck 12 backbord stehe, ist es auch: die Queen Mary 2. Sie ist mehr als ein Schiff, sie ist ein „Ocean Liner“, eine Schiffsgattung also, von der geschrieben wird, dass ihre bedeutende Zeit schon lange vorbei sei und in die Zeit reicht,<span id="more-15152"></span> als es noch keine Flugzeuge gab und lange Distanzen von Kontinent zu Kontinent nur auf dem Meer zurückgelegt werden konnten: Europa – Amerika, das ging nur mit dem Schiff. Das ist Schifffahrtsgeschichte, zu der auch der Untergang der Titanic gehört. Vor wenigen Tagen haben wir, aus New York kommend, wenige Seemeilen entfernt die Stelle passiert, an der sie unterging. Meine erste Transatlantik Überquerung geht also ihrem Ende entgegen: zehn Tage Reise bis Hamburg, davon sechs auf hoher See bei fast immer Windstärke 8 und Wellengang um die fünf Meter. Das alles hat diesem Schiff nichts ausgemacht.</p>
<p>Nun also die Elbe, die Elbe entlang mit der Queen Mary 2. Da wird nichts untergehen können. Da wird etwas aufgehen, so sind sich hier alle sicher: das von allen an Bord mit großer Freude erwartete Hafenfest in Hamburg und damit verbunden der gigantische Empfang für die Queen, im Jahr 2004 in Dienst gestellt, und in deren Tradition sich einst nicht nur die  großen alten Dampfer wiederfinden lassen werden, sondern auch dieses Hamburg, dieses über alle Maßen begeisterte Hamburg und sein Empfang für dieses Schiff, das als Flaggschiff der britischen Reederei Cunard Line zu den berühmtesten Schiffen der Welt gehört und mit seinen 345 Metern Länge das drittlängste Passagierschiff der Welt ist. Schwarz, weiß, rot, elegant und schnittig – so hat dieses Schiff die Herzen der Hamburger und ihrer Gäste erobert. Wird es auch dieses Mal so sein?</p>
<p>Am vorigen Abend hatte Unterhaltungschef Ray Rouse am Ende der letzten Show an Bord mit bewegenden Worten auf dieses Hamburg eingestimmt. Hamburg, die heimliche Hauptstadt der Queen, das werde morgen ein fantastischer Tag werden, an dem sich alle die Zeit nehmen sollten an Deck zu sein, zu genießen und sich begeistern zu lassen.</p>
<div id="attachment_15159" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/05/bild-HA-2.jpg"><img class="size-full wp-image-15159" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/05/bild-HA-2.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Große und kleine Segler kommen der Queen bereits ab Stade entgegen</p></div>
<p>Hamburg scheint sich herausputzen zu wollen, denn sie Sonne strahlt an diesem Morgen. Das war während der Überfahrt wahrlich nicht immer so. Da ist sie, die Elbmündung, und die ruhig dahin fließende Elbe. Fast scheint das Schiff zu stehen. Der Helgoland Catamaran kommt uns entgegen und wühlt das Wasser auf. Alles bleibt ruhig bis zur Höhe von Stade. Die ersten kleinen Segelschiffe nähern sich der Queen, um sie zu begleiten. Der Hamburger Jachthafen in Wedel gleitet vorüber und wieder schließen sich kleinere Boote an. Einige von ihnen warten auf die kleinen Wellen der Queen, um sie zu schneiden und ordentlich durchgeschaukelt zu werden.</p>
<p>Am Ufer sind nun immer mehr Menschen wahrzunehmen. In Schulau können wir die berühmte Schiffsbegrüßungszeremonie kaum verstehen, denn ein Kleinflugzeug macht sich offensichtlich einen Spaß daraus, die Queen eine Weile in der Luft zu begleiten und fliegt in großen Bögen über dem Schiff hin und her.</p>
<p>Aber schon dort stehen die Menschen dicht bis an das Ufer, winken und rufen. Nun wird es immer voller auf dem Fluss und an den Ufern. Wir passieren das Kraftwerk Wedel, Falkenstein und Wittenbergen, Blankenese. Dort zeigt sich Hamburg von seiner eleganten Seite. Die ersten größeren Segler kommen uns entgegen, zum Teil voll besetzt mit Menschen, Winken und Rufen auf beiden Seiten. Ich traue mich von ganz oben ein lautes „Hummel, Hummel“ in die Weite zu rufen und erhalte ein vielfaches und lautes „Mors, Mors“ zurück. Das ist Hamburg! So geht es weiter.</p>
<p>Nicht nur an Bord werden die weißen Handtücher aus den Kabinen geholt, um damit zu winken. An Land haben sich die Wartenden auch mit allerlei Tüchern ausgestattet und das Nobelhotel Louis C. Jacob schießt auf diesem Feld den Vogel ab: Aus allen Fenstern und von der berühmten Lindenterrasse aus wird mit riesigen weißen Tischtüchern gewinkt – oder sind es Betttücher? Egal – wir gleiten weiter und nun sehe ich auch direkt vor mir Ray Rouse und die Mannschaft auf der Brücke begeistert gestikulieren.</p>
<p>Ein riesiges Containerschiff kommt uns entgegen. Der Raddampfer „Freya“ hat heute seine Jazzbrunchfahrt offensichtlich voll ausgebucht, als wir ihm auf der Höhe des Seegerichtshofes begegnen. Schiffchen und Schiffchen, Segler um Segler kommen uns entgegen und schließen hinter der Queen wieder auf, um sie in den Hafen zu begleiten. Natürlich darf das Schiffshorn nicht fehlen. Zur Begeisterung aller ertönt auch immer wieder von den kleinen Schiffen ein gegen die gewaltigen Bässe der Queen zaghaft klingendes Tuten, das mit fröhlichem Lachen und Rufen beantwortet wird. Wie hellhörig es auf dem Fluss doch ist!</p>
<p>Die Bugsierer des Wasserballettes machen Welle für die kleineren Schiffe, ELBE 1 passiert uns, die auslaufende AIDA sol erscheint neben der Brücke der Queen – und Hunderte ihrer Passagiere stehen an Deck und winken und rufen. Die kleine „Wilhelmsburg“ erinnert mich an meinen Weg nach Hause, der nachher über die Elbbrücken führen wird und: Nun beginnt es, mir die Sprache zu verschlagen. Menschen, Menschen, Menschen soweit es freie Stellen am Fluss gibt säumen das Ufer an der Backbordseite. Wieviele mögen das sein? Vom Ufer her ertönt laut die englische Nationalhymne. Zweimal vernehme ich laut und deutlich, dass jemand meinen Namen ruft. „Johanna, Johanna!“ Bin ich gemeint, haben sich Freunde auf den Weg gemacht, um auch mich zu begrüßen? Aber nein, es gibt viele Johannas auf der Welt und sicher auch auf diesem Schiff.</p>
<p>Wir fahren an der AIDA blu vorbei, am Fischmarkanleger und Fischmarkt, den Dampfern der Hafenrundfahrten, dem Schaufelraddampfer Louisiana Star, der Cap San Diego, zwei Marinekreuzern, die Elbphilharmonie in Augenhöhe und immer mehr Menschen, Menschen, Menschen, winken, rufen und einfach nur schauen, schauen auf dieses majestätische Schiff, das sich nun bereit macht anzulegen. Ein Menschenmeer erwartet die Königin.</p>
<div id="attachment_15162" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/05/IMGP0363.jpg"><img class="size-full wp-image-15162" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/05/IMGP0363.jpg" alt="" width="400" height="255" /></a><p class="wp-caption-text">Die Autorin ist Harburger Künstlerin und stellt in New York aus</p></div>
<p>Dazu muss Captain Kevin Oprey sein Schiff aber erst einmal drehen. Auf dieses Manöver scheinen hier alle gewartet zu haben. Die Menschen schauen gespannt zu. Es ist nicht viel Platz. Es scheint, als drehe sich ein Riese in einer viel zu kleinen Badewanne. Sachte und kaum wahrnehmbar vollzieht die Queen dieses Manöver und ich kann nun bis zu den Elbbrücken schauen und erblicke inmitten der Kräne des Containerhafens die Kirchturmspitze von Altenwerder, fast Zuhause.</p>
<p>Die Queen hat angelegt und die Nase wieder elbabwärts. Die Passagiere können nun langsam das Schiff verlassen. Jetzt kommt das „Meer“ von Koffern, Autos und Taxen, in dem es sich nicht so elegant gleiten lässt! Hinter der Queen liegt die „Deutschland“, das allen bekannte Fernseh &#8211; „Traumschiff“. Ich werde noch lange von dieser Fahrt träumen. Die Hamburger und ihre Gäste haben wieder einmal bewiesen, dass Fröhlichkeit, Gastfreundlichkeit, Spontaneität und Herzlichkeit für sie keine Fremdwörter sind. Es sollen 2,1 Millionen gewesen sein, die da auf die Queen gewartet haben, und ich weiß jetzt, wie das aussieht und werde es nie vergessen.</p>
<p>Text und Fotos: Wöhlke</p>
<p>Die Fotoausbeute dieser Fahrt auf der Elbe zurück nach Hamburg aus New York kommend ist so überwältigend, dass an dieser Stelle eine Fotostrecke mit Hamburg-Bildern folgen wird: Hamburg, wie es lacht, lebt und mit seinen Gästen seinen Hafen feiert!</p>
<p>An dieser Stelle darf ich auch noch privat anmerken: Das Rätsel des Rufens meines Namens hat sich gelöst. Es waren Freunde, die in der Hafencity wohnen und auf ihrem Balkon mit Freunden und Nachbarn gefeiert haben. Was ich als eine Stimme vernahm, war ein &#8220;Chor&#8221; von etwa fünfzig Stimmen. Danke! Auch das wird mir unvergesslich bleiben!</p>
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		<title>Zwischen Curry-Wurst und Senf-Salon</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/07/zwischen-curry-wurst-und-senf-salon/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 06:18:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Seitz Hartmuth]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Hartmuth Seitz Berlin ist noch immer eine Reise wert. Auch nach mehrjähriger Pause ist dieser Satz zu bestätigen. Gut – der Kuhdamm ist eher eine First-Class-Baustelle. Sehr attraktiv &#8211; die  Hop-on-hop-off Busse, die in Spitzenzeiten im Minutentakt zu fahren scheinen und so Berliner  Selbsterkundung  ermöglichen. Traditionelle Rundfahrten zu Lande und zu Wasser bringen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Hartmuth Seitz</em></p>
<div class="mceTemp">
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<dt><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/07/Berlin11-7.jpg"><img class="size-full wp-image-9801" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/07/Berlin11-7.jpg" alt="" width="400" height="300" /></a></dt>
<dd></dd>
</dl>
</div>
<p>Berlin ist noch immer eine Reise wert. Auch nach mehrjähriger Pause ist dieser Satz zu bestätigen. Gut – der Kuhdamm ist eher eine First-Class-Baustelle. Sehr attraktiv &#8211; die  Hop-on-hop-off Busse, die in Spitzenzeiten im Minutentakt zu fahren scheinen und so Berliner  Selbsterkundung  ermöglichen. Traditionelle Rundfahrten zu Lande und zu Wasser bringen die willigen Touristen  weiterhin scharenweise  zur zu Stein gewordenen Bildungslücke nebst daneben liegendem Haushaltsloch.<span id="more-9770"></span></p>
<p>Berlin einmal anders entdecken. Privat – und dennoch unter Anleitung? Auch das ist heute möglich. Treffpunkt „Curry 36“ – Erkennungszeichen Rot-weiße  Umhängetasche. Im Gewusel vor „Curry 36“  notwendig , aber ausreichend. Kurz vor 12 Uhr die liebenswürdige  Begrüßung durch den „Hauptstädter“ Stephan Bachmann – verbunden mit ersten Anmerkungen  zu diesem Treffpunkt. Richtig! Name und Hausnummer gehen eine  natürliche Verbindung ein – so wie Curry-Wurst und Ketchup.  Wir müssen noch warten. Die heutige Gruppe umfaßt sechs Personen. Vier kannte  er schon. Vom Vortag.  Also Wiederholungstäter? Nein! Fortsetzungsfreaks. Am Vortag waren die nämlich im Regierungsviertel. Aber das ist eine andere Geschichte.<!--more--></p>
<p>Kurz nach 12 gab es  die erste Beköstigung. Quasi zur Einführung in die Kreuzberger Geschichte: Bio-Curry-Wurst vom Feinsten. Natürlich gab Stephan Bachmann beide Varianten zur  Entstehung der Curry-Wurst zum Besten. Natürlich auch noch Details zu unserer gerade genossenen Wurst mit einem wirklich „ lecker Sößchen“. Nach dieser echt Berliner Stärkung gab es das</p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/07/Berlin11-14.jpg"><img class="size-medium wp-image-9803 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/07/Berlin11-14-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a></p>
<p>nächste „Kreuzberger Leckerli“. Bei Sufis in der Yorckstraße war alles vorbereitet. Natürlich nicht ohne Hintergrundgeschichten. Sufis – das ist Kreuzberger Integration pur. Orientalische Spezialitäten – super sympatisch und lecker. Der Hauptstädter entpuppte sich als Kenner Kreuzbergs. Er lebt hier. Er ist, wie alle, die in Kreuzberg leben, weder Berliner noch Deutscher – sondern Kreuzberger. Und er ist stolz auf das, was sich hier entwickelt hat. Eine bebilderte Entwicklungsreise gab es in Riehmers Hofgarten – nur wenige Meter hinter Sufis orientalischem Vorspeisenteller. Diese  Kulisse ist im übrigen Hollywood erprobt.</p>
<p>Der mit persönlichen Bezügen gespickte Vortrag  gab einen guten Einblick in das heutige Kreuzberg – mit sämtlichen Problemen, mit seiner Vergangenheitsbewältigung und Zukunftsorientierung.  Diese Kreuzberger Führung war ein Glücksgriff. Nie hätten wir „Mutti“ kennengelernt. In einer ehemaligen Hausdurchfahrt gibt es bei „Mutti“ Hausmannskost. Und einen Nachtisch – lecker. Nach diesem Geheimtipp kam der nächste – nur wenige Schritte weiter. Wer  an  Senf, Chutneys und Marmeladen niocht vorbeigehen kann, sollte für einen Blick in den Senf-Salon  Zeit mitbringen.</p>
<p>Unsere Tour  ging zum Kreuzberg. Nationaldenkmal und Wasserfall – und gutes Wetter. Der Hauptstädter war in seinem Element. Hier ging es um Geschichte – und auch die brachte locker rüber. Der geneigte Zuhörer und Mitläufer merkt, dass hier ein Mensch nicht nur „mit geht“ sondern auch „mitgeht“. Fragen wurden erläutert, Antworten mit eigenen Erlebnissen und Erfahrungen bereichtert.</p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/07/Berlin11-10.jpg"><img class="size-medium wp-image-9806 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/07/Berlin11-10-300x52.jpg" alt=" " width="300" height="52" /></a></p>
<p>Wir wissen jetzt, woher der Kreuzberg seinen Namen hat, wieso dieser Stadtteil hinsichtlich seiner Bewohner so bunt gemischt ist, wie man gelernt hat, miteinander auszukommen. Kreuzberg – das ist gelebte Integration – keine verordnete. Es ist deswegen auch nicht verwunderlich, dass die Bergmannstraße das  abschließende  Ziel dieses Rundganges ist. Da gibt es als lukullische Empfehlungen  leckere Italiener, feine Franzosen, amerikanische Torte, thailändische Spezialitäten – generell mediterane Köstlichkeiten. Und wer dann noch Zeit, Lust , Muße und Appetit hat, der visiert als letztes Ziel die Markthalle an.</p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/07/Berlin11-16.jpg"><img class="size-full wp-image-9809 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/07/Berlin11-16.jpg" alt=" " width="210" height="280" /></a></p>
<p>Wir hatten eine gute Zeit in Kreuzberg, wir hatten viel Spaß – und der Schritt zum Wiederholungstäter ist nicht weit. Man muss lediglich beachten, sich im Vorfeld per Internet bei „Der Hauptstaedter“ anzumelden.</p>
<p>Ein edler Rundgang durch Kreuzberg mit noch edleren Tipps – keine Angst , nicht nur zum Essen – ist nach gut zwei Stunden geschafft. Und anschließend bleibt noch ausreichend Zeit, um  wenigstens einen Teil des gerade Gehörten umzusetzen.</p>
<p>Eines sei zum Schluß noch verraten. Anmeldung ist wichtig. Den Gang auf den ersten Berlin-Tag legen, um im Nachhinein die Vorschläge auch umsetzen zu können.</p>
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		<title>Einer der letzten Aufrechten</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/07/einer-der-letzten-aufrechten/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 05:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ruoff Dr. Manuel]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Manuel Ruoff Der ehemalige Vertriebenen- und Innerdeutsche Minister Heinrich Windelen wird 90 Jahre alt Heinrich Windelen gehört zu den wenigen noch lebenden ehemaligen Spitzenpolitikern der Bundesrepublik, die Ostdeutschland nie aufgegeben haben. Der Schlesier feierte seinen 90. Geburtstag. Heinrich Windelen war von beiden Elternseiten her niederrheinischer Abstammung, aber er selber kam am 25. Juni 1921 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Manuel Ruoff</em></p>
<p><strong>Der ehemalige Vertriebenen- und Innerdeutsche Minister Heinrich Windelen wird 90 Jahre alt</strong></p>
<p>Heinrich Windelen gehört zu den wenigen noch lebenden ehemaligen Spitzenpolitikern der Bundesrepublik, die Ostdeutschland nie aufgegeben haben. Der Schlesier feierte seinen 90. Geburtstag.</p>
<p>Heinrich Windelen war von beiden Elternseiten her niederrheinischer Abstammung, aber er selber kam am 25. Juni 1921 im schlesischen Bolkenhain zur Welt. „Ich bin Schlesier“, hat er stets offen bekannt und blieb Schlesien treu. Der Sohn eines Lederfabrikanten besuchte in seiner Geburtsstadt die Volks- und Mittelschule sowie anschließend in Striegau die Oberschule. Dem Abitur, Arbeitsdienst und Kriegshilfsdienst folgte die Aufnahme eines Physik- und Chemiestudiums in Schlesiens Hauptstadt Breslau.<span id="more-9761"></span></p>
<p>Windelen wurde aus dem geordneten und standesgemäßen Leben eines schlesischen Fabrikantensohnes jäh durch den Einzug zum Militär im Jahre 1940 herausgerissen. Nach Militärdienst und kurzer Kriegsgefangenschaft verschlug es ihn nach Westdeutschland. Im westfälischen Telgte und Warendorf absolvierte er bis 1948 eine kaufmännische Lehre und gründete anschließend mit seinem Vater eine Versandfirma.</p>
<p>1946 trat Windelen in die CDU ein. Dort stieg er bis 1970 zum Vorsitzenden seines Landesverbandes Westfalen-Lippe auf. 1977 überließ er Kurt Biedenkopf das Feld. Sein Versuch, 1983 dessen Wiederwahl zu verhindern, scheiterte.</p>
<p>Nachdem sein Parteifreund Anton Sabel aus dem Deutschen Bundestag an die Spitze der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung gewechselt hatte, erhielt Windelen 1957 die Chance, in das Nationalparlament einzuziehen. Dort vertrat er über Jahrzehnte Warendorf, dessen Junge Union er 1947 mit gegründet hatte, dessen CDU-Kreisvorsitzender er ab 1953 war und dessen Ehrenbürger er seit 1991 ist. Der Abgeordnete aus Schlesien übernahm die Leitung des Parlamentarischen Beirates des Bundes der Vertriebenen.</p>
<p>Als 1969 Bundesvertriebenenminister Kai-Uwe von Hassel Nachfolger von Eugen Gerstenmaier als Bundestagspräsident wurde, übernahm Windelen in der schwarz-roten Regierung des Bundeskanzlers Kurt Georg Kiesinger Hassels Ressort. Die noch im selben Jahr durchgeführten sechsten Bundestagswahlen führten jedoch zu einer neuen, sozialliberalen Regierung ohne christdemokratische Beteiligung. Da der SPD-FDP-Koalition das Vertriebenenministerium nicht in ihre neue Ostpolitik passte und sie es daher abschaffte, ist Windelen der letzte Vertriebenenminister der Bundesrepublik Deutschland.</p>
<p>Der Christdemokrat hatte bereits ab 1965 dem Vorstand seiner Bundestagsfraktion angehört. Nun, nach seinem Ausscheiden aus der Regierung, wurde er einer der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Als 1977 Albert Leicht Präsident des neu errichteten Europäischen Rechnungshofes wurde und aus dem Bundestag ausschied, übernahm Windelen von seinem Parteifreund den Vorsitz im Haushaltsausschuss des Bundestages. 1981 wechselte er auf den repräsentativen Posten des Bundestagsvizepräsidenten, der durch den Wechsel Richard von Weizsäckers an die Spitze des Berliner Senats frei wurde.</p>
<p>1982 übernahm Windelens Partei nach der „Wende“ von der sozial-liberalen zur christlich-liberalen Koalition auch im Bund wieder Regierungsverantwortung. Die neue bürgerliche Regierung verzichtete darauf, die Abschaffung des Vertriebenenministeriums rückgängig zu machen. An der Spitze eines anderen Ministeriums wurde Windelen 1983 noch einmal Regierungsmitglied. Als Rainer Barzel nach der Bundestagswahl jenes Jahres aus der Regierung an die Spitze des Bundestages wechselte, übernahm Windelen dessen Innerdeutsches Ministerium. Dort hatte er nur wenig Gestaltungsraum, wurde die Deutschlandpolitik doch im Bundeskanzleramt gemacht, wo Kanzleramtsminister Wolfgang Schäuble die Kontakte der Bundesregierung zur SED pflegte. Allerdings erregte Windelen schon deshalb Aufsehen, weil er nicht wie das Gros seiner Parteifreunde die sozial-liberale Ostpolitik bruchlos fortführte, sondern auch als Minister Helmut Kohls die Endgültigkeit der Ostverträge öffentlich in Zweifel zu ziehen wagte.</p>
<p>Nach der elften Bundestagswahl wurde er 1987 ausgetauscht. Als der neue freidemokratische Hoffnungsträger Jügen Möllemann als Bundesbildungsminister in die Bundesregierung einzog, schied die als farblos geltende bisherige Amts­inhaberin, Dorothee Wilms, nicht aus der Regierung aus, sondern erhielt zum Leidwesen der Vertriebenen Windelens Ressort, so dass es bei zwei Ministerinnen im Kabinett blieb.</p>
<p>Windelen blieb Bundestagsabgeordneter – und sich treu. Wie 1970 gegen den Warschauer Vertrag stimmte er auch 1990 gegen die Gemeinsame Entschließung zur deutsch-polnischen Grenze und den Einigungsvertrag wegen der Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als deutsche Ostgrenze. Noch im selben Jahr schied Heinrich Windelen aus dem Deutschen Bundestag aus.<br />
</p>
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		<title>Kleines Fürstentum ganz groß &#8211; ein Streifzug durch den Kulturpark Sayn</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 21:06:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit und Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Artikel erschien am 18. Juni 2011 in der PAZ (Preußiche Allgemeine Zeitung) Von Uta Buhr Das Szenario könnte nicht stimmiger sein. Eingebettet in die geschwungenen Wege und weiten Rasenflächen des fürstlichen Schlossparks von Sayn, den der berühmte Frankfurter Gartenarchitekt Heinrich Siesmeyer Mitte des 19. Jahrhunderts als englischen Landschaftsgarten konzipierte, liegt der „Garten der Schmetterlinge.“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Artikel erschien am 18. Juni 2011 in der PAZ (Preußiche Allgemeine Zeitung)</p>
<p><em>Von Uta Buhr</em></p>
<div id="attachment_8550" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_3866.jpg"><img class="size-medium wp-image-8550" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_3866-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Das Szenario könnte nicht stimmiger sein. Eingebettet in die geschwungenen Wege und weiten Rasenflächen des fürstlichen Schlossparks von Sayn, den der berühmte Frankfurter Gartenarchitekt Heinrich Siesmeyer Mitte des 19. Jahrhunderts als englischen Landschaftsgarten konzipierte, liegt der „Garten der Schmetterlinge.“ Unter der gläsernen Kuppel des Pavillons tummeln sich in sämtlichen Farben des Regenbogens schillernde Falter aus allen Teilen der Welt. Der in Südamerika beheimatete blaue Morpho, dessen Flügel eine Spannweite von 14 bis 17 Zentimeter erreichen, gilt als Hauptattraktion dieses vom Gezwitscher exotischer Vögel erfüllten Kleinods. Zierliche weiße Brücken spannen sich über  spiegelnden Wasserläufen. Bananenstauden, Palmen und mit duftenden Blüten übersäte Sträucher säumen die Wege.<span id="more-8543"></span></p>
<div id="attachment_8547" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_3865.jpg"><img class="size-medium wp-image-8547" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_3865-300x231.jpg" alt=" " width="300" height="231" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Schildkröten liegen träge am Boden eines künstlichen Teiches, während bunte Koikarpfen majestätisch ihre Bahnen ziehen. Hier und da huscht ein Leguan im grünen Schuppenkleid vorbei und verschwindet in einer der Grotten. Eine Arche Noah en miniature, deren Reiz sich kein Besucher entziehen kann. Jahr für Jahr strömen Tausende von Menschen von nah und fern nach Sayn, um mehrere Stunden in die Welt exotischer Träume abzutauchen. Diskret angebrachte Informationstafeln klären die Besucher über das Entstehen der zarten Falter und ihr kurzes Leben auf.</p>
<div id="attachment_8552" class="wp-caption alignleft" style="width: 239px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_3841.jpg"><img class="size-medium wp-image-8552" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_3841-229x300.jpg" alt=" " width="229" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn erinnert sich heute noch leicht amüsiert an die Unkenrufe einer großen deutschen Tageszeitung, die  kurz  nach der Eröffnung des Schmetterlingsgartens im Jahre 1987 einen baldigen Flop des ehrgeizigen Projektes voraussagte.  Diese Prophezeiung hat sich nicht erfüllt. Ganz im Gegenteil. Der von Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn  persönlich betreute Garten ist ein Publikumsmagnet sondergleichen. Fernsehteams aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden geben sich die Klinke in die Hand.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Fürstentum ist ein Mikrokosmos, ein Arkadien am Rhein, kurz  „Kulturpark Sayn“ genannt, das in einem Umkreis von knapp einem Kilometer eine Reihe bemerkenswerter Sehenswürdigkeiten ausweist. Da ist zunächst Schloss Sayn. Bereits aus der Ferne grüßt seine  makellos weiße, mit filigranen Zinnen bewehrte neugotische Fassade. „Wahrhaft ein Märchenschloss“, soll der spätere deutsche Kaiser Wilhelm I. bei seinem Anblick ausgerufen haben. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges völlig ausgebrannt, wurde es in jahrelanger mühevoller Arbeit von der Fürstenfamilie in seinen alten Zustand zurückversetzt. Das Innere birgt neben kostbar ausgestatteten Repräsentationsräumen eine von einem blauen Sternenhimmel überwölbte gotische Kapelle sowie Säle voll  prachtvoller Exponate des Rheinischen Eisenkunstguss-Museums. Bewundernd stehen die Besucher vor der anmutigen Wendeltreppe und den mit klassischen Reliefs geschmückten Vasen.</p>
<div id="attachment_8555" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_3857.jpg"><img class="size-medium wp-image-8555" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_3857-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Nur einen Steinwurf entfernt liegt der Entstehungsort dieser Kunstwerke, das Kulturerbe Sayner Hütte. Imposant und gleichermaßen von großer Eleganz präsentiert sich der Eingangsbereich jener Industrieanlage, die am Anfang des 19. Jahrhunderts Richtung weisend war in der Entwicklung der Gusseisentechnologie. Von 1815 bis 1865 befand sie sich im Besitz der preußischen Krone und war einer der drei Standorte der „Königlich-Preußischen Eisengießereien.“ Ein engagierter Freundeskreis bemüht sich zurzeit, die Hütte wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_8545" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_3876.jpg"><img class="size-medium wp-image-8545" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_3876-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">  </p></div>
<p>Vom Schlosspark kommend, wandern wir  hinauf zur Burg Sayn. Dieses trutzige  Bauwerk -   einstiger Stammsitz der fürstlichen Familie &#8211; wurde vor 800 Jahren erbaut. Eine Besichtigung der weitläufigen Burganlage nimmt sich aus wie ein Ausflug ins Mittelalter. Ein hölzernes Tor, über dem der aus Stein gemeißelte Sayner Löwe prangt, führt zunächst in den Inneren Burghof. Im Äußeren Burghof sind die Grundmauern der einstigen Burgkapelle und der 25 Meter tiefe Brunnen zu besichtigen. Der Panoramablick aus der Vogelperspektive über Westerwald und Rheinebene bis hinüber zu den Bergkegeln der Vulkaneifel  ist atemberaubend. Nach dem Abstieg über verschlungene Trampelpfade spazieren wir am munter  sprudelnden Brexbach entlang. Ein Schlenker, und wir stehen vor der blendend hellen Fassade der Abtei zu Sayn, die im frühen 13. Jahrhundert von den Sayner Grafen gegründet wurde. Glanzlichter sind der romanische Kreuzgang,  die Stumm-Orgel  sowie der mit Edelsteinen besetzte Schrein des Apostels Simon.</p>
<div id="attachment_8560" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_3870.jpg"><img class="size-medium wp-image-8560" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_3870-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>„Viel Spaß im Baum“, heißt es im Kletterwald Sayn, der nur wenige Minuten von der ehrwürdigen Abtei entfernt liegt. Hier wagen nicht nur Jugendliche über Seile, schwankende Brücken und Stege den Aufstieg in die Wipfel der alten Eichen und Buchen. Eine Gaudi übrigens, die kein Risiko birgt, weil die Kletterer vor ihrem Ausflug in schwindelnde Höhen genauestens instruiert und mit Gurten gesichert werden. „Von ganz oben kann man sogar den römischen Wachturm sehen “, erzählt ein etwa zwölfjähriger Knirps ganz aufgeregt, als er wieder festen Boden unter den Füßen hat. Dieser Turm,  der den Kulturpark Sayn nach Osten zum Westerwald abgrenzt, ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes „Römischer Limes.“</p>
<p>Fotos: Uta Buhr<br />
</p>
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		<title>Biosphäre Potsdam</title>
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		<pubDate>Sun, 22 May 2011 19:24:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Seeliger Gunda]]></category>

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		<description><![CDATA[Biosphäre Potsdam Gunda Seeliger konnte auf der Reisemesse 2011 in Hamburg einiges von Frau Eva Fischer erfahren, warum es sich lohnt, Potsdam und die dortige Biosphäre zu besuchen. - Gesendet beim Hamburger Lokalradio -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/05/Biosphäre-Potsdam.mp3">Biosphäre Potsdam</a></p>
<div id="attachment_7958" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-7958 " title="E. Fischer-Biosphäre Potsdam" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/05/E.-Fischer-Biosphäre-Potsdam.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Gunda Seeliger konnte auf der Reisemesse 2011 in Hamburg einiges von Frau Eva Fischer erfahren, warum es sich lohnt, Potsdam und die dortige Biosphäre zu besuchen.</p>
<p>- Gesendet beim Hamburger Lokalradio -<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Techno Classica: alte Autos, alte Motorräder, alte Nutzfahrzeuge</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 17:48:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Garte Ludger]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Ludger Garte Was macht die Fasziniation dieser Gefährte, die teilweise aus dem vorletzten Jahrhunderts stammen, aus? Nach einer Erhebung des Allensbach Institutes haben 15 Mio MitbürgerInnen eine positive Einstellung zu diesen Young- und Oldtimern. Eine unglaublich hohe Zahl gemessen an der Gesamteinwohnerschaft dieses Landes. 4,3 Millionen interessieren sich „ganz besonders“ für dieses Thema – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Ludger Garte</em></p>
<div id="attachment_6956" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/01_42.jpg"><img class="size-medium wp-image-6956" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/01_42-300x177.jpg" alt=" " width="300" height="177" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Was macht die Fasziniation dieser Gefährte, die teilweise aus dem vorletzten Jahrhunderts stammen, aus? Nach einer Erhebung des Allensbach Institutes haben 15 Mio MitbürgerInnen eine positive Einstellung zu diesen Young- und Oldtimern. Eine unglaublich hohe Zahl gemessen an der Gesamteinwohnerschaft dieses Landes. 4,3 Millionen interessieren sich „ganz besonders“ für dieses Thema – eine gesteigerte positive Affinität, wie der international bewanderte Horst Brüning, Präsident der FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens) in seinen Ausführungen auf der Pressekonferenz plastisch darstellte. Diese fand statt zum Auftakt der „TECHNO CLASSICA“ in Essen, der nach eigenen Angaben weltgrößten Messe zum Thema Oldtimer.<span id="more-6953"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_6958" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/01_49.jpg"><img class="size-medium wp-image-6958" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/01_49-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>In der Bundesrepublik sind zudem 335.000 Autos und 265.000 Motorräder  „älter als 30 Jahre und in einem historisch korrekten Zustand…“ , so die Definition der FIVA, zugelassen.  Die Bewahrung wegen „ihres technischen und historischen Wertes“  macht diese Fahrzeuge zu einem „mobilen Kulturgut“ so Herr Brüning weiter. Diese auf den ersten Blick recht spröde Definition ist in die Praxis übertragen, sicher auch eines der Geheimnisse für die positive Betrachtungsweise dieser Fahrzeuge.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_6960" class="wp-caption alignleft" style="width: 293px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/01_25.jpg"><img class="size-full wp-image-6960" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/01_25.jpg" alt=" " width="283" height="189" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Wer bleibt nicht stehen und schaut zum Beispiel einem BMW V8 – einem der Wirtschaftswunderfahrzeuge aus den 50er Jahren -  nach, wenn  er mit seinem vergleichsweise leistungsschwachen 8 Zylindern, bei strahlendem Sonnenschein an uns vorbeituckert. Selbst wenig technikaffine Menschen können sich dieser Wirkung nicht ganz verschließen.</p>
<p>Die versammelte Journalistenschar zur Hauptpressekonferenz bei der Eröffnung der mittlerweile 23. TECHNO CLASSICA widersprach nicht, als Ihnen vom Podium aus freundlichst unterstellt wurde, sowohl aus professioneller Sicht, aber auch aus ganz persönlicher Motivation einen besonderen Spaß an dem Thema entwickelt zu haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_6962" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/01_16.jpg"><img class="size-medium wp-image-6962" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/01_16-300x200.jpg" alt=" " width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Was macht nun diese Faszination aus, die fast jedwede Unterschiedlichkeit in Bildung, Geschlecht, Alter, Nationalität, Sprachbarrieren ignoriert und Leute zusammenführt? Mit freudigem Gesichtsausdruck,  erstaunten bis ehrfürchtigen Blicken, bewundernd und sich verliebend, selten neidend, trotz der zum Teil unvorstellbaren Summen und Vermögenswerte die dort in restaurierter Form aufbereitet zur Schau und zum Verkauf gestellt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_6964" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/01_05.jpg"><img class="size-medium wp-image-6964" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/01_05-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Mehr als 2.500 zum Verkauf ausgestellte Fahrzeuge finden an insgesamt 5 Messetagen Ihre Bewunderer in Form von 180.000 Besucher aus 30 Nationen (lt Messe Essen). Neben kulturhistorischen Aspekten – der „Historic Heritage“ – kommen auch ganz nüchtern – ökonomische Beweggründe ans Tageslicht. Nach einer Studie der  FIVA und unterlegt für den deutschen Markt von der DEUVET ( Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.),  verzeichnet der Oldtimermarkt ein stabiles Wachstum von mindestens 5% jährlich. Lediglich in der Wertsteigerung gab es bei ca 5,7% in den Jahren 2000 – 2010 einen Abfall auf 2,5 % in den letzten beiden Jahren (Deutscher Oldtimer Index) – pikant wird der Vergleich zum DAX, der in derselben Zeit vier Einbrüche von zum Teil über 40 % erlebte.</p>
<p>Einige weitere, sicher nicht unbedingt bekannte Zahlen im Zusammenhang mit dem „Wirtschaftsfaktor historische Fahrzeuge“:</p>
<p>- Über 5,5 Mrd Euro werden jährlich im Bereich historischer Fahrzeuge in Deutschland umgesetzt</p>
<p>- Mehr als 10.800 EU–Firmen beziehen Ihren Umsatz aus diesen Geschäftsfeld (Deutschland ca. 2750 )</p>
<p>- 21.400 Vollzeit  und 8.600 Teilzeitkräfte verdienen Ihren Lebensunterhalt in diesem Sektor</p>
<p>- 69 % dieser Unternehmen haben große Schwierigkeiten Fachpersonal zu finden (bei geplanten Neueinstellungen von 37 % der Unternehmen)</p>
<p>- Jeder deutsche Halter gibt durchschnittlich 2.952 € für Wartung, Reparaturen und Restaurierung aus</p>
<p>- …..(Quelle: Umfrage der FIVA /DEUVET 2006 und aktualisiert durch die S.I.H.A. &#8211; Schätzungen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>und das bei einem durchschnittlichen Fahraufwand von 0,07 % am gesamten Fahraufwand der Bundesrepublik (57,1 % dieser Fahrzeuge fahren weniger als 1.500 km im Jahr)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Faszination, ökonomischer Sachverstand, kulturelles und zeitgeschichtliches Interesse aber auch Erinnerungen an Jugendzeiten, eigenes Erleben aus der Kinderzeit, romantische Erinnerungen an die eine oder andere Situation, Jagdtrieb auf der Suche nach Ersatzteilen,  sehr unterschiedliche Motive treiben die Besucher an, sich auf den Weg nach Essen zu machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei allen ökonomischen (Schein-) Begründungen – es ist einfach nur klasse, diese Ästhetik der vergangenen Jahre zu erleben, diese Erinnerungen wachzurufen, Fahren anders zu erleben, ursprünglicher, „natur“belassener.. den Duft der Geschichte zu atmen, den diese Fahrzeuge repräsentieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Noch bis Sonntag stehen die Tore der Messe in Essen weit auf, wer weiß was Sie dort erleben?</p>
<p>Fotos:  <span style="color: #0000ff;font-size: x-small"><span style="color: #000000;font-size: small">S.I.H.A. Ausstellungen Promotion  GmbH</span></span></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong> </strong><br />
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Elektro-Power für die Rhön</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/03/elektro-power-fur-die-rhon/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 15:11:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Renato Diekmann Hier findet jeder seinen Weg Federnde grüne Matten, geheimnisvolle Halden grauer Basaltblöcke, majestätische Buchen, unergründlich-dunkle Moore und romantische Flusstäler ziehen gemächlich an uns vorüber. Die Landschaft der Rhön, die sich Bayern, Hessen und Thüringen teilen, weist viele Formen auf. Die lichten Höhen mit ihren weiten Ausblicken machen das „Land der offenen Fernen“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Renato Diekmann</em></p>
<p><strong>Hier findet jeder seinen Weg</strong></p>
<div id="attachment_6847" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Urlaubsglück1.jpg"><img class="size-medium wp-image-6847" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Urlaubsglück1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Die Rhön bietet romantische Plätze für das Urlaubsglück zu zweit</p></div>
<p>Federnde grüne Matten, geheimnisvolle Halden grauer Basaltblöcke, majestätische Buchen, unergründlich-dunkle Moore und romantische Flusstäler ziehen gemächlich an uns vorüber. Die Landschaft der Rhön, die sich Bayern, Hessen und Thüringen teilen, weist viele Formen auf. Die lichten Höhen mit ihren weiten Ausblicken machen das „Land der offenen Fernen“ unverwechselbar. Wer hier Birkhuhn und Trollblume, Roten Milan, Silberdistel und seltene Orchideenarten finden will, muss entweder wandern gehen oder Rad fahren.</p>
<p><span id="more-6840"></span></p>
<p>Statt Auto und Motorrad zogen einst schnaubende Rösser Reisende in einer schaukelnden Postkutsche über holprige Pflastersteine und staubige Feldwege durch die ursprüngliche Landschaft; sie hat nichts von ihrem Reiz eingebüßt. Besonders schön ist das Naturerlebnis auf dem Fahrrad &#8211; und gesund obendrein. Nicht nur aktive Radler preisen die Rhön als eine der schönsten Landschaften im Herzen Deutschlands. Mit ihren einsamen Hochflächen, ausgedehnten Wäldern, zahlreichen Flüssen und klaren Bächen in idyllischen Tälern nimmt die Rhön unter den deutschen Mittelgebirgen eine besondere Stellung ein. Rad- und Wanderfreunden erschließen sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten in einem naturdurchdrungenen Lebensraum. Hier gibt es noch seltene  Vögel und heilsame Kräuter. Außerdem wollen wehrhafte  Burgen und jahrhundertealte Ruinen erobert, fränkische Fachwerkkunst bewundert und traditionsreiche Kurbäder wie Bad Brückenau, Bad Kissingen oder Bad Salzungen besucht werden. Wer die Rhön erkunden möchte, sollte die Wiege des Segelflugs auf der Wasserkuppe kennenlernen, auf keinen Fall den sagenumwobenen Felsrücken einer keltischen Fliehburg mit Ringwallanlage aussparen, oder den höchstgelegenen Ort der Rhön, Frankenheim, links liegen lassen.</p>
<p><strong>Leichter treten durch E-Power</strong></p>
<div id="attachment_6848" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/E-Bikerin.jpg"><img class="size-medium wp-image-6848" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/E-Bikerin-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Mit dem E-Bike geht es ohne Kraftaufwand bequem durch die Rhön</p></div>
<p>Was mit mehr oder weniger Pferdestärken schnell und eher oberflächig bewältigt werden kann, lässt sich nun mit minimaler Muskelkraft und E-Power viel intensiver erleben. Schon mal drüber nachgedacht, die vielen sehenswerten Orte mit viel fränkischem Fachwerk, Museen, Burgen, Wasserschlösser und romantische Kirchen per Fahrrad anzusteuern? In den Tälern zwischen Main und Rhön spannt sich seit neuestem ein Netz von hochwertigen Radwegen. Auf diesen können die Landschaften am Main, im Steigerwald, in den Haßbergen und in der Rhön bequem mit dem Fahrrad erkundet und in aller Seelenruhe entdeckt werden. Ab Mai 2011 wird das Radeln durch die Rhön fast ohne Anstrengung möglich sein. Die 260 km lange Route lässt sich ab sofort mit dem E-Bike „erradeln“. Gemeinsam mit der Firma „movelo“, einem der größten europäischen Anbieter für Elektromobilität im Tourismus, ist in der Rhön ein Netz von Verleih-  und Akkuwechselstationen entstanden, das es Gästen und Einheimischen ermöglicht, mit sanfter Mobilität die Region kennenzulernen – ganz nach dem Motto: clever Rad fahren ohne Anstrengung und dabei die herrliche Natur genießen! &#8220;Das neue Angebot richtet sich vor allem an diejenigen, die bisher aus gesundheitlichen oder konditionellen Gründen auf größere Radtouren verzichten mussten&#8221;, erklärt Marketingleiter Geerd Müller. &#8220;Die Räder bieten unterschiedliche Hilfsstufen an, so dass der Radler selbst bestimmt, wie viel Anstrengungen er auf sich nehmen will.&#8221;</p>
<p><strong>E-Bike Netzwerk</strong></p>
<div id="attachment_6849" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Rast-am-Gasthaus.jpg"><img class="size-medium wp-image-6849" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Rast-am-Gasthaus-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Klassische Kurorte wechseln sich ab mit fränkischer Fachwerkkunst  </p></div>
<p>Das Netz der Verleihstationen ermöglicht es, die gesamte Tour oder auch nur Teilabschnitte abzufahren. Wie wär&#8217;s mit einer Bädertour entlang der Fränkischen Saale? Oder mit einem Ausflug von Bad Brückenau auf den Heiligen Berg der Franken, den Kreuzberg. Der klassische Kurort Bad Kissingen ist ebenfalls ein attraktives Ziel. Die lebendige Stadt an der Fränkischen Saale versprüht Charme und Heiterkeit. Die eleganten Villen und historischen, repräsentativen Kurbauten, zu denen auch das Wahrzeichen des Ortes – der Regentenbau – gehört, muss man gesehen haben. Ebenso Europas größte Wandelhallte mit Heilwasserausschank, die blühende Pflanzenpracht in den Park- und Gartenanlagen sowie die autofreie Fußgängerzone. Das ganzjährige Kulturprogramm ergänzt das beliebte Reise- und Urlaubsziel. Schon die ersten Meter auf der  &#8220;Hochrhönerstraße“  wecken Entdeckerlust und gute Laune. Vom Wander- und Radlerportal am Bahnhof schlendern wir durch die Innenstadt des bekanntesten Kurortes Deutschlands. Der berühmte Gradierbau erinnert an die Zeit der Salzgewinnung, die jahrhundertelang den Reichtum der Stadt sicherte.</p>
<p><strong>Service &amp; Preise</strong></p>
<p>Welche Tour man auch unter die Räder nehmen möchte, Unterstützung gibt es genug! Insgesamt stehen rund 25 Elektro-Fahrräder der Marke Swiss Flyer in 12 Verleihstationen zur Verfügung. Die Tagesleihgebühr beträgt zwischen 18 und 20 Euro. Unterwegs finden sich dann weitere 12 Lade- und Akkuwechselstationen, die einen reibungslosen Ausflug mit dem Elektrorad durch die Rhön gewährleisten. Eine kleine Broschüre hält alles Wissenswerte rund um das E-Biken in der Rhön fest. Sie ist im Infozentrum Rhön in Wildflecken-Oberbach erhältlich. Hier können  Sie ab Mai auch die neuen Räder halbtags für 10 Euro inkl. einer Fahrradkarte testen.</p>
<p><a title="Rhoen Info" href="http://www.rhoen.info" target="_blank">www.rhoen.info</a></p>
<p>Infozentrum Rhön, Rhönstraße 97, 97772 Wildflecken, Tel. 09749-91220, Fax: 09749-912234, <a href="mailto:infozentrum@rhoen.info">infozentrum@rhoen.info</a></p>
<p>Text: Renato Diekmann, Fotos: Tourismus GmbH Bayerische Rhön<br />
</p>
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		<title>Wunderwelt am Rothaarsteig</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 18:58:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Renato Diekmann Geheimtipp Wittgenstein Bad Berleburg liegt auf einer Felsterrasse am Osthang des Rothaargebirges vor malerischer Kulisse direkt am Rothaarsteig. Das bringt nicht nur Wanderer auf Trapp. Auch begeisterte Radfahrer und Naturfans haben den „Geheimtipp“ Siegerland-Wittgenstein längst für sich entdeckt. Ein ausgereiftes Wegeleitsystem führt über die bekannten Wanderwege Rothaarsteig und WaldSkulpturenweg Wittgenstein-Sauerland, die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Renato Diekmann</em></p>
<p><strong>Geheimtipp Wittgenstein</strong></p>
<div id="attachment_6784" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Flusslandschaft-Eder-Bad-Berleburg-Kopie.jpg"><img class="size-medium wp-image-6784" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Flusslandschaft-Eder-Bad-Berleburg-Kopie-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Rund um Bad-Berleburg und Eder liegt eine zauberhafte Flusslandschaft</p></div>
<p>Bad Berleburg liegt auf einer Felsterrasse am Osthang des Rothaargebirges vor malerischer Kulisse direkt am Rothaarsteig. Das bringt nicht nur Wanderer auf Trapp. Auch begeisterte Radfahrer und Naturfans haben den „Geheimtipp“ Siegerland-Wittgenstein längst für sich entdeckt. Ein ausgereiftes Wegeleitsystem führt über die bekannten Wanderwege Rothaarsteig und WaldSkulpturenweg Wittgenstein-Sauerland, die sich hier kreuzen. Auch der Wittgensteiner Schieferpfad gilt als einer der schönsten Wanderrouten und wurde schon vor Jahren als Premium- und Prädikatswanderweg ausgezeichnet. Der gut 14 km lange Rundweg ist prädestiniert für eine Spurensuche. Auf naturbelassenen Wegen erleben wir wunderschöne Landschaften mit immer neuen Ausblicken auf eine zauberhafte Wunderwelt. Wir beobachten seltene Vögel und entdecken Naturparks, saftige Wiesen, üppige Bergwälder, wilde Bäche und idyllische Täler, gehen auf Tuchfühlung mit Reh- und Muffelwild.</p>
<p><span id="more-6780"></span><strong>Wisent-Wildnis</strong></p>
<div id="attachment_6790" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Wisent_21.jpg"><img class="size-medium wp-image-6790" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Wisent_21-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Trotz seiner Größe ist der Wisent ein scheues und harmloses Tier</p></div>
<p>Vielleicht treffen wir im Sommer 2011 sogar auf Wisente – 3 Meter lang, mit einer Schulterhöhe von 1,80 Meter. Ein faszinierender Anblick – auch wenn sie finster dreinschauen! Aber keine Angst, das täuscht! Den scheuen Könige des Waldes wird man ohnehin nur selten begegnen – so groß ist das Wisent-Gehege. Die Rückkehr der größten Landsäuger des Kontinents findet auf rund 4.300 Hektar statt. Die Idee für dieses in Westeuropa einzigartige Artenschutzprojekt kam von Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und wird vom Verein Taurus Naturentwicklung, dem Kreis Siegen-Wittgenstein und der Stadt Bad Berleburg tatkräftig unterstützt. Schon jetzt findet eine fünfköpfige Wisent-Herde hier ihr neues Zuhause. Die „Wisent-Wildnis“ im Rohrbachtal zwischen Bad Berleburg und Wingeshausen ist ein Erlebnis für jeden Natur- und Tierfreund. In dem Auswilderungsgehege sollen die Tiere nunmehr ihre natürliche Scheu vor dem Menschen wiedererlangen und sich in dem weitläufigen Areal neu entwickeln und entfalten.</p>
<p><strong>Residenzstadt Bad Berleburg</strong></p>
<div id="attachment_6786" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Schloss-Bad-Berleburg_02.jpg"><img class="size-medium wp-image-6786" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Schloss-Bad-Berleburg_02-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Das Schloss Bad-Berleburg, Sitz der Familie zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, kann täglich besichtigt werden. </p></div>
<p>Umgeben von einer beeindruckenden Tier- und Pflanzenwelt in unberührter Natur bietet Bad Berleburg aber auch alles für das Wohlergehen von Körper, Seele und Geist. Das moderne Kneipp-Heilbad überzeugt in renommierten Fachkliniken und zahlreichen privat geführten Hotels mit individuellen Wellness- und Erholungsangeboten. Für Familien ist die Region um Bad Berleburg ebenfalls ein großes Abenteuer – besonders beim Urlaub auf dem Bauernhof. Frühstückseier im Hühnerstall suchen, die Geburt von jungen Kätzchen erleben, mit dem Bauern Trecker fahren und frisches Heu einfahren – das macht (nicht nur) Kindern Spaß. Auch das vielseitige Kulturangebot lässt mit interessanten Museen, der internationalen Musikfestwoche, Jazzkonzerten, Theater-, Literatur- und Kabarettveranstaltungen keine Wünsche offen. Wer die Geschichte der Residenzstadt Bad Berleburg nachvollziehen möchte, besucht am besten das privat bewohnte Barockschloss der Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und guckt exklusiv hinter die Kulissen. Die „Reise in die Vergangenheit“ beginnt im 1733 vollendeten Corps de Logis und führt über die heute immer noch regelmäßig von der Familie genutzten Räume hin zum ältesten Teil des Berleburger Schlosses.</p>
<p><strong>Hotel mit Lehrerzimmer</strong></p>
<div id="attachment_6787" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/HotelAS_11.jpg"><img class="size-medium wp-image-6787" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/HotelAS_11-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Das Hotel Alte Schule ist urgemütlich eingerichtet.</p></div>
<p>Gleich nebenan liegt die „Alte Schule“, die ältere Jahrgänge noch an den Ausspruch „Setzen, sechs!“ erinnert. Jeder der jemals die Schulbank gedrückt hat, weiß um die Bedeutung dieses kurzen aber prägnanten Satzes. Befürchten braucht man in unserem Falle aber nichts, denn dieser ausgesprochen furchteinflößende Satz ist nur Dekoration an der Schiefertafel in einer kleinen, gemütlichen Nische des Hotel-Restau­rants, die sich Lehrerzimmer nennt. Zahlreiche Dokumente strenger und gesitteter Primaner-Tage unter Glas erinnern an die eigene Schulzeit. Gottseidank werden hier aber keine schlechten Noten und Zeugnisse mehr verteilt, sondern köstliche Speisen serviert. Im Restaurant und angegliederten Lehrerzimmer lassen sich nämlich schmackhafte Gerichte, begleitet von edlen Ge­tränken, ohne Reue prächtig genießen. Da macht Nachsitzen sogar wieder Spaß! Wo früher Rohrstock, Klausur oder Strafarbeit die Stimmung drückte, besticht heute das stilvolle Ambiente eines liebevoll eingerichteten Hotels mit erstklassigem Service. Wir verbringen freiwillig gleich mehrere Tage im Hotel „Alte Schule“, so schön und gemütlich ist es eingerichtet. Silvia Köster und Andreas Benkendorf, die viel Herzblut in das ehemalige mit mausgrauen Schieferschindeln eingekleidete Schulgebäude gesteckt haben, umsorgen uns aufmerksam und herzlich, ohne aufdringlich zu sein. Das traditionsreiche Gebäude im Wittgensteiner Baustil wurde von Grund auf saniert und glänzt nun mit zahlreichen Details und originellen Ideen in individuell eingerichteten Räumen vom Keller bis zum Dachboden. Das Konzept “Alte Schule” findet sich im Hotel auf vielfältige Weise überall wieder. Kleine Schiefertafeln weisen den Weg durch das Haus in unser geräumiges, 40 m² großes Zimmer. Rechtschreibfehler in der Speisekarte sind rot markiert und zur Abwechslung und Erinnerung an verflossene Zeiten zusätzlich mit Arithmetischen Notationen gespickt, ein Lehrerpult dient als Rezeption. Und falls jemand vor lauter Erinnerungen an die Schulzeit nicht schlafen kann, empfiehlt sich eine Nachtwächterrunde an frischer Luft rund um das Schloss und bei Vollmond die Wanderung für Mondsüchtige. An spannenden Plätzen rund um Bad Berleburg beobachten Nachtschwärmer den Mond in der Finsternis als riesigen Ball am Firmament, lauschen eigentümlichen Geräuschen und erleben die Natur in einem völlig anderen Licht als bei Tag.</p>
<div id="attachment_6791" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/HotelAS_14.jpg"><img class="size-medium wp-image-6791" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/HotelAS_14-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Zahlreiche Utensilien erinnern an die vergangenen Tage der Schulzeit</p></div>
<p><a href="http://www.wunderwelt-am-rothaarteig.de/">www.wunderwelt-am-rothaarteig.de</a></p>
<p>Text: Renato Diekmann, Quelle: Bad Berleburg Tourismus, Hotel Alte Schule, Fotos: Bad Berleburg Tourismus, Hotel Alte Schule/H-P. Kerle<br />
</p>
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		<title>Auf Erfolgskurs &#8211; 50 Jahre Color Line</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 15:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Schiffsreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Renato Diekmann Die norwegische Reederei feiert Geburtstag. Feiern Sie mit! Passagiere, die im Mai 2011 ihren 50ten Geburtstag feiern, beschenkt Color Line mit dem halben Kreuzfahrtpreis. Und wer während der Reise 50 Jahre jung wird, reist ebenfalls für die Hälfte. Magic Fantasy Tour Kreuzfahrten werden immer beliebter. Die norwegische Reederei Color Line profitiert kräftig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Renato Diekmann</em></p>
<p>Die norwegische Reederei feiert Geburtstag. Feiern Sie mit! Passagiere, die im Mai 2011 ihren 50ten Geburtstag feiern, beschenkt Color Line mit dem halben Kreuzfahrtpreis. Und wer während der Reise 50 Jahre jung wird, reist ebenfalls für die Hälfte.</p>
<p><strong>Magic Fantasy Tour</strong></p>
<div id="attachment_5548" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/MS-Color-Fantasy_2-Kopie.jpg"><img class="size-medium wp-image-5548" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/MS-Color-Fantasy_2-Kopie-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Fährverkehr mit Kreuzfahrt-Charakter von Kiel nach Oslo und zurück</p></div>
<p>Kreuzfahrten werden immer beliebter. Die norwegische Reederei Color Line profitiert kräftig vom Kreuzfahrtboom und ist gleichzeitig auch selbst dafür verantwortlich, denn keine Reederei wirbt so intensiv für Mini-Kreuzfahrten wie die norwegische Color Line, die 2011 ihr 50-jähriges Jubiläum feiert. Ein halbes Jahrhundert hat die (Schiffs)Verbindung zwischen Kiel und Oslo mit dazu beigetragen, die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Norwegen voranzutreiben und zu vertiefen. Am 5. Mai 1961 startete die Reederei mit MS Kronprins Harald die erste Überfahrt, die 19 Stunden dauerte. Schon damals überquerten 54.212 Passagiere und 8.286 Lkw die Ostsee zwischen Kiel und Oslo. Seit dem Start der Fährverbindung sind fast 20 Millionen Menschen und viele Millionen Tonnen Fracht auf dieser Route zwischen Deutschland und Norwegen hin und her befördert worden – eine echte Erfolgsgeschichte, die mit MS Kronprins Harald und MS Prinsesse Ragnhild begann und mit MS Color Fantasy und der baugleichen MS Color Magic erfolgreich fortgeführt wurde.</p>
<p><span id="more-5544"></span></p>
<p>Allein im Jahr 2010 waren es mehr als 1,2 Million Passagiere, darunter über 620.000 Gäste aus Deutschland. Ein entscheidender Grund hierfür ist ganz gewiss der erlebte Kreuzfahrt-Charakter der beiden Fährschiffe mit Autodeck und das dicke Plus an Service und Qualität, die Color Line seinen Gästen an Bord und an Land bieten kann.</p>
<p><strong>Im Land der Fjorde und Trolle</strong></p>
<div id="attachment_5549" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/Oslo-Kopie.jpg"><img class="size-medium wp-image-5549" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/Oslo-Kopie-300x200.jpg" alt="  " width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Oslo mit dem beschaulichen Hafen für Motorboote &amp; Segelschiffe</p></div>
<p>Deutschlands Nummer 1 für Mini-Kreuzfahrten wächst weiter. Zum 50-jährigen Jubiläum schnürt Color Line zahlreiche Pakete. So präsentiert die Reederei in enger Kooperation mit deutschen Reisebüros das gesamte Jahr über neue attraktive Angebote. Nicht nur für Mini-Kreuzfahrten zwischen Kiel und Oslo, sondern auch für das neue Erlebnisprogramm in Norwegen. So können z. B. 2011 die Fahrten mit der Color Fantasy und Color Magic mit organisierten Reisen in Norwegen kombiniert werden. Das Angebot reicht von Hotelarrangements in Oslo über Wandertouren mit ausgearbeiteten Routen über Rundreisen mit dem eigenen Pkw bis zu Fahrten mit der Bergenbahn und den norwegischen Küstenschiffen entlang der faszinierenden Fjorde, z. B. nach Trondheim, Bergen und Flåm. Norwegens Hauptstadt Oslo nimmt im Jubiläums-Programm noch mehr Platz ein als bisher: Gleich 18 verschiedene Hotels können zu den Reisen mit Color Line gebucht werden. Mehr als 50 Museen, Spitzen-Restaurants, der Vigeland Skulpturenpark oder Shopping-Touren zwischen dem königlichen Schloss und der Nationalgalerie sind Grund genug für einen längeren Besuch Oslos. Freunde klassischer Musik können ihre Mini-Kreuzfahrt mit einem Opernbesuch kombinieren. Direkt am Oslo Fjord liegt das moderne und aus weißem Marmor und Glas gefertigte Opernhaus, für das bei Color Line drei unterschiedliche Aufführungen gemeinsam mit einem Hotelaufenthalt gebucht werden können.</p>
<p><strong>Eine besondere Kreuzfahrt<br />
</strong></p>
<div id="attachment_5551" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/Konferenzraum-Kopie.jpg"><img class="size-medium wp-image-5551" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/Konferenzraum-Kopie-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Die Konferenz- und Tagungsräume auf den Schiffen der Color Line sind sehr begehrt und gut gebucht</p></div>
<p>Die einzige Schiffsverbindung zwischen Deutschland und Norwegen hat sich zu einer der wichtigsten und beliebtesten Seerouten Nordeuropas entwickelt. Nach den norwegischen Gästen sind es vor allem Deutsche, die 20 Stunden lang das Kreuzfahrterlebnis zwischen Schleswig-Holstein und der norwegischen Hauptstadt genießen. „Viele unserer Gäste stechen mit uns zum ersten Mal in See“, berichtet Geschäftsführer Dr. Jörg Rudolph erfreut, „und erfahrene Kreuzfahrer nutzen unsere hochmodernen Schiffe für eine Mini-Kreuzfahrt, aber auch für Tagungen und Incentives auf See.“ Sonne, Meer, Seeluft, Wind und Wellen sind das ideale Umfeld, um konzentriert zu tagen. Die (Konferenz)Schiffe der Color Line auf ihrem Weg zwischen Kiel und Oslo sind längst eine Alternative zur Tagung an Land. Die modern eingerichteten, zertifizierten Conference Center mit hochwertig ausgestatteten Tagungsräumen müssen den Vergleich mit einem höchst professionellen Hotel an Land nicht scheuen und bieten allerbeste Voraussetzung für ein gelungenes Konferenz-Ergebnis – vom exklusiven Vorstandsmeeting bis zum Kongress mit 330 Personen. Selbstverständlich ergänzt durch ein buntes Rahmenprogramm an Bord. Das reicht von kulinarischer Vielfalt in 8 Restaurants und Bars, über Wellness im Aqualand, Color SPA &amp; Fitness Center bis hin zu Unterhaltung im Nachtclub, in der Piano Bar, bei der Fantasy bzw. Magic Show in der Show Lounge und Sightseeing in Oslo.</p>
<p><strong>Magische Momente</strong></p>
<div id="attachment_5552" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/Oceanic-Cosmopolitan-Gourmet-Restaurant-Kopie.jpg"><img class="size-medium wp-image-5552" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/Oceanic-Cosmopolitan-Gourmet-Restaurant-Kopie-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Gourmets zieht es ins Cosmopolitan Gourmet &amp; Oceanic a la Carte Restaurant </p></div>
<p>Die 160 Meter lange und 9 Meter breite Promenade im Herzen des Schiffes verwandeln MS Color Fantasy und MS Color Magic in eine schwimmende Stadt. Die Flaniermeile mit Color Shop, Fashion Boutique, Parfumerie &amp; Kosmetik, Tax Free Market, Café, Pizzeria und Tapas Bar reicht über drei Decks. Hier genießt man die Mini-Kreuzfahrt, lässt es sich gut gehen, amüsiert sich über Clowns und Gaukler, lauscht Straßenmuskern und schaut Künstlern über die Schulter. In solch einem fröhlichen Ambiente kommen die stimmungsvollen Themen-Kreuzfahrten, die Color Line im Jubiläumsjahr 2011 erstmalig zwischen Kiel und Oslo in das Programm aufnimmt, gerade richtig! Verschiedene Jazz-Ensembles und Rock-Bands werden das Bordleben musikalisch aufwerten und das Publikum in Schwung bringen. Danach geht es on the Top in die Observation Lounge mit Panoramablick über das Meer oder zur Nachtruhe in eines der geschmackvoll eingerichteten maritimen Domizile mit Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Komfort. Darunter auch behindertengerechte und allergikerfreundliche Kabinen.</p>
<p><strong>Kreuzfahrt zum halben Preis</strong></p>
<div id="attachment_5556" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/5-Sterne-Suite-Kopie.jpg"><img class="size-medium wp-image-5556" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/5-Sterne-Suite-Kopie-300x190.jpg" alt="" width="300" height="190" /></a><p class="wp-caption-text">Elegant wie auf einem klassischen Kreuzfahrtschiff: Die 5-Sterne-Komfort Suite für Anspruchsvolle</p></div>
<p>Für das Jubiläumsjahr 2011 erwartet Geschäftsführer Dr. Jörg Rudolph noch mehr Passagiere an Bord. Color Line wird das ganze Jahr über neue Angebote präsentieren. Nicht nur für Mini-Kreuzfahrer zwischen Kiel und Oslo, sondern auch für das neue Programm in Norwegen, das mit der Ski-WM in Oslo vom 24. Februar bis 6. März 2011 nur einen der vielen Höhepunkte bildet. Ein besonderes Bonbon gibt es für 50-jährige Passagiere. Alle Gäste, die im Mai 2011 ihren 50ten Geburtstag feiern, beschenkt Color Line mit dem halben Kreuzfahrtpreis. Und für das gesamte Jahr 2011 gilt: Wer während der Reise 50 Jahre jung wird, reist ebenfalls für die Hälfte des regulären Preises. Der offizielle Festakt findet am 5. Mai in Kiel sowie am 6. Mai auf dem Hafengeburtstag in Hamburg statt. Besonders groß ist die Freude auf das norwegische Kronprinzenpaar Mette-Marit und Haakon, das an den Feierlichkeiten in der Hansestadt teilnehmen wird.</p>
<p><strong><a title="Color Line im Internet" href="http://www.colorline.de/" target="_blank">www.colorline.de</a></strong></p>
<p>Text: Renato Diekmann, Fotos: Diekmann (2), Color Line (3)<br />
</p>
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		<title>Im Osten viel Neues</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 16:37:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Renato Diekmann Im Osten viel Neues Krisenfässer für Haiti? Öldialyse für Lkw und Pkw? Im Osten Deutschlands entstehen innovative Produkte für den Weltmarkt. Ingenieurtechnische Spitzenleistungen in den neuen Bundesländern am Beispiel Sachsen-Anhalt, dem Land der Frühaufsteher. Zukunft gestalten Forschung und Innovation haben in Sachsen-Anhalt eine lange Tradition. Sie reicht vom erfolgreichen Versuch des ersten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Renato Diekmann</em></p>
<p><strong>Im Osten viel Neues</strong></p>
<p>Krisenfässer für Haiti? Öldialyse für Lkw und Pkw? Im Osten Deutschlands entstehen innovative Produkte für den Weltmarkt. Ingenieurtechnische Spitzenleistungen in den neuen Bundesländern am Beispiel Sachsen-Anhalt, dem Land der Frühaufsteher.</p>
<p><strong>Zukunft gestalten</strong></p>
<div id="attachment_5440" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/Hugo-Junkers-JU-52-Technikmuseum_01.jpg"><img class="size-medium wp-image-5440" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/Hugo-Junkers-JU-52-Technikmuseum_01-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Hugo Junkers JU 52 im Technikmuseum Dessau</p></div>
<p>Forschung und Innovation haben in Sachsen-Anhalt eine lange Tradition. Sie reicht vom erfolgreichen Versuch des ersten deutschen Ingenieurs aus Magdeburg, Otto von Guericke (1602-1686), mit zwei glatt aufeinander liegenden kupfernen Halbkugeln ein Vakuum herzustellen über den weltweit ersten Farbfilm der Firma ORWO in Wolfen bis hin zum Bau des ersten Ganzmetallflugzeuges, der JU 52, durch Hugo Junkers (1859-1935) in Dessau. Diese Tradition wird in Sachsen-Anhalt tagtäglich gepflegt und fortgeführt. Denn ohne Neugier, kreatives Potential, Erfinder- und Pioniergeist, Ausdauer, Fleiß und Mut, neue Wege zu beschreiten, wäre unser Alltag um etliche Erfindungen ärmer. Ob Windkraftanlage, Solarmodul oder Stromtankstelle, ob Impfstoffe aus Tabakpflanzen, Kunststoffe aus Carbon oder sauberes Wasser durch Hightech-Harze oder Aktivkohlefilter – in Sachsen-Anhalt entwickeln kreative, talentierte Köpfe – Forscher, Wissenschaftler und Unternehmer – gemeinsam wegweisende Ideen für die Zukunft  und überzeugen weltweit mit innovativen Produkten. Sei es im Bereich der Erneuerbaren Energie, in der Bio-Pharma, Chemie- und Kunststoffbranche, in der Automotive-Industrie oder im Maschinen- und Anlagenbau, dem größten und bedeutendsten Industriezweig in Sachsen-Anhalt. Im Land der Frühaufsteher werden bedeutende Entwicklungen erfolgreich auf den Weg gebracht. <span id="more-5433"></span>Ein Streifzug durch die überwiegend ländlich geprägten Regionen des achtgrößten Bundeslandes unserer Republik zeigt interessante Beispiele ingenieurtechnischer Spitzenleistungen, die nicht zuletzt durch staatliche und europäische Förderungsmittel, durch Know-how und die Investitionsbereitschaft risikofreudiger Unternehmer (auch aus Westdeutschland) möglich geworden sind. Die Besichtigungstour verdeutlicht aber auch die Sorgen der dort ansässigen Familienbetriebe – etwa in Tangermünde, Stendal, Salzwedel, Haldensleben oder Dessau. Beklagt werden vor allem die Abwanderung der jungen Generation in Großstädte anderer Bundesländer, der Fachkräftemangel und die unzureichende Infrastruktur. Ohne eine gute Autobahnanbindung sind die Anfahrts- und Transportwege über Land viel zu lang. Das kostet Zeit, Geld und verschreckt Investoren, auf die Sachsen-Anhalt großen Wert legt.</p>
<p><!--more--></p>
<p><strong>Klar und sauber</strong></p>
<div id="attachment_5441" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/Model-mit-Krisenfass-Kopie.jpg"><img class="size-medium wp-image-5441 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/Model-mit-Krisenfass-Kopie-300x271.jpg" alt="" width="300" height="271" /></a><p class="wp-caption-text">Das &quot;Krisenfass&quot;: In acht Minuten Schmutzwasser zu Trinkwasser umwandeln - ohne Strom, nur per Pumpe.</p></div>
<p>Einer der innovativen Leuchttürme in der Region Altmark sind die ERO Edelstahl Rohrtechnik GmbH und CARBONIT Filtertechnik GmbH der westa-gruppe in Salzwedel. ERO bietet Lösungen aus Edelstahl und Aluminium und produziert Abluftsysteme und Lüftungssäulen für Airports, Bahnhöfe, Veranstaltungshallen und Museen. Neustes Produkt ist ein Tankautomat, aus dem Strom fließt – entweder per Steckdose oder induktiv über ein Magnetfeld. Um ein reibungsloses Aufladen zu ermöglichen, werden die Tankstationen sowohl beim Kunden zu Hause und am Arbeitsplatz als auch im öffentlichen Raum, z.B. in Einkaufzentren oder Parkhäusern, installiert. Seit 1997 werden am Standort Salzwedel auch Wasserfilter entwickelt. Besonders stolz ist die CARBONIT Filtertechnik GmbH über das preisgekrönte „Krisenfass“. Es handelt sich hierbei um eine weltweit einzigartige Trinkwasseraufbereitungsanlage im Kleinformat für die Entwicklungs- und Katastrophenhilfe. Das Fass ist kleiner und leichter als herkömmliche Fässer, besser zu transportieren und flexibel einsetzbar. Es fasst 30 Liter Schmutzwasser, das ohne Strom mit einer Handpumpe innerhalb von 8 Minuten zu Trinkwasser umgewandelt werden kann. Krisenfässer können vom Hubschrauber schnell in ein Krisengebiet geflogen, leicht abgeworfen werden und sind bereits in Ruanda sowie im indischen Kerala zur Aufbereitung extrem arsen- und quecksilberhaltigen Trinkwassers im Einsatz. Herzstück dieser Filtersysteme ist ein gesinterter (gebackener) Aktivkohle-Blockfilter. Als Grundstoff wird die kohlenstoffreiche Schale von Kokosnüssen verwendet, verrät Geschäftsführer Dr. Peter Westerbarkey, der 1998 und 2002 mit dem Hugo-Junkers-Innovationspreis Sachsen-Anhalt ausgezeichnet wurde.  Unter Luftabschluss werden die Schalen verkohlt und durch ein einzigartiges, international patentiertes Verfahren veredelt. Das schwarze Pulver wird anschließend bei hoher Temperatur in Öfen gebacken, als Patronen verpresst, ummantelt und auf Kundenwunsch in Edelstahlbehälter eingebaut.</p>
<p><strong>Frischer Wind bringt Energie</strong></p>
<div id="attachment_5442" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/Enercon-E126-Prototyp-Henning-Reiter.jpg"><img class="size-medium wp-image-5442" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/Enercon-E126-Prototyp-Henning-Reiter-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die neueste Windrad-Generation E126 von ENERCON: 135 Meter hoch.</p></div>
<p>Nicht nur in Entwicklungsländern, auch in vielen Industriestaaten droht durch Klimawandel und verbrauchsintensive Lebens- und Wirtschaftsweise eine immer bedrohlichere Umweltverschmutzung. Ressourcen schützen heißt das Gebot der Stunde. Innovative Ideen für Erneuerbare Energie sind gefragt. Diese wird in Deutschland und Europa überwiegend von ENERCON Windenergieanlagen erzeugt. Der Anteil der Windenergie am Bruttostromverbrauch in Deutschland beträgt 2010 immerhin schon 8%, die installierte Leistung in Deutschland beachtliche 25.777 MW (25,8 GW). Und der Markt für Windenergie wächst stetig weiter und schafft erfreulicherweise krisensichere Jobs. Das neueste Produkt der Windräder mit einer Nennleistung von 7.500 kW erreicht eine Narbenhöhe von 135 m und überbietet damit die Türme des Magdeburger Doms um über 30 Meter. Auch der Durchmesser der drei Rotorblätter übertrifft die knapp 80 Meter lange Spannweite der Tragflächen des neuen Airbus A380 um 47,2 Meter. Damit baut das Unternehmen am Produktionsstandort Magdeburg derzeit die größte und leistungsstärkste Windenergieanlage der Welt. Gerade das getriebelose Antriebssystem ist eine innovative Meisterleistung und folgt einer einfachen Logik: Wenige drehende Bauteile reduzieren die mechanische Belastung und erhöhen die technische Lebendauer. Der Wartungs- und Service-Aufwand wird reduziert, die Verschleißteile geschont und die Betriebskosten gesenkt. Der Ringgenerator einer ENERCON E-70 beispielsweise macht in 20 Jahren so viele Umdrehungen wie Generatoren herkömmlicher Windenergieanlagen in einem Vierteljahr. Selbst Windstärke 12 ist für ENERCON Windräder kein Problem, ganz im Gegensatz zu deren Mitbewerbern, die eine Windkraftanlage bei Windstärke 9 automatisch abschalten.</p>
<p><strong>Leicht und energieeffizient</strong></p>
<div id="attachment_5443" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/IFA-Rotorion-Längswellen.jpg"><img class="size-medium wp-image-5443" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/IFA-Rotorion-Längswellen-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" /></a><p class="wp-caption-text">Strapazierfähige Längswellen in Leichtbauweise für Porsche, Mercedes &amp; Co.  </p></div>
<p>In den letzten Jahren haben viele Unternehmen ihren Focus auf Innovation und Erneuerung gelegt. Wenn es um innovative Produkte geht, mischt Sachsen-Anhalt ganz vorne mit. Nehmen wir das Thema Leichtbau. Leichtbau ist heute ein Erfolgsfaktor, erst recht in der Automobilindustrie. So auch in Haldensleben bei der Firma IFA. Das Kürzel, das einst alle Fahrzeugbau-Kombinate in der DDR im Namen führten, stand früher für Industrieverband Fahrzeugbau. Heute ist die IFA Rotorion Gruppe führendes Unternehmen bei der Entwicklung und Produktion von Gelenken und Wellen für die internationale Fahrzeugindustrie und produziert mit über 1.000 Mitarbeitern vor allem hochwertige Längswellen, Seitenwellen, Gleichlaufgelenke und Kreuzgelenke, die bis zu 70% leichter sind als noch vor 15 Jahren.</p>
<p>Um Leichtbauweise und Energieeffizienz geht es auch der Werkzeugmaschinenfabrik Zerbst – der zentrale Produktionsstandort für die weltweit engagierte EMAG Gruppe. Ungewöhnliche Produkte verlangen heute einen ungewöhnlichen Produktionsablauf. Um z. B. verbrauchsarme Motoren und Antriebssysteme realisieren zu können, steigen die Anforderungen an die mechanischen Komponenten: Gewichtsreduktion durch Leichtbauweise, höhere Genauigkeit, komplexere Formen und höhere Fähigkeitswerte bei längerer Lebensdauer. Dies verstärkt die Nachfrage nach Maschinen und Fertigungssystemen für komplette Prozessketten. Hier ist das Know-how der EMAG-Gruppe gefragt. Sie liefert die besten Fertigungssysteme für präzise Metallteile. Ob Drehmaschinen, Schleifmaschinen, Verzahnungsmaschinen, Laserschweißmaschinen oder Bearbeitungszentren – das Unternehmen hat für nahezu jeden Anwendungsfall das optimale Fertigungssystem und bietet seinen Kunden maßgeschneiderte und innovative Fertigungslösungen für die Automobilindustrie, Automobilzuliefererindustrie, für Maschinenbau, Erneuerbare Energien, Elektronindustrie und Ölfeldindustrie.</p>
<p><strong>Öldialyse: Motoröl reinigen satt wechseln</strong></p>
<div id="attachment_5444" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/IMT-Öldialysegerät_2.jpg"><img class="size-medium wp-image-5444  " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/11/IMT-Öldialysegerät_2-300x206.jpg" alt="" width="300" height="206" /></a><p class="wp-caption-text">Öldialyse: Motoöl reinigen statt wechseln. Umweltfreundlich und kostensparend.</p></div>
<p>Öl wird immer knapper, der schwindende Rohstoff immer teurer. Auch Förderung und Transport des schwarzen Goldes werden immer gefährlicher, wie die Ölkatastrophe im Golf von Mexico am 20. April 2010 in erschreckender Weise gezeigt hat. Bis Autogas, Erdgas, Brennstoffzelle, Elektro- oder Hybridantrieb den klassischen Verbrennungsmotor ablösen werden, dominiert der Verbrennungsmotor bis weit in das Jahr 2020. Bis dahin bleibt der Motor das Herz, der Filter die Niere, das Öl das Blut des Autos. „Wir müssen mit diesem wertvollen Gut sorgsamer umgehen“, betont Markus Kemper, Geschäftsführer der Innovativen Maschinen Technologie IMT GmbH in Dessau. Hunderte Millionen Tonnen Altöl müssen Jahr für Jahr weltweit entsorgt werden, mehr als 500.000 Tonnen in Deutschland, davon rund 300.000 Tonnen Motoröl. Die Kosten sind immens, ebenso Belastungen für die Umwelt. Ein neuartiges Gerät in der Größe einer Waschmaschine soll verbrauchtes Motoröl reinigen und wieder verwendbar machen. Öldialyse heißt das Zauberwort. Was bei Menschen mit Nierenversagen bereits jahrelang erfolgreich praktiziert wird, soll nun auch bei Fahrzeug- und Industriemotoren funktionieren. „Mit der Öldialyse kann man das Motoröl im Fahrzeug länger nutzbar machen“, verspricht Kemper. „Das spart sowohl Verbrauch und Kosten von neuem Öl als auch Altölentsorgung und –recycling.“ Das Verfahren der Firma IMT nimmt die Ölreinigung außerhalb des Fahrzeugs vor und macht sie dadurch flächendeckend anwendbar, erklärt Kemper während einer Demonstration und leitet das Öl aus dem Motor eines Schaufelladers durch seine speziell entwickelte Maschine. In dem blauen Kasten wird es von Wasser, Ruß, Metallabrieb, Staub und anderen schädlichen Partikeln befreit und dem Motor sofort wieder zugeführt. Nach der Reinigung erfüllt es dann wieder genauso seine Schmierfunktion für den Motor wie frisches Öl, versichert Kemper. Die Reinigung dauert nicht länger als ein herkömmlicher Ölwechsel, ist gut für Motor – und Umwelt, ökonomisch attraktiv, modern und zukunftsweisend. Kempers Öldialyse-Gerät ist für Nutzfahrzeuge seit dem 27. September 2010 im Einsatz und wird von EUROPART, dem größten europäischen Lkw-Teile-Lieferanten, exklusiv vertrieben. Ein Prototyp für Pkw ist bereits vorhanden und geht in Kürze in Serie. Kempers innovative Erfindung überzeugt und wird sich im Markt gewiss etablieren. Mit der Öldialyse könnte jeder etwas für den Umweltschutz tun – und sparen.</p>
<p>Text: Renato Diekmann, Fotos: Diekmann (3), ENERCON/Reiter (1), westa gruppe (1)<br />
</p>
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		<title>Wandern durch den Harz</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 19:21:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruebke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Rübke Horst]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wälder leuchten in satten Rottönen und dann sind es wieder die dunklen Nadelwälder und tiefen Schluchten, sowie einige in die Landschaft eingefügte Stauseen, die den Harz prägen. Spätsommerliche Wärme verwöhnt die Sinne: Der Herbst zeigt sich im Harz, in Norddeutschlands beliebtesten Wandergebiet, von seiner schönsten Seite.  
Besonders im Herbst verzaubern die vielen großen und kleinen Seen am Harzer Wasserregal immer wieder die Menschen. Entlang diesen Seen und Wasserläufen führt mit 94km Länge der Harzer Hexen-Stieg von Osterode am Harz bis Thale. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Text: Horst Rübke, Fotos: Harzer Fremdenverkehrsverband, Horst Rübke</em></p>
<p><strong>Die Wälder leuchten in satten Rottönen und dann sind es wieder die dunklen Nadelwälder und tiefen Schluchten, sowie einige in die Landschaft eingefügte Stauseen, die den Harz prägen. Spätsommerliche Wärme verwöhnt die Sinne: Der Herbst zeigt sich im Harz, in Norddeutschlands beliebtesten Wandergebiet, von seiner schönsten Seite. </strong></p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_5001" class="wp-caption aligncenter" style="width: 449px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/10/Karte.jpg"><img class="size-full wp-image-5001 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/10/Karte.jpg" alt="Der Harzer Hexenstieg" width="439" height="183" /></a><p class="wp-caption-text">Der Harzer Hexenstieg</p></div>
<p>Besonders im Herbst verzaubern die vielen großen und kleinen Seen am Harzer Wasserregal immer wieder die Menschen. Entlang diesen Seen und Wasserläufen führt mit 94km Länge der Harzer Hexen-Stieg von Osterode am Harz bis Thale. Wer jedoch alle Schleifen mitwandern will, der schafft es sogar auf 149km. Es handelt sich um einen durch ein Hexensymbol gut ausgeschilderten Wanderweg in West-/Ostrichtung oder umgekehrt und führt durch interessante Gebiete des nördlichsten deutschen Mittelgebirges. Er verbindet ehemals getrennte Gebiete in Niedersachsen mit denen in Sachsen-Anhalt. Entlang des Weges sind große und kleine Informationstafeln aufgestellt.<span id="more-5000"></span></p>
<div id="attachment_5037" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-5037" title="DSCF0372" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/10/DSCF0372.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Sie laden ein zu einer kleinen Besinnung und Verschnaufpause, sorgen aber auch dafür, dass interessante Dinge entlang des Weges nicht unbeachtet bleiben und erklärt werden. Immer wieder wird auf die weit zurückreichende Bergbautradition hingewiesen. Dann wiederum kann man feststellen, dass die wild-urwüchsige Natur im Nationalpark sich die Landschaft zurückerobert hat. Man kommt an landschaftlichen, kulturellen, geschichtlichen, kulinarischen und ökologischen Höhepunkten vorbei. Nicht umsonst heißt dieser Wanderweg Hexenstieg. Goethe erhielt für seinen Faust Inspirationen aus dem Harz mit seinen Mythen und Sagengestalten. Hier kann man die Natur bewundern und erleben und das Meisterwerk früherer Bergbau- und Ingenieurkunst bestaunen. Der Wegverlauf ist weitgehend natur belassen. Die Natur baut keine ausgebauten und ebenen Wanderwege, sondern Löcher, Baumwurzeln und andere Hindernisse sorgen dafür, dass man stets aufmerksam wandern muss. Anhand von landschaftlichen Höhepunkten, der Artenvielfalt, der Kultur und Historie entlang des Weges eröffnet sich dem Wanderer ein tiefer Einblick in die geologischen Besonderheiten und die Geschichte der Kulturlandschaft des Harzes. Aufgrund der außerordentlichen Vielfalt des Harzes hinsichtlich Topographie, landschaftlicher Schönheit, Artenvielfalt und tausendjähriger Bergbaugeschichte werden dem Wanderer zahlreiche interessante Themen geboten, die die einzelnen Wegabschnitte kennzeichnen.</p>
<div id="attachment_5038" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-5038 " title="DSCF0380" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/10/DSCF0380.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Interessant ist aber nicht nur der eigentliche Wanderweg, sondern auch für einige Orte mit Ihren Sehenswürdigkeiten entlang des Harzer Hexenstiegs sollte ein zusätzlicher Tag eingeplant werden. Hier ein Vorschlag für eine einwöchige Wanderung in West-Ostrichtung.</p>
<p>Der Hexenstieg beginnt in Osterode am Harz, führt über den Brocken nach Thale. Er ermöglicht dem Wanderer, den Harz in einem Stück in seiner Vielfalt kennen zu lernen. Die Streckenwanderung kann mit Hotelwechsel und Gepäcktransport gebucht werden. Auch der Harzer Fremdenverkehrsverband ist dabei behilflich.</p>
<p><strong>7 Tage Harzer-Hexen-Stieg (7 Etappen)</strong></p>
<p>1. Tag: Osterode &#8211; Buntenbock (13 km, 380 Hm)</p>
<p>2. Tag: Buntenbock &#8211; Altenau (14 km, 50 Hm)</p>
<p>3. Tag. Altenau &#8211; Brocken (15 km, 500 Hm)</p>
<p>4. Tag: Brocken &#8211; Königshütte (16 km, 50 Hm)</p>
<p>5. Tag: Königshütte &#8211; Rübeland (10 km, 50 Hm)</p>
<p>6. Tag: Rübeland &#8211; Altenbrak (12 km, 90 Hm)</p>
<p>7. Tag: Altenbrak &#8211; Thale (14 km, 200 Hm)</p>
<div id="attachment_5039" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-5039" title="DSCF0383" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/10/DSCF0383.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Beginnend im niedersächsischen Osterode, steigt der Harzer Hexenstieg vom Westrand des Harzes in den bergigen Oberharz auf. Dort sind beim Wandern die Spuren zu sehen, die der Bergbau im Harz hinterlassen hat. Der Wanderweg verläuft entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze durch den Nationalpark Harz und erklimmt den höchsten norddeutschen Berg, den 1142 m hohen Brocken. Wer diesen anspruchsvollen Aufstieg geschafft hat, genießt als Belohnung eine spektakuläre Aussicht über den Harz.</p>
<p>Besonders interessant in der Stadt Osterode sind die vielen historischen Fachwerkhäuser und das Kornmagazin, das heute als Rathaus dient. Schon damals war den Landesherren bekannt, wer hart arbeitet, muss auch gut essen. In einer Verordnung wurde festgelegt, wie viel Getreide einem Bergmann zu einem festgesetzten Preis zur Verfügung steht. Dieser Preis blieb gleich, auch in Krisen-, Teuerungs- und Kriegszeiten. Die Esel trugen in Säcken das benötigte Getreide nach Osterode und verteilten es von dort an die Bergarbeiter. Am sogenannten „Eselsplatz“ am Harzer-Hexenstieg wurde die erste Verschnaufpause eingelegt. Auch heute lädt dort eine rustikale Köhlerhütte zum Verweilen ein.</p>
<div id="attachment_5040" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-5040" title="DSCF0413" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/10/DSCF0413.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Die ganze Schönheit des Harzes liegt dem Wanderer auf seinem Weg zu Füßen. Lichte Mischwälder und dichte Nadelwälder, bunt leuchtende Bergwiesen und steil aufragende Klippen, leise plätschernde Bäche und majestätische Talsperren. Zeugnisse der mehr als tausendjährigen Bergbaugeschichte finden sich auf Schritt und Tritt. Zum Beispiel die schmalen Gräben des „Oberharzer Wasserregals“, ein im 16.- 18. Jahrhundert für den Bergbau angelegtes Wassersammelsystem, das in seiner Ausdehnung und Erhaltung weltweit einzigartig ist. Rauchende Holzkohlenmeiler lassen die Köhlerei, die einst von großer Bedeutung für die Verhüttung der gewonnenen Erze war, entlang des Weges wieder aufleben. Was früher das Erz war, ist heute der Stein: immer noch wird Bergbau betrieben, über Tage und auch am Wegesrand.</p>
<p>Das System von Teichen und Kanälen ist auch als Oberharzer Wasserregal bekannt. &#8220;Regal&#8221; steht dabei für ein königliches Recht. Als solches galt der Bergbau im Mittelalter. Wasserwirtschaft oder Wasserregal sorgten dafür, dass der Bergbau im Harz auch in trockeneren Monaten stets über Wasserkraft verfügte. So konnten die Harzer Bergleute bei der Suche nach Buntmetallen und Silber schon am Ende des 17. Jahrhunderts in dahin unerreichbare Tiefen von 300 Meter vorstoßen.</p>
<div id="attachment_5041" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-5041" title="DSCF0430" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/10/DSCF0430.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Das Oberharzer Wasserregal, das schon im Mittelalter zur Energieerzeugung genutzt wurde, wurde jetzt zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt. Entlang dieser Route liegen zahlreiche Teiche mit leise gluckernden Bächen. In Wahrheit wurde das Netz von Teichen, Kanälen, Gräben und Wasserstollen jedoch einst von Harzer Bergleuten für die Versorgung ihrer Gruben mit Wasserkraft geschaffen. Diese Oberharzer Wasserwirtschaft ist weltweit einmalig. Die Talsperren dienen nicht nur zur Energiegewinnung, sondern auch zur Trinkwasserversorgung und dem Hochwasserschutz.  Der Wasserreichtum im Harz wird auch heute noch genutzt. Bis nach Bremen liefern die Harzwasserwerke das Trinkwasser und ganz nebenbei werden die Teiche und Stauseen gepflegt und in Ordnung gehalten.</p>
<p>Weiter geht’s auf breiten Waldwegen vorbei am Bärenbrucher Teich nach Buntenbock, dem idyllisch gelegenen Ortsteil von Clausthal-Zellerfeld. Lohnenswert und als Ergänzung zum Harzer Hexenstieg ist das Bergbaumuseum dort, das noch einmal deutlich macht, mit welchen primitiven Mitteln früher Bergbau betrieben worden ist.  Über 1000 Jahre lang hat der Bergbau die Geschicke des Oberharzes bestimmt. Hier wurde Silber, Blei, Zink und in geringem Maße auch Kupfer und Eisen abgebaut. Dabei hatte das Wasser immer eine ganz besondere Bedeutung. Einerseits bereitete es große Schwierigkeiten, weil es in die Stollen und Schächte einsickerte und den Abbau der Erze stark behinderte. Dieses Wasser musste dringend abgeleitet werden. Andererseits bot das Wasser die Möglichkeit, Wasserräder zu betreiben, die die Maschinen (Künste) in Gang setzen konnten. Diese förderten das eingesickerte Wasser aus den Gruben heraus. &#8220;Wasser durch Wasser zu heben&#8221; lautete die Parole.  Das Besucherbergwerk mit seinen Ausstellungsräumen ist für Jung und Alt interessant. Wer als Gruppe dort das Museum besucht, sollte sich vorher um eine Führung bemühen.</p>
<div id="attachment_5043" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-5043" title="DSCF0457" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/10/DSCF0457.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Von Buntenbock führt die Hauptroute über den Goetheweg auf den Brocken, teilweise parallel zur Brockenbahn und von dort nach Königshütte. Eine Alternativroute umgeht den Brocken und führt zu weiteren Einrichtungen des Oberharzer Wasserregals wie dem Oderteich und dem Rehberger Graben. Über Sankt Andreasberg und Braunlage erreicht der Weg wieder die Hauptroute.</p>
<p>Man bewältigt die Wanderung entlang dem Harzer Hexenstieg keinesfalls an einem Tag. Das ist angesichts der vielen Sehenswürdigkeiten am Wege auch gar nicht Sinn der Wanderung. Diese führt sowohl durch die unberührte Natur als auch durch alte Kulturlandschaften und Gemeinden. Es bieten sich daher etliche Herbergen und Rucksackquartiere für einen Zwischenstopp an.</p>
<p>Ein interessantes Etappenziel ist auch Altenau. Hier befindet sich der größte Kräutergarten Deutschlands. Für kleine Gruppen kann bei dem Inhaber dieses Gartens, Erich Jürgens, eine Führung gebucht werden. Mit interessanten Erzählungen gibt Jürgens seine Erfahrungen weiter und zeigt, welches Gewürz zu welcher Speise passt, oder wie Sie mit Kräutern und Gewürzen auch in der Heilanwendung eine Wirkung erzielen können. Selbstgezogene Kräuter aus dem eigenen Garten verwandeln nicht nur jedes Gericht im Handumdrehen in einen wahren Gaumenschmaus, sondern sind zugleich auch dekorative Duftpflanzen für jeden Ziergarten. Vom Gänseblümchen bis zum Thymian, von den Eigenschaften, der Erntezeit und Verwendung, bei Jürgens bleibt keine Frage offen.</p>
<p>Empfehlenswert ist aber auch in Altenau die „Kristalltherme heißer Brocken“. Die verschiedenen Saunen und das Thermalbad regenerieren Geist und Körper. Wer wissen will, wie es im Toten Meer ist, kann dies in der Kristalltherme einmal ausprobieren. Eine 12prozentige Sole sorgt dafür, dass man nicht untergehen kann.</p>
<div id="attachment_5044" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-5044" title="DSCF0468" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/10/DSCF0468.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Der Höhepunkt der Wanderung ist Thale und seine Umgebung. Die Hexe, das Wahrzeichen der Stadt Thale, tanzt nicht nur zur Walpurgisfeier im Frühjahr auf dem &#8220;Hexentanzplatz&#8221;. Bei Wanderungen durch das felsige Bodetal können Sie erleben, wie Fabelwesen wieder lebendig werden. Die Granitfelsen des Bodetals zwischen Treseburg und Thale bilden das bedeutendste deutsche Felsental nördlich der Alpen. Diese Etappe ist zum Abschluss ein imposanter Höhepunkt. In den harten Granit hat sich das Wasser der Bode gearbeitet und eine tiefe Kerbe hinterlassen.</p>
<p>Besuchermagnet waren schon immer die schroffen, wild erscheinenden Felsformen, durch die sich in beeindruckender Weise rauschend die Bode windet. Für Geologen und für alle die sich für die Erdgeschichte interessieren, ist das Bodetal ein Eldorado. An den steilen Berghängen können die Schichten der einzelnen Epochen durch Erdverwerfung wunderbar abgelesen werden. Sandsteinähnliche Grauwacken und Tonschiefer sind überall zu finden, aber besonders interessant dürfte der Hornfels sein, der durch Kontaktmetamorphose von etwa 500 Grad Celsius gegenüber den Nebengesteinen mit dem aufsteigenden heißen Magma entstanden ist. Diese Landschaft erhielt ihre einzigartige Schönheit durch die Arbeit des fließenden Wassers und durch die hohe Widerstandskraft von Granit und Hornfels, wodurch die schroffen und steil abfallenden Felsformen entstanden sind. Viele deutsche Dichter kamen ins Schwärmen, als sie diese Zeugnisse der Naturgewalten sahen: Friedrich Gottlieb Klopstock in „Die Roßtrappe“, Johann Wolfgang Goethe ließ sich für sein Werk „Der Faust“ hier inspirieren und hielt seine Eindrücke in dem geognostischen Reisetagebuch fest, Joseph von Eichendorff schwärmte in verschiedenen Reisebeschreibungen für dieses Gebiet, aber auch Theodor Fontane ließ sich in seinem Roman „Cecile“ hier inspirieren. Hier befindet sich auch der Hexentanzplatz, der ein altsächsischer Kultort war. Noch heute werden in der Nacht zum 1. Mai in der Walpurgisnacht religiöse Feste abgehalten. Aber auch Mythen und Sagen ranken sich um dieses Gebiet. So spielt die „Roßtrappen-Sage“ hier. Die Königstochter Brunhilde übersprang mit ihrem Ross mit einem gewaltigen Sprung den Abgrund des Bodetals, während der ihr verfolgende Königssohn Bode den Sprung nicht schaffte,  in den Abgrund in den rauschenden Fluss stürzte, der heute seinen Namen trägt. An der Rosstrappe ist heute noch der Abdruck des Pferdes zu sehen. Für Forscher und Historiker sind Hexentanzplatz und Rosstrappe heilige Stätten unserer germanischen Vorfahren.</p>
<p>Königsruhe liegt im Hirschgrund unmittelbar an der Bode, einem Gebirgsfluss der sich hier tief in die umliegenden Berge eingeschnitten hat. Durch die zu Thale gehörende Ansiedlung führt der Wanderweg der entlang der Bode von Thale nach Treseburg führt. Bis Königsruhe ist der Wanderweg von Thale aus im Bedarfsfall auch mit Kraftfahrzeugen benutzbar, jedoch für den normalen Straßenverkehr gesperrt. In Königsruhe führt die schmale steinerne Jungfernbrücke über die Bode.</p>
<p>Entlang des Harzer Hexenstiegs sind kleine Stempelkästen aufgestellt. Wer im Zusammenhang mit dem Harzer Hexenstieg 11 Stempel vorweisen kann, kann die Harzer Wandernadel bekommen. Die beste Wanderzeit ist zwischen April und Oktober.</p>
<p>Wer mehr wissen will, wende sich bitte an den Harzer Verkehrsverband</p>
<p>Marktstr. 45, 38640 Goslar, Tel.: 05321 / 34040, Fax: 05321 / 340466, info@harzinfo.de, www.harzinfo.de<br />
</p>
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		<title>Meisterwerke im Wochentakt</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 09:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[Musikalische Söhne Leipzig ist von Kopf bis Fuß auf (klassische) Musik eingestellt. Keine andere deutsche Stadt kann so viele bedeutende Komponisten vorweisen wie die Sachsenmetropole an Pleiße und Weißer Elster. Wer der 5 Kilometer langen Notenspur folgt, wird an das Leben der Musiker, die in Leipzig geboren, studiert, komponiert, gastiert oder gelehrt haben, auf vielfältige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Musikalische Söhne<br />
</strong></p>
<div id="attachment_4511" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/09/Bach-Büste_03-.jpg"><img class="size-medium wp-image-4511" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/09/Bach-Büste_03--300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" /></a><p class="wp-caption-text">Bachs Büste steht im Eingangsbereich des Bach-Museums im Bosehaus zu Leipzig.</p></div>
<p>Leipzig ist von Kopf bis Fuß auf (klassische) Musik eingestellt. Keine andere deutsche Stadt kann so viele bedeutende Komponisten vorweisen wie die Sachsenmetropole an Pleiße und Weißer Elster. Wer der 5 Kilometer langen Notenspur folgt, wird an das Leben der Musiker, die in Leipzig geboren, studiert, komponiert, gastiert oder gelehrt haben, auf vielfältige Weise erinnert. Etwa an Felix Mendelssohn-Bartholdy, Robert Schumann, Albert Lorzing, Max Reger, Richard Wagner, Edward Grieg, Gustav Mahler, Georg Philipp Telemann und selbstverständlich an den Meister der Barockmusik Johann-Sebastian Bach, der das musikalische Leben der Stadt 27 Jahre lang geprägt hat.</p>
<p><span id="more-4506"></span></p>
<p><strong>Pulsierende Großstadt</strong></p>
<p>Als Johann Sebastian Bach 1723 nach Leipzig kam, zog er in eine pulsierende Großstadt. Sie gehörte im 18. Jahrhundert zu den kulturellen und wirtschaftlichen Metropolen in Deutschland. Eindrucksvolle Bürgerpaläste und Gartenanlagen prägten das barocke Stadtbild. Sogar eine Straßenbeleuchtung konnte Leipzig damals schon aufweisen. Zur internationalen Handelsmesse, die dreimal im Jahr stattfand, reisten Vertreter aus der ganzen Welt an. Und die hoch angesehene Universität lockte zahlreiche Studenten in die Stadt, die eine führende Rolle im Buch- und Verlagswesen spielte, und eine reiche musikalische Tradition vorzuweisen hatte. Das Thomaskantorat war eines der führenden Kantorate in Deutschland und die Thomasschule eine der begehrtesten Ausbildungsstätten für Musiker.</p>
<p><strong>Musik als Ausdruck von Größe und Macht</strong></p>
<div id="attachment_4512" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/09/Thomaskirche-Kanzel-Orgel.jpg"><img class="size-medium wp-image-4512" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/09/Thomaskirche-Kanzel-Orgel-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">In der Thomaskirche erklangen Sonntag für Sonntag neue Kantaten - Gott zu Ehren.</p></div>
<p>Fürstenhöfe prägten im 18. Jahrhundert maßgeblich das kulturelle Leben. Neben dem tonangebenden Dresdner Hof gab es in Mitteldeutschland viele kleine Residenzen, die sich oft eigene Hofkapellen leisteten. Pracht und Luxus gehörten zum Selbstverständnis der Höfe, und Musik war ein wichtiges Mittel der Repräsentation. Bach stand 15 Jahre in fürstlichen Diensten: als Hoforganist und Konzertmeister in Weimar (1708-1717), sowie als Kapellmeister in Köthen (1717-1723). Auch davor und danach pflegte er gute Kontakte zu Fürstenhöfen. 1729 wurde er zum Sachsen-Weißenfelsischen Hofkapellmeister ernannt, und 1736 verlieh ihm der Dresdner Hof den Titel „Hofcompositeur“. Aus Bachs Zeit als Hofmusiker haben sich nur wenige originale Quellen erhalten, die kein ausgewogenes Bild zeigen. In die Weimarer Zeit lassen sich vor allem Orgelwerke und einige Kirchenkantaten datieren. In Köthen entstanden Huldigungsmusiken sowie Instrumentar- und Lehrwerke, etwa die Brandenburgischen Konzerte, die Solowerke für Violine und Violoncello und die Interventionen.</p>
<p><strong>Jede Woche eine neue Kantate</strong></p>
<p>Um regelmäßig Kirchenmusik Gott zu Ehren aufführen zu können, wechselte Bach im Jahr 1708 von Mühlhausen an den Weimarer Hof. Aber weder dort noch später in Köthen konnte er sich allein diesem erklärten Ziel zuwenden. Erst als Bach im Mai 1723 das Leipziger Thomaskantorat übernahm, rückte die Kirchenmusik in den Mittelpunkt seiner Tätigkeit. Mit eindrucksvoller Selbstdisziplin schuf er nun vier Jahre lang wöchentlich eine neue Kantate für den Sonntagsgottesdienst, außerdem zwei große Passionsmusiken und prächtige lateinische Kirchenstücke – ein Repertoire, dass an Kunstgehalt und Virtuosität alles zuvor in Leipzig Erklungene in den Schatten stellte.</p>
<p><strong>Fromm und pflichtbewusst</strong></p>
<div id="attachment_4513" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/09/Bach-Museum-Cembalo.jpg"><img class="size-medium wp-image-4513" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/09/Bach-Museum-Cembalo-300x226.jpg" alt="" width="300" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">Im Bach-Museum findet jedes Jahr im Juni der Bach-Wettbewerb statt. Hier eine Teilnehmerin aus Japan.</p></div>
<p>Das Leben des Thomaskantors war von zahlreichen Pflichten geprägt, sein Arbeitspensum immens. Er komponierte, leitete die Chorproben und die Aufführungen in den Kirchen, erteilte Instrumentalunterricht, begleitete die Chorsänger bei Beerdigungen oder Hochzeiten, bestellte die Musiker und bereitete Texthefte zu den Kantatenaufführungen vor. Einmal monatlich übernahm er für eine Woche die Aufsicht im Internat. Nebenbei unterhielt er einen kleinen Buch- und Musikalienhandel, verlieh Musikinstrumente und achtete auf ihre Instandhaltung. In welchem Umfang Bach eigene Kompositionen aufführte, lag in seinem Ermessen. Mit dem Amt des Thomaskantors übernahm Bach auch Verpflichtungen an der Universitätskirche St. Pauli.  Die Leipziger Universität war seit ihrer Gründung 1409 im Thomasstift eng mit der akademisch höchst profilierten Thomasschule verbunden. Viele Lehrer der Schule lehrten an der Universität. Zu seinen Aufgaben an der Universitätskirche, übernahm er auch Auftragskompositionen, beispielsweise Glückwunsch- und Trauermusiken. Studenten unterstützten regelmäßig seine musikalischen Aufführungen. Und mit seinem Gutachten für Absolventen der Thomasschule nahm Bach außerdem Einfluss auf die begehrten Freiplätze an der Universität.</p>
<p><strong>Voll des Lobes</strong></p>
<p>Wie bereits erwähnt, führte Bach in den ersten Jahren seines Kantorats jeden Sonntag eine neue Kirchenkantate auf. 44 Originalstimmensätze des Choralkantaten-Jahrgangs von 1724/1725 haben sich in Leipzig erhalten. Sie sind der wertvollste Handschriftenbestand, der im Bach-Archiv aufbewahrt wird und eingesehen werden kann. Sobald Bach die Partitur fertiggestellt hatte, schufen Kopisten, Familienmitglieder, manchmal auch der Meister selbst das Aufführungsmaterial für Chor und Orchester. Anschließend wurde das neu komponierte Werk eingeübt und aufgeführt. Der ehemalige Rektor der Thomasschule, Johann Matthias Gesner, war über Bach voll des Lobes:</p>
<p>…<em>Wenn du ihn sähest, wie er auf alle zugleich achtet und von 30 oder sogar 40 Musizierenden diesen durch ein Kopfnicken, den nächsten durch Aufstampfen mit dem Fuß, den dritten mit drohendem Finger zu Rhythmus und Takt anhält, dem einen in hoher, dem anderen in tiefer, dem dritten in mittlerer Lage den Ton angibt; wie er ganz allein mitten im lautesten Spiel der Musiker, obwohl er selbst den schwierigsten Part hat, den Überblick behält und sofort merkt, wenn irgendetwas nicht stimmt; wie er alle zusammenhält und überall abhilft und wenn es irgendwo schwankt, die Sicherheit wieder herstellt; wie er den Takt in allen Gliedern fühlt, die Harmonien alle mit scharfem Ohr prüft, allein alle Stimmen mit der eigenen begrenzten Kehle hervorbringt</em>… notierte Gesner 1738 bewundernd.</p>
<p><strong>Offen für neue Ideen und Instrumente</strong></p>
<div id="attachment_4514" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/09/Bach-Museum-Geigen.jpg"><img class="size-medium wp-image-4514" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/09/Bach-Museum-Geigen-300x203.jpg" alt="" width="300" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Der Meister interessierte sich sehr für die Entwicklung neuer Instrumente.</p></div>
<p>Die Ausdruckskraft der Bachschen Musik wird wesentlich bestimmt durch die Klangfarben, den Charakter und die Symbolik des barocken „Theatrum instrumentorum“. Bach interessierte sich lebhaft für die Funktionsweise von Instrumenten, für Akustik und die Probleme der Instrumenten-Stimmung. Er nutzte die vielfältigen Möglichkeiten der klanglichen Kontraste und Kombinationen und verwendete neu entwickelte Musikinstrumente wie die Oboe d’amore, die Oboe da caccia oder Bassono grosso bald in seinen Kompositionen. Mit dem bedeutendsten sächsischen Orgelbauer der Barockzeit, Gottfried Silbermann, dem Blasinstrumentenmacher Johann Heinrich Eichentopf oder dem Geigenbauer Johann Christian Hoffmann arbeitete er fruchtbar zusammen. Hoffmann, der seit 1734 die Streichinstrumente in der Thomas- und Nikolaikirche pflegte, bedachte Bach gar in seinem Testament. Niemand konnte Dispositionen zu neuen Orgeln besser angeben und beurteilen wie Bach, behauptete 1754 sein Sohn Carl Philipp Emanuel, der am Hofe Friedrich des Großen als Komponist und Musiker tätig war. Schon in jungen Jahren war Johann Sebastian Bach ein gefragter Orgelexperte. Demzufolge begutachtete er im Laufe seines Lebens zahlreiche Orgeln in ganz Mitteldeutschland. Seine erste Orgelprüfung – 1703 in Arnstadt – beeindruckte offenbar so sehr, dass der gerade 18-jährige kurz darauf als Organist in Arnstadt eingestellt wurde.</p>
<p><strong>Bach privat</strong></p>
<div id="attachment_4515" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/09/Bach-Museum-Gäste-vor-Heimorgel.jpg"><img class="size-medium wp-image-4515" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/09/Bach-Museum-Gäste-vor-Heimorgel-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Ob Bach an dieser Heimorgel privat geübt hat, ist nicht bekannt.</p></div>
<p>Dass es im Bachschen Haushalt zuging wie in einem Taubenschlag, lässt sich gut nachvollziehen. Außer den Eltern und zahlreichen Kindern lebten dort Verwandte und Privatschüler, auch Gäste gingen ein und aus. Dokumente, die vom Privatleben der Familie Bach berichten, sind kaum bekannt.  Angesichts der spärlichen Quellenlage ist es ein Glücksfall, dass sich rund 250 Briefentwürfe von Johann Elias Bach erhalten haben. Der Neffe Johann Sebastians war von 1737 bis 1742 Bachs Sekretär und Hauslehrer im Bachschen Haushalt. Einige Briefentwürfe erlauben Einblick in das Alltagsleben der Familie. Sie berichten von Vorlieben einzelner Familienmitglieder, etwa dass Bach gutem Hefebrandwein zugeneigt war oder dass seine Ehefrau Anna Magdalena „eine große Liebhaberin von der Gärtnerey“ gewesen sei. Neben wenigen privaten Briefen liefern Musikalien, Widmungen, amtliche Dokumente oder postum verfasste Würdigungen Anhaltspunkte zum Familienleben. Nur ganz wenige Zeugnisse können im Bach-Museum besichtigt werden. Das Wohnhaus der Familie Bach ist nicht erhalten. Die Familie lebte in der Thomasschule, die bis zu ihrem Abriss 1902 direkt gegenüber der Thomaskirche stand. Thomaskirche und Bosehaus (Bach-Museum) sind die einzig erhaltenen historischen Bach-Stätten am Thomaskirchof. Im heutigen Bach-Museum wohnte damals die Kaufmannsfamilie Bose. Zwischen den benachbarten Familien entwickelten sich freundschaftliche Beziehungen. Leben und Wirken der weitverzweigten Musikerfamilie Bach von 16. bis ins 19. Jahrhundert bildet einen weiteren Schwerpunkt der Forschungs- und Sammeltätigkeit des Bacharchivs. Mit Wilhelm Friedemann, Carl Philipp Emanuel, Johann Christoph Friedrich und Johann Christian wurden insbesondere vier Söhne Bachs bedeutende Musiker und Komponisten. Interessant ist auch Bachs Enkel, der Zeichner und Landschaftsmaler Johann-Sebastian der jüngere; Werke von ihm sind ebenfalls Bestandteil der Sammlung.</p>
<p><strong>Teamarbeit</strong></p>
<p>In seinem Leben arbeitete Bach mit zahlreichen Dichtern, die in Leipzig ansässig waren, zusammen. So vertonte er z. B. Texte von Christiane Mariane von Ziegler, Christian Friedrich Henrici (genannt Picander) oder von Johann Christoph Gottsched, der seinerzeit Literaturprofessor und Präsident der Universität Leipzig war. Viele Autoren sind jedoch bis heute unbekannt. Der Wortlaut von Festmusiken wurde oft in Chroniken, Zeitungen und Huldigungsschriften veröffentlicht. Zu den Leipziger Kantatenaufführungen gab Bach selbst Texthefte heraus, die zum Mitlesen im Gottesdienst bestimmt waren. Außerdem erklangen unter seiner Leitung Passionsmusiken der Komponisten Reinhard Keiser, Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann und Gottfried Heinrich Stölzel.</p>
<p><strong><em>Info </em></strong></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_4517" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><em> </em><em><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/09/Bach-Museum-mit-Bach-Archiv-im-Bosehaus-Leipzig-1.jpg"><img class="size-medium wp-image-4517" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/09/Bach-Museum-mit-Bach-Archiv-im-Bosehaus-Leipzig-1-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a></em><p class="wp-caption-text">Das Bach-Museum befindet sich im Bosehaus vis á vis der Thomaskirche am Thomaskirchhof, Leipzig</p></div>
<p>Wie Johann-Sebastian Bach das ungeheuerliche Arbeitspensum bewältigte, welche Strategien er verfolgte, wer ihn bei dieser selbstgewählten Mission unterstützte und wie seine Kirchenmusik seinerzeit in Leipzig aufgenommen wurde, zeigt eindrucksvoll das BachMuseum Leipzig im Bosehaus vis á vis der berühmten Thomaskirche am Thomaskirchhof.</p>
<p><strong><a href="http://www.bach-leipzig.de/">www.bach-leipzig.de</a></strong></p>
<p>Textbearbeitung &amp; Fotos: Renato Diekmann; Informationsquellen: Bach-Archiv Leipzig, Bach-Museum Leipzig.</p>
<p><em> </em><br />
</p>
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		<title>Rückkehr der vier Ringe. DKW F89 P &#8211; erster Nachkriegs-Personenwagen der Auto Union</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 16:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Woehlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Ruoff Dr. Manuel]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Manuel Ruoff Mittlerweile zählen die Autos mit den vier ineinander verschlungenen Ringen zum Prämiumsegment der deutschen Autobranche. Heute stehen die vier Ringe für Audi. Ursprünglich jedoch stand für diese Marke nur einer der Ringe. Die drei anderen symbolisierten DKW, Horch und Wanderer. Die vier zusammen bildeten ab 1931 die Auto Union und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Manuel Ruoff</em></p>
<p>Mittlerweile zählen die Autos mit den vier ineinander verschlungenen Ringen zum Prämiumsegment der deutschen Autobranche. Heute stehen die vier Ringe für Audi. Ursprünglich jedoch stand für diese Marke nur einer der Ringe. Die drei anderen symbolisierten DKW, Horch und Wanderer. Die vier zusammen bildeten ab 1931 die Auto Union und die vier Ringe deren Logo.</p>
<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der sächsische Automobilkonzern von den Sowjets liquidiert. Ein Teil des Humankapitals, darunter der Vorstandsvorsitzende der Auto Union Richard Bruhn, wollte sich damit jedoch nicht abfinden. Er floh in den Westen und versuchte einen Neuanfang in der vergleichsweise wenig zerstörten Garnisonsstadt Ingolstadt, in der ehemalige Wehrmachtskasernen einer neuen, zivilen Nutzung harrten.<span id="more-4304"></span></p>
<p>Die sächsische Auto Union hatte im Westen keine Produktionsstandorte gehabt und so war an eine Wiederaufnahme der Kraftfahrzeugproduktion vorerst nicht zu denken. Allerdings gab es einen großen Markt für Ersatzteile, da die DKW mit ihrem Vorderradantrieb und ihren Holzkarosserien von der Wehrmacht nicht eingezogen und an der Front verheizt worden waren. So erfolgte der Neuanfang in Ingolstadt als Zentraldepot für Auto Union-Ersatzteile. Lag das Schwergewicht anfänglich auf dem Handel mit Ersatzteilen wurden diese später zusehends auch selber produziert. Der nächste Schritt war dann der Zusammenbau der Ersatzteile zu Neufahrzeugen. Die Fahrzeugproduktion begann mit Motorrädern und sogenannten Schnellastern.</p>
<p>Vor 60 Jahren wurde dann auch die Produktion von Personenkraftwagen wieder aufgenommen. Aus Platz- und auch Personalmangel wurde sie zwölf Jahre nach Düsseldorf ausgelagert, wo es gelang, das bereits auf der Demontageliste stehende Werk I von Rheinmetall-Borsig erst zu pachten und schließlich käuflich zu erwerben.</p>
<p>Ab dem August des Jahres 1950 wurde dort der DKW F89 P „Meisterklasse“ produziert, der im Grunde den Zwei-Zylinder-Zweitaktmotor des bereits vor dem Krieg hergestellten F8 mit der fortschrittlichen Ganzstahlkarosserie des erst im Krieg vorgestellten und nie in Serie gegangenen F9 verband. Mit der Herstellung der Werkzeuge für die Karosseriefertigung war bereits im Kriege bei dem württembergischen Unternehmen Allgaier begonnen worden. Die Produktionsmittel für die Fertigung der Karosserie des DKW F9 standen bei Kriegs­ende also zumindest teilweise bereits zur Verfügung. Den Drei-Zylinder-Motor des F9 in größeren Stück­zahlen zu produzieren überstieg aber 1950 noch die Möglichkeiten der Auto Union. Einen Drei-Zylinder-Motor bekam dann erst der 1953 eingeführte Nachfolger des DKW F89 P „Meisterklasse“, der DKW F91 „Sonderklasse“.</p>
<p>Bis zum Produktionsende im April 1954 liefen in Düsseldorf 59475 „Meisterklasse“-Limousinen vom Band. Ab 1951 gab es auch eine Kombiversion mit der Bezeichnung F89 U („Universal“), von der 6415 Exemplare gebaut wurden. Hinzu kamen schließlich über 5000 Cabrios und Coupés von Karmann und Hebmüller.<br />
</p>
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		<title>Spurensuche</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 16:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Renato Diekmann Der erste Tourist Bereits 1865 war für den Kunsthistoriker Wilhelm Heinrich Riehl „der Gang durch das Taubertal ein Gang durch die deutsche Geschichte, durch das alte Reich“. Kurt Tucholsky, Eduard Mörike, Clemens von Brentano und Ludwig van Beethoven – sie alle erlagen dem Zauber des Lieblichen Taubertals, der jeden in seinen Bann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Renato Diekmann </em></p>
<div id="attachment_4259" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/Liebliches-Taubertal-Schloss-Weikersheim-c-Peter-Frischmuth-argus-foto.de_2.jpg"><img class="size-medium wp-image-4259" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/Liebliches-Taubertal-Schloss-Weikersheim-c-Peter-Frischmuth-argus-foto.de_2-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><strong> </strong><p class="wp-caption-text">Radfahren und Wandern im Lieblichen Taubertal Foto: Peter Frischmuth, argus-foto.de </p></div>
<p><strong>Der erste Tourist</strong></p>
<p>Bereits 1865 war für den Kunsthistoriker Wilhelm Heinrich Riehl „der Gang durch das Taubertal ein Gang durch die deutsche Geschichte, durch das alte Reich“. Kurt Tucholsky, Eduard Mörike, Clemens von Brentano und Ludwig van Beethoven – sie alle erlagen dem Zauber des Lieblichen Taubertals, der jeden in seinen Bann zieht. Folgen Sie den Spuren Wilhelm Heinrich Riehls und erleben Sie das Taubertal von Rothenburg bis Wertheim oder Freudenberg am Main. Sie werden begeistert sein von der malerischen Schönheit und den romantischen Plätzen. Entdecken Sie Burgen, Schlösser, Klöster und Gärten. Erleben Sie unbeschwerte Urlaubstage beim Radfahren und Wandern und lernen Sie Land und Leute kennen. Genießen Sie die Vielfalt dieser Landschaft und probieren Sie den Taubertäler Wein und die Köstlichkeiten aus Küche und Keller.</p>
<p><strong><a href="http://www.tunefactory.de/taubertal.html" target="_blank">Bitte hier klicken, Ton (Boxen) anstellen und Flashanimation anschauen!<br />
</a></strong></p>
<div id="attachment_4261" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.tunefactory.de/taubertal.html" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-4261 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/Liebliches-Taubertal-Flash-Animation-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Willkommen im Lieblichen Taubertal </p></div>
<p>Weitere Infos: <a href="http://www.liebliches-taubertal.de" target="_blank">www.liebliches-taubetal.de</a></p>
<p>Produktion: tunefactory GMC. Sprecher: Eva Freese, Renato Diekmann,  Fotos: Touristikgemeinschaft Liebliches Taubertal (TGLT) &amp; Renato Diekmann, Text &amp; Interviews: Renato Diekmann, Quelle: TGLT<br />
</p>
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		<title>Barocke Pracht in Dresdens Neustadt &#8211; Das Bülow Palais</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 16:26:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Buhr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Artikel erschien am 31. Juli 2010 im Hamburger Abendblatt Von Uta Buhr Dresden ist um einen Prachtbau reicher. Das „Bülow Palais“, das erste Grandhotel im Barockviertel auf der Neustädter Elbseite, liegt der schönen Dreifaltigkeitskirche direkt gegenüber. Diese wurde auf Geheiß Augusts des Starken  gegen  Mitte des 18. Jahrhunderts vom berühmten Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Artikel erschien am 31. Juli 2010 im Hamburger Abendblatt</p>
<p><em>Von Uta Buhr</em></p>
<div id="attachment_3940" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3940" title="Bülowschild" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2792_600x600_250KB-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Dresden ist um einen Prachtbau reicher. Das „Bülow Palais“, das erste Grandhotel im Barockviertel auf der</p>
<p>Neustädter Elbseite, liegt der schönen Dreifaltigkeitskirche direkt  gegenüber. Diese wurde auf Geheiß Augusts des Starken  gegen  Mitte des  18. Jahrhunderts vom berühmten Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann  errichtet. Von der Königstraße aus betrachtet, scheint der hoch  aufstrebende Turm des Gotteshauses mit der strahlend hell verputzen  Fassade des Hotels zu verschmelzen.</p>
<p>Bereits die weitläufige, mit eleganten Spiegeln und erlesenen Möbeln ausgestattete Halle verströmt ein unwiderstehliches Flair.<span id="more-3920"></span></p>
<p>Für die Einrichtung konnte der eigenwillige Schweizer Innenarchitekt  Carlo Rampazzi gewonnen werden, der  ungewöhnliche stilistische und  farbliche Akzente setzte. Sehr effektvoll spielt er mit Verbrämungen in  Gold- und Silbertönen.<img title="Weiterlesen..." src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<div id="attachment_3963" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2750_600x600_250KB1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3963" title="IMG_2750_600x600_250KB" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2750_600x600_250KB1-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">  </p></div>
<p>Sofort ins Auge fallen ein pupurrotes Designersofa  mit geschwungenen  Lehnen gleich neben dem Eingang sowie  ausladende Sessel in leuchtendem  Blau, Rot und Grün, die barocke und altägyptische Stilelemente äußerst  raffiniert miteinander verbinden. Die Wände schmücken riesige   Kunstwerke in explodierenden Farben, darunter mehrere Werke des  bekannten zeitgenössischen Malers Franz Ackermann,  die zum großen Teil  aus der Privatsammlung der Stuttgarter Bauherren Monika und Horst Bülow  stammen.</p>
<div id="attachment_3951" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2759_600x600_250KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-3951" title="IMG_2759_600x600_250KB" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2759_600x600_250KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">  </p></div>
<div id="attachment_3952" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2764_600x600_250KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-3952" title="IMG_2764_600x600_250KB" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2764_600x600_250KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">  </p></div>
<p>Als wahren, wenn auch angenehmen „Kulturschock“ empfinden manche  Gäste den nahtlosen Übergang der verschwenderisch ausgestatteten Lobby  ins schlicht-elegante Bülow Bistro. Hier werden auf blanken Tischen  leichte Köstlichkeiten  aus der Küche des Sternekochs Dirk Schröer  gereicht. Besonders lecker ist die Perlhuhnbrust mit Bärlauchpolenta und  gebratenem Spargel zu Euro 16,50.</p>
<div id="attachment_3953" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2763_600x600_250KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-3953" title="IMG_2763_600x600_250KB" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2763_600x600_250KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">  </p></div>
<p>Das Bülow Palais verfügt über achtundfünfzig großzügig geschnittene  und ebenso bequem wie geschmackvoll eingerichtete Zimmer, Suiten und  Juniorsuiten. Bettüberwürfe und Sitzmöbel sind in dezenten Farben  gehalten, formschöne Lampen verströmen warmes Licht. Die Wannen in den   Bädern sind mit edlen Hölzern verschalt, die Armaturen vergoldet.  Wer  sich etwas ganz Besonderes gönnen möchte, bucht eine der beiden Palais  Suiten. Neben einem großen, mit  zum Teil antikem Mobiliar  ausgestatteten Wohnbereich bieten sie einen Ankleideraum, zwei  Schlafzimmer mit separatem Bad sowie ein geräumiges Besprechungszimmer.</p>
<p>Selbstverständlich hat soviel Luxus seinen Preis. Doch Direktor  Kutzner versichert, dass sich gerade die Suiten großer Beliebtheit bei  seinen Gästen erfreuen. Eine rechtzeitige Reservierung ist daher zu  empfehlen. Dasselbe gilt  auch  für das Gourmet-Restaurant „Caroussel“,  das aus der nur etwa 50 Meter entfernten „Bülow Residenz“  in das Palais  umgezogen ist. Das Ambiente ist sehr edel, so wie es sich halt –  Originalton Ralf J. Kutzner – „ für unser Haus gehört”.</p>
<div id="attachment_3954" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2711_600x600_250KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-3954" title="IMG_2711_600x600_250KB" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2711_600x600_250KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">   </p></div>
<p>Funkelnde Kristalllüster an der Decke, üppige Blumenarrangements in   Porzellanvasen und feinstes Geschirr auf den Tischen. Chef de Cuisine  ist  der bereits erwähnte Dirk Schröer. Er erkochte sich schon einen  Michelin Stern und 18 Punkte im Gault Millau. Zu seinen legendären  Gourmetgerichten empfiehlt er in erster Linie Gewächse aus der Region.  Als erstklassigen Tropfen empfanden wir den Goldriesling vom Weingut  Groß Proschwitz in Zadel bei Meißen. Bitte beachten:  Das „Caroussel“  ist sonntags und montags geschlossen. Großes Lob verdient das  handverlesene, ebenso fachkundige wie aufmerksame Personal. Nach seinem  Erfolgsrezept befragt, antwortet Direktor Kutzner, in einem so  renommierten Haus wie dem „Bülow Palais“ arbeite eben jede  Hotelfachkraft gern.</p>
<div id="attachment_3957" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2793_600x600_250KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-3957" title="IMG_2793_600x600_250KB" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2793_600x600_250KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">   </p></div>
<p>Nach dem Dinner versinken viele Gäste in den tiefen Ledersesseln der  Bar, die aus einem amerikanischen Film der vierziger Jahre des letzten  Jahrhunderts zu stammen scheint. Am Flügel intoniert ein Barpianist  Evergreens. Da fehlt nur  Humphrey Bogart mit einem Whiskyglas in der  Hand  und der allgegenwärtigen Zigarette im Mundwinkel.  Natürlich ist  Rauchen hier strengstens verboten. Aber auch jenen, die dem blauen Dunst  noch immer nicht abgeschworen haben,  kann geholfen werden. Denn das  Bülow Palais leistet sich eine behagliche verglaste  Cigar Lounge, in  der nicht nur Zigarren geraucht werden dürfen. „Sie werden es nicht  glauben“, schmunzelt Ralf Kutzner, „aber in der Lounge halten sich auch  viele Gäste auf, die nicht rauchen. Sie finden es hier urgemütlich.“</p>
<p>Am Nachmittag brummt es unter dem gläsernen Dach des  Wintergartens.   Hier nehmen die Gäste ihren Tee oder Kaffee  zusammen mit einem Stück  hauchzarten Gebäcks aus eigener Herstellung ein.  An warmen Tagen zieht  es viele allerdings vor die Haustür, wo Tische und bequeme Stühle zum  Verweilen einladen.  Die Königstraße ist eine Flaniermeile par  excellence. Hier heißt es sehen und gesehen werden und den schönen Tag  genießen.</p>
<div id="attachment_3955" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2754_600x600_250KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-3955" title="IMG_2754_600x600_250KB" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/08/IMG_2754_600x600_250KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">   </p></div>
<p>Für unsere Gäste nur das Beste, lautet die Devise des „Bülow Palais“.  Und weil diese sich  nach einem Stadtbummel oder im Anschluss an einen  Museums- oder Galeriebesuch gern in angenehmer Atmosphäre entspannen,  wurde im obersten Stockwerk mit Blick über die Dächer Dresdens eine  elegante, Licht durchflutete Wellnessoase geschaffen. Die mit trompe-  l’oeil Malereien bedeckten Wände suggerieren eine exotische  Traumlandschaft, die selbst  an trüben Tagen heiter stimmt.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_3957"><strong> </strong><strong><br />
</strong></div>
<p>Anschrift: Hotel Bülow Palais &amp; Residenz*****, Königstraße 14, 01097 Dresden, Telefon: 0351/80030, E-Mail: <a href="mailto:info@buelow-hotels.de">info@buelow-hotels.de</a> , <a href="http://www.buelow-hotels.de/">www.buelow-hotels.de</a></p>
<p>Preise:  DZ inkl. Benutzung des Wellnessbereiches ab Euro 188,–</p>
<p>EZ ab Euro 146,– (Frühstücksbüffet Euro 21,–)  Arrangement: „Dresden  in nur 3 Tagen kennenlernen“ – 3 Übern. , festl. Abendessen im  Gourmetrestaurant „Caroussel“, ausführl. Stadtrundfahrt inkl. Führungen  durch den Zwinger usw. Preis: Euro 450,– p.P. Weitere Arrangements  –  z.B. mit Besuch der Semperoper – auf Anfrage</p>
<p><strong>Anreise</strong>:  Mit dem Flugzeug Hamburg-Dresden</p>
<p>Mit dem Auto: Über  Hannover, Magdeburg und Leipzig nach Dresden</p>
<p>Mit dem Zug: EC Hamburg über Berlin nach Dresden<br />
</p>
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		<title>Traumschiff-Parade</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 13:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Schiffsreisen]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Renato Diekmann Das Tor zur Welt Elegante Luxusliner halten Bewohner und Gäste der Elbmetropole immer häufiger in Atem. Erst recht während der Hamburg Cruise Days, wenn faszinierende Ozeanriesen der Hansestadt wieder einmal die Ehre erweisen. Umjubelter Stargast ist verständlicherweise immer die QM2, die Königin der Meere, die diesmal gar nicht kam. Das viertgrößte Kreuzfahrtschiff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<div id="attachment_3808" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><em> </em><em><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/AIDAdiva.jpg"><img class="size-medium wp-image-3808 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/AIDAdiva-300x202.jpg" alt="" width="300" height="202" /></a></em><p class="wp-caption-text">Wenn die Traumschiffe Hamburg anlaufen, wächst die Sehnsucht nach Mee(h)r!</p></div>
<p><em>Von Renato Diekmann</em></p>
<p><strong>Das Tor zur Welt</strong></p>
<p>Elegante Luxusliner halten Bewohner und Gäste der Elbmetropole immer häufiger in Atem. Erst recht während der Hamburg Cruise Days, wenn faszinierende Ozeanriesen der Hansestadt wieder einmal die Ehre erweisen. Umjubelter Stargast ist verständlicherweise immer die QM2, die Königin der Meere, die diesmal gar nicht kam. Das viertgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt bleibt der Hansestadt aber treu  (etwa zum Hafengeburtstag) und eröffnete 2008 standesgemäß die Premiere der Hamburg Cruise Days &#8211; eine geniale Erfindung der Marketingstrategen und willkommene Gelegenheit, Hamburg und viele verschiedene Kreuzfahrtschiffe einmal aus nächster Nähe zu betrachten. Bei derart festlichen Anlässen liegt die &#8220;Queen Mary 2&#8243; stolz und erhaben vor dem Hamburg Cruise Center in der neuen HafenCity, wo sich tausende Schaulustige einfinden, um ihre Kreuzfahrt-Sehnsucht zu wecken &#8211; oder zu stillen. Denn allzu häufig bleibt es mangels Geld beim &#8220;Traumschiff&#8221; und Bestaunen der Luxusliner, die mit Feuerwerk und einer weit hin sichtbaren Lichtillumination in Hamburgs &#8220;Blue Port&#8221; begrüßt bzw. verabschiedet werden. Stolze Kreuzfahrtschiffe wie die AIDAaura, AIDAcara oder AIDAluna, die MS Astor, MS Columbus, MS Deutschland, MS Europa oder TUI Mein Schiff sind ebenfalls gern gesehene Gäste in der Freien und Hansestadt Hamburg.</p>
<p><span id="more-3803"></span></p>
<p><strong>Die Traumschiffe</strong></p>
<div id="attachment_3809" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/QM2_5.jpg"><img class="size-medium wp-image-3809" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/QM2_5-300x206.jpg" alt="" width="300" height="206" /></a><p class="wp-caption-text">Die QM2, die Königin der Meere, ehrfurchtsvoll gefolgt von ihren Verehrern</p></div>
<p><strong>QM2-Kreuzfahrer</strong> schwingen das Tanzbein im größten schwimmenden Ballsaal der Welt, speisen in einem der neun feinen Restaurants, wählen zwischen fünf Swimmingpools und besichtigen an Bord Kunstwerke im Wert von rund fünf Millionen Euro. Die Superreichen bewohnen eine 209 m² große Luxussuite mit Marmorbad, Salons und Schlafgemächern &#8211; alle Materialien garantiert vom Feinsten. Die Kosten für eine Transantlantikpassage betragen in solch einer Suite je nach Saison zwischen 25.000 und 82.000 Euro. Champagner, Hummer und Kaviar werden den Herrschaften vom Suite-eigenen Butler in weißen Handschuhen stilgerecht serviert. Der Transatlantikliner mit einem Tiefgang von 10 m ist über 345 m lang, mehr als 41 m breit und über 70 m hoch. 157.000 PS bewegen 70.000 t Stahl knapp 30 Knoten (56 km/h) schnell durch die Wellen des Atlantiks. Während sich 2.620 Passagiere von 1.254 Mann Besatzung rund um die Uhr bedienen und verwöhnen lassen.</p>
<p>Die <strong>AIDA Kreuzfahrtliner</strong> laufen stets mit Kussmund im Hamburger Hafen ein. Dabei lassen die lächelnden Clubschiffe ihr &#8220;Blaues Band&#8221; entlang der Bordwand flattern und zwinkern den Schaulustigen, die sich zu den festlichen Paraden entlang der Elbe tausendfach versammeln, vielversprechend zu. Die AIDAaura z. B. gehört zu den begehrenswerten Schwestern mit den klangvollen Namen. Sie trat ihre Jungfernfahrt 2008 in Hamburg an, wo auch schon die AIDAdiva feierlich getauft und zu ihrer ersten Kreuzfahrtreise empfangen und verabschiedet wurde. Ein Jahr später besuchte uns das sechste Schiff der Flotte, die AIDAluna. Sie verfügt über 1025 Kabinen, darunter 439 Balkonkabinen und 18 Suiten. Seit Anfang des Jahres 2010 kreuzen Hamburger und Gäste aus aller Herren Länder auf der AIDAblu, dem neuesten Flaggschiff der Kussmundflotte, über die Weltmeere. Es ist der siebte Kreuzfahrtliner der Rostocker Reederei, der am 9. Februar von der Designerin Jette Joop feierlich getauft wurde.</p>
<div id="attachment_3810" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Blue-Port_01.jpg"><img class="size-medium wp-image-3810" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Blue-Port_01-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Zu den Hamburg Cruise Days leuchtet der Hafen blau </p></div>
<p>Die<strong> Astor</strong> ist zwar nicht mehr das neueste Modell, aber eines der ganz klassichen Kreuzfahrtliner. Das Schiff wurde im Mai 2010 einer aufwändigen Renovierung unterzogen und will seine Gäste nun mit einer  zeitgemäßen Ausstattung überzeugen. Offensichtlich wurde die rund 16 Millionen Euro teure Modernisierung bei zahlreichen Stammgästen noch nicht so richtig  wahr genommen. <em>&#8220;Hier sieht es ja aus wie sonst auch&#8221;,</em> soll bei der Premierenfahrt Anfang Juni ein oft vernommener Kommentar gewesen sein, notierte Kreuzfahrtexperte Fred Friedrich in einem der Kreuzfahrtführer. Die Astor hat eine bewegte Vergangenheit: Mal war das Passagierschiff in südafrikanischer, mal in russischer Hand. Ob es nach einer Stadt in Florida (USA) oder nach dem Kosmetiklabel Margarete Astor benannt wurde, ist nicht bekannt. Wenn das Vier-Sterne-Schiff in Hamburg zu Gast ist, liegt es häufig an der Überseebrücke vis á vis der Cap San Diego.</p>
<div id="attachment_3823" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Columbus_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3823" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Columbus_1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Die MS Columbus: Klein, fein und wendig auf allen Meeren dieser Welt</p></div>
<p>Die<strong> Columbus</strong> gehört unter den Luxuslinern zu den kleineren Schiffen, das zur Reederei Hapag Lloyd gehört und in Hamburg quasi Hausrecht genießt. Dank der Maße kann die Columbus auch Schleusen passieren und die großen nordamerikanischen Binnengewässer wie Eriesee und Michigansee befahren.</p>
<p>Die<strong> Deutschland</strong> kennt wohl jedes Kind. Berühmt geworden durch die TV-Serien „Traumschiff“ und „Kreuzfahrt ins Glück“, hat das schwimmende Fünf-Sterne-Hotel schon die ganze Welt gesehen. Das Schiff war als Botschafterin für die Expo 2000 in Hannover unterwegs, diente während der Olympischen Sommerspiele in Sydney 2004 als Gästeunterkunft des NOK Deutschlands. Am 11. Mai 1998 in Kiel von Altbundespräsident Richard von Weizsäcker getauft, feierte es 2008 seinen 10. Geburtstag mit einer großen Jubiläumskreuzfahrt. Nach einem Brand im Maschinenraum wurde die MS Deutschland jüngst auf der Werft von Blohm+Voss generalüberholt, technisch auf den neuesten Stand gebracht und innen schöner ausgestattet.</p>
<div id="attachment_3862" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/MS-Deutschland_01.jpg"><img class="size-medium wp-image-3862" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/MS-Deutschland_01-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Auf zu neuen Ufern: Das Traumschiff sticht in See! </p></div>
<div id="attachment_3812" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/TUI-Mein-Schiff_01.jpg"><img class="size-medium wp-image-3812 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/TUI-Mein-Schiff_01-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Wer möchte TUI Mein Schiff nicht sein eigen nennen?</p></div>
<p>Udo&#8217;s Musikdampfer <strong>TUI Mein Schiff </strong>kommt regelmäßig und gern. Die Bezeichnung werden Rockbarde und Reederei zwar nicht gerne hören, aber auch ein Rockliner bleibt nun mal ein Musikdampfer, der es durchaus in sich haben kann; klingt nur nicht so innovativ und modern. Immerhin wurden Richard Vogel und Udo Lindenberg für die Kreuzfahrtidee des Jahres vom Kreuzfahrtguide mit einem Sonderpreis geehrt. &#8220;Mein Schiff&#8221; erhält 2011 übrigens eine Schwester. Name (plus 2) und Konzept bleiben erhalten. Das geht offensichtlich voll auf und bringt beachtlichen Erfolg, denn wer möchte &#8220;Mein Schiff&#8221; nicht  gern sein Schiff nennen?! Und weil das bedauerlicherweise nicht möglich ist, geht man wenigstens für einige Tage an Bord. Und ruckzuck ist das Schiff ausgebucht &#8211; so einfach geht das!  Ergänzend zum Erfolgskonzept beschreibe man die Bordwand mit Schlagwörtern wie Fernweh, Meeresrauschen, Seeluft, Fahrtwind, fremde Länder und Traumstrände, installiere Hängematten an Deck, biete statt elitärer Gala-Abende mit Käptn&#8217;s Dinner eine Menge Freiraum und vorzüglichen Service, viel Sport und Wellness &#8211; und siehe da: schon fühlt sich der Kreuzfahrtgast wohl wie sonst nirgends auf der Welt und genießt an Bord Mitternachtssonne und Sternenhimmel. Bravo!</p>
<p><strong>Das Segelschulschiff</strong></p>
<div id="attachment_3824" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Sedov_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3824" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Sedov_1-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Für das Segelschulschiff Sedov ist der Hamburger Hafen zur zweiten Heimat geworden</p></div>
<p>Stilgerecht aufgewertet wird die Traumschiff-Parade durch die Anwesenheit der russischen<strong> Sedov</strong>, der weltweit größten Windjammer. Die Sedov kreuzt als Segelschulschiff über die Meere. Die Viermastbark lief 1921 von der Krupp Germaniaweft in Kiel vom Stapel, umsegelte mehrfach Kap Hoorn! und gehörte ab 1936 dem Norddeutschen Lloyd. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte sie als Reparationszahlung in die Sowjetunion und erhielt ihren heutigen Namen. Als Segelschulschiff im Besitz des sowjetischen Fischereiministeriums trat die Sedov 1951 ihre erste Reise an. Das 118 Meter lange Segelschiff liegt, wenn es in Hamburg zu Gast ist, zum Greifen nah an den Landungsbrücken, und führt bei der Auslaufparade auf der Elbe stets die Ozeanriesen an.</p>
<p><strong>Der Museumsfrachter</strong></p>
<p>Leinen los! heißt es bei Hafengeburtstag (Anfang Mai) und Hamburg Cruise Days (Ende Juli) auch für die <strong>Cap San Diego</strong>. Der konventionelle Stückgutfrachter, seit Jahren ein Museumsschiff mit wechselnden Ausstellungen, einem kleinen Hotelbetrieb und mietbaren Veranstaltungsräumen, ist ein waschechter Hamburger und Dauergast im Hamburger Hafen. Die Cap San Diego wurde von der Deutschen Werft in Hamburg gebaut und transportierte Automobile, Maschinen, Fleisch, Kaffee und Textilien. Neben zahlreichen Seglern, Booten und Barkassen geht das in Hamburg beheimatete Frachtschiff, das wegen seiner eleganten Form auch &#8220;Weißer Schwan des Südatlantiks&#8221; genannt wurde, während festlicher Schiffsparaden auf kleinere Elbfahrten und begleitet die Traumschiffe der Weltmeere elbauf- und elbabwärts.</p>
<div id="attachment_3815" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Cap-San-Diego.jpg"><img class="size-medium wp-image-3815 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Cap-San-Diego-300x174.jpg" alt="" width="300" height="174" /></a><p class="wp-caption-text">Cap San Diego: Der ehemalige Stückgutfrachter wurde wegen seiner schlanken Line als weißer Schwan des Südatlantiks bezeichnet</p></div>
<p><strong><a title="Hamburg Cruise Days im Internet" href="http://www.hamburgcruisedays.de" target="_blank">www.hamburgcruisedays.de </a></strong></p>
<p>Text &amp; Fotos: Renato Diekmann, AIDACruises (1)<br />
</p>
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		<title>Sylt: die Diva der Nordsee</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 18:12:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Renato Diekmann Glänzender Auftritt Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing GmbH, muss es wissen: Sylt kann glänzend auftreten, faszinierend düster, hemmungslos grell und ausschweifend laut. Egal, was die Insel veranstaltet, sie provoziert Aufmerksamkeit. Und genießt das Interesse. Eine deutsche Diva, mitten in der Nordsee, mit hohem Freizeit- und Erlebniswert. Mit Sterneküche und großem Staraufgebot. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Renato Diekmann</em></p>
<p><strong>Glänzender Auftritt</strong></p>
<div id="attachment_3309" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Rotes-Kliff_011.jpg"><img class="size-medium wp-image-3309" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Rotes-Kliff_011-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Der Sonnenuntergang färbt das Kliff rot</p></div>
<p>Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing GmbH, muss es wissen: Sylt kann glänzend auftreten, faszinierend düster, hemmungslos grell und ausschweifend laut. Egal, was die Insel veranstaltet, sie provoziert Aufmerksamkeit. Und genießt das Interesse. Eine deutsche Diva, mitten in der Nordsee, mit hohem Freizeit- und Erlebniswert. Mit Sterneküche und großem Staraufgebot. Mit langer Tradition und frischen Trends. Mit Nightlife, das nicht enden will, und Tagen, die es in sich haben. Dass diese Insel auch bemerkenswert leise und bescheiden sein kann, mag im mitreißenden Strudel der Schickeria-Eitelkeiten und des Massentourismus gelegentlich untergehen.</p>
<p><span id="more-3302"></span></p>
<p><strong>Sylt ist für alle da</strong></p>
<p>Sylt ist nicht nur die Insel versnobter Schöner und Reicher, die Schampus und Crevetten zu dünenhohen Preisen konsumieren, wie man gemeinhin annimmt. Sylt ist vor allem ein Naturparadies für jedermann. Jahr für Jahr steuern Menschen wie du und ich, Junge und Alte, Prominente und Unbekannte, Nobelkarossen, Sport- und Kleinwagen, Biker, Zug- und Fahrradfahrer die Insel mit der Zielstrebigkeit eines Fischschwarms an. Sie kommen im Frühjahr und Sommer, wenn Heckenrosen, Ginster und Heide blühen, wenn im Juni das Meer zum Baden einlädt und die Nächte so kurz und hell sind, dass man kaum schlafen mag. Und sie kommen im Herbst und Winter, wenn die Luft glasklar ist und die Insel aufzuatmen scheint, weil der Strom der Urlauber abebbt, man den Strand fast für sich allein hat und die Urkraft des Meeres mit allen Sinnen spüren kann – Ebbe und Flut, die salzige Luft, die tosende Brandung und der aufbrausende, stürmische Wind, der mit Macht die Wellen der Nordsee über den Strand an die Dünen treibt. Das Inselklima hat seinen Reiz. Es lindert die Symptome chronischer Haut- und Atemwegserkrankungen, tut Allergikern gut, regt den Stoffwechsel an, und trainiert ganz nebenbei, als stiller, ständiger Begleiter, das Immunsystem.</p>
<p><strong>Naturschauspiel und -bedrohung zugleich</strong></p>
<p>Sylts tosende Brandung ist faszinierendes Naturschauspiel, prickelndes Badevergnügen und Bedrohung zugleich. Jährlich fallen dem Meer etliche Quadratmeter Küste zum Opfer. Am Roten Kliff zwischen Wenningstedt und Kampen kommt es bei Sturmfluten immer wieder zu dramatischen Abbrüchen der Steilküste. Noch mehr gefährdet ist die Hörnum Odde an der Südspitze der Insel. Der kilometerlange weiße Strand wird von der Nordsee regelrecht unterspült und von Jahr zu Jahr mehr und mehr zurückgedrängt. Für den Küstenschutz der Insel sind deshalb große Mengen Sand nötig. Sven Paulsen, Geschäftsführer der Sylter Verkehrsgesellschaft und der Adler Schiffe GmbH &amp; Co. KG will zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und den Sand am Lister Tief entnehmen. Dann könnten auch die ganz großen Kreuzfahrtschiffe vor List vor Anker gehen und zusätzliche Gäste gewonnen werden. Die Kreuzfahrer könnten sich beim Landgang ein Bild von der Insel machen und gegebenenfalls für einen längeren Urlaub auf Sylt wiederkehren.</p>
<div id="attachment_3310" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/MS-Europa-meets-Sansibar-2009.jpg"><img class="size-medium wp-image-3310" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/MS-Europa-meets-Sansibar-2009-300x210.jpg" alt="" width="300" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Immer im Juli: MS Europa meets Sansibar </p></div>
<p><strong>Gegensätze ziehen sich an</strong></p>
<div id="attachment_3321" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Villa-am-Hoogenkamp.jpg"><img class="size-medium wp-image-3321" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Villa-am-Hoogenkamp-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Das ehemalige Haus des Verlegers Axel Springer in Kampen</p></div>
<p>Insulaner wie Gäste lieben diese Insel. Wer hier lebt, ist mit Leib und Seele Sylter, und wer die Insel einmal besucht hat, kommt immer wieder. Zum Beispiel nach Kampen, in den Ort der Gegensätze, dem Treffpunkt der Schickeria, die im Strandkorb schon mal Dom Pérignon schlürft und eine Heizung in ihren Briefkasten einbauen lässt, damit die Post nicht feucht wird, wie Lifestyle-Expertin Inga Griese unlängst so treffend beschrieben hat. Für die einen ist der Ort ein Eldorado der Nackten und Reichen, der Aufsteiger, Playboys und Playgirls, die – wie früher Brigitte Bardot und Gunther Sachs – die Nacht zum Tag machen. Vor allem in der „Whiskystraße“, im Strönwai, wo Juweliere, Schmuck- und Designer-Boutiquen, Disko und Gourmetlokale der oberen Preisklasse auf zahlungskräftige Kundschaft warten, während Ferrari, Porsche und Co. auffällig oft die Runde drehen. Hauptsache auffallen! Am Strönwai zählt noch sehen und gesehen werden. Für die anderen, Ärzte, Rechtsanwälte, Verleger, Industrielle und Künstler, die sich jenseits der Hauptstraße am Hoogenkamp in ihre Villen zurück ziehen, ist Kampen ein Hort der Ruhe und Inspiration. Hier findet jeder, was er sucht. Nicht nur Dieter Bohlen oder die Begum verbringen in Kampen unterhaltsame Tage, auch Maler und Schriftsteller wie Heinrich Vogeler, Thomas Mann, Carl Zuckmayer, Max Frisch und Emil Nolde entdeckten den Ort für sich. Hier haben ein unendlicher Himmel und der Zauber des Meeres den führenden Maler des Expressionismus aus Nolde in Nordschleswig zu seinen schönsten Bildern inspiriert. Und wer den Sonnenuntergang am Roten Kliff erlebt, weiß um die Faszination und Schönheit dieser Insel im Nordwesten Deutschlands mit seinen typischen Landschaftsformen: Brandungszone, Strand und Kliff, Dünen und Heideflächen, Wattwiesen und Watt.</p>
<p><strong>List ist keine Täuschung</strong></p>
<div id="attachment_3311" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Gosch-Fischhaus-Restaurant-Hafendeck-List.jpg"><img class="size-medium wp-image-3311" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Gosch-Fischhaus-Restaurant-Hafendeck-List-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Auf der Hafendeck-Terrasse schmecken Fischgerichte doppelt so gut!</p></div>
<p>List im Norden der Insel ist umgeben von Naturschauspielen. Wie eine bizarre Mondlandschaft dehnen sich Deutschlands einzige Wanderdünen Richtung Südosten aus. Eine von drei Dünen ist besonders aktiv. Zwischen drei und sechs Meter pro Jahr rückt sie angeblich vorwärts. Nördlich davon schmiegt sich um den vogelreichen Königshafen, wo ertragreich Austern gezüchtet werden, die wohl bekannteste Landzunge der Republik: der Ellenbogen – eine Halbinsel mit einer weitläufigen Naturlandschaft, die seit mehr als 250 Jahren in Privatbesitz ist und nur gegen Maut befahren werden darf. Nirgendwo sonst ist die Brandung so gewaltig. Nirgendwo sonst bietet sich eine derart sportliche Herausforderung für Surfer aus aller Welt. Und nirgendwo sonst kommen Austern, die als Sylter Royal europaweit vertrieben werden, frischer auf den Tisch als in List. Wer die nördlichste Gemeinde Deutschlands besucht, ohne bei Dittmeyer’s Austern Company oder Gosch eingekehrt zu sein, kennt den Ort nur halb. Gosch, vor 20 Jahren noch eine einfache Fischbude, ist hier inzwischen eine Institution, auf der Insel gleich sieben Mal vertreten und nicht zu übersehen. Mit Blick auf die Syltfähre und die Kreuzfahrtschiffe, die immer häufiger vor List auf Reede liegen, schmecken Matjes und Scholle, Kabeljau und Riesengarnele auf der umlaufenden Hafendeck-Terrasse doppelt so gut.</p>
<p><strong>Ganz großes Kino</strong></p>
<div id="attachment_3328" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Zierfisch1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3328" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Zierfisch1-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Palucca-Peter zeigt dem staunenden Publikum sein Fangergebnis</p></div>
<p>Wer mehr über die Kräfte der Nordsee, über die Natur und das Wetter erfahren will, wer das Weltklima aus Sicht eines Astronauten betrachten, Wellen selbst erzeugen oder im Sturmraum sich hautnah dem Wind aussetzen will, findet all dies im Erlebniszentrum Naturgewalten an der Hafenstraße in List. Die Ausstellung mit ihren vielen interaktiven Elementen und Modellen ist ebenso lehrreich wie eine Wattwanderung selbst. Spannend und aufschlussreich ist auch ein Ausflug mit dem Kutter „Gret Palucca“. Mit Peter, einem erfahrenen Seemann, geht es auf Fischfang hinaus auf das offene Meer. Während der Fahrt wird ein Schleppnetz zu Wasser gelassen. Die Ausbeute, die schließlich an Deck der Palucca in einer Kiste zappelt, ist beachtlich und reicht von farbenfrohen Fischen, Schollen, Seesternen und Einsiedlerkrebsen bis hin zu Seeschnecken, Muscheln, Austern und Seeskorpionen – für ganz Mutige auch zum Anfassen! Auf der Fahrt zurück in den Lister Hafen bestaunen die kleinen und großen Kutter-Passagiere aus einiger Entfernung auf einer Sandbank die in der Sonne dösenden Seehunde und Kegelrobben.</p>
<p><strong>Zwischen Kapitänshaus und Galerie</strong></p>
<p>Archsum, Keitum, Morsum, Munkmarsch und Tinnum bilden die grüne Lunge der Insel Sylt. Soweit das Auge reicht: Weite Felder, saftige Salzwiesen und eine Heidelandschaft, die bis an den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer reichen. Alles was man mit norddeutscher Friesenidylle verbindet, findet sich in Keitum, verspricht Silke von Bremen, Inselexpertin und zertifizierte Gastführerin auf Sylt: Verschlungene Wege, von jahrhundertealten Friesenhäusern gesäumt, erzählen von einer Zeit, als Keitum noch der Hauptort der Insel war und die Familien von der Seefahrt lebten. Wer einen Bummel durch kleine Boutiquen und Galerien mit dem Erkunden romantischer Gassen und alter Kapitänshäuser unter schattigen Kastanienbäumen verbinden möchte, sollte für das historisch gewachsene Dorf ruhig einen Tag einplanen. Viele Werkstätten der Kunsthandwerker liegen am Weg nach St. Severin, der ältesten (Wehr)Kirche Sylts. Vom Kirchturm reicht der Blick bis hinüber nach Morsum, wo Menschen durch die eigenwillige Insellandschaft zum imposanten weißen Kliff wandern, das zu jeder Tageszeit ein anderes Spiel von Licht und Farbe zeigt. Während die privaten Yachten in Munkmarsch maritimes Flair vermitteln, in Braderup Künstler fortwährend neue Kunstwerke schaffen, in Archsum Natur- und Pferdeliebhaber Urlaub auf dem Bauern- bzw. Reiterhof machen, vertritt das zentral gelegene Tinnum mit etlichen Industriebetrieben nahe der Stadt den unternehmerischen Mittelstand der Insel.</p>
<div id="attachment_3312" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Keitum-Kunst-Atelier.jpg"><img class="size-medium wp-image-3312" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Keitum-Kunst-Atelier-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Kunst-Ateliers gibt es im historischen Keitum fast an jeder Ecke</p></div>
<p><strong>Das Monaco der Friesen</strong></p>
<p>Friesen-Monaco nennen Sylts Einwohner die Inselmetropole Westerland. Ihre überwiegend einfallslose Architektur erinnert an den Wirtschaftboom der fünfziger und den Charme der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Um die Gästezahlen weiter in die Höhe zu treiben, rissen Bulldozer jahrzehntelang tiefe Wunden in die Natur und ersetzten die Heide durch Betonburgen, in denen sich Appartements und Hotelzimmer wie Schuhkartons übereinander stapeln. Abseits der Strand- und Friedrichstraße, die Einwohner und Gäste als Fußgängerzone, Einkaufs- und Vergnügungsmeile schätzen, ducken sich gelegentlich historische Gebäude und Häuser in traditionellem Ambiente vor öden Betonklötzen – etwa das Hotel Stadt Hamburg. Nur Rathaus samt Spielbank und das Seehotel Miramar mit seiner klassischen Fassade bezeugen die gute alte Zeit. Gottseidank hat man rechts und links der Himmelsleiter auf wuchtige Bettenburgen verzichtet und das Stadtbild aufgelockert durch das Sylt Aquarium, das Kurmittelhaus und die Sylter Welle, ein aufwändig restauriertes Gebäude mit gläsernem Bug, Meerwasser-Wellenbad, Geysiren, Saunawelt und Wellnessparadies, Wildwasserkanal und orangeroter Wasserrutsche. Ein ausgiebiger Spaziergang über die breite, belebte Kurpromenade, Teil des 7 km langen Sandstrandes, lässt die Bausünden aus vergangener Zeit zum Glück schnell vergessen – besonders während der beliebten Strand- und Kurkonzerte.</p>
<div id="attachment_3314" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Rettungsboot.jpg"><img class="size-medium wp-image-3314" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Rettungsboot-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Rettungsboot vor Hotelburg &quot;Mon Bijou&quot; in Westerland</p></div>
<p><strong>Kein Stätt ist so nett</strong></p>
<p>Westerland und Wenningstedt gehen fast nahtlos ineinander über. Wenningstedt’s  sagenumwobener Friesenhafen ist längst Geschichte und wurde vor vielen hundert Jahren von einer verheerenden Sturmflut heimgesucht, weiß die Gastführerin Silke von Bremen: Bis auf den ungewöhnlichen Namen haben die Bewohner kaum etwas retten können. Kein Stätt ist so nett wie Wenningstedt, soll der Schauspieler Heinz Schubert (alias Ekel Alfred) festgestellt haben, dessen Tochter heute als Bürgermeisterin die Geschicke von Wenningstedt lenkt.  Neben einer großen Auswahl an Apartments und Familienunterkünften hat der Ort viel Sehenswertes zu bieten: z. B. Norddeutschlands besterhaltenes Hünengrab aus der Steinzeit, einen idyllischen Dorfteich mit Enten und zwei kleinen Vogelinseln, ein schmuckes Commandeurhaus, alte Friesenkaten, die höchste Strandtreppe und den längsten Kliffwandersteg mit Blick auf Strand, Dünen, Leuchtturm und Meer.</p>
<p><strong>Sansibar wäre ein trifftiger Grund</strong></p>
<p>Rantum, das Friesendorf mit hübschen reetgedeckten Häusern in gepflegten Gärten, verbinden viele Besucher mit der Sylt-Quelle und dem Restaurant „Sansibar“. Über die Jahre hat sich die in den Dünen gelegene Holzhütte vom schlichten Strand-Kiosk zum Gault-Millau-prämierten Gourmet-Tempel entwickelt, in dem Touristen und viele Prominente in ungezwungener Atmosphäre zu Mittag essen oder das Dinner einnehmen und den Blick auf die Nordsee  genießen, wo gelegentlich Kreuzfahrtschiffe auf Reede liegen – und jedes Jahr im Juli die „Europa“ auf „Sansibar“ trifft (MS Europa meets Sansibar). Und niemand wundert oder stört es, wenn am Nebentisch im stets gutbesuchten Lokal das Topmodel des Jahres mit einem bewunderten Fußballidol flirtet, oder ein beliebter Schauspieler und bekannter Fernsehkoch zu Kaviar, Sushi oder hausgemachter Currywurst Roederer Cristal trinken – die Flasche zum Preis von 390 Euro. Im Keller lagern 30.000 Flaschen Wein, fast 1.100 Sorten – ein Tropfen edler als der andere. Vor oder nach dem Essen lässt sich entspannt der kilometerlange Strand oder das Rantumbecken, Sylts Vogelschutzgebiet, erkunden, in dem seltene Arten zuhause sind und ihren Nachwuchs hegen und pflegen.</p>
<p><strong>Sylts Süden blüht auf</strong></p>
<div id="attachment_3318" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Wanderdünen_011.jpg"><img class="size-medium wp-image-3318" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/07/Wanderdünen_011-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Wanderdünen gibt es in Deutschland nur auf Sylt</p></div>
<p>Mehrmals täglich legen im geschützten Hafen von Hörnum, der im 15. Jahrhundert  Seeräubern als Schlupfloch diente, die Ausflugsschiffe ab zu den Seehundsbänken und Nachbarinseln Amrum und Föhr. Mit etwas Glück begegnen Syltreisende der Kegelrobbe Willi, die sich aus Bequemlichkeit im Hafenbecken von Hörnum mit Hering und Krabben füttern lässt, die hier noch reichlich gefischt werden. Lange Zeit galt der Ort im Süden der Insel als rückständige Gemeinde und wurde entsprechend stiefmütterlich behandelt. Mit der Eröffnung der Appartementanlage Hapimag und des 5-Sterne-Hotel Budersand, das nicht nur einen Golfplatz vorzuweisen hat, sondern auch eine Bibliothek, die von Elke Heidenreich höchstpersönlich mit 1.200 Büchern eingerichtet wurde, hat die Gemeinde ihr Image als langweiliges Provinznest abgelegt. Zu den vornehmen Nachbarorten Kampen, Keitum und Wenningstedt schließt Hörnum zügig auf, was nicht bei allen Einwohnern des Ortes auf Begeisterung stößt. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung sind mit dem Zuwachs an 100.000 Übernachtungsgästen in 2009 die Einnahmen aus der Kurtaxe um 30 Prozent gestiegen. Leider auch die Preise für Häuser: Früher kosteten Haushälften 300.000 Mark, heute sind es 450.000 Euro. Sylt bleibt eben Sylt.</p>
<p><strong><a title="Nordseeinsel Sylt" href="http://www.sylt.de" target="_blank">www.sylt.de</a></strong></p>
<p>Text &amp; Fotos: Renato Diekmann<br />
</p>
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		<title>Auf Spritztour durch Sachsen</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 13:32:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Autoregion Leipzig Wer über die Autobahn A 14 nördlich von Leipzig fährt, entdeckt viele bekannte Unternehmen, die sich in den vergangenen Jahren hier angesiedelt haben, darunter die Automobilmarken BMW, Porsche und die Deutsche Post DHL. Erfreulich ist, dass es der Leipziger Messe GmbH gelungen ist, bedeutende Ausstellungen wie die Auto Mobil International (AMI) in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Autoregion Leipzig</strong></p>
<div id="attachment_2730" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/02-Messe-Glashalle_Oldtimer-Dirk-Brzoska.jpg"><img class="size-medium wp-image-2730  " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/02-Messe-Glashalle_Oldtimer-Dirk-Brzoska-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Gestern wie heute ist der Alfa Romeo umschwärmt - besonders von den Frauen. Foto Dirk Brzoska</p></div>
<p>Wer über die Autobahn A 14 nördlich von Leipzig fährt, entdeckt viele bekannte Unternehmen, die sich in den vergangenen Jahren hier angesiedelt haben, darunter die Automobilmarken BMW, Porsche und die Deutsche Post DHL. Erfreulich ist, dass es der Leipziger Messe GmbH gelungen ist, bedeutende Ausstellungen wie die Auto Mobil International (AMI) in Leipzig zu etablieren, zu der jährlich 300.000 Autoliebhaber pilgern. Dies zeigt, dass die Autoregion Leipzig nicht nur einen gewichtigen Wirtschafts- und Imagefaktor darstellt, sondern auch dem Tourismus viele Impulse verleiht – zumal man die interessante Automobilentwicklung in Leipzig und Sachsen hautnah erleben kann.</p>
<p><span id="more-2717"></span></p>
<p><strong>Autostandort Leipzig </strong></p>
<p>Leipzig ist eine traditionsreiche und aufstrebende Stadt. Hier ist die Musik (Johann Sebastien Bach) genauso zu Hause wie der Sport, die Universität und das Auto. Ab 2013 baut BMW das Automobil der Zukunft in Leipzig. Neben der 3er Limousine und mehreren Modellen der 1er Serie wird das neue Elektroauto von BMW im hochmodernen Leipziger Werk vom Band rollen. Schon heute kommt jeder siebte BMW, der weltweit ausgeliefert wird, aus Leipzig. Auch Porsche erweitert stetig sein Spektrum an im Leipziger Werk gefertigten Wagen. Neben dem Cayenne und Carrera GT wird seit April letzten Jahres der Panamera in Leipzig gebaut.</p>
<div id="attachment_2731" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/03-Da-Capo-Titanic-Dirk-Brzoska.jpg"><img class="size-medium wp-image-2731 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/03-Da-Capo-Titanic-Dirk-Brzoska-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">In der 1914 erbauten Limousine wurde die berühmte Liebesszene zwischen Kate Winslet und Leonardo Di Caprio für &quot;TITTANIC2 gedreht. Foto Dirk Brzoska</p></div>
<p>Wer denkt, dass Leipzig als Automobilstadt erst nach der Wende Fahrt aufgenommen hat, täuscht sich. Vor genau 100 Jahren eröffnete hier eine der ersten Mercedes-Benz-Filialen Deutschlands. Heute ist Mercedes mit der größten Niederlassung in Ostdeutschland wieder in Leipzig präsent. Auch weitere große Automobilmarken sind hier vertreten und vergrößern ihre Standorte. So baut z.B. Volkswagen in den nächsten Jahren zwei neue Häuser mit einem Gesamtvolumen von 13 Mio. Euro. Audi eröffnete im Januar sein zweites Autohaus im Leipziger Norden mit 60 neuen Arbeitsplätzen. Ein wichtiger Pfeiler der Automobilstadt Leipzig ist die Messe Automobil International (AMI), die im April 2010 ihr 20jähriges Jubiläum feierte. Die Zeichen – zumindest in der Leipziger Automobilbranche – stehen auf Wachstum.</p>
<p><strong>Anfahren und vorwärts streben</strong></p>
<p>Leipzig entdeckte seine Neigung zu bequemer Mobilität bereits vor über 100 Jahren. 1902 fand hier die erste wirklich große &#8220;Motorwagenausstellung&#8221; statt. Die Herstellung von Automobilen steckte damals in den Kinderschuhen. Produziert wurde mehr oder weniger noch in Manufakturen. Zur Industrie schaffte es die Branche erst mit der Einführung des Fließbands durch Henry Ford in den USA. Unter den Ausstellern, die 1902 in Leipzig um die Gunst des Publikums warben, war auch ein Einheimischer. Die Leipziger Fahrrad- und Motorwagenfabrik Carl Jubisch aus dem Stadtteil Schönefeld präsentierte einen Wagen mit Riemenantrieb. Ob er wirklich produziert wurde, lässt sich heute nicht mehr feststellen.</p>
<div id="attachment_2732" class="wp-caption alignright" style="width: 236px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/11-Saxonia-Touristik-Leipzig-GmbH.jpg"><img class="size-medium wp-image-2732 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/11-Saxonia-Touristik-Leipzig-GmbH-226x300.jpg" alt="" width="226" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Trabi-Erlebnis: Mit der &quot;Rennpappe&quot; durch Leipzig. Foto Saxonia Touristik</p></div>
<p><strong>Autoland Sachsen </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1904</strong> &#8211; August Horch gründet die A. Horch &amp; Cie. Motorwagenwerke AG in Zwickau.</p>
<p><strong>1910</strong> &#8211; Nach einem Streit mit dem Vorstand legt August Horch den Grundstein für die Audi Automobilwerke GmbH in Zwickau. Dies gilt als Geburtsstunde des „Autolandes Sachsen“.</p>
<p><strong>1921</strong> &#8211; August Horch führt die Linkslenkung und mittige Schaltung in die deutsche Automobilwelt ein.</p>
<p><strong>1931</strong> &#8211; Der DKW F1 aus Zschopau ist weltweit der erste serienmäßig hergestellte Pkw.</p>
<p><strong>1932</strong> &#8211; Die vier sächsischen Automobilbauer Horch, Audi, DKW und Wanderer schließen sich zur Auto Union zusammen.</p>
<p><strong>1955</strong> &#8211; Der P 70 wird als erster deutscher Gebrauchswagentyp mit serienmäßiger Kunststoffkarosse der Öffentlichkeit präsentiert. Er ist der Vorgänger des ab 1957 produzierten Trabants.</p>
<p><strong>1985</strong> – In Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) wird das weltweit erste Fahrzeug mit Common-Rail-Diesel entwickelt.</p>
<p><strong>1990</strong> &#8211; Die Volkswagen Sachsen GmbH wird gegründet und eine Fertigungsstätte in Zwickau errichtet.</p>
<p><strong>1991</strong> &#8211; Die Produktion des Trabants wird eingestellt. Die Messe Auto Mobil International findet erstmals in Leipzig statt.</p>
<p><strong>1992 &#8211; </strong>Die TU Dresden gründet als erste deutsche Hochschule einen Lehrstuhl für Kfz-Elektronik und -Elektrik.</p>
<p><strong>1999</strong> – Die Porsche AG entscheidet sich, ein Werk in Leipzig zu bauen. Seit 2002 wird dort produziert.</p>
<p><strong>2000</strong> – In Leipzig-Plagwitz eröffnet das „Da Capo Oldtimermuseum“.</p>
<p><strong>2001</strong> &#8211; Die Automobilfertigung der Volkswagen AG in der „Gläsernen Manufaktur“ beginnt.</p>
<p><strong>2002</strong> &#8211; Die BMW AG eröffnet ein Produktionswerk in Leipzig.</p>
<p><strong>2003</strong> – Der Standort Sachsen präsentiert sich auf der IAA Pkw erstmals unter der Dachmarke „Autoland Sachsen“.</p>
<p><strong>2007 &#8211; </strong>Porsche und BMW geben bekannt, ihre Produktionsstätten in Leipzig zu erweitern.</p>
<p><strong>8. Sachsen Classic 2010</strong></p>
<p>Die 600 km lange Rallye findet vom 19.-21.8.2010 statt und lockt jedes Jahr mehr als 100 Teams an. Die Rundfahrt beginnt in Zwickau, führt durch das Erzgebirge sowie die Sächsische Schweiz und endet in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden. Teilnehmen dürfen alle Fahrzeugtypen bis einschließlich Baujahr 1971 und sogenannte Youngtimer bis zum Baujahr 1988.</p>
<p><a title="Oldtimer-Rallye Sachsen-Classic" href="http://www.sachsen-classic.de" target="_blank">www.sachsen-classic.de</a></p>
<p><strong>Werkführung BMW</strong></p>
<div id="attachment_2734" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/05-BMW_Made-in-Leipzig-Dirk-Brzoska.jpg"><img class="size-medium wp-image-2734" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/05-BMW_Made-in-Leipzig-Dirk-Brzoska-300x221.jpg" alt="" width="300" height="221" /></a><p class="wp-caption-text">BMW: Made in Leipzig, Foto Dirk Brzoska</p></div>
<p>Den spannenden Produktionsprozess eines BMWs können Besucher während einer Werkführung erleben, die von Einzelbesuchern und Gruppen gebucht werden können. Die Schwerpunkte der Führungen reichen von der Produktion über Architektur bis hin zu speziellen Kinderführungen. Alle Führungen finden an Produktionstagen von Montag bis Samstag statt. Werkführungsbuchungen unter <a href="http://www.bmw-werk-leipzig.de/">www.bmw-werk-leipzig.de</a></p>
<p><strong>GaraGe Technologiezentrum</strong></p>
<p>Es befindet sich in Leipzig-Plagwitz und wird von der Porsche AG als einer der Gründersponsoren unterstützt. In einer modern eingerichteten Lehrwerkstatt mit einem echten 911 Turbo haben Schüler und Studenten die Möglichkeit, unter Anleitung eines Porsche-Mitarbeiters Einblicke in die aktuelle Entwicklung der Automobilindustrie zu bekommen. Die Faszination der Technik wird hautnah spürbar. Da Porsche in Leipzig auch jedes Jahr Auszubildende einstellt (Bewerbung für das Folgejahr immer bis Ende Oktober des aktuellen Jahres) kann man sich hier schon einmal ausprobieren.<strong> </strong><a title="Technologiezentrum Garage" href="http://www.g-a-r-a-ge.com" target="_blank">www.g-a-r-a-g-e.com </a>und <a title="Porsche Werk Leipzig" href="http://www.porsche-leipzig.com/" target="_blank">www.porsche-leipzig.com</a> <strong> </strong></p>
<p><strong>Horch Museum Zwickau (6)</strong></p>
<p>Dort wo sich ab 1909 die „August Horch Automobilwerke GmbH“ befanden, wird heute auf 3.000 qm Zwickaus Automobilgeschichte dokumentiert. Fast alle 80 Großexponate und zahlreiche automobile Kleinobjekte wurden in Zwickau gebaut und sind durch beste Pflege heute noch fahrtüchtig! <a title="Horch Museum Zwickau" href="http://horch-museum.de" target="_blank">www.horch-museum.de</a></p>
<div id="attachment_2736" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Oldtimer_1-Horch.jpg"><img class="size-medium wp-image-2736" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Oldtimer_1-Horch-300x202.jpg" alt="" width="300" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">Horch Limousine im Industriemuseum Chemnitz Foto: Renato Diekmann</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Volkswagen Sachsen GmbH (7)</strong></p>
<p>Hier befindet sich eines der modernsten Automobilwerke Europas – mit Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montagehallen. Täglich werden 1.200 Fahrzeuge der Modelle Passat und Golf produziert. Außerdem entstehen die Karosserien für den Phaeton und die Bentley Continental Baureihe. Ab Oktober 2010 werden wieder Werksbesichtigungen angeboten. <a title="Volkswagenproduktion Zwickau" href="http://www.volkswagen-sachsen.de" target="_blank">www.volkswagen-sachsen.de</a></p>
<p><strong>Automobilmanufaktur Dresden GmbH (19)</strong></p>
<p>Mit der Eröffnung der „Gläsernen Manufaktur“ von Volkswagen wurde 2001 die Idee einer transparenten Fahrzeugfertigung Wirklichkeit. Die Kombination aus Fertigungs- und Erlebniswelt ist weltweit einmalig. Der Besuch der Gläsernen Manufaktur ist mit einem geführten Rundgang verbunden.  <a title="Volkswagens Gläserne Manufaktur Dresden" href="http://www.glaesernemanufaktur.de/" target="_blank">www.glaesernemanufaktur.de</a></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Sächsisches Industriemuseum (13)</strong></p>
<p>Es gehört zu den 50 wichtigsten Industriemuseen Europas und stellt die Industrialisierung Sachsens seit dem späten 18. Jh. dar. Ein Höhepunkt ist die Darstellung des deutschen Präzisionsmaschinenbaus und der damit verbundene sächsische Motorrad- und Automobilbau. <a title="Sächsisches Industriemuseum Chemnitz" href="//www.saechsisches-industriemuseum.de" target="_blank">www.saechsisches-industriemuseum.de</a></p>
<p><em>Autoren: Volker Bremer (Geschäftsführer LTM), Burghard Jung (Oberbürger Leipzig) Helge-Heinz Heinker und das Redaktionsteam unter der Leitung von Andreas Schmidt (Leiter Presse &amp; Öffentlichkeitsarbeit LTM) Textbearbeitung: Renato Diekmann, Fotos: LTM/Dirk Brzoska (3), Renato Diekmann (1), Saxonia Tourismus Leipzig GmbH (1)<br />
</em><br />
</p>
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		<title>Urlaub in Schwaben</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2010/06/baden-in-schwaben/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 12:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Renato Diekmann Die Schwäbische Bäderstraße bietet neben heilsamen Kurbädern viel Geschichte und Kultur, Genuss und Lebensfreude. Mord im Moor Das schlechte Wetter war schuld! Durch den immerwährenden Regen waren die Felder versumpft und mehrere Ernten ausgefallen. Zuerst war das Futter knapp geworden, nun forderte der Hunger die ersten Opfer unter den Dorfbewohnern. Seit Monaten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<div id="attachment_2161" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><em></em><em><img class="size-medium wp-image-2161 " src="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Schwabentherme_01-300x195.jpg" alt="" width="300" height="195" /></em><p class="wp-caption-text">Schwabentherme Aulendorf</p></div>
<p><em>Von Renato Diekmann </em></p>
<p>Die Schwäbische Bäderstraße bietet neben heilsamen Kurbädern viel Geschichte und Kultur, Genuss und Lebensfreude.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mord im Moor</strong></p>
<p>Das schlechte Wetter war schuld! Durch den immerwährenden Regen waren die Felder versumpft und mehrere Ernten ausgefallen. Zuerst war das Futter knapp geworden, nun forderte der Hunger die ersten Opfer unter den Dorfbewohnern. Seit Monaten stieg der Wasserpegel des Sees und drohte die Siedlung zu vernichten. Selbst die Alten wussten keinen Rat mehr. Um die bösen Geister von den Siedlern fernzuhalten, forderte schließlich der Älteste, zwei unschuldige Kinder zu opfern. Stunden später wankte der Vater betrunken und fuchtelnd mit einem Beil in die bescheidene Hütte seiner ahnungslosen Familie. Das Geschwisterpaar wich panisch zurück und die Mutter schrie vor Entsetzen –  vergeblich. Mit einem Hieb spaltete der Mann den Schädel seines Sohnes, der zweite traf die Tochter tödlich an der Schläfe …<span id="more-2155"></span></p>
<div id="attachment_2163" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/KInderopfer1.jpg"><img class="size-medium wp-image-2163  " src="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/KInderopfer1-300x272.jpg" alt="" width="300" height="272" /></a><p class="wp-caption-text">Kinderopfer in der Steinzeit</p></div>
<p><strong>Spuren der Steinzeit</strong></p>
<p>Gebannt halten die Zuhörer den Atem an und blicken erschüttert auf Rudolf Walter. Der Archäologe und Museumspädagoge versichert der Runde im Federseemuseum mit einem beruhigenden Lächeln, dass sich dieses brutale Massaker hier im Moor bereits im Jahre 3167 vor Christus zugetragen hat und sich eine derartige Opfergabe wohl nicht wiederholen würde, auch wenn der Neandertaler noch immer in uns stecke. Dann zeigt er den Anwesenden, wie man mit einer Handvoll Heu Feuer entfacht und erklärt in anschaulichen Worten, was alte Scherben, unscheinbare Tierknochen, Blütenstaub oder Jahresringe in alten Hölzern den Archäologen über Landschaft, Klima und Umwelt in früheren Zeiten verraten. Die Gruppe beendet ihren Rundgang durch das nachgebaute Steinzeitdorf des Federseemuseums im oberschwäbischen Bad Buchau mit einem Grillimbiss am Lagerfeuer und freut sich auf Aulendorf.</p>
<div id="attachment_2164" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2164  " src="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Feuer-entfachen-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /><p class="wp-caption-text">Feuer entfachen </p></div>
<p><strong>Das Schloss der Grafen Königsegg</strong></p>
<p>Vom 14. Jahrhundert an regierte die Familie Königsegg über den Ort und das Umland. Die Treue zum herrschenden Kaiserhaus sicherte ihren sozialen Aufstieg. Sie wurden schließlich in den Reichsgrafenstand erhoben und bauten Aulendorf zu ihrem Herrschaftssitz aus. Bis heute bestimmt das ehemalige Residenzschloss die Ansicht der Stadt.  Viele nehmen Einblick in die Wohnkultur des Schlosses, in dem auch alte Spielsachen zu begutachten sind. Im Gegensatz zu anderen Schlössern, wo schon im 19. Jahrhundert eine Ausstattung mit schweren dunklen Möbeln und Accessoires Einzug gehalten hatte, blieb man in Aulendorf dem leichten Klassizismus treu. Der hohe Kaminofen im Marmorsaal zeugt von der feudalen Ausstattung jener Zeit. Im Gelben Salon mit Lüster und Bildern blieb dem Schloss nur der Rundtischm erhalten. Und im Musiksalon schmücken Originaltapeten aus der Zeit um 1800 die Wände sowie ein bunt bemaltes Spinett den Raum.</p>
<div id="attachment_2165" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Gelber-Salon.jpg"><img class="size-medium wp-image-2165 " src="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Gelber-Salon-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Gelber Salon </p></div>
<p><strong>Eintauchen und Aufleben</strong></p>
<p>Schon damals wusste die feine Gesellschaft die die belebende Wirkung von Bädern zu schätzen. In Aulendorf, dem modernen Kurbad an der Schwäbischen Bäderstraße, kann man aus der Hektik der heutigen Zeit in die Vergangenheit abtauchen und in der Schwabentherme unter einer imposanten Glaskuppel, die sich bei steigenden Temperaturen bis zur Hälfte öffnen lässt, wohltuende Wellness im antiken Römerbad erleben. Um für das bevorstehende Rittermahl am Abend gerüstet zu sein, schwimmen einige Teilnehmer vorsorglich die 25 m lange Sportbahn zehn Mal hin und her, genießen im schwefel- und fluoridhaltigen Thermalbecken Massagen an Wasserdüsen, wälzen sich auf Sprudelliegen und lassen sich von der warmen Nackendusche berauschen. Nebenan plantschen Kinder im Spielbecken oder jagen schreiend die Riesenrutsche hinab. Im Finnischen Saunabereich kommt so mancher in der Bio-, Kosmos- und Meditationssauna ins Schwitzen.</p>
<div id="attachment_2167" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Nackendusche.jpg"><img class="size-medium wp-image-2167 " src="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Nackendusche-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Nackendusche </p></div>
<p><strong>Als die Ritter baden gingen</strong></p>
<p>Von 1638 bis 1693 war in der mittelalterlichen „Wirtschaft zum Rad“ der Bader mit seiner Badstub‘ daheim. Hier konnten sich Dorfvolk, Knappen und Mägde vor Sonn- und Feiertagen den lästigen Schmutz  und Straßenstaub abwaschen und feinmachen. 1693 war dann mit dem Baden Schluss. Anton Eusebius Graf von Königsegg errichtete in Erwartung an zusätzliche Einkünfte eine Brauerei, die 1912 schließlich in ein Gasthaus umgebaut wurde. In den ritterlich eingerichteten Zimmern des Erlebnishotels Arthus fühlt man sich noch heute wie ein Burgherr. Auch kleine Knappen und Mägdelein sind mit Stockbetten, passenden Möbeln und einer eigenen Toilette kindgerecht versorgt. Am Abend zieht es die meisten Hotelbewohner hinunter in den Ritterkeller zu „Kurzweyl, Trunk und Gaumenschmaus“. In dem schummrigen Gewölbe empfangen stramme Mägde in mittelalterlichen Gewändern und der Mundschenk Ludwig die hungrigen Mäuler. „Seid gegrüßt, ihr edlen Gäste, die ihr so zahlreich herbeigeeilt seid, um teilzuhaben an unserem gar köstlichen Gelage“, ruft er frohgelaunt und fordert sie auf, sich die Wänste voll zu hauen und zu saufen, auf dass die Reden voll des Lobes sein mögen. Das lässt sich niemand zweimal sagen. Zu Gerstensaft, Zechwein, Marillenbrand, Elfenblut und Met gibt es herzhafte Semmelknödel, gebratene Hennenschlegel, Schweinerippe mit Honig, Haxe vom Schwein und Truthahnkeule mit würziger Senfsoße, Weißkraut und Kartoffeln, Rosenkohl, Buabaspitzla und als Nachspeis Nonnenfürze mit Zimt-Pflaumeneis auf Beerensauce.</p>
<div id="attachment_2168" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2168  " src="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Ritterschmaus-300x201.jpg" alt="Ritterschmaus " width="300" height="201" /><p class="wp-caption-text">Ritterschmaus </p></div>
<p><strong>Der Himmel auf Erden</strong></p>
<p>Die Schwäbische Bäderstraße ist reich an historischen Bauten, kulturellen Schätzen und mächtigen Gotteshäusern, etwa der barocken Wallfahrtskirche in der kleinen unscheinbaren Gemeinde Steinhausen, weithin bekannt als die schönste Dorfkirche der Welt. Auch die Pfarrkirche St. Magnus in Schussenried gilt als Kleinod und Meisterwerk barocker Baukunst. Orgel, Altar und das Chorgestühl mit den wunderbaren Holzschnitzereien von Georg Anton Machem bieten eine Fülle von Figuren, Reliefs und Ornamenten. Besonders eindrucksvoll ist das Kloster Schussenried. Es zählt mit seinem über 800 Jahre alten Sakralbau zu den bedeutendsten Schauplätzen in der oberschwäbischen Moor- und Moränenlandschaft. Jährlich besuchen viele Tausend Menschen die Klosteranlage des Prämonstratenserordens. Höhepunkt beim Gang durch das Kloster ist der Bibliothekssaal. Reich geschmückt mit schwingenden Rokokoformen umfasst seine Dekoration den gesamten geistigen Kosmos des 18. Jahrhunderts. Allein das barocke Deckenfresko, unterteilt in 14 Bildbereiche mit den Themen Weisheit und Wissenschaft, bietet ein grandioses Panorama der Welt- und Heilsgeschichte.</p>
<div id="attachment_2169" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2169  " src="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Bibliothekssaal_02-300x148.jpg" alt="" width="300" height="148" /><p class="wp-caption-text">Bibliothekssaal in Schussenried</p></div>
<p><strong>Mit der Kutsche durchs Ried</strong></p>
<p>Gegen das mächtige Kloster ist die Schussenrieder Kutschensammlung schon fast zu banal. Es sei denn, man organisiert sich eine Ausfahrt mit einer der Equipagen zur Schussenquelle. Genau hier hatte die letzte Eiszeit eine gewaltige Endmoräne und prähistorische Funde hinterlassen, wie ein steinernes Denkmal dokumentiert. Während der Freilegung des verschütteten Quellgebietes war man auf Geweihe und Knochenfragmente zahlreicher Rentiere, aber auch auf Knochen von Wildpferden, Eisfuchs und anderen Jagdtieren der eiszeitlichen Tundrenlandschaft gestoßen, die bei den Ausgrabungen zwischen Jagdwaffen, Feuerstein-, Geweih- und Knochengeräten am Grunde des Quelltopfes entdeckt wurden. Auch eine Achse und ein Rad haben die Archäologen zutage gefördert, was darauf schließen lässt, dass den oberschwäbischen Siedlern bereits beide Prinzipien des Wagenbaus vertraut waren.</p>
<div id="attachment_2171" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2171  " src="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Postkutsche-300x201.jpg" alt="Postkutsche " width="300" height="201" /><p class="wp-caption-text">Kutschenfahrt gefällig?</p></div>
<p><strong>Begegnung am See</strong></p>
<p>Der Morgenspaziergang zum Federsee hat mehr Interessenten angelockt als vermutet. In aller Herrgottsfrüh geht es von Bad Buchau auf einem neu erbauten Eichensteg über die Feuchtwiesen durch meterhohes Schilf bis zur freien Wasserfläche. Aufmerksame Beobachter entdecken Braunkehlchen, Große Brachvögel und Bekassinen direkt vom Steg aus. Überall zwitschert und rätscht es. Auch der Kuckuck ruft. An den Halmen turnen Bartmeisen, Teichrohrsänger und Rohrammern, auf den Feuchtwiesen dahinter grasen Rehe. Der bis zu 500 Meter breite Schilfgürtel rund um den Federsee ist ein geschützter Lebensraum für viele Schilfbewohner. Hier brüten noch Greifvögel wie der Schwarze Milan und die Rohrweihe, von der es im ganzen Land nur noch 25 Paare gibt. Blässhühner, Enten, Haubentaucher und Höckerschwäne ziehen zwischen See- und Teichrosen still ihre Bahn über das seichte Wasser. Dank seiner geringen Tiefe gelangt das Sonnenlicht bis auf den Grund, sodass sich eine üppige Wasservegetation entwickeln kann, die reichlich Nahrung bietet für Fische und seltene Vögel – ein Naturparadies.</p>
<div id="attachment_2172" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2172  " src="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Seesteg1-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /><p class="wp-caption-text">Seesteg über den Federsee</p></div>
<p><strong>Wo man singt, da lass dich ruhig nieder</strong></p>
<p>Stadtbesichtigung in Bad Saulgau, das einst im Besitz der Habsburger Krone war. Im Zuge der Neuordnung Europas durch Napoléon I. kam Saulgau schließlich an das Königreich Württemberg. Trotz Regen halten interessierte Besucher vor jedem historischen Gebäude inne und lauschen dem Barden, Michael Skippin, und seinen geschichtsträchtigen Liedern, in denen der Alltag und das Leben der Menschen aus jener Zeit kritisch widergegeben werden. Bad Saulgau, ein Ort der Ruhe und Entspannung, ist stolz auf seine hochmoderne Sonnenhof-Therme, wo man noch die Kraft des Wassers spüren kann. Sie verfügt über die wärmste und ergiebigste Quelle in ganz Baden-Württemberg. Täglich sprudeln 1,5 Millionen Liter schwefelhaltiges Heilwasser aus der 646 Meter tiefen Quelle und versorgen die unterschiedlichen Thermalwasserbecken. Besonders wohl fühlt man sich im großen Kurgarten, der sich mehreren Themen widmet – zum Beispiel der Landschaft, den Rosen und den Kräutern. Dazwischen gibt es den Garten der Muse, der Meditation, der Farben und Düfte.  Auf dem Grün vor dem Teich am Schönen Moos finden mit Vorliebe Hochzeiten statt.</p>
<div id="attachment_2173" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2173 " src="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Barde_01-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /><p class="wp-caption-text">Singende Barden </p></div>
<p><strong>Auf der Suche nach der verlorenen Zeit</strong></p>
<p>Bei Spargel, Zander und einem Grauburgunder (gezüchtet aus der Rotweintraube des Spätburgunders von der Birnauer Kirchhalde oberhalb des Sees) berichtet Überlingens Erster Stellvertretender Oberbürgermeister, Lothar Fritz, stolz von einer McKinsey-Studie aus dem Jahre 2006, aus der hervorgeht, dass die glücklichsten Deutschen im Landkreis Bodensee-Oberschwaben zu Hause sind, zu dem das Kneippheilbad Überlingen gehört, das einzige in Baden-Württemberg. Zwar wirkte der bescheidene, von Medizinern angefeindete Pfarrer Sebastian Kneipp ausschließlich im 160 Kilometer entfernten Bad Wörishofen, dennoch hatten sich seine unkonventionellen Behandlungsmethoden schnell bis nach Überlingen am Bodensee herumgesprochen. Bei der Kneippkur, die in Überlingen mit viel Engagement und Sachverstand praktiziert wird, geht es nämlich nicht allein um Wassertreten und feuchtwarme Aufgüsse, sondern um den Abbau von Stress, um Entschleunigung und Rückbesinnung auf das Leben. Denn die meisten Menschen, beklagt eine Informationsbroschüre der Stadt, leben heute viel zu schnell und zu verlustreich – in einem Rhythmus, der sie dauerhaft körperlich und psychisch überfordert, permanent stresst und manchmal sogar ernsthaft krank macht. Für die Salutogenese sind deshalb Bewegung, Wasser, eine gesunde Ernährung, die Kraft der Heilpflanzen und eine ausgeglichene Lebensordnung von allergrößter Bedeutung. Diese von Kneipp entwickelten fünf Säulen werden in Überlingen, das mit einer historischen Altstadt und beeindruckenden Kakteensammlung im romantischen Stadtgarten glänzt,  streng beachtet und eingehalten.</p>
<div id="attachment_2174" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2174   " src="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Bad-Saulgau-Aussenbecken1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Gesund durch Wasser in der Sonnenhof-Therme</p></div>
<p><strong>Mit Bedacht und ganz bewusst</strong></p>
<p>Denn Sebastian Kneipp <em>hatte</em> <em>nichts gesucht und getan, als wozu mich die eigene Not und das Mitleid mit den Leidenden getrieben hat“,</em> notierte er am 28.12.1890 in sein Tagebuch. „<em>Ich war immer zu dieser Nebenbeschäftigung in meinem Seelsorgerberufe gezwungen. Ich will auch nicht der Erfinder der Wasserkur sein; denn vor Jahrtausenden war das Wasser schon Heilmittel. Auch  will und suche ich keine Ehre; ich will bloß, dass die Sache geprüft werde, dass der Wahrheit Zeugnis gegeben werden kann.“ </em>Das ist ihm weißgott gelungen.</p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_2176" class="wp-caption alignright" style="width: 218px"><em></em><em><a href="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Sebastian_Kneipp1.jpg"><img class="size-medium wp-image-2176  " src="http://www.die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/06/Sebastian_Kneipp1-208x300.jpg" alt="" width="208" height="300" /></a></em><p class="wp-caption-text">Pfarrer Sebastian KneippDas ist ihm weißgott gelungen.</p></div>
<p><a href="http://www.schwaebische-baederstrasse.de/"><strong>www.schwaebische-baederstrasse.de</strong></a></p>
<p>Fotos: Renato Diekmann, Die Schwäbische Bäderstraße (3), Wikipedia (1)</p>
<p><strong> </strong><br />
</p>
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		<title>Liebliches Taubertal</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 10:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Seeliger Gunda]]></category>

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		<description><![CDATA[Reisemesse 2010 in Hamburg Jochen Müssig berichtet im Interview Gunda Seeliger über das &#8220;Liebliche Taubertal&#8221;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reisemesse 2010 in Hamburg</strong></p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/05/2_Reisemesse_2010_-das_liebliche_Taubertal-_Gesprach_mit_Jochen_Mussig.mp3">Jochen Müssig berichtet im Interview Gunda Seeliger über das &#8220;Liebliche Taubertal&#8221;</a><br />
<img id="Bild110" title="Reisemesse 2010 in Hamburg  002" src="http://www.die-auswaertige-presse.de/assets/images/Reisemesse_2010_in_Hamburg_002.jpg" border="0" alt="Reisemesse 2010 in Hamburg 002" width="220" height="165" /><img src="http://www.die-auswaertige-presse.de/assets/images/autogen/clearpixel.gif" border="0" alt="" width="15" height="1" /><br />
</p>
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