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	<title>Die Auswärtige Presse e.V. &#187; Kunst und Kultur</title>
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	<description>Internationale Journalistenvereinigung Hamburg</description>
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		<title>Marx, Čechov… und Freud?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 18:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Egloff Götz]]></category>

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		<description><![CDATA[von Götz Egloff, Fotos: Hans Jörg Michel Kommentar zur europäischen Erstaufführung von „Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen zu Kapitalismus und Sozialismus mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ von Tony Kushner in der Inszenierung von Burkhard C. Kosminski am Nationaltheater Mannheim, 21. Januar 2012, Dramaturgie: Ingoh Brux. In Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg. In einer Zeit, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Götz Egloff</em>, <em>Fotos: Hans Jörg Michel</em></p>
<p>Kommentar zur europäischen Erstaufführung von<br />
<strong>„Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen zu Kapitalismus und Sozialismus mit Schlüssel zur Heiligen Schrift“ von Tony Kushner</strong><br />
in der Inszenierung von Burkhard C. Kosminski am Nationaltheater Mannheim, 21. Januar 2012, Dramaturgie: Ingoh Brux. In Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_12992" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-12992" title="RATGEBER FÜR DEN I-H-08" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/RATGEBER-FÜR-DEN-I-H-08.jpg" alt="" width="300" height="200" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd"></dd>
</dl>
</div>
<p>In einer Zeit, die voll von Antworten auf nicht gestellte Fragen ist, haben wir es mit einem Abend zu tun, der die richtigen Fragen stellt. Was ein Menschenleben im real existierenden Kapitalismus wert ist, ist nur eine davon.Wir werden Zeuge eines Panoptikums allzu menschlicher Abgründe am Beispiel einer amerikanischen Großfamilie italienischer Herkunft. Ihre anarcho-kommunistischen Wurzeln reichen bis in die heutige Zeit und bilden eine Genealogie für die komplexe Gemengelage aus ideologischen, religiösen, sexuellen und ethischen Fragestellungen, die die Familienmitglieder umtreiben. Grundlegende Fragen nach Identität und Zugehörigkeit werden verhandelt. Der Entfremdungstopos wird in aktuelle postmoderne Lebenszusammenhänge transferiert; das Oszillieren zwischen Festhalten an und Aufgabe der transgenerationalen Vermächtnisse wird überlagert von radikaler Weltbefragung und unbändiger Lebensgier der Figuren (Brux).</p>
<p><span id="more-12991"></span>Ein fulminantes Čechovsches Drama, zwar in mitunter mäßiger deutschsprachiger Fassung, doch gelungener Bearbeitung, mit exzellenten schauspielerischen Leistungen. Es hinterlässt auch Leerstellen – muss und soll es hinterlassen –, die einer Analyse zugeführt werden müssen. Wie findet Enkulturation, Sozialisation, Individuation statt? Fragen nach dem Verhältnis von Masse und Elite werden mit angedacht, wie auch innerpsychische Nähe-Distanz-Themen aufgeworfen werden. Zum besseren Verständnis könnte ein Freudscher Ansatz beitragen, den der kürzlich verstorbene Horst E. Richter vor 50 Jahren neu konzeptualisiert hat und der die Bindungen und Loyalitäten auf der familialen Mikroebene deutlich macht. Die psychoanalytische Lesart bietet eine wichtige Verstehensdimension an, die vor dem Hintergrund der Marxschen negativen Systemtheorie individuelle und soziokulturelle Komponenten analytisch zusammenführt.</p>
<p>Totalitäre Systeme scheinen nur auf den ersten Blick ein Auslaufmodell zu sein; auch der für kapitalistische Gesellschaften notwendige Glaube an permanentes Wachstum sowie die postmoderne Erfordernis persönlicher Selbstverwirklichung können als Totalitarismus verstanden werden – wo Freiheit drauf steht, muss nicht zwangsläufig Freiheit drin sein. Ob ein libertärer Sozialismus (Rattner) jemals realisierbar ist, ist mehr als fraglich. Alle Utopien scheinen erledigt; allein die Dystopie feiert fröhliche Urständ. Doch ist diese lebenswert? Auch dies fragt der Abend, der sich jenseits der Markierungen eines Salonsozialismus begibt, der mittlerweile nicht einmal mehr in Karikaturen vorkommt.<br />
Alle paar Jahre wartet das amerikanische Drama mit einem großen Wurf auf; dies ist gewiss ein solcher.<br />
</p>
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		<title>Unterschätzte Perle im Baskenland &#8211; Bilbao</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 15:34:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Uta Buhr Bills Ballhaus in Bilbao, das Bert Brecht in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts als das schönste auf dem ganzen Kontinent besang, gibt es heute nicht mehr. Vorbei ist es mit den Brandylachen am Tanzboden und dem roten Bilbaomond, der durch das löcherige Dach schien…Pilar, die Studentin der Germanistik, hat Lachtränen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Uta Buhr</em></p>
<div id="attachment_12963" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4106_600x600_800KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12963" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4106_600x600_800KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Das Guggenheim Museum</p></div>
<p>Bills Ballhaus in Bilbao, das Bert Brecht in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts als das schönste auf dem ganzen Kontinent besang, gibt es heute nicht mehr. Vorbei ist es mit den Brandylachen am Tanzboden und dem roten Bilbaomond, der durch das löcherige Dach schien…Pilar, die Studentin der Germanistik, hat Lachtränen in den Augen. Nein, dieses proletarische Flair ist total „out.“ Die am Golf von Biscaya gelegene größte Stadt des Baskenlandes wurde einem radikalen Facelifting unterzogen und präsentiert sich heute als eine Metropole der Künste und kulinarischer Genüsse. Die Werften rund um das Hafengelände sind<span id="more-12958"></span> trendigen Wohnhäusern und schicken Hotels gewichen. Aus dem einstigen Schmuddelkind wurde eine strahlende Schönheit, die trotz aller Modernität einen unverwechselbaren Charme besitzt. Dieser offenbart sich während eines Spaziergangs durch die Altstadt, genauer gesagt durch die „Sieben Straßen“ am rechten Ufer des Ría de Bilbao. Ein prächtiges Haus mit fröhlich bunter Fassade und malerischen Erkern schmiegt sich an das nächste. Üppiger Blumenschmuck ergießt sich über die schmiedeeisernen Balkongitter. In diesen engen Gassen schlägt auch das kulinarische Herz des Baskenlandes. Auf den Theken der unzähligen Bars sind „Pinchos“ – kleine Leckereien – ausgestellt, bei deren Anblick einem das Wasser im Munde zusammenläuft. Hier werden Meeresfrüchte, Schinken, würziger Käse, Salate und scharfe Würste auf großen Tabletts mit ofenfrischem Weißbrot serviert. Da jeder Gastronom seine eigenen Kreationen anbietet, begeben sich die Gäste auf  „Wanderschaft“ kreuz und quer durch die Altstadt, um möglichst viele dieser Köstlichkeiten zu probieren.</p>
<div id="attachment_12966" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4113_600x600_800KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12966" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4113_600x600_800KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Diese Brücke führt zum &quot;Guggi&quot;</p></div>
<p>In einer gemütlichen holzgetäfelten Bar mit fröhlichen „Mitessern“ könnten wir uns noch Stunden aufhalten. Doch Pilar drängt zur Eile. Auf die leiblichen folgt jetzt eine Reihe kultureller Highlights. Ein rascher Gang durch das riesige „Museum der Schönen Künste“, das vornehmlich Werke spanischer und flämischer Künstler präsentiert, und wir befinden uns auf der Zubizuri-Fußgängerbrücke des Stararchitekten Santiago Calatrava, deren Design an das vom Wind aufgeblähte Segel eines Schiffes erinnert. Der größte Schatz in dieser an kühnen Konstruktionen reichen Stadt aber ist das Guggenheim-Museum, ein architektonisches Meisterwerk, dessen verschlungene, übereinander getürmte Elemente aus Glas, Titan und Stein erstaunlich leicht anmuten. Auf einer  Ausstellungsfläche von 11.000 Quadratmetern werden moderne, zum Teil höchst skurrile Kunstobjekte gezeigt. In diese Kategorie gehört auch die Puppy-Skulptur</p>
<div id="attachment_12969" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4155_600x600_800KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12969" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4155_600x600_800KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Blumenskulptur &quot;Puppy&quot;</p></div>
<p>des amerikanischen Objektkünstlers Jeff Koons vor dem „Guggi.“ Seinem  aus 17.000 Blumen bestehenden, zwölf Meter hohen Welpen kann man einen gewissen Charme nicht absprechen!<br />
Unsere letzte Exkursion führt uns zur einige Kilometer flussabwärts gelegenen  Brücke Puente Colgante. Das monumentale stählerne Industriedenkmal wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Alberto de Palacio erbaut. Dieser war ein Schüler des berühmten Gustave Eiffel.</p>
<div id="attachment_12980" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4136_600x600_800KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12980" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4136_600x600_800KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Skulptur von C. Brancusi</p></div>
<p>Hinweis<br />
Zurzeit, findet im Guggenheim Museum eine international viel beachtete Ausstellung statt, die das Oeuvre zweier großer Bildhauer des 20. Jahrhundert unter einen Hut bringt.  Der Spannungsbogen zwischen den Werken so verschiedenartiger Künstler wie Constantin Brancusi und Richard Serra wird noch erhöht  durch die Verwendung unterschiedlichster Materialien wie Holz, Marmor, Metall, Granit, Stahl und Gummi. Die filigranen Skulpturen Brancusis kontrastieren auf das Reizvollste mit den zum Teil gigantischen Stahlobjekten Serras.</p>
<div id="attachment_12981" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4137_600x600_800KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12981" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4137_600x600_800KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Objekt von R. Serra</p></div>
<p>Der Besucher sieht sich in dieser Ausstellung mit einem vielschichtigen sinnlichen Ereignis der besonderen Art konfrontiert. Die Ausstellung läuft bis einschließlich 15. April 2012.</p>
<p>Auskunft: Spanisches Fremdenverkehrsamt, Myliusstraße 14, 60323 Frankfurt/Main,<br />
Tel. 0180-300 26 47, E-Mail: frankfurt@tourspain.es, www.tourspain.es/www.spain.info/de Anreise: Direktflug Hamburg-Bilbao (www.fluege.de)<br />
Unterkunft: Hotel Miró, schönes Haus****+ direkt am Guggenheim-Museum<br />
www.mirohotelbilbao.com/de/<br />
</p>
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		<title>Deutschlands erstes Krimihotel</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 09:26:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hotels]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Artikel erschien bereits in folgenden Medien: Rheinische Post am 10. September 2011, Schleswig-Holstein am Sonntg (SaS) am 12. Dezember 2012 und  PAZ am 31. Dezember 2011 RENDEZVOUS MIT JAMES BOND UND DERRICK IN DEUTSCHLANDS ERSTEM KRIMIHOTEL Von Uta Buhr Oh schaurig ist’s, durch die Eifel zu wandern, möchte man angesichts der zahlreichen Krimis mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Artikel erschien bereits in folgenden Medien: Rheinische Post am 10. September 2011, Schleswig-Holstein am Sonntg (SaS) am 12. Dezember 2012 und  PAZ am 31. Dezember 2011<br />
<strong> RENDEZVOUS MIT JAMES BOND UND DERRICK IN DEUTSCHLANDS ERSTEM KRIMIHOTEL</strong><br />
<em> Von Uta Buhr</em></p>
<div id="attachment_12933" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4016_600x600_710KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12933" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4016_600x600_710KB-225x300.jpg" alt=" " width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das Krimihotel</p></div>
<p>Oh schaurig ist’s, durch die Eifel zu wandern, möchte man angesichts der zahlreichen Krimis mit Eifeler Lokalkolorit ausrufen. Beim Lesen der spannenden Romane Jacques Berndorfs besteht laut Aussagen von Experten geradezu Suchtgefahr. Hobbydetektiv Siggi Baumeister, der die zum Teil grausigen Mordfälle zwischen geheimnisvollen Maren und verträumten Ortschaften mit Verstand und einer gehörigen Portion Humor löst, ist heute in aller Munde und sein geistiger Vater ein weit über die Landesgrenzen hinaus berühmter Autor.</p>
<p>Was lag da näher, als am Ort der fiktiven Verbrechen eine Eifel-Krimilandschaft zu erschaffen!  Hillesheim, ein romantischer, gerade einmal 2 800 Seelen zählender Ort mit mittelalterlicher Stadtmauer und berüchtigtem Hexenturm bot sich als Standort für das erste Krimihotel Deutschlands an. Das Gebäude an der Ecke der Hauptstraße mit <span id="more-12929"></span>verschnörkelter Fassade,  Erkern und Türmchen ist ein Déjà-vu für jeden Krimifan. Es erinnert auf Anhieb an das düstere Haus des Norman Bates aus Alfred Hitchcocks Kultschocker „Psycho.“ Einen jeden, der die knarrenden Holzstufen hinaufsteigt und die langen dunklen Gänge entlang schreitet, erfasst ein wohliger Schauder. „Das ist ja nur der Einstieg“, schmunzelt Hoteldirektor Christoph Böhnke und öffnet die Tür zu seiner Linken. Altmodische Tischlämpchen verströmen rosiges Licht, und aus dem Off erklingt jene Melodie, die stets die filmischen Abenteuer von Jane Marple ankündigt. Im „Miss Marple Zimmer“ ist alles so hergerichtet, als habe Agatha Christies Meisterdetektivin gerade den Raum verlassen. Schlapphut und Handschuhe liegen lässig auf dem riesigen Ohrensessel, und am Chippendale-Tischchen lehnt ihr Golfschläger. Die übrigen Zimmer sind nicht minder stilgerecht ausgestattet. Während sich neben James Bonds Bett eine laszive Blondine im goldenen Bikini räkelt, prangt bei Derrick ein gigantisches Foto des Hauptdarstellers Horst Tappert an der Wand. Und in Zimmer 33 hält „Der Pate“ Hof. Marlon Brandos düsterer Blick ruht auf dem Betonfuß neben der Tür, mit dem abtrünnige Mafiosi erbarmungslos in den Tiefen eines Hafenbeckens oder Sees „entsorgt“ wurden. Nach dieser Besichtigungstour tut ein Gin Tonic gut, der vor dem flackernden Kaminfeuer im herrlich plüschigen Salon eingenommen wird, bevor der Küchenchef zum 4-Gang Krimidinner bittet. Wie wäre es heute mit der „Verdächtigen Spur“ aus Perlhuhnbrust und Süßholzsoße, gefolgt von Poirots Lieblingsdessert mit geeisten Erdbeeren? Zu bestimmten Terminen werden die Menüs zur Freude des Publikums von Lesungen bekannter Krimiautoren begleitet.</p>
<div id="attachment_12936" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4024_600x600_710KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12936" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4024_600x600_710KB-225x300.jpg" alt=" " width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das historische Hillesheim</p></div>
<p>Wer die erste Nacht im Krimihotel lebend überstanden hat, begibt sich am nächsten Tag mit Dane Spur, einer besonders ausgebufften Ermittlerin, auf die Fährte lokaler Verbrechen, die Jacques Berndorf erdacht hat. Ralf Kramp, ein inzwischen nicht minder bekannter Autor, ist auch  von der Partie. Die Tour führt kreuz und quer durch das Städtchen, vorbei an schönen alten Häusern im Windschatten der wehrhaften Stadtmauer, zu Siggi Baumeister und Herbie Feldmann, den Protagonisten der Eifel-Krimis, die mit ihren Spürnasen bislang jede böse Tat in der Region aufgedeckt haben. Welches Verbrechen wurde am Brunnen auf dem Marktplatz begangen, will Dane Spur, alias Brunhilde Rings, von ihren Gästen wissen.</p>
<div id="attachment_12939" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4017_600x600_710KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12939" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4017_600x600_710KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Spürnase Dane Spur und ihre Gäste</p></div>
<p>Hier sind die kleinen grauen Zellen der Gäste gefragt, die voller Begeisterung ihren Fragebogen ausfüllen. Ein großer Spaß  für alle  krimierprobten Teilnehmer, zumal die Chefermittlerin zuvor Passagen aus den Werken von Jacques Berndorf und Ralf Kramp verlas, in denen die Lösungen versteckt sind. Am Ende der Führung landet die Gruppe im „Kriminalhaus“, wo sich auch das „Café Sherlock“ befindet. Dieses urige Lokal verbindet auf reizvolle  Art die typischen Merkmale eines englischen Pubs mit denen eines  viktorianischen Tearooms. Gleich nebenan prunkt Hillesheim mit dem Deutschen Krimi-Archiv, das an die 26 000 Bände Krimiliteratur umfasst. Ein El Dorado für Liebhaber spannender Lektüre, die hier nach Herzenslust schmökern können.</p>
<div id="attachment_12942" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4026_600x600_710KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12942 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4026_600x600_710KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Autor Jacques Berndorf vor seinem Oldtimer</p></div>
<p>Gelegentlich trifft man im Rauchsalon des „Café Sherlock“ auf Jacques Berndorf.  Während er sein Pfeifchen schmaucht, nippt er an einer Tasse Earl Grey, plaudert jovial mit den Gästen und schreibt auch gern ein Widmung in eines seiner Bücher. Sein neuester Eifel-Krimi heißt „Die Eifel-Connection“ und behandelt einen besonders brisanten Fall aus der knallharten Geschäftswelt, der natürlich den Journalisten und engagierten Ermittler Siggi Baumeister sofort auf den Plan ruft. Mehr wird hier nicht verraten.</p>
<div id="attachment_12946" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4029_600x600_710KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12946" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4029_600x600_710KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Das Kriminalhaus</p></div>
<p>Weitere ebenso spannende wie amüsante Krimi-Wandertouren warten auf jene, die ihren Aufenthalt in der Eifel voll auskosten wollen. Empfehlenswert ist die viereinhalbstündige Exkursion „zwischen malerischem Burgort, schaurigem Wasserfall und faszinierender Krimilandschaft“ unter der kundigen Führung von Ermittlerin „Klara Blick“, die in Kerpen ihren Anfang nimmt. Während einer Pause in einem Wald voll düsterer Tannen erklärt Klara – im bürgerlichen Leben Dorita Molter-Frensch – dass die verschiedenen Krimitouren rund um das Jahr stattfinden. Die hart gesottenen Eifel-Ermittler verfolgen halt bei jedem Wetter verdächtige Spuren. Selbst im tiefsten Winter bei Eis und Schnee.<br />
www.tatort-eifel.de<br />
</p>
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		<title>Der Grosse Gatsby im Deutschen Schauspielhaus Hamburg</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 14:25:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kurr]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Hans-Peter Kurr Unterhaltung….und nicht mehr! Zur Produktion des „Grossen Gatsby“ im Deutschen Schauspielhaus Hamburg Es ist nicht recht einsehbar, welche Kriterien die (interimistische) Leitung des Schauspielhauses an der Kirchenallee, nach dem rüden Weggang des qualitäts-  und maßstabsbewussten Friedrich Schirmer, bei der Auswahl ihrer Stücke und daraus entstehender Produktionen leiten. Das läßt sich seit Beginn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Hans-Peter Kurr</em></p>
<p><strong>Unterhaltung….und nicht mehr!</strong><br />
Zur Produktion des „Grossen Gatsby“ im Deutschen Schauspielhaus Hamburg</p>
<div id="attachment_12856" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/dsh_dergrossegatsby_4145.jpg"><img class="size-medium wp-image-12856" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/dsh_dergrossegatsby_4145-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Katja Danowski, Samuel Weiss und Stefan Haschke</p></div>
<p>Es ist nicht recht einsehbar, welche Kriterien die (interimistische) Leitung des Schauspielhauses an der Kirchenallee, nach dem rüden Weggang des qualitäts-  und maßstabsbewussten Friedrich Schirmer, bei der Auswahl ihrer Stücke und daraus entstehender Produktionen leiten. Das läßt sich seit Beginn dieser ersten „Vertretungs-Spielzeit“, also mit tiefem Bedauern seit dem unverstehbar in einer Großküche angesiedelten „Cyrano“  konstatieren,mit dem die erste Hälfte der aktuellen Umbausaison begann, in der der Zuschauerraum des ehemals berühmten Gründgens-Hauses überdeckelt werden soll, damit der marode Bühnentrakt nach über einhundert Jahren, zeitgemäßen TÜV-Kriterien entsprechend, umgebaut und wieder seiner vollständigen Funktionalität zugeführt werden kann.<span id="more-12853"></span><br />
Merkwürdig: Alles, was in dieser ersten Spielzeit-Hälfte ( noch) auf der Original-Bühne geschieht, wirkt improvisiert, kurzlebig. So auch diese ( an sich unnötige) Dramatisierung des Fitzgerald-Erfolgs-Romanes aus dem Jahr 1925 durch Rebekka Krickeldorff, die Markus Heinzelmann mit einer Truppe der vorzüglichen Schauspielhaus-Darsteller und auf der Basis, trotz aller Klagen aus der Direktions-Etage, offenbar möglichen hohen Produktions-Kosten für das überdimensionale, hydraulisch-moblie, Schauspieler nahezu erschlagende Bühnenbild ( Gregor Wickert) und  kostümliche Vielfalt ( Gwendolyn Bahr ), zu inszenieren versuchte.<br />
Diese wundervoll begabten Schauspieler, von denen Katja Danowski als Daisy und Samuel Weiss in der Titelrolle hervorgehoben sein sollen, gestalten – offenbar aus eigener Lust – den Abend zu einem Vergnügen. Einzig Stefan Hanschke , in der Verkörperung des auch im Roman protagonistisch handelnden Erzählers Nick Carrayway hat daran – leider – kaum Anteil, weil er  &#8211; so wirkt es – das Projekt ernster nimmt, als es jenem gebührt. Schade! Denn: Er ist ja neu im Ensemble. Und eine bessere Chance, sich darin zu bewähren, hat er gewiß verdient.<br />
Mehr ist über diesen Unterhaltungsabend, dem das Premierenpublikum fröhlichen Schlussbeifall spendete, nicht zu vermelden.</p>
<p>Foto: Kerstin Schomburg<br />
</p>
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		<title>Wilhelm Voigt &#8211; der &#8220;Hauptmann von Köpenick&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 22:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ruoff Dr. Manuel]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Manuel Ruoff Er war der »Hauptmann von Köpenick« Vor 90 Jahren starb Wilhelm Voigt – Der Ostpreuße zog den preußischen Militarismus durch den Kakao wie kein anderer Seine Köpenickiade gehört zu den komischsten Episoden der preußischen Geschichte. Nichtsdestoweniger war der Ostpreuße Wilhelm Voigt eine traurige Figur. Tragik zieht sich durch sein Leben vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Manuel Ruoff</em></p>
<p><strong>Er war der »Hauptmann von Köpenick« Vor 90 Jahren starb Wilhelm Voigt – Der Ostpreuße zog den preußischen Militarismus durch den Kakao wie kein anderer</strong><br />
Seine Köpenickiade gehört zu den komischsten Episoden der preußischen Geschichte. Nichtsdestoweniger war der Ostpreuße Wilhelm Voigt eine traurige Figur. Tragik zieht sich durch sein Leben vom Anfang bis zum Ende.</p>
<p>Der am 13. Februar 1849 in Tilsit geborene Sohn eines Schuh­ma­cher­meisters, der den Beruf seines Vaters ergreift, wird schon mit 14 Lebensjahren straffällig. Es folgt eine Karriere als Kleinkrimineller mit einem halben Dutzend Verurteilungen wegen Diebstahls und Urkundenfälschung. 1890 versucht er dann mittels einer Brechstange, sich in Wongrowitz, Provinz Posen in den Besitz der Gerichtskasse zu bringen. Er wird erwischt und im Februar des darauffolgenden Jahres „wegen schweren Diebstahls im Rückfalle zu 15 Jahren Zuchthaus, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf zehn Jahre und Zulässigkeit von Polizeiaufsicht“ verurteilt. Voigt sitzt die Haftstrafe ab und wird einen Tag vor seinem 57. Geburtstag aus der Haft entlassen.<span id="more-12808"></span></p>
<p>Mit zusammengerechnet fast 30 Jahren Haft hat Voigt bis dahin mehr als die Hälfte seines Lebens hinter Gittern verbracht. Der Staat ist gewarnt und tritt Voigt mit der entsprechenden Skepsis entgegen. Tragischerweise versucht Voigt, nun, da sein Ruf ruiniert ist, offenkundig ernsthaft, auf den früh verlassenen Pfad der Tugend zurückzukehren. Der Anstaltsgeistliche hat ihm Arbeit in seinem erlernten Beruf in Wismar vermittelt und er führt sich gut. Da wird er im Mai seines Entlassungsjahres aufgrund seiner Vorstrafen aus dem Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin ausgewiesen. Der Preuße zieht nach Berlin zu seiner älteren Schwester Bertha und findet in der Millionenmetropole auch Arbeit in einer Schuhwarenfabrik. Am 24. August 1906 erhält er jedoch als „eine für die öffentliche Sicherheit und Moralität gefährliche Person“ vom zuständigen Polizeipräsidenten auch für Berlin ein Aufenthaltsverbot. Voigt taucht daraufhin unter. Er behält zunächst seine Arbeitsstelle, hat aufgrund seines illegalen Status jedoch kaum Aussicht auf dauerhafte Beschäftigung.</p>
<p>In dieser Situation geht Voigt sein nächstes Verbrechen an, das als Köpenickiade in das kollektive Gedächtnis Eingang gefunden hat. Carl Zuckmeyer übernimmt zwar in seinem Drama „Der Hauptmann von Köpenick. Ein deutsches Märchen in drei Akten“ Voigts Rechtfertigung, er habe nur einen Pass ergaunern wollen, um ungestört ein rechtschaffenes Leben als wertvolles Mitglied der Gesellschaft führen zu können, doch bei allem Wohlwollen für Voigt müssen wir wohl davon ausgehen, dass den Hochstapler eher die Aussicht auf eine Millionen-Beute reizte. Pässe wurden nämlich auf dem Landratsamt des Kreises Teltow ausgestellt. Von Köpenick hingegen hieß es seinerzeit in der Presse, dass in der Stadt fast 65000 Mark erwirtschaftet worden seien und für Wertpapiere im Werte von zwei Millionen Mark ein neuer Tresor angeschafft werden müsse. Nachdem Voigt sich vorher in diversen Trödelläden die Bestandteile einer Uniform eines Hauptmannes im 1. Garde-Regiment beschafft hatte, zog er am 16. Oktober derartig kostümiert los. Er unterstellte sich in Berlin zwei Wachkommandos, denen er begegnet war, und fuhr mit ihnen nach Köpenick, wo er mit deren Hilfe das Rathaus besetzte, den Bürgermeister gefangen nahm und sich vom Kassenrendanten die Stadtkasse aushändigen ließ. Dabei stieß er auf keinerlei Widerstand. Der „Hauptmann von Köpenick“, wie er sich später selber nannte, gab dann noch ein paar Befehle und Anweisungen und begab sich anschließend mit einer Beute von 3557,45 Mark in bar und Zinsscheinen in Höhe von 443,25 Mark alleine auf den Rückweg nach Berlin, wo er sich an einem stillen Örtchen wieder umzog und in den Zivilisten Voigt zurückverwandelte.</p>
<p>Möglicherweise hätte man Voigt nie erwischt, wenn nicht einer seiner Mitgefangenen sich seiner damaligen Worte, dass er „einfach Soldaten von der Straße holen“ werde, erinnert und ihn verpfiffen hätte. Am 26. Oktober 1906 wurde er verhaftet und am 1. Dezember des Jahres „wegen unbefugten Tragens einer Uniform, Vergehens gegen die öffentliche Ordnung, Freiheitsberaubung, Betruges und schwerer Urkundenfälschung“ zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.</p>
<p>Statt sich vorgeführt zu fühlen und nach Rache zu dürsten, reagierte der Kaiser und preußische König bemerkenswert gelassen. Ob Wilhelm II. Voigt als „genialen Kerl“ bezeichnet und dessen Tat lachend mit den Worten kommentiert hat „Da kann man sehen, was Disziplin heißt. Kein Volk der Erde macht uns das nach!“, sei dahingestellt, jedenfalls ließ er sich unverzüglich über die Tat seines Landsmannes berichten und begnadigte ihn 1908.</p>
<p>Voigt gelang es, sein Schelmenstück zu vermarkten. Sein Prozess war bereits von der Öffentlichkeit mit großem Interesse verfolgt worden und das Gleiche galt auch für seine Auftritte nach der Haftentlassung. Schon wenige Tage nach der Entlassung wurde in seiner Anwesenheit eine Wachsfigur von ihm im damals bekannten Berliner Wachsfigurenkabinett „Castans Panoptikum“ enthüllt. Er bereiste ganz Deutschland und auch das Ausland, um in Lokalen und auf Jahrmärkten aufzutreten, gerne auch in der Rolle des „Hauptmannes von Köpenick“. 1909 erschien in Leipzig seine Autobiografie „Wie ich Hauptmann von Köpenick wurde. Mein Lebensbild“.  Voigt kam darüber zu Geld, wurde jedoch nichtsdestotrotz von der Staatsmacht kritisch beäugt, stand weiterhin unter Polizeiaufsicht. Erneut geriet er in Konflikt mit dem Gesetz. Diesmal wurde ihm Verletzung der Gewerbeordnung vorgeworfen.</p>
<p>Der Deutsche entzieht sich weiteren Querelen mit den Staatsorganen in seiner Heimat durch einen Wohnortwechsel ins Ausland. Genügend Geld hatte er inzwischen. 1910 ließ er sich einen luxemburgischen Ausweis ausstellen und zog in das Großherzogtum. 1912 kaufte er dort ein Haus, wohin er sich aus der Öffentlichkeit zurückzog, um dort seinen Ruhestand zu genießen.  Letzteres war ihm allerdings nicht vergönnt. Der Erste Weltkrieg und die anschließende Inflation vereitelten dies. Wie vor der Köpenickiade wieder mittellos verstarb er von einer schweren Lungenerkrankung gezeichnet am 3. Januar 1922 in Luxemburg, wo er auch begraben liegt.<br />
</p>
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		<title>Usbekistan Snapshot</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 21:42:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Horvath Dr Ferenc]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Ferenc Horvath Taschkent, die Hauptstadt, wird aus Bischkek angeflogen. Die Boeing der Usbekischen Fluggesellschaft fliegt parallel zu wunderbar Schnee- bedeckten Bergen. Majestätischer Blick.  Vor einem Jahr war ich hier zum letzten Mal. Man würde denken, wahrscheinlich nichts Neues zu sehen. Fehlanzeige! Der Flughafen wurde weiter ausgebaut, die Flotte weiter entwickelt. Überall moderne Flugzeuge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Dr. Ferenc Horvath</p>
<p>Taschkent, die Hauptstadt, wird aus Bischkek angeflogen. Die Boeing der Usbekischen Fluggesellschaft fliegt parallel zu wunderbar Schnee- bedeckten Bergen. Majestätischer Blick.  Vor einem Jahr war ich hier zum letzten Mal. Man würde denken, wahrscheinlich nichts Neues zu sehen. Fehlanzeige!</p>
<p>Der Flughafen wurde weiter ausgebaut, die Flotte weiter entwickelt. Überall moderne Flugzeuge der Uzbekistan Airways. Die Formalitäten werden ganz zügig erledigt, die Partner warten auf uns draußen. Es ist sofort anzumerken, die Anzahl der alten Ladas hat sich dezimiert. Die im Lande zusammengebaute Daewoo gewinnt stark Oberhand, obwohl wie es erzählt wird ein vergleichbares Modell aus der Usbekischer Herstellung kostet in Moskau weniger, und kann auch sofort übernommen werden. In Usbekistan gibt es Wartezeiten, oder alternativ der Gang zu Schwarzmarkt.<span id="more-12784"></span></p>
<p>Ich stelle fest , zum neuen Inland Terminal führt eine neue Umgehungsstraße direkt. Letztes Jahr war dort noch nur eine Seitenstraße.</p>
<p>Wir Fahren in das Zentrum. Alle Haupt -Straßen wurden neu asphaltiert. Die Infrastruktur lässt hier keine Wünsche nach. Die Laternen spenden reichlich Licht. Die Bäume sind noch grün, es wirkt alles einladend.</p>
<p>Den Marken Geschäften sind wir schon gewohnt, aber wie man sagt es gibt Neuigkeiten: nächstes Monat eröffnet Starbucks das erste Caféé in der Stadt. Der Jugend, die sowieso 50% der Population ausmacht freut sich bereits. Sehnsüchte werden vor Ort erfüllt.</p>
<p>Reiseziel Nr. 1 der Usbeken ist Moskau, danach folgen China und Istanbul. Es muss zuhause auch etwas geboten werden. Und es wird auch!</p>
<p>In einem Jahr entstand ein neues, hoch-modernes Staatsbibliothek. Der Stil wie in Asien üblich – weiße Marmor und hochwertiger Glas.  Ein riesen Gebäude mit vielen Funktionen.</p>
<p>Das berühmte Opernhaus wird soeben gründlich saniert. Leider gibt es in der Stadt nun überhaupt keine Vorstellungen. Dafür gibt es aber regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen mit namhaften Sänger aus Europa. Neulich war Jose Carreras hier. Er sang in den ein Jahr alten neuen Kongresshalle.</p>
<p>Die Qualität des Zimmers in Hotel Tashkent Palace lässt auch keine Wünsche nach. Auffallend viele Gäste hat man hier aus Indien und &#8211; wie erzählt wird &#8211; aus Pakistan. Dann sind natürlich noch die Deutschen da! Mit Reisebussen unterwegs in die uralte historische Städte Khiva und Buhara und selbstverständlich noch nach Samarkand. Das Seidenstraße Abenteuer kann man in diesem Land voll erleben.</p>
<p>Wir sind am Nachmittag wieder Unterwegs. Wir sehen Apotheken westlichen Standards und auch Supermärkte für Jedermann mit allen Marken die wir aus Europa kennen. Mit Stolz wird uns das neue „Mall“ gezeigt. Dort sitzen es die üblichen Marken wie Ecco oder Zara. Die wohlhabende Jugend zeigt sich mit Laptops oder Smartphones auf Wireless. Die Zukunft ist angekommen</p>
<p>Nach den Gesprächen werde ich für ein Abendessen eingeladen. Wir fahren in den in viktorianischen Stil eingerichteten „Chelsea Pub“. Der frisch gepresste Granatapfel schmeckt vorzüglich. Die Küche ist scheinbar modern, das essen leicht und sehr schmackhaft. Auf den großen Leinwänden wird das Spiel zwischen Manchester United und Arsenal live übertragen. Nicht nur Wayne Roonie kennt hier auch jeder.</p>
<p>Der Tag war lang, aber schön, mit vielen neuen Eindrücken aus einem rasant entwickelnden jungen Land. Taschkent ist eine lebens- und liebenswerte Stadt.<br />
</p>
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		<title>Die Perle vom Kiez</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 20:44:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kurr Hans- Peter]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Hans-Peter Kurr Hamburgs Krimi-Theater „Imperial“ auf Erfolgskurs Zwei Männer trafen einander in einer kleinen Stadt des „Bergischen Landes“ mit Namen Remscheid. Ihr Anziehungspunkt war derselbe: Das ‚Westdeutsche Tourneetheater’, damals der Bundesrepublik kleinste Tourneebühne mit einem wahrhaft bunten Programm. Auf dem Intendantenstuhl, von dem aus heute die Intendantin Claudia Sowa  die Geschicke des Theaters leitet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Hans-Peter Kurr</em><br />
<strong> Hamburgs Krimi-Theater „Imperial“ auf Erfolgskurs</strong></p>
<div id="attachment_12727" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/DuM_ENGER_0042_K.jpg"><img class="size-medium wp-image-12727 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/DuM_ENGER_0042_K-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Was nun?</p></div>
<p>Zwei Männer trafen einander in einer kleinen Stadt des „Bergischen Landes“ mit Namen Remscheid. Ihr Anziehungspunkt war derselbe: Das ‚Westdeutsche Tourneetheater’, damals der Bundesrepublik kleinste Tourneebühne mit einem wahrhaft bunten Programm. Auf dem Intendantenstuhl, von dem aus heute die Intendantin Claudia Sowa  die Geschicke des Theaters leitet, saß zu jener Zeit der Abenteurer Joschi Jaschintzki, Erfüller fast aller Wünsche junger Regisseure und Schauspieler…..von der Nebelmaschine bis zum Liliputaner.<span id="more-12719"></span><br />
Dies alles spielt in tiefer Vergangenheit des 20. Jahrhunderts; in den letzten Tagen des Jahres 2011 trafen sich die zwei, inzwischen ergrauten, Theaterleute wieder…..in Hamburgs renommierten Krimitheater Imperial an der Reeperbahn, der eine als dessen Leiter, Frank Thannhäuser, der andere als Chronist dieser Zeilen, die etwas erzählen wollen von einer der größten Touristenattraktionen, die das Theater gegenwärtig anbietet, der Thannhäuer-Inszenierung des Edgar-Wallace-Schockers „Der unheimliche Mönch“.<br />
Das ist eine wahrhaft bewundernswerte Produktion, deren Unterhaltungswert am besten jemand einschätzen kann, der der Geschichte des Haus nachspürt und bei dieser Recherche feststellt, wie leicht dieses – auch innenarchitektonisch sehr schöne – Haus zu Beginn des 21. Jahrhunderts der erdrückenden Konkurrenz der großen Hamburger Musicals hätte zum Opfer fallen können, wenn Thannhäuser – nach einem Testballon, wie er es nennt -  im Jahr 2002 nicht den Entschluß gefaßt hätte, ab 2004 konsequent und kontinuierlich auf Krimis zu setzen.</p>
<div id="attachment_12732" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/DuM_Enger_535_K.jpg"><img class="size-medium wp-image-12732" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/DuM_Enger_535_K-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Aufmerksam</p></div>
<p>Das hat, wie man inzwischen erleben kann, nicht nur das Haus und die damit verbundenen Arbeitsplätze erhalten, sondern auch Hamburgs Kiez einen neuen Anziehungspunkt beschert, worüber sich – so der Intendant, der auch sein eigener Regisseur ist – er und sein Team besonders freuen, weil „ nicht nur das ehemalige Stammpublikum, sondern auch das neu hinzugewonnene Krimipublikum äusserst positiv reagierte“.</p>
<div id="attachment_12735" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/DuM_Enger_756_K.jpg"><img class="size-medium wp-image-12735" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/DuM_Enger_756_K-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Geheimnisvolle Lektüre...</p></div>
<p>Und wer die Begeisterung der Zuschauer im – fast allabendlich ausverkauften –Haus anläßlich einer gelungenen und im Spielplan zentralen Produktion wie „Der unheimliche Mönch“ genießt, wird diese Einschätzung nachvollziehen können:<br />
Trotz geringer Produktionsmittel werden die spannenden Wallace-Krimis ( zuweilen auch die anderer Autoren ) in nahezu opernhaft aufwändigen Bühnenbildern gespielt. Und was noch wichtiger ist: Sorgfältig ausgewählte, typgerechte und qualifizierte Schauspieler sind hier in ihrer lustvollen Arbeit zu bewundern wie der hinreißende Robert Kotulla als stets alkoholisierter Mr. Fane oder der vielseitige Gosta Liptow als Superintendent Hallick, um nur zwei Beispiele zu nennen, obwohl es imgrunde alle Darsteller verdient hätten&#8230;</p>
<p>Fotos: engerfoto.de</p>

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		<title>&#8220;Jopi&#8221; Heesters &#8211; Größen von Gestern</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2012/01/jopi-heesters-grosen-von-gestern/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 20:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kurr Hans- Peter]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Hans-Peter Kurr Umstrittener über die Jahrhundertgrenze 20/21 hinweg konnte kein Mitglied des deutschsprachigen Showbiz sein als Grandseigneur Johannes Heesters, der am Weihnachtsfest 2011 endlich 108-jährig sterben durfte. Allerdings hat ihm diesen zweifelhaften Ruf in erster Linie die Boulevard-Presse eingebracht. Ja, gewiß: Der eine oder andere Neider, den es selbstverständlich auch (oder sogar: insbesondere?) in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Hans-Peter Kurr</em></p>
<div id="attachment_12670" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/Heesters.jpg"><img class="size-medium wp-image-12670" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/Heesters-300x200.jpg" alt=" " width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Simone Rethel und Johannes Heesters</p></div>
<p>Umstrittener über die Jahrhundertgrenze 20/21 hinweg konnte kein Mitglied des deutschsprachigen Showbiz sein als Grandseigneur Johannes Heesters, der am Weihnachtsfest 2011 endlich 108-jährig sterben durfte. Allerdings hat ihm diesen zweifelhaften Ruf in erster Linie die Boulevard-Presse eingebracht. Ja, gewiß: Der eine oder andere Neider, den es selbstverständlich auch (oder sogar: insbesondere?) in sogenannten Künstlerkreisen gibt, mag, Verständnislosigkeit s p i e l e n d, dümmliche Fragen in die Welt gesetzt haben, wie „Hat er denn das nötig?“ oder „Warum hört er nicht endlich auf!“ oder „Merkt er nicht, dass seine Auftritte heutzutage peinlichwirken und seinen guten Ruf zerstören?“ Mag alles sein. Aber: Wer hatte darüber zu entscheiden? Ausschließlich doch wohl er selber! Und, solange es, nach wie vor, eine schier unzählbare Fangemeinde gab, waren seine – ohnehin immer seltener werdenden – Auftritte selbstverständlich legitim.<span id="more-12664"></span></p>
<p>Seine charmante und gescheite zweite Frau, die begabte Schauspielerin Simone Rethel, gab sogar ihre eigene Karriere auf , um an seiner Seite zu leben und immer für ihn da zu sein. Der Chronist besinnt sich zurück auf jene Wochen des Jahres 1982, in denen er die liebreizende Nicodemi-Komödie „Scampolo“ mit ihr inszenierte oder durch die Gunst ihres Entdeckers, Axel von Ambesser, in dessen Gaunerkomödie „Die violette Mütze“ gemeinsam mit ihr vor der Kamera stand. Damals lebte sie privat in einer – wie sie nicht müde wurde, im Freundes- und Kollegenkreis zu berichten – sehr glücklosen Verbindung!<br />
Und die Erinnerung reicht ebenfalls zurück in das Jahr 1992, in dem – zur großen Überraschung auch im Freundeskreis der jungen Kollegin – Heesters und Rethel heirateten und, bei aller Einschränkung der öffentlichen Beobachtung, offenbar zu einem der glücklichsten Paare wurden, die es je unter der Sonne zu finden galt.</p>
<p>Alles, was ihm Neider und Boulevardpresse darüber hinaus vorwarfen, dass er eine 45 Jahre jüngere Frau geheiratet habe, versank bald wieder in politischen Sumpflöchern: Ein Auftritt 1941 im Konzentrationslager Dachau zum Beispiel. Gewiss keine schöne Erinnerung und keine kluge Entscheidung. Aber hat er sie überhaupt damals selber gefällt? Wie weit reichte seine Eigenständigkeit in jener wüsten Zeit? Ein Gericht versuchte (überflüssigerweise und erfolglos), die Frage noch vor wenigen Jahren zu klären, dabei ist es doch so einfach: Heesters war nie ein homo politicus, er war ein Entertainer, und zwar ein glänzender!<br />
Sein Platz war auf der Bühne vor mehreren hundert Zuhörern, die ihm zujubelten, nicht in einer Diskussionsrunde politisch versierter Journalisten an deren TV-Stammtisch. Dort musste er versagen, was seine nicht nachvollziehbaren Äußerungen über Hitler mehr als deutlich zeigten, als sie – unnötigerweise – an die Öffentlichkeit kamen, obwohl seine Frau Simone Rethel dies zu verhindern trachtete. Er trat zwar stets – auch gekleidet – wie ein Herr auf, aber er war nicht primär ein Herr, sondern er s p i e l t e einen solchen.</p>
<p>Er spielte überhaupt alle seine Rollen, auch seine Lebensrollen. Und wer ihn in seinem Haus am Starnberger See besuchten durfte, konnte dieses Verhalten eines Menschen, der nie etwas anderes sein wollte als ein homo ludens, interessiert und sattsam beobachten. Jene Art von Beobachtung gipfelte darin, einen Mann kennenzulernen, der 24 Stunden lang ein Entertainer und darum bemüht war, mit zunehmendem Alter, die Reste seiner ehemals wirklich grandiosen Publikumserfolge hinüberzuretten in die späten Greisenjahre. Dies scheint ihm bis zu dem Dezembertag 2011 gelungen zu sein, als ihm im Klinikum die letzten Entscheidungen aus der Hand genommen wurden. Der Chronist möchte am Ende dieses Nachrufes bekennen: Nicht nur die Liebe meiner zwei Freundinnen und Kolleginnen Nicole, der Tochter, und Simone, der Witwe, wird ihm erhalten bleiben, auch die meine.</p>
<p>foto: GODOT<br />
</p>
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		<item>
		<title>Zum 300. Geburtstag von Kritijanas Donelaitis</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/zum-300-geburtstag-von-kritijanas-donelaitis/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/zum-300-geburtstag-von-kritijanas-donelaitis/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 07:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kova Dr. László]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. László Kova Jubiläumsausstellung in Vilnius/Litauen Die Galerie ´Šv.Jono Gatves Galerija´ in Vilnius/Litauen fing rechtzeitig an, den großen Nationallyriker  in den Mittelpunkt des Kulturgeschehens zu stellen.  Im Kalenderjahr 2014 feiern die Litauen den 300. Geburtstag des namhaften  Poeten Kristijanas Donelaitis, der am 01. Januar 1714 (gest. 1780) geboren wurde. Er war ein protestantischer Pfarrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. László Kova</em><br />
Jubiläumsausstellung in Vilnius/Litauen</p>
<div id="attachment_12612" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Pecze-Zoltán-+-Kova-Witka+-Dr.-Kova-Laszlo.jpg"><img class="size-medium wp-image-12612 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Pecze-Zoltán-+-Kova-Witka+-Dr.-Kova-Laszlo-300x169.jpg" alt=" " width="300" height="169" /></a><p class="wp-caption-text">Zotán Pecze (li.), Botschafter der Republik Ungarn in Vilnius, Witka Kova und der Künstler László Kova (re.) mit seiner Skulpturenkomposition „Frühling“</p></div>
<p>Die Galerie ´Šv.Jono Gatves Galerija´ in Vilnius/Litauen fing rechtzeitig an, den großen Nationallyriker  in den Mittelpunkt des Kulturgeschehens zu stellen.  Im Kalenderjahr 2014 feiern die Litauen den 300. Geburtstag des namhaften  Poeten Kristijanas Donelaitis, der am 01. Januar 1714 (gest. 1780) geboren wurde.<br />
Er war ein protestantischer Pfarrer einer deutsch-litauischen Gemeinde im ostpreußischen Preußisch-Litauen. Er predigte 37 Jahre lang in deutscher und in litauischer Sprache. Er war ein vielseitiger Gelehrter und lernte auch Griechisch, Hebräisch und Französisch. Seine Poesie schrieb er in Deutsch.  In der litauischen Sprache verfasste er sein Hauptwerk, das  den Titel „Metai“, deutsch „Die Jahreszeiten“ trägt.<span id="more-12611"></span><br />
Durch eine internationale Ausschreibung werden bis 2014 jährlich Ausstellungen für Bildhauer veranstaltet, die den Inhalt des Werkes „Matai“ von Donelaitis in Bronze oder in Stein gemeißelt darstellen. Zu diesem Werk schaffte László Kova eine dreiteilige Komposition mit dem Titel „Frühling“, die unter den 10 internationalen Künstlern am 19.11.2011  prämiert  und ausgestellt wurde. Zu der Ausstellung der Skulpturen erschien ein Katalog mit Texten in litauischer und englischer Sprache.<br />
Bei der Vernissage waren die führenden Persönlichkeiten der Stadt Vilnius und Auslandsvertretungen anwesend. Unten anderen Friedrich-Wilhelm Nehl, der Kanzler der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Vilnius und auch der Botschafter Zoltán Pecze von der Botschaft der Republik Ungarn in Vilnius.<br />
Die lukrative und rege besuchte Skulpturenausstellung in Vilnius wird nach 2014 in eine internationale Wanderausstellung für Europa umgewandelt, u.a. auch mit mehreren Stationen in Deutschland und planmäßig ebenso in Hamburg.<br />
</p>
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		<title>Czeslaw-Milosz-Jahr</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 06:53:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kova Witka]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Witka Kova Nicht nur die polnische Nobelpreisträgerin für Physik Maria Sklodowska-Curie, der Astronom Jan Hevelius oder der Komponist und Pianist Frédéric Chopin sind weltbekannt,  sondern auch der Literaturnobelpreisträger Czeslaw Milosz. Das Parlament der  Republik Polen ist überzeugt von der besonderen Bedeutung des schöpferischen Werkes von Czeslaw Milosz für das National und Weltkulturerbe und ernannte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Witka Kova</em></p>
<div id="attachment_12641" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Foto-von-Dr.L.Kova_Witka-Kova-und-Jutta-Noak-Vaitkiené-JPG.jpg"><img class="size-medium wp-image-12641" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Foto-von-Dr.L.Kova_Witka-Kova-und-Jutta-Noak-Vaitkiené-JPG-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Witka Kova (links) und Jutta Noak-Vaitkiené JPG</p></div>
<p>Nicht nur die polnische Nobelpreisträgerin für Physik Maria Sklodowska-Curie, der Astronom Jan Hevelius oder der Komponist und Pianist Frédéric Chopin sind weltbekannt,  sondern auch der Literaturnobelpreisträger Czeslaw Milosz.</p>
<p>Das Parlament der  Republik Polen ist überzeugt von der besonderen Bedeutung des schöpferischen Werkes von Czeslaw Milosz für das National und Weltkulturerbe und ernannte das Kalenderjahr 2011 zum ´Czeslaw-Milosz-Jahr´, da er in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.</p>
<p>Das ´Milosz-Jahr´ ist eine Gelegentheit, um an den Poeten und seine Werke zu errinern und bildet die Chance  einer tieferen Reflexion über die Zusamenhänge seines Lebens und seiner Literatur mit dem verworrenen 20. Jahrhundert zu erforschen. Der 100. Geburtstag des Poeten wird nicht nur in Polen gefeiert, sondern auch in Litauen, den USA, in Frankreich, China, Indien, Israel und Russland. Das Programm des ´Milosz-Jahr´ umfast neue Buchauflagen, Konfernzen, Diskussionen und dem Poeten gewidmete Ausstellungen. Der wichtigste Programmpunkt ist die zweite Auflage des Czeslaw-Milosz-Literaturfestivals, das von 9. bis 15. Mai 2011 in Krakau stattfindet. Der 100. Geburtstag des Poeten wurde im Almanach der von der UNESCO gefeierten Jahrestage eingetragen.<span id="more-12606"></span></p>
<p>Der im Jahr 1911 geborene Czeslaw Milosz studierte Jura und gründete 1931 gemeinsam mit anderen Schriftstellern die Literaturzeitschrift  „Feuerbrünste“. Zwei Jahre später erschien sein erster Lyrikband. Im Jahr 1934 erhielt Milo Czeslaw Milosz ein Jahresstipendium nach Paris. Nach seiner Rückkehr arbeitete er am Wilnaer Studio des Polnischen Rundfunks und danach in der Zentrale des Polnischen Rundfunks in Warschau. Während des II. Weltkrieges blieb er in Polen und beteiligte sich an konspirativen Aktionen.</p>
<p>Nach dem Krieg arbeitete Milosz 6 Jahre als polnischer Kulturattaché in New York, Washington und Paris. Wegen politischen Meinungsdifferenzen brach er den Kontakt 1951 zur Volksrepublik Polen ab und wanderte nach Frankreich aus. Sein Buch  „Verführtes Denken“, in dem er seine persönlichen Erfahrungen verarbeitete und das zu den Klassikern der Literatur zählt, erschien 1953. Mit diesem Essayband wurde er zu einem scharfen Kritiker der Kommunisten.</p>
<p>Zwei Jahre später erschien der Roman „Das Tal der Isa“- ein Buch voller philosophischer Anspiellungen über das Ewachsenwerden und den Verlust der Unschuld.</p>
<p>1959 ist der Essayband „West- und Östliches Gelände“ erschienen. Es ist eines der interessantesten Bücher über die mitteleuropäische Mentalität. Das Buch mit dem Titel „Das Land Ulro“ stellt eine Art intellektueller und literarischer Autobiographie dar. Diese und spätere Werke, wie das Zeugnis der Poesie über  „Das Leben auf den Inseln“, führen zum Kern der Dinge, die heute das Leben und die Literatur ausmachen.</p>
<p>1960 ging Milosz als Dozent für slawische Literatur an die Barkeley University in Kalifornien. 1980 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Erst nach der Preisverleihung dürfen seine Werke wieder offiziel in Polen erscheinen.</p>
<p>„So viele Städte, so viele Länder und noch immer keinerlei Anzeichen ein Kosmopolit zu sein, sondern im Gegenteil die Befangenheit eines Provinzlers“ schreibt Milosz in „Mein ABC von Adam und Eva bis Zentrum und Peripherie“. Je weiter er in die Welt hinausgetragen wurde, desto mehr suchte er  Verbindung zu dem, der er früher gewesen war, zu dem, der er in den Städten Szetejnie und Wilna gewesen war. Er schreibt weiterhin: „Das ist auch die Erklärung dafür, warum ich mich der polnischen Sprache so verbunden fühlte. Man kann seine Liebe zu einer Sprache nicht rationalisieren, ebensowenig wie seine Liebe zur Mutter. Es ist gewiss die gleiche Art von Liebe, denn nicht von ungefähr heißt es auch „Muttersprache“.</p>
<p>Den größten Teil seines Lebens vebrachte Czeslaw  Milosz außerhalb Polens: Die Jahre seiner Kindheit in Rußland, dann Frankreich und Amerika. Im Gegensatz zu den Emigranten, in deren Polnisch sich bereits nach zehn oder fünfzehn Jahren Unsicherheiten eingeschlichen hatten, war dies bei ihm nie der Fall. Er schreibt: „Die Sprache ist meine Mutter, im eigentlichen und übertragenen Sinne. Sie ist auch mein Haus, in dem ich durch die Welt ziehe.“ In der Stadt Szentejnie war es die Sprache des Landadels  gewesen, aber mit litauischen Wörtern durchsetzt, denn die Umgebung war schon litauisch. Dann Russland und meine Zweisprachigkeit. Endlich Wilna, zweifellos echt polnisch.“</p>
<p>Auf Polnisch zu schreiben bedeutete für ihn, dass man sich in das durch Generationen hindurch gewachsene Gemeinschaftswerk eingliedern muss, egal wo mann lebt. Seine Weigerung sich umzustellen und in Englisch oder Französisch zu schreiben, bedeutete für Ihn einen Identitätsverlust. Es ist höchst geheimnisvoll, welchen Aufenthaltsort der kreative Impuls bei seiner Wanderung von Land zu Land wählt.</p>
<p>Im Juni 1981, nach 30 Jahren, betritt Milosz wieder polnische Erde. Im Dezember werden seine Bücher ein weiteres Mal verboten. Nach der Befreiung pendelt Milosz zwischen Krakau und Barkeley hin und her. Bis er sich schließlich im Jahre 2000 entgültig in Krakau niederlässt, wo er am 15. August 2004 stirbt.</p>
<p>Laut internationaler Kritik und vieler zeitgenossischer Lyriker, darunter auch Josif Brodski, ist Miloszs Lyrik eines der bedeutensten literarischen Phänomene unserer Zeit.</p>
<p>Und zum Schluss erwähne ich Einiges von Miloszs Gedanken über Biographien. Erstens: Biographien sind wie Schneckenhäuser. Zweitens: Mann wird nicht viel über das Wesen erfahren, das einmal darin gewohnt hat. Drittens: Selbst Angesichts meines eigenen, eng mit meinem literarischen Schaffen verbundenen Lebens beschleicht mich das Gefühl, ich hätte eine leere Hülse zurückgelassen. Viertens: Der Wert von Biographien besteht einzig und allein darin, dass man aus ihnen die Zeit, in der sich das beschriebene Leben abgespielt hat, ungefähr rekonstruieren kann.</p>
<p>Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.</p>
<p>(Laudatio am 30. März 2011 im Schrödersaal des CVJM in Hamburg. Gedenkfeier zu Ehren des Dichters und Nobelpreisträgers für Literatur Czeslaw Milosz; Veranstalter: Litauisch-Deutsche Initiative für Kulturkooperation e.V., Botschaft der Republik Leitauen in Deutschland, Litauische Gemeinschaft Hamburg, Galerie mare Liberum)<br />
</p>
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		<title>Hamburg darf auch weiterhin „Elbphilharmonie Konzerte“ veranstalten und fördern</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 18:41:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburger Senat]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Johanna Renate Wöhlke Verband der deutschen Konzertdirektionen e.V. unterliegt im Rechtsstreit vor dem Landgericht Hamburg Es ist die Zeit der Konzerte und des kulturellen Erlebens an festlichen Tagen. Wir machen uns hübsch &#8211; vielleicht auch nicht &#8211; und gehen ins Theater, ins Konzert. Erwartungsvoll und in festlicher Stimmung nehmen wir unsere Plätze ein. Unsere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Johanna Renate Wöhlke</em></p>
<p><strong>Verband der deutschen Konzertdirektionen e.V. unterliegt im Rechtsstreit vor dem Landgericht Hamburg</strong></p>
<p>Es ist die Zeit der Konzerte und des kulturellen Erlebens an festlichen Tagen. Wir machen uns hübsch &#8211; vielleicht auch nicht &#8211; und gehen ins Theater, ins Konzert. Erwartungsvoll und in festlicher Stimmung nehmen wir unsere Plätze ein. Unsere Gedanken sind beim Gestern und Heute. Sie kreisen um das Schöne und Gute, wahrscheinlich. Wir erwarten Anregendes und auch Aufregendes. Vielleicht verlangt die Seele &#8211; man erwarte an dieser Stelle keine Defnition von Seele &#8211; vielleicht also verlangt die Seele danach, gestreichelt zu werden.<span id="more-12473"></span></p>
<p>Oben auf der Bühne agieren diejenigen, die unsere Erwartungen erfüllen sollen. Haben wir uns jemals an solchen Tagen Gedanken über sie gemacht? Hat uns interessiert, welche privaten Gedanken hinter ihren Stirnen und in ihren Köpfen herumwabern und nicht zu verdrängen sind &#8211; und trotzdem muss in diesem einen Augenblick alles funktionieren: der Ton, das Wort, der Satz, der Sprung, der Schwung von Beinen und Armen, die Finger auf den Tasten des Klaviers, der Atem des Flötisten &#8211; alles abgerufen und perfekt erwartet in der Sekunde. Kein Schnitt möglich. Kein Filmcutter am Schneidetisch zur Hilfe. Die Zeit ist unbarmherzig. Sie verzeiht nichts.</p>
<p>Oben auf der Bühne geschieht aber auch noch etwas anderes: Jede Vorstellung ist auch &#8220;Markt&#8221;, ist auch Wettbewerb, ist auch Teil eines Kulturbetriebes, in dem gerechnet werden muss. Deshalb und gerade in diesen Tagen, soll an dieser Stelle auf einen Gerichtsentscheid in Hamburg hingewiesen werden &#8211; ein Beispiel dafür, dass es auch immer ein &#8220;Theater&#8221; und ein &#8220;Konzert&#8221; hinter den Kulissen gibt.</p>
<p>Das Landgericht Hamburg hat heute die Klage des Verbands der deutschen Konzertdirektionen e.V. abgewiesen, mit der dieser erreichen wollte, dass der Stadt Hamburg verboten wird, auf die bisherige Art und Weise die sog. „Elbphilharmonie Konzerte“ zu veranstalten bzw. finanziell zu fördern.</p>
<p>Der Verband der deutschen Konzertdirektionen e.V. ist ein Zusammenschluss privater Konzertveranstalter in der Bundesrepublik Deutschland. Zu seinen Mitgliedern zählen Vermittler, Veranstalter, Tourneeunternehmen und Arrangeure. Der Verband wandte sich mit seiner Klage gegen die von der beklagten HamburgMusik gGmbH unter dem Titel „Elbphilharmonie Konzerte“ z.T. in der Laeiszhalle veranstaltete Konzertreihe. An der HamburgMusik gGmbH hält die ebenfalls beklagte Freie und Hansestadt Hamburg eine Mehrheitsbeteiligung von 95,2%. Der Kläger argumentierte, die Beklagten betrieben mit ihren Orchesterveranstaltungen unlauteres Preisdumping. Die Preisgestaltung sei auf Kostenunterdeckung angelegt, und zwar mit dem Ziel, Wettbewerber vom Markt zu verdrängen.</p>
<p>Das Gericht hingegen verneinte die Voraussetzungen eines unlauteren Preisdumpings. Preisunterbietungen seien als Form des Wettbewerbs grundsätzlich zulässig. Ein Wettbewerbsverstoß könne erst dann angenommen werden, wenn die Unterbietung gezielt dazu eingesetzt werde, Mitbewerber vom Markt zu verdrängen, und das sei hier nicht ersichtlich.</p>
<p>Allerdings müsse davon ausgegangen werden, dass die HamburgMusik gGmbH einen Teil ihrer Konzerte nicht kostendeckend kalkuliert habe und es selbst bei Verkauf aller Eintrittskarten zu Verlusten gekommen wäre. Das ergebe sich aus den vom Kläger für die Konzerte der Reihe „Nordic Concerts“ vorgelegten Berechnungen, die von den Beklagten nicht widerlegt worden seien.</p>
<p>Die nicht kostendeckend angebotenen Konzerte machten jedoch nur einen äußerst geringen Anteil der von der HamburgMusik gGmbh durchgeführten Veranstaltungen aus. Letztlich komme es auf die Frage der Kostendeckung ohnehin nicht an, da jedenfalls keine unlautere Verdrängungsabsicht der HamburgMusik gGmbH angenommen werden könne. Vielmehr gebe es für die Kostenunterdeckung einen sachlich gerechtfertigten Grund. Die HamburgMusik gGmbH habe in dem Rechtsstreit dargestellt, dass bestimmte Konzerte nur deshalb günstig angeboten worden seien, um das Angebot besonders attraktiv zu gestalten und dadurch neue Zuschauerkreise für diese Art der Musik zu erschließen. Letzteres sei nur bei relativ niedrigen Eintrittspreisen und einem zugkräftigen, attraktiven Programm mit bekannten Musikern möglich. Ziel sei es, dass die neu gewonnenen Zuschauer später weitere Konzerte besuchten. Dies könnten dann genauso Konzerte von privaten Veranstaltern wie solche von der HamburgMusik gGmbH sein. Das Gericht entschied, allein durch den Umstand, dass die Konzertreihe „Nordic Concerts“ nicht kostendeckend kalkuliert worden sei, lasse sich diese von der Beklagten angegebene Zielsetzung nicht widerlegen. Denn aus wirtschaftlicher Sicht sei es nachvollziehbar, dass einige besonders attraktive Konzerte nicht kostendeckend angeboten würden, um damit Interesse an anderen Veranstaltungen zu wecken. Auch ein Verstoß gegen das Kartellrecht liege daher nicht vor.</p>
<p>Das Aktenzeichen des Verfahrens lautet 315 O 80/11. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Sollte gegen die Entscheidung Berufung eingelegt werden, wäre hierfür das Hanseatische Oberlandesgericht zuständig.</p>
<p>Quelle dieser Information: die Pressestelle des Hamburger Senats</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;<br />
</p>
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		<title>Korczak und die Kinder  Jugendtheater in Hamburg</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 17:19:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Falbe</dc:creator>
				<category><![CDATA[DAP aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[ Von Günther Falbe Es gehört zu den meistgespielten deutschen Nachkriegsstücken, das Schauspiel „Korczak und die Kinder“ von Erwin Sylvanus, das eines der schlimmsten Verbrechen des Naziregimes, den Tod von 200 jüdischen Waisenkindern aus dem Warschauer Ghetto in den Gaskammern des Vernichtungslagers Treblinka behandelt. Mit ihnen starb der Mann, der sie bis zum letzten Atemzug beschützt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> Von Günther Falbe</em></p>
<p>Es gehört zu den meistgespielten deutschen Nachkriegsstücken, das Schauspiel „Korczak und die Kinder“ von Erwin Sylvanus, das eines der schlimmsten Verbrechen des Naziregimes, den Tod von 200 jüdischen Waisenkindern aus dem Warschauer Ghetto in den Gaskammern des Vernichtungslagers Treblinka behandelt. Mit ihnen starb der Mann, der sie bis zum letzten Atemzug beschützt hatte, der polnische Arzt, Schriftsteller und Pädagoge mit Leib und Seele, Janusz Korczak.</p>
<div id="attachment_12136" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/?attachment_id=12136" rel="attachment wp-att-12136"><img class="size-medium wp-image-12136" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/TGL_111027_korczak_304-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Die Auseinandersetzung</p></div>
<p>Unter diesem Autorennamen schrieb sich der als Henryk Goldszmit in Warschau geborene Sohn einer jüdischen Anwaltsfamilie in die polnische Literatur des frühen 20.Jahrhunderts ein, weniger ein Pseudonym als ein Synonym für eine tiefe Liebe zu den hilfslosesten in der menschlichen Gemeinschaft, den Waisenkindern. Mit seinem Namen wird immer der singende Zug der Kinder aus dem Waisenhaus Dom Sierot in Warschau, das der Kinderarzt jahrzehntelang geleitet hatte, in das Lager Treblinka verbunden bleiben. Dieses Kapitel des Holokaust erschüttert die Menschen, wo und wie sie sich mit ihm auseinandersetzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So wie zur Zeit in Hamburg, wo das „TheaterSehnSucht“ das Schauspiel von Erwin Sylvanus in sein Programm aufgenommen hat,</p>
<div id="attachment_12132" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/?attachment_id=12132" rel="attachment wp-att-12132"><img class="size-medium wp-image-12132" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/TGL_111027_korczak_235-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Die Nachricht</p></div>
<p>das vor allem junge Zuschauer bewegen soll, Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Geschichte in die Gegenwart zu transferieren und sie mit den gravierenden Problemen unserer Zeit zu verbinden. Ein Jugendtheater, das das junge Publikum nicht nur als Zuschauer sieht sondern es mit einbindet in das Thema des Stückes und seine Interpretation mit anschließender Diskussion oder Workshop.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dass diesem Schauspiel Erwin Sylvanus, das den Autor berühmt gemacht hat, in Hamburg eine besondere Bedeutung zukommt, liegt an der bedrückenden Duplizität der authentischen Vorlage: Auch in Hamburg kamen jüdische Kinder ums Leben, die Schule am Bullenhausener Damm trägt deshalb heute den Namen von Janusz Korczak. So bekommt das Stück eine bewegende Nähe, die bei der Erstaufführung in der Jugendkirche, Bei der Flottbeker Mühle, schon zu spüren war. Nicht nur bei den älteren Zuschauern – der „Erlebnisgeneration“ – sondern auch oder gerade bei den Jugendlichen, der eigentlichen Zielgruppe dieses Jugendtheaters. Was dieses Stück ihnen verdeutlichen will und soll, ist Eigenverantwortung, die in die Gesellschaft einzubringen ist, um überhaupt als solche bestehen zu können.</p>
<div id="attachment_12142" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/?attachment_id=12142" rel="attachment wp-att-12142"><img class="size-medium wp-image-12142" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/TGL_111027_korczak_25-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ist Das zu verantworten</p></div>
<p>Keine leichte Aufgabe für die Protagonisten, denn es wurde die Form des Sprechtheaters gewählt, weil man mit diesem Stück auch kleine Räume bespielen will wie Klassenzimmer, um so nahe wie möglich an das junge Publikum heran zu kommen und es mit einbeziehen zu können. So muss vor allem die Sprache die Handlung tragen, die im Warschauer Ghetto spielt, in dem Waisenhaus, das Janusz Korczak leitet, und das nun geräumt werden soll, weil die Kinder nach Treblinka gebracht werden sollen. Zwischen dem SS-Führer mit dem Räumungsbefehl und dem Arzt beginnt ein in emotional geführten Dialogen ausgetragener Kampf um die Vollziehung dieses – wie Korczak weiß – tödlichen Vorhabens. Der Arzt will die vier Schwestern retten, sie von der Begleitung befreien. Er selber will die Kinder in das Lager führen, alle Versuche zu seiner Rettung, die an ihn herangetragen werden, lehnt er ab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Jugendtheater hat bei der Besetzung des fünf Personen-Stückes eine glückliche Hand gehabt. Ohne aufwendige Ausstattung, vor nur mit wenigen Symbolen versehener Bühne erfüllen die Schauspieler allein mit ihrer Präsenz die Aufgabe, die der Autor mit seiner großartigen Sprache vorgegeben hat – kein Wunder, dass Erwin Sylvanus mit diesem Stück Weltruhm erlangte. Bewusst hat man verzichtet, Kinder auf die Bühne zu bringen. Sie sind gegenwärtig in den beiden Frauengestalten, denen Kerstin Otto und Katharina Herzberg von Rauch Leben gibt.</p>
<div id="attachment_12141" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/?attachment_id=12141" rel="attachment wp-att-12141"><img class="size-medium wp-image-12141" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/TGL_111027_korczak_281-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Zwiesprache</p></div>
<p>Gösta Liptow bringt als Sprecher die verbindenden Elemente in die Handlung ein, die in ihren entscheidenden Elementen von Thomas Fischer als Offizier und Hans-Peter Kurr als Korczak getragen wird und die ihren Höhepunkt in einem bewegenden Monolog findet, in dem Hans-Peter Kurr alle Register seines Könnens zieht. Der Arzt ringt dem Befehlenden das Leben der vier Schwestern des Waisenhauses ab und tritt dann der Weg in das Dunkel an, aus dem es keine Wiederkehr gibt. Kurr i s t Korczak in Mimik und Sprache, mit der er fast den Raum zu sprengen droht und die Zuschauer, gleich welchen Alters, in seinen Bann zwingt. Großes Sprechtheater unter der Regie von Fred Buchalski, musikalisch begleitet mit eigenen Kompositionen von Kinga Heymann.</p>
<div id="attachment_12133" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/?attachment_id=12133" rel="attachment wp-att-12133"><img class="size-medium wp-image-12133" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Neues-Bild1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Das Ensemble</p></div>
<p>Es ist zu wünschen, dass „Korczak und die Kinder“ als erstes Stück des dreiteiligen Theaterprogramms, das dieses von der Hamburger Kulturbehörde geförderte Jugendtheater vorlegt, in vielen Schulen und Institutionen zur Aufführung kommt. ( TheaterSehnSucht, Seewartenstraße 10 in 20459 Hamburg, Tel: 040 / 52015701, Mail: <span style="color: #0000ff"><span style="text-decoration: underline"><a href="mailto:jugend@theatersehnsucht.de">jugend@theatersehnsucht.de</a></span></span> )</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fotos: Tobias Gloger<br />
</p>
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		<title>A QUARTET IN TROUBLE: “FUNNY ABOUT LOVE “</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/a-quartet-in-trouble-funny-about-love/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 13:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit und Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[In anderen Sprachen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[THE NEW PLAY AT THE ENGLISH THEATRE OF HAMURG By Uta Buhr Hilarious! The new comedy by the famous British playwright Terence Frisby is heart-warming and thus just the right thing for a dark and rainy day in the dead of winter. In the very beginning nothing seems to be funny for middle-aged Rosie Boston [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>THE NEW PLAY AT THE ENGLISH THEATRE OF HAMURG</strong></p>
<p><em>By Uta Buhr</em></p>
<div class="mceTemp">
<dl>
<dt><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1013024.jpg"><img class="wp-image-12253 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1013024.jpg" alt="  " width="400" height="266" /></a></dt>
<dd></dd>
</dl>
</div>
<p>Hilarious! The new comedy by the famous British playwright Terence Frisby is heart-warming and thus just the right thing for a dark and rainy day in the dead of winter. In the very beginning nothing seems to be funny for middle-aged Rosie Boston who has just learned about her husband’s infidelity. Piers Boston, a 53 year old business-man has madly fallen in love with his young and pretty secretary Larissa. He is planning to begin a new life with her in the couple’s posh London apartment overlooking the River Thames. Selfish as Piers is, he does not even seem to expect any objections from his wife either to share her home with Larissa or to move out for good. While Rosie is brooding over her problem, help comes from young Darren Tucker who insists on talking to her. <span id="more-12270"></span>He turns out to be Larissa’s jilted husband who is terribly hurt at being rejected by his wife. While sipping a glass of champagne, Rosie and Darren plan to take an extraordinary revenge on their adulterous partners. First step of the plan: Warren moves in with Rosie. While she gets closer and closer to her young lover, Piers’ business goes bust making him a penniless man from one day to the other. Since he was self-employed, he is not on the dole and he therefore is not entitled to social welfare. What can he do at his advanced age?  Larissa’s unexpected pregnancy complicates the situation the more so as she is getting on his nerves with her chattering all day about “Bumpy” in her constantly swelling belly. And what’s more – Rosie is pregnant too by Darren! Being short of money, Rosie, Darren, Piers and Larissa now share the same apartment and by the time get used to each other. In the end, the quartet ends up to live together in another place in the outskirts of London. This most amusing play about marital infidelity mirrors some of today’s unusual social and sexual relationships.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The actors were no less than brilliant in their different parts. While Debbie Radcliffe and James Walmsley – both already well-known to the habitués of the English Theatre – play the estranged Boston couple with great passion, the “youngsters” Emily Eaves as Larissa and Chris Casey in the role of her revengeful husband give an impressive debut on the Hamburg stage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Last but not least a few words about the British author Terence Frisby, a playwright much acclaimed in the world of comedy. Just remember his greatest success “There’s a Girl in my Soup” which toured the world from Berlin to Sydney and other places on our globe. The man wrote also a book entitled “Outrageous Fortune”, an autobiographical story about his fifteen years as a litigant in the High Court following his spectacularly awful divorce. Mr. Frisby knows all about marital life and “drama” from his own experience. And for this reason this play about love, infidelity, revenge and – yes – hatred is so authentic.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Recommendation</strong>: Book tickets for this wonderful bittersweet comedy immediately! Phone number: 040 – 227 70 89 – online booking under: <a href="http://www.englishtheatre.de/">www.englishtheatre.de</a></p>
<p>Last performance of “<strong>Funny about Love</strong>” on February 11, 2012</p>
<p>Next premiere on February 23, 2012: “<strong>The Comedy of Errors</strong>” by William Shakespeare<br />
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		<title>Funny about love &#8211; Das neue Stück im English Theatre Of Hamburg</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 12:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit und Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[ Von Uta Buhr  „FUNNY ABOUT LOVE“ – DIE LIEBE IST EIN SELTSAMES SPIEL… &#160; Ist dies nicht ein Novum in der Welt der Komödie? In dem turbulenten Stück geht es nicht um die berühmt-berüchtigte „ménage à trois“, sondern um die Quadratur einer Beziehung. Einer Beziehung aus vier Personen, die in Bildung und Charakter nicht unterschiedlicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small"><em> Von Uta Buhr</em></span><strong><br />
</strong></p>
<p><strong> „FUNNY ABOUT LOVE“ – DIE LIEBE IST EIN SELTSAMES SPIEL…</strong></p>
<div id="attachment_12253" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1013024.jpg"><img class="size-medium wp-image-12253 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1013024-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Funny about love</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ist dies nicht ein Novum in der Welt der Komödie? In dem turbulenten Stück geht es nicht um die berühmt-berüchtigte „ménage à trois“, sondern um die Quadratur einer Beziehung. Einer Beziehung aus vier Personen, die in Bildung und Charakter nicht unterschiedlicher sein könnten. Da ist zunächst die von ihrem in der Midlife Crisis befindlichen Gatten Piers gehörnte Ehefrau Rosie, eine Dame von Welt und bester Erziehung, geistreich und ironisch, die selbst die delikatesten Situationen mit der legendären  „stiff upper lip“ meistert. Eine Meisterleistung von Debbie Radcliffe, der gestandenen britischen Aktrice, die dem Publikum des English Theatre bereits aus verschiedenen anderen Rollen bekannt ist. <span id="more-12249"></span>Neben Debbie agiert ein nicht minder begabter Schauspieler. Der elegante, wandlungsfähige Mime James Walmsley ist ein ebenfalls bekannter, stets gern gesehener Gast auf der Bühne an der Mundsburg. Die Rolle des Piers Boston, der den zweiten Frühling seines Lebens  mit seiner flatterhaften Sekretärin Larissa genießen möchte, ist ihm auf den Leib geschrieben. Tja, diese Larissa ist ein gerissenes hübsches Dummchen, das sich mit schriller Stimme und echt „blonden“ Kommentaren durch das Stück schwadroniert. Darstellerin Emily Eaves wirkt mit ihrem Lockenkopf wie ein Rauschgoldengel und ist einfach entzückend! Bleibt noch Darren Tucker, ihr naiver, betrogener Ehemann, der sich für die ihm zugefügte Schmach rächen will. In der Rolle brilliert Chris Casey, der mit schnodderigem Cockneyakzent und liebenswerter Unverfrorenheit die Lacher stets auf seiner Seite hat. Auch er ein Schauspieler, der mühelos in jede Rolle schlüpft – ob Boulevard oder Shakespeare.</p>
<p>Soviel zum Bühnenpersonal dieses hinreißenden, vom britischen Autor  Terence Frisby ersonnenen Lustspiels, das als Ensemble unschlagbar ist. Die Spielfreude des Quartetts reißt jeden Zuschauer zu Beifallsstürmen hin.</p>
<p><strong>Aber nun Vorhang auf für eine bezaubernde Komödie! </strong></p>
<div id="attachment_12259" class="wp-caption alignright" style="width: 343px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1012933.jpg"><img class="size-full wp-image-12259" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1012933.jpg" alt=" " width="333" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">Funny about love</p></div>
<p>Das Liebesquartett spielt sich im gediegenen Ambiente einer  Londoner Wohnung hoch über der Themse ab. Rosie Boston wird durch anhaltendes Klingeln an der Haustür aufgeschreckt. Ein junger Mann, der sich durch den Türspalt als Bote vorstellt, begehrt Einlass. Zögerlich bittet die wohlerzogene  Rosie den Fremden namens Darren herein, der sie mit seinem prolligen Cockney-Akzent verwirrt. Während beide Champagner trinken, eröffnet Darren  der erstaunten Rosie, dass Piers’ Geliebte Larissa seine ihm angetraute Ehefrau ist und er sich für beider Untreue rächen will. Die Lady und der Tramp begießen dieses Komplott bei einem weiteren Schluck aus Rosies feinen Kristallgläsern. Darren zieht in die Wohnung der Bostons ein. Dies verärgert  Ehemann Piers, der eigentlich die Absicht hatte, Rosie aus dem Apartment zu treiben, um hier mit seiner inzwischen schwangeren Larissa einzuziehen. Auf die „Leistung“, in seinem Alter  noch Nachwuchs gezeugt zu haben, zeigt sich der Mittfünziger, dessen Ehe mit Rosie in einer über zwanzigjährigen Verbindung kinderlos geblieben ist, besonders stolz. Was nun folgt, wird  manchen Zuschauer  unwillkürlich an Wilhelm Busch’s lakonisches Diktum „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“ erinnern. Denn zu allem Überfluss  tritt auch noch die schrill-gesprächige Larissa auf den Plan. Der geordnete Haushalt der Bostons läuft völlig aus dem Ruder, zumal die beiden Rivalen – Platzhirsch Piers und Eindringling Darren – sich so in die Haare geraten, dass die beiden echten Gemälde von William Turner – der ganze Stolz des Hausherrn &#8211;  sprichwörtlich in die „Binsen“ gehen. Oh Schreck, ein jedes war über eine Million Pfund wert. Geld, das der inzwischen bankrotte Piers für seine junge Ehe mit Larissa dringend benötigt  hätte. Die Dialoge werden zunehmend ernster und  beschäftigen sich plötzlich mit sehr aktuellen Themen wie Überbevölkerung der Welt, Überforderung des britischen Renten- und Wohlfahrtssystems sowie globaler Ungerechtigkeit. Speziell Rosie, die rigorose Umweltschützerin und ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Amnesty International, verliert sich in Gedanken über die Zukunft der Menschheit. Zur gleichen Zeit versinkt Piers in grenzenlosem Selbstmitleid, das er mit Whisky zu  ertränken sucht. Merke: Auch eine Komödie kann sich als Korrektiv an den herrschenden Verhältnissen einbringen.</p>
<div id="attachment_12263" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1012888.jpg"><img class="size-medium wp-image-12263" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1012888-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Funny about love</p></div>
<p>Szenenwechsel. Ein paar Monate später sehen wir das Quartett wieder im Londoner Flat &#8211; offenbar fröhlich vereint. Die mittlerweise hochschwangere Larissa nervt sämtliche Akteure mit ihren kindischen Monologen über den Embryo in ihrem Bauch, während Piers gar nicht mehr so begeistert von seiner Vaterschaft zu sein scheint. Mit gemischten Gefühlen sieht  die nicht mehr ganz jugendliche Rosie jetzt Mutterfreuden entgegen, die sie dem virilen Darren verdankt. Wie übrigens auch Larissa, die – wie sich  herausstellt – dem guten alten Piers aus finanziellen Gründen ein Kuckucksei unterschieben wollte. Die Verwirrung ist perfekt. Wie die vier Protagonisten aus dem selbst verschuldeten Schlamassel herauskommen, wird hier nicht verraten. Nur soviel: Ein glückliches, wenn auch unvorhersehbares Ende ist garantiert. Dafür sorgt schon der ebenso erfahrene wie „ausgebuffte“ Stückeschreiber Terence Frisby.</p>
<div id="attachment_12266" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1012964.jpg"><img class="size-medium wp-image-12266" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1012964-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Funny about love</p></div>
<p>Last but not least ein paar Wort zum Autor des Stückes: Terence Frisby erfreut bereits seit fünfzig Jahren ein begeistertes Publikum mit seiner Kunst – als Stückeschreiber, Schauspieler und Produzent in Personalunion. Seine erfolgreichste Komödie war „There’s a Girl in my Soup“, ein Kassenschlager, der sechseinhalb Jahre am Stück in London lief! Der Mann kennt sich aus in Eheproblemen. Nach seiner ebenso schrecklichen wie spektakulären Scheidung prozessierte er geschlagene fünfzehn Jahre vor dem Obersten britischen Gerichtshof. In seinem autobiographischen Buch „Outrageous Fortune“ setzt er sich mit diesen bitteren Erfahrungen auseinander. Gottlob haben sie seinem wunderbaren Sinn für Humor keinen Abbruch getan.</p>
<p><strong>Empfehlung: </strong> „Funny about Love“ ist ein jedes Herz erwärmender  Knaller für Weihnachten, Silvester und all die trüben Wintertage im Januar und Februar nächsten Jahres. Buchen Sie am besten gleich. Die Karten werden knapp.</p>
<p><strong>„Funny about Love“ </strong>läuft bis einschließlich 11. Februar 2012</p>
<p>Karten unter 040 – 227 70 89 – Online-Buchungen: <a href="http://www.englishtheatre.de/">www.englishtheatre.de</a></p>
<p><strong>Nächste Premiere</strong> : The Comedy of Errors“ by William Shakespeare am 23. Februar 2012<br />
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		<title>Mein Buchtipp als Geschenk für Weihnachten: Handbuch für Songtexter</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/mein-buchtipp-als-geschenk-fur-weihnachten-handbuch-fur-songtexter/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 10:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit und Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Johanna Renate Wöhlke Das Buch für professionelles Schreiben und Vermarkten „Handbuch für Songtexter. Mehr Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten“ ist der Titel des Buches. Es ist ein Buch, das Songschreibern helfen will, gut mit Sprache und erfolgreich mit guter Sprache umzugehen. Außerdem geben die Autoren Informationen und Tipps, wie die Ergebnisse vermarktet werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Johanna Renate Wöhlke</em></p>
<p><strong>Das Buch für professionelles Schreiben und Vermarkten</strong></p>
<div id="attachment_12023" class="wp-caption alignleft" style="width: 278px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Edith-Jeske-und-Tobias-Reitz.jpg"><img class="size-full wp-image-12023   " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Edith-Jeske-und-Tobias-Reitz.jpg" alt=" " width="268" height="403" /></a><p class="wp-caption-text">Edith Jeske und Tobias Reitz</p></div>
<p>„Handbuch für Songtexter. Mehr Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten“ ist der Titel des Buches. Es ist ein Buch, das Songschreibern helfen will, gut mit Sprache und erfolgreich mit guter Sprache umzugehen. Außerdem geben die Autoren Informationen und Tipps, wie die Ergebnisse vermarktet werden können und informieren umfassend über alles, was ergänzend dazu an Wissen für die Branchenpraxis benötigt wird wie zum Beispiel Urheberrecht, Werkschutz oder Verlagsverträge.</p>
<p>Geschrieben haben das Buch Edith Jeske und Tobias Reitz: Edith Jeske ist langjährige Dozentin für Textdichten und Coach, unter anderem im Popkurs Hamburg an der Hochschule für Theater und Musik in Hamburg. Tobias Reitz ist Germanist und Textdichter, Jahrgang 1979 und der jüngste hauptberufliche Textdichter Deutschlands. Gemeinsam leiten sie die „Celler Schule“, die einzige deutsche Masterclass für Textdichter, gefördert von der GEMA-Stiftung. Sie wurde 1996 von Edith Jeske ins Leben gerufen.<span id="more-12018"></span></p>
<p>Um gute Sprache geht es also. Spüre ich Angst, die Tasten meiner Tastatur  herunterzudrücken? Es könnte sein, ich mache einen Fehler. Dann schriebe ich vielleicht in schlechter Sprache etwas über ein Buch über gute Sprache und gute Reime, von dem ich nach dem Lesen sicher weiß, dass es in guter und lebendiger Sprache geschrieben worden ist &#8211; Wortspiele machen an dieser Stelle Freude, denn dazu hat das Buch überzeugend animiert!</p>
<p>Außerdem ist da noch der Satz von Bastian Sick in seinem Grußwort im Buch – er ist mit beiden Autoren befreundet: „Grammatische Fehler schmerzen mich genauso wie ein unsauberer Reim.“  Er fügt hinzu: „Ich liebe die deutsche Sprache, denn sie ist meine Muttersprache.“</p>
<p>Nach dem Lesen des Buches scheinen mir das die Grundlinien zu sein, an denen sich auch die Autoren aufgestellt haben, um diesen schweren Parcours zu bewältigen: die Liebe zur Sprache und damit verbunden gleichsam eine therapeutische Aufgabe wahrnehmend: Menschen eine erfolgreiche „Schmerztherapie“ in Sachen Reim und Sprache zu empfehlen, in ihrer Muttersprache deutsch.</p>
<div id="attachment_12028" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Celler-Schule.jpg"><img class="size-medium wp-image-12028" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Celler-Schule-300x188.jpg" alt="Im Seminarraum" width="300" height="188" /></a><p class="wp-caption-text">Im Seminarraum</p></div>
<p>Nicht jeder wird den Begriff des Schmerzes ins Feld führen, wenn es um unsaubere und schlechte Reime geht. Aber viele werden das Anliegen, das mit diesen Gedanken verbunden ist, uneingeschränkt teilen: Songtexte und deutsche Sprache – das ist ein Feld, das zu bestellen sich lohnt, denn es kann reiche Ernte eingefahren werden. Der deutsche Schlager hat nicht den besten Ruf, wenn es um gute Texte geht. Das soll sich ändern. Die Celler Schule, ihre beiden Dozenten und die Absolventen tragen nun schon 15 Jahre lang dazu bei.</p>
<p>Das Team Jeske-Reitz, professionell und erfolgreich im Markt, hat dieses Buch aber nicht nur für Profis geschrieben. Songtexten ist nur für wenige ein Hauptberuf, aber für viele nebenberuflich attraktiv. Der langjährige Profi findet hier genauso seine Lektüre wie der langjährig auf den Erfolg Hoffende und der Nachwuchs – hoffend auf den einen großen Erfolg, die eine erfolgreiche Single, die GEMA-Überweisung der Einspielsummen des erfolgreichen Hits.</p>
<div id="attachment_12031" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Thomas-Woitekwitsch.jpg"><img class="size-medium wp-image-12031" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Thomas-Woitekwitsch-300x174.jpg" alt="Thomas Woitkewitsch" width="300" height="174" /></a><p class="wp-caption-text">Einer der berühmten Dozenten der &quot;Celler Schule&quot; bei der Arbeit mit Tobias Reitz, Thomas Woitekwitsch</p></div>
<p>Dieses Buch ist ein ehrliches Buch. Es vermittelt fundiertes Wissen in Theorie und praktischen Beispielen, macht Lust auf Sprache und Reimen, ist von der ersten bis zur letzten Zeile ein fesselndes Lesevergnügen,  nimmt mit auf einen hoffnungsvollen Weg für alle, die Lust verspüren und ihre Begabung entwickeln wollen. Aber es  baut keine Wolkenkuckucksheime auf dem Weg zum Erfolg. Am Ende bleibt auch hier die Erkenntnis, dass man den Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten ansteuern kann und ansteuern muss. Der ganz große Erfolg bleibt ein Geheimnis, das zu ergründen wahrscheinlich den Reiz ausmacht, auf diesem Gebiet Professionalität zu erlangen.</p>
<p><strong>Mehr Informationen gibt es auf diesen Seiten im Internet:</strong><br />
<a href="http://www.autorenhaus-verlag.de/">www.autorenhaus-verlag.de</a><br />
<a href="http://www.songtexte-schreiben-lernen.de/">www.songtexte-schreiben-lernen.de</a><br />
<a href="http://www.celler-schule.de/">www.celler-schule.de</a><br />
<a href="http://www.musenlust.de/">www.musenlust.de</a><br />
<a href="http://www.tobias-reitz.de/">www.tobias-reitz.de</a></p>
<p>Kurzfilm zur Celler Schule: www.youtube.com/watch?v=6V-OzK1v3Ds</p>
<table style="width: 28%;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="100%">
<p><div id="attachment_12034" class="wp-caption alignleft" style="width: 185px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Cover.jpg"><img class="size-full wp-image-12034" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Cover.jpg" alt="Cover" width="175" height="262" /></a><p class="wp-caption-text">Das Cover</p></div></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Edith Jeske und Tobias Reitz</p>
<p>Handbuch für Songtexter.</p>
<p>Mehr Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten</p>
<p>Autorenhaus Verlag Berlin, 2011, ISBN 3-86671-096-2</p>
<p>Hardcover, 304 Seiten, 19,95 Euro</p>
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		<title>Die Rätsel des Volkes der Maya</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 16:32:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Technik und Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Kurr Hans- Peter]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Hans-Peter Kurr Reise zu seinen Mythen und zu den Sternen im Hamburger Planetarium Unter dem Titel „Das Universum der Maya“ steht gegenwärtig eine ebenso prächtige wie intelligente „Himmel-Show“ zentral im Programm des Hamburger Planetariums, die es zu bewundern gilt. Als die Azteken, die um das Jahr 1000 nach Christi Geburt ins heutige Mexiko eingewandert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Hans-Peter Kurr</em></p>
<p>Reise zu seinen Mythen und zu den Sternen im Hamburger Planetarium</p>
<p>Unter dem Titel „Das Universum der Maya“ steht gegenwärtig eine ebenso prächtige wie intelligente „Himmel-Show“ zentral im Programm des Hamburger Planetariums, die es zu bewundern gilt.</p>
<div id="attachment_11981" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/bebdadea66.jpg"><img class="size-full wp-image-11981" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/bebdadea66.jpg" alt="Statue der Maya" width="215" height="162" /></a><p class="wp-caption-text">Statue der Maya</p></div>
<p>Als die Azteken, die um das Jahr 1000 nach Christi Geburt ins heutige Mexiko eingewandert waren, zum ersten Mal das Gelände von Teotihuacan im Tal unter sich erblickten, schauten sie auf eine Geisterstadt hinab. Sie lag dort seit Jahrhunderten – nur eine Tagesreise von der prachtvollen aztekischen Hauptstadt Tenochtitlan entfernt, die heute Mexiko-City heißt. Und doch hätte bis zu diesem Tage kein Späher sie entdeckt, kein Wanderer seinen Fuß dorthin gesetzt, wo ehedem ein Volk ohne überlieferten Namen, um seinem Gott Quetzalcoatl näher zu sein, drei gewaltige Pyramiden errichtete – reich ornamentiert, aber ohne jedes erkennbare Schriftzeichen.<span id="more-11975"></span></p>
<p>Die Truppe der Krieger, die auf der Suche nach einem Stamm, den sie bekämpfen und aus seinen Reihen Gefangene für ihre Menschenopfer-Rituale gewinnen wollten, entdeckte die Geisterstadt um das Jahr 1300 nach der Zeitenwende, also etwa 1500 Jahre, nachdem Menschen hier zu siedeln begonnen, 500 Jahre, nachdem sie ihre Tempelstadt – ohne bis heute erkennbaren Grund, ohne Glyphen, die Nachfahren hätten entziffern können – verlassen hatten und 200 Jahre, bevor spanische Conquistadoren unter Hermann Cortes 1521 die von Montezuma regierte, benachbarte aztekische Haupt-  und Tempelstadt Tenochtitlan vollständig zerstörten und auf deren Trümmern ihre „Ciudad di Mexico“ errichteten.</p>
<p>Eines hat die moderne, erst etwa 150 Jahre alte Archäologie herausgefunden: Neben der aztekischen Kultur existierte, ohne daß die Menschen voneinander wußten, schon eintausend  Jahre länger in Meso-Amerika eine zweite, womöglich glänzendere: die der Maya.</p>
<p>Das interessanteste Bauwerk ihrer Zeit auf dem Gelände des heutigen Palenque ist der „Tempel der Inschriften „. Hier fanden sich endlich, wenngleich zunächst nicht entzifferbare ,Glyphen, deren weitgehende Entschlüsselung auch die Wissenschaft unserer Tage noch beschäftigt.</p>
<p>Seit 1952, seit der Entdeckung des Grabes des Priesterkönigs Pakal , dem fünf  Opferknaben in den Tod folgen mußten, in jenem „Tempel der Inschriften“ wird nach den ökonomischen und ökologischen Gründen gefahndet, die das Volk zu seinen Wanderungen durch ein beträchtliches Areal Meso-Amerikas veranlaßte. Der aktuelle Stand ( dem mexikanischen Forscher Professor Moise Morales folgend) beschreibt, wie große, im Regenwald lebende Stämme , mit zehntausenden Mitgliedern mehr und mehr logistische (Ernährungs-)Probleme zu lösen hatten.</p>
<p>Morales:“ Wenn dann junge Könige mit ihrer Anhängerschaft sich von ihrem Stamm abspalteten, ihm also die Kraft der Jugend entzogen, blieben – verkörpert durch die Alten – die paradoxe Kombination von Weisheit und Schwäche, die letzendlich in die Dekadenz führen muß. Kastendenken und rituelle Menschenopfer – an bestimmten Tagen bis zu 20 000 – sowie Inzest innerhalb der Priester-Oligarchie taten  ein Übriges, um das Volk der Maya endgültig degenerieren und schließlich verschwinden zu lassen…..bis auf jene weißgekleideten Nachfahren einiger Geschlechter, die wir heute unter dem Namen ‚Lacandomen’ kennen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der schneebedeckte Berg Popocatepetel nahe den Städten, die die Maya und später die Azteken fast zu seinen Füßen gründeten,“ weil hier ein Adler, auf einem Kaktus sitzend, eine Schlange fraß“, der in unseren Tagen durch den Smog über Mexico-City nur noch selten bis zur Spitze zu sehen ist, hat auf alle diese Geschehnisse herniedergeschaut und …..bis heute geschwiegen.</p>
<p>(Tickets und Termine  gibt es im Hamburger Planetarium unter der Telefon-Nummer 040 / 42886520 )</p>
<p>Foto: Planetarium Hamburg</p>
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		<item>
		<title>Mord in den Dünen</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 16:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kurr Hans- Peter]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Hans-Peter Kurr ____________________________________________________________ _______________________________________________________________ _________________________________________________________________]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Hans-Peter Kurr</em></p>
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<dd>____________________________________________________________<span id="more-11903"></span></dd>
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		<title>Erde zu Erde &#8211; ein Krimi</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 10:17:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Uta Buhr Zur Entspannung schreibt mancher Journalist gern mal einen Krimi. Wenn er dann auch noch gedruckt wird, umso besser. So geschehen in der Fernsehzeitschrift FUNKUHR, Ausgabe 43/2011 Uff, endlich geschafft! Ingo Meister  schlug den Deckel des Eichensarges zu. Es war schon ein Stück Arbeit gewesen, Ilonas leblosen Körper die steile Kellertreppe hinauf zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Uta Buhr</em></p>
<p><strong>Zur Entspannung schreibt mancher Journalist gern mal einen Krimi. Wenn er dann auch noch gedruckt wird, umso besser. So geschehen in der Fernsehzeitschrift FUNKUHR, Ausgabe 43/2011</strong></p>
<p>Uff, endlich geschafft! Ingo Meister  schlug den Deckel des Eichensarges zu. Es war schon ein Stück Arbeit gewesen, Ilonas leblosen Körper die steile Kellertreppe hinauf zu schleppen, zumal ihre linke Hand sich immer wieder im Geländer verfing. Und richtige Maßarbeit, Ilona  unter den massigen Leichnam des verblichenen Rudolf Schickle zu schieben. Ingo wischte die Schweißperlen von seiner Stirn und gönnte sich einen großen Schluck eiskaltes Bier. Danke, Ilona, sagte er laut und lachte höhnisch, dass du noch heute Morgen ein paar Fläschchen in den Kühlschrank gestellt hast, und hob sein Glas. Aber das Prosit erstarb ihm auf den Lippen, als er sich an das Geräusch von Ilonas splitternden Knochen auf dem Steinboden erinnerte. Grauenvoll. Doch er fing sich schnell wieder und dachte an Ilonas Vermögen, das ihm zufallen würde. „Du wirst reich durch die Leich’“, summte er, als er sich später wohlig in der Badewanne räkelte.<span id="more-11861"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Wo ist denn die Chefin“, wunderte sich Willi Beyer, als er am nächsten Morgen das Beerdigungsinstitut Ilona Meister betrat. „Sie ist seit gestern verschwunden. Ich habe schon die Polizei verständigt. Aber die sagte, es sei noch zu früh für eine Suchaktion.“ Ingo setzte seine überzeugendste Trauermiene auf. Tränen rannen über sein Gesicht. Willi tätschelte ihm betroffen die Schulter und murmelte, Ilona würde sicherlich bald wieder auftauchen. „Es nützt alles nichts, wir müssen uns beeilen. Heute Mittag findet die Bestattung von Schickle statt“, seufzte Ingo und wies seinen Mitarbeiter an, den Sarg abholen zu lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Trauerfeier in Kapelle 12 war ergreifend. Die Familie Schickle hatte keine Kosten gescheut. Der Sarg verschwand unter einem Meer herbstlicher Blumen. Dazwischen leuchteten weiße Lilien und langstielige Rosen. Die Witwe Melanie Schickle im eleganten schwarzen Designerkostüm betrat, gestützt von ihrem Schwager, die Halle, als der Organist auf der Empore gerade zu Bachs berühmter Toccata und Fuge ansetzte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor der Kapelle trat Ingo Meister nervös von einem Fuß auf den anderen. Zu dumm, dass Schickle testamentarisch auf einer Erdbestattung bestanden hatte. Eine Verbrennung hätte alle Spuren auf einen Schlag beseitigt. Keine Leiche, kein Mord. Als aber die Türen sich öffneten und der Sarg hinaus zur Familiengruft getragen wurde, fühlte er sich auf einmal ganz leicht. Was für ein Leben wartete auf ihn. Er würde die ganze Welt bereisen. Als erstes aber zum Badeurlaub nach Acapulco… Die sonore Stimme eines Mannes im grauen Anzug ließ ihn und Melanie Schickle erstarren. „Gnädige Frau, ich bin Inspektor Nielsen“, stellte er sich vor. „Wir müssen den Sarg beschlagnahmen. Uns ist ein anonymer Hinweis zugegangen, der besagt, Ihr Mann sei keines natürlichen Todes gestorben ist.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was für ein sensibler Mensch dieser Beerdigungsunternehmer doch war, wunderte sich der Inspektor auf dem Weg ins Gerichtsmedizinische Institut. Zusammen mit der Witwe war der Mann in Ohnmacht gefallen. Und um ein Haar wären beide in der frisch ausgehobenen Grube gelandet.</p>
<p>&nbsp;<br />
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		<title>Der erste Frost!</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 16:53:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Johanna R. Wöhlke An einem so strahlenden und kalten Herbsttag in Hamburg, an dem der Frost mit seiner ganzen Schönheit am Morgen sein Regiment angetreten hat, an einem solchen Tag also dürfen es auch einmal ein Gedicht und Bilder sein, die die kalte Jahreszeit &#8220;einläuten&#8221;. Hier sind sie! &#160; &#160; Der erste Frost Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Johanna R. Wöhlke</em></p>
<p>An einem so strahlenden und kalten Herbsttag in Hamburg, an dem der Frost mit seiner ganzen Schönheit am Morgen sein Regiment angetreten hat, an einem solchen Tag also dürfen es auch einmal ein Gedicht und Bilder sein, die die kalte Jahreszeit &#8220;einläuten&#8221;. Hier sind sie!</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_11704" class="wp-caption alignleft" style="width: 513px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Bild-1-klein.jpg"><img class="size-full wp-image-11704  " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Bild-1-klein.jpg" alt="Der erste Frost" width="503" height="374" /></a><p class="wp-caption-text">Der erste Frost 2011</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> <span id="more-11701"></span>Der erste Frost</strong></p>
<p>Sie hatte Appetit auf Zucker</p>
<p>und streute ihn sich selbst auf  Zunge, Mund und Hände.</p>
<p>Nun ist sie satt und lässt der Sonne ihren Teil.</p>
<p>Der Zucker schmilzt und tropft als klares Blut in schwarze Erde.</p>
<p>So füttert die Natur sich selbst an diesem Morgen</p>
<p>und macht mich glauben, dass ich ihre Wahrheit schaue.</p>
<p>( von Johanna R. Wöhlke)</p>
<div id="attachment_11710" class="wp-caption alignleft" style="width: 434px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Knospender-Flieder-im-Winter-klein.jpg"><img class="size-full wp-image-11710 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Knospender-Flieder-im-Winter-klein.jpg" alt="Der Frost legt sich auf Fliederknospen" width="424" height="316" /></a><p class="wp-caption-text">Der Frost legt sich auf Fliederknospen</p></div>
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<p><div id="attachment_11716" class="wp-caption alignleft" style="width: 478px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Laternen-frieren-klein.jpg"><img class="size-full wp-image-11716" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Laternen-frieren-klein.jpg" alt="Auch rote Laternen frieren..." width="468" height="630" /></a><p class="wp-caption-text">Auch rote Laternen frieren...</p></div><br />
</p>
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		<title>Unvollendetes Heiligtum: Mount Rushmore Memorial wird 70 Jahre alt</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 20:21:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Ruoff Dr. Manuel]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Manuel Ruoff Das Mount Rushmore National Memorial wird 70 Jahre alt Es entspricht so trefflich dem Zerrbild vom materialistischen US-Amerikaner, für den alles Geschäft ist: Während in anderen Ländern Symbole und Wahrzeichen der Nation mit dem Aufkommen des Massentourismus zu Touristenattraktionen geworden sind, haben die US-Amerikaner eine Touristenattraktion zum Nationalheiligtum erkoren. Die Rede [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Manuel Ruoff</em></p>
<p>Das Mount Rushmore National Memorial wird 70 Jahre alt</p>
<p>Es entspricht so trefflich dem Zerrbild vom materialistischen US-Amerikaner, für den alles Geschäft ist: Während in anderen Ländern Symbole und Wahrzeichen der Nation mit dem Aufkommen des Massentourismus zu Touristenattraktionen geworden sind, haben die US-Amerikaner eine Touristenattraktion zum Nationalheiligtum erkoren. Die Rede ist vom Mount Rushmore National Memorial.</p>
<p>Landestypisch für diesen Staat, in dem alles eine Nummer größer ist, sind auch die Ausmaße. Deutlich wird das im Showdown, dem dramatischen Finale des Hitchcock-Klassikers „Der unsichtbare Dritte“, in dem Cary Grant und Eva Marie Saint in dem Monument auf der Flucht vor den Verbrechern um ihr Leben kraxeln. Immerhin 18 Meter sind die Köpfe der vier US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln hoch.<span id="more-11688"></span></p>
<p>Typisch für das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ sind auch die modernen Mittel, mit denen die vier Präsidentenköpfe aus dem Berg mit dem Namen Mount Rushmore herausgeschält wurden. Mit Hammer und Meißel, klassischen Werkzeugen eines bildnerischen Künstlers, wurde hier nur die Feinarbeit gemacht. Bei diesen Größenordnungen mussten gröbere Mittel verwendet werden, wollte man mit den rund 400 Mann auskommen, die zur Verfügung standen. So kamen Presslufthammer und Dynamit zur Anwendung. Neun Zehntel der rund 450000 Tonnen abgeschälten Gesteins wurden mittels Sprengstoff entfernt. Folgerichtig kamen bei diesem Kunstwerk auch in hohem Maße Minenarbeiter zum Einsatz, für welche die überirdische Arbeit an einem Nationalmonument sicherlich eine interessante Abwechslung darstellte. Gelobt wird denn auch die Loyalität der an dem Werk beteiligten Arbeiter.</p>
<p>Mehr als zwei Millionen Besucher des Mount Rushmore National Memorial pro Jahr machen den Tourismus zur zweitwichtigsten Wirtschaftsbranche des US-Staates Süd-Dakota. Damit ist die Rechnung von Doane Robinson aufgegangen. 1923 schlug Süd-Dakotas Minister für Geschichte vor, mit in den Stein gehauenen Personendarstellungen Touristen in den strukturschwachen Prärie-Staat zu ziehen.</p>
<p>Er gewann John Gutzon de la Mothe Borglum für das Projekt, der sich durch seine Arbeiten am Stone Mountain Memorial in Georgia bereits als Fachmann für derartige Großprojekte profiliert hatte. Auf Borglum geht die Wahl von Mount Rushmore zurück sowie die Darstellung von für die US-Geschichte bedeutenden Präsidenten statt der vom Minister vorgesehenen profanen Westernhelden und Indianer. Damit trug er wohl maßgeblich dazu bei, dass die Touristenattraktion zum „Heiligenschrein der Demokratie“ wurde, zu dem der US-Amerikaner in seinem Leben genauso muss wie der Moslem nach Mekka.</p>
<p>Am 10. August 1927 wurden die Arbeiten mit einer feierlichen Ansprache des damaligen US-Präsidenten, Calvin Coolidge, aufgenommen. Der Republikaner ist auch dafür verantwortlich, dass das Monument neben dem ersten Präsidenten zwei seiner Parteifreunde und nur einen Demokraten zeigt.</p>
<p>Wegen Geldmangel zogen sich die Arbeiten in die Länge. Als Borglum im Alter von immerhin schon 73 Jahren am 6. März 1941 starb, war sein Werk noch unvollendet. Genau genommen blieb es das auch, denn wichtige Teile seiner Planung blieben unrealisiert. So sollten die Präsidenten eigentlich bis zur Taille dargestellt werden. Und ein in den Berg eingearbeitetes Archiv sollte Dokumente von nationaler Bedeutung aufnehmen. Es fehlte jedoch das Geld und so wurden die Arbeiten noch in Borglums Todesjahr eingestellt. Nolens volens wurde das Werk mit der Einstellung der Arbeiten am 31. Oktober 1941 für vollendet erklärt. Immerhin waren die Häupter ja bereits fertiggestellt, was dieser Interpretation eine gewisse Berechtigung verleiht.<br />
</p>
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