Die Auswärtige Presse e.V.

Internationale Journalistenvereinigung Hamburg
Subscribe

Artikel der Kategorie ‘Redaktionelle Beiträge’

Das Zeug zum Spielen

November 28, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Gesellschaft, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Das Zeug zum Spielen

von Maren Schönfeld
Fotos: Jennifer Hymer und Julia Mihály

Ninon Gloger

Madama Butterfly ist der Titel für das zweite Konzert des Non-Piano/Toy Piano Festivals am 11.11.2017 in Hamburg im resonanzraum St. Pauli. Eingestellt auf einen ungewöhnlichen Abend mit ungewohnten Klängen auf Spielzeugklavieren, sprengt das Erlebte allerdings jede Vorstellungskraft. Solisten, die zwei oder gar drei Instrumente während eines Stücks spielen; das Zusammenwirken eines Flügels mit dem Toy Piano; acht Melodicas im Zusammenspiel mit Tuba und Hihat – es ist kaum in Worte zu kleiden, was die furiosen Musikerinnen und Musiker aus aller Welt auf der Bühne präsentieren.

Haben Sie jemals ein Duett aus Spielzeugklavier und Tablet gehört? Julia Mihály (Deutschland) hat in ihrer Komposition „Baby Spin to Superman Reserve Variations (UA)“ beides zusammengebracht. Sie selbst übernimmt in der Aufführung das Tablet, während Bernhard Fograscher, der sich ansonsten auch mit dem zweimanualigen Vierteltonklavier beschäftigt, das Pink Butterfly Piano bespielt – mit einer langen Unterhose bekleidet, nachdem er sich zuvor Schuhe und Straßenhose ausgezogen hat, denn er muss sich schon sehr klein zusammenkrümmen, um am Mini-Piano Platz nehmen zu können. (mehr …)

“Boeing Boeing” – the new Play at the English Theatre of Hamburg

November 25, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Englisch, Gesellschaft, In anderen Sprachen, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für “Boeing Boeing” – the new Play at the English Theatre of Hamburg

by Uta Buhr
Photos: Stefan Kock

Hi, come and fly with us around the world

Congratulations – what a hilarious play! “Boeing Boeing”, masterly directed by Clifford Dean, marks another “Best of” in the long line of great performances on the stage of the English Theatre of Hamburg. How come that a plot going back to the sixties of the last century is still so popular and elicits almost thunderous applause from the audience. The answer is as simple as that: humour does not know deadlines – witty plays never get stale, no matter at what time they were written. “Boeing Boeing” perfecty reflects the European lifestyle of the “swinging sixties.” Those in the audience who still remember the feeling of liberty and the winds of change after the grey and bitter post-war years will enjoy the charm and lightness of this outstanding comedy written in French by the Swiss-born author Marc Camoletti and translated into English by Beverly Cross and Francis Evans.

(mehr …)

„Boeing Boeing“ – das neue Stück am English Theatre of Hamburg

November 25, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Englisch, Gesellschaft, In anderen Sprachen, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für „Boeing Boeing“ – das neue Stück am English Theatre of Hamburg

von Uta Buhr
Fotos: Stefan Kock

Wie wäre es mit einem Flug rund um die Welt?

Kompliment! Mit dieser temporeichen Komödie von Marc Camoletti hat das English Theatre sich selbst übertroffen. Und das soll angesichts des vielfältigen Spielplans dieser kleinen Bühne schon etwas heißen. Warum ist dieses leichtfüßige Stück aus den etwas spießigen sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute ein Hit – immerhin wurde es weltweit unzählige Male aufgeführt und schaffte es sogar ins Guiness Book of Records? Allein in Paris , wo die Komödie ihre Erstaufführung erlebte, lief sie neunzehn Jahre lang. Der Erfolg von „Boeing Boeing“ beruht sicherlich auch darauf, dass dieses Stück die Epoche einer „heilen Welt“ widerspiegelt, die das Publikum nach den gerade überwundenen bitteren Nachkriegsjahren an einem neckischen, höchst amüsanten Bäumchen-wechsel-dich Spiel teilnehmen lässt, das seinesgleichen an Komik sucht.

(mehr …)

Filmreifer Winter in „Slow Motion“ in Sils-Maria

November 09, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Ausland, Ausland, Hotels, Pressemitteilungen, Reisen Kommentare deaktiviert für Filmreifer Winter in „Slow Motion“ in Sils-Maria

Silsersee bei Wintersonne (c) Hotel Edelweiss, Sils-Maria

Das Oberengadin ist bekannt für Berge von Schnee – und auch für die vielen Möglichkeiten, dem Winter auf leisen Sohlen entgegenzutreten. Gastgeberin Madeleine Petermann vom Hotel Edelweiss in Sils-Maria kennt die Gegend wie ihre Westentasche und hat einige Empfehlungen parat.

Auch wenn im Oberengadin die Zahl 350 auf dem „Pisten-Kilometerzähler“ steht und die höchste Bergstation auf über 3.300 Metern liegt: Skifahren ist nicht der alleinige Grund für einen Winterurlaub im Oberengadin. „Rund um Sils-Maria kann man auch abseits der Pisten viel versäumen“, versichert Madeleine Petermann vom Hotel Edelweiss. Das Loipennetz im Oberengadin ist rund 230 Kilometer lang und zum Großteil leicht bis mittelschwer. Sils-Maria liegt an der bekanntesten Loipe der Schweiz: der 42 Kilometer langen Marathonstrecke zwischen Maloja und S-chanf, auf der in diesem Winter bereits der 50. Engadin Skimarathon (11.03.18) mit mehreren tausend Teilnehmern über die Bühne geht. Der Abschnitt über den zugefrorenen Silsersee, den Silvaplaner- und den Champferersee ist wohl der schönste. (mehr …)

Holländisches Idyll zwischen Treene und Eider

November 03, 2017 Von: hoffmann Kategorie: Deutschland, Geschichte, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Reisen Kommentare deaktiviert für Holländisches Idyll zwischen Treene und Eider

Friedrichstadt: Grachten und romantische Bogenbrücken

von Lilo Hoffmann

Auf der Westseite des Marktplatzes können Besucher neun Gebäude im Stil der niederländischen Renaissance bewundern. Fotos: Hoffmann

Gut erhaltene Treppengiebelhäuser und schnurgerade Grachten – wer zum ersten Mal nach Friedrichstadt kommt, ist überrascht, wie sehr dieses idyllische Städtchen an Holland erinnert. Und das hat seinen guten Grund. Einst holte Herzog Friedrich III von Schleswig-Gottorf holländische Remonstranten ins Land, die in ihrer Heimat wegen ihres Glaubens verfolgt wurden. Er versprach ihnen Glaubens- und Steuerfreiheit und führte den Gulden als Währung ein.

Das alles geschah nicht ohne Hintergedanken. Herzog Friedrich III wusste, dass die Holländer hervorragende Schiffs- und Deichbauer waren. Für eine Siedlung, die nur zwölf Kilometer von der Nordsee entfernt entstehen sollte, erschien ihm dies sinnvoll. Darüber hinaus verfolgte der Herzog ehrgeizige Pläne. Er wollte eine Handels- und Hafenstadt von Weltgeltung schaffen. Der Landstrich zwischen Treene und Eider schien hierfür ideal zu sein. Friedrichstadt wurde 1621 gegründet, doch das hochgesteckte Ziel des Herzogs konnte nicht erreicht werden. Bis ins 18. Jahrhundert hinein sprachen die Einwohner von Friedrichstadt holländisch. Und das galt nicht nur für die Amts- und Kirchensprache, sondern auch für den alltäglichen Umgang.

(mehr …)

Große Musik auf kleinem Klavier: Non-Piano/Toy Piano Weekend 2017

November 01, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Pressemitteilungen, Redaktionelle Beiträge, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert für Große Musik auf kleinem Klavier: Non-Piano/Toy Piano Weekend 2017

von Maren Schönfeld

Foto: M A M Fabig

Ein Klavier, das man sich unter den Arm klemmen kann? Wo gibt’s denn so was?! Das in Deutschland einzigartige Event hat Jennifer Hymer in Hamburg etabliert: Konzerte auf dem Kinderklavier (Toy Piano), gepaart mit anderen ungewöhnlichen Instrumenten.
Das Kinderklavier ist kein Spielzeug, sondern ein vollwertiges Instrument. Von Mozart bis Jazz kann alles gespielt werden. Dabei verleihen der hohe Klang und die Miniaturgröße diesen Konzerten einen besonderen Charme und eine humorvolle Note.
In den 1940er Jahren eroberte das Kinderklavier vom Kinderzimmer aus die Bühne, nachdem der amerikanische Komponist John Cage eine Suite für das Toy Piano komponiert hatte.

Zum vierten Mal erlebt Hamburg das Non-Piano/Toy Piano Weekend an zwei Konzertabenden: die Programme Chinoiserie! im Meßmers Momentum und Madama Butterfly im resonanzraum (St. Pauli). (mehr …)

Familie und Kindheit in Zeiten von Wandel und Strukturverlust

Oktober 26, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Gesellschaft, Pressemitteilungen, Redaktionelle Beiträge, Soziales Kommentare deaktiviert für Familie und Kindheit in Zeiten von Wandel und Strukturverlust

von Götz Egloff

Buchcover

„Child-Rearing: Practices, Attitudes and Cultural Differences“, Götz Egloff (ed.). Nova Science, New York, 2017. Pressemitteilung zur Neuerscheinung

Familien- und Erziehungsforschung sind in den letzten Jahrzehnten zu  breit angelegten Disziplinen geworden, in denen psychologische, soziologische und anthropologische Forschungsstränge zusammenlaufen. Ebenso sind Theorie und Praxis eng miteinander verbunden, was für die Wissenschaften nicht selbstverständlich ist. Das 20. Jahrhundert, das Ellen Key als das „Jahrhundert des Kindes” bezeichnete, brachte nicht nur einige Neuerungen, sondern wichtige Arbeiten zu diesem Gebiet hervor, darunter  W. Goodsells  „A History of the Family as a Social and Educational Institution“ (New York, 1915) und H. Schelskys „Wandlungen der deutschen Familie in der Gegenwart“ (Stuttgart, 1967).

(mehr …)

„Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen“ (Isaac Asimov)

Oktober 12, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Deutschland, Gesellschaft, Literarisches, Politik, Redaktionelle Beiträge, Soziales Kommentare deaktiviert für „Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen“ (Isaac Asimov)

Text und Fotos: Maren Schönfeld

Roswitha Quadflieg; Bilder der Ausstellung: Hanna Malzahn

Am 11. Oktober hat Roswitha Quadflieg in der Ausstellung „Ansichtssache“ (Kunstforum der GEDOK Hamburg) aus ihrem Buch „Das kurze Leben des Guiseppe M.“ gelesen und das Projekt vorgestellt. Verarbeitet Hanna Malzahn Urbanität aus ganz verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichen Entstehungsarten bildlich, so bringt Roswitha Quadflieg mit ihrem der Reportage nahen Buch eine (An-)Sicht auf die Geschehnisse in einer Großstadt – Berlin – ein, die Fragen aufwirft und betroffen macht: Welche Seiten hat die Stadt, von denen wir nichts mitbekommen? Welche Rolle spielen Parallelgesellschaften, die sich gebildet haben und derer die Politiker sich eher nicht annehmen? Wie ist es möglich, dass in unserer aufgeklärten Gesellschaft derart archaische Gewalttaten passieren, und zwar ständig? (mehr …)

Klondike in Friesland – „Alarm in Hooksiel“, ein Kriminalroman von Michael Buschow

Oktober 11, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Buchrezension, DAP aktuell, Literarisches Kommentare deaktiviert für Klondike in Friesland – „Alarm in Hooksiel“, ein Kriminalroman von Michael Buschow

von Uta Buhr
Autorenfoto: Jürgen Heck

Michael Buschow

„Nach Golde drängt, am Gold hängt doch alles. Ach wir Armen!“ Dies lässt Goethe in seinem „Faust“ Margarethe seufzen, als sie das von Mephisto in ihr Zimmer geschmuggelte Geschmeide entdeckt.

Kennen Sie Hooksiel? Falls nicht, sollten Sie umgehend eine Spritztour dorthin unternehmen, um in diesem 2.127 Seelen-Ort in der Gemeinde Wangerland (Landkreis Friesland) Ihr Glück zu machen. Denn es könnte sein, dass Ihnen eine gute Fee oder einfach nur ein guter Mensch klammheimlich Goldmünzen aus der Kaiserzeit zusteckt. Ist Ihr Interesse geweckt? Na, dann lesen sie mal, wie es zu diesem Goldregen an der stürmischen Nordseeküste kam. (mehr …)

Faszination Porträtfotografie

Oktober 06, 2017 Von: hoffmann Kategorie: Ausland, Ausstellungen, DAP aktuell, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Reisen Kommentare deaktiviert für Faszination Porträtfotografie

Bilder aus vier Kontinenten in der Galerie IMBA

von Lilo Hoffmann

Mit Fotografie beschäftigte sich Norbert Becke schon lange Zeit. Das brachte sein Beruf als Graphik-Designer so mit sich. Selbstverständlich war auch auf all seinen Reisen die Kamera dabei. Als er vor etlichen Jahren zum ersten Mal mit seiner Frau durch Afrika reiste, faszinierten ihn die Menschen, die dort leben. Er drückte auf den Auslöser und entdeckte  seine Liebe zur Porträtfotografie.

Stets aufs Neue zog es ihn nach Afrika. Insgesamt reiste er durch 15 afrikanische Länder und fotografierte unter anderem Menschen in Tansania, Äthiopien, Namibia und Marokko. „Ich führe zunächst ein kurzes Gespräch“, erklärt Norbert Becke, „frage um Erlaubnis. Manchmal genügt aber schon ein Lächeln oder eine Geste, um das Eis zu brechen.“

Stolz auf den Schmuck: Dassanech-Mädchen aus Äthiopien. Fotos: Hoffmann

Viele der Frauen, die der Heidelberger fotografierte, sind stolz auf den `Schmuck´, den sie tragen. Der besteht allerdings oftmals aus weggeworfenen Gegenständen, die sie auf der Straße finden, wie zum Beispiel  Flaschen, Plastikperlen oder Kronkorken. Auch das Mädchen auf unserem Foto trägt Kronkorken im Haar. Es gehört zu einem Hirtenvolk, das im Grenzgebiet von Äthiopien und Kenia lebt.

(mehr …)