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Artikel der Kategorie ‘Kunst und Kultur’

Hafen und Kräne plus Büroturm

Februar 01, 2017 Von: hoffmann Kategorie: Ausstellungen, Freizeit und Hobby, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Hafen und Kräne plus Büroturm

von Lilo Hoffmann

Fotoausstellung: Hamburg im Blickpunkt

Malte Muthesius stellt doppelt belichtete, analoge Schwarz/Weiß-Fotografien. Foto: L. Hoffmann

Malte Muthesius  stellt analoge doppelt belichtete Schwarz/Weiß-Fotografien vor.
Foto:  Hoffmann

Vor fast einem Jahr schlossen sich Daria Elagina, Florian Dahl und Nora Aust zusammen und gründeten Dorian-Projects. Das Ziel von „Dorian“ ist es, Kunstausstellungen – insbesondere im Bereich der Fotografie – zu realisieren. „Dabei möchten wir“, so Florian Dahl, „durch Ausstellungen in Büroräumen eine Schnittstelle zwischen Kunst und Gesellschaft, Kunst und Alltag sowie Kunst und Wirtschaft herstellen.“ Bei der Suche nach Räumlichkeiten für das aktuelle Projekt fiel die Wahl auf die Surcon GmbH, direkt am Hanseviertel gelegen. Dort stellen seit dem 27. Januar drei Fotografen ihre völlig unterschiedlich gestalteten Arbeiten zum Thema Hamburg vor.

So zeigt zum Beispiel der Fotograf Malte Muthesius klassisch analoge Schwarz/Weiß-Fotografien. Die Kompositionen von Hafen, Gebäuden und Straßen, die im Detail erst bei intensiver Betrachtung zu erkennen sind, entstanden durch Doppelbelichtungen. Der von der Insel Langeoog stammende Fotograf Deff (mehr …)

Spätmittelalterlicher Comic – Der Teppich von Bayeux

Januar 21, 2017 Von: hoffmann Kategorie: Geschichte, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Spätmittelalterlicher Comic – Der Teppich von Bayeux

Dieser Artikel erschien am 13. November 2016 in SaS (Schleswig-Holstein am Sonntag)

von Uta Buhr

Andächtig verharren die Besucher des „Centre Guillaume le Conquérant“ (Zentrum Wilhelm des Eroberers) vor dem berühmten Bildteppich von Bayeux. Sie unterhalten sich im Flüsterton und schenken dem nunmehr 950 Jahre alten Kunstwerk bewundernde Blicke. Man kann eine Stecknadel zu Boden fallen hören. Als eine Gruppe zehnjähriger Schüler des nahe gelegenen Lyzeums den Saal betritt, verändert sich die Szene schlagartig. Eine frische Brise durchweht den musealen Ort. „Regarde, Denis, une bande dessinée“, ruft einer aus der Runde seinen Kameraden zu und weist begeistert auf die teilweise drastischen Darstellungen der Schlacht von Hastings, die im Jahre 1066 zwischen dem Normannenherzog Wilhelm (französisch Guillaume) und seinem Vetter, dem englischen König Harald ausgetragen wurde. Der Lehrer der Jungen zeigt sich leicht irritiert. Eine „bande dessinée“ – ein Comic – welche respektlose Bezeichnung für dieses monumentale, ehemals siebzig Meter lange Bildwerk, das in fast zehn Jahre langer mühevoller Arbeit von Ordensfrauen auf Leinen gestickt wurde. Doch die Schüler sind Feuer und Flamme. Manche versuchen sich sogar in der Übersetzung der lateinischen Texte unter den Darstellungen. Darüber freut sich der Lehrer. Er nimmt sich vor, die Geschichte des Teppichs, der 2007 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, in der nächsten Geschichtsstunde gründlich durchzunehmen.   (mehr …)

Vom Sachbuch zur Faction: Die Autorin Brigitte Cleve

Januar 09, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Lifestyle, Literarisches, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Vom Sachbuch zur Faction: Die Autorin Brigitte Cleve

von Maren Schönfeld

Brigitte Cleve

Brigitte Cleve

„Was sollte es denn heute noch für eine Rolle spielen, welche Ängste sie als Vierjährige geplagt hatten? Ja, sie hatte mit ihrer Mutter erst eine schreckliche Reise machen müssen und war dann in einer fremden, von Flüchtlingen überquellenden Stadt angekommen, in der weder die Mienen noch die Worte der Menschen Freundlichkeit widerspiegelten. Das war aber nicht nur ihr so ergangen. Und davon soll man Jahrzehnte später Schlafstörungen bekommen?“ Diese Gedanken gehen der 72jährigen Lina, Hauptperson des Romans „Meerraben“ (Print: ihleo verlag Husum, 2. Auflage 2016; E-Book: Martin Bühler Publishing, Bredstedt 2015) von Brigitte Cleve, durch den Kopf. Schauplatz des Romans ist Flensburg, und er basiert auf tatsächlichen Begebenheiten. Faction heißt laut (mehr …)

Eine andere Einsamkeit – Hochsensibilität als Romanthema

Dezember 26, 2016 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Buchrezension, DAP aktuell, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Literarisches, Medizin, Gesundheit, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Eine andere Einsamkeit – Hochsensibilität als Romanthema

von Maren Schönfeld

(c) Kadera Verlag

(c) Kadera Verlag

Während ich das Gefühl habe, dass unsere Welt immer lauter wird, immer voller mit Informationen und Nachrichten, stolpere ich über ein Buch, dessen Thema das genaue Gegenteil ist: Die Stille. Nicht die Stille in der Natur oder in der Nacht, sondern die Stille als ein Grundbedürfnis des Menschen. Es ist kein kontemplatives Sachbuch mit Anleitung zur Meditation, sondern ein Roman aus dem Hier und Jetzt, über eine Frau, die schon in ihrer Kindheit an dem Zuviel ihres Umfelds leidet. Als ihre Schwester geboren wird, melden die Eltern die dreijährige Xenia im Kindergarten an. Das Kind erlebt diesen Ort als die „Große Qual“ (S. 13), dessen Lärmmischung aus Geschirrgeklapper, Geschmatze, Geschrei und als Krönung der immer wieder erklingenden „Vogelhochzeit“ kaum auszuhalten ist. Ihre Versuche, sich innerhalb dieser Struktur zurückzuziehen, in Ecken zu verschwinden und allein zu spielen, scheitern an dem Eingewöhnungsprogramm der Erzieher. Xenia fühlt sich verkehrt, und dieses Gefühl soll ihr prägendes werden. Denn es wird nicht besser. (mehr …)

Tadschikistan – „das Land der Krone“

Dezember 26, 2016 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Ausland, DAP aktuell, Freizeit und Hobby, Geschichte, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Lifestyle, Redaktionelle Beiträge, Reisen Kommentare deaktiviert für Tadschikistan – „das Land der Krone“

von Ferenc Horvath (Text und Fotos)

Bild 2

Bild 2

Man nennt dieses in Zentralasien gelegene Land wegen seiner Form auch „Hasenland.“ Es ist auch das Land der Arier, das zu 93% aus Gebirgszügen besteht – den höchsten in der seinerzeitigen Sowjetunion. Der höchste Berg ist die Leninspitze. Das Territorium weist zudem 2.000 Seen und 8.000 Gletscher aus. Ein weiterer Superlativ sind 300 Sonnentage im Jahr. Ein atemberaubendes Land! (mehr …)

Transistrien – ein unbekannter europäischer Nachbar

Dezember 14, 2016 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Ausland, DAP aktuell, Freizeit und Hobby, Geschichte, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Politik, Redaktionelle Beiträge, Reisen Kommentare deaktiviert für Transistrien – ein unbekannter europäischer Nachbar

Transistrien III

Transistrien III

von Ferenc Horvath

Existiert dieses Land namens Transistrien eigentlich wirklich? Ja, denn de facto ist es laut Wikipedia seit 1992 unabhängig. „Im Jahre 2004 hatte Transistrien 555.000 Einwohner. Es ist ein bedeutendes Zentrum der Schwerindustrie und steht unter entscheidendem russischen Einfluss. Völkerrechtlich wird die Region allerdings weiterhin als Teil Moldawiens betrachtet. Bislang erkennt kein anderer Staat, keine andere Region oder internationale Organisation das Land als souveränen Staat an. Transistrien ist aber seit 1990 faktisch von der Zentralregierung in Chisinau unabhängig und verfügt u.a. über eine eigene Regierung und Währung. Gleiches gilt für die Verwaltung und das Militär. Das Land ist (mehr …)

DON’T LOSE THE PLACE – THE NEW PLAY AT THE ENGLISH THEATRE OF HAMBURG

Dezember 06, 2016 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Englisch, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Glosse, Hamburg im Fokus, In anderen Sprachen, Kunst und Kultur, Lifestyle, Pressespiegel, Redaktionelle Beiträge, Service und Tipps, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für DON’T LOSE THE PLACE – THE NEW PLAY AT THE ENGLISH THEATRE OF HAMBURG

by Uta Buhr
Photos: Stefan Kock

The English Theatre of Hamburg 2016 DON´T LOSE THE PLACE

Eddie, be a sport and come to the guest-room

Rejoice and look forward to a performance of a wonderful comedy at your favourite theatre in Hamburg! All those who never miss a play at the TET already know and love Derek Benfield, one of Britain’s foremost theatre playwrights, who not only wrote some extremely amusing comedies, but at the same time appeared himself on stage in several plays. Experts agree that he was a very gifted actor. What a pity that this man who gave so much joy to millions of people died in 2009 at the age of 83. Anyway, Derek will no be forgotten as long as his plays are performed in theatres and on TV stations worldwide. But now let us have a look at Sylvia and her unique idea to find the “ideal husband.” (mehr …)

DON’T LOSE THE PLACE – Das neue Stück am English Theatre of Hamburg

Dezember 06, 2016 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Deutschland, Englisch, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, In anderen Sprachen, Kunst und Kultur, Lifestyle, Pressespiegel, Redaktionelle Beiträge, Service und Tipps, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für DON’T LOSE THE PLACE – Das neue Stück am English Theatre of Hamburg

von Uta Buhr
Fotos: Stefan Kock

The English Theatre of Hamburg 2016 DON´T LOSE THE PLACE

Eddie, sei ein guter Junge und komm mit ins Gästezimmer

Vorweihnachtszeit ist Lustspielzeit an der Mundsburg. Das vom britischen  Erfolgsautor Derek Benfield geschriebene Stück hat das Zeug zu einem Kassenschlager! Denn wer erfreut sich an trüben Wintertagen nicht an diesem temporeichen Verwirrspiel um Liebe und Täuschung, das bereits unter dem Titel „Falscher Tag – falsche Tür“ an verschiedenen deutschen Theatern Furore machte.

Der Plot selbst ist auf den ersten Blick schlicht: Sylvia, eine hübsche erfolgreiche Boutiquebesitzerin, die in einem schicken Londoner Vorort mit Blick auf einen Flusslauf – vermutlich ein Nebenarm der Themse – residiert, ist gerade von ihrem langjährigen Freund betrogen und verlassen worden. Was liegt da näher, als sich nach einem anderen Mann umzusehen. Motto: Andere Mütter haben auch schöne Söhne. Doch sie will diesmal auf Nummer sicher gehen. Deshalb wählt sie gleich drei Männer als mögliche Ehepartner, die unterschiedlicher nicht (mehr …)

Cornelia Polettos „Palazzo“: Gastro-Spektakel im dritten Jahr vor den Hamburger Deichtorhallen

Dezember 01, 2016 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Lifestyle, Restaurants Kommentare deaktiviert für Cornelia Polettos „Palazzo“: Gastro-Spektakel im dritten Jahr vor den Hamburger Deichtorhallen

von Angelika Fischer (Text und Fotos)

Cornelia Poletto mit Souschef Matthias beim Mise en Place

Cornelia Poletto mit Souschef Matthias beim Mise en Place

Nach dem überwältigenden Erfolg der letzten beiden Jahre hat Cornelia Polettos Gastro-Spektakel „Palazzo“ mit neuem Programm und neuem Menü zum dritten Mal Quartier bezogen vor den Hamburger Deichtorhallen. Vom 13. November 2016 bis zum 5. März 2017 lädt Deutschlands prominente Köchin im prunkvoll-nostalgischen Spiegelzelt ein zu über drei Stunden voller kulinarischer Hochgenüsse und unterhaltsamen Leckerbissen aus der Welt von Show, Entertainment und internationaler Spitzenartistik.

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se Weisswörst änd se Brezl, Bäibie*

November 07, 2016 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Buchrezension, DAP aktuell, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Literarisches, Lyrik, Politik, Redaktionelle Beiträge, Soziales Kommentare deaktiviert für se Weisswörst änd se Brezl, Bäibie*

von Maren Schönfeld

Buchcover

Buchcover

Nach 30 Jahren hochdeutscher Dichtung, in der er sich vor allem durch eine sehr eigenwillige Art des Enjambements einen Namen machte, hat Anton G. Leitner nun seinen ersten Gedichtband in bairischer Mundart vorgelegt. Neben Fitzgerald Kusz mit Gedichten in fränkischer Mundart, häufig in der jährlich erscheinenden Zeitschrift DAS GEDICHT aus dem Anton G. Leitner Verlag vertreten, kenne ich eher plattdeutsch-hochdeutsche Bücher, was sicherlich an meinem nördlich gelegenen Wohnort liegt. Hat Kusz mir schon immer viel Freude bereitet, habe ich an Schnablgwax diebisches Vergnügen. Gar nicht so einfach für eine Hamburger Deern, das bairische Kauderwelsch auseinander zu tüdeln! Im Zuge dieser Bemühungen fange ich also an, laut zu lesen. Laut lesen, das ist ohnehin sehr gut bei Gedichten, und die mundartlichen Versionen laden förmlich dazu ein. Zwar gibt es auch Aufnahmen des Autors, jetzt sogar als Hörbuch, aber Spaß bringt es doch, es selbst zu versuchen. Oft kann man durch lautes Lesen hinter die Bedeutung der wirklich schräg aussehenden Wörter mit vielen Doppelmitlauten kommen. Schaut man dann auf die hochdeutsche Übersetzung, merkt man schnell, dass hier nicht einfach eine Handreichung zum Verständnis vorliegt, sondern dass Leitner auch in der hochdeutschen Variante seine satirische Komponente zu halten vermag. So wird aus „seina Oidn“ seine „Angetraute“ („Da Mezzgamoasda mediddiad“, S. 22/23) und „Gscheid (mehr …)