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Artikel der Kategorie ‘Humor’

Silvesternachlese im Wartezimmer

Januar 03, 2016 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Silvesternachlese im Wartezimmer

erschienen im Hamburger Abendblatt

eine Glosse vom Johanna R. Wöhlke

Finger weg von den Fleischgabeln!
In der Ecke des Wartezimmers sitzt eine bedauernswerte Frau. Beide Hände sind fingerweise bandagiert, das Gesicht weist einige rote Flecken auf und ihr Gemütszustand scheint verheerend. „Ein frohes neues Jahr…“, ach, das hätte ich nicht sagen sollen. Die Frau schreckt zusammen, weint fürchterlich. Was hat sie nur?
Ich setze mich zu ihr und erfahre ihre Leidensgeschichte: Wie in jedem Jahr waren zu diesem Silvester wieder Freunde gekommen, um in gemütlicher Runde miteinander Fleischfondue zu (mehr …)

Eddy Winkelmann – 25 Jahre Jubiläum im „Schmidt Theater“ in Hamburg

Dezember 16, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Humor, Kunst und Kultur, Lifestyle, Lyrik, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Eddy Winkelmann – 25 Jahre Jubiläum im „Schmidt Theater“ in Hamburg

Von Johanna Renate Wöhlke

Eddy Winkelmann

Eddy Winkelmann

Weihnachtskonzert im Dezember 2015?

Ach nein, es hieß ja „Saisonabschlusskonzert“, aber – alle guten Dinge sind Drei: Es war auch ein Jubiläumskonzert!
Eddy Winkelmann 25 Jahre auf der Bühne des Schmidt-Theaters in Hamburg!

„Eddy, die Gitarre und das Meer“ – schleicht sich als Reim in den Kopf und weist auf Freddy hin, der so viele Lieder von Seefahrtsromantik und Meer gesungen hat – und doch schon so lange nicht mehr hier war…Wer das (mehr …)

„No Dinner for Sinners“ – Das neue Stück am English Theatre of Hamburg

November 23, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Humor, Kunst und Kultur, Lifestyle, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für „No Dinner for Sinners“ – Das neue Stück am English Theatre of Hamburg

Von Uta Buhr

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Rate mal, wer die Sünder sind

Wiedersehen macht Freude! Dieses Stück, in welchem Sünder an der Tafel von Personen mit hohen moralischen Ansprüchen genau genommen nicht teilnehmen dürften, haben wir schon einmal gesehen. Allerdings vor so langer Zeit, dass wir uns nur noch bruchstückweise an die Handlung erinnern. Die vor witzigen Einfällen sprühende temporeiche Komödie des renommierten britischen Stückeschreibers Edward Taylor ist genau die richtige Antwort auf depressive Stimmungen im grauen Monat November, in dem Meldungen von neuen Attentaten auf unschuldige Menschen nicht abreißen wollen. Dennoch – im English Theatre darf und soll trotz allem herzlich gelacht werden. (mehr …)

„Im Tal des Todes“ siegt und predigt der Indianerhäuptling Winnetou

Juli 18, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Freizeit und Hobby, Geschichte, Gesellschaft, Humor, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für „Im Tal des Todes“ siegt und predigt der Indianerhäuptling Winnetou

Von Johanna Renate Wöhlke

in kürzerer Form erschienen in „Evangelische Zeitung“, Nr.29 vom 19. Juli 2015, S. 17 unter der Überschrift “ Winnetous Geheimnis. Bei den Karl-May-Spielen am Kalkberg predigt der Indianerhäuptling vor vollen Rängen“

Die Premiere ist zu Ende

Die Premiere ist zu Ende

Es wird gepredigt, und alle gehen hin, aber keiner merkt, dass gepredigt wird? Das trifft auf ein Ereignis zu, das in diesen Tagen schon im 64. Jahr seine Verehrer in seinen Bann zieht: Karl May, seine Geschichten und die Karl May Spiele in Bad Segeberg. Noch bis zum 6. September heißt das Stück „ Im Tal des Todes“. In der Saison 2014 haben so viele wie nie zuvor die Karl May Spiele besucht: Es waren 329.393 Besucher! Die Hoffnungen in diesem Jahr bleiben nicht dahinter zurück. (mehr …)

Die große Größe oder Wie das Internet lernt

Juli 04, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Die große Größe oder Wie das Internet lernt

Eine Glosse von Johanna Renate Wöhlke
Das wollte ich schon immer sein: eine große Größe. Bloß nichts Kleines, nichts Unscheinbares – am Ende noch Übersehbares? Nein! Niemals! Also die große Größe!

Nun ist es mit der großen Größe aber so eine Sache. Wann fängt sie an? Wann hört sie auf? Was empfindet wer als große Größe? Gibt es am Ende auch noch eine kleine große Größe oder eine große kleine Größe? Wie ist es dann mit dem Verhältnis beider zueinander? (mehr …)

Genderhinweis? Unbedingt!

Januar 23, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Kunst und Kultur, Literarisches, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Genderhinweis? Unbedingt!

Eine Glosse von Johanna Renate Wöhlke

Es ist nicht immer leicht, in der eigenen Sprache zu schreiben. Das ist besonders dann nicht der Fall, wenn sich Moden entwickeln, die man nicht als Moden bezeichnen darf, weil sie von ihrem qualitativen Anspruch her zweifellos nicht unrichtig und langlebig zu nennen sind. Ich meine die Gendergerechtigkeit in der Sprache: der Richter, die Richterin; der Bundeskanzler, die Bundeskanzlerin; der Diplom-Kaufmann, die Diplom-Kauffrau – das IN für die weibliche Form ist im Emanzipatorischen gut zu begründen. Die Diskussion darüber füllt inzwischen Band um Band, Bände um Bände – und kein Ende! (mehr …)

Kabarett-Titan Werner Schneyder in der „Empore“ in Buchholz

Januar 17, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Gesellschaft, Humor, Kunst und Kultur, Literarisches, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Kabarett-Titan Werner Schneyder in der „Empore“ in Buchholz

Von Johanna Renate Wöhlke

Werner Schneyder und Christoph Pauli ( von rechts)

Werner Schneyder und Christoph Pauli ( von rechts)

Was in Erinnerung bleibt sind Kaskaden von Wortspielen, intellektuellen Bissigkeiten und ebensolchen politischen Analysen, hintergründiger Humor, sprachliche Textakrobatik gespielt, gelesen und gesungen. Das ist so, weil dort ein Titan des Kabaretts auf der Bühne stand: Werner Schneyder.
Ein Gefühl von „es war einmal“ galt es zu bekämpfen – nicht im Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg wie in den 1980er Jahren, nein, in der „Empore“ in Buchholz vor den Toren Hamburgs – volles Haus für Werner Schneyder und sein Programm „Ich bin konservativ“, begleitet am Flügel von Christoph Pauli. (mehr …)

„Wrapped Tank“ ein Christo-Plagiat oder westliche Militärhilfe für die Ukraine ?

November 30, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Kunst und Kultur, Politik, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für „Wrapped Tank“ ein Christo-Plagiat oder westliche Militärhilfe für die Ukraine ?

Eine Glosse von Immo H. Wernicke

„Wrapped Tank“, ein verhüllter sowjetischer T 34 am „Unwrapped Reichstag“ im Herbst  in Berlin

„Wrapped Tank“, ein verhüllter sowjetischer T 34 am „Unwrapped Reichstag“ im Herbst in Berlin

Am 9. November feierten am Brandenburger Tor Liedermacher Udo Lindenberg, Wolfgang Biermann und die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel mit einigen 100.000 Zuschauern vor Ort den „Fall der Mauer“. Vor 25 Jahren war die Mauer an diesem Novembertag 1989 zwar durchlässig gemacht, aber nicht, wie von US-Präsident Ronald Reagan gefordert, eingerissen worden.
Vor rund 20 Jahren, im Sommer 1995, begeisterten Christo und Jeanne-Claude die Welt mit ihrem Kunstprojekt „Wrapped Reichstag“, das mit einer glitzernden Spezialfolie verhüllten Reichstagsgebäude. Tausende von Berlinbesuchern bestaunten und fotografierten (mehr …)

Falsches Vorurteil

November 15, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Falsches Vorurteil

Eine Glosse von Uta Buhr

Die Nachmittagsvorstellungen in unseren Theatern erfreuen sich bei Senioren großer Beliebtheit. Und dies besonders in der dunklen Jahreszeit.
„Ich finde das ganz toll“, freut sich Tante Irma. „Da kommt man immer noch im Hellen nach Hause.“ Weniger begeistert war sie allerdings, als vor Kurzem eine ganze Schulklasse den Rang stürmte. Und das fünf Minuten nach Beginn der Vorstellung. Die jungen Leute knisterten mit Bonbonpapier und kommentierten manche Stellen der Handlung ziemlich lautstark. „So etwas hat es zu meiner Zeit nicht gegeben“, tadelte Irma. „Damals verhielt man sich ruhig und diszipliniert an seinem Platz. Die Jugend von heute hat gar keine Manieren.“ (mehr …)

Das Schwein ist auf der Autobahn

November 11, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Das Schwein ist auf der Autobahn

eine Glosse von Johanna Renate Wöhlke
erschienen im Hamburger Abendblatt
„Das Schwein ist noch auf der Autobahn!“ Gerd sagt das mit einem lachenden Gesicht in die Runde. Das Schwein auf der Autobahn? Er meint doch nicht etwa irgendeinen Menschen, den er nun gar nicht mag und dem er diesen „Ehrentitel“ angedeihen lässt? Nein, Gerd meint ein richtiges Schwein, ein gebratenes, Teile davon.
Hier sitzen nämlich viele Gäste und warten darauf, dass die Sommerkälte dieses Nachmittags durch innere Wärme vertrieben wird – angespornt durch heiße Getränke und stärkendes, heiß dampfendes Essen. Es ist nämlich Richtfest. Ein neues Haus wächst seiner Bestimmung entgegen.

(mehr …)