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	<title>Die Auswärtige Presse e.V. &#187; Medizin, Gesundheit</title>
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	<description>Internationale Journalistenvereinigung Hamburg</description>
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		<title>Elisabeth Schwarzhaupt: Sie wollte &#8220;Ministerin&#8221; sein</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 19:43:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ruoff Dr. Manuel]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Manuel Ruoff Konrad Adenauers und Ludwig Erhards Frau für die Gesundheit Sicher war es ein Erfolg, was die Frauen angeht, dass wir zunächst durch meine Ministerschaft gewissermaßen den Fuß in eine bisher verschlossene Tür gesetzt haben … das Ergebnis war …, dass bisher kein Kabinett mehr ohne Frau gebildet worden ist.“ Elisabeth Schwarzhaupt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Manuel Ruoff</em></p>
<p><strong>Konrad Adenauers und Ludwig Erhards Frau für die Gesundheit</strong></p>
<div id="attachment_11589" class="wp-caption alignleft" style="width: 203px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/images.jpg"><img class="size-full wp-image-11589" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/images.jpg" alt=" " width="193" height="261" /></a><p class="wp-caption-text">Elisabeth Schwarzhaupt</p></div>
<p>Sicher war es ein Erfolg, was die Frauen angeht, dass wir zunächst durch meine Ministerschaft gewissermaßen den Fuß in eine bisher verschlossene Tür gesetzt haben … das Ergebnis war …, dass bisher kein Kabinett mehr ohne Frau gebildet worden ist.“ Elisabeth Schwarzhaupt, von der diese Worte stammen, war nicht nur der erste Bundesgesundheitsminister, sondern auch die erste Bundesministerin der Bundesrepublik Deutschland. Überhaupt war diese emanzipierte Frau ihrer Zeit voraus. Während Birgit Breuel noch Jahrzehnte später als „Frau Minister“ angeredet werden wollte, bat sie schon damals um die Anrede „Frau Ministerin“.<span id="more-11585"></span></p>
<p>In einer Zeit, als andere Eltern bei ihren Töchtern noch bei der Ausbildung sparten, da sie ja doch bald heiraten würden, konnte die noch zu Kaisers Zeiten am 7. Januar 1901 in Frankfurt am Main geborene Tochter eines Oberschulrats Abitur machen und Jura studieren. Gerne wäre die junge Juristin nun Vormundschafts- oder Jugendrichterin geworden, doch fehlte ihr damals noch der Mut sich zu bewerben. So griff die Frauenrechtlerin gerne zu, als sich ihr die Chance bot, an der „Rechtsschutzstelle für Frauen“ ihrer Geburtsstadt anzufangen. Nach der „Macht­ergreifung“ der Nationalsozialisten schied die Verlobte eines jüdischen Arztes, die sich in einem Artikel kritisch mit der NS-Frauenpolitik auseinandergesetzt hatte, aus dem Staatsdienst aus und kam in der Kirchenkanzlei der Deutschen Evangelischen Kirche unter.</p>
<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg lernte sie in der Verfassungskommission der Evangelischen Kirche in Deutschland den Christdemokraten Hermann Ehlers kennen. Der Bundestagspräsident von 1950 bis 1954 gewann sie für die Bundespolitik. 1953 zog sie für die CDU in den Bundestag ein. Dort profilierte sie sich unter anderem durch ihr Eintreten für die Zugewinngemeinschaft, die Ehefrauen bei der Scheidung besser stellt.</p>
<p>1961 setzten die Frauen der Unionsfraktion mit einer Sitzblockade die Aufnahme einer Frau in die Bundesregierung durch. Die Wahl fiel auf Schwarzhaupt. Allerdings musste kein Mann weichen. Da sie und die anderen Unions-Frauen sich mit einem „Sonderministerium für Frauenfragen“ nicht abspeisen lassen wollten, wurde für die Dame in der erlauchten Herrenrunde mit dem Gesundheitsministerium ein neues Ressort geschaffen. In ihre Amtszeit fallen das Krisenmanagement während des Contergan-Skandals, die Einführung der Bundesgebührenordnung für Ärzte und Zahnärzte, der Beginn der Schluckimpfung gegen Kinderlähmung und die Gründung des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Schwarzhaupt überlebte als Ministerin den Kanzlerwechsel von Adenauer zu Erhard, aber nicht mehr den Wechsel zur Großen Koalition. 1969 schied sie auch aus dem Bundestag aus. Die erste Trägerin des Großkreuzes des Bundesverdienstordens starb am 30. Oktober 1986 in ihrer Geburtsstadt.<br />
</p>
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		<title>Allergieprävention</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Sep 2011 11:15:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Egloff Götz]]></category>

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		<description><![CDATA[Kongressbericht zum Kongress 2011 der Pädiatrischen Klinik der Charité, Berlin, und der SymbioPharm, Herborn: „Atopisches Ekzem, Darmflora und Immunsystem. Allergieprävention bei Säuglingen und Kleinkindern.“ Darmstadt, 17.09.2011  von Götz Egloff Das Kongresszentrum Darmstadt bot am 17.09.2011 einer illustren Runde namhafter Allergieforscher und –forscherinnen optimale Bedingungen, die neuesten Befunde zu Atopischem Ekzem (´Neurodermitis´), Darmflora und damit verbundenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kongressbericht zum Kongress 2011 der Pädiatrischen Klinik der Charité, Berlin, und der SymbioPharm, Herborn: „Atopisches Ekzem, Darmflora und Immunsystem. Allergieprävention bei Säuglingen und Kleinkindern.“ Darmstadt, 17.09.2011</strong></p>
<p><em> von Götz Egloff</em></p>
<p>Das Kongresszentrum Darmstadt bot am 17.09.2011 einer illustren Runde namhafter Allergieforscher und –forscherinnen optimale Bedingungen, die neuesten Befunde zu Atopischem Ekzem (´Neurodermitis´), Darmflora und damit verbundenen immunologischen Fragestellungen vorzustellen. Unter der Moderation von Dr. Stephanie Grabhorn, Frankfurt, gelang es, die besondere Bedeutung sowohl präventiver als auch kurativer Maßnahmen im Rahmen probiotischer Interventionen herauszustellen.</p>
<p>Chronisch-entzündliche Erkrankungen entstehen aus einer Gen-Umwelt-Interaktion. Diese bestimmt den Phänotyp, also das Erscheinungsbild der Erkrankung im Rahmen ihrer phänotypischen Plastizität und Variabilität. Besondere Aufmerksamkeit ist somit der Epigenetik zu widmen, die multifaktorielle Erkrankungen in ihrem  Zusammenspiel von genetischen und Umwelteinflussfaktoren betrachtet. Für die Entstehung komplexer Erkrankungen ist vieles bislang noch unverstanden, daher stellt sie ein innovatives Forschungsfeld dar. Das Epigenom zu untersuchen im Gegensatz zum Genom, der DNA-Sequenz, bedeutet in der Konsequenz sich mit physiologischen, morphologischen und psychologischen Fragestellungen des Phänotyps der Erkrankung zu beschäftigen. Psyche und Gesellschaft können somit  Eintritt in die Naturwissenschaften finden – eine Bewegung, die in den Neurowissenschaften bereits interdisziplinär vollzogen wird.<span id="more-11045"></span></p>
<p>Der allergologischen Hygienehypothese zufolge kann ein niedriger Hygienelevel und ein enges Zusammenleben mit den Bezugspersonen das Kind in den ersten Lebensjahren vor atopischen Erkrankungen schützen, da es verstärkt Bakterien und Parasiten ausgesetzt ist. Hinsichtlich des allergischen Asthmas konnte dieser Zusammenhang bislang nicht belegt werden. Sowohl pränatal als auch in den ersten Lebensjahren ist die Exposition von mikrobiellen Erregern jedoch als besonders schutzbildend anzusehen. Bis etwa zum 5. Lebensjahr ist die Immunprogrammierung dann abgeschlossen. Wie Ulrich Wahn, Leiter der Pädiatrie an der Charité, Berlin, betonte, findet die Erstmanifestation des atopischen Ekzems meist bereits zwischen 2.-6. Lebensmonat statt. Mit ersten Symptomen der allergischen Rhinokonjunktivitis, bekannt als lästiger Heuschnupfen, ist erst im 3. Lebensjahr zu rechnen. Liegt beides vor, ist die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Asthma bronchiale erhöht.</p>
<p>Die Anreicherung von Nahrung mit Probiotika ist bezüglich der Darmflora hilfreich, erklärte Christian P. Braegger, Uni-Kinderklinik Zürich, aus gastroenterologischer Sicht, wobei die Studienlage nicht ganz konsistent ist. Die stark beworbenen Probiotika in Joghurts wirken allerdings nur passager, denn sie werden rasch ausgeschieden. Aus allergiepräventologischer Sicht können nur Lysate eine immunregulatorische Funktion ausüben.</p>
<p>Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft  unterstützten Studien, die Susanne Lau von der Charité, Berlin, vorstellte, weisen aus gastrointestinaler Perspektive ebenso der Rolle der Darmflora große Bedeutung zu. Die Stärkung der Mikroflora bedeutet eine Stabilisierung der Mucosa-Transportfunktion. Auch hier gilt: früher Kontakt zu Mikroorganismen schützt vor atopischem Ekzem.</p>
<p>Weitere gelungene Vorträge rundeten die Thematik ab; zuletzt sprach Markus Rose,  Uni-Kinderklinik Frankfurt, über die Rückkehr von Autovaccine und AutoColiVaccine, einer im Westen lange Zeit vergessenen, wirksamen Interventionsmöglichkeit gegen Hausstaubmilbenallergie.</p>
<p>Der breite Rahmen der Themen, die hohe wissenschaftliche Qualität der Vorträge und die angenehme Atmosphäre des Kongresses ließen diesen zu einem eindrücklichen Ereignis werden.<!--more--><br />
</p>
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		<title>Psyche ist kein Objekt</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 10:26:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Egloff Götz]]></category>

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		<description><![CDATA[Kongressbericht zum Jaspers-Kongress der Universität Heidelberg: ´100 years of Karl Jaspers´ „General Psychopathology“´ Heidelberg, 15.-16.09.2011  von Götz Egloff Im Rahmen der diesjährigen 625-Jahr-Feier der Universität Heidelberg konnte ein weiteres Jubiläum gefeiert werden, das für Philosophie und Psychiatrie von maßgeblicher Bedeutung ist: das Verfassen und Veröffentlichen der „Allgemeinen Psychopathologie“ (1913) durch Karl Jaspers (1883-1969). Dieser hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kongressbericht zum Jaspers-Kongress der Universität Heidelberg: ´100 years of Karl Jaspers´ „General Psychopathology“´ Heidelberg, 15.-16.09.2011</strong></p>
<p><em> von Götz Egloff</em></p>
<p>Im Rahmen der diesjährigen 625-Jahr-Feier der Universität Heidelberg konnte ein weiteres Jubiläum gefeiert werden, das für Philosophie und Psychiatrie von maßgeblicher Bedeutung ist: das Verfassen und Veröffentlichen der „Allgemeinen Psychopathologie“ (1913) durch Karl Jaspers (1883-1969). Dieser hatte als junger wissenschaftlicher Assistent an der Psychiatrischen Klinik Heidelberg ein Standardwerk geschrieben, das eine existenzphilosophische Grundlegung für Anthropologie und Psychiatrie darstellt, die weltweit wirkte und noch heute Geltung beanspruchen kann.<span id="more-10963"></span></p>
<p>Geleitet von den Heidelberger Psychiatrie-Professoren Thomas Fuchs, Sabine Herpertz und Christoph Mundt, bot der Kongress im Rahmen heutiger Forschungs-Paradigmen eine kritische Würdigung Jaspersscher Grundkonzepte, mit denen Begrifflichkeiten wie z.B. Illusion und Grenzsituation verbunden sind. Die Auseinandersetzung mit Sigmund Freud und der Psychoanalyse (Sabine Herpertz, Heidelberg) war ebenso Thema wie die Verbindung zwischen Hermeneutik und Dialektik im psychiatrischen Verstehensprozess anhand der Polaritätsidee (Otto Dörr-Zegers, Santiago), Fragestellungen von Methodologie (Osborne Wiggins, Louisville), Nosologie (Henning Sass, Aachen) und Operationalisierung phänomenologischer Ansätze in heutigen Diagnosesystemen ICD und DSM (Alfred Kraus, Heidelberg). Diese sowie die weiteren hervorragenden Vorträge des Kongresses werden in einem voraussichtlich in 2012 erscheinenden Tagungsband veröffentlicht, der mit Spannung erwartet werden darf.</p>
<p>Psyche ist kein Objekt, kein Ding, kein materiales Etwas – eher schon der existenzielle Zustand des In-der-Welt-seins. So hatte Jaspers schon vor 100 Jahren der von ihm so benannten Hirnmythologie strenger Naturwissenschaften eine Absage erteilt; etwas, hinter das – bei aller Notwendigkeit  neurobiologischer Forschung – nicht zurückgefallen werden sollte. Zwischen biologischer Psychiatrie mit ihrem radikalen Materialismus, die Psyche als chemisches Gewitter im Gehirn erklärt und allein in den bildgebenden Verfahren Erklärungen für normales und abnormales Verhalten sucht, radikalem Konstruktivismus, und immer noch – oder wieder – den in monotheistischen Religionen weit verbreiteten vormodernen Vorstellungen von Psyche als Beseelung ´von außen´, stellt Jaspers´ phänomenologischer Ansatz ein wohltuendes Konzept der Hinwendung zum Menschen dar, das quer liegt auch zur experimentellen Forschung der akademischen Psychologie.</p>
<p>In Zeiten von Optimierungsdenken und damit verbundener schneller Lösungen, die sich zunächst großer Beliebtheit erfreuen und in ihrem Scheitern ebenso rasch Anlass zur Klage geben, ist der mühsame Weg des Verstehens, des Bemühens um das Erfassen bio-psycho-sozialer Zusammenhänge aktueller und notwendiger denn je. Es gilt, die eigenen Vorannahmen immer wieder kritisch zu reflektieren – und ebenso die Unerkennbarkeit der Welt zu Gunsten vorläufiger Arbeitsmodelle zu akzeptieren. Jaspers, als Vertreter der Lebensphilosophie, sah die Grundlage des Seins nicht gegenständlich. Stattdessen bewegt sich der Mensch in einem fortwährenden Spannungsfeld, das höchstens fließend kategorisierbar ist und sich somit immer irgendwo zwischen normal und abnormal befindet. Die Existenzphilosophie Jaspersscher Prägung erscheint daher unerlässlich zum Verständnis von undurchdringlichen Phänomenen und Zusammenhängen, mit denen der Mensch täglich konfrontiert ist.</p>
<p>Als Leitmotiv des Jaspers-Kongresses lässt sich die konsequente Ausrichtung auf den Menschen festhalten. Um den von Thomas Fuchs zitierten, Terentius zugeschriebenen lateinischen Schlusssatz der Konferenz hier in der Kongresssprache aufzunehmen: „Being human, I consider nothing human being alien to me.“<br />
</p>
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		<title>Por qué a mí?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 16:07:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[In anderen Sprachen]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Spanisch]]></category>
		<category><![CDATA[Mariona Napoleón]]></category>

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		<description><![CDATA[de José Napoleón Mariona Por favor, leanlo en Hispanovision, también. Frente al primer diagnóstico viene casi siempre la arrogancia de reclamar a que el cáncer le pueda sobrevenir a cualquier otra persona, menos a mí mismo. Los sobrevivientes de cáncer le diríamos a nuestras amigas y amigos: ¿Y por qué no a mí? Tengo la [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>de José Napoleón Mariona</em></p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/8056c8d30e1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10667" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/8056c8d30e1-300x242.jpg" alt="" width="300" height="242" /></a><strong>Por favor, leanlo en <span style="font-size: large;"><a href="http://www.hispanovision.de/news/article/lazaro-levantate-y-anda-capitulo-5-lazarus-steh-auf-und-gehe-kapitel-5/" target="_blank">Hispanovision</a></span>, también.</strong></p>
<p>Frente al primer diagnóstico viene casi siempre la arrogancia de reclamar a que el cáncer le pueda sobrevenir a cualquier otra persona, menos a mí mismo.</p>
<p>Los sobrevivientes de cáncer le diríamos a nuestras amigas y amigos: ¿Y por qué no a mí?</p>
<p>Tengo la intención de rebajar el sentimiento de culpa entre todo paciente de cáncer, en cuanto a la ubicación del error de vida que lo llevó al cáncer.</p>
<p>Para muchos de nosotros, no nos hubiese servido de mucho ponernos de cabeza, ya que genéticamente somos parte de una etnia que tiene mayor inclinación al cáncer. Frente a eso no hay remedio y tan sólo queda practicar la detección precoz. Mientras más temprano, será mejor. Pero para otros, las influencias del entorno han desatado el cáncer.<span id="more-10654"></span></p>
<p>Nuestro planeta ahora tiene que albergar a una población mayor que hace 100 años. Esto requiere de compartir los riesgos de salud y sobrevivencia universales.</p>
<p>La demanda de más alimentos a bajo precio y de la demanda por mayor comodidad a un precio pagable, nos ha demandado de muchos sacrificios ocultos.</p>
<p>Nadie nos advierte de la calamidad que resulta de las emanaciones incoloras, inodoras e insípidas de la radiación emanada de los aparatos modernos de comunicación. Un mástil con antenas repetidoras para la telefonía celular genera radiaciones imperceptibles para nuestros órganos de relación. Lo mismo vale para los trazos de cables de electricidad primaria de más de 20 mil voltios.</p>
<p>Las señales para la internet inhalámbrica y la televisión y la telefonía satelital también emanan radiaciones que no podemos captar conscientemente.</p>
<p>Es responsabilidad de cada uno fijarse en las noticias y comentarios que hablan de estos aspectos y de actuar con sigilo y prudencia frente a estos peligros ocultos, que son producto de nuestra civilización.</p>
<p>La turboagricultura nos coloca frente a productos de consumo manipulados desde su producción, empaque, almacenamiento y transporte. Carne, leche, frutas, granos básicos, vegetales, etc., deben producirse al menor costo posible, si se ha de abastecer a los crecientes mercados de consumo, con eficiencia económica.</p>
<p>Pienso que los sobrevivientes de cáncer no vamos a tener una segunda oportunidad, y como tal, estamos llamados a cambiar nuestros hábitos de consumo, alejándonos de los productos manipulados y prefiriendo los productos con menos riesgos.</p>
<p>En la aviación y sobre todo en el paracaidismo, no hay oportunidad para repetir errores tampoco. Y nosotros hemos comprendido que sólo tenemos una vida: ésta de ahora y aquí, para vivirla en plena consciencia. Sobre todo después del susto del cáncer.</p>
<p>Dicen que, &#8220;perro viejo no aprende truco nuevo&#8221;, pero nosotros no somos perros y no todos somos viejos. Estamos en plena capacidad de no repetir los errores de conducta que inciden en la posibilidad de la reincidencia del cáncer.</p>
<p>¿Por qué yo?&#8230; ¿Por qué no voy a ser yo?</p>
<p>Nuestro enemigo no descansa ni se da tregua alguna. Allí están esas células malignas, al acecho de nuestro descuido. Nuestra arma es la prevención y la vida consciente.</p>
<p>Además, por ser sobrevivientes, ahora tenemos el peso de ser ejemplo vivo para los sanos y sobre todo para los pacientes de primer diagnóstico.</p>
<p>Por ellos y para ellos va nuestro testimonio en pro de la vida. !POR ESO &#8211; YO!</p>
<p>Salud y hasta la próxima entrega,</p>
<p>De ustedes, José Napoleón Mariona &#8211; Periodista y ex-Diplomático de la República de El Salvador.<br />
</p>
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		<title>Warum ich?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 16:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mariona Napoleón]]></category>

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		<description><![CDATA[von José Napoleón Mariona Bitte lesen Sie auch auf der Seite der Hispanovision: Nach der ersten Diagnose kommt fast immer die Überheblichkeit der Beschwerde, dass doch jeder Andere an Krebs erkranken könne aber doch nicht man selbst. Wir Krebsüberlebende würden unseren Freundinnen und Freunden sagen: Und warum ich nicht? Ich habe die Absicht, das Schuldgefühl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von José Napoleón Mariona</p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/8056c8d30e.jpg"><img class="size-medium wp-image-10660 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/8056c8d30e-300x242.jpg" alt=" " width="300" height="242" /></a></p>
<p>Bitte lesen Sie auch auf der Seite der<span style="font-size: large"> <a href="http://www.hispanovision.de/news/article/lazaro-levantate-y-anda-capitulo-5-lazarus-steh-auf-und-gehe-kapitel-5/">Hispanovision:</a></span></p>
<p>Nach der ersten Diagnose kommt fast immer die Überheblichkeit der Beschwerde, dass doch jeder Andere an Krebs erkranken könne aber doch nicht man selbst.<br />
Wir Krebsüberlebende würden unseren Freundinnen und Freunden sagen: Und warum ich nicht?<br />
Ich habe die Absicht, das Schuldgefühl jedes einzelnen Krebspatienten in Beziehung auf die Lebensweise, die den Krebs verursacht haben könnte, zu verringern.<br />
Viele von uns hätten sich auf den Kopf stellen können und auch das hätte kaum etwas gebracht, da wir genetisch einem Stamm angehören, der die Tendenz zur Erkrankung an Krebs in sich trägt. Dagegen gibt es kein Mittel und es hilft ausschließlich die Früherkennung. Je eher umso besser. Bei anderen jedoch haben die Umwelteinflüsse den Krebs ausgelöst.<span id="more-10657"></span><br />
Unser Planet muss heute eine weitaus größere Bevölkerung als vor einhundert Jahren aufnehmen. Das bedeutet, dass wir die Gesundheitsrisiken und die allgemeinen Gefahren des Lebens teilen müssen.<br />
Die Nachfrage nach billigen Lebensmitteln und nach mehr bezahlbaren Annehmlichkeiten verlangt uns viele versteckte Opfer ab.<br />
Niemand warnt uns vor der Katastrophe, die aus den farb-, geruchs- und geschmacklosen Ausdünstungen herrührt oder vor den Strahlen der modernen Kommunikationsapparate. Ein Mast mit Antennen für drahtlose Telefonverbindungen verursacht nicht nachweisbare Strahlungen, die für unsere Organe jedoch schädlich sind. Dasselbe gilt für die elektrischen Überlandleitungen von mehr als zwanzigtausend Volt.<br />
Das drahtlose Internet, das Fernsehen und das drahtlose Telefonieren verursachen ebenfalls Strahlen, die wir nicht bewusst wahrnehmen können.<br />
Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, die Informationen und Kommentare über diese Themen ernst zu nehmen, zu analysieren und mit Sorgfalt und Vernunft diesen versteckten Gefahren gegenüber, die das Ergebnis unserer Zivilisation sind, zu handeln.<br />
Die Turbolandwirtschaft liefert uns von der Aussaat, über die Verpackung, die Lagerung und den Transport manipulierte Produkte. Fleisch, Milch, Früchte, Getreide, Gemüse, usw. muss zum niedrigst möglichen Preis produziert werden, wenn die wachsenden Verbrauchermärkte wirtschaftlich bedient werden sollen.<br />
Ich glaube, dass wir, die Krebsüberlebenden, keine zweite Chance erhalten werden und dass wir deshalb dazu berufen sind, unsere Essgewohnheiten zu ändern, indem wir die manipulierten Produkte meiden und die Produkte mit geringeren Risiken vorziehen.<br />
In der Luftfahrt und vor allem beim Fallschirmspringen gibt es auch keine Möglichkeit seine Fehler zu wiederholen. Und wir haben verstanden, dass wir nur ein Leben haben: dieses &#8211; hier und jetzt; und wir sollten es bewusst leben &#8211; besonders nach dem Schreck mit dem Krebs.<br />
Es wird gesagt, dass &#8220;ein alter Hund keine neuen Tricks mehr lernt&#8221;. Wir aber sind keine Hunde und wir sind auch nicht alle alt. Wir sind durchaus fähig, die Fehler in unserer Verhaltensweise, die möglicherweise mit zum Krebs beigetragen haben, nicht zu wiederholen.<br />
Warum ich? &#8211; Warum nicht ich?<br />
Unser Feind schläft nicht und erlaubt uns auch keine Waffenruhe. Die bösen Zellen sind sofort da, sobald wir nicht aufpassen. Unsere Waffen sind die Vorsorge und ein bewusstes Leben.<br />
Außerdem tragen wir als Überlebende jetzt die Last, ein lebendiges Beispiel für die Gesunden und vor allem für die neu diagnostizierten Patienten zu sein.<br />
Aus diesem Grunde und für diese hier unser Zeugnis für das Leben. DESHALB &#8211; ICH!<br />
Ich grüße Sie und verbleibe bis zum nächsten Artikel,<br />
Ihr José Napoleón Mariona &#8211; Journalist und Diplomat a. D. der Republik El Salvador.<br />
</p>
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		<title>Was Ehec und Cholera verbindet</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/08/was-ehec-und-cholera-verbindet/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 07:55:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Ruoff Dr. Manuel]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Manuel Ruoff Auch bei der Hamburger Epidemie von 1892 kollidierte das Allgemeinwohl mit Lobbyinteressen Wie die aktuelle Ehec- hatte auch die Hamburger Chloleraepidemie von 1892 ihren Schwerpunkt in Norddeutschland. Dieses ist jedoch nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen den beiden Epidemien. „Nein, ich auch nicht und ich finde, wenn das Robert-Koch-Institut diese Warnungen ausspricht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Manuel Ruoff</em></p>
<p><strong>Auch bei der Hamburger Epidemie von 1892 kollidierte das Allgemeinwohl mit Lobbyinteressen</strong></p>
<p>Wie die aktuelle Ehec- hatte auch die Hamburger Chloleraepidemie von 1892 ihren Schwerpunkt in Norddeutschland. Dieses ist jedoch nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen den beiden Epidemien.</p>
<p>„Nein, ich auch nicht und ich finde, wenn das Robert-Koch-Institut diese Warnungen ausspricht, dann gilt das erst mal.“ So antwortete die grüne Landwirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz, Ulrike Höfken, am 8. Juni in einem Interview mit dem Deutschlandfunk (DLF) auf die Frage, ob sie im Moment Gurken esse. Da einer Grünen kaum zu unterstellen ist, dass sie in ihrem Privatleben einer Empfehlung von staatlicher Seite Folge leistet, ohne an deren Sinnhaftigkeit zu glauben, hielt Höfken zum Zeitpunkt des Interviews offenkundig den Verzehr von Gurken für ein Gesundheitsrisiko.<span id="more-10099"></span></p>
<p>Dass die Landwirtschaftsministerin die entsprechende Warnung des Robert-Koch-Instituts (RKI) also als begründet erachtete, hielt sie jedoch nicht davon ab, im selben DLF-Interview diese Warnung mehr oder weniger verklausuliert zu kritisieren – aus Rück­sicht auf die Agrarlobby. So antwortet sie auf die Frage, ob die aus der Gurkenwarnung resultierenden „Wegwerforgien unvermeidlich“ seien: „Na ja, also ich will da in diese Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes nicht eingreifen. Was aber vielleicht nötig wäre, das wäre &#8230;“ Die Ministerin zieht dann die Glaubwürdigkeit der RKI-Empfehlung in Zweifel, indem sie „erhebliche Kritik“ an den Befragungen anmeldet, die ihr zugrunde lagen, und antwortet auf die Frage, ob nur dann gewarnt werden solle, wenn wissenschaftliche Beweise vorliegen, was bei der Gurken-Warnung des RKI nicht der Fall war: „Nein, man kann nicht sagen, dass Verbraucher nicht gewarnt werden sollen, wenn ein Verdacht besteht. Das wäre in manchen Fällen dann auch fahrlässig. Aber &#8230;“ Und dann kommt sie auf die Interessen ihrer Klientel zu sprechen: „Aber man muss die Sachen zusammenbinden, und da hakt es eher dran, das heißt, was die Erzeuger erwarten können. Die sind ja im Moment, finde ich, arg außen vor gelassen und sehen mit Entsetzen diesem ganzen Geschehen zu.“</p>
<p>Eine derartige Missachtung des unbedingten Primats der Volksgesundheit vor separaten Lobbyinteressen führte maßgeblich zum letzten großen Ausbruch der Cholera in Deutschland im Jahre 1892 in Hamburg. In der Stadtrepublik waren es nicht die Sonderinteressen von Agrariern, sondern von Vermietern, sogenannten Hausagrariern, die mit dem Allgemeininteresse kollidierten. Von dem als „Reichs-Commissar für die Gesundheitspflege im Stromgebiet der Elbe“ von Berlin nach Hamburg entsandten Entdecker des Cholera-Erregers, Robert Koch, stammt die denkwürdige Einschätzung: „Ich habe noch nie solche ungesunden Wohnungen, Pest­höhlen und Brutstätten für jeden Ansteckungskeim angetroffen wie in den sogenannten Gängevierteln, die man mir gezeigt hat, am Hafen, an der Steinstraße, in der Spitalerstraße oder an der Niedernstraße.“ Berühmt sind seine zusammenfassenden Worte: „Ich vergesse, dass ich in Europa bin.“</p>
<p>Zu diesem menschlichen Versagen kamen ungünstige natürliche Bedingungen in diesem Sommer 1892. Es war heiß, der Pegel der Elbe, aus der für Hamburg das Leitungswasser – im Gegensatz zur preußischen Nachbarstadt Altona – ungefiltert entnommen wurde, war niedrig und das Flusswasser ungewöhnlich warm. In dieser Situation bedurfte es nur noch eines Funkens, eines Auslösers für die Katastrophe. Es besteht die Vermutung, dass Russen, die über Hamburg in die Neue Welt auswandern wollten, die Seuche aus ihrer Heimat eingeschleppt haben. Diese Theorie wird allerdings mittlerweile aus der Historikerzunft als angeblich ausländerfeindlich abgelehnt – denn Ursachensuche unter Migranten für ein Problem oder einen Missstand verstößt gegen die poltische Korrektheit.</p>
<p>Das erste bekannte Todesopfer der Epidemie war ein Kanalarbeiter, der den Auslass der Kanalisation am Kleinen Grasbrook überwachte. Er starb am 17. August 1892. Im Oktober galt die Epidemie als erloschen. Bis zum Februar 1893 kamen allerdings noch vereinzelte Erkrankungen und auch Todesfälle vor. Insgesamt wurden 16596 Erkrankungen und 8605 Todesfälle registriert.</p>
<p>Zur vollen Wahrheit über die Hamburger Choleraepidemie gehört aber auch, dass die Bürgerrepublik aus der Katastrophe lernte und ihre Konsequenzen zog. Dieses geschah langsam sowie unter teilweise erheblichem Druck von außen und aus der eigenen Arbeiterschaft, aber es geschah. In dem der Epidemie folgenden Kalenderjahr wurde das Filtrierwerk der Hamburger Wasserwerke auf Kaltehofe fertiggestellt, am Bullerdeich die erste Müllverbrennungsanlage Deutschlands errichtet und Bernhard Nocht als Hafenarzt nach Hamburg gerufen, dessen 1900 eingeweihtes Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten (Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin) Weltruf erlangte.</p>
<p>Nach dem großen Hafenarbeiterstreik von 1896 konnte die Stadtregierung 1898 schließlich gegen den erbitterten Widerstand der Grundeigentümer ein Wohnungspflegegesetz durchsetzen, das gesundheitliche Mindeststandards für die Wohnungen festsetzte. Nach dessen Verschärfung im Jahre 1907 verfügten die Hamburger über eines der schärfsten und modernsten Regelwerke auf diesem Gebiet des gesamten Kaiserreiches.</p>
<p>Es ist zu hoffen, dass in analoger Weise auch die politische Führung der Bundesrepublik aus der Ehec-Epidemie lernt und ihre Konsequenzen für den Schutz der Bevölkerung vor Seuchen ziehen wird.<br />
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		<title>Von schönen Bäuchen &#8211; maßnehmen &#8211; was ist das?</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jul 2011 13:54:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt am 22. Juli 2011 Von Johanna R. Wöhlke Mit den Maßen ist das so eine Sache im Leben. Beginnen wir dort, wo es immer beginnt: am Anfang. Denken wir uns also vorwärts und voran. Wir Frauen wissen, was das bedeutet. Am Anfang unserer Schwangerschaften ist der Bauch noch kein Bauch, allerhöchstens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt am 22. Juli 2011</p>
<p><em>Von Johanna R. Wöhlke</em></p>
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<dl>
<dt><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/07/22-Juli-2011.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-9552 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/07/22-Juli-2011-150x150.jpg" alt="   " width="150" height="150" /></a></dt>
<dt><span style="font-size: small;">Mit den Maßen ist das so eine Sache im Leben. Beginnen wir dort, wo es immer beginnt: am Anfang. Denken wir uns also vorwärts und voran. Wir Frauen wissen, was das bedeutet. Am Anfang unserer Schwangerschaften ist der Bauch noch kein Bauch, allerhöchstens ein Bäuchlein. Dann genießen wir es, wenn wir von Woche zu Woche sehen und fühlen: Der Bauch wächst.</span><span id="more-9549"></span></dt>
</dl>
</div>
<p>Das Maß aller Dinge ist es, dass er wächst! Dazu kann ich nur sagen: Nie mehr in unserem Leben werden wir das so sehen und begrüßen und mit unserer Kritik daran mehr als maßvoll umgehen, genauer gesagt – in dieser Lebensphase gibt es sie gar nicht. Maßlos entspannt also sehen wir dem Wachstum unseres Bauches zu und freuen uns daran!</p>
<p>Dann werden wir entbunden und das Maß aller Dinge ist nun der neue Erdenbürger. Er ist nicht nur das Maß aller Dinge, er setzt auch alle Maßstäbe und oft stellt er die alten radikal auf den Kopf. Oft? Nein, immer! Nichts geht mehr im alten Trott und Maß, wenn ein Kind geboren worden ist. Wir gewöhnen uns und im glücklichen Fall genießen wir, wie sich mit dem Wachstum die Maße wandeln, verschieben, verrücken, biegen und schwanken. Cèst la vie! Das lebendige Leben setzt und legt von nun an seinen Maßstab an. Könnte man auch sagen, zwingt ihn uns auf?</p>
<p>Wenn wir ganz viel Glück haben, läuft alles so gut ab, dass wir oftmals wirklich über die Maßen glücklich sein dürfen. Ich vermute, und wir alle wissen: Das ist nicht immer Fall. Wenn wir auf diese Weise weiter philosophieren, könnte es schwierig werden. Wie oft fühlen wir uns durch Maßgaben anderer eingeengt und rufen nach mehr Freiheit.</p>
<p>Da schließt sich nun erstaunlicherweise der Kreis zum maßlos schönen dicken Bauch glücklicher, schwangerer Frauen, denn keiner wird ernsthaft bestreiten können: Die schwangeren Bäuche der Frauen samt Inhalt sind das Maß aller lebendigen menschlichen Dinge. Gut gebrütet, ist ganz gelebt!<br />
</p>
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		<title>Bei der Arbeit zugesehen. In einer Praxis für ästhetische Medizin</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 18:56:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Landsky Monika]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Monika Landsky Was tun, wenn alle Hightech-Cremes nichts mehr ausrichten können, um Falten der Haut auszugleichen, denn Falten, die uns müde aussehen lassen, mag keiner? Ein Besuch bei Frau Dr. Janine Pantzek in Hamburg ließ mich begeistert zurück, denn sie bringt Volumen in Gesichter und damit wieder die Harmonie zwischen dem gewünschtem Augenschein der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Monika Landsky</em></p>
<div id="attachment_8882" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/Janine_close_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-8882 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/Janine_close_1-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Ergebnis, das die Patientin voll zufrieden machte</p></div>
<p>Was tun, wenn alle Hightech-Cremes nichts mehr ausrichten können, um Falten der Haut auszugleichen, denn Falten, die uns müde aussehen lassen, mag keiner? Ein Besuch bei Frau Dr. Janine Pantzek in Hamburg ließ mich begeistert zurück, denn sie bringt Volumen in Gesichter und damit wieder die Harmonie zwischen dem gewünschtem Augenschein der Haut und ihrem erschlafften Erscheinungsbild.<span id="more-8880"></span></p>
<p>Janine Pantzek ist über die Anti-Aging-Medizin zur ästhetischen Medizin gekommen. Sie arbeitet mit dem Mittel Juvederm, das in verschiedenen Stärken hergestellt wird und zu den hochwertigsten gehört. In ihrer Praxis werden nicht nur einzelne Fältchen unterspritzt, sondern in Sinne von Volumenbildung gearbeitet. Dadurch, so Frau Dr. Pantzek, entstehen Frische und Jugendlichkeit. Diese Vorgehensweise bedeutet ein komplettes Umdenken in der ästhetischen Medizin.</p>
<p>Ich durfte ihr einmal bei der Arbeit zusehen, eine Patientin erlaubte es. Abgesehen davon, dass sie mit sehr großer Leidenschaft und Liebe bei der Arbeit ist, nimmt sie sich enorm viel Zeit für ein ausgiebiges Beratungsgespräch. Das ist kostenfrei und ohne Verpflichtung. Das beweist schon, dass sie von der Qualität ihrer Arbeit überzeugt ist.</p>
<p>Die Patientin habe ich vorher gesehen. Eingefallene Wangen und recht ausgeprägte Nasolabialfalten. Ziemlich tief hängende Augenbrauen und einen Mund, der nicht mehr an den in jüngeren Jahren erinnerte. Die Dame war verschlossen geworden, weil ihr klar war, wie müde sie aussieht, trotz Schlaf, Urlaub usw.</p>
<p>Ich konnte kaum glauben, was ich sah, als die Arbeit vollendet war. Die Patientin musste ein paar Tränen der Freude unterdrücken vor Begeisterung. Das  &#8220;vorher nachher&#8221; Erlebnis war überwältigend. Was will man noch mehr. Früher half nur das Messer, mit all seinen Risiken. Das muss heute kaum mehr sein, wenn eine solche Könnerin wie Frau Dr. Pantzek am Werke ist.</p>
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		<title>Wenn der Jamie mit dem Heinrich. Erfahrungsbericht mit einem Diabetiker-Kochbuch</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 08:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Seitz Hartmuth]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Hartmuth Seitz Wer die Kochbücher von Jamie Oliver nicht nur gelesen, sondern auch eine Vielzahl seiner Rezepte ausprobiert hat, freut sich über die  Hauptaussage „Man nehme, was man hat“. Zumal wenn es um das Anmischen von Soßen jedweder Art geht. Hauptarbeitsgerät ist ein verschließbares Glas, das die  flüssige Mischung aufnimmt. Des Weiteren sollte ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Hartmuth Seitz</em></p>
<div id="attachment_8748" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/Diabetiker-KB.jpg"><img class="size-full wp-image-8748" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/Diabetiker-KB.jpg" alt=" " width="225" height="225" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Wer die Kochbücher von Jamie Oliver nicht nur gelesen, sondern auch eine Vielzahl seiner Rezepte ausprobiert hat, freut sich über die  Hauptaussage „Man nehme, was man hat“. Zumal wenn es um das Anmischen von Soßen jedweder Art geht. Hauptarbeitsgerät ist ein verschließbares Glas, das die  flüssige Mischung aufnimmt. Des Weiteren sollte ein starker Arm die Schüttelei aufnehmen.</p>
<p>Ausreichende körperliche Belastung  ist nicht nur für jeden Diabetiker unabdingbarer Lebensbestandteil.  Neben der  natürlichen Kalorienverbrennung geht oftmals eine  Ernährungsumstellung einher.<span id="more-8747"></span></p>
<p>Wer als Diabetiker versucht, gesund zu Leben, kennt die landläufige Meinung, nicht alles Essen zu dürfen. Einkaufen mit dem Blick auf Diabetikerprodukte?! Auf den ersten Blick wenig  rosige Aussichten. Kochen sollte sich nur noch auf das Zählen von  Broteinheiten und Kalorien beschränken?</p>
<p>Wie dabei der Genuss nicht zu kurz kommt, sondern durc h diese Umstellung sogar Lebensqualität gesteigert werden kann, das zeigt „das neue Diabetiker-Kochbuch“ der Autorinnen Tina Schlag und Britta Macho. Nicht auf die schönen Dinge des Lebens verzichten. Trotz der Diagnose Diabetis einen qualitativ hohen Lebenstandard bewahren – das ist möglich.</p>
<p>Gesund und kulinarisch abwechslungsreich! Alltagstauglich! Familientaugllich! Das sind Schlagwörter, die die beiden Ernährungsexpertinnen  für sich beanspruchen können. Ballaststoffreiche, fettarme Gerichte  aus „normalen“  Zutaten sorgen für eine ausgewogene, gesunde Ernährung, deren Zubereitung nicht nur Spaß macht, sondern deren Ergebnis auch noch schmeckt.  Sie  präsentieren nicht alleine Rezepte. Sie erläutern  die aid-Ernährungspyramide, sortieren Lebensmittel gruppenweise in diese Pyramide ein,  geben  Ernährungs – und Einkauftstipps. Neben den Rezepten für Vorspeisen und Suppen,  Zwischen-und Hauptgerichte und verzichten sie nicht auf Süßspeisen und Desserts.  Ihre Rezepte bestehen aus den eimnzelnen Pyramiden-Bausteinen, die täglich neu zusammengesetzt werden.</p>
<p>Bewusst wird auf die Nutzung von Diabetiker-Produkten verzichten. Weder Kalorien noch Broteinheiten werden gezählt.  Zahlen gibt es nur im Zusammenhang mit Mengenangaben und Kochzeiten.</p>
<p>Bisher haben wir es jedoch nie geschafft, diese Vorgaben exakt einzuhalten. Aber auch das ist kein Beinbruch. Es funktioniert  problemlos, wenn man sich die Varianten zu jedem Vorschlag  ansieht. Jedes Rezept ist schnell nachkochbar.</p>
<p>Britta Machos Motto: „Kochen macht Spaß, weil ich dabei entspannen kann. Alle Zutaten sollen in der Regel „ums Eck“ zu bekommen sein. Ich gestalte die Rezepte so einfach wie möglich“. Also, entweder mal eben „ums Eck“ beim Kaufmann nachschauen – oder noch besser, man hat die Möglichkei,t die Zutaten direkt aus dem Beet hinter dem Haus zu entnehmen.</p>
<div id="attachment_8750" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/Essen_001.jpg"><img class="size-medium wp-image-8750" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/Essen_001-300x200.jpg" alt=" " width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Den Nudelsalat mit Erdbeeren haben wir noch nie nach der  Rezeptvorlage zubereitet. Wir haben  die vorgeschlagenen Varianten weiter  variiert, die Soßenzutaten nach den Originalvorgaben auf Art von Jamie Oliver geschüttelt, Spargel durch Brokkoli oder Spinat ersetzt. Wofür haben wir ein Kräuterbeet angelegt? Da  tummeln sich verschiede ne Minzsorten un d Merrettich . Wir greifen auf unseren Wildspinat, den „Guten  Heinrich“ zurück.</p>
<p>Wer mit Topfen-Erdbeer-Creme  nichts anfangen kann, der schaut nach dem Obst der Saison und mischt seine rote Grütze mit dem an, was der Garten bietet. Spätestens beim Einsatz getrockneter Marillen merkt man, hoppla, da haben weder Lafer noch Schubeck mitgewirkt. Die Autorinnen stammen aus Österrreich – und deswegen  bietet das Buch auch einen kleinen Küchendolmetscher. Wer kennt hier schon Fisolen und Powidln.</p>
<p>In den letzten Wochen haben wir einen Großteil der Rezepte ausprobiert, sind mittlerweile  „Germ“ spezialisiert, schöpfen in allen Rezepten die Tipps und Varianten nicht nur voll aus, sondern verändern nach dem, was Gartenbeet und Kräuterspirale  hergeben.  Hier handelt es sich wirklich um ein Kochbuch für die ganze Familie – man kann seine Diabetis  dabei  fast vergessen. Und die Erfolge dieser Rezepte  waren im wahren  Wortsinn  bei mir meßbar.</p>
<p>Wer seine Schweinsschnitzel nicht mit Weißkraut-Frischkäse-Füllung mag, der nimmt eben Rotkraut oder frische Pilze. Egal wie, unsere Familie war nur in einem Fall enttäuscht. Die Varianten fürs Fisch-Curry wurden zu sehr ausgereizt und standen deswegen in keinem guten Verhältnis zueinander.</p>
<p>Fazit:</p>
<p>Ein Buch mit vielen einfachen Rezepten ohne Diabetikerprodukte – das schmeckt der ganzen Familie!<br />
Zwei Ernährungsexpertinnen zeigen, wie einfach es für Diabetiker ist, sich mit „normalen“ ballaststoffreich und fettarm mit Gemüse, Fisch, Fleisch, mit Süßspeisen und Snacks abwechslungsreich und genussvoll zu ernähren. Ein lohnendes Kochbuch  – wenn man die Ideen für Vorschläge und Varianten nutzt und weiterentwickelt .</p>
<p>Hartmuth Seitz</p>
<p>ISBN 978-3-7040-2384-1</p>
<p>Britta Macho / Tina Schlag: Das neue Diabetiker-Kochbuch. Schnelle Gerichte für die ganze Familie, AV-Buch,  127 Seiten</p>
<p>Preis: 19,90 €<br />
</p>
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		<title>Das kleine Herz im Zentrum</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 19:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Landsky Monika]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Monika Landsky Das Herzzentrum des Universitätskrankenhauses Eppendorf hat ein neues Echogerät für innere Herzuntersuchungen. Möglich wurde dies durch das Engagement des Vereins „Das kleine Herz im Zentrum“ und der Schirmherrin dieser Initiative, Jonica Jahr-Goedhart, deren besonderes Engagement herzkranken Kindern gilt, und die sich seit mehreren Jahren gemeinsam mit dem Förderverein Universitäres Herzzentrum für diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Monika Landsky</em></p>
<p>Das Herzzentrum des Universitätskrankenhauses Eppendorf hat ein neues Echogerät für innere Herzuntersuchungen. Möglich wurde dies durch das Engagement des Vereins „Das kleine Herz im Zentrum“ und der Schirmherrin dieser Initiative, Jonica Jahr-Goedhart, deren besonderes Engagement herzkranken Kindern gilt, und die sich seit mehreren Jahren gemeinsam mit dem Förderverein Universitäres Herzzentrum für diese Sache stark macht.</p>
<p>Jonica Jahr-Goedhart und Alexandra von Rehlingen organisierten dafür eine Spendengala im Hamburger St. Pauli Theater, zu der 400 Gäste, das Who is Who der Hamburger Gesellschaft, eingeladen worden waren. Professor  Hermann Reichenspurner, Leiter des Universitären Herzzentrums am UKE,  erläuterte das Projekt und erklärte die Funktionsweise des Gerätes. Gemeinsam mit seinem Kollegen Professor Jochen Weil, Chef der Kinderkardiologie, ist es sein Anliegen, herzkranken Kindern dort eine optimale medizinische Versorgung gewährleisten zu können.<span id="more-8737"></span></p>
<p>Durch das Programm der Spendengala führte Johannes B. Kerner auf seine gewohnt launige Weise, und doch war es ein ganz anderer Kerner, als man ihn sonst aus dem Fernsehen her kennt. Der Gesamterlös des Abends aus Losverkäufen und zwei Großspenden betrug denn auch 140 000 Euro, ein Betrag, von dem das Gerät gekauft werden kann!</p>
<p>Insgesamt war der Abend ein hervorragendes Beispiel dafür, dass das ehrenamtliche Engagement von Menschen für Menschen ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft ist und die Spendenbereitschaft erfolgreich für einen guten Zweck „angezapft“ werden kann. So durfte auch nach dem sehr guten Programm an der Bar draußen mit gutem Gewissen gefeiert werden.</p>
<p>Der Förderverein hat ein Infotelefon: 040-741 05 90 99. Aber auch über <a href="www.herz-im-zentrum.de">www.herz-im-zentrum.de</a> ist mehr über den Verein zu erfahren. In zwei Jahren wird wieder ein Event für diese gute Sache stattfinden.</p>
<p>&nbsp;<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Stimmung am Morgen</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/06/die-stimmung-am-morgen/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 05:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt am 8. Juni 2011 Von Johanna R. Wöhlke Es ist Morgenstimmung im Lande. Die Menschen sind aufgestanden, haben ihre Morgenwäsche absolviert, den Tee oder Kaffee getrunken, gefrühstückt auf die Schnelle oder auf die langsame, gemütliche Weise – alles das. Dann geht es in den Tag, für jeden auf seine Weise. Für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt am 8. Juni 2011</p>
<p><em>Von Johanna R. Wöhlke</em></p>
<div id="attachment_8321" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/8-Juni-2011-Stimmung-am-Morgen-004.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-8321" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/8-Juni-2011-Stimmung-am-Morgen-004-150x150.jpg" alt=" " width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Es ist Morgenstimmung im Lande. Die Menschen sind aufgestanden, haben ihre Morgenwäsche absolviert, den Tee oder Kaffee getrunken, gefrühstückt auf die Schnelle oder auf die langsame, gemütliche Weise – alles das. Dann geht es in den Tag, für jeden auf seine Weise.</p>
<p>Für den Busfahrer heute am Morgen ist eigentlich nicht mehr Morgen. Er ist schon seit einigen Stunden unterwegs. Der Tag begann in schwarzer Nacht und endet vor dem verdienten Schlaf am Mittag. Die Krankenschwester geht vom Nachtdienst nach Hause und lebt ebenfalls in einem Rhythmus, der nicht vom Auf- und Untergang der Sonne bestimmt ist. <span id="more-8319"></span>Piloten und Stewardessen von Flügen nach irgendwo erleben Tage und Nächte im Fluge vergehend. Schlafen im Rhythmus eines durch die Erddrehung bedingten Auf- und Untergehens der Sonne? In diesem Beruf werden Zeit und Geschwindigkeit wohl ganz besonders auf den Kopf gestellt.</p>
<p>Was unser Körper braucht und wie er Stress mit der Zeit verarbeiten kann, das ist schon längst nicht mehr wirklich die Frage, die uns bewegt. Wir haben uns daran gewöhnt. Wir unterwerfen uns den Erfordernissen und Bedürfnissen einer hektischen modernen und die Mobilität fordernden Welt. Berufe wie das Bäckerhandwerk oder die pflegenden Berufe, die ohne Nachtarbeit nicht zu denken sind, können ein Lied davon singen.</p>
<p>Die moderne Berufswelt, die moderne Welt überhaupt, fordern von uns immer wieder ein Zeitmanagement unseres Lebens ab. Unser Leben, über Jahre geplant wie ein Uhrwerk mit Schule, Stempelkarte, Flugschein oder Krankenhausüberweisung. Versorgung braucht Verlässlichkeit. Das ist eine Binsenweisheit. Wer krank ist, geht davon aus, dass sein Arzt heute wie immer zuverlässig in seiner Praxis anwesend ist und helfen kann. Wer eine Reise machen möchte, geht davon aus, dass Bus, Bahn und Flugzeuge ihre Fahr- und Flugpläne einhalten.</p>
<p>Könnte nun das Fazit sein, dass wir uns in dieser Welt immer alle ganz besonders aufeinander verlassen können müssen? Neben Kompetenz auch auf Pünktlichkeit?  Rigoros verneinen würde ich das nicht… ich vermute, Sie haben es auch genossen, Ihre Zeitung heute früh pünktlich im Postkasten vorzufinden…</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Energiesparen total &#8211; bis  zum Allerallerletzten&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 06:15:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt am 3. Mai 2011 Von Johanna R. Wöhlke Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Die Leistung lässt uns nicht los. Wehe, wir leisten nicht, dann ist was los. Ich habe nichts gegen Leistung, im Gegenteil. Ich erbringe sie gerne und wenn es geht auf hohem Niveau, aber muss es denn immer und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt am 3. Mai 2011</p>
<p><em>Von Johanna R. Wöhlke</em></p>
<div id="attachment_7552" class="wp-caption alignleft" style="width: 215px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/05/Energiesparen-total.jpg"><img class="size-medium wp-image-7552 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/05/Energiesparen-total-293x300.jpg" alt=" " width="205" height="210" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Die Leistung lässt uns nicht los. Wehe, wir leisten nicht, dann ist was los. Ich habe nichts gegen Leistung, im Gegenteil. Ich erbringe sie gerne und wenn es geht auf hohem Niveau, aber muss es denn immer und in jedem Augenblick meines Lebens sein?</p>
<p>Ich lerne. Ich lerne in jedem Augenblick. Ja, es muss in jedem Augenblick meines Lebens sein! Zum Beispiel auch dort, wo ich es gar nicht vermute: in meinem Haushalt. Was kann ich da nicht alles leisten!<span id="more-7550"></span></p>
<p>Die neue Disziplin heißt Energiesparen. Ich habe das als Aufforderung zur Faulheit aufgefasst und meinem Mann das mitgeteilt. Schließlich spare ich die meiste Energie, wenn ich gar nichts tue. In diesem Moment habe ich meinen Mann endlich einmal sprachlos erlebt. Dann fasste er sich wieder und meinte, diese Aufforderung bezöge sich dann wohl auch auf ihn. Da müssten wir wohl beide Energie einsparen.</p>
<p>Gut. Wir setzten uns hin und sparten Energie dadurch, dass wir nichts taten. Wir stellten die Heizung ab und holten uns die Wolldecken. Wir tranken den Tee kalt. Der Weißwein kam warm auf den Tisch und auf gekochte Eier kann man auch mal verzichten beim Abendbrot. Auch unsere Gespräche stellten wir ein. Das verbraucht gemeinsam mit Denken einfach zu viel Energie.</p>
<p>Mein Mann stellte den Fernsehapparat an. Oh, nein, so geht das nicht. Ausschalten, das spart Energie. Mein Mann meinte – das Radio aber vielleicht wegen Nachrichten? Oh nein, war meine konsequente Antwort, das verbraucht zu viel Energie. Und die Lampen wegen etwas Helligkeit? Auch das geht nicht. Das verbraucht zu viel Energie. So saßen wir da im Dunkeln und sparten Energie. Schließlich meinte mein Mann, wenn gar nichts mehr ginge, vielleicht wäre dann Liebe möglich?</p>
<p>Da hatte er aber die Rechnung ohne mich gemacht! <span style="text-decoration: underline"> </span>Wenn ich Energie spare, dann konsequent!<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein beklemmender Ausflug in die Welt der Pharmamärkte</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 19:55:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Wolf Tekook Die Autoren beginnen mit einer Schreckensmeldung: &#8220;Harte Zeiten für die Pharmakonzerne&#8221;. Der Grund: Jahrzehntelange erprobte Werbestrategien für rezeptpflichtige Medikamente &#8211; eine Einladung an Ärzte zu einem Luxuswochenende in der Schweiz oder das Beschenken besuchter niedergelassener Mediziner mit DVD- Player oder iPod &#8211; bringen nicht mehr die gewohnten Umsatzsteigerungen. Skandale und Gerichtsverhandlungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/adafa21db51c4b6089c6d40ae9408e37" alt="" width="1" height="1" /><br />
<em>Von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_7412" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-7412" title="PatientImVisier" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/PatientImVisier.jpg" alt="" width="300" height="300" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Die Autoren beginnen mit einer Schreckensmeldung: &#8220;Harte Zeiten für die Pharmakonzerne&#8221;. Der Grund: Jahrzehntelange erprobte Werbestrategien für rezeptpflichtige Medikamente &#8211; eine Einladung an Ärzte zu einem Luxuswochenende in der Schweiz oder das Beschenken besuchter niedergelassener Mediziner mit DVD- Player oder iPod &#8211; bringen nicht mehr die gewohnten Umsatzsteigerungen. Skandale und Gerichtsverhandlungen mit Verurteilungen von Ärzten wegen Vorteilsnahme haben das Werbeklima deutlich abkühlen lassen.Doch die Marketingrecherchen der Pharmahersteller fanden bald eine deutlich bessere Möglichkeit; unter bewusster Umgehung des EU- weitem Werbeverbots für rezeptpflichtige Arzneien werden die realen und vermutlichen Kranken direkt angesprochen. Das Buch <em>Patient im Visier </em>der sehr exakt recherchierenden Journalisten Caroline Walter und Alexander Kobylinski beschreibt detailliert, mit welchen Methoden die Pharmaindustrie unter geschicktem Einsatz der Neuen Medien Kranke manipuliert und Umsätze steigert.<span id="more-7411"></span></strong></p>
<p>Die beiden Autoren sind erfindungsreich, wenn es um das Sammeln der oft verschleierten Informationen geht. Unter anderem gründen Sie eine fiktive Pharmafirma, die angeblich ein neues Medikament gegen die Alzheimer- Erkrankung in Deutschland auf den Markt bringen will. Zunächst versuchen sie direkte Kontakte zu den Redaktionen von Publikumszeitschriften &#8211; ohne Erfolg. Ganz anders sieht es aus, als sie Gespräche mit einer Pharmaagentur führen: Bei einem in Aussicht gestellten Werbeetat von 1 Million Euro und einem 10- prozentigen Honorar für die Agentur sprudeln die konkreten Vorschläge für ein &#8211; gesetzewidriges &#8211; <em>product placement</em> in den redaktionellen Bereichen der Medien nur so. Die Buchautoren nennen stets Ross und Reiter: Für eine vierseitige redaktionelle Berichterstattung in der Wochenschrift <em>Bunte</em> müsse man mit einem Vorlauf von zwei bis drei Monaten rechnen bei Kosten von 30.000 € &#8211; genannt <em>Druckkostenzuschuss</em>. Dafür gebe es aber auch noch einen bekannten Professor, der das Medikament in der Zeitschrift mit Namen nenne, obendrauf. Andere Zeitungen verlangten zwischen 8.000 und 10.000 €. Schnell steht ein Angebot für eine <em>Veröffentlichungswelle</em> mit Zeitschriften, Tageszeitungen und den beim Zielpublikum wie der Pharmaindustrie so beliebten Telefonaktionen im Raum; bei diesen stehen von der Pharmafirma bezahlte Experten für die Fragen der Leser zur Verfügung. Der Auftraggeber, die im Falle der Autoren fiktive Firma, bleibt dabei völlig im Hintergrund und entzieht sich so meist juristischer Verfolgung. Auch TV- Sendungen seien machbar &#8211; für 48.000 € gebe es 24 Minuten redaktionelle Werbung für das Medikament.</p>
<p>Die neuen Medien werden von den Arzneimittelherstellern sehr gezielt eingesetzt. Immer mehr Patientenportale laden Kranke ein, sich genaue und detaillierte Informationen &#8211; natürlich kostenfrei &#8211; zu beschaffen. Da gibt es Seiten wie <em>www.leben-mit-ms.de</em>, wo sich an Multipler Sklerose Erkrankte Rat und Tat erhoffen. Neben einer Fülle allgemeiner Informationen gibt es auf solchen Seiten dann stets Empfehlungen für <strong>ein</strong> Medikament. Finanzier der Seite: Die Herstellerfirma.Dass Wirkungen breit und Risiken wenig oder nicht dargestellt werden, versteht sich</p>
<p>Mit diesen Informationen bewaffnet macht sich der informierte Kranke dann auf den Weg zum Arzt. Rät ihm dieser &#8211; zum Beispiel aufgrund schwerer Nebenwirkungen  oder ungesicherter Studienlage &#8211; von der Einnahme ab, ist es kein Problem; der nächste Arzt wartet und wird es verschreiben, der Umsatz der Herstellerfirma ist gesichert.</p>
<p>Die angeblich so intensiv forschende Pharmaindustrie hat in den letzten Jahren einen deutlichen Wandel in den Entwicklungsschwerpunkten vollzogen. Die Forschung zur Entwicklung von Substanzen zur Behandlung von Volkskrankheiten wurde weitgehend aufgegeben. Dafür kommen immer mehr Pharmaka mit zweifelhafter Wirksamkeit und oft riesiger Nebenwirkungswahrscheinlichkeit auf den Markt, die <em>Erleichterung</em> bei chronisch fortschreitenden oder zum Tode führenden Erkrankungen bieten sollen. Die Multiple Sklerose, die Alzheimer- Demenz oder fortgeschrittene Tumorerkrankungen sind ebenso Beispiele wie Depressionen. Neuentwicklungen werden zu abenteuerlichen Preisen auf den Markt gebracht, oft unzureichend getestet, wie unabhängige Sachverständige im Buch bestätigen. Wegen oft tödlicher Nebenwirkungen verschwinden diese Medikamente dann nach einigen Jahren wieder; der Konzern hat sein Geschäft längst gemacht. Als eins von vielen Beispielen wird im Buch das Rheumamittel <em>Vioxx</em> genannt.</p>
<p>Das <em>Deutsche Grüne Kreuz</em> ist eine vielzitierte Instanz in Sachen Krankheitsbehandlung. Bei einem eingetragenen gemeinnützigen Verein mit einem an das Rote Kreuz erinnernden Namen darf man doch auf sachliche Aufklärung hoffen? Nach Recherchen der Buchautoren ist die Pharmaindustrie über Sponsoring erheblich involviert.</p>
<p>Selbsthilfegruppen, Patientenseminare oder -kongresse &#8211; die Kreativität der Pharmaindustrie ist unerschöpflich, wenn es um die werbemäßige Beeinflussung der Patienten geht. Und ist gerade die passende Krankheit für das bereits existierende Medikament nicht vorhanden, so wird sie erfunden: Von der <em>Erektilen Dysfunktion</em> über das <em>chronic fatigue syndrome </em>bis zum <em>aging male syndrome</em> werden zum Medikament passende Krankheiten erschaffen. Die Werbetexter erfinden dann den <em>Helden der Liebe</em>, und jeder Konsument weiß, dass es zum die rautenförmige blaue Pille geht, die Männer stark macht. Die Marktplätze der Republik werden mit futuristischen mobilen Wandelobjekten zum Thema medikamentöse Therapie bestückt. Ein von den Autoren genanntes Beispiel berichtet von einem Patiententestverfahren zum Thema Demenz: Die recherchierenden (jungen) Journalisten beantworteten die am Computer gestellten Fragen wahrheitsgemäß. Das Ergebnis: Sie sollten sich dringend wegen Demenzverdacht in Behandlung begeben.</p>
<p>Es werden Krebsmedikamente, die bei fortgeschrittenen Tumoren die Überlebenszeit drastisch verlängern sollen &#8211; zu monatlichen Therapiekosten von 60.000 € &#8211; vorgestellt. Die vom Hersteller für die amtliche Zulassung eingereichten Studien lassen goldene Zeiten für diese verzweifelte Patientengruppe erwarten. Unabhängige Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass man von einer allenfalls 14- tägigen längeren Überlebenszeit reden könne &#8211; bei unerträglicher Einschränkung der Lebensqualität durch die Nebenwirkungen.</p>
<p>Die Autoren recherchieren auch bei der EU in Brüssel und bei der Zulassungsstelle für neue Medikamente in Berlin. Sie besuchen auch ein Seminar für Pharmalobbyisten, die gezielt auf ihre Arbeit mit den deutschen Politikern vorbereitet werden.</p>
<p>Den Abschluss des Buches bildet die <em>Schweinegrippe</em> und die Taktiken der Industrie in diesem Fall. Zunächst wurden die Landesregierungen per Email unter Druck gesetzt, riesige Menge des wegen der vielfach aufgetretenen Resistenzen der Grippeviren weitgehend unwirksamen Medikamentes <em>Tamiflu</em> auf Kosten der Steuerzahler zu kaufen. Dann wurde im Schnelldurchgang ein zweifelhafter Impfstoff entwickelt, der aufgrund eines umstrittenen Wirkverstärkers und eines quecksilberhaltigen Konservierungsmittels nicht empfehlenswert war. Doch die staatlichen Stellen kauften riesige Mengen ein; da sich in diesem Fall die Patienten in der Mehrzahl nicht für diese Impfung entschieden, blieb die Regierung auf riesigen Mengen Impfstoff sitzen. Der Versuch, wie weiterzuverkaufen, scheiterte. Pikantes Detail der im Ausschnitt zitierten Verträge der Regierung mit dem Hersteller: Der Hersteller wurde von möglichen Schadensersatzansprüchen freigestellt!</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Dieses gut, locker und verständlich geschriebene Buch ist ein Muss für jeden, der objektive Informationen sucht &#8211; ob Patient, Arzt oder Politiker.<strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Caroline Walter, Alexander Kobylinski<br />
Patient im Visier<br />
Die neue Strategie der Pharmakonzerne</strong></p>
<ul>
<li><strong>Gebundene Ausgabe:</strong> 240 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Hoffmann und Campe (28. Mai 2010)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 3455501516</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3455501513</li>
<li><strong> Größe: </strong> 20,8 x 13,2 x 2,4 cm</li>
<li><strong>Preis: </strong>17,00 €</li>
</ul>
<p>_______________________________________________________________________</p>
<p><em><strong>Kommentar</strong></em></p>
<p><em>Der Rezensent dieses Buch ist niedergelassener Allgemeinarzt und konnte bei dieser Tätigkeit früh und intensiv mit den Werbestrategien der Pharmaindustrie Bekanntschaft machen. Kurz nach der Niederlassung im Jahre 1982 tauchten freundliche Pharmareferenten in der Praxis auf. Sie brachten Kugelschreiber mit Werbeaufdruck mit, Notizblöcke und Kalender &#8211; als &#8220;Gegenleistung&#8221; für ein kurzes Gespräch, in dem die enormen Vorteile irgendeines Medikamentes geschildert wurden.</em></p>
<p><em>Irgendwann erfolgte eine Einladung zu einem &#8220;Kongress&#8221; in die Hansestadt Hamburg, veranstaltet von einer Pharmafirma, die den Namen mit einem in St. Pauli gebrauten Bier gemein hat. Im edlen Sternehotel nahe beim Jungfernstieg waren die Vortragsräume gut gefüllt, als von dem Konzern bezahlte Redner die Vorteile eines neuen Medikamentes wortreich und mit einer Vielzahl projezierter Diagramme verkündeten. Es folgte eine Diskussion, und dann schloss sich das &#8220;Rahmenprogramm&#8221; an. Dem Rezensenten ist nicht mehr erinnerlich, ob es eine Musicalaufführung oder ein Theaterbesuch war; selbstverständlich zahlte die Pharmafirma die Eintrittskarten und auch die nachher reichlich angebotenen alkoholischen Getränke. </em></p>
<p><em>Da dem Berichterstatter nicht nach einem Vollrausch zumute war, setzte er sich in eine Nische des Hotelrestaurants und las in einem Buch. Langsam torkelten die Kollegen an ihm vorbei &#8211; einem seligen Schlafe entgegen. Irgendwann war das große Restaurant nahezu leer; nur am Nachbartisch &#8211; optisch getrennt durch eine Blumenrabatte &#8211; versammelten sich die betreuenden und selbstverständlich nüchternen Pharmareferenten zur Lagebesprechung. Der Rezensent legte sein Buch zur Seite, als er unfreiwillig zum Mithörer wurde. Akribisch wurden die eingeladenen Ärzte analysiert, gewonnene Informationen verglichen, Persönliches öffentlich gemacht, ob die Zahl der Kinder oder der Namen der illigitimen Freundin. Es wurden Prognosen abgegeben, inwieweit und mit welchen Mitteln der einzelne Arzt zu einem verbesserten Verordnungsverhalten zugunsten der einladenden Firma bewegt werden können. Der staunende unfreiwillige Zuhörer erfuhr, wie er und seine Kollegen in bezug auf das Marketingpotenzial eingestuft wurde, wo Druck, wo Belobigung oder Einladung erfolgversprechender sei.</em></p>
<p><em>Der Rezensent verließ das Restaurant, ging auf sein Zimmer, packte seinen Koffer und fuhr noch in der Nacht &#8211; auf eigene Kosten &#8211; nach Hause. In der Praxis untersagte er von Stund&#8217; an jeglichen Besuch von Pharmavertretern, nahm keine der Einladungen zu den zunächst noch reichlich, später seltener eintreffenen Werbeveranstaltungen mehr an.</em></p>
<p><em>Der Lohn: In nunmehr fast 30 Jahren brauchte er nie einen Patienten anzurufen, um ihm mitzuteilen, dass dass noch eben angepriesene Wundermittel leider wegen tödlicher Nebenwirkungen vom Markt genommen werden musste. Kommt ein neues Medikament auf den Markt, so informiert er sich zunächst ein Jahr lang in unabhängigen Quellen über Wirkungen und Nebenwirkungen, bevor er den Einsatz bei seinen Patienten erwägt. In der gesamten Zeit der praktischen Arbeit an der Medizinfront hat es noch kein Medikament gegeben, dessen Nutzen im Vergleich zu seinen Vorgängern so groß war, dass ein solches Abwarten ethisch nicht vertretbar gewesen wäre. </em></p>
<p><em>Auch zu ihm kommen Kranke, die in der Zeitung von einem neuen Wundermittel gelesen haben. Wenn er ausführlich begründet, warum er dieses Medikament noch nicht einsetzen möchte, verstehen dies seine Patienten &#8211; je länger er dies praktiziert, um so eher, denn viele derart Beratene konnten später in denselben Zeitschriften, aber in deutlich kleinerer Schrift, lesen, dass das Wundermittel entzaubert worden war &#8230;..<br />
</em><br />
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lachgas verhindert Schmerzen</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/04/lachgas-verhindert-schmerzen/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 06:44:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Renato Diekmann Ein inhalatives Analgetikum erspart erkrankten Kindern Schmerzen und macht eine Narkose überflüssig.   Schmerzfreie Eingriffe bei Kindern Obwohl bekannt ist, dass Kinder mindestens genauso stark – wenn nicht sogar stärker – Schmerz empfinden als Erwachsene, bestehen immer noch Defizite in der Schmerztherapie bei Kindern. Selbst in Deutschland wird die Schmerzprävention nicht konsequent [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Renato Diekmann</em></p>
<p><strong>Ein inhalatives Analgetikum erspart erkrankten Kindern Schmerzen und macht eine Narkose überflüssig.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_7169" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/LIVOPAN-Teddy.jpg"><img class="size-medium wp-image-7169" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/LIVOPAN-Teddy-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Lachgas ermöglicht kleine schmerzfreie medizinische Eingriffe bei Kindern</p></div>
<p><strong>Schmerzfreie Eingriffe bei Kindern</strong></p>
<p>Obwohl bekannt ist, dass Kinder mindestens genauso stark – wenn nicht sogar stärker – Schmerz empfinden als Erwachsene, bestehen immer noch Defizite in der Schmerztherapie bei Kindern. Selbst in Deutschland wird die Schmerzprävention nicht konsequent und adäquat betrieben, um die Prävalenz oder die Intensität von Schmerzen bei Kindern zu senken. Eine unzureichende Schmerztherapie besonders bei Kindern hinterlässt in der Regel negative Erfahrungen und kann sich langfristig auf die spätere Schmerztoleranz und Schmerzempfindung auswirken.</p>
<p><span id="more-7164"></span></p>
<p>Erfreulicherweise stellt der behandelnde Arzt sich immer häufiger die Frage, wie Ängste und Schmerzen erfolgreich vermieden werden können, wenn insbesondere bei Kindern ein kleiner medizinischer Eingriff erforderlich ist. Die Frage kann zufriedenstellend beantwortet werden. Seit 2008 gibt es ein inhalatives Analgetikum, das Kindern Schmerzen erspart und eine Narkose überflüssig macht: LIVOPAN®. Es besteht zu 50% aus Sauerstoff und einem 50%igen Lachgasgemisch und wird immer häufiger von <span style="text-decoration: underline">Pädiatern</span> (aber auch von Zahnärzten, Hebammen und Geburtshelfern / Frauenärzten) eingesetzt.</p>
<p><strong>Analgesie-Alternative</strong></p>
<p>„Die fixe, sofort einsatzbereite Sauerstoff-/Lachgas-Mischung ist im Vergleich zu den derzeit eingesetzten Alternativen in der Analgesie sicher und einfach in der Handhabung“, berichtete Dr. Michael Barthel, Chefarzt an der Klinik für Kinderchirurgie des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld. In der Zeit von Februar 2009 bis Juni 2010 kam dort das Fertig-Arzneimittel bei 142 Patienten im Alter von 18 Monaten bis 15 Jahren zum Einsatz. Die meisten Patienten wurden ambulant versorgt. Das Spektrum der Eingriffe reichte von Wundversorgung über Punktionen, Legen und Entfernen von Drainagen, Einrichten leichter Knochenbrüche, Gipskeilung, Fremdkörper- und Metallentfernungen bis zu Verbandswechseln bei leichten Verbrennungen. Die kurzfristige Gabe von LIVOPAN® kann dabei mit anderen, länger wirksamen Analgetika kombiniert werden. Als unerwünschtes Ereignis wurde das Auftreten von Schmerzen gewertet, das in fünf Fällen beobachtet wurde. Barthel erklärte, dass in diesen Fällen die Indikation nicht angemessen, sondern zu weit gestellt war. „Trotz dieser Fälle waren alle Eltern zufrieden“, so Barthels Fazit. Die starke Akzeptanz führte Barthel auch darauf zurück, dass die Eltern in die Therapie eingebunden wurden und nicht nur zusehen mussten. Für ihn stand fest: „Die höheren Kosten für den Eingriff rechtfertigen sich durch ausgesprochen zufriedene Patienten und Eltern.“</p>
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<div id="attachment_7171" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/LIVOPAN-Mädchen-Maske-und-Schwester.jpg"><img class="size-medium wp-image-7171" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/LIVOPAN-Mädchen-Maske-und-Schwester-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Umfassende Aufklärung der Eltern und Kinder schafft Vertrauen</p></div>
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<p><strong>Gute Erfahrungen</strong></p>
<p>Ähnliches schilderte auch Barbara Weyers vom Elisabeth-Krankenhaus in Essen: „Bei der Anwendung von LIVOPAN® haben wir zu 90 Prozent positive Erfahrungen gemacht. Sowohl die Kinder als auch die Eltern würden einer Behandlung mit LIVOPAN® jederzeit wieder zustimmen.“ Sie hob hervor, dass ein großer Vorteil dieser neuen Option in der Schmerztherapie vor allem in der kurzen Überwachungszeit der Patienten liege. Im Elisabeth-Krankenhaus werden dafür nur noch 15 bis 30 Minuten angesetzt. Das inhalative Analgetikum wird dort in der Ambulanz sowie auf der Station für kurze, schmerzhafte Eingriffe eingesetzt. Auch hier zählen Wundversorgung, Warzenentfernung, Abszessspaltung, Nagelplastiken und Ähnliches zu den Einsatzgebieten: „Viele weitere Indikationen sind denkbar.“ Wichtig sei die umfassende Aufklärung der Eltern und Kinder. Weyers hob hervor: „Während die Kinder einatmen, können sie sich beruhigen.“ Zudem gibt es Duftstifte, mit denen die Kinder der Maske einen angenehmen (Schokoladen, Erdbeer oder Orangen) Duft verleihen können. Die Eltern und Kinder haben so die Möglichkeit, die Maske besser kennen zu lernen und eventuelle Ängste abzubauen. „Während der Behandlung sollen die Kinder die Maske – je nach Alter – möglichst eigenständig halten.“ Bei kleineren Kindern ist unter Umständen die Hilfe der Eltern oder des Pflegepersonals notwendig. Die empfohlene pulsoximetrische Kontrolle zeigt den steigenden Sauerstoff-Gehalt des Blutes an.</p>
<p><strong>Klare Entscheidung</strong></p>
<p>„Auch Gelenkpunktionen bei Kindern und Jugendlichen können eine adäquate Analgesie erfordern. LIVOPAN® bietet hier eine inhalative Alternative zu intravenös applizierten Sedativa und Analgetika“, urteilte Dr. Thilo J. Schmalbach am Zentrum für Kinderrheumatologie der Asklepios Klinik Sankt Augustin. 33 Patienten im Alter zwischen 7 und 17 Jahren entschieden sich dort nach vorheriger Aufklärung für die neue inhalative Schmerztherapie. Auf einen venösen Zugang konnte dabei verzichtet werden. Zudem war bei keinem der Patienten eine Überwachung oder Nachbeobachtung erforderlich. Zwei Patienten brachen die Inhalation ab, weil die Atemwege gereizt waren. In zwei weiteren Fällen wurde die Behandlung unterbrochen, weil möglicherweise die Analgesie nicht ausreichte. Aufgrund der großen Vorteile der inhalativen Schmerztherapie mit äquimolarem Sauerstoff und Lachgas steht für Schmalbach fest: „Wir haben mit dem Gasgemisch eine hervorragende Alternative, um eine hohe Patientenzufriedenheit zu generieren.</p>
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<div id="attachment_7172" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/LIVOPAN-Mädchen-mit-Maske1.jpg"><img class="size-medium wp-image-7172" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/LIVOPAN-Mädchen-mit-Maske1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Das Kind kann zwischen Schokoladen-, Erdbeer- oder Orangenduft wählen</p></div>
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<p><strong>Vorteile für Kinder, Eltern und Klinik</strong></p>
<p>Gerlinde Rosch, Intensivkrankenschwester an der Kinderklinik Dritter Orden in Passau, beurteilte den Einsatz von LIVOPAN® ebenfalls positiv und benennt die Vorteile für Kind, Eltern und Klinik auf dem Pädiatrietag 2011 in Bamberg. Das zu behandelnde Kind bleibt trotz schmerzstillender schwach narkotischer Wirkung wach und ansprechbar, entwickelt statt Angst ein Glücks- und Wärmegefühl und behält überdies die Klinik in guter Erinnerung. Eltern loben die entspannte Atmosphäre und sind mit der Arbeit der behandelnden Ärzte/innen durchweg zufrieden. Auch das Klinikpersonal hat den Nutzen erkannt und schätzt vor allem die schnelle Durchführung, das zufriedenstellende Outcome (Ergebnis) und das bessere Zeitmangagement.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Oberarzt Dr. Alexander Worm von der Kinderchirurgie der Kliniken Nürnberg bezeichnet den Einsatz von LIVOPAN® als sicheres Verfahren. Es ist einfach in der Handhabung und kann durch entsprechend geschultes Krankenpflegepersonal sicher verabreicht werden, wenn zuvor eine gewissenhafte Überprüfung der Indikation stattgefunden hat. Dank der beruhigenden und sedierenden Eigenschaften von LIVOPAN® sind besonders Kinder vor und während des Eingriffs wesentlich kooperativer. Eltern können eingebunden werden und ggf. zusätzlich beruhigend auf das Kind einwirken. Nebenwirkungen wurden bei den in der Kinderchirurgie behandelten 91 Patienten mit 114 Eingriffen nicht festgestellt. Das Gasgemisch ist im stationären wie ambulanten Bereich einsetzbar. Allerdings benötigt man eine Notfallausstattung bei eventueller Inkubation, einen geeigneten Raum mit Lüftungsschacht und die sichere Lagerungsmöglichkeit der Gasflasche zur Nacht.</p>
<p>Quellen: Referenten Pädiatrie-Symposium 2010 Datteln,  Pädiatrietag 2011 Bamberg, Fotos: Linde Gas Therapeutics GmbH (3)<br />
</p>
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		<title>Wann ein Arzt wirklich gut ist!</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 08:23:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt am 11. April 2011 von Johanna R. Wöhlke Wann ist ein Arzt ein guter Arzt? Sich diese Frage zu stellen, bedeutet, sich auf glattes Eis zu begeben. Zu oft schon habe ich es erlebt, dass Patienten von ein und demselben Arzt ganz unterschiedliche Meinungen vertreten haben: einmal war er klasse, einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt am 11. April 2011</p>
<p>von Johanna R. Wöhlke</p>
<div id="attachment_7107" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/11-04-2011-003.jpg"><img class="size-medium wp-image-7107 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/11-04-2011-003-300x270.jpg" alt=" " width="180" height="162" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Wann ist ein Arzt ein guter Arzt? Sich diese Frage zu stellen, bedeutet, sich auf glattes Eis zu begeben. Zu oft schon habe ich es erlebt, dass Patienten von ein und demselben Arzt ganz unterschiedliche Meinungen vertreten haben: einmal war er klasse, einmal war er einfach nur miserabel. Warum ist das so?</p>
<p>Die naheliegende Antwort ist wohl: Menschen sind Individuen und nehmen individuell wahr. Jeder von uns schaut alles – also auch einen Arzt – durch seine „Brille“ an. Wie aber ist es dann möglich, eine halbwegs objektive Einschätzung einer Person und ihrer Arbeit zu bekommen? Fragen über Fragen tun sich auf.<span id="more-7105"></span></p>
<p>Schwierig in diesem Zusammenhang ist wohl die Ansicht – warum auch immer sie sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben mag – ein Arzt könne gesund machen. Ich behaupte, das kann er nicht. Aber er kann etwas ganz Wunderbares: Er kann sein Wissen und die Möglichkeiten der Medizin dafür einbringen, Menschen dabei zu helfen, gesund zu werden! Jeder Arzt verzeihe mir meine laienhafte Meinung -  zum Gesundwerden gehören immer drei: das ärztliche Wissen, der Patient als Persönlichkeit und die „black box“ seines kranken Körpers.</p>
<p>Da hat alles seinen Platz: Gläser, Kanülen, Pillen, Spritzen, Beutel, Schläuche, Messer und Scheren sowie auch Fragen und Hören, Schauen und Tasten, Fühlen und Horchen, Lieben und Reden, Glauben und Hoffen.</p>
<p>Am Ende wünschen wir uns alle, Menschen zu bleiben aus Fleisch und Blut. Mitten im Leben. Die moderne Medizin hilft dabei auf wunderbare Weise und der Dank ihr gegenüber  und den Menschen, die dort ihren Dienst tun, sollte nie vergessen werden.<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schmerz kennt keinen Normwert</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 08:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[DIE ZAHL DER LEITLINIEN IN DER SCHMERZTHERAPIE STEIGT &#8211; UND MIT IHR DIE DESORIENTIERUNG VON ÄRZTEN UND PATIENTEN. Unzufriedene Schmerzpatienten In Deutschland leiden bis zu 20 Millionen Menschen an chronischen oder immer wiederkehrenden Schmerzen. Die bestmögliche Versorgung soll für diese Patienten aber nicht nur unnötige Schmerzen verhindern, sondern auch Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit erhalten und wiederherstellen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DIE ZAHL DER LEITLINIEN IN DER SCHMERZTHERAPIE STEIGT &#8211; UND MIT IHR DIE DESORIENTIERUNG VON ÄRZTEN UND PATIENTEN.</p>
<p><strong>Unzufriedene Schmerzpatienten</strong></p>
<div id="attachment_6902" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Blitz_2-Gerd-Altmann-pixelio_de.jpg"><img class="size-medium wp-image-6902" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Blitz_2-Gerd-Altmann-pixelio_de-300x266.jpg" alt="" width="300" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Schmerz trifft Patienten oft hart und unerwartet. Die Leitlinien Schmerztherapie sind dagegen leider oft kontraproduktiv. Foto: Gerd Altmann, pixelio.de</p></div>
<p>In Deutschland leiden bis zu 20 Millionen Menschen an chronischen oder immer wiederkehrenden Schmerzen. Die bestmögliche Versorgung soll für diese Patienten aber nicht nur unnötige Schmerzen verhindern, sondern auch Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit erhalten und wiederherstellen. Dies setzt multimodales, interdisziplinäres und ursachenorientiertes Vorgehen unter Nutzung neuer Daten der Grundlagenforschung voraus. Allerdings sind Patientinnen und Patienten, die an chronischen Schmerzen leiden, mit dem Ergebnis ihrer Therapie häufig sehr unzufrieden.</p>
<p><span id="more-6899"></span>„<em>Widersprüchliche Therapieempfehlungen tragen zur Verunsicherung von Patienten, Ärzten und Prüfgremien ebenso bei wie die mangelnde Kenntnis und unzureichende Ausbildung der Ärzte im Bereich der Schmerztherapie“,</em> erklärte Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe am 22. Deutschen Schmerz- und Palliativtag 2011 in Frankfurt am Main. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS) fordert einen Paradigmenwechsel: „<em>Damit sich etwas ändert, sei es notwendig, endlich den Facharzt für Schmerzmedizin zu etablieren“. </em></p>
<p><strong>Leitlinien sind keine Richtlinien</strong></p>
<p>Die Zahl der Leitlinien in der Schmerztherapie steigt – und mit ihr die Desorientierung von Ärzten und Patienten. Denn viele Leitlinien haben Defizite und Schwächen. Außerdem sind Leitlinien keine Richtlinien, demzufolge auch nicht rechtlich bindend und schon gar keine Vorgabe für Ärzte. Dennoch werden sie im Einzelfall genutzt. Zum Beispiel bei Auseinandersetzungen vor Gericht, von Standesgremien, wenn es um die Zulassung von Ärzten oder um die Arzneimittelregresse geht, und nicht zuletzt von Richtern als Ersatz für Gutachten. Leitlinien, die keinen oder nur einen sehr geringen Effekt auf die Patientenversorgung haben, sind kontraproduktiv und schränken die Therapiefreiheit des Arztes eher ein. Gute Leitlinien, die nicht nur auf externer Evidenz basieren, sondern auch praktische Erfahrungen der Behandler und die Erwartungen von Patienten gleichwertig berücksichtigen und deren Entstehung und Grundlagen transparent sind, bieten dagegen große Chancen auf eine nachhaltige Verbesserung der Patientenversorgung.</p>
<p><strong>Dem Patienten glauben</strong></p>
<p>„Licht im Dschungel der Leitlinien“ war das Thema des Deutschen Schmerz- und Palliativtages 2011 vom 23. &#8211; 26. März 2011 in Frankfurt am Main. Rund 2000 Experten diskutierten – zum Teil sehr kontrovers – über Nutzen und Risiken aktueller Leitlinien im Bereich Schmerztherapie. Vor allem wurden die aktuellen Leitlinien zur Versorgung chronischer Schmerzpatienten kritisch diskutiert. Dabei wurden formale wie methodische Unzulänglichkeiten offengelegt und die sich daraus ergebenden Folgen für Ärzte und Patienten aufgezeigt. Um individuell und effektiv behandeln zu können, muss künftig wesentlich mehr auf die individuellen Bedürfnisse des Schmerzpatienten eingegangen werden. Vor allem aber muss dem Patienten geglaubt werden, dass er Schmerzen hat.</p>
<p>Die Ziele der neuen PraxisLeitlinien Schmerztherapie formulierte der Nürnberger Priv.-Dozent Dr.med. Michael A. Überall in fünf Punkten:</p>
<ul>
<li>Die wissenschaftliche (externe) Evidenz, ärztliche (Praxis-)Erfahrung und (Patienten-)Erwartung zu speziellen Versorgungsproblemen darzulegen und unter klinischen Aspekten zu bewerten</li>
<li>Gegensätzliche Standpunkte zu klären</li>
<li>Unter Abwägung von Nutzen und Schaden das derzeitige (beste/ideale) Vorgeben der Wahl zu definieren</li>
<li>Gute klinische Praxis zu fördern und</li>
<li>Die Öffentlichkeit darüber entsprechend zu informieren.</li>
</ul>
<p><em> </em></p>
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<p style="text-align: center"><em> </em></p>
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<p><em></p>
<div id="attachment_6908" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Überall_-Chart-22-Leitlinien-spezial1.jpg"><img class="size-medium wp-image-6908 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Überall_-Chart-22-Leitlinien-spezial1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Grafik: Privat-Dozent Dr. med. Michael A. Überall</p></div>
<p></em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
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<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>„Da die Erstellung von Leitlinien sehr aufwändig ist, werden die PraxisLeitlinien von DGS und DSL (Deutsche Schmerzliga) in Modulen entwickelt. Auf der Ebene 1 werden Empfehlungen zu einzelnen Wirkstoffen und Medikamente für bestimmte Indikationen und Behandlungssituationen entwickelt, gefolgt von Empfehlungen zu nichtmedikamentösen (Ebene 2) und invasiven/operativen Verfahren (Ebene 3). Auf der höchsten Ebene 4 werden diese Empfehlungen gebündelt und abgewogen“</em>, so der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V., Dr. Michael A. Überall.</p>
<p><strong>Erstes Erfolgsrezept gegen Rückenschmerzen</strong></p>
<p>Ob die neu zu formulierenden „PraxisLeitlinien Schmerztherapie“ bei Ärzten und Patienten weniger Verwirrung stiften, wird sich zeigen. Erste Erfolge zeigt ein von der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. initiiertes Konzept zur integrierten Versorgung von Rückenschmerzpatienten – ein Modell, das unter der Mitwirkung der Techniker-Krankenkasse und der Hanseatischen Krankenkasse bundesweit an 36 Zentren etabliert wurde. 3.700 Patientinnen und Patienten haben inzwischen an dem Programm teilgenommen. Auswertungen zeigen, dass nach vier Wochen 49 Prozent der Patienten und nach insgesamt acht Wochen 84 Prozent wieder weitgehend schmerzfrei und arbeitsfähig sind. Bei der integrierten Versorgung arbeiten Schmerzmediziner, Fachärzte, Psychologen und Physiotherapeuten eng zusammen. Um Operationen zu vermeiden, bieten beide Krankenkassen ihren Versicherten an, vor einer Operation eine zweite Expertenmeinung einzuholen. 300 Patienten haben davon bereits Gebrauch gemacht. Das Ergebnis: Nur bei 15 Prozent bestätigen die Schmerzspezialisten die OP-Indikation. Bei 248 Patienten hielten sie den geplanten Eingriff für nicht angebracht. 18 Prozent dieser Patienten wurden in das integrierte Therapiekonzept für Rückenschmerzpatienten eingeschleust. Bei der Mehrzahl der Fälle erhielten die behandelnden Ärzte Empfehlungen für eine angepasste Therapie.</p>
<p><strong>Weniger Schmerz, mehr Lebensqualität</strong></p>
<p><em> „Von der Leistungsfähigkeit der modernen Schmerzmedizin profitieren nicht nur die Patienten durch weniger Schmerzen und mehr Lebensqualität, sondern auch die Kassen“,</em> verkündete Dr. Müller-Schwefe. „<em>Da die Patienten wieder arbeitsfähig werden, sparen die Versicherungen durch die integrierte Versorgung im Vergleich zu einer konventionellen Behandlung über 1.500 Euro pro Patient. Und wenn zudem überflüssige Diagnostik und operative Maßnahmen verhindert werden, kommen sogar weitere Kosteneinsparungen hinzu“. </em></p>
<p><a title="Praxisleitlinien Schmerztherapie der DSG &amp; DSL " href="http://www.praxisleitlinien-schmerztherapie.de" target="_blank">www.praxisleitlinien-schmerztherapie.de</a></p>
<p>Textbearbeitung: Renato Diekmann, Quelle: Referenten Müller-Schwefe, Horlemann, Überall anlässlich  22. Deutscher interdisziplinärer Schmerz- und Palliativkongress Frankfurt am Main, Fotos: Altmann, Kunka über pixelio.de; Grafik: Dr. Michael A. Überall<br />
</p>
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		<title>Organspende &#8211; umfassende Information</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/03/organspende-umfassende-information/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 19:55:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=6722</guid>
		<description><![CDATA[Von Dr. Wolf Tekook Als im Grote- Schuur- Krankenhaus in Kapstadt das erste Herz transplantiert wurde, gab es lange Zeit kein wichtigeres Thema für die Medien. Heute werden jedes Jahr tausende von Organen verpflanzt. Die Organtransplantation ist zum etablierten Bereich der medizinischen Therapie geworden. Und doch sterben in jedem Jahr Kranke, weil das lebensrettende Organ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/62c65da806984c0197ea720087884ffd" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="attachment_6723" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-6723" title="Organspende" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Organspende.jpg" alt="" width="300" height="300" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p><em>Von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<p>Als im Grote- Schuur- Krankenhaus in Kapstadt das erste Herz transplantiert wurde, gab es lange Zeit kein wichtigeres Thema für die Medien. Heute werden jedes Jahr tausende von Organen verpflanzt. Die Organtransplantation ist zum etablierten Bereich der medizinischen Therapie geworden. Und doch sterben in jedem Jahr Kranke, weil das lebensrettende Organ eines Spenders nicht zur Verfügung stand. Die Zahl der Menschen, die im Todesfall ihre Organe für das Leben Anderer zur Verfügung stellen, schrumpft sogar. Liegt es an der fehlenden Information?</p>
<p>Der Arzt und Medizinautor Eberhard J. Wormer hat mit seinem Buch <strong>Organspende </strong>auf 146 Seiten umfassend zu dem komplexen und oft tabuisierten Thema Stellung bezogen. Beginnend mit einem geschichtlichen Überblick erläutert er mit reichlich Bildmaterial  und profunder Sachkenntnis viele Aspekte rund um den Themenkreis Transplantation. Aktuelle Daten und Beschreibungen aus der Immunologie fehlen ebenso wenig wie die Definition(en) des Hirntodes, der organisatorische Ablauf einer Transplantation oder die juristischen Regelungen. Zu den wichtigsten transplantierbaren Organen:<span id="more-6722"></span></p>
<ul>
<li>Herz</li>
<li>Lunge</li>
<li>Nieren</li>
<li>Leber</li>
<li>Bauchspeicheldrüse</li>
<li>Dünndarm</li>
</ul>
<p>wird der komplette Ablauf der Transplantation beschrieben.</p>
<p>Ein wichtiges Teilthema sind die ethischen Aspekte rund um die Organspende: Wann ist menschliches Leben beendet? Dürfen Ärzte Organe Lebender zu Transplantationszwecken entnehmen? Wer bestimmt die Rangfolge potenzieller Empfänger auf der Warteliste? Wie gerecht ist die Verteilung der zur Verpflanzung verfügbaren Organe? Wie stehen die großen Religionen zur Organspende? Auch dieser Problembereich wird detailliert beschrieben.</p>
<p>Das Buch schließt mit der Vorstellung Prominenter &#8211; von Benedikt XVI bis Angela Merkel -, die sich zur Organspende bereiterklärt haben. Natürlich endet das Buch mit zwei Organspendeausweisen zum Selbstausfüllen.</p>
<p>Die Informationsdichte des Buches ist sehr hoch; der fachkundige Leser freut sich über die pointierten Beschreibungen, stellt sich aber gleichzeitig die Frage, ob die Faktenfülle und die durchweg verwendete medizinische Fachsprache den Durchschnittskonsumenten nicht überfordert. Ein Beispiel aus dem Kapitel <em>Immunsystem unter Kontrolle</em>: &#8220;MHC- Antigene wurden beim Menschen erstmals auf weißen Blutkörperchen gefunden, heißen deshalb humane Leukozyten- Antigene (HLA). Für die Gewebeverträglichkeit bei Transplantationen sind vor allem HLA- Moleküle der Klasse I (HLA-A, -B, -C) und II (HLA-DR, -DQ, -DP) bedeutsam.&#8221; Welche Medikamente nach einer Transplantation die Abstoßung verhindern, ist für die in Akutphase und Nachsorge tätigen Ärzte enorm wichtig. Ob aber das Wissen darüber einem potenziellen Organspender die Entscheidung erleichtert?</p>
<p>In der vorliegenden Konzeption ist das Buch eine wertvolle Informationsquelle für nicht mit der Transplantation primär beschäftigte Ärzte und ähnliche Berufsgruppen, die peripher mit der Problematik konfrontiert werden. Sie werden eine Fülle von Fakten und wertvolle Grundlagen für Gespräche mit möglichen Organspendern erhalten. Diese Gruppe kann allerdings problemlos auf die bebilderte Prominentenliste verzichten. Für den interessierten Laien wird die Dichte des vermittelten Wissens vielleicht erschlagend wirken, die gewählte Sprache das regelmäßige Druchforsten der Glossarien des Internets notwendig machen.</p>
<p>Aber wenn dieses Buch dazu beiträgt, dass nur einige hundert Menschen mehr sich einen Organspendeausweis zulegen, so hat es seinen Sinn erfüllt!</p>
<p><strong>Eberhard J. Wormer<br />
Organspende: Lebensrettende Transplantation<br />
</strong></p>
<ul>
<li><strong>Broschiert:</strong> 147 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Lingen; Auflage: 1., Aufl. (September 2010)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 9783941118508</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3941118508</li>
<li><strong>ASIN:</strong> 3941118501</li>
<li><strong> Größe: </strong> 18,8 x 13 x 1 cm</li>
<li><strong>Preis: </strong>4,95 €</li>
</ul>

]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Langzyklus</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/02/langzyklus/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/02/langzyklus/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 20:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Egloff Götz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=6244</guid>
		<description><![CDATA[Rezension zum Buch „Langzyklus“ von Inka Wiegratz und Herbert Kuhl, Thieme Verlag, Stuttgart, 2010 von Götz Egloff „Weniger Menstruationen – weniger Menstruationsbeschwerden – weniger zyklusabhängige Erkrankungen“ trägt das kurze, aber dichte Lehrbuch der beiden Frankfurter Gynäkologen und Universitätsforscher im Untertitel. Dieser Leitgedanke ist Programm des Werks, das sich einerseits an Gynäkologen, Psychiater und Internisten richtet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Rezension zum Buch „Langzyklus“ von Inka Wiegratz und Herbert Kuhl, Thieme Verlag, Stuttgart, 2010</strong></p>
<p><em> von Götz Egloff</em></p>
<div id="attachment_6245" class="wp-caption alignright" style="width: 227px"><img class="size-full wp-image-6245" title="Wiegratz_Langzyklus_153301" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/02/Wiegratz-Langzyglus.jpg" alt="" width="217" height="300" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>„Weniger Menstruationen – weniger Menstruationsbeschwerden – weniger zyklusabhängige Erkrankungen“ trägt das kurze, aber dichte Lehrbuch der beiden Frankfurter Gynäkologen und Universitätsforscher im Untertitel. Dieser Leitgedanke ist Programm des Werks, das sich einerseits an Gynäkologen, Psychiater und Internisten richtet, sowie an akademisch vorgebildete Frauen, die eine Optimierung des Zyklus und eine Reduzierung damit einhergehender Beschwerden oder assoziierter Erkrankungen wünschen. Und das sind nicht wenige.</p>
<p>Zum 50. Geburtstag der Pille, die – es kann nicht oft genug betont werden – eine revolutionäre Entdeckung und Erfindung darstellt, erscheint es sehr angebracht, dem oralen Kontrazeptivum nicht nur die gebührende Aufmerksamkeit zu zollen, sondern auch neue Wege der Darreichungsform gründlich vorzustellen, die sich bei immer mehr Frauen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Doch allein das ist nicht Selbstzweck des Buches. Es geht um mehr: Menstruationsbeschwerden, in der Praxis häufiger als allgemein angenommen anzutreffen, stellen für viele Frauen nicht nur ein lästiges Übel, sondern in Zeiten wachsenden Gesundheitsbewusstseins folgerichtig eine möglicherweise zu vermeidende Belastung dar, der mittels „off-label-use“ bereits seit längerem entgegengetreten wird. So wird zu Anlässen wie Reisen, Festtagen oder besonderen beruflichen Verpflichtungen die Pille oft „durchgenommen“, die Hormonentzugsblutung somit aus nachvollziehbaren Gründen verschoben. <span id="more-6244"></span>Einhergehend stellt sich vielen Frauen die Frage, ob diese denn überhaupt noch notwendig ist. Diese Infragestellung geht über reine Lifestyle-Motive hinaus, handelt es sich nämlich gleichzeitig um die Infragestellung der Notwendigkeit der allseits bekannten menstruationsassoziierten Belastungen und Erkrankungen wie Dysmenorrhoe, PMS, Kopfschmerz, Myome, Endometriose usw. Exzessive Blutungen sind keine Seltenheit bei nicht wenigen Patientinnen, und was manchmal als Hypermenorrhoe erscheint, erfüllt bei genauerer Diagnostik nicht selten die Kriterien einer Menorrhagie, die gewiss mehr als eine kleine Belastung darstellt. Insbesondere bei starken Blutungsstörungen und bei PMS, Endometriose und PCOS ist die Verordnung des Langzyklus immer öfter das Mittel der Wahl.</p>
<p>Die ausführliche Darstellung dieser Zusammenhänge ist Anliegen des Buches, und den Autoren gelingt dies in hervorragender Weise. Einführend geben sie einen Abriss über die Geschichte der Menstruation; der Glaube, dass regelmäßige Menstruationen reinigende Kräfte hätten, und der aus der Lehre der Bedeutung der Körpersäfte aus dem Mittelalter (und noch früher) stammt, verliert erst in der Moderne an Gewicht. Wie die Autoren beobachten, steckte darin immerhin die durchaus zutreffende Idee, dass Zyklusstörungen krankheitswertig sein können, da mit einer Oligomenorrhoe häufig ein anovulatorischer Zustand mit ungehinderter Östrogeneinwirkung einhergeht – der Zusammenhang mit der Entstehung von Endometriose ist bekannt.</p>
<p>Mehrjährige Stillpausen durch deutlich mehr Schwangerschaften, eine deutlich spätere Menarche als heute: Wiegratz und Kuhl unterstreichen emphatisch die Zahl von ca.160 Ovulationen und Menstruationen im Lebenslauf einer Frau im 19. Jahrhundert gegenüber ca. 450 heutzutage. Für die Hormonentzugsblutung bei Pilleneinnahme bestehe zudem keine Notwendigkeit, solange ausreichend Gestagen vor Endometriumhyperplasie schützt. In der Konsequenz heißt das verkürzt: Amenorrhoe zur Vorbeugung des Endometriumkarzinoms – für viele Frauen ein besonders stichhaltiges Argument.</p>
<p>Dass die Pille als Therapeutikum (gynäkologie + geburtshilfe, 9/2010) bei vielerlei Störungen wie „ganz nebenbei“ hervorragende Dienste leistet, steht außer Frage: Akne/Seborrhoe, Dysmenorrhoe und hormonelle Migräne sind mit ihr gut beeinflussbar. Der aktuelle Kontrazeptionstrend zeigt zudem weitere interessante Entwicklungen: MPA-Depotpräparate und Hormonspirale werden zunehmend verordnet, und in diesem Frühjahr wird es in Deutschland vermutlich die erste folatsupplementierte Pille geben, mittels der der Folsäurespiegel nach Absetzen noch über drei Monate erhalten bleibt; Neuralrohrdefekte bei Embryonen könnten somit noch effektiver verhindert werden.</p>
<p>Von der Historie der hormonellen Kontrazeption geht es im Lehrbuch von Wiegratz und Kuhl dann über die Bedeutung der Menstruation in verschiedenen Kulturkreisen weiter zu den zahlreichen Akzeptanzstudien des Langzyklus in verschiedenen Ländern. Insgesamt werden weniger Menstruationen gewünscht, Deutschland ist dabei etwa gedrittelt: ein Drittel der Frauen möchte monatlich menstruieren, ein weiteres Drittel alle drei, oder sechs, oder zwölf Monate. Ein weiteres Drittel möchte auf Menstruationen ganz verzichten. Gerade für jugendliche Frauen gilt dies. Und gerade für diese ist es zudem nicht einfach, das passende Präparat zu finden. ZNS-beeinflussende Östrogenschwankungen korrelieren mit menstrueller Migräne, die bei vielen Jugendlichen gehäuft auftritt. Die aktuellen 3-Monats-MPA-Depotpräparate, die subkutan gespritzt werden, führen nach zwei Jahren in bis zu 80% zur Amenorrhoe, eignen sich aber wegen möglicher Verringerung der Knochendichte nicht für alle Altersgruppen (gyn 15,1, 2010, 46), so z.B. nicht für Jugendliche. Dort treten wiederum besonders oft Zyklusunregelmäßigkeiten auf, sodass der Langzyklus hier eine Option darstellt. Die Datenlage für den Langzyklus bei Jugendlichen ist allerdings schwach, wenn auch  im amerikanischen Raum Erfahrungen aus der Praxis vorliegen. Allgemein existieren bislang nur wenige Studien zu Östrogen-/Gestagen-Kombinationen im Langzyklus über einen längeren Zeitraum mit einer höheren Anzahl von Probandinnen. Es gibt jedoch klare Hinweise darauf, dass im Langzyklus der Einfluss auf Hämostase, Lipid- und Kohlenhydratmetabolismus und endokrine Systeme nicht von dem im konventionellen Einnahmeschema abweicht. Bemerkenswert ist auch, dass Hormonentzugssymptome wie Kopf- und Unterbauchschmerzen im Langzyklus seltener oder weniger stark auftreten als im konventionellen Zyklus; dies lässt die Anwendung des Langzyklus bei Kopf- und Unterbauchschmerzen sowie PMS besonders geeignet erscheinen.</p>
<p>Wiegratz und Kuhl beschreiben weiters ausführlich und detailliert Einnahmeschemata, kontrazeptive Wirksamkeit, Interaktionen mit anderen Stoffgruppen, Pharmakokinetik, Stoffwechsel verschiedener Östrogen-/Gestagen-Kombinationen, Zykluskontrolle, Nebenwirkungen (die am ehesten in Brustspannung/Mastalgie zu Beginn des Zyklus liegen), Risiken, Indikationen zum Langzyklus bei gynäkologischen und nicht-gynäkologischen Krankheitsbildern und schließen mit einer ausführlichen FAQ-Übersicht.</p>
<p>Festzuhalten ist die Richtung, in die es geht: vom Intervall 21-7 über 24-4 zu 84-7, zumindest in den westlichen Industrieländern. Bemerkenswert ist nebenbei, dass brasilianische Frauen am wenigsten gern auf die Menstruation/Hormonentzugsblutung verzichten mögen. Ist hier südamerikanische Körperlichkeit am Werk oder die fatalistische Vorstellung der Unabwendbarkeit natürlicher Vorgänge? Längerfristig lassen sich gewiss Fragestellungen zum Einfluss des Langzyklus auf Fertilität und Stoffwechsel erahnen, die noch nicht abschließend beantwortet sein dürften. Dennoch ist auch hier, wie Wiegratz und Kuhl anhand verschiedener Studien darlegen, die Datenlage gut.</p>
<p>Stellt sich noch die Frage nach dem Psychischen – gewiss gehört die Pille größtenteils zur Frau von heute dazu; in einer von medizinischer Rationalität durchdrungenen Welt sind Mann und Frau dabei gut beraten, auf die Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele, Soma und Psyche zu achten. Wie Schuster kürzlich (Kongress der DGGG, München, Okt. 2010) dargelegt hat, können die Implikationen hormoneller Kontrazeption hinsichtlich der weiblichen Psyche relevant sein. In jedem Fall behandeln körperlich ausgerichtete Gynäkologen automatisch auch die Psyche ihrer Patientinnen, und Psychotherapeuten automatisch auch den Körper mit. Erfahrene Behandler wissen dies ohnehin. Die alte cartesianische Trennung von Körper und Seele, dies machen auch die Neurowissenschaften immer deutlicher, ist nicht haltbar: Körperliches drückt sich auch psychisch, Psychisches auch körperlich aus. Letztlich geht es darum, die Patientinnenautonomie zu achten, wie auch Wiegratz und Kuhl unterstreichen, sodass es in der gewonnenen Umsetzung des Wissens wichtig sein wird, die Einbettung in eine sinnvolle Beratung zu gewährleisten (vgl. Schuster, 2010). Bitzer hat dies jüngst in seinem Kontrazeptions-Kurzlehrbuch (Bitzer, 2010) mit dem Beratungsdreieck Methode – Kontext – Patientin wieder eindrücklich dargelegt.</p>
<p>Inka Wiegratz und Herbert Kuhl haben bei Thieme in Stuttgart ein dichtes, konzises und auch spannendes Lehrbuch zur hormonellen Langzeitkontrazeption vorgelegt, das in dieser Form ein Novum darstellt. Wer praxisrelevante Informationen, kombiniert mit ausführlichem Forschungshintergrund sucht, wird hier fündig. Ein Buch, das nahezu sämtliche Fragen zur Langzeitkontrazeption beantwortet und zudem zu weiterer Diskussion und Forschung anregt – sehr empfehlenswert.</p>
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<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Langzyklus </span></strong><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Rezension zum Buch „Langzyklus“ von Inka Wiegratz und Herbert Kuhl, Thieme Verlag, Stuttgart, 2010</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">von Götz Egloff</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">„Weniger Menstruationen – weniger Menstruationsbeschwerden – weniger zyklusabhängige Erkrankungen“ trägt das kurze, aber dichte Lehrbuch der beiden Frankfurter Gynäkologen und Universitätsforscher im Untertitel. Dieser Leitgedanke ist Programm des Werks, das sich einerseits an Gynäkologen, Psychiater und Internisten richtet, sowie an akademisch vorgebildete Frauen, die eine Optimierung des Zyklus und eine Reduzierung damit einhergehender Beschwerden oder assoziierter Erkrankungen wünschen. Und das sind nicht wenige. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Zum 50. Geburtstag der Pille, die – es kann nicht oft genug betont werden – eine revolutionäre Entdeckung und Erfindung darstellt, erscheint es sehr angebracht, dem oralen Kontrazeptivum nicht nur die gebührende Aufmerksamkeit zu zollen, sondern auch neue Wege der Darreichungsform gründlich vorzustellen, die sich bei immer mehr Frauen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Doch allein das ist nicht Selbstzweck des Buches. Es geht um mehr: Menstruationsbeschwerden, in der Praxis häufiger als allgemein angenommen anzutreffen, stellen für viele Frauen nicht nur ein lästiges Übel, sondern in Zeiten wachsenden Gesundheitsbewusstseins folgerichtig eine möglicherweise zu vermeidende Belastung dar, der mittels „off-label-use“ bereits seit längerem entgegengetreten wird. So wird zu Anlässen wie Reisen, Festtagen oder besonderen beruflichen Verpflichtungen die Pille oft „durchgenommen“, die Hormonentzugsblutung somit aus nachvollziehbaren Gründen verschoben. Einhergehend stellt sich vielen Frauen die Frage, ob diese denn überhaupt noch notwendig ist. Diese Infragestellung geht über reine Lifestyle-Motive hinaus, handelt es sich nämlich gleichzeitig um die Infragestellung der Notwendigkeit der allseits bekannten menstruationsassoziierten Belastungen und Erkrankungen wie Dysmenorrhoe, PMS, Kopfschmerz, Myome, Endometriose usw. Exzessive Blutungen sind keine Seltenheit bei nicht wenigen Patientinnen, und was manchmal als Hypermenorrhoe erscheint, erfüllt bei genauerer Diagnostik nicht selten die Kriterien einer Menorrhagie, die gewiss mehr als eine kleine Belastung darstellt. Insbesondere bei starken Blutungsstörungen und bei PMS, Endometriose und PCOS ist die Verordnung des Langzyklus immer öfter das Mittel der Wahl.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Die ausführliche Darstellung dieser Zusammenhänge ist Anliegen des Buches, und den Autoren gelingt dies in hervorragender Weise. Einführend geben sie einen Abriss über die Geschichte der Menstruation; der Glaube, dass regelmäßige Menstruationen reinigende Kräfte hätten, und der aus der Lehre der Bedeutung der Körpersäfte aus dem Mittelalter (und noch früher) stammt, verliert erst in der Moderne an Gewicht. Wie die Autoren beobachten, steckte darin immerhin die durchaus zutreffende Idee, dass Zyklusstörungen krankheitswertig sein können, da mit einer Oligomenorrhoe häufig ein anovulatorischer Zustand mit ungehinderter Östrogeneinwirkung einhergeht – der Zusammenhang mit der Entstehung von Endometriose ist bekannt. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Mehrjährige Stillpausen durch deutlich mehr Schwangerschaften, eine deutlich spätere Menarche als heute: Wiegratz und Kuhl unterstreichen emphatisch die Zahl von ca.160 Ovulationen und Menstruationen im Lebenslauf einer Frau im 19. Jahrhundert gegenüber ca. 450 heutzutage. Für die Hormonentzugsblutung bei Pilleneinnahme bestehe zudem keine Notwendigkeit, solange ausreichend Gestagen vor Endometriumhyperplasie schützt. In der Konsequenz heißt das verkürzt: Amenorrhoe zur Vorbeugung des Endometriumkarzinoms – für viele Frauen ein besonders stichhaltiges Argument.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Dass die Pille als Therapeutikum (gynäkologie + geburtshilfe, 9/2010) bei vielerlei Störungen wie „ganz nebenbei“ hervorragende Dienste leistet, steht außer Frage: Akne/Seborrhoe, Dysmenorrhoe und hormonelle Migräne sind mit ihr gut beeinflussbar. Der aktuelle Kontrazeptionstrend zeigt zudem weitere interessante Entwicklungen: MPA-Depotpräparate und Hormonspirale werden zunehmend verordnet, und in diesem Frühjahr wird es in Deutschland vermutlich die erste folatsupplementierte Pille geben, mittels der der Folsäurespiegel nach Absetzen noch über drei Monate erhalten bleibt; Neuralrohrdefekte bei Embryonen könnten somit noch effektiver verhindert werden. <span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Von der Historie der hormonellen Kontrazeption geht es im Lehrbuch von Wiegratz und Kuhl dann über die Bedeutung der Menstruation in verschiedenen Kulturkreisen weiter zu den zahlreichen Akzeptanzstudien des Langzyklus in verschiedenen Ländern. Insgesamt werden weniger Menstruationen gewünscht, Deutschland ist dabei etwa gedrittelt: ein Drittel der Frauen möchte monatlich menstruieren, ein weiteres Drittel alle drei, oder sechs, oder zwölf Monate. Ein weiteres Drittel möchte auf Menstruationen ganz verzichten. Gerade für jugendliche Frauen gilt dies. Und gerade für diese ist es zudem nicht einfach, das passende Präparat zu finden. ZNS-beeinflussende Östrogenschwankungen korrelieren mit menstrueller Migräne, die bei vielen Jugendlichen gehäuft auftritt. Die aktuellen 3-Monats-MPA-Depotpräparate, die subkutan gespritzt werden, führen nach zwei Jahren in bis zu 80% zur Amenorrhoe, eignen sich aber wegen möglicher Verringerung der Knochendichte nicht für alle Altersgruppen (gyn 15,1, 2010, 46), so z.B. nicht für Jugendliche. Dort treten wiederum besonders oft Zyklusunregelmäßigkeiten auf, sodass der Langzyklus hier eine Option darstellt. Die Datenlage für den Langzyklus bei Jugendlichen ist allerdings schwach, wenn auch <span> </span>im amerikanischen Raum Erfahrungen aus der Praxis vorliegen. Allgemein existieren bislang nur wenige Studien zu Östrogen-/Gestagen-Kombinationen im Langzyklus über einen längeren Zeitraum mit einer höheren Anzahl von Probandinnen. Es gibt jedoch klare Hinweise darauf, dass im Langzyklus der Einfluss auf Hämostase, Lipid- und Kohlenhydratmetabolismus und endokrine Systeme nicht von dem im konventionellen Einnahmeschema abweicht. Bemerkenswert ist auch, dass Hormonentzugssymptome wie Kopf- und Unterbauchschmerzen im Langzyklus seltener oder weniger stark auftreten als im konventionellen Zyklus; dies lässt die Anwendung des Langzyklus bei Kopf- und Unterbauchschmerzen sowie PMS besonders geeignet erscheinen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Wiegratz und Kuhl beschreiben weiters ausführlich und detailliert Einnahmeschemata, kontrazeptive Wirksamkeit, Interaktionen mit anderen Stoffgruppen, Pharmakokinetik, Stoffwechsel verschiedener Östrogen-/Gestagen-Kombinationen, Zykluskontrolle, Nebenwirkungen (die am ehesten in Brustspannung/Mastalgie zu Beginn des Zyklus liegen), Risiken, Indikationen zum Langzyklus bei gynäkologischen und nicht-gynäkologischen Krankheitsbildern und schließen mit einer ausführlichen FAQ-Übersicht. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Festzuhalten ist die Richtung, in die es geht: vom Intervall 21-7 über 24-4 zu 84-7, zumindest in den westlichen Industrieländern. Bemerkenswert ist nebenbei, dass brasilianische Frauen am wenigsten gern auf die Menstruation/Hormonentzugsblutung verzichten mögen. Ist hier südamerikanische Körperlichkeit am Werk oder die fatalistische Vorstellung der Unabwendbarkeit natürlicher Vorgänge? Längerfristig lassen sich gewiss Fragestellungen zum Einfluss des Langzyklus auf Fertilität und Stoffwechsel erahnen, die noch nicht abschließend beantwortet sein dürften. Dennoch ist auch hier, wie Wiegratz und Kuhl anhand verschiedener Studien darlegen, die Datenlage gut.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Stellt sich noch die Frage nach dem Psychischen – gewiss gehört die Pille größtenteils zur Frau von heute dazu; in einer von medizinischer Rationalität durchdrungenen Welt sind Mann und Frau dabei gut beraten, auf die Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele, Soma und Psyche zu achten. Wie Schuster kürzlich (Kongress der DGGG, München, Okt. 2010) dargelegt hat, können die Implikationen hormoneller Kontrazeption hinsichtlich der weiblichen Psyche relevant sein. In jedem Fall behandeln körperlich ausgerichtete Gynäkologen automatisch auch die Psyche ihrer Patientinnen, und Psychotherapeuten automatisch auch den Körper mit. Erfahrene Behandler wissen dies ohnehin. Die alte cartesianische Trennung von Körper und Seele, dies machen auch die Neurowissenschaften immer deutlicher, ist nicht haltbar: Körperliches drückt sich auch psychisch, Psychisches auch körperlich aus. Letztlich geht es darum, die Patientinnenautonomie zu achten, wie auch Wiegratz und Kuhl unterstreichen, sodass es in der gewonnenen Umsetzung des Wissens wichtig sein wird, die Einbettung in eine sinnvolle Beratung zu gewährleisten (vgl. Schuster, 2010)</span></p>
<p><strong>Langzyklus </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Rezension zum Buch „Langzyklus“ von Inka Wiegratz und Herbert Kuhl, Thieme Verlag, Stuttgart, 2010</p>
<p>von Götz Egloff</p>
<p>„Weniger Menstruationen – weniger Menstruationsbeschwerden – weniger zyklusabhängige Erkrankungen“ trägt das kurze, aber dichte Lehrbuch der beiden Frankfurter Gynäkologen und Universitätsforscher im Untertitel. Dieser Leitgedanke ist Programm des Werks, das sich einerseits an Gynäkologen, Psychiater und Internisten richtet, sowie an akademisch vorgebildete Frauen, die eine Optimierung des Zyklus und eine Reduzierung damit einhergehender Beschwerden oder assoziierter Erkrankungen wünschen. Und das sind nicht wenige.</p>
<p>Zum 50. Geburtstag der Pille, die – es kann nicht oft genug betont werden – eine revolutionäre Entdeckung und Erfindung darstellt, erscheint es sehr angebracht, dem oralen Kontrazeptivum nicht nur die gebührende Aufmerksamkeit zu zollen, sondern auch neue Wege der Darreichungsform gründlich vorzustellen, die sich bei immer mehr Frauen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Doch allein das ist nicht Selbstzweck des Buches. Es geht um mehr: Menstruationsbeschwerden, in der Praxis häufiger als allgemein angenommen anzutreffen, stellen für viele Frauen nicht nur ein lästiges Übel, sondern in Zeiten wachsenden Gesundheitsbewusstseins folgerichtig eine möglicherweise zu vermeidende Belastung dar, der mittels „off-label-use“ bereits seit längerem entgegengetreten wird. So wird zu Anlässen wie Reisen, Festtagen oder besonderen beruflichen Verpflichtungen die Pille oft „durchgenommen“, die Hormonentzugsblutung somit aus nachvollziehbaren Gründen verschoben. Einhergehend stellt sich vielen Frauen die Frage, ob diese denn überhaupt noch notwendig ist. Diese Infragestellung geht über reine Lifestyle-Motive hinaus, handelt es sich nämlich gleichzeitig um die Infragestellung der Notwendigkeit der allseits bekannten menstruationsassoziierten Belastungen und Erkrankungen wie Dysmenorrhoe, PMS, Kopfschmerz, Myome, Endometriose usw. Exzessive Blutungen sind keine Seltenheit bei nicht wenigen Patientinnen, und was manchmal als Hypermenorrhoe erscheint, erfüllt bei genauerer Diagnostik nicht selten die Kriterien einer Menorrhagie, die gewiss mehr als eine kleine Belastung darstellt. Insbesondere bei starken Blutungsstörungen und bei PMS, Endometriose und PCOS ist die Verordnung des Langzyklus immer öfter das Mittel der Wahl.</p>
<p>Die ausführliche Darstellung dieser Zusammenhänge ist Anliegen des Buches, und den Autoren gelingt dies in hervorragender Weise. Einführend geben sie einen Abriss über die Geschichte der Menstruation; der Glaube, dass regelmäßige Menstruationen reinigende Kräfte hätten, und der aus der Lehre der Bedeutung der Körpersäfte aus dem Mittelalter (und noch früher) stammt, verliert erst in der Moderne an Gewicht. Wie die Autoren beobachten, steckte darin immerhin die durchaus zutreffende Idee, dass Zyklusstörungen krankheitswertig sein können, da mit einer Oligomenorrhoe häufig ein anovulatorischer Zustand mit ungehinderter Östrogeneinwirkung einhergeht – der Zusammenhang mit der Entstehung von Endometriose ist bekannt.</p>
<p>Mehrjährige Stillpausen durch deutlich mehr Schwangerschaften, eine deutlich spätere Menarche als heute: Wiegratz und Kuhl unterstreichen emphatisch die Zahl von ca.160 Ovulationen und Menstruationen im Lebenslauf einer Frau im 19. Jahrhundert gegenüber ca. 450 heutzutage. Für die Hormonentzugsblutung bei Pilleneinnahme bestehe zudem keine Notwendigkeit, solange ausreichend Gestagen vor Endometriumhyperplasie schützt. In der Konsequenz heißt das verkürzt: Amenorrhoe zur Vorbeugung des Endometriumkarzinoms – für viele Frauen ein besonders stichhaltiges Argument.</p>
<p>Dass die Pille als Therapeutikum (gynäkologie + geburtshilfe, 9/2010) bei vielerlei Störungen wie „ganz nebenbei“ hervorragende Dienste leistet, steht außer Frage: Akne/Seborrhoe, Dysmenorrhoe und hormonelle Migräne sind mit ihr gut beeinflussbar. Der aktuelle Kontrazeptionstrend zeigt zudem weitere interessante Entwicklungen: MPA-Depotpräparate und Hormonspirale werden zunehmend verordnet, und in diesem Frühjahr wird es in Deutschland vermutlich die erste folatsupplementierte Pille geben, mittels der der Folsäurespiegel nach Absetzen noch über drei Monate erhalten bleibt; Neuralrohrdefekte bei Embryonen könnten somit noch effektiver verhindert werden.</p>
<p>Von der Historie der hormonellen Kontrazeption geht es im Lehrbuch von Wiegratz und Kuhl dann über die Bedeutung der Menstruation in verschiedenen Kulturkreisen weiter zu den zahlreichen Akzeptanzstudien des Langzyklus in verschiedenen Ländern. Insgesamt werden weniger Menstruationen gewünscht, Deutschland ist dabei etwa gedrittelt: ein Drittel der Frauen möchte monatlich menstruieren, ein weiteres Drittel alle drei, oder sechs, oder zwölf Monate. Ein weiteres Drittel möchte auf Menstruationen ganz verzichten. Gerade für jugendliche Frauen gilt dies. Und gerade für diese ist es zudem nicht einfach, das passende Präparat zu finden. ZNS-beeinflussende Östrogenschwankungen korrelieren mit menstrueller Migräne, die bei vielen Jugendlichen gehäuft auftritt. Die aktuellen 3-Monats-MPA-Depotpräparate, die subkutan gespritzt werden, führen nach zwei Jahren in bis zu 80% zur Amenorrhoe, eignen sich aber wegen möglicher Verringerung der Knochendichte nicht für alle Altersgruppen (gyn 15,1, 2010, 46), so z.B. nicht für Jugendliche. Dort treten wiederum besonders oft Zyklusunregelmäßigkeiten auf, sodass der Langzyklus hier eine Option darstellt. Die Datenlage für den Langzyklus bei Jugendlichen ist allerdings schwach, wenn auch  im amerikanischen Raum Erfahrungen aus der Praxis vorliegen. Allgemein existieren bislang nur wenige Studien zu Östrogen-/Gestagen-Kombinationen im Langzyklus über einen längeren Zeitraum mit einer höheren Anzahl von Probandinnen. Es gibt jedoch klare Hinweise darauf, dass im Langzyklus der Einfluss auf Hämostase, Lipid- und Kohlenhydratmetabolismus und endokrine Systeme nicht von dem im konventionellen Einnahmeschema abweicht. Bemerkenswert ist auch, dass Hormonentzugssymptome wie Kopf- und Unterbauchschmerzen im Langzyklus seltener oder weniger stark auftreten als im konventionellen Zyklus; dies lässt die Anwendung des Langzyklus bei Kopf- und Unterbauchschmerzen sowie PMS besonders geeignet erscheinen.</p>
<p>Wiegratz und Kuhl beschreiben weiters ausführlich und detailliert Einnahmeschemata, kontrazeptive Wirksamkeit, Interaktionen mit anderen Stoffgruppen, Pharmakokinetik, Stoffwechsel verschiedener Östrogen-/Gestagen-Kombinationen, Zykluskontrolle, Nebenwirkungen (die am ehesten in Brustspannung/Mastalgie zu Beginn des Zyklus liegen), Risiken, Indikationen zum Langzyklus bei gynäkologischen und nicht-gynäkologischen Krankheitsbildern und schließen mit einer ausführlichen FAQ-Übersicht.</p>
<p>Festzuhalten ist die Richtung, in die es geht: vom Intervall 21-7 über 24-4 zu 84-7, zumindest in den westlichen Industrieländern. Bemerkenswert ist nebenbei, dass brasilianische Frauen am wenigsten gern auf die Menstruation/Hormonentzugsblutung verzichten mögen. Ist hier südamerikanische Körperlichkeit am Werk oder die fatalistische Vorstellung der Unabwendbarkeit natürlicher Vorgänge? Längerfristig lassen sich gewiss Fragestellungen zum Einfluss des Langzyklus auf Fertilität und Stoffwechsel erahnen, die noch nicht abschließend beantwortet sein dürften. Dennoch ist auch hier, wie Wiegratz und Kuhl anhand verschiedener Studien darlegen, die Datenlage gut.</p>
<p>Stellt sich noch die Frage nach dem Psychischen – gewiss gehört die Pille größtenteils zur Frau von heute dazu; in einer von medizinischer Rationalität durchdrungenen Welt sind Mann und Frau dabei gut beraten, auf die Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele, Soma und Psyche zu achten. Wie Schuster kürzlich (Kongress der DGGG, München, Okt. 2010) dargelegt hat, können die Implikationen hormoneller Kontrazeption hinsichtlich der weiblichen Psyche relevant sein. In jedem Fall behandeln körperlich ausgerichtete Gynäkologen automatisch auch die Psyche ihrer Patientinnen, und Psychotherapeuten automatisch auch den Körper mit. Erfahrene Behandler wissen dies ohnehin. Die alte cartesianische Trennung von Körper und Seele, dies machen auch die Neurowissenschaften immer deutlicher, ist nicht haltbar: Körperliches drückt sich auch psychisch, Psychisches auch körperlich aus. Letztlich geht es darum, die Patientinnenautonomie zu achten, wie auch Wiegratz und Kuhl unterstreichen, sodass es in der gewonnenen Umsetzung des Wissens wichtig sein wird, die Einbettung in eine sinnvolle Beratung zu gewährleisten (vgl. Schuster, 2010). Bitzer hat dies jüngst in seinem Kontrazeptions-Kurzlehrbuch (Bitzer, 2010) mit dem Beratungsdreieck Methode – Kontext – Patientin wieder eindrücklich dargelegt.</p>
<p>Inka Wiegratz und Herbert Kuhl haben bei Thieme in Stuttgart ein dichtes, konzises und auch spannendes Lehrbuch zur hormonellen Langzeitkontrazeption vorgelegt, das in dieser Form ein Novum darstellt. Wer praxisrelevante Informationen, kombiniert mit ausführlichem Forschungshintergrund sucht, wird hier fündig. Ein Buch, das nahezu sämtliche Fragen zur Langzeitkontrazeption beantwortet und zudem zu weiterer Diskussion und Forschung anregt – sehr empfehlenswert.</p>
<p>&#8211;</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">. Bitzer hat dies jüngst in seinem Kontrazeptions-Kurzlehrbuch (Bitzer, 2010) mit dem Beratungsdreieck Methode – Kontext – Patientin wieder eindrücklich dargelegt. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Inka Wiegratz und Herbert Kuhl haben bei Thieme in Stuttgart ein dichtes, konzises und auch spannendes Lehrbuch zur hormonellen Langzeitkontrazeption vorgelegt, das in dieser Form ein Novum darstellt. Wer praxisrelevante Informationen, kombiniert mit ausführlichem Forschungshintergrund sucht, wird hier fündig. Ein Buch, das nahezu sämtliche Fragen zur Langzeitkontrazeption beantwortet und zudem zu weiterer Diskussion und Forschung anregt – sehr empfehlenswert.</span></p>
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		<title>Endoskopische Therapie</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 13:44:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Renato Diekmann Das diesjährige Internationale Endoskopie Symposium Düsseldorf forderte eine funktionierende Schnittstelle zwischen Gastroenterologie und Chirurgie für die medizinische Diagnose und Behandlung des Patienten. Therapeutisches Splitting Rund 1.500 Teilnehmer aus über 40 Ländern reisten zum 13. Internationalen Endoskopie Symposium nach Düsseldorf, um sich auf den neuesten Stand im Bereich der Endoskopie zu bringen. Dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Renato Diekmann </em><strong><br />
</strong></p>
<p>Das diesjährige Internationale Endoskopie Symposium Düsseldorf forderte eine funktionierende Schnittstelle zwischen Gastroenterologie und Chirurgie für die medizinische Diagnose und Behandlung des Patienten.</p>
<p>Therapeutisches Splitting</p>
<p>Rund 1.500 Teilnehmer aus über 40 Ländern reisten zum 13. Internationalen Endoskopie Symposium nach Düsseldorf, um sich auf den neuesten Stand im Bereich der Endoskopie zu bringen. Dort stellten mehr als 30 international renommierte Experten die neuesten Fortschritte in der Endoskopie vor und verglichen sie mit traditionellen Methoden. Mittels modernster Technik in HDTV-Qualität wurden alle Eingriffe live vom Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf (EVK) in das Auditorium des Maritim Hotels übertragen.</p>
<p><span id="more-6173"></span>Ein Thema der diesjährigen Fortbildungsveranstaltung für Ärzte und Assistenzpersonal war die interdisziplinäre, fachübergreifende Einbindung der Gastroenterologie, Onkologie, Chirurgie und Radiologie bei der Patientenversorgung. Im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterten Tagungsleiter Professor Dr. med. Horst Neuhaus vom Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf und seine leitende Oberärztin der gastroenterologischen Abteilung, Frau Dr. med. Brigitte Schumacher, die Dialogrelevanz zwischen Endoskopie und Chirurgie.</p>
<p>Wie wichtig eine funktionierende Schnittstelle zwischen beiden Disziplinen für die medizinische Diagnose und Behandlung ist, zeigte Schumacher am Beispiel des Gallensteinleidens auf. „Therapeutisches Splitting gehört bei uns bereits zum Standard“, betonte Schumacher und wurde in ihrer Aussage von Prof. Dr. Hans-Jörg Krämling, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf, bestätigt.</p>
<p>Endoskopische, chirurgische oder kombinierte Therapie?</p>
<p>Aber auch die Wahl der Behandlungsmethoden von Darmpolypen und Frühkarzinomen im Kolon wurde trotz Studien und verankerten Leitlinien der DGVS (Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V.) weiterhin kontrovers diskutiert. „In Japan zieht man schon seit Jahren eine endoskopische Therapie von Magenfrühkarzinomen der chirurgischen vor, in Europa steht man dem eher verhalten gegenüber“, erläuterte Prof. Helmut Messmann, Chefarzt der III. Medizinischen Klinik im Klinikum Augsburg, den anwesenden Journalisten.</p>
<p>Risiken verringern</p>
<p>„Ein wesentliches Problem ist jedoch die relative hohe Komplikationsrate im Kolon, die mit 5 Prozent in den meisten Studien signifikant höher liegt als nach chirurgischen OP-Eingriffen (piece-meal-Technik, EPMR), die lange Untersuchungszeit sowie die lange Lernkurve&#8221;, ergänzte Tagungsleiter Prof. Neuhaus. Auch wenn durch Verbesserung des Instrumentariums und durch Fokussierung dieser Methode auf „High Volume Centre“ die Nachteile der ESD wesentlich geringer geworden sind, wird die ESD im Kolon in Europa noch relativ selten eingesetzt. Als Chefarzt der Medizinischen Klinik am EVK führten er und die leitende Oberärztin bei den Live-Übertragungen selbst mehrere Eingriffe durch und stellten mit Hilfe von Bildgebungsverfahren wie „High Definition Television“ (HDTV) und Narrow Band Imaging (NBI) immer präzisere Diagnosen von Krebsfrühformen vor. Dank dieser modernen endoskopischen Geräte besteht heutzutage die Möglichkeit, eine gesicherte effektive Prophylaxe eines Kolonkarzinoms durchzuführen. Die meisten Kolonkarzinome wären damit vermeidbar. Es ist deshalb eine wichtige ärztliche Aufgabe, Patienten und auch gesunde Personen auf die Bedeutung der Prophylaxe hinzuweisen.</p>
<p>Der Patient im Focus</p>
<p>„Eine funktionierende Schnittstelle der Fachbereiche ist die Grundlage der Patientenversorgung. Aber auch neue Endoskopiesysteme ermöglichen eine Entscheidungshilfe, wenn es um lokale organerhaltende endoskopische Therapie oder um operative Eingriffe geht“, betonte Neuhaus zum Abschluss der Pressekonferenz. Innovative Techniken wie HDTV und NBI wurden bei der Live-Übertragung vom weltweit führenden Endoskopie-Spezialisten Olympus zur Verfügung gestellt. Olympus ist seit Jahren Partner der Internationalen Endoskopie Symposien in Düsseldorf und garantiert bei den Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen eine optimale Bildqualität. Die heute zur Verfügung stehenden Geräte bieten neben einer guten Manövrierbarkeit eine exzellente Optik. Diese ist gepaart mit einem Arbeitskanal, über den Zange, Schlinge, Körbchen und Ballonkatheter eingebracht werden können.</p>
<p>Textbearbeitung: Renato Diekmann, Quellen: Referenten, John Warning, Olympus<br />
</p>
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		<title>Wer die Nase voll hat…</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/01/wer-die-nase-voll-hat/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 18:32:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diekmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann Renato]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Renato Diekmann Er schleicht sich herein wie ein ungebetener Gast, kommt immer zur falschen Zeit – der Schnupfen. Selbstmedikation ja, aber bitte vom Fachmann Wegen eines akuten Schnupfens gehe ich in der Regel nicht gleich zum Arzt, sondern behelfe mich selbst. Neben einem probaten Hausmittel – Spülungen mit physiologischer Kochsalzlösung (z. B. Emsa) – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Renato Diekmann</em></p>
<p>Er schleicht sich herein wie ein ungebetener Gast, kommt immer zur falschen Zeit – der Schnupfen.</p>
<p><strong>Selbstmedikation ja, aber bitte vom Fachmann</strong></p>
<div id="attachment_6108" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/01/6-Schnupfen.jpg"><img class="size-medium wp-image-6108" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/01/6-Schnupfen-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">Schnupfen ist unangenehm und nervig</p></div>
<p>Wegen eines akuten Schnupfens gehe ich in der Regel nicht gleich zum Arzt, sondern behelfe mich selbst. Neben einem probaten Hausmittel – Spülungen mit physiologischer Kochsalzlösung (z. B. Emsa) – gibt es einige Wirkstoffe gegen Schnupfen, die sich mit guten Ergebnissen bewährt haben – z. B. die Wirkstoffe Oxymetazolin (Nasivin), Tramazolin (Rhinospray) sowie Xylometazolin (Nasic und Olynth). Aber Vorsicht! Bei der Selbstmedikation hole ich vorher wenigstens den Rat eines erfahrenen Apothekers ein.</p>
<p><span id="more-6105"></span></p>
<p>Von ihm erwarte ich eine gute Beratung und ein möglichst wirksames, preiswertes Medikament gegen seine Beschwerden. Vom Bundesverband Deutscher Apotheker war zu erfahren, dass Patienten überwiegend Nasivin anfragen. Auch ich bevorzuge dieses Schnupfenspray. Es wirkt schnell und kausal, hat wenig Nebenwirkungen, ist einfach zu handhaben und zudem preiswert. Und was  wirkt und preisgünstig ist, ist auch preiswürdig. Deshalb kürte der Verband schon im Januar 2009 Nasivin zum „Arzneimittel des Jahres“.</p>
<p><strong>Ein Wirkstoff, der hilft</strong></p>
<p>1961 trat das Nasenspray seinen Siegeszug um die Welt an. Seither bewährte sich der Wirkstoff Oxymetazolin als zuverlässiges Schnupfenmittel und flog 1969 sogar mit der Apollo 11 auf den Mond. Über ein halbes Jahrhundert durchgeführte Untersuchungen zeigen zudem, dass Oxymetazolin mit zu den bestuntersuchten und dokumentierten Wirkstoffen gehört, berichtet der Fachapotheker Prof. Dr. Marcus Plehn, Honorarprofessor an der Universität Freiburg. In den letzten Jahren haben verschiedene wissenschaftliche Studien entdeckt, dass die Substanz dreifach gut wirkt: abschwellend, antiviral, entzündungshemmend. Das Medikament befreit die Nase, bekämpft die Schnupfenviren, hemmt die Entzündung. Demzufolge kann der Einsatz des Schnupfen-Sprays die Dauer der Beeinträchtigung erheblich verkürzen und den Heilungsprozess beschleunigen.</p>
<p><strong>Indikation erweitert</strong></p>
<div id="attachment_6109" class="wp-caption alignleft" style="width: 203px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/01/26-Schnupfen.jpg"><img class="size-medium wp-image-6109" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/01/26-Schnupfen-193x300.jpg" alt="" width="193" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">3-fach Wirkung: abschwellend, antiviral, entzündungshemmend.</p></div>
<p>Rhinoviren gelten als die Hauptverursacher des Schnupfens und infizieren Menschen im Laufe ihres Lebens am häufigsten, erläutert Prof. Dr. med Ortwin Adams, Virologe aus Düsseldorf. In der Vergangenheit galt die Behandlung mit dem Wirkstoff Oxymetazolin als rein symptomatisch. Die Studienergebnisse der letzten Jahre zeigen allerdings, dass der Wirkstoff direkt die schnupfenauslösenden Viren bekämpft. Außerdem konnte belegt werden, dass Oxymetazolin die starkentzündungsfördernden Reaktionen des Immunsystems dämpft, ohne dabei die positiven, erwünschten Effekte der Immunantwort, die die Erkrankung ja bekämpfen soll, zu schwächen. Durch diese vielfältigen Eigenschaften bekommt der Einsatz des Wirkstoffs eine kausal-therapeutische Komponente, stellt Adams fest. Der Nutzen für den Patienten besteht u.a. in einer deutlichen Verkürzung der Schnupfendauer um ca. 2 Tage. In der Regel geht ein typischer Erkältungsverlauf meistens einher mit Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten und Schnupfen. Rhinitis stellt ein Leitsymptom einer Erkältung dar und dauert in der Regel 7 Tage.</p>
<p><strong>Frühzeitige Behandlung ist wichtig</strong></p>
<p>Warum die frühzeitige und richtige Behandlung eines „banalen“ Schnupfens gerade auch bei Kindern wichtig ist, erklärt Dr. med Reinhard Erdl, Kinder- und Jugendfacharzt aus München. Verlauf und Symptomatik der akuten Rhinitis unterscheiden sich in den verschiedenen Altersstufen nur unwesentlich, ganz im Gegensatz zur Komplikationsrate. Folgeerkrankungen einer Rhinitis können Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündungen, aber auch Bronchitis oder gar eine Lungenentzündung sein. Sie treten bei Kindern häufiger auf als bei Erwachsenen und müssen deshalb vorsorglich vermieden bzw. frühzeitig behandelt werden. Entwicklungsbedingt leiden Säuglinge und Kleinkinder etwa zehnmal pro Jahr an Erkältungskrankheiten, Erwachsene etwa ein- bis zweimal. Dies ist zurückzuführen auf die besonderen anatomischen und atemphysiologischen Gegebenheiten, so Dr. med. Erdl weiter. Die noch sehr engen und feinen Nasengänge verstopfen schnell, und Säuglinge sind obligatorische Nasenatmer. Außerdem ist ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift.</p>
<p><strong>Der springende Tropfen</strong></p>
<div id="attachment_6110" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/01/8-Schnupfen-S_Hofschlaeger.jpg"><img class="size-medium wp-image-6110" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/01/8-Schnupfen-S_Hofschlaeger-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Auch für Babys und Kleinkinder gibt es probate Schnupfensprays</p></div>
<p>Bei Babys und Kleinkindern ist bei einem Schnupfen die zeitlich begrenzte Gabe abschwellender Nasentropfen besonders sinnvoll. Der „springende Tropfen“ revolutionierte die Schnupfenbehandlung bei Babys. Der erste Dosiertropfen speziell für Säuglinge wird außerhalb der Babynase angewendet. Er setzt genau einen Tropfen frei, der in die Nase springt. So kann exakt dosiert und das Kind im Liegen sicher behandelt werden, auch wenn es unruhig ist. Oxymetazolin z. B. hat eine Wirkdauer von 6 bis 8 Stunden. Als Dosierung hat sich in klinischen Studien eine 0,01%ige Lösung für Babys bzw. eine 0,025%ige Lösung für Kleinkinder als gut verträglich erwiesen. Um eine Allergisierung zu vermeiden und die Schleimhäute zu schonen, sollten die angewendeten Produkte keine Konservierungsstoffe enthalten. Für Säuglinge ist ein Spezialtropfer im Handel, der Dosiergenauigkeit und Anwendungssicherheit gewährleistet. Für Kleinkinder wird ein Dosierspray ohne Konservierungsstoffe angeboten, das in jeder Position, also auch im Liegen angewendet werden kann.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Schnupfenspray kann abhängig machen</strong></p>
<p>Trotz ihrer Unbedenklichkeit sind abschwellende Nasentropfen bzw. -sprays nicht zum Dauergebrauch geeignet. Spätestens nach acht bis zehn Tagen sollten Schnupfensprays abgesetzt und während der Behandlung nicht mehr als drei Mal pro Tag angewendet werden. Erfolgt eine längere Verwendung (auch bei Erwachsenen) können die Schleimhäute austrocknen, was u.a. zu Blutungen und bleibenden Schleimhautschäden führen kann. Außerdem besteht die Gefahr, dass man sich zu sehr an das Spray gewöhnen, mitunter sogar regelrecht abhängig machen kann.</p>
<p>Textbearbeitung: Renato Diekmann, Fotos &amp; Grafiken: mediaconcept/Merck Nasivin (2), S_Hofschläger (1)<br />
</p>
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