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Artikel der Kategorie ‘Reisen’

Filmreifer Winter in „Slow Motion“ in Sils-Maria

November 09, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Ausland, Ausland, Hotels, Pressemitteilungen, Reisen Kommentare deaktiviert für Filmreifer Winter in „Slow Motion“ in Sils-Maria

Silsersee bei Wintersonne (c) Hotel Edelweiss, Sils-Maria

Das Oberengadin ist bekannt für Berge von Schnee – und auch für die vielen Möglichkeiten, dem Winter auf leisen Sohlen entgegenzutreten. Gastgeberin Madeleine Petermann vom Hotel Edelweiss in Sils-Maria kennt die Gegend wie ihre Westentasche und hat einige Empfehlungen parat.

Auch wenn im Oberengadin die Zahl 350 auf dem „Pisten-Kilometerzähler“ steht und die höchste Bergstation auf über 3.300 Metern liegt: Skifahren ist nicht der alleinige Grund für einen Winterurlaub im Oberengadin. „Rund um Sils-Maria kann man auch abseits der Pisten viel versäumen“, versichert Madeleine Petermann vom Hotel Edelweiss. Das Loipennetz im Oberengadin ist rund 230 Kilometer lang und zum Großteil leicht bis mittelschwer. Sils-Maria liegt an der bekanntesten Loipe der Schweiz: der 42 Kilometer langen Marathonstrecke zwischen Maloja und S-chanf, auf der in diesem Winter bereits der 50. Engadin Skimarathon (11.03.18) mit mehreren tausend Teilnehmern über die Bühne geht. Der Abschnitt über den zugefrorenen Silsersee, den Silvaplaner- und den Champferersee ist wohl der schönste. (mehr …)

Holländisches Idyll zwischen Treene und Eider

November 03, 2017 Von: hoffmann Kategorie: Deutschland, Geschichte, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Reisen Kommentare deaktiviert für Holländisches Idyll zwischen Treene und Eider

Friedrichstadt: Grachten und romantische Bogenbrücken

von Lilo Hoffmann

Auf der Westseite des Marktplatzes können Besucher neun Gebäude im Stil der niederländischen Renaissance bewundern. Fotos: Hoffmann

Gut erhaltene Treppengiebelhäuser und schnurgerade Grachten – wer zum ersten Mal nach Friedrichstadt kommt, ist überrascht, wie sehr dieses idyllische Städtchen an Holland erinnert. Und das hat seinen guten Grund. Einst holte Herzog Friedrich III von Schleswig-Gottorf holländische Remonstranten ins Land, die in ihrer Heimat wegen ihres Glaubens verfolgt wurden. Er versprach ihnen Glaubens- und Steuerfreiheit und führte den Gulden als Währung ein.

Das alles geschah nicht ohne Hintergedanken. Herzog Friedrich III wusste, dass die Holländer hervorragende Schiffs- und Deichbauer waren. Für eine Siedlung, die nur zwölf Kilometer von der Nordsee entfernt entstehen sollte, erschien ihm dies sinnvoll. Darüber hinaus verfolgte der Herzog ehrgeizige Pläne. Er wollte eine Handels- und Hafenstadt von Weltgeltung schaffen. Der Landstrich zwischen Treene und Eider schien hierfür ideal zu sein. Friedrichstadt wurde 1621 gegründet, doch das hochgesteckte Ziel des Herzogs konnte nicht erreicht werden. Bis ins 18. Jahrhundert hinein sprachen die Einwohner von Friedrichstadt holländisch. Und das galt nicht nur für die Amts- und Kirchensprache, sondern auch für den alltäglichen Umgang.

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„Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen“ (Isaac Asimov)

Oktober 12, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Deutschland, Gesellschaft, Literarisches, Politik, Redaktionelle Beiträge, Soziales Kommentare deaktiviert für „Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen“ (Isaac Asimov)

Text und Fotos: Maren Schönfeld

Roswitha Quadflieg; Bilder der Ausstellung: Hanna Malzahn

Am 11. Oktober hat Roswitha Quadflieg in der Ausstellung „Ansichtssache“ (Kunstforum der GEDOK Hamburg) aus ihrem Buch „Das kurze Leben des Guiseppe M.“ gelesen und das Projekt vorgestellt. Verarbeitet Hanna Malzahn Urbanität aus ganz verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichen Entstehungsarten bildlich, so bringt Roswitha Quadflieg mit ihrem der Reportage nahen Buch eine (An-)Sicht auf die Geschehnisse in einer Großstadt – Berlin – ein, die Fragen aufwirft und betroffen macht: Welche Seiten hat die Stadt, von denen wir nichts mitbekommen? Welche Rolle spielen Parallelgesellschaften, die sich gebildet haben und derer die Politiker sich eher nicht annehmen? Wie ist es möglich, dass in unserer aufgeklärten Gesellschaft derart archaische Gewalttaten passieren, und zwar ständig? (mehr …)

Faszination Porträtfotografie

Oktober 06, 2017 Von: hoffmann Kategorie: Ausland, Ausstellungen, DAP aktuell, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Reisen Kommentare deaktiviert für Faszination Porträtfotografie

Bilder aus vier Kontinenten in der Galerie IMBA

von Lilo Hoffmann

Mit Fotografie beschäftigte sich Norbert Becke schon lange Zeit. Das brachte sein Beruf als Graphik-Designer so mit sich. Selbstverständlich war auch auf all seinen Reisen die Kamera dabei. Als er vor etlichen Jahren zum ersten Mal mit seiner Frau durch Afrika reiste, faszinierten ihn die Menschen, die dort leben. Er drückte auf den Auslöser und entdeckte  seine Liebe zur Porträtfotografie.

Stets aufs Neue zog es ihn nach Afrika. Insgesamt reiste er durch 15 afrikanische Länder und fotografierte unter anderem Menschen in Tansania, Äthiopien, Namibia und Marokko. „Ich führe zunächst ein kurzes Gespräch“, erklärt Norbert Becke, „frage um Erlaubnis. Manchmal genügt aber schon ein Lächeln oder eine Geste, um das Eis zu brechen.“

Stolz auf den Schmuck: Dassanech-Mädchen aus Äthiopien. Fotos: Hoffmann

Viele der Frauen, die der Heidelberger fotografierte, sind stolz auf den `Schmuck´, den sie tragen. Der besteht allerdings oftmals aus weggeworfenen Gegenständen, die sie auf der Straße finden, wie zum Beispiel  Flaschen, Plastikperlen oder Kronkorken. Auch das Mädchen auf unserem Foto trägt Kronkorken im Haar. Es gehört zu einem Hirtenvolk, das im Grenzgebiet von Äthiopien und Kenia lebt.

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Entschleunigung im Land der tausend Seen

August 28, 2017 Von: Buhr Kategorie: Ausland, Redaktionelle Beiträge, Reisen Kommentare deaktiviert für Entschleunigung im Land der tausend Seen

von Uta Buhr
Dieser Artikel erschien bereits in SaS (Schleswig-Holstein am Sonntag)

typisches Herrenhaus

„Finnlines“ macht’s möglich. Eine der komfortabel ausgestatteten Fähren sticht am Abend in Lübeck-Travemünde in See und lädt ihre ausgeruhten Passagiere am nächsten Morgen in Helsinki aus. Ein Rundgang durch diese nordisch-kühle Stadt,  ein Blick auf den strahlend weißen Dom, der hoch über dem Senatsplatz thront, und weiter geht’s:

Unsere Reise kreuz und quer durch das „Land der tausend Seen“ – insgesamt 188.000 an der Zahl – führt uns zunächst nach Fiskars, ein im 17.jahrhundert gegründetes, inzwischen in ein Freilichtmuseum umfunktioniertes ehemaliges Eisenhüttendorf. Hier feiert das berühmte finnische Design fröhliche Urständ, das besonders eindrucksvoll in der „Schwarzen Halle, der einstigen Kupferschmiede des Ortes zu besichtigen ist. (mehr …)

Sommer, Sonne, Kegelrobben – Urlaub auf Helgoland

August 08, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Deutschland, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Lifestyle, Redaktionelle Beiträge, Reisen, Schiffsreisen Kommentare deaktiviert für Sommer, Sonne, Kegelrobben – Urlaub auf Helgoland

Dieser Artikel erschien bereits in SaS (Schleswig-Holstein am Sonntag)

von Uta Buhr

Fischerboote

Fischerboote

Ein Gang durch die Bunkeranlagen auf Helgoland, in denen die Bevölkerung im April 1945 vor dem Bombenhagel der Engländer Schutz suchte, ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Manchen schaudert es, wenn der Mann mit der blauen Schiffermütze erklärt, wie beengt die Menschen in den feuchten Gängen hockten. Lang, lang ist’s her, und gottlob präsentiert sich Deutschlands einzige Hochseeinsel heute als Freizeitparadies ersten Ranges.

„Mein größtes Vergnügen ist immer der Verkehrsfunk am Morgen“, schmunzelt der Führer durch die „Unterwelt“. „Hier gibt es weder Stress noch Staus.“ Auf „Deät Lun“ – so der friesische Name von Deutschlands einziger Hochseeinsel – verkehren nur wenige elektrobetriebene Fahrzeuge. Und Fahrradfahren ist auch verboten, denn dieses gerade einen Quadratkilometer große Eiland lässt sich „bummelig“ in zwei Stunden zu Fuß umrunden. Aber Rollerfahren ist erlaubt, und davon machen Einheimische und Touristen reichlich Gebrauch. (mehr …)

Ein verstecktes Kronjuwel am Balaton

Juli 27, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Ausland, DAP aktuell, Geschichte, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Reisen Kommentare deaktiviert für Ein verstecktes Kronjuwel am Balaton

Balaton I

Balaton I

von Ferenc Horváth

Vor nunmehr 150 Jahren wurde der habsburgische Kaiser Franz Joseph nach dem Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn feierlich mit der ungarischen Stephanskrone zum König von Ungarn gekrönt. Daraufhin bezog er mit seiner Gemahlin Elisabeth – allgemein als Sisi bekannt –  die Burg zu Buda.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem sogenannten „Trianon-Diktat“ – offiziell Friedensvertrag von Trianon – hat Miklos Horthy, der Reichsverweser des damaligen ungarischen Königreichs – ebenfalls mehrere Jahrzehnte lang dort residiert. (mehr …)

Wellen als architektonisches Leitmotiv

Mai 29, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Hamburg im Fokus, Hotels, Lifestyle, Redaktionelle Beiträge, Restaurants Kommentare deaktiviert für Wellen als architektonisches Leitmotiv

The Westin Hotel Hamburg: Exklusiver Standort im Gebäudekomplex der Elbphilharmonie

von Angelika Fischer
Fotos: The Westin Hotel Hamburg

Erschienen in  „Das Gasthaus“, Ausgabe April 2017

The Westin Hotel Hamburg Lobby

The Westin Hotel Hamburg Lobby

Diese Lage ist kaum zu toppen: Das neu eröffnete The Westin Hotel Hamburg befindet sich mitten im  jüngsten architektonischen und  kulturellen Wahrzeichen der Hansestadt – dem Gebäudekomplex der Elbphilharmonie. Auf den denkmalgeschützten Bau des historischen Kaispeichers A aus rotem Backstein, der früher als Lagerhaus für klassische Kolonialwaren diente, wurde ein neuer, avantgardistischer Baukörper gesetzt mit geschwungener Glasfassade und mehr als eintausend Fensterelementen. Das konkav gekrümmte Dach mit schimmernden Pailletten schließt den bis zu 110 Meter hohen Baukomplex mit einer wellenförmigen Skyline architektonisch-schwungvoll ab.   (mehr …)

Das Volkstheater in Kaskantyu

Mai 24, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Ausland, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Reisen, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für Das Volkstheater in Kaskantyu

von Ferenc Horváth

Szene aus dem Volkstheater

Szene aus dem Volkstheater

Das turksprachige Volk der Kiptschak war ursprünglich in der Nähe des Flusses Irtysch ansässig, also unweit der Grenze zur Volksrepublik China. Varianten und abweichende Transkriptionen des Namens dieser Volksgruppe sind bei den Westeuropäern – und früher auch unter den Byzyntinern – als Kumanen bzw. Komanen bekannt. Der Tartarensturm hatte die Kumanen immer mehr nach Westen gedrängt, bis sie unter der Führung von Kotjan Khan (1202 – 1241) durch König Béla IV. autorisiert wurden, auf ungarischem Territorium zwischen Donau und Theiß zu siedeln. So heißt es bei Wikipedia.

Kaskantyu, ein knapp 1000-Seelen-Ort in der ungarischen Puszta, war in seinem Ursprung ein kumanisches Dorf. Hier hat Tradition noch einen hohen Stellenwert, denn seit 40 Jahren werden hier an drei Tagen die so genannten „Faschingsfestspiele“ abgehalten. Zwischen 40 und 50 Personen, allesamt Amateure, sorgen mit Hilfe fast aller im Ort ansässigen Menschen für den Ablauf dieser Festspiele. Die Truppe nennt sich „Komedias Kompania“, was soviel bedeutet wie „Komödiantische Truppe.“ Das Alter der Mitwirkenden schwankt zwischen 6 Jahren bis zum Rentenalter und sogar darüber hinaus. Auf Einladung unserer Freunde landeten wir in diesem Ort ohne vorher zu wissen, was uns erwartete. Wie groß war daher unsere Überraschung.

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Wolf-Ulrich Cropp – Abenteurer und Fabulierer par excellence

Mai 05, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Literarisches, Redaktionelle Beiträge, Reisen Kommentare deaktiviert für Wolf-Ulrich Cropp – Abenteurer und Fabulierer par excellence

Wolf-Ulrich Cropp

Wolf-Ulrich Cropp

An dieser Stelle veröffentlichen wir in lockerer Folge Porträts von Mitgliedern der DAP, die sich durch besondere Begabungen hervortun. Heute möchten wir Wolf-Ulrich Cropp vorstellen, den Tausendsassa der Auswärtigen Presse.

von Uta Buhr

Wenn Wolf Cropp eine Lesung hält, kann man die berühmte Stecknadel zu Boden fallen hören. Dieser Mann schlägt mit seinen ebenso kenntnisreichen wie abenteuerlichen Geschichten sein Publikum in den Bann. Der Autor trägt seine eigenen Werke so souverän und anschaulich vor, dass der Zuhörer alsbald in die Handlung eintaucht. Nicht viele Schriftsteller können das. Als besonders gelungen kann man die jüngste Lesung im „Steigenberger“ Hotel aus seinem unlängst erschienenen Buch bezeichnen, das den ungewöhnlich langen Titel trägt „Wie ich die Prinzessin von Sansibar suchte und dabei mal kurz am Kilimandscharo vorbeikam“.  Diesem bei DuMont erschienenen, 347 Seiten starken Werk liegt eine Reise durch Teile des ostafrikanischen Tansania zugrunde, in dem  Cropp seine verwegene Reise mit der Geschichte einer orientalischen Prinzessin verquickt und Einblicke in das Leben dieser faszinierenden Frau gewährt, die (mehr …)