Die Auswärtige Presse e.V.

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Artikel der Kategorie ‘Medizin, Gesundheit’

Die Stimmung am Morgen

Juni 08, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Lifestyle, Medizin, Gesundheit Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt am 8. Juni 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Es ist Morgenstimmung im Lande. Die Menschen sind aufgestanden, haben ihre Morgenwäsche absolviert, den Tee oder Kaffee getrunken, gefrühstückt auf die Schnelle oder auf die langsame, gemütliche Weise – alles das. Dann geht es in den Tag, für jeden auf seine Weise.

Für den Busfahrer heute am Morgen ist eigentlich nicht mehr Morgen. Er ist schon seit einigen Stunden unterwegs. Der Tag begann in schwarzer Nacht und endet vor dem verdienten Schlaf am Mittag. Die Krankenschwester geht vom Nachtdienst nach Hause und lebt ebenfalls in einem Rhythmus, der nicht vom Auf- und Untergang der Sonne bestimmt ist. (weiterlesen …)

Energiesparen total – bis zum Allerallerletzten…

Mai 03, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Gesellschaft, Glosse, Humor, Lifestyle, Medizin, Gesundheit, Politik, Wirtschaft Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt am 3. Mai 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Die Leistung lässt uns nicht los. Wehe, wir leisten nicht, dann ist was los. Ich habe nichts gegen Leistung, im Gegenteil. Ich erbringe sie gerne und wenn es geht auf hohem Niveau, aber muss es denn immer und in jedem Augenblick meines Lebens sein?

Ich lerne. Ich lerne in jedem Augenblick. Ja, es muss in jedem Augenblick meines Lebens sein! Zum Beispiel auch dort, wo ich es gar nicht vermute: in meinem Haushalt. Was kann ich da nicht alles leisten! (weiterlesen …)

Ein beklemmender Ausflug in die Welt der Pharmamärkte

April 22, 2011 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Medizin, Gesundheit 1 Kommentar →


Von Dr. Wolf Tekook

Die Autoren beginnen mit einer Schreckensmeldung: “Harte Zeiten für die Pharmakonzerne”. Der Grund: Jahrzehntelange erprobte Werbestrategien für rezeptpflichtige Medikamente – eine Einladung an Ärzte zu einem Luxuswochenende in der Schweiz oder das Beschenken besuchter niedergelassener Mediziner mit DVD- Player oder iPod – bringen nicht mehr die gewohnten Umsatzsteigerungen. Skandale und Gerichtsverhandlungen mit Verurteilungen von Ärzten wegen Vorteilsnahme haben das Werbeklima deutlich abkühlen lassen.Doch die Marketingrecherchen der Pharmahersteller fanden bald eine deutlich bessere Möglichkeit; unter bewusster Umgehung des EU- weitem Werbeverbots für rezeptpflichtige Arzneien werden die realen und vermutlichen Kranken direkt angesprochen. Das Buch Patient im Visier der sehr exakt recherchierenden Journalisten Caroline Walter und Alexander Kobylinski beschreibt detailliert, mit welchen Methoden die Pharmaindustrie unter geschicktem Einsatz der Neuen Medien Kranke manipuliert und Umsätze steigert. (weiterlesen …)

Lachgas verhindert Schmerzen

April 14, 2011 Von: Diekmann Kategorie: Medizin, Gesundheit, Redaktionelle Beiträge Noch keine Kommentare →

Von Renato Diekmann

Ein inhalatives Analgetikum erspart erkrankten Kindern Schmerzen und macht eine Narkose überflüssig.

 

Lachgas ermöglicht kleine schmerzfreie medizinische Eingriffe bei Kindern

Schmerzfreie Eingriffe bei Kindern

Obwohl bekannt ist, dass Kinder mindestens genauso stark – wenn nicht sogar stärker – Schmerz empfinden als Erwachsene, bestehen immer noch Defizite in der Schmerztherapie bei Kindern. Selbst in Deutschland wird die Schmerzprävention nicht konsequent und adäquat betrieben, um die Prävalenz oder die Intensität von Schmerzen bei Kindern zu senken. Eine unzureichende Schmerztherapie besonders bei Kindern hinterlässt in der Regel negative Erfahrungen und kann sich langfristig auf die spätere Schmerztoleranz und Schmerzempfindung auswirken.

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Wann ein Arzt wirklich gut ist!

April 11, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Gesellschaft, Glosse, Humor, Medizin, Gesundheit 2 Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt am 11. April 2011

von Johanna R. Wöhlke

Wann ist ein Arzt ein guter Arzt? Sich diese Frage zu stellen, bedeutet, sich auf glattes Eis zu begeben. Zu oft schon habe ich es erlebt, dass Patienten von ein und demselben Arzt ganz unterschiedliche Meinungen vertreten haben: einmal war er klasse, einmal war er einfach nur miserabel. Warum ist das so?

Die naheliegende Antwort ist wohl: Menschen sind Individuen und nehmen individuell wahr. Jeder von uns schaut alles – also auch einen Arzt – durch seine „Brille“ an. Wie aber ist es dann möglich, eine halbwegs objektive Einschätzung einer Person und ihrer Arbeit zu bekommen? Fragen über Fragen tun sich auf. (weiterlesen …)

Schmerz kennt keinen Normwert

März 29, 2011 Von: Diekmann Kategorie: Medizin, Gesundheit, Redaktionelle Beiträge 1 Kommentar →

DIE ZAHL DER LEITLINIEN IN DER SCHMERZTHERAPIE STEIGT – UND MIT IHR DIE DESORIENTIERUNG VON ÄRZTEN UND PATIENTEN.

Unzufriedene Schmerzpatienten

Schmerz trifft Patienten oft hart und unerwartet. Die Leitlinien Schmerztherapie sind dagegen leider oft kontraproduktiv. Foto: Gerd Altmann, pixelio.de

In Deutschland leiden bis zu 20 Millionen Menschen an chronischen oder immer wiederkehrenden Schmerzen. Die bestmögliche Versorgung soll für diese Patienten aber nicht nur unnötige Schmerzen verhindern, sondern auch Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit erhalten und wiederherstellen. Dies setzt multimodales, interdisziplinäres und ursachenorientiertes Vorgehen unter Nutzung neuer Daten der Grundlagenforschung voraus. Allerdings sind Patientinnen und Patienten, die an chronischen Schmerzen leiden, mit dem Ergebnis ihrer Therapie häufig sehr unzufrieden.

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Organspende – umfassende Information

März 17, 2011 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Medizin, Gesundheit Noch keine Kommentare →

Von Dr. Wolf Tekook

Als im Grote- Schuur- Krankenhaus in Kapstadt das erste Herz transplantiert wurde, gab es lange Zeit kein wichtigeres Thema für die Medien. Heute werden jedes Jahr tausende von Organen verpflanzt. Die Organtransplantation ist zum etablierten Bereich der medizinischen Therapie geworden. Und doch sterben in jedem Jahr Kranke, weil das lebensrettende Organ eines Spenders nicht zur Verfügung stand. Die Zahl der Menschen, die im Todesfall ihre Organe für das Leben Anderer zur Verfügung stellen, schrumpft sogar. Liegt es an der fehlenden Information?

Der Arzt und Medizinautor Eberhard J. Wormer hat mit seinem Buch Organspende auf 146 Seiten umfassend zu dem komplexen und oft tabuisierten Thema Stellung bezogen. Beginnend mit einem geschichtlichen Überblick erläutert er mit reichlich Bildmaterial  und profunder Sachkenntnis viele Aspekte rund um den Themenkreis Transplantation. Aktuelle Daten und Beschreibungen aus der Immunologie fehlen ebenso wenig wie die Definition(en) des Hirntodes, der organisatorische Ablauf einer Transplantation oder die juristischen Regelungen. Zu den wichtigsten transplantierbaren Organen: (weiterlesen …)

Langzyklus

Februar 13, 2011 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Medizin, Gesundheit Noch keine Kommentare →

Rezension zum Buch „Langzyklus“ von Inka Wiegratz und Herbert Kuhl, Thieme Verlag, Stuttgart, 2010

von Götz Egloff

„Weniger Menstruationen – weniger Menstruationsbeschwerden – weniger zyklusabhängige Erkrankungen“ trägt das kurze, aber dichte Lehrbuch der beiden Frankfurter Gynäkologen und Universitätsforscher im Untertitel. Dieser Leitgedanke ist Programm des Werks, das sich einerseits an Gynäkologen, Psychiater und Internisten richtet, sowie an akademisch vorgebildete Frauen, die eine Optimierung des Zyklus und eine Reduzierung damit einhergehender Beschwerden oder assoziierter Erkrankungen wünschen. Und das sind nicht wenige.

Zum 50. Geburtstag der Pille, die – es kann nicht oft genug betont werden – eine revolutionäre Entdeckung und Erfindung darstellt, erscheint es sehr angebracht, dem oralen Kontrazeptivum nicht nur die gebührende Aufmerksamkeit zu zollen, sondern auch neue Wege der Darreichungsform gründlich vorzustellen, die sich bei immer mehr Frauen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Doch allein das ist nicht Selbstzweck des Buches. Es geht um mehr: Menstruationsbeschwerden, in der Praxis häufiger als allgemein angenommen anzutreffen, stellen für viele Frauen nicht nur ein lästiges Übel, sondern in Zeiten wachsenden Gesundheitsbewusstseins folgerichtig eine möglicherweise zu vermeidende Belastung dar, der mittels „off-label-use“ bereits seit längerem entgegengetreten wird. So wird zu Anlässen wie Reisen, Festtagen oder besonderen beruflichen Verpflichtungen die Pille oft „durchgenommen“, die Hormonentzugsblutung somit aus nachvollziehbaren Gründen verschoben. (weiterlesen …)

Endoskopische Therapie

Februar 07, 2011 Von: Diekmann Kategorie: Medizin, Gesundheit Noch keine Kommentare →

Von Renato Diekmann

Das diesjährige Internationale Endoskopie Symposium Düsseldorf forderte eine funktionierende Schnittstelle zwischen Gastroenterologie und Chirurgie für die medizinische Diagnose und Behandlung des Patienten.

Therapeutisches Splitting

Rund 1.500 Teilnehmer aus über 40 Ländern reisten zum 13. Internationalen Endoskopie Symposium nach Düsseldorf, um sich auf den neuesten Stand im Bereich der Endoskopie zu bringen. Dort stellten mehr als 30 international renommierte Experten die neuesten Fortschritte in der Endoskopie vor und verglichen sie mit traditionellen Methoden. Mittels modernster Technik in HDTV-Qualität wurden alle Eingriffe live vom Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf (EVK) in das Auditorium des Maritim Hotels übertragen.

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Wer die Nase voll hat…

Januar 30, 2011 Von: Diekmann Kategorie: Medizin, Gesundheit Noch keine Kommentare →

Von Renato Diekmann

Er schleicht sich herein wie ein ungebetener Gast, kommt immer zur falschen Zeit – der Schnupfen.

Selbstmedikation ja, aber bitte vom Fachmann

Schnupfen ist unangenehm und nervig

Wegen eines akuten Schnupfens gehe ich in der Regel nicht gleich zum Arzt, sondern behelfe mich selbst. Neben einem probaten Hausmittel – Spülungen mit physiologischer Kochsalzlösung (z. B. Emsa) – gibt es einige Wirkstoffe gegen Schnupfen, die sich mit guten Ergebnissen bewährt haben – z. B. die Wirkstoffe Oxymetazolin (Nasivin), Tramazolin (Rhinospray) sowie Xylometazolin (Nasic und Olynth). Aber Vorsicht! Bei der Selbstmedikation hole ich vorher wenigstens den Rat eines erfahrenen Apothekers ein.

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