Die Auswärtige Presse e.V.

Internationale Journalistenvereinigung Hamburg
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Artikel der Kategorie ‘Glosse’

In der S-Bahn freigekauft

Dezember 20, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse Noch keine Kommentare →

 Diese Glosse erschien am 19. Dezember im Hamburger Abendblatt

Von Uta Buhr

In der Vorweihnachtszeit sitzt vielen von uns das Geld etwas lockerer als sonst. Das wissen auch die jungen Leute, die mit kräftiger Stimme und Gitarre ausgestattet an U- und S-Bahn-Haltestellen flugs ins Abteil steigen, um die Fahrgäste mit ihren Darbietungen bis zur nächsten Station zu begleiten. Einer singt, der andere greift in die Saiten, und der Dritte hält derweil den Fahrgästen seine Mütze hin mit den Worten  „Meine Damen und Herren, bitte eine kleine Spende für die Musiker.“ Die etwas Zögerlichen werden auch schon mal mit einem „Na, nun seien Sie mal nicht so. Ein paar Cent können Ihnen doch nicht wehtun“, zum Geben aufgefordert.

Nach einer besonders  großzügigen Spende  bot ein gut gelaunter Troubadour gestern in der S-Bahn sogar eine Zugabe an. „Können Sie denn auch ‚Oh du fröhliche’?“ fragte eine würdige alte Dame und zückte ein Eurostück. Bevor der Sänger jedoch den Mund öffnen konnte, war der Ehemann mit einem Geldstück zur Stelle: „Junger Mann, jetzt reicht’s. Ich biete zwei Euro, damit Sie aufhören.“ So ist das Leben.

 

Kurzweil im Zug

Dezember 06, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse Noch keine Kommentare →

Erschienen im Hamburger Abendblatt

Von Charlotte  Hoffmann

Wenn ich früher eine längere Bahnreise antrat, deckte ich mich mit vielen Büchern ein, damit während der Fahrt keine Langeweile aufkam.

Im Zug suchte ich mir dann ein ruhiges Abteil,  um meinen Lesestoff zu konsumieren. Doch auch  die anscheinend stillen Ecken des Zuges blieben nicht  lange ruhig. Schon bald erklang, trompetete, klirrte  von irgendwoher ein Klingelton und jemand in meiner Nähe zückte sein Handy. Kurz darauf drangen Gesprächsfetzen an mein Ohr, die mich von meiner  Lektüre ablenkten. Ich gab das Lesen auf und hörte nur noch zu, was die Handybesitzer den mir völlig ungekannten Gesprächsteilnehmern zu sagen hatten. (weiterlesen …)

Weniger ist mehr?

Dezember 06, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse Noch keine Kommentare →

Erschienen im Hamburger Abendblatt

Von Charlotte  Hoffmann

 Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal den Ausspruch „weniger ist manchmal mehr“ hörte, fand ich ihn sehr tiefsinnig. Lag nicht eine große Weisheit darin? Von nun an benutzte ich diese Redewendung oft und gern und erntete dafür Beifall – wenn auch zuweilen sehr verhalten

Die Zeit verging und ich hörte diesen Spruch so häufig, dass ich auf einmal den Eindruck hatte, es handle sich hierbei nur um eine Floskel ohne jeglichen Inhalt. Oder konnte es sein, dass die Wirkung philosophisch anmutender Äußerungen verpufft, wenn sie immer wieder zitiert werden? (weiterlesen …)

Sylt war da, wo der Teddy ins Wasser fiel

Oktober 27, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse Noch keine Kommentare →

Erschienen im Hamburger Abendblatt

 Von Charlotte Hoffmann

Obwohl die Hauptreisesaison schon lange vorbei ist, wird über die vergangenen Urlaubserlebnisse immer noch gern berichtet. Dabei fällt auf, dass Kinder mit dem jeweiligen Ferienort für gewöhnlich ganz andere Eindrücke verbinden als Erwachsene.

Während die Großen von idyllischen Landschaften, Kulturdenkmälern, weiten Stränden und gutem Essen schwärmen, erinnern sich die Kleinen an ganz andere Dinge. „Wie war es auf Mallorca?“ fragte ich die siebenjährige Marie. „Da hat Mama sich mit Eis bekleckert“, erhielt ich zur Antwort. Eine weitere Aussage gab es nicht. (weiterlesen …)

Charmantes Schlitzohr

September 30, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor Noch keine Kommentare →

Diese Glosse erschien am 29. September im Hamburger Abendblatt

Eine Glosse von Uta Buhr

Der verbeulte VW-Käfer mit dem Aufkleber „Mein Zweitwagen ist ein Porsche“, blockierte unsere Garageneinfahrt. Wir mussten uns notgedrungen einen Parkplatz in der Nebenstraße suchen.

Die Fahndung  nach dem VW-Besitzer blieb zunächst ohne Erfolg. Keiner im Haus kannte diesen Wagen. Die Stimmung war äußerst gereizt. Wozu, zum Teufel, besaß man eine Garage, wenn ein rücksichtsloser Zeitgenosse einen daran hinderte, sie zu benutzen! Also beschlossen wir, die Polizei zu rufen und anschließend den Abschleppdienst. (weiterlesen …)

Was elektrisiert den Mann?

September 28, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Gesellschaft, Glosse, Humor Noch keine Kommentare →

erschienen am 27. September im Hamburger Abendblatt

Von Johanna R. Wöhlke

Was elektrisiert einen richtigen Mann? Wer bei dieser Frage an Erotik denkt, kennt mich nicht. Das  ist mir langweilig, wenn es um ernsthafte Fragen geht – und hier geht es um ernsthafte Fragen, natürlich! Also: Was elektrisiert einen richtigen Mann?

Schweigen? Ich gebe zu, es war eine etwas provozierende Frage, auf die ich nicht sofort eine Antwort erwarten kann. Heute habe ich zwar eine von einer Freundin bekommen, aber auch die war einigermaßen unzureichend. Sie berichtete davon, dass ihr Mann eine Art Elektroschocktherapie in abgemildeter Form erhalte. Die soll dazu beitragen, dass er wieder nervlich auf die Beine kommt. (weiterlesen …)

Gartenarbeit macht glücklich!

September 23, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Redaktionelle Beiträge Noch keine Kommentare →

erschienenim Hamburger Abendblatt am 23. September 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Zurzeit ist das Glück in aller Munde. Eigentlich ist das Glück ja immer in aller Munde, zurzeit aber wie gesagt ganz besonders. Da trifft es sich gut, mit einem praktischen Beispiel aus dem Alltag aufwarten zu können, das einen klaren Blick darauf wirft, wann der Mensch wirklich glücklich ist. In diesem Fall ist der Mensch männlich und heißt Rolf.

Das mit dem Glück ging bei Rolf so: Er hatte sich entschlossen, im Garten zu arbeiten. Die Hecke musste geschnitten werden. Also war es kein freier Entschluss, sondern eher einer von denen, zu denen man gezwungen wird, man könnte auch verpflichtet wird sagen. (weiterlesen …)

Einfühlsame Männer

September 22, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Gesellschaft, Glosse, Humor, Redaktionelle Beiträge Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt am 21. September 2011

von Johanna R. Wöhlke

Wenn der Mensch verliebt ist, neigt er dazu, ins Kindliche abzugleiten. Das ist normal. Zum Beispiel füttern sich verliebte Paare gegenseitig, wie Mütter ihre Kinder füttern. „Ich füttere Dich“, das bedeutet so viel wie: „Ich sorge mich um Dich, ich will Dir etwas Gutes tun. Du bist mir wichtig.“ Beim nächsten Restaurantbesuch einfach mal darauf achten. Diese Paare sind immer jung verliebt! (weiterlesen …)

Alles Käse oder was?

September 19, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Lifestyle Noch keine Kommentare →

erschienen im Hamburger Abendblatt am 19. September 2011

Von Johanna R. Wöhlke

Was wäre der Mensch ohne Käse? Er wäre ein Nichts -  nun ja, nicht ganz. Zumindest aber wäre er total käselos, man könnte auch sagen käsefrei und – wer von uns möchte schon käselos und käsefrei sein!

Der wichtigste Griff an einem gemütlichen Abend – noch vor dem Knie einer schönen Frau – ist der Griff zum Käse, wenn der Rotwein dabei nicht fehlt. Das hörte ich neulich aus männlichem Mund. Ist ohne Käse alles nur halb so schön? Dieser Vertreter des männlichen Geschlechtes scheint das zu glauben. Gut für den Käse, traurig für die Frauen… (weiterlesen …)

Ablenkung unter der Decke

September 11, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: Glosse, Humor, Redaktionelle Beiträge Noch keine Kommentare →

Diese Glosse erschien am 10. September 2011 unter der Rubrik „Moment mal“ im Hamburger Abendblatt

Von Uta Buhr

Diese Zahnarztpraxis ist eine Mischung aus Reisebüro und Zauberladen. An den Wänden prangen stimmungsvolle Fotos von nahen und fernen Urlaubszielen. Wer träumt sich an diesen trüben und regnerischen Sommertagen nicht gern an einen Strand im sonnigen Süden!

Selbst Kinder, die kurz zuvor noch angsterfüllt vor der Tür zur Praxis standen, bekommen leuchtende Augen. So hoch gestimmt öffnet jeder dem netten Zahnarzt bereitwillig den Mund. (weiterlesen …)