Die Auswärtige Presse e.V.

Internationale Journalistenvereinigung Hamburg
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Artikel der Kategorie ‘Glosse’

Männliche Sehnsucht

September 06, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt am 2. September 2011

Jetzt bin ich mir nicht mehr so ganz sicher, ob ich in das Klagelied über den verregneten Sommer weiterhin mit einstimmen sollte. Es gab da nämlich ein Gespräch. Das war ein Gespräch mit einem lieben und männlichen Kollegen, dem ich bislang so ohne weiteres nicht zugetraut hätte, ein gefühlsschwangeres Wort in den Mund zu nehmen – dieses Wort lautet Sehnsucht!

Ja, er bekannte sich, Sehnsucht zu verspüren. Es geschah wie gesagt im Zusammenhang mit einem Gespräch über den verregneten Sommer. Das hätte mich stutzig machen sollen, ich weiß. Denn er sprach nicht von Sehnsucht nach der Sonne, nach der Liebe, nach all so schönen Dingen – er sprach von der Sehnsucht, nun doch endlich einmal den Rasen mähen zu können! Sie haben richtig gelesen: (weiterlesen …)

Eine Frage der Soße

August 23, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt am 23. August 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Ich erinnere mich an Fernsehsendungen aus meinen Jugendtagen, in denen Paare beweisen mussten, wie gut sie sich kennen. Das waren nicht nur Liebespaare oder Ehepaare. Das waren auch Freunde und Eltern und Kinder. Die Idee fand ich gleichermaßen gut wie entlarvend: In Spielen und Fragen miteinander festzustellen, wie genau man dem anderen zuhört, ihn wahrnimmt, kennengelernt hat und vor allem – überhaupt kennenzulernen in der Lage ist! (weiterlesen …)

Die modernen Großväter

August 20, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Gesellschaft, Glosse, Humor Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt am 20./21. August 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Irgendwann ist es soweit: Der Mann wird älter. Das scheint ein sehr glücklicher Umstand zu sein, denn das Älterwerden bedeutet ja immer auch ganz einfach und simpel: Wir sind noch da und leben! Wer wollte sich darüber nicht freuen. Der Mann also wird älter und damit automatisch irgendwie zum -  Opa!

Großvater, das ist ja eigentlich ein Begriff, der sich mit einem ganz festen und sicheren Inhalt füllen lässt, denn der glücklich älter gewordene Mann bekommt dann eine „Verjüngungsspritze“ besonderer Art. Die könnte man so beschreiben: Zuerst liegt sie in der Wiege herum, dann krabbelt sie auf allen Vieren, beginnt zu gehen und zu laufen – und ist ein fester Bestandteil des neuen Großvaterlebens. Mit anderen Worten: Großväter haben Enkelkinder! (weiterlesen …)

Alte Tugend neu entdeckt

August 17, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt am 17. August 2011

Eine Glosse von Uta Buhr

„Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“, texteten wir noch in Schulzeiten, wenn einer der Klassenkameraden mal wieder die Regeln des Anstands verletzte. Das hieß in der „guten alten Zeit“ der fünfziger und sechziger Jahre zum Beispiel noch, dass er sich einen Bleistift ausgeliehen oder sich auf den angestammten Platz eines anderen gesetzt hatte, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen.

Doch was sind diese „Sünden“ im Vergleich zu den rüden Sitten unserer Tage! Da wird gerempelt und geschubst, da wird in öffentlichen Verkehrsmitteln hemmungslos gegähnt und geniest, ohne dass das Gegenüber auch nur im Traum daran dächte, die Hand vor den Mund zu halten. Doch all dies soll ja nun bald der Vergangenheit angehören. Man benimmt sich wieder, lautet die Parole. Rücksichtslosigkeit und Unhöflichkeit haben ihren Zenit überschritten, erzählte mir gerade eine befreundete Lehrerin, die ihre Schüler auf die alten Tugenden einstimmt. Und das mit Erfolg, wie sie stolz berichtet. „Das Pendel schlägt jetzt wieder in die andere Richtung“, erklärt sie. „ Gutes Benehmen ist in.“ (weiterlesen …)

Kostbare Zeit

August 13, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Lifestyle, Redaktionelle Beiträge, Technik und Multimedia, Wirtschaft Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt m 13. August 2011

Von Johanna R. Wöhlke

 

Es gibt viel zu loben in dieser Welt. Es gibt viel zu kritisieren in dieser Welt, immer wieder. Das ist keine Frage. Wo fangen wir an, wo hören wir auf! Versuchen wir mal die Quadratur des Kreises und verbinden Lob mit Kritik! Das geht nicht, meinen Sie? Aber natürlich geht das, das geht sogar perfekt!

Da ist zum Beispiel die Frau, die gerade auf ihren Bus wartet. Er ist verspätet und – das kann sie an einem digitalen Schild an der Bushaltestelle ablesen. Es sind genau 11 Minuten, so steht da. Nun weiß sie also, dass sie noch elf Minuten auf den Bus wird warten müssen. Ich lobe. Gleichzeitig denke ich: Welch ein Service auf hohem Niveau! Wir in diesem Teil der Welt können uns diesen Service leisten. (weiterlesen …)

Kleinigkeiten an der Zapfsäule

August 13, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Gesellschaft, Glosse, Wirtschaft Noch keine Kommentare →

ereschienen im Hamburger Abendblatt am 11. August 2011

Von Johanna R. Wöhlke

  Das Leben steckt voller Kleinigkeiten. Wäre ich eine Kleinigkeit – ich stelle mir das einmal vor: Was hätte ich dann für eine Existenz? Glauben wir dem Wort Kleinigkeit, dann ist die Vermutung nicht fern, dass ich klein wäre, klein und unbedeutend, klein und unbeachtet, klein und unscheinbar, klein und zu vernachlässigen. (weiterlesen …)

Von schönen Bäuchen – maßnehmen – was ist das?

Juli 23, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Medizin, Gesundheit Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt am 22. Juli 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Mit den Maßen ist das so eine Sache im Leben. Beginnen wir dort, wo es immer beginnt: am Anfang. Denken wir uns also vorwärts und voran. Wir Frauen wissen, was das bedeutet. Am Anfang unserer Schwangerschaften ist der Bauch noch kein Bauch, allerhöchstens ein Bäuchlein. Dann genießen wir es, wenn wir von Woche zu Woche sehen und fühlen: Der Bauch wächst. (weiterlesen …)

Autokauf skurril

Juli 21, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Geschichte, Glosse, Humor, Wirtschaft Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt am 20. Juli 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Wir lieben unsere Autos. Allerdings lieben wir sie dann am meisten, wenn sie auch funktionieren. Ein Auto dauerhaft in der Garage ist entweder ein Sammlerstück aus Leidenschaft oder ein ständiger Bestandteil von Stress und Frust im Alltag. Was nützt mir ein Auto, wenn es nicht in der Lage ist, mich an mein Ziel zu bringen! (weiterlesen …)

Wie ist das Leben?

Juli 18, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Kunst und Kultur Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt am 18. Juli 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Die Sache ist an diesem Nachmittag völlig klar und unklar zugleich. Warum? Hier sitzen Frauen zusammen, trinken Kaffee und lesen nicht aus dem Kaffeesatz, nein, sie philosophieren über eine Wasserflasche! Sie können sich das nicht vorstellen? Abwarten, nach den folgenden Sätzen werden Sie es können! (weiterlesen …)

Bewegtes Leben. Eheleben vor dem Fernsehapparat in Energiesparzeiten!

Juli 09, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Lifestyle, Technik und Multimedia Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt am 9. Juli 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Da sitzen sie wieder, Mann und Frau vor dem Fernseher. Sie schaut gebannt die monegassische Hochzeit an. Er hat derweil seinen Laptop vor sich auf dem Tischlein und arbeitet, surft oder was auch immer. Die monegassische Hochzeit interessiert ihn weniger, nur immer mal wieder ein Blick auf den Bildschirm. Man will ja mitreden können, irgendwann. Warum erzähle ich das?

Hier handelt es sich um die Beschreibung des Bildes von Fernsehharmonie eines in vielen Jahren aneinander gewöhnten, glücklichen Paares. In Ruhe und Besinnlichkeit verbringen sie wie hunderttausende andere Paare ihren verdienten Feierabend gemeinsam. Sie gehen natürlich selbstverständlich davon aus, dass der Fernsehapparat dieses Spiel mitmacht, das Spiel von Ruhe und Besinnlichkeit, ganz auf ihn konzentriert. (weiterlesen …)