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	<title>Die Auswärtige Presse e.V. &#187; Glosse</title>
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	<description>Internationale Journalistenvereinigung Hamburg</description>
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		<title>&#8220;Wulffen&#8221; im Internet</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 17:37:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Glosse erschien am 17. Januar 2012 im Hamburger Abendblatt von Uta Buhr Wer sagt denn, dass man nur auf Mailboxen „wulffen“ kann? Ich erlebe dieses Phänomen jeden Tag im Internet und gestehe, dass ich seit mehreren Wochen von einem Internet-Muffel zu einer Süchtigen mutiert bin. Meine frühere Leidenschaft für Fortsetzungsromane in Zeitungen und Zeitschriften [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Glosse erschien am 17. Januar 2012 im Hamburger Abendblatt<br />
<em>von Uta Buhr</em></p>
<p>Wer sagt denn, dass man nur auf Mailboxen „wulffen“ kann? Ich erlebe dieses Phänomen jeden Tag im Internet und gestehe, dass ich seit mehreren Wochen von einem Internet-Muffel zu einer Süchtigen mutiert bin. Meine frühere Leidenschaft für Fortsetzungsromane in Zeitungen und Zeitschriften wurde durch die fortlaufende Berichterstattung über unseren amtierenden Bundespräsidenten neu belebt. Jeden Morgen, bevor die Tageszeitung im Briefkasten liegt, schleiche ich mich, noch mit Schlaf in den Augen, vom Bett an meinen PC, um die neuesten Erkenntnisse in dieser inzwischen unendlichen Geschichte zu erfahren und meinen Senf per Kommentar in den hierfür vorgesehenen Kasten zu tippen. <span id="more-12863"></span>Es war sogar mein Ehrgeiz, als erste unter den Kommentatoren mit einem Beitrag zu glänzen. Deshalb hatte ich mich auch gestern in aller Herrgottsfrühe von meinem Handy wecken lassen. Aber welch ein Schlag traf mich, als ich erkennen musste, dass vor mir schon hundert andere User den Kommentarkasten mit ihren mehr oder minder qualifizierten Bemerkungen gefüllt hatten. Leicht frustriert,  stürzte ich mich in mein morgendliches Vergnügen und schrieb einen längeren Kommentar. Die Antwort von einem anderen Frühaufsteher ließ nicht lange auf sich warten. „Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie nächstes Mal etwas kürzer wulffen würden. Sie nerven mit Ihren langen Episteln.“ Klarer Fall, dass ich auf diese Unverfrorenheit noch einmal ordentlich nachgewulfft habe. Ich gehe übrigens jede Wette ein, dass „wulffen“ die besten Chancen hat, zum Unwort des Jahres 2012 gekürt zu werden.<br />
</p>
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		<title>Bitte nicht Horst-Günther!</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 11:40:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffmann Charlotte]]></category>

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		<description><![CDATA[Erschienen im Hamburger Abendblatt Von Charlotte Hoffmann Alles kommt einmal wieder. Das gilt auch für die Vorliebe, seinem Kind einen Doppelnamen zu geben. Meine Schulzeit verbrachte ich mit Heerscharen von Jungen, die Namen wie Karl-Heinz, Klaus-Peter oder Hans-Jürgen trugen. Doppelnamen, die heutzutage altmodisch klingen, waren mir wohl vertraut. Meinen ersten Kuss erhielt ich dann auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erschienen im Hamburger Abendblatt<br />
<em></em></p>
<p><em>Von Charlotte Hoffmann</em></p>
<p>Alles kommt einmal wieder. Das gilt auch für die Vorliebe, seinem Kind einen Doppelnamen zu geben. Meine Schulzeit verbrachte ich mit Heerscharen von Jungen, die Namen wie Karl-Heinz, Klaus-Peter oder Hans-Jürgen trugen. Doppelnamen, die heutzutage altmodisch klingen, waren mir wohl vertraut. Meinen ersten Kuss erhielt ich dann auch (immerhin schon mit acht) von einem Jungen namens Horst-Günther.<span id="more-12762"></span><br />
Bei den Mädchen wurden Doppelnamen damals eher zusammen geschrieben. Was heute die Ann-Marie ist, war früher die Annemarie. Mädchen erhalten jetzt häufiger einen Doppelnamen, der auch danach aussieht. Da gibt es die Lea-Melina, die Ann-Kristin oder die Svenja-Jule. Um nur einige Beispiele zu nennen.<br />
Bei den Jungs sind inzwischen besonders Verbindungen mit Jan beliebt. Ganz vorn liegen Jan-Ole, Jan-Malte oder auch Jan-Luca. Der Vorname Finn (ganz gleich, ob mit i oder y geschrieben) wird ebenfalls gern durch einen anderen Namen ergänzt wie Finn-Niklas oder Fynn-Henry.<br />
Da es außerdem immer populärer wird, einem Neugeborenen einen alten Namen zu geben – man denke nur an Emma, Paul oder Mathilda – warte ich nun darauf, dass man sich auch bei den Doppelnamen auf Tradition besinnt. Wann wird ein Kind mal wieder Karl-Heinz, Hans-Joachim oder Hannelore (modern: Hanne-Lore) getauft?<br />
Ich frage mich, wie die Neugeborenen von 2012 wohl heißen werden. Besonders die Jungs. Sollten sich deren Eltern tatsächlich für einen alten Doppelnamen entscheiden, hoffe ich, dass es nicht Horst-Günther sein wird, denn das würde mich doch sehr sentimental stimmen.<br />
</p>
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		<title>Ungeliebte Weihnachtsgeschenke</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/ungeliebte-weihnachtsgeschenke/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 09:30:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Glosse erschien am 27. Dezember im Hamburger Abendblatt  Von Uta Buhr Welcher Tag im Jahr ist noch schöner als Ostern, Pfingsten, Heiligabend und Silvester zusammen? Richtig – der 27. Dezember! Auf diesen Tag bereiten sich manche schon während der Feiertage fieberhaft vor. Denn dann beginnt für sie die große Umtauschorgie. Noch bevor Läden und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Glosse erschien am 27. Dezember im Hamburger Abendblatt</p>
<p><em> Von Uta Buhr</em></p>
<p>Welcher Tag im Jahr ist noch schöner als Ostern, Pfingsten, Heiligabend und Silvester zusammen? Richtig – der 27. Dezember! Auf diesen Tag bereiten sich manche schon während der Feiertage fieberhaft vor. Denn dann beginnt für sie die große Umtauschorgie. Noch bevor Läden und Kaufhäuser ihre Pforten öffnen, tigern sie bereits an den Schaufenstern entlang auf der Suche  nach den geeigneten Umtauschobjekten.</p>
<p>„Dass manche Leute einem aber auch immer die falschen Dinge schenken“, seufzen sie am Heiligen Abend mit leuchtenden Augen. „Da muss ich mich ja gleich am 27. wieder ins Getümmel stürzen.“ Menschen, die vom Umtauschvirus befallen sind, macht man erwiesenermaßen unglücklich, wenn man sie mit den „richtigen“ Geschenken bedenkt. Es ist also peinlich darauf zu achten, ihnen etwas auf den Gabentisch zu legen, was sie garantiert nicht mögen. <span id="more-12568"></span></p>
<p>Dies lehrte uns die Erfahrung mit unserer Tante Mia, der wir mit einem eleganten Teeservice ein Geschenk machten, an dem es nun wirklich nichts auszusetzen gab. Das richtige Präsent aber war genau das falsche gewesen, da es Mia um den schon mit sanftem Schauder erwarteten Genuss des Umtausches brachte.  Es versteht sich, dass sie heute nur noch Dinge bekommt, die sie weder leiden noch brauchen kann.</p>
<p>Besonders glücklich war Mia letztes Jahr. Da hatte sie nämlich während ihres Umtauschfeldzuges so intensiv mit einer Leidensgenossin geplaudert, dass sie vor lauter Zerstreutheit ein falsches Geschenk gegen ein noch falscheres umtauschte. Ein Fehlgriff  indes, der ihr den Grund für einen weiteren Umtausch bescherte. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die lustigste Geschichte aus meiner Weihnachtszeit, die keine Weihnachtsgeschichte ist…</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 18:54:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Johanna Renate Wöhlke Ich behaupte ganz einfach mal: Weihnachtsgeschichten können auch Geschichten sein, die im Herbst geschehen sind, nämlich immer dann, wenn sie in der Weihnachtszeit erzählt werden. Diese Geschichte ist so eine, denn ich hörte sie in der Weihnachtszeit. Sie ging so: Das neue Auto soll abgeholt werden. Die Familie fährt nach Wolfsburg, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Johanna Renate Wöhlke</em></p>
<p>Ich behaupte ganz einfach mal: Weihnachtsgeschichten können auch Geschichten sein, die im Herbst geschehen sind, nämlich immer dann, wenn sie in der Weihnachtszeit erzählt werden. Diese Geschichte ist so eine, denn ich hörte sie in der Weihnachtszeit. Sie ging so:</p>
<p>Das neue Auto soll abgeholt werden. Die Familie fährt nach Wolfsburg, um es in Empfang zu nehmen. Das neue Auto ist noch nicht fertig, also gibt es für die ganze Familie eine Übernachtung auf Kosten des Hauses und als weitere Trostpflaster Gutscheine, einer davon für einen Besuch eines Safariparks.<span id="more-12561"></span></p>
<p>Die Kinder sind begeistert. Safari, das wollten sie schon immer mal machen. Also geht es los. Schließlich ist das neue Auto ein Van und soll zeigen, was er kann. Alles geht gut. Die Familie ist begeistert.</p>
<p>Vater dreht im Zuge des allgemeinen Wohlgefühls die Scheibe herunter. So ist man doch den Tieren noch näher. Dieses Empfinden scheint auch dem Elefanten  nicht fremd zu sei &#8211;  oder ist es eher Neugier? Egal. Die offene Fensterscheibe lädt geradezu dazu ein, den Rüssel in das Auto zu stecken. Vielleicht gibt es wie immer eine Kleinigkeit als Dessert oder Zwischenmahlzeit!</p>
<p>Kinder lieben Elefanten und Elefanten lieben Kinder, das mag schon sein. Aber wenn da so ein riesiger Rüssel plötzlich und unerwartet auf Erkundungstour durchs Fenster schwingt…Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Vor Schreck drücken die Kinder nämlich den Fensterheber. Die Scheibe schließt sich und klemmt den Rüssel des Elefanten ein. Der ist nicht begeistert und stößt mit seinem Schädel in die Seite des neuen Autos. Der Rüssel ist frei. Das Auto fährt weiter. Die Safari endet mit Schrecken und einer Beule im Auto.</p>
<p>Der Heimweg? Der Heimweg ist eher nicht lustig. Außerdem ist da noch die Polizei, die den Van anhält. Ein Scheinwerfer hat gelitten und seinen Geist aufgegeben. Das ist nicht so schlimm. Aber die Frage des Polizisten an den Fahrer des Autos hat schon eine nachhaltigere Wirkung: „Was haben Sie denn da gemacht, die Beule ist nicht ohne!“ Vater antwortet: „Das war der Elefant!“ Die Reaktion des Polizisten ist schnell und eindeutig: „Dann wollen wir mal pusten!“</p>
<p>So endete ein Ausflug nach Wolfsburg mit einem nicht als tierisch zu bezeichnenden Vergnügen. Aber ehrlich gesagt: Es ist die lustigste Geschichte, die ich in diesem Jahr in der Weihnachtszeit gehört habe.</p>
<p>&nbsp;<br />
</p>
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		<title>Stapfte Josef durch den Schnee?</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 18:37:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffmann Charlotte]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Charlotte Hoffmann Schon seit drei Wochen wird in den Wetterberichten darüber spekuliert, ob es Weihnachten nun schneit oder nicht. Aber warum, so frage ich mich jedes Jahr aufs Neue, wünschen sich die meisten Menschen, dass es zum Fest Schnee gibt? Mit der Weihnachtsgeschichte selbst kann dies nichts zu tun haben. Wurden Maria und Josef  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Charlotte Hoffmann<strong><br />
</strong></p>
<p>Schon seit drei Wochen wird in den Wetterberichten darüber spekuliert, ob es Weihnachten nun schneit oder nicht. Aber warum, so frage ich mich jedes Jahr aufs Neue, wünschen sich die meisten Menschen, dass es zum Fest Schnee gibt?</p>
<p>Mit der Weihnachtsgeschichte selbst kann dies nichts zu tun haben. Wurden Maria und Josef  in Bethlehem von einer wunderbaren Winterwelt empfangen? Stapften sie gemeinsam durch den Schnee, als sie dort eine Herberge suchten? Klopfte sich Josef die weißen Flocken von den Kleidern, ehe er den Stall betrat? Im Neuen Testament wurde darüber nichts vermerkt. Oder haben uns die Evangelisten da etwas Wesentliches verschwiegen?<span id="more-12549"></span></p>
<p>Ich für mein Teil brauche keinen Schnee, um ausgiebig Weihnachten zu feiern. Denn dann weiß ich, dass ich keine Autoscheiben frei fegen muss und das ganz große Verkehrschaos trotz der Festtage wohl ausbleiben wird. Grüne Weihnachten finde ich höchst angenehm.</p>
<p>Auch wenn ich zugebe, dass es idyllisch wirkt, wenn man Heiligabend auf weiße Dächer blickt, wenn es beim Spaziergang unter den Füßen angenehm knirscht und Landschaften mit einer leichten Schneeschicht bedeckt sind.</p>
<p>Nun ja, ich gestehe, so ein paar leichte Flocken wären schon ganz nett. Und wer weiß, vielleicht hat es ja damals in Bethlehem doch ein bisschen geschneit &#8211; obwohl die Bibel nichts davon berichtet.<br />
</p>
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		<title>Weil der Weihnachtsmann Geburtstag hat</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 17:58:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffmann Charlotte]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Charlotte Hoffmann Was antworten Erstklässler, wenn sie gefragt werden, warum wir Weihnachten feiern. Die folgende Beobachtung &#8211; erschienen im Hamburger Abendblatt &#8211; gibt darüber Auskunft. In der Schule, da kann man was erleben. Fragt man dort Erstklässler, warum wir Weihnachten feiern, gibt es interessante Antworten. Ein Großteil der Kinder meint, dass der Weihnachtsmann an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Charlotte Hoffmann</em></p>
<p>Was antworten Erstklässler, wenn sie gefragt werden, warum wir Weihnachten feiern. Die folgende Beobachtung &#8211; erschienen im Hamburger Abendblatt &#8211; gibt darüber Auskunft.</p>
<p>In der Schule, da kann man was erleben. Fragt man dort Erstklässler, warum wir Weihnachten feiern, gibt es interessante Antworten. Ein Großteil der Kinder meint, dass der Weihnachtsmann an diesem Tag Geburtstag habe. Einige paar glauben, dass Jesus Weihnachten gestorben sei. Etliche Kinder sind der Ansicht, dass Weihnachten nur stattfindet, damit sie etwas geschenkt bekommen. Zu guter Letzt gibt es auch noch Schulanfänger, die von der Geburt des Jesuskindes berichten.<span id="more-12467"></span></p>
<p>Sobald sie das tun, stimmen die anderen Kinder mit ein. „Ja, da war doch was. Der ist, glaube ich, in Jerusalem geboren.“</p>
<p>Erstaunlicherweise wird auch Nazareth und manchmal sogar Bethlehem als Geburtsort genannt.</p>
<p>Mit diesen Antworten stehen die hier erwähnten Erstklässler besser da als so mancher Erwachsene. In einer Umfrage auf der Straße aus dem vorigen Jahr vermuteten Befragte Jesu Geburtsort unter anderem in Afghanistan, der Türkei oder in Italien.</p>
<p>Doch so unterschiedlich die Frage nach Weihnachten auch beantwortet wird, an eines können sich fast alle Schüler erinnern. Da war doch diese Geschichte, die in einem Stall spielt. Ziegen und Esel waren auch dabei. Außerdem kamen seltsame Leute, die Geschenke brachten. Das wissen sie von einem Krippenspiel, in dem sie sogar mitspielten &#8211; voriges Jahr im Kindergarten. Und dann ist da jemand geboren, der ganz wichtig ist. Ob das wohl auch etwas mit Weihnachten zu tun hatte?<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>In der S-Bahn freigekauft</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 19:44:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[ Diese Glosse erschien am 19. Dezember im Hamburger Abendblatt Von Uta Buhr In der Vorweihnachtszeit sitzt vielen von uns das Geld etwas lockerer als sonst. Das wissen auch die jungen Leute, die mit kräftiger Stimme und Gitarre ausgestattet an U- und S-Bahn-Haltestellen flugs ins Abteil steigen, um die Fahrgäste mit ihren Darbietungen bis zur nächsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong>Diese Glosse erschien am 19. Dezember im Hamburger Abendblatt</p>
<p><em>Von Uta Buhr</em></p>
<p>In der Vorweihnachtszeit sitzt vielen von uns das Geld etwas lockerer als sonst. Das wissen auch die jungen Leute, die mit kräftiger Stimme und Gitarre ausgestattet an U- und S-Bahn-Haltestellen flugs ins Abteil steigen, um die Fahrgäste mit ihren Darbietungen bis zur nächsten Station zu begleiten. Einer singt, der andere greift in die Saiten, und der Dritte hält derweil den Fahrgästen seine Mütze hin mit den Worten  „Meine Damen und Herren, bitte eine kleine Spende für die Musiker.“ Die etwas Zögerlichen werden auch schon mal mit einem „Na, nun seien Sie mal nicht so. Ein paar Cent können Ihnen doch nicht wehtun“, zum Geben aufgefordert.</p>
<p>Nach einer besonders  großzügigen Spende  bot ein gut gelaunter Troubadour gestern in der S-Bahn sogar eine Zugabe an. „Können Sie denn auch ‚Oh du fröhliche’?“ fragte eine würdige alte Dame und zückte ein Eurostück. Bevor der Sänger jedoch den Mund öffnen konnte, war der Ehemann mit einem Geldstück zur Stelle: „Junger Mann, jetzt reicht’s. Ich biete zwei Euro, damit Sie aufhören.“ So ist das Leben.</p>
<p>&nbsp;<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kurzweil im Zug</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/kurzweil-im-zug/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 07:54:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffmann Charlotte]]></category>

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		<description><![CDATA[Erschienen im Hamburger Abendblatt Von Charlotte  Hoffmann Wenn ich früher eine längere Bahnreise antrat, deckte ich mich mit vielen Büchern ein, damit während der Fahrt keine Langeweile aufkam. Im Zug suchte ich mir dann ein ruhiges Abteil,  um meinen Lesestoff zu konsumieren. Doch auch  die anscheinend stillen Ecken des Zuges blieben nicht  lange ruhig. Schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erschienen im Hamburger Abendblatt</p>
<p><em>Von Charlotte  Hoffmann</em></p>
<p>Wenn ich früher eine längere Bahnreise antrat, deckte ich mich mit vielen Büchern ein, damit während der Fahrt keine Langeweile aufkam.</p>
<p>Im Zug suchte ich mir dann ein ruhiges Abteil,  um meinen Lesestoff zu konsumieren. Doch auch  die anscheinend stillen Ecken des Zuges blieben nicht  lange ruhig. Schon bald erklang, trompetete, klirrte  von irgendwoher ein Klingelton und jemand in meiner Nähe zückte sein Handy. Kurz darauf drangen Gesprächsfetzen an mein Ohr, die mich von meiner  Lektüre ablenkten. Ich gab das Lesen auf und hörte nur noch zu, was die Handybesitzer den mir völlig ungekannten Gesprächsteilnehmern zu sagen hatten.<span id="more-12011"></span></p>
<p>Da wurden Tipps für die in Gefahr geratene Beziehung gegeben, in aller Ausführlichkeit von der eigenen berichtet oder der Ärger über den neuen Chef herausgelassen. Ich hörte Gespräche bei denen es um die Erziehung der Kindern, Familienstreitigkeiten, Fußball, Politik, Tante Ilse und Onkel Werner, die nächste Woche kommen, und um das überaus große Problem, was man morgen den kochen solle, ging.</p>
<p>Bei Geschäftsmännern, die meistens mit Laptop und im Anzug reisen, konnte ich mit der Zeit genau am Tonfall erkennen, ob sie mit ihrem Vorgesetzten oder einem so genannten Untergebenen telefonierten. Manchmal versuchte ich sogar zu erraten, mit wem und worüber ein Mitreisender wohl sprechen wird, bevor er das Handy herausholte.</p>
<p>Inzwischen stört es mich nicht mehr unfreiwillige Zuhörerin zu sein. Im Gegenteil. Starte ich heute zu einer längeren Bahnreise lasse ich die Bücher zu Hause, denn die Telefongespräche im Zug sind oftmals interessanter und unterhaltsamer als so manche Lektüre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Weniger ist mehr?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 07:49:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffmann Charlotte]]></category>

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		<description><![CDATA[Erschienen im Hamburger Abendblatt Von Charlotte  Hoffmann  Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal den Ausspruch „weniger ist manchmal mehr“ hörte, fand ich ihn sehr tiefsinnig. Lag nicht eine große Weisheit darin? Von nun an benutzte ich diese Redewendung oft und gern und erntete dafür Beifall – wenn auch zuweilen sehr verhalten Die Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erschienen im Hamburger Abendblatt</p>
<p><em>Von Charlotte  Hoffmann</em></p>
<p><strong> </strong>Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal den Ausspruch „weniger ist manchmal mehr“ hörte, fand ich ihn sehr tiefsinnig. Lag nicht eine große Weisheit darin? Von nun an benutzte ich diese Redewendung oft und gern und erntete dafür Beifall – wenn auch zuweilen sehr verhalten</p>
<p>Die Zeit verging und ich hörte diesen Spruch so häufig, dass ich auf einmal den Eindruck hatte, es handle sich hierbei nur um eine Floskel ohne jeglichen Inhalt. Oder konnte es sein, dass die Wirkung philosophisch anmutender Äußerungen verpufft, wenn sie immer wieder zitiert werden?<span id="more-12002"></span></p>
<p>Aber ist denn weniger wirklich mehr? Wenn jemand weniger Gehalt bekommt als bisher, kann man bestimmt nicht von „mehr“ sprechen. Arbeitet aber jemand (freiwillig) weniger, kann dies durchaus ein Gewinn sein. Er verdient zwar auch dann in der Regel weniger, erhält jedoch ein Mehr an Lebensqualität.</p>
<p>Aufschneider und Wichtigtuer könnten ebenfalls von dieser Redensart profitieren. Würden sie sich weniger krampfhaft darum bemühen, ihre Mitmenschen auf sich aufmerksam zu machen, erhielten sie vielleicht eher die Anerkennung, die sie sich so sehr wünschen.</p>
<p>Ähnliches kann Männern empfohlen werden, die im Übermaß um eine Frau buhlen. Nach dem ersten Treffen täglich zehn E-Mails zu schicken, ist garantiert zu viel des Guten. Weitere Beispiele dieser Art gibt es etliche.</p>
<p>Meine Betrachtung möchte ich an dieser Stelle dennoch beenden, denn Sie wissen ja: „Weniger ist manchmal mehr.“<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sylt war da, wo der Teddy ins Wasser fiel</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/10/sylt-war-da-wo-der-teddy-ins-wasser-fiel/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 16:16:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffmann Charlotte]]></category>

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		<description><![CDATA[Erschienen im Hamburger Abendblatt  Von Charlotte Hoffmann Obwohl die Hauptreisesaison schon lange vorbei ist, wird über die vergangenen Urlaubserlebnisse immer noch gern berichtet. Dabei fällt auf, dass Kinder mit dem jeweiligen Ferienort für gewöhnlich ganz andere Eindrücke verbinden als Erwachsene. Während die Großen von idyllischen Landschaften, Kulturdenkmälern, weiten Stränden und gutem Essen schwärmen, erinnern sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erschienen im Hamburger Abendblatt</p>
<p><em> Von Charlotte Hoffmann</em><strong><br />
</strong></p>
<p><strong></strong>Obwohl die Hauptreisesaison schon lange vorbei ist, wird über die vergangenen Urlaubserlebnisse immer noch gern berichtet. Dabei fällt auf, dass Kinder mit dem jeweiligen Ferienort für gewöhnlich ganz andere Eindrücke verbinden als Erwachsene.</p>
<p>Während die Großen von idyllischen Landschaften, Kulturdenkmälern, weiten Stränden und gutem Essen schwärmen, erinnern sich die Kleinen an ganz andere Dinge. „Wie war es auf Mallorca?“ fragte ich die siebenjährige Marie. „Da hat Mama sich mit Eis bekleckert“, erhielt ich zur Antwort. Eine weitere Aussage gab es nicht.<span id="more-11554"></span></p>
<p>Auch Lukas, ein Junge aus der Nachbarschaft, erzählte nicht begeistert vom schönen Sandstrand als ich mich nach seinen Ferien auf Sylt erkundigte. „Da ist mein Teddy ins Wasser gefallen, aber Papa hat ihn wieder rausgeholt“, erklärte er statt-dessen stolz. Mein Neffe Leon kletterte in Schweden auf einen Baum und kam ohne Hilfe nicht mehr herunter. Ein Erlebnis, das er jetzt stets mit dem skandinavischen Land verbinden wird. Um einiges banaler war es bei Anna. Für sie wird München nun immer die Stadt bleiben, in der sie keine Pizza essen durfte.</p>
<p>Bleibt nur zu hoffen, dass Kinder aus anderen Regionen, die im Sommer die Hansestadt besuchten, zu Hause euphorisch von großen Schiffen, von einem Segeltörn auf der Alster oder von Planten un Blomen berichten. Und nicht nur lapidar erwähnen: „Ach Hamburg, das war ja da, wo ich in eine Pfütze gefallen bin.“<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Charmantes Schlitzohr</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/09/charmantes-schlitzohr/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 22:17:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Glosse erschien am 29. September im Hamburger Abendblatt Eine Glosse von Uta Buhr Der verbeulte VW-Käfer mit dem Aufkleber „Mein Zweitwagen ist ein Porsche“, blockierte unsere Garageneinfahrt. Wir mussten uns notgedrungen einen Parkplatz in der Nebenstraße suchen. Die Fahndung  nach dem VW-Besitzer blieb zunächst ohne Erfolg. Keiner im Haus kannte diesen Wagen. Die Stimmung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong>Diese Glosse erschien am 29. September im Hamburger Abendblatt</p>
<p><strong></strong><em>Eine Glosse von Uta Buhr</em></p>
<p>Der verbeulte VW-Käfer mit dem Aufkleber „Mein Zweitwagen ist ein Porsche“, blockierte unsere Garageneinfahrt. Wir mussten uns notgedrungen einen Parkplatz in der Nebenstraße suchen.</p>
<p>Die Fahndung  nach dem VW-Besitzer blieb zunächst ohne Erfolg. Keiner im Haus kannte diesen Wagen. Die Stimmung war äußerst gereizt. Wozu, zum Teufel, besaß man eine Garage, wenn ein rücksichtsloser Zeitgenosse einen daran hinderte, sie zu benutzen! Also beschlossen wir, die Polizei zu rufen und anschließend den Abschleppdienst.<span id="more-11194"></span></p>
<p>„Der Kerl wird Augen machen, wenn er sein Auto nicht mehr vorfindet“, frohlockte der Hausverwalter mit grimmiger Miene. Mitten in diese Aufregung platzte ein schlaksiger junger Mann, der lässig auf den VW zuschritt. Aha – der Besitzer!  Die Empörung der Hausbewohner machte sich lauthals Luft. „So eine Unverschämtheit. Was denken Sie sich nur, Sie….“ Der Mann aber hob beschwichtigend die Hände: „Bitte keine Aufregung, meine Herrschaften. Ich musste doch zuvor einen geeigneten Parkplatz für meinen Porsche finden.“ Dabei verbeugte er sich tief, und grinste so entwaffnend, dass alle Umstehenden in schallendes Gelächter ausbrachen. „Na so ein charmantes Schlitzohr“, entfuhr es einer Nachbarin, als der Verkehrssünder fröhlich hupend davon fuhr.<br />
</p>
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		<title>Was elektrisiert den Mann?</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 06:04:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen am 27. September im Hamburger Abendblatt Von Johanna R. Wöhlke Was elektrisiert einen richtigen Mann? Wer bei dieser Frage an Erotik denkt, kennt mich nicht. Das  ist mir langweilig, wenn es um ernsthafte Fragen geht – und hier geht es um ernsthafte Fragen, natürlich! Also: Was elektrisiert einen richtigen Mann? Schweigen? Ich gebe zu, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen am 27. September im Hamburger Abendblatt</p>
<p>Von Johanna R. Wöhlke</p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/Was-elektrisiert-den-Mann-27-9-2011-003.jpg"><img class="size-medium wp-image-11077 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/Was-elektrisiert-den-Mann-27-9-2011-003-300x272.jpg" alt=" " width="300" height="272" /></a></p>
<p>Was elektrisiert einen richtigen Mann? Wer bei dieser Frage an Erotik denkt, kennt mich nicht. Das  ist mir langweilig, wenn es um ernsthafte Fragen geht – und hier geht es um ernsthafte Fragen, natürlich! Also: Was elektrisiert einen richtigen Mann?</p>
<p>Schweigen? Ich gebe zu, es war eine etwas provozierende Frage, auf die ich nicht sofort eine Antwort erwarten kann. Heute habe ich zwar eine von einer Freundin bekommen, aber auch die war einigermaßen unzureichend. Sie berichtete davon, dass ihr Mann eine Art Elektroschocktherapie in abgemildeter Form erhalte. Die soll dazu beitragen, dass er wieder nervlich auf die Beine kommt.<span id="more-11075"></span></p>
<p>Die medizinischen Methoden entsprechen eben immer den modernen technischen Möglichkeiten. Wenn also elektrisieren im Sinne von stimulieren eine medizinische Methode sein soll, dann bitteschön! Wenn es hilft, dann bitteschön! Wenn es dazu beiträgt, dass dieser Mensch und Mann wieder auf die Beine kommt, dann bitteschön!</p>
<p>Allerdings gibt es auf die Frage, was einen richtigen Mann elektrisiere, noch andere Antworten. Die liegen ganz eindeutig im sportlichen Bereich. Der richtige Mann nämlich interessiert sich für Sport, nicht immer für richtigen Sport. Es darf auch Fernsehsportsein, ruhiger, bequemer und unterhaltsamer Fernsehsport!</p>
<p>Wenn ich es also genau bedenke, dann lautet die Antwort auf die Frage: Was elektrisiert einen richtigen Mann?: Sport in allen Formen &#8211;  im Fernsehen und in der Arena. Ist dann ein Mann, der sich nicht für Sport interessiert, ein halber Mann, ein Viertelmann, ein Dreiviertelmann – ein Achtelmann gar? Fragen über Fragen, die ich alle nicht beantworten kann.</p>
<p>Ich merke, dass ich mir zu Anfang eine zu schwere Frage gestellt habe, und gebe auf. Soll antworten, wer will, ich nicht. Ich lasse einfach mal ein überaus sympathisches Exemplar Mann zu Worte kommen: „Ich interessiere mich nicht für Sport. Ich bin nur ein halber Mann!“ Ein Mann, der fähig und in der Lage ist, sich selbst als „halb“ zu bezeichnen? Das kann nur ein ganzer Mann sein! Ganz schön elektrisierend.</p>
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		<title>Gartenarbeit macht glücklich!</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 07:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienenim Hamburger Abendblatt am 23. September 2011 Von Johanna R. Wöhlke Zurzeit ist das Glück in aller Munde. Eigentlich ist das Glück ja immer in aller Munde, zurzeit aber wie gesagt ganz besonders. Da trifft es sich gut, mit einem praktischen Beispiel aus dem Alltag aufwarten zu können, das einen klaren Blick darauf wirft, wann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienenim Hamburger Abendblatt am 23. September 2011</p>
<p>Von Johanna R. Wöhlke</p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/Gartenarbeit-macht-gl%C3%BCcklich-23-9-2011-001.jpg"><img class="size-medium wp-image-11033 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/Gartenarbeit-macht-gl%C3%BCcklich-23-9-2011-001-298x300.jpg" alt=" " width="209" height="210" /></a></p>
<p>Zurzeit ist das Glück in aller Munde. Eigentlich ist das Glück ja immer in aller Munde, zurzeit aber wie gesagt ganz besonders. Da trifft es sich gut, mit einem praktischen Beispiel aus dem Alltag aufwarten zu können, das einen klaren Blick darauf wirft, wann der Mensch wirklich glücklich ist. In diesem Fall ist der Mensch männlich und heißt Rolf.</p>
<p>Das mit dem Glück ging bei Rolf so: Er hatte sich entschlossen, im Garten zu arbeiten. Die Hecke musste geschnitten werden. Also war es kein freier Entschluss, sondern eher einer von denen, zu denen man gezwungen wird, man könnte auch verpflichtet wird sagen.<span id="more-11031"></span> Dies ist der Zeitpunkt, zu dem die Spinnen auftreten. In ihrem Netz bilden sie ein nicht sehr angenehmes Gegenüber und werden mit einem weit ausholenden Rundumschlag mit Hand und Arm entfernt. Dabei aber rutscht die Brille von der Nase und macht Rolf von einer Sekunde zur anderen fast blind.</p>
<p>Unser Gartenarbeiter muss also schweren Herzens aufgeben, die Hecke zu schneiden. Jetzt ist erst einmal Brille suchen angesagt. Aber die Brille will nicht so, wie Rolf gerne möchte. Eigentlich müsste sie vor seinen Beinen liegen, aber er findet sie nicht. Auch die herbeigerufene Ehefrau findet sie nicht. „Ich finde die Brille nicht ohne Brille!“, ist der verzweifelte Ausruf des gartenarbeitswilligen Mannes.</p>
<p>Beide suchen nun die Brille. Die Brille bleibt verschwunden.  Hatte ich überhaupt eine Brille auf? fragt Rolf sich verzweifelt und wird immer unglücklicher. Er zweifelt an sich selbst. Er vertagt. Er vertagt auf den nächsten Tag.</p>
<p>Der nächste Tag bringt die erhoffte Wende. Das Ehepaar geht noch einmal Hand in Hand an den Ort des Geschehens und siehe da: Die Brille liegt im wuchernden Immergrün am Boden vor ihnen. Wo war sie gestern? Wie kommt sie wieder hierher? Rolf ist wieder glücklich und fragt nicht viel, Hauptsache, er kann wieder sehen und spart sich den Weg zum Optiker.</p>
<p>Was sagt uns dieses Beispiel? Das Glück ist ungerecht. Es ist nie für alle gleich zu haben. Mal beglückt es den Brille verlierenden Gartenarbeiter und mal den Optiker. Fälle, in denen der Brille verlierende Gartenarbeiter auch gleichzeitig Optiker ist, scheinen selten zu sein…<br />
</p>
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		<title>Einfühlsame Männer</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 06:49:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Glosse]]></category>
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		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt am 21. September 2011 von Johanna R. Wöhlke Wenn der Mensch verliebt ist, neigt er dazu, ins Kindliche abzugleiten. Das ist normal. Zum Beispiel füttern sich verliebte Paare gegenseitig, wie Mütter ihre Kinder füttern. „Ich füttere Dich“, das bedeutet so viel wie: „Ich sorge mich um Dich, ich will Dir etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt am 21. September 2011</p>
<p><em>von Johanna R. Wöhlke</em></p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6212.jpg"><img class="size-medium wp-image-10973 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6212-291x300.jpg" alt=" " width="184" height="189" /></a></p>
<p>Wenn der Mensch verliebt ist, neigt er dazu, ins Kindliche abzugleiten. Das ist normal. Zum Beispiel füttern sich verliebte Paare gegenseitig, wie Mütter ihre Kinder füttern. „Ich füttere Dich“, das bedeutet so viel wie: „Ich sorge mich um Dich, ich will Dir etwas Gutes tun. Du bist mir wichtig.“ Beim nächsten Restaurantbesuch einfach mal darauf achten. Diese Paare sind immer jung verliebt!<span id="more-10971"></span></p>
<p>Aber es ist nicht nur diese archaische Form der Sorge, die Verliebte auszeichnet. Sie geben sich auch recht eigenartige Namen. Erinnern Sie sich oder sind Sie gerade in der Phase des Namengebens für eine geliebte und angehimmelte Person? Welche Vielfalt an Namen ist uns allen schon begegnet, „Schatz“ ist dabei noch die harmlose Form. „Liebling“ könnte auch weit verbreitet sein. Ich erinnere auch, „Bärchen“ gehört zu haben oder  „Zuckerschnute“, „Kleines“, „Püppchen“, „Karlinchen“, „Mausezahn“, „Teufelchen“, „Rosenblättchen“ – sogar „Mistkäfer“, alles dies mehr oder weniger männlich oder weiblich wirkende Kosenamen.</p>
<p>Nun kommen Liebespaare ja manchmal auch in die Jahre miteinander und dann ist das nicht mehr so dringend mit dem archaischen Füttern bei Tisch und im Restaurant. Es könnte sein, das hat sich dann auf die Kinderlein verschoben und der gemeinsame Alltag erfordert „Fütterungen“ anderer Art, wie das Leben halt so spielt. Schön ist es aber, wenn dann immer noch das eine oder andere Mal so etwas wie ein Kosenamen auftaucht, über den man schmunzeln kann.</p>
<p>Dieses Erlebnis hatte ich neulich. Ich werde es nicht vergessen. In angeregt plaudernder Runde saßen wir zusammen. Da stand ein älterer Herr auf, erklärte dass er nun gehen müsse. Er sagte allerdings nicht einfach so, dass er gehen müsse. Er sagte: „So, nun wird es Zeit, wieder zu meiner Leidensfähigen nach Hause zu fahren.“ Dabei lächelte er verschmitzt. „Sie leidet unter Dir?“, war die Frage. Die Antwort war wieder ein verschmitztes Lächeln. Ist es nicht wunderbar, dass es immer wieder so einfühlsame Männer gibt!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Alles Käse oder was?</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 15:04:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt am 19. September 2011 Von Johanna R. Wöhlke Was wäre der Mensch ohne Käse? Er wäre ein Nichts -  nun ja, nicht ganz. Zumindest aber wäre er total käselos, man könnte auch sagen käsefrei und – wer von uns möchte schon käselos und käsefrei sein! Der wichtigste Griff an einem gemütlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt am 19. September 2011</p>
<p><em>Von Johanna R. Wöhlke</em></p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/digitaler-K%C3%A4se-006.jpg"><img class="size-medium wp-image-10951 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/digitaler-K%C3%A4se-006-263x300.jpg" alt=" " width="184" height="210" /></a></p>
<p>Was wäre der Mensch ohne Käse? Er wäre ein Nichts -  nun ja, nicht ganz. Zumindest aber wäre er total käselos, man könnte auch sagen käsefrei und – wer von uns möchte schon käselos und käsefrei sein!</p>
<p>Der wichtigste Griff an einem gemütlichen Abend – noch vor dem Knie einer schönen Frau – ist der Griff zum Käse, wenn der Rotwein dabei nicht fehlt. Das hörte ich neulich aus männlichem Mund. Ist ohne Käse alles nur halb so schön? Dieser Vertreter des männlichen Geschlechtes scheint das zu glauben. Gut für den Käse, traurig für die Frauen…<span id="more-10950"></span></p>
<p>Wenn wir weiter über die wundersamen Wirkungen und Freuden von Käse sinnieren, dann kann aber auch eines nicht unerwähnt bleiben: Wie die zwei Seiten einer Medaille gut und böse sind, so ist es auch beim Käse. Wir lieben und entbehren ihn und nennen ihn doch gleichzeitig in Zusammenhang mit etwas Schlechtem, das uns widerfährt oder es einfach nur ist. Wir sagen: So ein Käse! Jeder weiß, was damit gemeint ist.</p>
<p>Dinge, die wir oder andere tun, können so geraten, dass wir sie als Käse bezeichnen, sie können, sie können immer! Deshalb zum Beispiel wird es auch nicht mehr lange dauern, und man wird von digitalem Käse reden. Dieser Begriff wird in den Duden und die Wörterbücher der Welt eingehen. Diese moderne Erscheinungsform könnte man im Zuge der modernen gebräuchlichen Abkürzungsmode dann mit „dk“ abkürzen. Achtung also: Wenn Ihnen demnächst unter einer email oder einer Mitteilung über facebook das Kürzel „dk“ begegnet, dann haben Sie digitalen Käse geschrieben!</p>
<p>Wenn ich ein Käse wäre und eine Seele hätte, stürzte mich das in arge Nöte. Wahrscheinlich wäre der nächste Weg der zu einem Käsepsychologen und der Bitte, mich zu beraten. Wenn der dann vorschlüge, das bei einem Glas Rotwein zu tun, wäre wahrscheinlich schnell alles wieder in Ordnung und auch die Käseseele wieder gesund. Die Welt ist, wie sie ist. Käse jeder Art ist immer gut mit viel Rotwein zu verdauen!</p>
<p>&nbsp;<br />
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		<title>Ablenkung unter der Decke</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/09/ablenkung-unter-der-decke/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 06:44:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Glosse erschien am 10. September 2011 unter der Rubrik „Moment mal“ im Hamburger Abendblatt Von Uta Buhr Diese Zahnarztpraxis ist eine Mischung aus Reisebüro und Zauberladen. An den Wänden prangen stimmungsvolle Fotos von nahen und fernen Urlaubszielen. Wer träumt sich an diesen trüben und regnerischen Sommertagen nicht gern an einen Strand im sonnigen Süden! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Glosse erschien am 10. September 2011 unter der Rubrik „Moment mal“ im Hamburger Abendblatt</p>
<p><em>Von Uta Buhr</em></p>
<p>Diese Zahnarztpraxis ist eine Mischung aus Reisebüro und Zauberladen. An den Wänden prangen stimmungsvolle Fotos von nahen und fernen Urlaubszielen. Wer träumt sich an diesen trüben und regnerischen Sommertagen nicht gern an einen Strand im sonnigen Süden!</p>
<p>Selbst Kinder, die kurz zuvor noch angsterfüllt vor der Tür zur Praxis standen, bekommen leuchtende Augen. So hoch gestimmt öffnet jeder dem netten Zahnarzt bereitwillig den Mund.<span id="more-10706"></span></p>
<p>Ehe der vor dem surrenden Bohrer wieder zuklappt, fordert er den Patienten auf: „Bitte einmal an die Decke schauen.“ Und jetzt hat der Mann im weißen Kittel leichtes Spiel. Denn der Faszination des riesigen Posters da oben kann sich nun wirklich keiner entziehen.</p>
<p>Da kreuzen Wikingerschiffe auf azurblauen Meereswellen, blitzen die Schwerter bärtiger Mannen in der Sonne. Den feinen weißen Sandstrand in der Ferne meint man unter den Füßen zu spüren…</p>
<p>„Sie können den Mund jetzt wieder schließen.“ Die Stimme kommt von ganz weit her und reißt mich aus einem herrlichen Traum. „Nächstes Mal behandele ich Sie in Raum 2. Da gibt es ein ganz besonders schönes Deckengemälde“, schmunzelt der Arzt. Ob Sie es nun glauben oder nicht: Ich freue mich schon heute auf meinen nächsten Termin Anfang Oktober.</p>
<p>&nbsp;<br />
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		<title>Männliche Sehnsucht</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/09/mannliche-sehnsucht/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 14:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt am 2. September 2011 Jetzt bin ich mir nicht mehr so ganz sicher, ob ich in das Klagelied über den verregneten Sommer weiterhin mit einstimmen sollte. Es gab da nämlich ein Gespräch. Das war ein Gespräch mit einem lieben und männlichen Kollegen, dem ich bislang so ohne weiteres nicht zugetraut hätte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt am 2. September 2011</p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/maennliche-Sehnsucht.jpg"><img class="size-medium wp-image-10637 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/maennliche-Sehnsucht-300x276.jpg" alt=" " width="210" height="193" /></a></p>
<p>Jetzt bin ich mir nicht mehr so ganz sicher, ob ich in das Klagelied über den verregneten Sommer weiterhin mit einstimmen sollte. Es gab da nämlich ein Gespräch. Das war ein Gespräch mit einem lieben und männlichen Kollegen, dem ich bislang so ohne weiteres nicht zugetraut hätte, ein gefühlsschwangeres Wort in den Mund zu nehmen – dieses Wort lautet Sehnsucht!</p>
<p>Ja, er bekannte sich, Sehnsucht zu verspüren. Es geschah wie gesagt im Zusammenhang mit einem Gespräch über den verregneten Sommer. Das hätte mich stutzig machen sollen, ich weiß. Denn er sprach nicht von Sehnsucht nach der Sonne, nach der Liebe, nach all so schönen Dingen – er sprach von der Sehnsucht, nun doch endlich einmal den Rasen mähen zu können! Sie haben richtig gelesen: <span id="more-10634"></span>Ein Mann redet von der Sehnsucht danach, endlich wieder einmal seinen Rasen mähen zu können.</p>
<p>So weit hat es der verregnete Sommer gebracht. Er bringt unsere Männer zum sehnsuchtsvollen Träumen danach, ihren Pflichten in Sachen Gartenarbeit nachkommen zu können. Sonst – ich erinnere mich – haben sie das eher von sich gewiesen und nicht mit Hochstimmung und Sehnsucht reagiert, wenn es darum ging, dem heimischen Rasen ein stets schön rasiertes Äußeres zu gewährleisten.</p>
<p>Frauen, wollen wir ein Fazit ziehen? Wollen wir in ein Loblied auf den verregneten Sommer ausbrechen und uns über diese neuen Gefühlsausbrüche unserer Männer freuen? Sie meinen, es sei nur einer gewesen, das gelte nicht für alle? Na ja, irgendwie sind sie doch alle gleich…</p>
<p>&nbsp;<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Eine Frage der Soße</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 06:23:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt am 23. August 2011 Von Johanna R. Wöhlke Ich erinnere mich an Fernsehsendungen aus meinen Jugendtagen, in denen Paare beweisen mussten, wie gut sie sich kennen. Das waren nicht nur Liebespaare oder Ehepaare. Das waren auch Freunde und Eltern und Kinder. Die Idee fand ich gleichermaßen gut wie entlarvend: In Spielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt am 23. August 2011</p>
<p><em>Von Johanna R. Wöhlke</em></p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/08/eine-Frage-der-So%C3%9Fe-23.8.2011-0041.jpg"><img class="size-medium wp-image-10186 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/08/eine-Frage-der-So%C3%9Fe-23.8.2011-0041-300x264.jpg" alt=" " width="210" height="185" /></a></p>
<p>Ich erinnere mich an Fernsehsendungen aus meinen Jugendtagen, in denen Paare beweisen mussten, wie gut sie sich kennen. Das waren nicht nur Liebespaare oder Ehepaare. Das waren auch Freunde und Eltern und Kinder. Die Idee fand ich gleichermaßen gut wie entlarvend: In Spielen und Fragen miteinander festzustellen, wie genau man dem anderen zuhört, ihn wahrnimmt, kennengelernt hat und vor allem – überhaupt kennenzulernen in der Lage ist!<span id="more-10184"></span></p>
<p>Seien wir ehrlich: Wie oft liegen wir daneben mit unserer Meinung über andere, schätzen falsch ein, fällen Urteile, liegen einfach total daneben. Dann wiederum ist alles klar und einfach und wir sind uns sicher: Diesen Menschen kennen wir, wie er wirklich ist! Wenn allerdings jemand nicht will, dass irgendeiner etwas über ihn weiß, dann hüllt er sich in geheimnisvolles Schweigen über sich. Das kann sehr spannend sein, denn das macht  immer neugierig. Meine Herren: Das ist eine sehr durchtriebene Art, sich bei den Damen interessant zu machen, aber das nur nebenbei und mit einem leichten Lächeln geschrieben.</p>
<p>Das Paar, von dem ich nun erzählen will, kennt sich ziemlich gut, so scheint es. Es bestand nämlich den Soßentest auf meiner Terrasse. Sie fragen zu recht: Soßentest? Ja, der geht ganz einfach: Sie lieben Soßen über alles, Ihr Partner nicht. Sie sind bei Freunden zum Essen eingeladen. Ihr Partner oder Ihre Partnerin, wie auch immer, bemerkt auf einem Blick, dass es für einen kräftigen Nachschlag in Sachen Soße nicht reichen wird. Was geschieht also? Ihr Partner nimmt sich eine große Portion Soße und bedient Sie mit einer großen Portion Soße. Als Sie keine mehr haben, wechseln Sie einfach die Teller. NUN haben Sie die doppelte Portion, die Sie so gerne essen!</p>
<p>Fazit: Liebe erweist sich natürlich immer im Alltag: Wer den Soßentest kennt und besteht, wird spielend auch jedes andere Problem meistern! Das ist so klar  &#8211; wie Kloßbrühe!</p>
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		<title>Die modernen Großväter</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Aug 2011 11:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt am 20./21. August 2011 Von Johanna R. Wöhlke Irgendwann ist es soweit: Der Mann wird älter. Das scheint ein sehr glücklicher Umstand zu sein, denn das Älterwerden bedeutet ja immer auch ganz einfach und simpel: Wir sind noch da und leben! Wer wollte sich darüber nicht freuen. Der Mann also wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt am 20./21. August 2011</p>
<p><em>Von Johanna R. Wöhlke</em></p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/08/oparieren-20-08-2011-004.jpg"><img class="size-medium wp-image-10167 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/08/oparieren-20-08-2011-004-300x210.jpg" alt=" " width="300" height="210" /></a></p>
<p>Irgendwann ist es soweit: Der Mann wird älter. Das scheint ein sehr glücklicher Umstand zu sein, denn das Älterwerden bedeutet ja immer auch ganz einfach und simpel: Wir sind noch da und leben! Wer wollte sich darüber nicht freuen. Der Mann also wird älter und damit automatisch irgendwie zum -  Opa!</p>
<p>Großvater, das ist ja eigentlich ein Begriff, der sich mit einem ganz festen und sicheren Inhalt füllen lässt, denn der glücklich älter gewordene Mann bekommt dann eine „Verjüngungsspritze“ besonderer Art. Die könnte man so beschreiben: Zuerst liegt sie in der Wiege herum, dann krabbelt sie auf allen Vieren, beginnt zu gehen und zu laufen – und ist ein fester Bestandteil des neuen Großvaterlebens. Mit anderen Worten: Großväter haben Enkelkinder!<span id="more-10164"></span></p>
<p>Im Allgemeinen wird es auch so sein, dass Großväter ihre Enkelkinder lieben. Schließlich sind sie ja „Ableger“ des eigenen Lebens und stellen eine ganz neue Lebensmischung dar, in der ein Mann sich vielleicht wiedererkennen und auf neue Weise durch die Natur gespiegelt erleben könnte.</p>
<p>In unseren Zeiten allerdings hat die Jugend auch vor den Großvätern nicht halt gemacht. So einen habe ich vor Augen – Ende fünfzig und noch gar nicht wie ein Großvater aussehend und wirkend! Flott und flink wieseln da aber zwei kleine Jungen um ihn herum und haben ihre Freude daran, ihn richtig in Anspruch zu nehmen – und auch das übliche Klischee wird erfüllt: Dieser Opa repariert für die beiden Jungs, was es zu reparieren gibt, denn dieser Opa ist ein Ingenieur, dem bekanntlich nichts zu „schwör“ ist.</p>
<p>Allerdings haben die beiden kleinen Kerle einen neuen Begriff kreiert, der nun auch an dieser Stelle Furore machen wird: Dieser Opa repariert nicht! Dieser Opa opariert! Ich finde, das passt viel, viel besser. Bravo Jungs, ihr seid Spitze! Na dann, Opa, opariere mal schön!</p>
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		<title>Alte Tugend neu entdeckt</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 08:31:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt am 17. August 2011 Eine Glosse von Uta Buhr „Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“, texteten wir noch in Schulzeiten, wenn einer der Klassenkameraden mal wieder die Regeln des Anstands verletzte. Das hieß in der „guten alten Zeit“ der fünfziger und sechziger Jahre zum Beispiel noch, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt am 17. August 2011</p>
<p>Eine Glosse von Uta Buhr</p>
<p>„Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“, texteten wir noch in Schulzeiten, wenn einer der Klassenkameraden mal wieder die Regeln des Anstands verletzte. Das hieß in der „guten alten Zeit“ der fünfziger und sechziger Jahre zum Beispiel noch, dass er sich einen Bleistift ausgeliehen oder sich auf den angestammten Platz eines anderen gesetzt hatte, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen.</p>
<p>Doch was sind diese „Sünden“ im Vergleich zu den rüden Sitten unserer Tage! Da wird gerempelt und geschubst, da wird in öffentlichen Verkehrsmitteln hemmungslos gegähnt und geniest, ohne dass das Gegenüber auch nur im Traum daran dächte, die Hand vor den Mund zu halten. Doch all dies soll ja nun bald der Vergangenheit angehören. Man benimmt sich wieder, lautet die Parole. Rücksichtslosigkeit und Unhöflichkeit haben ihren Zenit überschritten, erzählte mir gerade eine befreundete Lehrerin, die ihre Schüler auf die alten Tugenden einstimmt. Und das mit Erfolg, wie sie stolz berichtet. „Das Pendel schlägt jetzt wieder in die andere Richtung“, erklärt sie. „ Gutes Benehmen ist in.“<span id="more-10138"></span></p>
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<p>Die ersten zarten Triebe dieses neu erwachten Bewusstseins durfte ich jüngst in einer Arztpraxis erleben. Eine gebeugte alte Dame versuchte verzweifelt in ihren Mantel hinein zu kommen. Im Wartezimmer saßen vorwiegend junge Leute, die gelangweilt vor sich hinstarrten oder in irgendwelchen Zeitschriften blätterten.</p>
<p>Ein weißhaariger Herr um die achtzig erhob sich schwerfällig, humpelte zum Garderobenständer und half der Dame galant in den Mantel. Allgemeines Staunen war die Folge. Der große Blonde mit der roten Baseballkappe stieß seinen Nachbarn an: „Echt cool, Olli“, meinte er, „das ist noch alte Schule. Da hättest du auch drauf kommen können.“ Und ehe ich mich versah, sprang Olli auf, öffnete der alten Dame die Tür und riet ihr noch besorgt: „Gehen Sie aber schön vorsichtig, damit Sie nicht ausrutschen. Is nämlich verdammt rutschig draußen. Wegen dem vielen Regen.“ Echt cool!<br />
</p>
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