Die Auswärtige Presse e.V.

Internationale Journalistenvereinigung Hamburg
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Artikel der Kategorie ‘Humor’

Der Duft von frischen Brötchen

Juni 08, 2010 Von: Woehlke Kategorie: Glosse, Humor Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt/Harburg am 8. Juni 2010

Von Johanna R.Wöhlke

„Heute ist es aber frisch draußen“, meinen wir, wenn es mal wieder kälter ist, als wir es uns erträumt haben. Das ist eine Art der Frische, die wir uns im Sommer natürlich nicht wünschen. Wir hätten es gerne wärmer als „frisch“, allerdings kämen wir nie auf die Idee, das wärmere Wetter mit alt, abgestanden oder  altbacken zu bezeichnen.

Wir merken, frisch bedeutet viel mehr als das. Frisch ist wichtig. Das Frische, die Frische, einfach Frisches -  das ist manchmal sogar einfach unverzichtbar, bei Brötchen, zum Beispiel. Ein frisches Brötchen am Morgen, das ist ein Genuss. Da mag das Brötchen von gestern noch im Schrank liegen und einigermaßen aussehen, nein, wir wollen es nicht. Wir greifen zum fast noch warmen, knusprigen, wundervoll duftenden frischen Brötchen. (weiterlesen…)

Die kleine Sünde muss ziehen

Juni 04, 2010 Von: Woehlke Kategorie: Glosse, Humor, Lifestyle Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt/Harburg am 4. Juni 2010

Von Johanna R. Wöhlke

Tee – das ist eine Philosophie! Man frage einen eingefleischten Teetrinker –ich frage mich jetzt, was ein eingefleischter Teetrinker sein könnte und würde gerne ein Smiley in den Text einfügen – ich frage mich also danach, was so ein richtiger, informierter, geübter und erfahrener Teetrinker so alles wissen muss über den Tee! Das ist eine schwierige Frage, die sich über weitaus mehr als nur die Aussage erstreckt: Kurz ziehen wirkt anregend, lang ziehen wirkt beruhigend! Tee ist Glaubenssache, das kann ich belegen! Teegeschmack ist ebenfalls Glaubenssache im Sinne von: Man kann nicht darüber diskutieren, weil Geschmacksempfindungen nicht wirklich zu vermitteln und zu erklären sind. (weiterlesen…)

Ein Mord im Wartezimmer

Juni 03, 2010 Von: Woehlke Kategorie: Glosse, Humor Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt/Harburg am 3. Juni 2010

Von Johanna R. Wöhlke

Ist es nicht ein wunderbares Gefühl, diese Zeitung in den Händen zu halten? Es macht neugierig auf die nächste Seite, es knistert in den Händen, es gleitet zwischen den Fingern beim Blättern von Seite zu Seite – vielleicht auch zum nächsten Ärger, aber das ist ja wohl das, was man „normal“ nennt. Da steht vielleicht eine Tasse Kaffee, ein Tee. Da sitzt vielleicht gegenüber in der Bahn jemand, der gerade Musik über seinen Kopfhörer hört oder mit seinem Handy telefoniert – und wir Leser und Leserinnen lesen! Ja, lesen!

Das muss es geben, weiterhin geben, auch wenn alle nur noch mit Ohrstöpseln durch die Welt gehen werden – und meinethalben gehen sollen. Der Genuss des Lesens ist einmalig, in Ruhe oder im Getümmel von Menschen in der Bahn oder am Strand. In einigen Seiten Papier ganze Universen an Ideen und Gedanken gesammelt zu finden, Geschichten, Ereignisse, Wissen. (weiterlesen…)

Fliegen macht doch Spaß

Mai 29, 2010 Von: Woehlke Kategorie: Humor, Reisen Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt/Harburg am 29./30.Mai 2010

Von Johanna R. Wöhlke

Sich verfliegen, geht das überhaupt? Ich meine nicht diese Geschichte von dem Flugzeug, das sich in Hamburg einmal verflogen haben soll und statt in Fuhlsbüttel in Finkenwerder gelandet ist. Bis neulich dachte ich, ein sich Verfliegen sei unmöglich. Dann aber hörte ich Willy seine Geschichte erzählen.

Die ging so: Er war auf dem Weg nach Ibiza über Palma de Mallorca und wartete auf seinen Flug, dämmerte wohl auch ein wenig vor sich hin. Da vernahm er aus dem Lautsprecher „Palma“, stand auf und stellte sich dort an, wo sich gerade die anderen, ebenfalls aufgestandenen Passagiere, anstellten, zog sein Ticket über den Scanner, ging ins Flugzeug und setzte sich auf seinen Platz. (weiterlesen…)

Der kleine Unterschied

August 16, 2007 Von: Woehlke Kategorie: Humor Noch keine Kommentare →

Von Uta Buhr

„Warum müssen Frauen immer tratschen!“ Die beiden jungen Männer am Nebentisch sehen ihre Begleiterinnen missbilligend an. Dabei hatten die zwei ganz harmlos über den Kellner getuschelt, der die fehlende Haarpracht auf seinem Kopf durch überlange Koteletten wettzumachen suchte. Doch dann bleibt dem einen Jüngling buchstäblich die Kuchengabel im Mund stecken: „Seht mal die da. Die sieht ja aus wie ein Salamander.“ In der Tat, die kleine Frau, die gerade vorbeischwebt, trägt grüne Leggins, gelbe Turnschuhe und ein gelb-grünes T-Shirt. Das Tüpfelchen auf dem i aber ist eine grüne Schleife, die auf dem flachsblonden Haar thront. „Allmächtiger, da wird man ja sehkrank“, stöhnt der andere. „Nee, diese Farben stehen dem Mädel wirklich nicht.“ Beide Herren recken die Hälse, und bevor die junge Dame im Eckladen verschwindet, fällen sie ihr letztes Urteil: „Schöne Beine hat sie auch nicht. Und das bei dem kurzen Hemd.“ „Ich denke Männer tratschen nicht“, erregt sich die Freundin zur Rechten. „Wer redet denn von Tratsch“, kommt es kühl zurück. „Das war lediglich eine kritische Bestandsaufnahme.“ – Es lebe der kleine Unterschied! (weiterlesen…)