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	<title>Die Auswärtige Presse e.V. &#187; Gesellschaft</title>
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	<description>Internationale Journalistenvereinigung Hamburg</description>
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		<title>Gefahr von Rechts bleibt vorhanden</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 14:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen in gekürzter Form im Hamburger Abendblatt am 30. Januar 2012 Von Johanna R. Wöhlke Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus Die „Initiative Gedenken in Süderelbe“ lud zu Erinnerungsgang und Diskussion ein. Referent: Dr. Manfred Murck, Leiter des Hamburger Landesamtes für Verfassungschutz „Wir gedenken der Frauen aus dem KZ-Außenlager Neugraben und der wenigen mutigen Menschen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen in gekürzter Form im Hamburger Abendblatt am 30. Januar 2012</p>
<p>Von Johanna R. Wöhlke</p>
<p><strong>Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus</strong><br />
Die „Initiative Gedenken in Süderelbe“ lud zu Erinnerungsgang und Diskussion ein.<br />
Referent: Dr. Manfred Murck, Leiter des Hamburger Landesamtes für Verfassungschutz</p>
<div id="attachment_13026" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/02/Vor-dem-Gedenkstein-klein.jpg"><img class="size-medium wp-image-13026" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/02/Vor-dem-Gedenkstein-klein-300x180.jpg" alt=" " width="300" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Vor dem Gedenkstein</p></div>
<p>„Wir gedenken der Frauen aus dem KZ-Außenlager Neugraben und der wenigen mutigen Menschen, die ihnen geholfen haben.“ Mit diesen Worten begann Pastorin Bettina von Thun von der Michaelisgemeinde in Neugraben ihre Rede an der Gedenktafel vor dem Bürgeramt Neugraben.</p>
<p>Etwa dreißig Neugrabener hatten sich auf Einladung der Initiative „Gedenken in Süderelbe“ wie in jedem Jahr  dort eingefunden, um am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus ein Gebinde abzulegen, der immer am 27. Januar begangen wird, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945.<span id="more-13018"></span></p>
<p>Hinter ihnen lag an diesem Vormittag schon eine Stunde Weges in der Kälte des an diesem Freitagmorgen unerwartet eingebrochenen Winters im Schnee und Frost zu drei Stationen im Neugrabener Zentrum. Die Frauen des Lagers mussten  dort selbst im Winter in leichten Sommeroveralls arbeiten, den ganzen Tag ohne Essen und Wasser. Sie wurden unter den unmenschlichsten Bedingungen beim Siedlungsbau eingesetzt.</p>
<p>Von einigen Neugrabenern aber erfuhren sie Hilfe: einen Teller Suppe, Kleidung, Wolle, Kartoffeln, dicken süßen Brei, Schuhe für die erfrorenen Füße, gute Worte, einen Gang zur Toilette, um nicht die Notdurft zwischen Bäumen und Büschen zu verrichten, wie es sonst geschah. Das alles geschah mit Angst vor den Wächtern und der körperlichen und psychischen Belastung der schweren Zwangsarbeit: „Wieviel Stunden wir arbeiteten, wussten wir nicht; am Vorabend gingen wir zu Fuß nach Neugraben. Abends bekamen wir einen Schöpflöffel Suppe &#8211; nach menschlichem Gutachten ungenießbar &#8211; welche wir mit unseren Tränen salzten und eine Schnitte Brot – womöglich steinhart“, erinnert sich Helena B. in ihren Aufzeichnungen.</p>
<p>Die Teilnehmer des Rundganges hörten an allen Stationen Texte aus dem Leben der Frauen, die sie selbst danach aufgeschrieben hatten und in denen sie ihre schrecklichen Erlebnisse beschreiben, aber gleichzeitig auch erzählen, wie ihnen von einigen wenigen geholfen wurde.</p>
<p>Eine andere Gefangene, Helena B. schrieb: „Einen Lichtpunkt während meiner zweieinhalbjährigen Konzentration der Nazi- Deutschen will ich hinzufügen, was lebenswichtig für uns war in der irdischen Hölle von der SS Zeit: im November – Dezember bis anfangs Jänner – bis wir nach Tiefstack gingen – hatten wir einen Polier, Hermann Rose, Harburg – als Aufsichtsperson, der unter größter Gefahr für ihn – uns im Regen in die Bude schickte und nur, wenn er von der Ferne einen SS sah, zu uns sagte „schnell an die Arbeit!“ Hermann war ein älterer Herr; sehr oft morgens brachte er uns warmen Kaffee und manchmal auch etwas Brot &#8211; er hatte ja auch nur seine Zuteilung. Ich persönlich versprach ihm: Falls ich vielleicht doch überlebe diese Hölle, so werde ich ihn zu uns einladen, und es geschah vom ersten Geld der Wiedergutmachung, kaufte ich bei der Zim-Schiffsgesellschaft ein Billet für beide Reisen: hin und zurück und sandte es ihm ein. Er war bei uns in Israel 3 Monate&#8230;“</p>
<p>Weitere Namen hilfsbereiter Menschen sind Familie Storm, die ein Gemüsegeschäft betrieb; ein altes Ehepaar am Scheideholzweg; die beiden Mitarbeiter Rose und Stankowitz der Firma Prien und deren Baubaracken.</p>
<div id="attachment_13021" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/02/Gruppenbild-klein.jpg"><img class="size-medium wp-image-13021" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/02/Gruppenbild-klein-300x241.jpg" alt="" width="300" height="241" /></a><p class="wp-caption-text">:Pastorin Bettina von Thun und Andreas Winter ( Vorsitzender des Pfarrgemeinderates der katholischen Heilig Kreuz Gemeinde) sowie Eberhard Reinhard ( Mitglied des Pfarrgemeinderates der katholischen Heilig Kreuz Gemeinde) hatten Dr. Manfred Murck als Referenten für ihre Veranstaltung gewinnen können.</p></div>
<p>Dem morgendlichen Rundgang schloss sich eine Abendveranstaltung im Gemeindehaus der Michaeliskirche an. Zum Thema &#8220;Wehrhafte Demokratie. Was können wir als Bürgerinnen und Bürger gegen die Gefahr von Rechts tun?“ hatte die Initiative „Gedenken in Süderelbe“ zu einem Vortrag und Gespräch mit Dr. Manfred Murck, dem Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz, Hamburg, eingeladen.</p>
<p>Um es vorweg zu nehmen: Aus den geplanten zwei Stunden wurden drei und auch danach waren noch nicht alle Fragen beantwortet.  Murck erläuterte zuerst  die Entstehungsgeschichte des Verfassungsschutzes seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland und seine verfassungsmäßige Basis. Sie beruht auf dem Prinzip der wehrhaften Demokratie des Grundgesetzes und dem darauf basierenden Prinzip, dass die Liberalität der Verfassung und des Staates nicht von innen heraus ausgehöhlt und zerstört werden darf. Wer in seinen Bestrebungen und Aktivitäten gegen das Grundgesetz und seine Werte agiert, darf vom Verfassungsschutz  beobachtet werden, um Informationen zu sammeln, mehr nicht.</p>
<p>So wurden zum Beispiel schon 1952 die Sozialistische Reichstpartei verboten, die sich als Nachfolgeorganisation der NSDAP verstand. Im Jahre 1956 folgte mit dem Verbot der KPD das zweite Parteienverbot der Bundesrepublik auf der Basis des Prinzips der wehrhaften Demokratie. In diesen und vergleichbaren Fällen können die Informationen des Verfassungsschutzes dazu beitragen, Gerichtsentscheidungen zu stützen.</p>
<p>Mit Bedauern diskutierten die Teilnehmer die Tatsache, dass nach der Zeit des Hitler-Regimes das rechtsradikale Gedankengut nicht verschwunden ist, in Deutschland und Europa gleichermaßen. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung werden diesem Gedankengut zugerechnet, zehn Prozent einem relativ geschlossenen rechtsextremem Weltbild. Murck: „Die Gedanken und Köpfe waren ja nicht weg.“ Die Hoffnung darauf wurde 1964 mit der Gründung der NPD zerschlagen, die zuerst nennenswerte Wahlerfolge hatte, dann aber doch wieder aus „der Taktung der Republik verschwand“.</p>
<p>Das was zu Beginn der Nachkriegszeit mit „Neonazis“ beschrieben werden konnte, Menschen also, die sich bewusst in der Nachfolge der NSDAP sahen, wechselte im Laufe der Jahre, so Murck, in die Fraktion der „ewig Gestrigen“ und „Revisionisten“ und bezog Jugendliche mit ein, die keine Erfahrung mit der Geschichte des Nationalsozialismus hatten. Hier waren wie auch bis heute junge Männer die Träger des aktiven Teils dieser Gruppierungen. Man schätzt, dass um die 2o Prozent der jungen Männer anfällig für extrem rechtes Gedankengut sind, deren politische Kultur und soziale Grundierung die der Verlierer ist aber auch im bürgerlichen Lager Unterstützung findet, ohne dass dies zu öffentlichen Aktionen führt.</p>
<p>Die liberale Auslegung des Versammlungsrechtes gibt diesen Gruppen Spielräume, sich zu treffen. Sie haben ihre Organisationsformen verlegt, agieren nicht mehr in Vereinen und Parteien, sondern sogenannten „Kameradschaften“. Die Vernetzung durch die Möglichkeiten der modernen Technik fördert dies. Das Internet macht klassische Strukturen überflüssig. Murck: „Die Leugnung des Holocaust steht unter Strafe. Aber das Versammlungsrecht erlaubt das Aufmarschieren. Das nutzen diese Gruppierungen für sich aus.“ War es bei den Nazis und Neonazis unter anderem die Idee des „Volkes ohne Raum“, so ist es bei diesen modernen Gruppierungen die Idee des „unseren Raum freihalten von Fremdem“, die ihren Aktivitäten zugrunde liegt.</p>
<p>Die Weiterentwicklung rechtsextremen Gedankengutes ist demnach nicht aufzuhalten, eine bittere Erkenntnis dieses Abends. Die „moderne“ Ausprägung in der Form sogenannter „ Autonomer Nationalisten“, die einem „arischen Herrenmenschentum“ das Wort reden, prägt das Bild. Hier spielen Faktoren hinein wie bestimmte Musik als Radikalisierungsmechanismus oder martialische Auftritte, die mit Fremdenhass gepaart sind, der sich zunehmend auch antiislamisch zeigt.</p>
<p>Murck: „Gewalttaten bewegen sich im Promillebereich, sind aber natürlich öffentlichkeitswirksam.“ Der Hamburger Verfassungsschutz legt in seinem jährlichen Bericht für alle offen, welche Gruppen von ihm beobachtet werden. Dazu gehören seit den Ereignissen des 11. September auch Aktivitäten radikaler Islamisten, die die Scharia als Rechtsgrundlage ihrer Aktivitäten hier behaupten.</p>
<p>Fazit eines in all seinen Fragen und Antworten nur anzureißenden Abends: Die Makroebene der Gesellschaft reagiert nur sehr träge und zähflüssig und muss darauf setzen, dass dies ein Generationenwerk ist und bleibt. Murck: „Ich glaube an diese Demokratie. Einfache Lösungen bleiben immer attraktiv, aber treffen nicht die komplexe Wirklichkeit.“</p>
<p>Fotos: Wöhlke<br />
</p>
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		<title>Deutschlands erstes Krimihotel</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 09:26:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hotels]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Artikel erschien bereits in folgenden Medien: Rheinische Post am 10. September 2011, Schleswig-Holstein am Sonntg (SaS) am 12. Dezember 2012 und  PAZ am 31. Dezember 2011 RENDEZVOUS MIT JAMES BOND UND DERRICK IN DEUTSCHLANDS ERSTEM KRIMIHOTEL Von Uta Buhr Oh schaurig ist’s, durch die Eifel zu wandern, möchte man angesichts der zahlreichen Krimis mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Artikel erschien bereits in folgenden Medien: Rheinische Post am 10. September 2011, Schleswig-Holstein am Sonntg (SaS) am 12. Dezember 2012 und  PAZ am 31. Dezember 2011<br />
<strong> RENDEZVOUS MIT JAMES BOND UND DERRICK IN DEUTSCHLANDS ERSTEM KRIMIHOTEL</strong><br />
<em> Von Uta Buhr</em></p>
<div id="attachment_12933" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4016_600x600_710KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12933" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4016_600x600_710KB-225x300.jpg" alt=" " width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das Krimihotel</p></div>
<p>Oh schaurig ist’s, durch die Eifel zu wandern, möchte man angesichts der zahlreichen Krimis mit Eifeler Lokalkolorit ausrufen. Beim Lesen der spannenden Romane Jacques Berndorfs besteht laut Aussagen von Experten geradezu Suchtgefahr. Hobbydetektiv Siggi Baumeister, der die zum Teil grausigen Mordfälle zwischen geheimnisvollen Maren und verträumten Ortschaften mit Verstand und einer gehörigen Portion Humor löst, ist heute in aller Munde und sein geistiger Vater ein weit über die Landesgrenzen hinaus berühmter Autor.</p>
<p>Was lag da näher, als am Ort der fiktiven Verbrechen eine Eifel-Krimilandschaft zu erschaffen!  Hillesheim, ein romantischer, gerade einmal 2 800 Seelen zählender Ort mit mittelalterlicher Stadtmauer und berüchtigtem Hexenturm bot sich als Standort für das erste Krimihotel Deutschlands an. Das Gebäude an der Ecke der Hauptstraße mit <span id="more-12929"></span>verschnörkelter Fassade,  Erkern und Türmchen ist ein Déjà-vu für jeden Krimifan. Es erinnert auf Anhieb an das düstere Haus des Norman Bates aus Alfred Hitchcocks Kultschocker „Psycho.“ Einen jeden, der die knarrenden Holzstufen hinaufsteigt und die langen dunklen Gänge entlang schreitet, erfasst ein wohliger Schauder. „Das ist ja nur der Einstieg“, schmunzelt Hoteldirektor Christoph Böhnke und öffnet die Tür zu seiner Linken. Altmodische Tischlämpchen verströmen rosiges Licht, und aus dem Off erklingt jene Melodie, die stets die filmischen Abenteuer von Jane Marple ankündigt. Im „Miss Marple Zimmer“ ist alles so hergerichtet, als habe Agatha Christies Meisterdetektivin gerade den Raum verlassen. Schlapphut und Handschuhe liegen lässig auf dem riesigen Ohrensessel, und am Chippendale-Tischchen lehnt ihr Golfschläger. Die übrigen Zimmer sind nicht minder stilgerecht ausgestattet. Während sich neben James Bonds Bett eine laszive Blondine im goldenen Bikini räkelt, prangt bei Derrick ein gigantisches Foto des Hauptdarstellers Horst Tappert an der Wand. Und in Zimmer 33 hält „Der Pate“ Hof. Marlon Brandos düsterer Blick ruht auf dem Betonfuß neben der Tür, mit dem abtrünnige Mafiosi erbarmungslos in den Tiefen eines Hafenbeckens oder Sees „entsorgt“ wurden. Nach dieser Besichtigungstour tut ein Gin Tonic gut, der vor dem flackernden Kaminfeuer im herrlich plüschigen Salon eingenommen wird, bevor der Küchenchef zum 4-Gang Krimidinner bittet. Wie wäre es heute mit der „Verdächtigen Spur“ aus Perlhuhnbrust und Süßholzsoße, gefolgt von Poirots Lieblingsdessert mit geeisten Erdbeeren? Zu bestimmten Terminen werden die Menüs zur Freude des Publikums von Lesungen bekannter Krimiautoren begleitet.</p>
<div id="attachment_12936" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4024_600x600_710KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12936" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4024_600x600_710KB-225x300.jpg" alt=" " width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das historische Hillesheim</p></div>
<p>Wer die erste Nacht im Krimihotel lebend überstanden hat, begibt sich am nächsten Tag mit Dane Spur, einer besonders ausgebufften Ermittlerin, auf die Fährte lokaler Verbrechen, die Jacques Berndorf erdacht hat. Ralf Kramp, ein inzwischen nicht minder bekannter Autor, ist auch  von der Partie. Die Tour führt kreuz und quer durch das Städtchen, vorbei an schönen alten Häusern im Windschatten der wehrhaften Stadtmauer, zu Siggi Baumeister und Herbie Feldmann, den Protagonisten der Eifel-Krimis, die mit ihren Spürnasen bislang jede böse Tat in der Region aufgedeckt haben. Welches Verbrechen wurde am Brunnen auf dem Marktplatz begangen, will Dane Spur, alias Brunhilde Rings, von ihren Gästen wissen.</p>
<div id="attachment_12939" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4017_600x600_710KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12939" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4017_600x600_710KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Spürnase Dane Spur und ihre Gäste</p></div>
<p>Hier sind die kleinen grauen Zellen der Gäste gefragt, die voller Begeisterung ihren Fragebogen ausfüllen. Ein großer Spaß  für alle  krimierprobten Teilnehmer, zumal die Chefermittlerin zuvor Passagen aus den Werken von Jacques Berndorf und Ralf Kramp verlas, in denen die Lösungen versteckt sind. Am Ende der Führung landet die Gruppe im „Kriminalhaus“, wo sich auch das „Café Sherlock“ befindet. Dieses urige Lokal verbindet auf reizvolle  Art die typischen Merkmale eines englischen Pubs mit denen eines  viktorianischen Tearooms. Gleich nebenan prunkt Hillesheim mit dem Deutschen Krimi-Archiv, das an die 26 000 Bände Krimiliteratur umfasst. Ein El Dorado für Liebhaber spannender Lektüre, die hier nach Herzenslust schmökern können.</p>
<div id="attachment_12942" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4026_600x600_710KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12942 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4026_600x600_710KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Autor Jacques Berndorf vor seinem Oldtimer</p></div>
<p>Gelegentlich trifft man im Rauchsalon des „Café Sherlock“ auf Jacques Berndorf.  Während er sein Pfeifchen schmaucht, nippt er an einer Tasse Earl Grey, plaudert jovial mit den Gästen und schreibt auch gern ein Widmung in eines seiner Bücher. Sein neuester Eifel-Krimi heißt „Die Eifel-Connection“ und behandelt einen besonders brisanten Fall aus der knallharten Geschäftswelt, der natürlich den Journalisten und engagierten Ermittler Siggi Baumeister sofort auf den Plan ruft. Mehr wird hier nicht verraten.</p>
<div id="attachment_12946" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4029_600x600_710KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-12946" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4029_600x600_710KB-300x225.jpg" alt=" " width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Das Kriminalhaus</p></div>
<p>Weitere ebenso spannende wie amüsante Krimi-Wandertouren warten auf jene, die ihren Aufenthalt in der Eifel voll auskosten wollen. Empfehlenswert ist die viereinhalbstündige Exkursion „zwischen malerischem Burgort, schaurigem Wasserfall und faszinierender Krimilandschaft“ unter der kundigen Führung von Ermittlerin „Klara Blick“, die in Kerpen ihren Anfang nimmt. Während einer Pause in einem Wald voll düsterer Tannen erklärt Klara – im bürgerlichen Leben Dorita Molter-Frensch – dass die verschiedenen Krimitouren rund um das Jahr stattfinden. Die hart gesottenen Eifel-Ermittler verfolgen halt bei jedem Wetter verdächtige Spuren. Selbst im tiefsten Winter bei Eis und Schnee.<br />
www.tatort-eifel.de<br />
</p>
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		<title>Wilhelm Voigt &#8211; der &#8220;Hauptmann von Köpenick&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 22:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Ruoff Dr. Manuel]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Manuel Ruoff Er war der »Hauptmann von Köpenick« Vor 90 Jahren starb Wilhelm Voigt – Der Ostpreuße zog den preußischen Militarismus durch den Kakao wie kein anderer Seine Köpenickiade gehört zu den komischsten Episoden der preußischen Geschichte. Nichtsdestoweniger war der Ostpreuße Wilhelm Voigt eine traurige Figur. Tragik zieht sich durch sein Leben vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Manuel Ruoff</em></p>
<p><strong>Er war der »Hauptmann von Köpenick« Vor 90 Jahren starb Wilhelm Voigt – Der Ostpreuße zog den preußischen Militarismus durch den Kakao wie kein anderer</strong><br />
Seine Köpenickiade gehört zu den komischsten Episoden der preußischen Geschichte. Nichtsdestoweniger war der Ostpreuße Wilhelm Voigt eine traurige Figur. Tragik zieht sich durch sein Leben vom Anfang bis zum Ende.</p>
<p>Der am 13. Februar 1849 in Tilsit geborene Sohn eines Schuh­ma­cher­meisters, der den Beruf seines Vaters ergreift, wird schon mit 14 Lebensjahren straffällig. Es folgt eine Karriere als Kleinkrimineller mit einem halben Dutzend Verurteilungen wegen Diebstahls und Urkundenfälschung. 1890 versucht er dann mittels einer Brechstange, sich in Wongrowitz, Provinz Posen in den Besitz der Gerichtskasse zu bringen. Er wird erwischt und im Februar des darauffolgenden Jahres „wegen schweren Diebstahls im Rückfalle zu 15 Jahren Zuchthaus, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf zehn Jahre und Zulässigkeit von Polizeiaufsicht“ verurteilt. Voigt sitzt die Haftstrafe ab und wird einen Tag vor seinem 57. Geburtstag aus der Haft entlassen.<span id="more-12808"></span></p>
<p>Mit zusammengerechnet fast 30 Jahren Haft hat Voigt bis dahin mehr als die Hälfte seines Lebens hinter Gittern verbracht. Der Staat ist gewarnt und tritt Voigt mit der entsprechenden Skepsis entgegen. Tragischerweise versucht Voigt, nun, da sein Ruf ruiniert ist, offenkundig ernsthaft, auf den früh verlassenen Pfad der Tugend zurückzukehren. Der Anstaltsgeistliche hat ihm Arbeit in seinem erlernten Beruf in Wismar vermittelt und er führt sich gut. Da wird er im Mai seines Entlassungsjahres aufgrund seiner Vorstrafen aus dem Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin ausgewiesen. Der Preuße zieht nach Berlin zu seiner älteren Schwester Bertha und findet in der Millionenmetropole auch Arbeit in einer Schuhwarenfabrik. Am 24. August 1906 erhält er jedoch als „eine für die öffentliche Sicherheit und Moralität gefährliche Person“ vom zuständigen Polizeipräsidenten auch für Berlin ein Aufenthaltsverbot. Voigt taucht daraufhin unter. Er behält zunächst seine Arbeitsstelle, hat aufgrund seines illegalen Status jedoch kaum Aussicht auf dauerhafte Beschäftigung.</p>
<p>In dieser Situation geht Voigt sein nächstes Verbrechen an, das als Köpenickiade in das kollektive Gedächtnis Eingang gefunden hat. Carl Zuckmeyer übernimmt zwar in seinem Drama „Der Hauptmann von Köpenick. Ein deutsches Märchen in drei Akten“ Voigts Rechtfertigung, er habe nur einen Pass ergaunern wollen, um ungestört ein rechtschaffenes Leben als wertvolles Mitglied der Gesellschaft führen zu können, doch bei allem Wohlwollen für Voigt müssen wir wohl davon ausgehen, dass den Hochstapler eher die Aussicht auf eine Millionen-Beute reizte. Pässe wurden nämlich auf dem Landratsamt des Kreises Teltow ausgestellt. Von Köpenick hingegen hieß es seinerzeit in der Presse, dass in der Stadt fast 65000 Mark erwirtschaftet worden seien und für Wertpapiere im Werte von zwei Millionen Mark ein neuer Tresor angeschafft werden müsse. Nachdem Voigt sich vorher in diversen Trödelläden die Bestandteile einer Uniform eines Hauptmannes im 1. Garde-Regiment beschafft hatte, zog er am 16. Oktober derartig kostümiert los. Er unterstellte sich in Berlin zwei Wachkommandos, denen er begegnet war, und fuhr mit ihnen nach Köpenick, wo er mit deren Hilfe das Rathaus besetzte, den Bürgermeister gefangen nahm und sich vom Kassenrendanten die Stadtkasse aushändigen ließ. Dabei stieß er auf keinerlei Widerstand. Der „Hauptmann von Köpenick“, wie er sich später selber nannte, gab dann noch ein paar Befehle und Anweisungen und begab sich anschließend mit einer Beute von 3557,45 Mark in bar und Zinsscheinen in Höhe von 443,25 Mark alleine auf den Rückweg nach Berlin, wo er sich an einem stillen Örtchen wieder umzog und in den Zivilisten Voigt zurückverwandelte.</p>
<p>Möglicherweise hätte man Voigt nie erwischt, wenn nicht einer seiner Mitgefangenen sich seiner damaligen Worte, dass er „einfach Soldaten von der Straße holen“ werde, erinnert und ihn verpfiffen hätte. Am 26. Oktober 1906 wurde er verhaftet und am 1. Dezember des Jahres „wegen unbefugten Tragens einer Uniform, Vergehens gegen die öffentliche Ordnung, Freiheitsberaubung, Betruges und schwerer Urkundenfälschung“ zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.</p>
<p>Statt sich vorgeführt zu fühlen und nach Rache zu dürsten, reagierte der Kaiser und preußische König bemerkenswert gelassen. Ob Wilhelm II. Voigt als „genialen Kerl“ bezeichnet und dessen Tat lachend mit den Worten kommentiert hat „Da kann man sehen, was Disziplin heißt. Kein Volk der Erde macht uns das nach!“, sei dahingestellt, jedenfalls ließ er sich unverzüglich über die Tat seines Landsmannes berichten und begnadigte ihn 1908.</p>
<p>Voigt gelang es, sein Schelmenstück zu vermarkten. Sein Prozess war bereits von der Öffentlichkeit mit großem Interesse verfolgt worden und das Gleiche galt auch für seine Auftritte nach der Haftentlassung. Schon wenige Tage nach der Entlassung wurde in seiner Anwesenheit eine Wachsfigur von ihm im damals bekannten Berliner Wachsfigurenkabinett „Castans Panoptikum“ enthüllt. Er bereiste ganz Deutschland und auch das Ausland, um in Lokalen und auf Jahrmärkten aufzutreten, gerne auch in der Rolle des „Hauptmannes von Köpenick“. 1909 erschien in Leipzig seine Autobiografie „Wie ich Hauptmann von Köpenick wurde. Mein Lebensbild“.  Voigt kam darüber zu Geld, wurde jedoch nichtsdestotrotz von der Staatsmacht kritisch beäugt, stand weiterhin unter Polizeiaufsicht. Erneut geriet er in Konflikt mit dem Gesetz. Diesmal wurde ihm Verletzung der Gewerbeordnung vorgeworfen.</p>
<p>Der Deutsche entzieht sich weiteren Querelen mit den Staatsorganen in seiner Heimat durch einen Wohnortwechsel ins Ausland. Genügend Geld hatte er inzwischen. 1910 ließ er sich einen luxemburgischen Ausweis ausstellen und zog in das Großherzogtum. 1912 kaufte er dort ein Haus, wohin er sich aus der Öffentlichkeit zurückzog, um dort seinen Ruhestand zu genießen.  Letzteres war ihm allerdings nicht vergönnt. Der Erste Weltkrieg und die anschließende Inflation vereitelten dies. Wie vor der Köpenickiade wieder mittellos verstarb er von einer schweren Lungenerkrankung gezeichnet am 3. Januar 1922 in Luxemburg, wo er auch begraben liegt.<br />
</p>
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		<title>Dr. Oetker &#8211; Sein Backpulver verschaffte ihm den Durchbruch</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 22:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ruoff Dr. Manuel]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Manuel Ruoff Vor 150 Jahren wurde August Oetker geboren.  Den Tod seines einzigen Sohnes konnte der Unternehmensgründer nicht verwinden Wie kann die Welt wissen, dass Du etwas Gutes tust, wenn Du es ihr nicht anzeigst?“ Diese Suggestivfrage stammt von August Oetker, dem Gründer des Lebensmittelkonzerns „Oetker-Gruppe“ mit der berühmten Marke „Dr. Oetker“. Heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Manuel Ruoff</em></p>
<p>Vor 150 Jahren wurde August Oetker geboren.  Den Tod seines einzigen Sohnes konnte der Unternehmensgründer nicht verwinden</p>
<p>Wie kann die Welt wissen, dass Du etwas Gutes tust, wenn Du es ihr nicht anzeigst?“ Diese Suggestivfrage stammt von August Oetker, dem Gründer des Lebensmittelkonzerns „Oetker-Gruppe“ mit der berühmten Marke „Dr. Oetker“. Heute besteht ein weitgehender Konsens, dass es insbesondere Werbung und Marketing waren, die den Erfolg des Firmengründers erklären. Ein weiterer Faktor war seine fachlich-naturwissenschaftliche Qualifikation. Er war der Sohn eines Bäckermeisters und durch seine Mutter, eine Rechtsanwalts­tochter, Enkel eines Akademikers. Nach dem Besuch der Bürgerschule und dem Abitur machte der am 6. Januar 1862 in Obernkirchen geborene Niedersachse erst eine Apothekerlehre und studierte dann Pharmazie. Er schloss das Studium in Berlin mit der Note „sehr gut“ ab und promovierte anschließend in Freiburg über die Frage „Zeigt der Pollen in den Unterabtheilungen der Pflanzen-Familie charakteristische Unterschiede?“<span id="more-12801"></span></p>
<p>Schon früh trieb es Oetker in die Selbständigkeit. Mit der Beteiligung an einem Betrieb für Apotheken-Gerätschaften hatte er wenig Erfolg. Doch dann ermöglichte ihm die Mutter seiner 1889 geheirateten Ehefrau Caroline, sich etwas Eigenes aufzubauen, sein eigener Herr zu werden. Mit ihrer finanziellen Hilfe erwarb er 1891 in Bielefeld eine eigene Apotheke, ein Ereignis, an dem heute die Gründung von „Dr. Oetker“ festgemacht wird.</p>
<p>Oetker baute das Laboratorium seiner Apotheke aus und begann mit seinen naturwissenschaftlichen Fähigkeiten, an neuen Produkten zu experimentieren, die er dann – nicht ohne Erfolg – feilbot. Ein Gesundheitskakao gehörte ebenso zu den von ihm entwickelten und vertriebenen Produkten wie eine Fußcreme.</p>
<p>Der Durchbruch gelang ihm, als er sich einem Problem zuwandte, das er aus der väterlichen Back­stube kannte. In Oetkers Heimat wurden bis dahin Sauerteig oder Hefe verwandt, um den Brotteig aufzulockern – was allerdings mit Umständen verbunden war. In den Vereinigten Staaten war man auf diesem Gebiete bereits weiter. Dort wurde mit Backpulver gearbeitet. Der innovationsfreudige Oetker erfuhr davon. Inwieweit der Deutsche das Backpulver wirklich verbessert hat, ist umstritten. Unumstritten hingegen ist, dass er 1893 mit dem Vertrieb eines von ihm produzierten Back­pulvers namens „Backin“ begonnen hat und dass die Art der Vermarktung wesentlich zu dem Erfolg des Produktes beigetragen hat. Er verkaufte das Backpulver in kleinen Tütchen zu zehn Pfennig. Das war ein für breite Schichten erschwinglicher Preis, und viel falsch machen konnte man auch nicht, da die dafür erstandene Menge genau die richtige für ein Pfund Mehl war. Weitere Produkte folgten wie Vanillinzucker, Puddingpulver unterschiedlichster Geschmacksrichtungen und eine Speisestärke namens „Gustin“</p>
<p>Erfolgreich warb Oetker bei den Hausfrauen mit seinem Doktortitel um Vertrauen. Nicht umsonst heißt die Marke nicht „Oetker“, sondern „Dr. Oetker“. Dabei handelte es sich um eine der ersten gepflegten Herstellermarken überhaupt. 1903 wirkte er an der Gründung des „Verbandes der Fabrikanten von Markenartikeln“ mit. „Ein heller Kopf verwendet nur Dr. Oetkers Fabrikate“, lautete sein erster Werbespruch. Der daraus entwickelte sogenannte Hellkopf wurde 1899 als Wahrenzeichen eingetragen und ist noch heute Kernstück des Logos. Schon bald betrug der Anteil des Werbeetats am Umsatz mehr als ein Zwanzigstel.</p>
<p>Der Erste Weltkrieg brachte dem geschäftstüchtigen Unternehmer zusätzliche Profite. Das Militär trat als Großabnehmer auf, die Verwendung von Hefe für Backwaren wurde 1915 staatlicherseits verboten und der Import angelsächsischer Konkurrenzprodukte ging zurück. Wozu Oetker das Seinige beitrug mit Parolen wie: „Deutsche Hausfrauen! Kauft von jetzt an nur noch das deutsche Gustin statt des englischen Mondamin.“ Von 1914 bis 1918 verdoppelte sich Oetkers Umsatz.</p>
<p>Doch dieser betriebswirtschaftliche Nutzen des Völkerringens stand in keinem Verhältnis zum Verlust des einzigen Sohnes. Rudolf, so sein Name, war der Hoffnungsträger und wurde systematisch zum Nachfolger seines Vaters aufgebaut. Der 1889 geborene Filius besuchte das Realgymnasium, studierte und promovierte 1914 über „neue Ester einiger Monosaccharide mit Essigsäure, Benzoesäure, Zimtsäure und Kaffeesäure“, also ein durchaus einschlägiges Thema. Danach trat er in das väterliche Unternehmen ein, wo er sich bei Arbeitern wie Angestellten allgemeine Anerkennung erwarb. Doch dann kam der 8. März 1916. Wie so viele andere Deutsche fiel er in der Schlacht um Verdun. Der gebrochene Vater überlebte seinen Sohn um nicht einmal zwei Jahre. Noch vor dem Kriegs­ende starb August Oetker am 10. Januar 1918 in Bielefeld.  Mit den beiden Kindern seines Sohnes, einem Mädchen und einem Jungen, hatte er zwei Erben, die noch lange nicht so weit waren, das Unternehmen zu übernehmen. Die Folgen der Niederlage brachten weitere Belastungen für das Unternehmen. Überlebt hat „Dr. Oetker“ trotzdem, wie hierzulande wohl nicht nur jede Hausfrau weiß.<br />
</p>
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		<title>Der rote Welfe</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 22:21:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Ruoff]]></category>

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		<description><![CDATA[von Dr. Manuel Ruoff Hinrich Wilhelm Kopf gehörte zu den westdeutschen SPD-Landesvätern, die eher Pragmatiker als Ideologen waren Wie seine Zeit- und Amtsgenossen in den nordwestdeutschen Stadtstaaten Hamburg und Bremen Max Brauer und Wilhelm Kaisen war Hinrich Wilhelm Kopf eher vom Typus Landesvater als Arbeiterführer. Der „Rote Welfe“ wurde er genannt, und er hörte es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Dr. Manuel Ruoff</em></p>
<p>Hinrich Wilhelm Kopf gehörte zu den westdeutschen SPD-Landesvätern, die eher Pragmatiker als Ideologen waren<br />
Wie seine Zeit- und Amtsgenossen in den nordwestdeutschen Stadtstaaten Hamburg und Bremen Max Brauer und Wilhelm Kaisen war Hinrich Wilhelm Kopf eher vom Typus Landesvater als Arbeiterführer. Der „Rote Welfe“ wurde er genannt, und er hörte es ganz gerne, entsprach es doch seinem Selbstverständnis. Mit einer Mischung aus Respekt gegenüber dem politischen Instinkt und Miss­achtung ob des Fehlens einer Ideologie, die den Intellektuellen zu faszinieren vermag, spricht der „Spiegel“ seinerseits von einem „Bonhomme der Vernunft“.<span id="more-12792"></span></p>
<p>Der am 6. Mai 1893 zur Welt gekommene bauernschlaue Bauernsohn aus Neuenkirchen (Land Hadeln) bei Cuxhaven brach mit 16 die Schulausbildung ab, um in Amerika sein Glück zu suchen. Das fand er dort jedoch nicht. Stattdessen erkrankte er am Blinddarm und kehrte bereits ein Jahr nach seiner Auswanderung in die Heimat zurück, wo er das Abitur nachholte, eine landwirtschaftliche Lehre absolvierte und Jura studierte.</p>
<p>Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges meldete Kopf sich als Freiwilliger. In der Novemberrevolution wurde der Angehörige der Marineartillerie Soldatenratsmitglied in Cuxhaven. Eben noch selber Soldatenrat, trat Kopf kurze Zeit später dem Freikorps Landesjäger bei, das unter Generalmajor Georg Ludwig Rudolf Maercker auch gegen Arbeiter- und Soldatenräte eingesetzt wurde. Dort diente er als Presseoffizier.</p>
<p>1919 wechselte er in analoger Funktion ins Zivilleben. In Bielefeld richtete er ein Städtisches Presseamt ein. Dabei lernte er führende Sozialdemokraten kennen, darunter Carl Severing, mit dem er sich anfreundete und in dessen Partei er eintrat. Kaum SPD-Mitglied wurde er noch 1919 persönlicher Referent des sozialdemokratischen Reichsinnenministers Eduard David. 1920 holte ihn Severing ins preußische Innenministerium, von wo aus er schon bald nach Thüringen wechselte, wo er als Regierungsrat die dortige Landespolizei aufbaute.</p>
<p>Nach der Inflation wechselte Kopf in die Banken- und Versicherungsbranche, kehrte jedoch bereits 1928 wieder als Landrat seines Heimatkreises in den Dienst am Staate zurück. Abgesehen von einer kurzen Unterbrechung infolge des sogenannten Preußenschlages verblieb Kopf im Staatsdienst, bis die Nationalsozialisten nach ihrer „Machtergreifung“ den Sozialdemokraten entließen. Kopf kehrte in seinen vor 1928 ausgeübten Beruf zurück.</p>
<p>Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete Kopf als Vermögensverwalter für die Haupttreuhandstelle Ost. Da diese Behörde im Generalgouvernement Beschlagnahmungen polnischen Vermögens veranlasste, verlangte 1948 die polnische Regierung von den Briten Kopfs Auslieferung. Doch der hatte unter der Obhut der britischen Besatzungsmacht längst Karriere gemacht.</p>
<p>1945 machten die Engländer Kopf zum Oberpräsidenten der preußischen Provinz Hannover. Nachdem die Siegermächte den preußischen Staat für aufgelöst erklärt hatten, wurde Kopf Ministerpräsident des Landes Hannover. Dem nordwestdeutschen Politiker, dem die Reichsreformpläne der 20er Jahre sehr wohl vertraut waren, nutzte die Umbruchsituation, um das Projekt Niedersachsen voranzutreiben, bei dem es sich um einen Zusammenschluss seines Landes mit den kleineren Territorien Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe handelte. Nachdem sein Ziel erreicht, das Land gegründet war, wurde Kopf dessen erster Ministerpräsident. In dieser Eigenschaft nahm er auch maßgeblich auf die niedersächsische Verfassung Einfluss. Legendär ist sein Besuch der damals noch zu Niedersachsen gehörenden Insel Neuwerk, wo er sich 1947 auf dem noch legendäreren Neuwerker Leuchtturm seine Gedanken über das 1951 verabschiedete Verfassungswerk machte.</p>
<p>1955 wurde Kopfs Dienst am Allgemeinwesen ein weiteres Mal unterbrochen. Nach der vorausgegangenen Landtagswahl wurde seine Allparteienkoalition durch eine bürgerliche unter Führung Heinrich Hellweges von der Deutschen Partei (DP) abgelöst. Ähnlich wie SPD-Bürgermeister Brauer 1953 in Hamburg zog sich auch Kopf nach dem Amtsverlust kurzfristig aus der Politik zurück. Das Drücken der Oppositionsbank war beider Ding nicht.</p>
<p>Doch anders als Brauer kehrte Kopf noch während der Legislaturperiode als Innenminister und wenigstens stellvertretender Ministerpräsident zurück. Möglich wurde dieses durch die Erweiterung der Regierungskoalition um die SPD im Jahre 1957. Nach der dritten Landtagswahl von 1959 gelang es der SPD, den Gesamtdeutschen Block/Bund der Heimatvertriebenen und die FDP für eine von ihr geführte Regierungskoalition zu gewinnen. Kopf übernahm erneut das Amt des Ministerpräsidenten. Schon seit Jahren von Kreislaufstörungen und Leberbeschwerden geplagt, verstarb der in Preußen geborene Niedersachse im Amt am 21. Dezember 1961.<br />
</p>
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		<title>Usbekistan Snapshot</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 21:42:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Horvath Dr Ferenc]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Ferenc Horvath Taschkent, die Hauptstadt, wird aus Bischkek angeflogen. Die Boeing der Usbekischen Fluggesellschaft fliegt parallel zu wunderbar Schnee- bedeckten Bergen. Majestätischer Blick.  Vor einem Jahr war ich hier zum letzten Mal. Man würde denken, wahrscheinlich nichts Neues zu sehen. Fehlanzeige! Der Flughafen wurde weiter ausgebaut, die Flotte weiter entwickelt. Überall moderne Flugzeuge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Dr. Ferenc Horvath</p>
<p>Taschkent, die Hauptstadt, wird aus Bischkek angeflogen. Die Boeing der Usbekischen Fluggesellschaft fliegt parallel zu wunderbar Schnee- bedeckten Bergen. Majestätischer Blick.  Vor einem Jahr war ich hier zum letzten Mal. Man würde denken, wahrscheinlich nichts Neues zu sehen. Fehlanzeige!</p>
<p>Der Flughafen wurde weiter ausgebaut, die Flotte weiter entwickelt. Überall moderne Flugzeuge der Uzbekistan Airways. Die Formalitäten werden ganz zügig erledigt, die Partner warten auf uns draußen. Es ist sofort anzumerken, die Anzahl der alten Ladas hat sich dezimiert. Die im Lande zusammengebaute Daewoo gewinnt stark Oberhand, obwohl wie es erzählt wird ein vergleichbares Modell aus der Usbekischer Herstellung kostet in Moskau weniger, und kann auch sofort übernommen werden. In Usbekistan gibt es Wartezeiten, oder alternativ der Gang zu Schwarzmarkt.<span id="more-12784"></span></p>
<p>Ich stelle fest , zum neuen Inland Terminal führt eine neue Umgehungsstraße direkt. Letztes Jahr war dort noch nur eine Seitenstraße.</p>
<p>Wir Fahren in das Zentrum. Alle Haupt -Straßen wurden neu asphaltiert. Die Infrastruktur lässt hier keine Wünsche nach. Die Laternen spenden reichlich Licht. Die Bäume sind noch grün, es wirkt alles einladend.</p>
<p>Den Marken Geschäften sind wir schon gewohnt, aber wie man sagt es gibt Neuigkeiten: nächstes Monat eröffnet Starbucks das erste Caféé in der Stadt. Der Jugend, die sowieso 50% der Population ausmacht freut sich bereits. Sehnsüchte werden vor Ort erfüllt.</p>
<p>Reiseziel Nr. 1 der Usbeken ist Moskau, danach folgen China und Istanbul. Es muss zuhause auch etwas geboten werden. Und es wird auch!</p>
<p>In einem Jahr entstand ein neues, hoch-modernes Staatsbibliothek. Der Stil wie in Asien üblich – weiße Marmor und hochwertiger Glas.  Ein riesen Gebäude mit vielen Funktionen.</p>
<p>Das berühmte Opernhaus wird soeben gründlich saniert. Leider gibt es in der Stadt nun überhaupt keine Vorstellungen. Dafür gibt es aber regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen mit namhaften Sänger aus Europa. Neulich war Jose Carreras hier. Er sang in den ein Jahr alten neuen Kongresshalle.</p>
<p>Die Qualität des Zimmers in Hotel Tashkent Palace lässt auch keine Wünsche nach. Auffallend viele Gäste hat man hier aus Indien und &#8211; wie erzählt wird &#8211; aus Pakistan. Dann sind natürlich noch die Deutschen da! Mit Reisebussen unterwegs in die uralte historische Städte Khiva und Buhara und selbstverständlich noch nach Samarkand. Das Seidenstraße Abenteuer kann man in diesem Land voll erleben.</p>
<p>Wir sind am Nachmittag wieder Unterwegs. Wir sehen Apotheken westlichen Standards und auch Supermärkte für Jedermann mit allen Marken die wir aus Europa kennen. Mit Stolz wird uns das neue „Mall“ gezeigt. Dort sitzen es die üblichen Marken wie Ecco oder Zara. Die wohlhabende Jugend zeigt sich mit Laptops oder Smartphones auf Wireless. Die Zukunft ist angekommen</p>
<p>Nach den Gesprächen werde ich für ein Abendessen eingeladen. Wir fahren in den in viktorianischen Stil eingerichteten „Chelsea Pub“. Der frisch gepresste Granatapfel schmeckt vorzüglich. Die Küche ist scheinbar modern, das essen leicht und sehr schmackhaft. Auf den großen Leinwänden wird das Spiel zwischen Manchester United und Arsenal live übertragen. Nicht nur Wayne Roonie kennt hier auch jeder.</p>
<p>Der Tag war lang, aber schön, mit vielen neuen Eindrücken aus einem rasant entwickelnden jungen Land. Taschkent ist eine lebens- und liebenswerte Stadt.<br />
</p>
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		<title>Nekrolog &#8211; Papa</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2012/01/nekrolog-papa/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 21:58:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[In anderen Sprachen]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Horvath Dr Ferenc]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Ferenc Horvath Tegnap hajnalban végleg elaludt. Fájdalmak nélkül, összekuporodva, mint egy kisgyerek. Talán kedvenc ételével, a halászlével, vagy kedvenc italával, a Colával álmodta magát a másvilágra.  A repülőn ülve, lehet  épp lelke mellett suhanva el most rá gondolok.  Emlékek özöne tódul ilyenkor fel. Az első futball labda, mellyel a Népligetben gyakoroltunk. Fejelő bajnokság, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Ferenc Horvath</em></p>
<div id="attachment_12778" class="wp-caption alignleft" style="width: 214px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/foto-Horvath.jpg"><img class="size-full wp-image-12778" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/foto-Horvath.jpg" alt=" " width="204" height="151" /></a><p class="wp-caption-text">Erinnerung</p></div>
<p>Tegnap hajnalban végleg elaludt. Fájdalmak nélkül, összekuporodva, mint egy kisgyerek.<br />
Talán kedvenc ételével, a halászlével, vagy kedvenc italával, a Colával álmodta magát a másvilágra.  A repülőn ülve, lehet  épp lelke mellett suhanva el most rá gondolok.  Emlékek özöne tódul ilyenkor fel.<br />
Az első futball labda, mellyel a Népligetben gyakoroltunk. Fejelő bajnokság, tollas. Közös játék a László korház pályáján idegenek ellen.  Tanító magyarázatok történelemből, földrajzból. Együtt végzett munkák, kerítésfestés.  Meccs a régi Fradi pályán Alberttal, Branikoviccsal, Varga Zolival. Egyetemi dolgozataim dorgáló helyesírás javítása. Egy hatalmas, de sajnos gyakran gyakorlatban  használhatatlan lexikális tudás. TV vetélkedők.<span id="more-12777"></span><br />
Barátok, az ö barátai, akik jó indulattal voltak irányomban es mar eltávoztak korábban. B. Kovács János- földrajzos- az italok nagy szakértője, Bodméri Géza – másodállásban operaénekes, akinek azért kellett  tanítania, mert saját elmondása szerint a pénze egyébként nem volt elég a szabadidő megfelelő eltöltéséhez. Ibolya, Aliz, Enikő, Lilla, Szarvadi Margit, Major Ildi és még sokan mások, a kollegák.<br />
Az összes titkot most magával vitte.<br />
Sok –sok hálás diák! Magam is hallottam tőlük többször  valóban szeretetteljes utólagos, felnőtt fejű  dicséretet.<br />
Egyetlen egy  igazan meg nem érdemelt kamaszkori pofon, egy-két gyerekkori megérdemelt  kukoricán térdepelés. A háztörlesztő táblázat színezése!! Izgalmas , akkor számomra még érthetetlen dolog.  A fésűtisztítás, furcsa foglalatosság…  Hóesésben szánkózás az utcákon.  Cserebogár fogas májusban.<br />
A kirándulások Badacsonyba, Drégelyre, Kerekibe, Egerbe. Nyaralások Balatonszárszón, Királyréten, Sopronban. Hegymászások, Csóványos!! Újpest forrás. Emlékek főleg szülők közötti  vitákról, es mégis létező, valami alapvető harmóniáról.  Az első út Ausztriába, Belgiumba.  Míg a vonat az állomáson 15 percet állt, rohanás a Kölni Dómhoz es vissza. Elázás Oostendében. Csuromvizesen megszerzett tengeri csillagok.  Hajlakkal tartósítottuk őket a száradás után, hogy haza tudjuk őket hozni Magyarországra később. Sex- shopok a belga-holland határ által megosztott kisváros holland részében.<br />
Erdély, a Gyilkos tó, Szováta, Torda, az Aranyos, a hasadék.  A történelmi magyar határkő felfedezése a Fogarasi Havasokban. Megrázó élmények özöne, a találkozások az ottani magyarokkal, akiken átvonult a határ.<br />
A Csepeli Strand, fejesugrások. Közös táboroztatás a Gránit pályán, a filmfelvételek  futásról, kapura lövésekről.<br />
Cigarettaparázs fénye a fülledt nyári éjszakában a nyitott ablakú, lehúzott es kitámasztott redőnyös nagyszobában a Sas utca 33-ban. Téli olajhordás, svájci sapkában, kiskocsit húzva, hordókban a büdös, de gyorsan meleget adó olajkályhákba.<br />
Törökbalint. Az Anna hegy százszori megmászása. Kártyázás főleg Tatival, anyai nagyapámmal, aki mindig igen nagy türelmes szeretettel volt irányában. Ezt ö maga is erezte. Nagyapám halála után is mindig nagy tisztelettel beszelt róla, szó szerint „szentkent“ emlegette.<br />
Mulatozás, néha az ijesztőig fajuló, am valójában mégis ártalmatlan részegség. Valószínű mar valamiféle  korai menekülés a megfoghatatlan elöl.<br />
Sakk, legfőképpen saját édesapjával es testvéreivel. Éjszakába nyúló ultipartik, makaó, snapszer, lórum. Capitaly, melyben csak nyerni szeretett.<br />
A pillanat, mikor Édesanyám két naranccsal tér haza a hatvanas évek közepén. Kínálja őt, aki azt mondja; „Add a gyerekeknek, en majd a héjából készítek cukros édességet.“<br />
Krumpli saláta, rántott hús, dinsztelt paprika, borsóleves, cukros citrom – ételek, további kedvencek.<br />
Vámosi János, Máté Péter. “Járom az utam a macskaköves úton..” Saját kazettás magnetofon! Wekerle, a telep. A kiserdő, a “tuja” (a villamos hátulja, az ütköző, ahol ingyen lehetett utazni)<br />
Karácsonyok, születésnapok. Legfőképpen a karácsonyfa állítás. Mar megint görbe lett…<br />
Olimpiák! Atlétika a Népstadionban. Sport közvetítések. 1964-töl immár otthon a saját Orion Delta TV-n. Néha a szomszédok is átkéredzkednek. A Sas utca valamiféle közösség akkor meg. Az idősebbeknek szavuk is van!<br />
Nemzetközi vásár 1968, az első kicsi üveg Coca Cola, a későbbi kedvenc.<br />
Kávé,  cigaretta, alkohol! Nők???  Ez utóbbi szinten örök titok immár.<br />
A nyugdíjazás utáni fő kedvenc:  olvasás a piros fotelben, félmeztelenül  a teraszon.<br />
Az idősebbek iránti tisztelet.  “ Ne de Apukám, maga ezt rosszul tudja…, Anyukám , finom volt a nudli…”<br />
Az gyerekek esküvői, s az unokák. Szerette őket, de nem mindegyikükkel tudott igazan mit kezdeni. Talán túl nagy volt az időbeni távolság közöttük…  Csatangolás a Varban , régmúlt idők történeteivel.  A Balta köz regéje egy megelevenedő Mátyás királlyal.<br />
A rendszerváltás: öröm! Azután igen hamar elcsüggedés, kijózanodás.  “Cselédek, zsellérek leszünk újra.“  Bar nem tudta pontosan hogyan, de ezt ö valóban előre érezte, látta.<br />
“Jó lesz nekünk ez a NATO?” –  jogos kétségek, melyeket az élet tapasztalata még megalapozottabba tett, s melyek nálunk, a fiatalabbaknál akkor meg fel sem merültek.<br />
Eltévelyedés a korok az eszmék a hamis gondolatok között.  Menekülési kísérletek újra meg újra.<br />
“Olyan hely kell nekem, ahol semmit sem kell csinálni!” – a korszakos döntés  jó 10 evvel ezelőtt.  Az otthon- Kartács utca azután a Minol Hotel.<br />
Rendszeres látogatás Laci fiánál. Egy két kirándulás a kívánság szerint. Párszor  Balatonra, meg egyszer Dunaföldvárra, a gyerekkori emlékek közé, és persze Törökbálintra. Születésnapi halászlevek, kocsikázás Budapesten.  Azután már csak a fokozatos, lassú leépülés.  Fájdalommentes kegyelem.<br />
Saját elmondása szerint, ő későn született.  Száz évvel korábban kellett volna élnie. Azok az értékek, az a környezet  jobban tetszett volna neki. Lehet, csak azért, mert nem élt bennük, gondolom gyakran.  Jó hogy most élt, neki is köszönhetem ezt a csodálatos lehetőséget a saját  életemet, amiért örökké hálás leszek.<br />
2011.december 15.<br />
</p>
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		<title>&#8220;Jopi&#8221; Heesters &#8211; Größen von Gestern</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2012/01/jopi-heesters-grosen-von-gestern/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 20:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kurr Hans- Peter]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Hans-Peter Kurr Umstrittener über die Jahrhundertgrenze 20/21 hinweg konnte kein Mitglied des deutschsprachigen Showbiz sein als Grandseigneur Johannes Heesters, der am Weihnachtsfest 2011 endlich 108-jährig sterben durfte. Allerdings hat ihm diesen zweifelhaften Ruf in erster Linie die Boulevard-Presse eingebracht. Ja, gewiß: Der eine oder andere Neider, den es selbstverständlich auch (oder sogar: insbesondere?) in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Hans-Peter Kurr</em></p>
<div id="attachment_12670" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/Heesters.jpg"><img class="size-medium wp-image-12670" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/01/Heesters-300x200.jpg" alt=" " width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Simone Rethel und Johannes Heesters</p></div>
<p>Umstrittener über die Jahrhundertgrenze 20/21 hinweg konnte kein Mitglied des deutschsprachigen Showbiz sein als Grandseigneur Johannes Heesters, der am Weihnachtsfest 2011 endlich 108-jährig sterben durfte. Allerdings hat ihm diesen zweifelhaften Ruf in erster Linie die Boulevard-Presse eingebracht. Ja, gewiß: Der eine oder andere Neider, den es selbstverständlich auch (oder sogar: insbesondere?) in sogenannten Künstlerkreisen gibt, mag, Verständnislosigkeit s p i e l e n d, dümmliche Fragen in die Welt gesetzt haben, wie „Hat er denn das nötig?“ oder „Warum hört er nicht endlich auf!“ oder „Merkt er nicht, dass seine Auftritte heutzutage peinlichwirken und seinen guten Ruf zerstören?“ Mag alles sein. Aber: Wer hatte darüber zu entscheiden? Ausschließlich doch wohl er selber! Und, solange es, nach wie vor, eine schier unzählbare Fangemeinde gab, waren seine – ohnehin immer seltener werdenden – Auftritte selbstverständlich legitim.<span id="more-12664"></span></p>
<p>Seine charmante und gescheite zweite Frau, die begabte Schauspielerin Simone Rethel, gab sogar ihre eigene Karriere auf , um an seiner Seite zu leben und immer für ihn da zu sein. Der Chronist besinnt sich zurück auf jene Wochen des Jahres 1982, in denen er die liebreizende Nicodemi-Komödie „Scampolo“ mit ihr inszenierte oder durch die Gunst ihres Entdeckers, Axel von Ambesser, in dessen Gaunerkomödie „Die violette Mütze“ gemeinsam mit ihr vor der Kamera stand. Damals lebte sie privat in einer – wie sie nicht müde wurde, im Freundes- und Kollegenkreis zu berichten – sehr glücklosen Verbindung!<br />
Und die Erinnerung reicht ebenfalls zurück in das Jahr 1992, in dem – zur großen Überraschung auch im Freundeskreis der jungen Kollegin – Heesters und Rethel heirateten und, bei aller Einschränkung der öffentlichen Beobachtung, offenbar zu einem der glücklichsten Paare wurden, die es je unter der Sonne zu finden galt.</p>
<p>Alles, was ihm Neider und Boulevardpresse darüber hinaus vorwarfen, dass er eine 45 Jahre jüngere Frau geheiratet habe, versank bald wieder in politischen Sumpflöchern: Ein Auftritt 1941 im Konzentrationslager Dachau zum Beispiel. Gewiss keine schöne Erinnerung und keine kluge Entscheidung. Aber hat er sie überhaupt damals selber gefällt? Wie weit reichte seine Eigenständigkeit in jener wüsten Zeit? Ein Gericht versuchte (überflüssigerweise und erfolglos), die Frage noch vor wenigen Jahren zu klären, dabei ist es doch so einfach: Heesters war nie ein homo politicus, er war ein Entertainer, und zwar ein glänzender!<br />
Sein Platz war auf der Bühne vor mehreren hundert Zuhörern, die ihm zujubelten, nicht in einer Diskussionsrunde politisch versierter Journalisten an deren TV-Stammtisch. Dort musste er versagen, was seine nicht nachvollziehbaren Äußerungen über Hitler mehr als deutlich zeigten, als sie – unnötigerweise – an die Öffentlichkeit kamen, obwohl seine Frau Simone Rethel dies zu verhindern trachtete. Er trat zwar stets – auch gekleidet – wie ein Herr auf, aber er war nicht primär ein Herr, sondern er s p i e l t e einen solchen.</p>
<p>Er spielte überhaupt alle seine Rollen, auch seine Lebensrollen. Und wer ihn in seinem Haus am Starnberger See besuchten durfte, konnte dieses Verhalten eines Menschen, der nie etwas anderes sein wollte als ein homo ludens, interessiert und sattsam beobachten. Jene Art von Beobachtung gipfelte darin, einen Mann kennenzulernen, der 24 Stunden lang ein Entertainer und darum bemüht war, mit zunehmendem Alter, die Reste seiner ehemals wirklich grandiosen Publikumserfolge hinüberzuretten in die späten Greisenjahre. Dies scheint ihm bis zu dem Dezembertag 2011 gelungen zu sein, als ihm im Klinikum die letzten Entscheidungen aus der Hand genommen wurden. Der Chronist möchte am Ende dieses Nachrufes bekennen: Nicht nur die Liebe meiner zwei Freundinnen und Kolleginnen Nicole, der Tochter, und Simone, der Witwe, wird ihm erhalten bleiben, auch die meine.</p>
<p>foto: GODOT<br />
</p>
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		<title>Hamburg darf auch weiterhin „Elbphilharmonie Konzerte“ veranstalten und fördern</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 18:41:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburger Senat]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Johanna Renate Wöhlke Verband der deutschen Konzertdirektionen e.V. unterliegt im Rechtsstreit vor dem Landgericht Hamburg Es ist die Zeit der Konzerte und des kulturellen Erlebens an festlichen Tagen. Wir machen uns hübsch &#8211; vielleicht auch nicht &#8211; und gehen ins Theater, ins Konzert. Erwartungsvoll und in festlicher Stimmung nehmen wir unsere Plätze ein. Unsere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Johanna Renate Wöhlke</em></p>
<p><strong>Verband der deutschen Konzertdirektionen e.V. unterliegt im Rechtsstreit vor dem Landgericht Hamburg</strong></p>
<p>Es ist die Zeit der Konzerte und des kulturellen Erlebens an festlichen Tagen. Wir machen uns hübsch &#8211; vielleicht auch nicht &#8211; und gehen ins Theater, ins Konzert. Erwartungsvoll und in festlicher Stimmung nehmen wir unsere Plätze ein. Unsere Gedanken sind beim Gestern und Heute. Sie kreisen um das Schöne und Gute, wahrscheinlich. Wir erwarten Anregendes und auch Aufregendes. Vielleicht verlangt die Seele &#8211; man erwarte an dieser Stelle keine Defnition von Seele &#8211; vielleicht also verlangt die Seele danach, gestreichelt zu werden.<span id="more-12473"></span></p>
<p>Oben auf der Bühne agieren diejenigen, die unsere Erwartungen erfüllen sollen. Haben wir uns jemals an solchen Tagen Gedanken über sie gemacht? Hat uns interessiert, welche privaten Gedanken hinter ihren Stirnen und in ihren Köpfen herumwabern und nicht zu verdrängen sind &#8211; und trotzdem muss in diesem einen Augenblick alles funktionieren: der Ton, das Wort, der Satz, der Sprung, der Schwung von Beinen und Armen, die Finger auf den Tasten des Klaviers, der Atem des Flötisten &#8211; alles abgerufen und perfekt erwartet in der Sekunde. Kein Schnitt möglich. Kein Filmcutter am Schneidetisch zur Hilfe. Die Zeit ist unbarmherzig. Sie verzeiht nichts.</p>
<p>Oben auf der Bühne geschieht aber auch noch etwas anderes: Jede Vorstellung ist auch &#8220;Markt&#8221;, ist auch Wettbewerb, ist auch Teil eines Kulturbetriebes, in dem gerechnet werden muss. Deshalb und gerade in diesen Tagen, soll an dieser Stelle auf einen Gerichtsentscheid in Hamburg hingewiesen werden &#8211; ein Beispiel dafür, dass es auch immer ein &#8220;Theater&#8221; und ein &#8220;Konzert&#8221; hinter den Kulissen gibt.</p>
<p>Das Landgericht Hamburg hat heute die Klage des Verbands der deutschen Konzertdirektionen e.V. abgewiesen, mit der dieser erreichen wollte, dass der Stadt Hamburg verboten wird, auf die bisherige Art und Weise die sog. „Elbphilharmonie Konzerte“ zu veranstalten bzw. finanziell zu fördern.</p>
<p>Der Verband der deutschen Konzertdirektionen e.V. ist ein Zusammenschluss privater Konzertveranstalter in der Bundesrepublik Deutschland. Zu seinen Mitgliedern zählen Vermittler, Veranstalter, Tourneeunternehmen und Arrangeure. Der Verband wandte sich mit seiner Klage gegen die von der beklagten HamburgMusik gGmbH unter dem Titel „Elbphilharmonie Konzerte“ z.T. in der Laeiszhalle veranstaltete Konzertreihe. An der HamburgMusik gGmbH hält die ebenfalls beklagte Freie und Hansestadt Hamburg eine Mehrheitsbeteiligung von 95,2%. Der Kläger argumentierte, die Beklagten betrieben mit ihren Orchesterveranstaltungen unlauteres Preisdumping. Die Preisgestaltung sei auf Kostenunterdeckung angelegt, und zwar mit dem Ziel, Wettbewerber vom Markt zu verdrängen.</p>
<p>Das Gericht hingegen verneinte die Voraussetzungen eines unlauteren Preisdumpings. Preisunterbietungen seien als Form des Wettbewerbs grundsätzlich zulässig. Ein Wettbewerbsverstoß könne erst dann angenommen werden, wenn die Unterbietung gezielt dazu eingesetzt werde, Mitbewerber vom Markt zu verdrängen, und das sei hier nicht ersichtlich.</p>
<p>Allerdings müsse davon ausgegangen werden, dass die HamburgMusik gGmbH einen Teil ihrer Konzerte nicht kostendeckend kalkuliert habe und es selbst bei Verkauf aller Eintrittskarten zu Verlusten gekommen wäre. Das ergebe sich aus den vom Kläger für die Konzerte der Reihe „Nordic Concerts“ vorgelegten Berechnungen, die von den Beklagten nicht widerlegt worden seien.</p>
<p>Die nicht kostendeckend angebotenen Konzerte machten jedoch nur einen äußerst geringen Anteil der von der HamburgMusik gGmbh durchgeführten Veranstaltungen aus. Letztlich komme es auf die Frage der Kostendeckung ohnehin nicht an, da jedenfalls keine unlautere Verdrängungsabsicht der HamburgMusik gGmbH angenommen werden könne. Vielmehr gebe es für die Kostenunterdeckung einen sachlich gerechtfertigten Grund. Die HamburgMusik gGmbH habe in dem Rechtsstreit dargestellt, dass bestimmte Konzerte nur deshalb günstig angeboten worden seien, um das Angebot besonders attraktiv zu gestalten und dadurch neue Zuschauerkreise für diese Art der Musik zu erschließen. Letzteres sei nur bei relativ niedrigen Eintrittspreisen und einem zugkräftigen, attraktiven Programm mit bekannten Musikern möglich. Ziel sei es, dass die neu gewonnenen Zuschauer später weitere Konzerte besuchten. Dies könnten dann genauso Konzerte von privaten Veranstaltern wie solche von der HamburgMusik gGmbH sein. Das Gericht entschied, allein durch den Umstand, dass die Konzertreihe „Nordic Concerts“ nicht kostendeckend kalkuliert worden sei, lasse sich diese von der Beklagten angegebene Zielsetzung nicht widerlegen. Denn aus wirtschaftlicher Sicht sei es nachvollziehbar, dass einige besonders attraktive Konzerte nicht kostendeckend angeboten würden, um damit Interesse an anderen Veranstaltungen zu wecken. Auch ein Verstoß gegen das Kartellrecht liege daher nicht vor.</p>
<p>Das Aktenzeichen des Verfahrens lautet 315 O 80/11. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Sollte gegen die Entscheidung Berufung eingelegt werden, wäre hierfür das Hanseatische Oberlandesgericht zuständig.</p>
<p>Quelle dieser Information: die Pressestelle des Hamburger Senats</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>A QUARTET IN TROUBLE: “FUNNY ABOUT LOVE “</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 13:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit und Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[THE NEW PLAY AT THE ENGLISH THEATRE OF HAMURG By Uta Buhr Hilarious! The new comedy by the famous British playwright Terence Frisby is heart-warming and thus just the right thing for a dark and rainy day in the dead of winter. In the very beginning nothing seems to be funny for middle-aged Rosie Boston [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>THE NEW PLAY AT THE ENGLISH THEATRE OF HAMURG</strong></p>
<p><em>By Uta Buhr</em></p>
<div class="mceTemp">
<dl>
<dt><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1013024.jpg"><img class="wp-image-12253 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1013024.jpg" alt="  " width="400" height="266" /></a></dt>
<dd></dd>
</dl>
</div>
<p>Hilarious! The new comedy by the famous British playwright Terence Frisby is heart-warming and thus just the right thing for a dark and rainy day in the dead of winter. In the very beginning nothing seems to be funny for middle-aged Rosie Boston who has just learned about her husband’s infidelity. Piers Boston, a 53 year old business-man has madly fallen in love with his young and pretty secretary Larissa. He is planning to begin a new life with her in the couple’s posh London apartment overlooking the River Thames. Selfish as Piers is, he does not even seem to expect any objections from his wife either to share her home with Larissa or to move out for good. While Rosie is brooding over her problem, help comes from young Darren Tucker who insists on talking to her. <span id="more-12270"></span>He turns out to be Larissa’s jilted husband who is terribly hurt at being rejected by his wife. While sipping a glass of champagne, Rosie and Darren plan to take an extraordinary revenge on their adulterous partners. First step of the plan: Warren moves in with Rosie. While she gets closer and closer to her young lover, Piers’ business goes bust making him a penniless man from one day to the other. Since he was self-employed, he is not on the dole and he therefore is not entitled to social welfare. What can he do at his advanced age?  Larissa’s unexpected pregnancy complicates the situation the more so as she is getting on his nerves with her chattering all day about “Bumpy” in her constantly swelling belly. And what’s more – Rosie is pregnant too by Darren! Being short of money, Rosie, Darren, Piers and Larissa now share the same apartment and by the time get used to each other. In the end, the quartet ends up to live together in another place in the outskirts of London. This most amusing play about marital infidelity mirrors some of today’s unusual social and sexual relationships.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The actors were no less than brilliant in their different parts. While Debbie Radcliffe and James Walmsley – both already well-known to the habitués of the English Theatre – play the estranged Boston couple with great passion, the “youngsters” Emily Eaves as Larissa and Chris Casey in the role of her revengeful husband give an impressive debut on the Hamburg stage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Last but not least a few words about the British author Terence Frisby, a playwright much acclaimed in the world of comedy. Just remember his greatest success “There’s a Girl in my Soup” which toured the world from Berlin to Sydney and other places on our globe. The man wrote also a book entitled “Outrageous Fortune”, an autobiographical story about his fifteen years as a litigant in the High Court following his spectacularly awful divorce. Mr. Frisby knows all about marital life and “drama” from his own experience. And for this reason this play about love, infidelity, revenge and – yes – hatred is so authentic.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Recommendation</strong>: Book tickets for this wonderful bittersweet comedy immediately! Phone number: 040 – 227 70 89 – online booking under: <a href="http://www.englishtheatre.de/">www.englishtheatre.de</a></p>
<p>Last performance of “<strong>Funny about Love</strong>” on February 11, 2012</p>
<p>Next premiere on February 23, 2012: “<strong>The Comedy of Errors</strong>” by William Shakespeare<br />
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Funny about love &#8211; Das neue Stück im English Theatre Of Hamburg</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/funny-about-love-das-neue-stuck-im-english-theatre-of-hamburg/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 12:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit und Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[ Von Uta Buhr  „FUNNY ABOUT LOVE“ – DIE LIEBE IST EIN SELTSAMES SPIEL… &#160; Ist dies nicht ein Novum in der Welt der Komödie? In dem turbulenten Stück geht es nicht um die berühmt-berüchtigte „ménage à trois“, sondern um die Quadratur einer Beziehung. Einer Beziehung aus vier Personen, die in Bildung und Charakter nicht unterschiedlicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small"><em> Von Uta Buhr</em></span><strong><br />
</strong></p>
<p><strong> „FUNNY ABOUT LOVE“ – DIE LIEBE IST EIN SELTSAMES SPIEL…</strong></p>
<div id="attachment_12253" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1013024.jpg"><img class="size-medium wp-image-12253 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1013024-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Funny about love</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ist dies nicht ein Novum in der Welt der Komödie? In dem turbulenten Stück geht es nicht um die berühmt-berüchtigte „ménage à trois“, sondern um die Quadratur einer Beziehung. Einer Beziehung aus vier Personen, die in Bildung und Charakter nicht unterschiedlicher sein könnten. Da ist zunächst die von ihrem in der Midlife Crisis befindlichen Gatten Piers gehörnte Ehefrau Rosie, eine Dame von Welt und bester Erziehung, geistreich und ironisch, die selbst die delikatesten Situationen mit der legendären  „stiff upper lip“ meistert. Eine Meisterleistung von Debbie Radcliffe, der gestandenen britischen Aktrice, die dem Publikum des English Theatre bereits aus verschiedenen anderen Rollen bekannt ist. <span id="more-12249"></span>Neben Debbie agiert ein nicht minder begabter Schauspieler. Der elegante, wandlungsfähige Mime James Walmsley ist ein ebenfalls bekannter, stets gern gesehener Gast auf der Bühne an der Mundsburg. Die Rolle des Piers Boston, der den zweiten Frühling seines Lebens  mit seiner flatterhaften Sekretärin Larissa genießen möchte, ist ihm auf den Leib geschrieben. Tja, diese Larissa ist ein gerissenes hübsches Dummchen, das sich mit schriller Stimme und echt „blonden“ Kommentaren durch das Stück schwadroniert. Darstellerin Emily Eaves wirkt mit ihrem Lockenkopf wie ein Rauschgoldengel und ist einfach entzückend! Bleibt noch Darren Tucker, ihr naiver, betrogener Ehemann, der sich für die ihm zugefügte Schmach rächen will. In der Rolle brilliert Chris Casey, der mit schnodderigem Cockneyakzent und liebenswerter Unverfrorenheit die Lacher stets auf seiner Seite hat. Auch er ein Schauspieler, der mühelos in jede Rolle schlüpft – ob Boulevard oder Shakespeare.</p>
<p>Soviel zum Bühnenpersonal dieses hinreißenden, vom britischen Autor  Terence Frisby ersonnenen Lustspiels, das als Ensemble unschlagbar ist. Die Spielfreude des Quartetts reißt jeden Zuschauer zu Beifallsstürmen hin.</p>
<p><strong>Aber nun Vorhang auf für eine bezaubernde Komödie! </strong></p>
<div id="attachment_12259" class="wp-caption alignright" style="width: 343px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1012933.jpg"><img class="size-full wp-image-12259" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1012933.jpg" alt=" " width="333" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">Funny about love</p></div>
<p>Das Liebesquartett spielt sich im gediegenen Ambiente einer  Londoner Wohnung hoch über der Themse ab. Rosie Boston wird durch anhaltendes Klingeln an der Haustür aufgeschreckt. Ein junger Mann, der sich durch den Türspalt als Bote vorstellt, begehrt Einlass. Zögerlich bittet die wohlerzogene  Rosie den Fremden namens Darren herein, der sie mit seinem prolligen Cockney-Akzent verwirrt. Während beide Champagner trinken, eröffnet Darren  der erstaunten Rosie, dass Piers’ Geliebte Larissa seine ihm angetraute Ehefrau ist und er sich für beider Untreue rächen will. Die Lady und der Tramp begießen dieses Komplott bei einem weiteren Schluck aus Rosies feinen Kristallgläsern. Darren zieht in die Wohnung der Bostons ein. Dies verärgert  Ehemann Piers, der eigentlich die Absicht hatte, Rosie aus dem Apartment zu treiben, um hier mit seiner inzwischen schwangeren Larissa einzuziehen. Auf die „Leistung“, in seinem Alter  noch Nachwuchs gezeugt zu haben, zeigt sich der Mittfünziger, dessen Ehe mit Rosie in einer über zwanzigjährigen Verbindung kinderlos geblieben ist, besonders stolz. Was nun folgt, wird  manchen Zuschauer  unwillkürlich an Wilhelm Busch’s lakonisches Diktum „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“ erinnern. Denn zu allem Überfluss  tritt auch noch die schrill-gesprächige Larissa auf den Plan. Der geordnete Haushalt der Bostons läuft völlig aus dem Ruder, zumal die beiden Rivalen – Platzhirsch Piers und Eindringling Darren – sich so in die Haare geraten, dass die beiden echten Gemälde von William Turner – der ganze Stolz des Hausherrn &#8211;  sprichwörtlich in die „Binsen“ gehen. Oh Schreck, ein jedes war über eine Million Pfund wert. Geld, das der inzwischen bankrotte Piers für seine junge Ehe mit Larissa dringend benötigt  hätte. Die Dialoge werden zunehmend ernster und  beschäftigen sich plötzlich mit sehr aktuellen Themen wie Überbevölkerung der Welt, Überforderung des britischen Renten- und Wohlfahrtssystems sowie globaler Ungerechtigkeit. Speziell Rosie, die rigorose Umweltschützerin und ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Amnesty International, verliert sich in Gedanken über die Zukunft der Menschheit. Zur gleichen Zeit versinkt Piers in grenzenlosem Selbstmitleid, das er mit Whisky zu  ertränken sucht. Merke: Auch eine Komödie kann sich als Korrektiv an den herrschenden Verhältnissen einbringen.</p>
<div id="attachment_12263" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1012888.jpg"><img class="size-medium wp-image-12263" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1012888-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Funny about love</p></div>
<p>Szenenwechsel. Ein paar Monate später sehen wir das Quartett wieder im Londoner Flat &#8211; offenbar fröhlich vereint. Die mittlerweise hochschwangere Larissa nervt sämtliche Akteure mit ihren kindischen Monologen über den Embryo in ihrem Bauch, während Piers gar nicht mehr so begeistert von seiner Vaterschaft zu sein scheint. Mit gemischten Gefühlen sieht  die nicht mehr ganz jugendliche Rosie jetzt Mutterfreuden entgegen, die sie dem virilen Darren verdankt. Wie übrigens auch Larissa, die – wie sich  herausstellt – dem guten alten Piers aus finanziellen Gründen ein Kuckucksei unterschieben wollte. Die Verwirrung ist perfekt. Wie die vier Protagonisten aus dem selbst verschuldeten Schlamassel herauskommen, wird hier nicht verraten. Nur soviel: Ein glückliches, wenn auch unvorhersehbares Ende ist garantiert. Dafür sorgt schon der ebenso erfahrene wie „ausgebuffte“ Stückeschreiber Terence Frisby.</p>
<div id="attachment_12266" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1012964.jpg"><img class="size-medium wp-image-12266" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/L1012964-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Funny about love</p></div>
<p>Last but not least ein paar Wort zum Autor des Stückes: Terence Frisby erfreut bereits seit fünfzig Jahren ein begeistertes Publikum mit seiner Kunst – als Stückeschreiber, Schauspieler und Produzent in Personalunion. Seine erfolgreichste Komödie war „There’s a Girl in my Soup“, ein Kassenschlager, der sechseinhalb Jahre am Stück in London lief! Der Mann kennt sich aus in Eheproblemen. Nach seiner ebenso schrecklichen wie spektakulären Scheidung prozessierte er geschlagene fünfzehn Jahre vor dem Obersten britischen Gerichtshof. In seinem autobiographischen Buch „Outrageous Fortune“ setzt er sich mit diesen bitteren Erfahrungen auseinander. Gottlob haben sie seinem wunderbaren Sinn für Humor keinen Abbruch getan.</p>
<p><strong>Empfehlung: </strong> „Funny about Love“ ist ein jedes Herz erwärmender  Knaller für Weihnachten, Silvester und all die trüben Wintertage im Januar und Februar nächsten Jahres. Buchen Sie am besten gleich. Die Karten werden knapp.</p>
<p><strong>„Funny about Love“ </strong>läuft bis einschließlich 11. Februar 2012</p>
<p>Karten unter 040 – 227 70 89 – Online-Buchungen: <a href="http://www.englishtheatre.de/">www.englishtheatre.de</a></p>
<p><strong>Nächste Premiere</strong> : The Comedy of Errors“ by William Shakespeare am 23. Februar 2012<br />
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Queen Victorias bessere Hälfte&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 22:09:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Ruoff Dr. Manuel]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Manuel Ruoff Albert von Sachsen, Coburg und Gotha: Vor 150 Jahren starb der wohl bekannteste Prinzgemahl aller Zeiten Wohl kein anderer Prinzgemahl wurde von seiner Königin so sehr geliebt wie Albert und kein zweiter hat eine derartige Bedeutung für die Heimat seiner Ehefrau gewonnen wie er. Verkuppelt wurden die beiden Liebenden von ihrem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Manuel Ruoff</em></p>
<p><strong>Albert von Sachsen, Coburg und Gotha: Vor 150 Jahren starb der wohl bekannteste Prinzgemahl aller Zeiten</strong></p>
<p>Wohl kein anderer Prinzgemahl wurde von seiner Königin so sehr geliebt wie Albert und kein zweiter hat eine derartige Bedeutung für die Heimat seiner Ehefrau gewonnen wie er. Verkuppelt wurden die beiden Liebenden von ihrem gemeinsamen Onkel Leopold. Dieser Sachse war nämlich nicht nur König der Belgier, sondern auch der Bruder von Queen Victorias Mutter, Victoire von Sachsen-Coburg-Saalfeld, und von Alberts Vater, Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha. Die beiden Liebenden verband jedoch nicht nur der gemeinsame Onkel sowie ihre Liebe zu Romantik und Musik, sondern auch der frühe Verlust eines Elternteils. Victoria verlor ihren Vater, den Duke of Kent and Strathearn Edward Augustus, bereits in ihrem ersten Lebensjahr. Und Albert verlor seine Mutter gleich doppelt. Sie wurde schuldig geschieden und musste 1824 Familie und Land verlassen. Da war Albert gerade fünf Jahre alt. Wenige Jahre später, 1831, ist die damals gerade 30-Jährige dann fern von Heimat und Familie in Paris an Gebärmutterkrebs gestorben.<span id="more-12335"></span></p>
<p>Für Victoria wie Albert war Leopold mehr oder weniger Elternteilersatz. Er arrangierte es, dass sich die beiden 1836 auf ihrem 17. Geburtstag in London kennenlernten. Victoria war sofort von ihrem deutschen Cousin begeistert, wie denn überhaupt sie der verliebtere Part war. Ihrem Onkel Leopold offenbarte sie, dass Albert alle Eigenschaften besitze, die sie sich wünsche, und sie zum ersten Mal Aussicht „auf ein großes Glück“ habe.</p>
<p>Leopold nutzte die nun folgenden Jahre, Albert für höhere Aufgaben vorzubereiten. In seiner Hauptstadt Brüssel lernte sein Neffe das Funktionieren einer liberalen westeuropäischen Monarchie. Danach ging es nach Bonn zum Studium des Staatsrechts, der Finanzwissenschaft und der Volkswirtschaft an der dortigen Universität.</p>
<p>1839, Victoria war mittlerweile Königin, arrangierte Leopold einen zweiten Besuch Alberts in London. Wieder wusste der Sachse die Hannoveranerin von sich zu begeistern und so machte sie ihm einen Heiratsantrag. Der Prinz war weniger euphorisch, doch glaubte er mit der Königin eine gute Wahl getroffen zu haben. Seiner geliebten Großmutter schrieb er: „Ich bin fest überzeugt, der Himmel hat mich in keine schlechten Hände gegeben, und wir werden zusammen glücklich sein. Seit jenem Augenblick tut Victoria alles, was sie mir an den Augen absehen kann.“ 1840 wurde geheiratet.</p>
<p>Wenn Viktoria Albert auch geradezu abgöttisch liebte, so versuchte sie ihn doch von den Regierungsgeschäften fernzuhalten. Zu prägend waren für das gebrannte Kind die Versuche in ihrem Umfeld gewesen, sie zu bevormunden. „Ich mag nicht, dass er meine Rolle in Staatsgeschäften übernimmt“, ließ sie ihren Premierminister wissen.</p>
<p>Während ihrer Schwangerschaften musste sie jedoch ihren Mann nolens volens als Vertreter gewähren lassen. Und bereits bei der zweiten Schwangerschaft zeigte der bestens ausgebildete Albert, dass er dem britischen Regierungssystem konsequenter Rechnung trug als seine Frau. Während Victoria partout einen Regierungswechsel von den Whigs zu den Torries vermeiden wollte aus Anhänglichkeit gegenüber dem Premier und weil alle ihre Hofdamen dem Whig-Lager zuzurechnen waren, erkannte Albert, dass zum Überleben der Monarchie im parlamentarischen System dessen Überparteilichkeit vonnöten war. Er einigte sich mit dem späteren Torry-Premier Robert Peel auf den Verbleib der meisten Hofdamen mit Ausnahme von dreien und ermöglichte so den reibungslosen Übergang von der Whig- zur Torry-Regierung des Jahres 1841.</p>
<p>Schließlich wusste Albert seine Frau wie auch deren Land von seinen politischen Qualitäten zu überzeugen. Er wurde ihr wichtigster Ratgeber und vertrat sie gerade auch dort, wo ihre Defizite lagen, wie beispielweise auf dem Gebiet der Sozial- oder Kulturpolitik. Von ihm stammte die Initiative zur ersten Weltausstellung in London von 1851.</p>
<p>Außer als Ehemann lernte Victoria Albert auch als klugen Ratgeber und liebevollen Vater ihrer vielen Kinder zu schätzen. Entsprechend groß war der Jammer, als Albert erst 42-jährig am 14. Dezember 1861 wohl an Magenkrebs verstarb. Mit der Königin trauerte ihr ganzes Land. Ein geflügeltes Wort besagt, dass hinter jedem guten Mann eine noch bessere Frau stehe. Im Falle der Queen und ihres Prinzgemahls ließe sich der Spruch umdrehen.<br />
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		<title>Mein Buchtipp als Geschenk für Weihnachten: Handbuch für Songtexter</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 10:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit und Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Johanna Renate Wöhlke Das Buch für professionelles Schreiben und Vermarkten „Handbuch für Songtexter. Mehr Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten“ ist der Titel des Buches. Es ist ein Buch, das Songschreibern helfen will, gut mit Sprache und erfolgreich mit guter Sprache umzugehen. Außerdem geben die Autoren Informationen und Tipps, wie die Ergebnisse vermarktet werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Johanna Renate Wöhlke</em></p>
<p><strong>Das Buch für professionelles Schreiben und Vermarkten</strong></p>
<div id="attachment_12023" class="wp-caption alignleft" style="width: 278px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Edith-Jeske-und-Tobias-Reitz.jpg"><img class="size-full wp-image-12023   " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Edith-Jeske-und-Tobias-Reitz.jpg" alt=" " width="268" height="403" /></a><p class="wp-caption-text">Edith Jeske und Tobias Reitz</p></div>
<p>„Handbuch für Songtexter. Mehr Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten“ ist der Titel des Buches. Es ist ein Buch, das Songschreibern helfen will, gut mit Sprache und erfolgreich mit guter Sprache umzugehen. Außerdem geben die Autoren Informationen und Tipps, wie die Ergebnisse vermarktet werden können und informieren umfassend über alles, was ergänzend dazu an Wissen für die Branchenpraxis benötigt wird wie zum Beispiel Urheberrecht, Werkschutz oder Verlagsverträge.</p>
<p>Geschrieben haben das Buch Edith Jeske und Tobias Reitz: Edith Jeske ist langjährige Dozentin für Textdichten und Coach, unter anderem im Popkurs Hamburg an der Hochschule für Theater und Musik in Hamburg. Tobias Reitz ist Germanist und Textdichter, Jahrgang 1979 und der jüngste hauptberufliche Textdichter Deutschlands. Gemeinsam leiten sie die „Celler Schule“, die einzige deutsche Masterclass für Textdichter, gefördert von der GEMA-Stiftung. Sie wurde 1996 von Edith Jeske ins Leben gerufen.<span id="more-12018"></span></p>
<p>Um gute Sprache geht es also. Spüre ich Angst, die Tasten meiner Tastatur  herunterzudrücken? Es könnte sein, ich mache einen Fehler. Dann schriebe ich vielleicht in schlechter Sprache etwas über ein Buch über gute Sprache und gute Reime, von dem ich nach dem Lesen sicher weiß, dass es in guter und lebendiger Sprache geschrieben worden ist &#8211; Wortspiele machen an dieser Stelle Freude, denn dazu hat das Buch überzeugend animiert!</p>
<p>Außerdem ist da noch der Satz von Bastian Sick in seinem Grußwort im Buch – er ist mit beiden Autoren befreundet: „Grammatische Fehler schmerzen mich genauso wie ein unsauberer Reim.“  Er fügt hinzu: „Ich liebe die deutsche Sprache, denn sie ist meine Muttersprache.“</p>
<p>Nach dem Lesen des Buches scheinen mir das die Grundlinien zu sein, an denen sich auch die Autoren aufgestellt haben, um diesen schweren Parcours zu bewältigen: die Liebe zur Sprache und damit verbunden gleichsam eine therapeutische Aufgabe wahrnehmend: Menschen eine erfolgreiche „Schmerztherapie“ in Sachen Reim und Sprache zu empfehlen, in ihrer Muttersprache deutsch.</p>
<div id="attachment_12028" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Celler-Schule.jpg"><img class="size-medium wp-image-12028" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Celler-Schule-300x188.jpg" alt="Im Seminarraum" width="300" height="188" /></a><p class="wp-caption-text">Im Seminarraum</p></div>
<p>Nicht jeder wird den Begriff des Schmerzes ins Feld führen, wenn es um unsaubere und schlechte Reime geht. Aber viele werden das Anliegen, das mit diesen Gedanken verbunden ist, uneingeschränkt teilen: Songtexte und deutsche Sprache – das ist ein Feld, das zu bestellen sich lohnt, denn es kann reiche Ernte eingefahren werden. Der deutsche Schlager hat nicht den besten Ruf, wenn es um gute Texte geht. Das soll sich ändern. Die Celler Schule, ihre beiden Dozenten und die Absolventen tragen nun schon 15 Jahre lang dazu bei.</p>
<p>Das Team Jeske-Reitz, professionell und erfolgreich im Markt, hat dieses Buch aber nicht nur für Profis geschrieben. Songtexten ist nur für wenige ein Hauptberuf, aber für viele nebenberuflich attraktiv. Der langjährige Profi findet hier genauso seine Lektüre wie der langjährig auf den Erfolg Hoffende und der Nachwuchs – hoffend auf den einen großen Erfolg, die eine erfolgreiche Single, die GEMA-Überweisung der Einspielsummen des erfolgreichen Hits.</p>
<div id="attachment_12031" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Thomas-Woitekwitsch.jpg"><img class="size-medium wp-image-12031" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Thomas-Woitekwitsch-300x174.jpg" alt="Thomas Woitkewitsch" width="300" height="174" /></a><p class="wp-caption-text">Einer der berühmten Dozenten der &quot;Celler Schule&quot; bei der Arbeit mit Tobias Reitz, Thomas Woitekwitsch</p></div>
<p>Dieses Buch ist ein ehrliches Buch. Es vermittelt fundiertes Wissen in Theorie und praktischen Beispielen, macht Lust auf Sprache und Reimen, ist von der ersten bis zur letzten Zeile ein fesselndes Lesevergnügen,  nimmt mit auf einen hoffnungsvollen Weg für alle, die Lust verspüren und ihre Begabung entwickeln wollen. Aber es  baut keine Wolkenkuckucksheime auf dem Weg zum Erfolg. Am Ende bleibt auch hier die Erkenntnis, dass man den Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten ansteuern kann und ansteuern muss. Der ganz große Erfolg bleibt ein Geheimnis, das zu ergründen wahrscheinlich den Reiz ausmacht, auf diesem Gebiet Professionalität zu erlangen.</p>
<p><strong>Mehr Informationen gibt es auf diesen Seiten im Internet:</strong><br />
<a href="http://www.autorenhaus-verlag.de/">www.autorenhaus-verlag.de</a><br />
<a href="http://www.songtexte-schreiben-lernen.de/">www.songtexte-schreiben-lernen.de</a><br />
<a href="http://www.celler-schule.de/">www.celler-schule.de</a><br />
<a href="http://www.musenlust.de/">www.musenlust.de</a><br />
<a href="http://www.tobias-reitz.de/">www.tobias-reitz.de</a></p>
<p>Kurzfilm zur Celler Schule: www.youtube.com/watch?v=6V-OzK1v3Ds</p>
<table style="width: 28%;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="100%">
<p><div id="attachment_12034" class="wp-caption alignleft" style="width: 185px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Cover.jpg"><img class="size-full wp-image-12034" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Cover.jpg" alt="Cover" width="175" height="262" /></a><p class="wp-caption-text">Das Cover</p></div></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Edith Jeske und Tobias Reitz</p>
<p>Handbuch für Songtexter.</p>
<p>Mehr Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten</p>
<p>Autorenhaus Verlag Berlin, 2011, ISBN 3-86671-096-2</p>
<p>Hardcover, 304 Seiten, 19,95 Euro</p>
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		<title>Das Grauen der anderen &#8211; Ein Besuch im Stasiknast Hohenschönhausen</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 16:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[ Dieser Artikel erschien gerade in der PAZ am 3. Dezember 2011 Von Uta Buhr „Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren…“ Diese Verszeile aus Dantes Göttlicher Komödie fällt mir spontan ein, als ich die „Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen“ in der Genslerstraße 66 im Osten der Stadt betrete. Im Gästezentrum, einem tristen grauen Gebäude, wartet schon eine große [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong>Dieser Artikel erschien gerade in der PAZ am 3. Dezember 2011</p>
<p><em>Von Uta Buhr</em></p>
<div id="attachment_11938" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_4182.jpg"><img class="size-full wp-image-11938 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_4182.jpg" alt="" width="400" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Edda Schönherz vor dem Knast, in dem sie einst einsaß</p></div>
<p><strong> </strong>„Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren…“ Diese Verszeile aus Dantes Göttlicher Komödie fällt mir spontan ein, als ich die „Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen“ in der Genslerstraße 66 im Osten der Stadt betrete. Im Gästezentrum, einem tristen grauen Gebäude, wartet schon eine große Zahl von Besuchern auf die nächste Führung. Auch viele junge Leute sind dabei. Darunter eine Schulklasse, deren Interesse den in Schaukästen ausgestellten Erinnerungsstücken an eines der schlimmsten Gefängnisse aus real-sozialistischer Zeit gilt.<span id="more-11934"></span></p>
<div id="attachment_11962" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_4172.jpg"><img class="size-medium wp-image-11962" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_4172-300x225.jpg" alt="Gefängniszelle" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Gefängniszelle</p></div>
<p>Bei der Vorführung des Films, der akribisch die Geschichte der „Zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit“ nachzeichnet, kann man eine Stecknadel zu Boden fallen hören. Der Gebäudekomplex – ursprünglich eine Großküche – wurde 1945 von der sowjetischen Besatzungsmacht in das „Speziallager Nr. 3“ umgewandelt.  Hier vegetierten zeitweise 4.200 Inhaftierte unter unmenschlichen Verhältnissen auf engstem Raum  dahin. Es gab weder eine Heizung noch Decken. In den Jahren 1945/46 starben nach vorsichtigen Schätzungen über dreitausend Menschen, viele davon an Unterernährung. Ihre Leichen wurden auf Müllhalden und in Bombentrichtern verscharrt. Die Sowjets machten nicht einmal vor zwölfjährigen Kindern halt. Besonders perfide waren die in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts angewandten Methoden gegen prominente Dissidenten, wie unter anderen den Schriftsteller Jürgen Fuchs, der während der Verhöre höchstwahrscheinlich mit Gammastrahlen kontaminiert wurde. Er und manche seiner Leidensgenossen starben später an Leukämie.</p>
<div id="attachment_11941" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_4169.jpg"><img class="size-medium wp-image-11941" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_4169-300x225.jpg" alt="Das &quot;Vorzimmer zur Hölle&quot;, das Besucher-Empfangszentrum" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Das &quot;Vorzimmer zur Hölle&quot;, das Besucher-Empfangszentrum</p></div>
<p>Trotz des strahlenden Herbstwetters – es ist warm, und ein azurblauer Himmel wölbt sich über Berlin – fröstelt es jeden Besucher beim Anblick des Wachturms und der um das Stasi-Gelände gezogenen hohen Mauer. „Hereinspaziert“, lädt Herbert Krebs seine Gäste ein und weist ihnen den Weg in die Kellergewölbe des Gefängnisses. Er selbst war kurz vor der Wende einige Zeit hier inhaftiert, und das „nur weil ick schriftlich een paar Verbesserungsvorschläge bei der Regierung einjereicht hatte“, lacht der bärtige Mann. Sämtliche Führungen werden von Personen durchgeführt, die selbst einmal in diesem Knast interniert waren. Der ist die Hölle, wie selbst Dante sie nicht besser hätte ersinnen  können. Winzige fensterlose Verliese, nackte Holzpritschen und ein Eimerchen für die Notdurft. „Is ja wie im finstersten Mittelalter“, entfährt es einer jungen Frau, die sich schaudernd in ihren Schal verkriecht. Das Grauen erreicht seinen Höhepunkt in der „Nasszelle.“ Herbert Krebs erklärt die chinesische Wasserfolter, bei der dem kahlgeschorenen Häftling in regelmäßigen Abständen eiskaltes Wasser auf den Kopf getropft wurde. „Migräne ist nichts dagegen“, sagt  Krebs. Meistens wurden den Gefangenen nur die Folterwerkzeuge gezeigt mit dem Hinweis auf einen Roman von Karl May, in welchem diese Methode präzise geschildert wird. Viele Stasiopfer kapitulierten bereits vor der Anwendung und gaben alles zu, was sie nicht getan hatten. In den gerade einmal 10 Quadratmeter großen Zellen waren zeitweise bis zu 15 Menschen untergebracht. Die mussten sitzen und durften sich nicht bewegen. Kam einer vom Verhör zurück und hatte nicht gestanden, wurde er gezwungen, stundenlang bewegungslos dazustehen.  „Nicht mal die Nase durfte der sich wischen“, erzählt  Krebs. Überwacht wurde diese Folter von unerbittlichen Stasischergen, die bei dem geringsten Verstoß sofort „tätig“ wurden. Da kam schon mal der „sozialistische Wegweiser“ zum Einsatz, wie die Insassen den Gummiknüppel nannten. Später rückte die Staatsmacht von allzu großer physischer Gewalt ab und wandte ausgeklügelte psychologische Verhörmethoden an, um die Häftlinge weich zu kochen.</p>
<p>Durchatmen an der frischen Luft im Gefängnishof. Einige Gebäude sind eingerüstet und werden gerade originalgetreu restauriert. Treppauf geht es in ein Nebengebäude, das nahezu einladend wirkt gegenüber dem „U-Boot“, wie der Kellerknast so treffend hieß. Die Zellen sind sogar mit Waschbecken versehen. Geradezu human für DDR-Verhältnisse. Dennoch beklagte sich der gefürchtete ehemalige Stasichef Erich Mielke, der dort nach der Wende kurz einsaß, über unzumutbare  Haftbedingungen!</p>
<div id="attachment_11967" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_4178_600x600_800KB.jpg"><img class="size-medium wp-image-11967" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_4178_600x600_800KB-300x225.jpg" alt="Herbert Krebs bei der Führung" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Herbert Krebs bei der Führung</p></div>
<p>Wer diese Welt des Grauens verlässt, braucht  einen Schnaps oder einen starken Kaffee! In der Cafeteria treffe ich eine der prominentesten Ex-Häftlinge von Hohenschönhausen. Edda Schönherz, die ehemalige Moderatorin im DDR-Fernsehen, verdankte ihre Inhaftierung dem Umstand, dass sie sich in den Siebzigern während eines Urlaubs in Ungarn  in den Botschaften der Bundesrepublik Deutschland und der USA lediglich nach Ausreisemöglichkeiten erkundigte. „Die waren doch alle verwanzt“, erzählt die sympathische Frau mit den strahlend blauen Augen.  „Zurück in Berlin, stand die Stasi bei mir auf der Schwelle.“ Dem Martyrium in Hohenschönhausen mit Schlafentzug und brutalsten Verhörmethoden folgte ein dreijähriger Aufenthalt auf der Burg Hoheneck im Erzgebirge. „Der schlimmste Frauenknast der DDR“, sagt Edda Schönherz. Man hatte sie, die politische Gefangene, mit Kindes- und Gattenmörderinnen in eine Zelle gesperrt. Kaputt gemacht hat sie das nicht. Eher noch stärker. Ihre Vorträge und Führungen erfreuen sich großer Beliebtheit. „Und Dokumentarfilme mache ich auch noch“, sagt sie zum Abschied. „Diese Schande darf niemals in Vergessenheit geraten.“</p>
<p><strong>Infokasten</strong>: Das einstige Stasigefängnis wird inzwischen jährlich von mehr als 314.000 Menschen besucht, darunter fast die Hälfte Schüler und Studenten.</p>
<p><strong>Anschrift: </strong>Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Telefon: 030 – 98 60 82 30 – 32 – <a href="http://www.stiftung-hsh.de/">www.stiftung-hsh.de</a></p>
<p>Öffentliche Rundgänge für Einzelpersonen ohne Voranmeldung:</p>
<p>Montag bis Freitag 11 bis 13 Uhr</p>
<p>Dienstag und Donnerstag zusätzlich um 15 Uhr</p>
<p>Sonnabend und Sonntag stündlich zwischen 10 und 16 Uhr</p>
<p>Die Gedenkstätte ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln – Straßen- und S-Bahn – zu erreichen.</p>
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		</item>
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		<title>Erde zu Erde &#8211; ein Krimi</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 10:17:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Buhr Uta]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Uta Buhr Zur Entspannung schreibt mancher Journalist gern mal einen Krimi. Wenn er dann auch noch gedruckt wird, umso besser. So geschehen in der Fernsehzeitschrift FUNKUHR, Ausgabe 43/2011 Uff, endlich geschafft! Ingo Meister  schlug den Deckel des Eichensarges zu. Es war schon ein Stück Arbeit gewesen, Ilonas leblosen Körper die steile Kellertreppe hinauf zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Uta Buhr</em></p>
<p><strong>Zur Entspannung schreibt mancher Journalist gern mal einen Krimi. Wenn er dann auch noch gedruckt wird, umso besser. So geschehen in der Fernsehzeitschrift FUNKUHR, Ausgabe 43/2011</strong></p>
<p>Uff, endlich geschafft! Ingo Meister  schlug den Deckel des Eichensarges zu. Es war schon ein Stück Arbeit gewesen, Ilonas leblosen Körper die steile Kellertreppe hinauf zu schleppen, zumal ihre linke Hand sich immer wieder im Geländer verfing. Und richtige Maßarbeit, Ilona  unter den massigen Leichnam des verblichenen Rudolf Schickle zu schieben. Ingo wischte die Schweißperlen von seiner Stirn und gönnte sich einen großen Schluck eiskaltes Bier. Danke, Ilona, sagte er laut und lachte höhnisch, dass du noch heute Morgen ein paar Fläschchen in den Kühlschrank gestellt hast, und hob sein Glas. Aber das Prosit erstarb ihm auf den Lippen, als er sich an das Geräusch von Ilonas splitternden Knochen auf dem Steinboden erinnerte. Grauenvoll. Doch er fing sich schnell wieder und dachte an Ilonas Vermögen, das ihm zufallen würde. „Du wirst reich durch die Leich’“, summte er, als er sich später wohlig in der Badewanne räkelte.<span id="more-11861"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Wo ist denn die Chefin“, wunderte sich Willi Beyer, als er am nächsten Morgen das Beerdigungsinstitut Ilona Meister betrat. „Sie ist seit gestern verschwunden. Ich habe schon die Polizei verständigt. Aber die sagte, es sei noch zu früh für eine Suchaktion.“ Ingo setzte seine überzeugendste Trauermiene auf. Tränen rannen über sein Gesicht. Willi tätschelte ihm betroffen die Schulter und murmelte, Ilona würde sicherlich bald wieder auftauchen. „Es nützt alles nichts, wir müssen uns beeilen. Heute Mittag findet die Bestattung von Schickle statt“, seufzte Ingo und wies seinen Mitarbeiter an, den Sarg abholen zu lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Trauerfeier in Kapelle 12 war ergreifend. Die Familie Schickle hatte keine Kosten gescheut. Der Sarg verschwand unter einem Meer herbstlicher Blumen. Dazwischen leuchteten weiße Lilien und langstielige Rosen. Die Witwe Melanie Schickle im eleganten schwarzen Designerkostüm betrat, gestützt von ihrem Schwager, die Halle, als der Organist auf der Empore gerade zu Bachs berühmter Toccata und Fuge ansetzte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor der Kapelle trat Ingo Meister nervös von einem Fuß auf den anderen. Zu dumm, dass Schickle testamentarisch auf einer Erdbestattung bestanden hatte. Eine Verbrennung hätte alle Spuren auf einen Schlag beseitigt. Keine Leiche, kein Mord. Als aber die Türen sich öffneten und der Sarg hinaus zur Familiengruft getragen wurde, fühlte er sich auf einmal ganz leicht. Was für ein Leben wartete auf ihn. Er würde die ganze Welt bereisen. Als erstes aber zum Badeurlaub nach Acapulco… Die sonore Stimme eines Mannes im grauen Anzug ließ ihn und Melanie Schickle erstarren. „Gnädige Frau, ich bin Inspektor Nielsen“, stellte er sich vor. „Wir müssen den Sarg beschlagnahmen. Uns ist ein anonymer Hinweis zugegangen, der besagt, Ihr Mann sei keines natürlichen Todes gestorben ist.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was für ein sensibler Mensch dieser Beerdigungsunternehmer doch war, wunderte sich der Inspektor auf dem Weg ins Gerichtsmedizinische Institut. Zusammen mit der Witwe war der Mann in Ohnmacht gefallen. Und um ein Haar wären beide in der frisch ausgehobenen Grube gelandet.</p>
<p>&nbsp;<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>MultiKulti Bibliothek für Kinder</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/10/multikulti-bibliothek-fur-kinder/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 16:25:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Tisson Uschi]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt Von Uschi Tisson Ob „Harry Potter“ auf Türkisch, „Pippi Langstrumpf“ auf Polnisch oder „Alice im Wunderland“ in Englisch – Kerstin Brockmann (43) möchte im Heimfelder Kulturverein „Alles wird schön“ eine mehrsprachige Bibliothek für Kinder aufbauen. „Spielerisch, unbürokratisch und kostenlos sollen sich die Kids Bücher auf Vertrauensbasis ausleihen können“, sagt sie,  „Hauptsache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt</p>
<p><em>Von Uschi Tisson</em></p>
<div id="attachment_11563" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/10/Kerstin-Brockmann-Foto-Uschi-Tisson.jpg"><img class="size-medium wp-image-11563" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/10/Kerstin-Brockmann-Foto-Uschi-Tisson-300x199.jpg" alt="Kerstin Brockmann" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Kerstin Brockmann</p></div>
<p>Ob „Harry Potter“ auf Türkisch, „Pippi Langstrumpf“ auf Polnisch oder „Alice im Wunderland“ in Englisch – Kerstin Brockmann (43) möchte im Heimfelder Kulturverein „Alles wird schön“ eine mehrsprachige Bibliothek für Kinder aufbauen. „Spielerisch, unbürokratisch und kostenlos sollen sich die Kids Bücher auf Vertrauensbasis ausleihen können“, sagt sie,  „Hauptsache ist, dass sie Lust auf Lesen bekommen.“ Die hatte die Redakteurin – sie leitet seit 2004 Seminare zum Thema „Kreatives Schreiben“ im Kulturverein &#8211; selber von Kind auf an. „Es war gut für mich, mit Büchern aufzuwachsen. Schon immer liebte ich es, in andere Welten einzutauchen. Sie sind noch heute eine starke Kraftquelle für mich.“<span id="more-11561"></span></p>
<p>Damit Bücher im Leben der Heimfelder Mädchen und Jungen ebenfalls ein fester Bestandteil werden, möchte Kerstin Brockmann sie an die Welt der geschriebenen Geschichten heranführen.</p>
<p>„Oft ist es nämlich schwer für sie, von allein an Lektüre zu kommen, denn 35 Prozent der Heimfelder Bevölkerung haben ausländische Wurzeln und meistens wenig Geld“, sagt sie. „Außerdem ist die Hemmschwelle, in eine öffentliche Bücherhalle zu fahren und sich dort einen Leseausweis ausstellen zu lassen, relativ groß.“</p>
<p>Der Aufbau einer kostenlosen Bibliothek liegt ihr daher sehr am Herzen und damit ihre Idee  umgesetzt werden kann, benötigt sie die Unterstützung aus der Bevölkerung. „Bloß kein Kinder- und Jugendbuch wegschmeißen“, sagt sie, „ich freue mich über jedes Stück.“</p>
<p>Der Anfang ist bereits gemacht. In zwei Kartons stapeln sich die ersten Exemplare. Ein ganzer Schwung kam von der Grundschule Klecken. Dort wurden 40 Bücher in alter Rechtschreibung aussortiert und finden nun in der Multikulti-Bücherkiste neue Aufgaben.</p>
<p>Ob in russischer, französischer, spanischer oder dänischer Sprache – jedes Buch baut letztendlich eine Brücke für den Spaß am Lesen deutschsprachiger Bücher. Für Kerstin Brockmann wäre damit ein weiteres Wunschziel erreicht.</p>
<p>Die Bücher-Spenden können während der Öffnungszeiten (Dienstag bis Freitag 14 bis 18 Uhr) bei „Alles wird schön“, Telefon 040/7666049, in der Friedrich-Naumann-Straße 27 abgegeben werden. Vielleicht sind dann ja gerade ein paar Kinder dort, die sich schon auf den neuen Lesestoff freuen.</p>
<p>Foto: Uschi Tisson</p>
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		<title>Was elektrisiert den Mann?</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 06:04:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen am 27. September im Hamburger Abendblatt Von Johanna R. Wöhlke Was elektrisiert einen richtigen Mann? Wer bei dieser Frage an Erotik denkt, kennt mich nicht. Das  ist mir langweilig, wenn es um ernsthafte Fragen geht – und hier geht es um ernsthafte Fragen, natürlich! Also: Was elektrisiert einen richtigen Mann? Schweigen? Ich gebe zu, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen am 27. September im Hamburger Abendblatt</p>
<p>Von Johanna R. Wöhlke</p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/Was-elektrisiert-den-Mann-27-9-2011-003.jpg"><img class="size-medium wp-image-11077 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/Was-elektrisiert-den-Mann-27-9-2011-003-300x272.jpg" alt=" " width="300" height="272" /></a></p>
<p>Was elektrisiert einen richtigen Mann? Wer bei dieser Frage an Erotik denkt, kennt mich nicht. Das  ist mir langweilig, wenn es um ernsthafte Fragen geht – und hier geht es um ernsthafte Fragen, natürlich! Also: Was elektrisiert einen richtigen Mann?</p>
<p>Schweigen? Ich gebe zu, es war eine etwas provozierende Frage, auf die ich nicht sofort eine Antwort erwarten kann. Heute habe ich zwar eine von einer Freundin bekommen, aber auch die war einigermaßen unzureichend. Sie berichtete davon, dass ihr Mann eine Art Elektroschocktherapie in abgemildeter Form erhalte. Die soll dazu beitragen, dass er wieder nervlich auf die Beine kommt.<span id="more-11075"></span></p>
<p>Die medizinischen Methoden entsprechen eben immer den modernen technischen Möglichkeiten. Wenn also elektrisieren im Sinne von stimulieren eine medizinische Methode sein soll, dann bitteschön! Wenn es hilft, dann bitteschön! Wenn es dazu beiträgt, dass dieser Mensch und Mann wieder auf die Beine kommt, dann bitteschön!</p>
<p>Allerdings gibt es auf die Frage, was einen richtigen Mann elektrisiere, noch andere Antworten. Die liegen ganz eindeutig im sportlichen Bereich. Der richtige Mann nämlich interessiert sich für Sport, nicht immer für richtigen Sport. Es darf auch Fernsehsportsein, ruhiger, bequemer und unterhaltsamer Fernsehsport!</p>
<p>Wenn ich es also genau bedenke, dann lautet die Antwort auf die Frage: Was elektrisiert einen richtigen Mann?: Sport in allen Formen &#8211;  im Fernsehen und in der Arena. Ist dann ein Mann, der sich nicht für Sport interessiert, ein halber Mann, ein Viertelmann, ein Dreiviertelmann – ein Achtelmann gar? Fragen über Fragen, die ich alle nicht beantworten kann.</p>
<p>Ich merke, dass ich mir zu Anfang eine zu schwere Frage gestellt habe, und gebe auf. Soll antworten, wer will, ich nicht. Ich lasse einfach mal ein überaus sympathisches Exemplar Mann zu Worte kommen: „Ich interessiere mich nicht für Sport. Ich bin nur ein halber Mann!“ Ein Mann, der fähig und in der Lage ist, sich selbst als „halb“ zu bezeichnen? Das kann nur ein ganzer Mann sein! Ganz schön elektrisierend.</p>
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		<title>Einfühlsame Männer</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 06:49:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Redaktionelle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt am 21. September 2011 von Johanna R. Wöhlke Wenn der Mensch verliebt ist, neigt er dazu, ins Kindliche abzugleiten. Das ist normal. Zum Beispiel füttern sich verliebte Paare gegenseitig, wie Mütter ihre Kinder füttern. „Ich füttere Dich“, das bedeutet so viel wie: „Ich sorge mich um Dich, ich will Dir etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt am 21. September 2011</p>
<p><em>von Johanna R. Wöhlke</em></p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6212.jpg"><img class="size-medium wp-image-10973 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_6212-291x300.jpg" alt=" " width="184" height="189" /></a></p>
<p>Wenn der Mensch verliebt ist, neigt er dazu, ins Kindliche abzugleiten. Das ist normal. Zum Beispiel füttern sich verliebte Paare gegenseitig, wie Mütter ihre Kinder füttern. „Ich füttere Dich“, das bedeutet so viel wie: „Ich sorge mich um Dich, ich will Dir etwas Gutes tun. Du bist mir wichtig.“ Beim nächsten Restaurantbesuch einfach mal darauf achten. Diese Paare sind immer jung verliebt!<span id="more-10971"></span></p>
<p>Aber es ist nicht nur diese archaische Form der Sorge, die Verliebte auszeichnet. Sie geben sich auch recht eigenartige Namen. Erinnern Sie sich oder sind Sie gerade in der Phase des Namengebens für eine geliebte und angehimmelte Person? Welche Vielfalt an Namen ist uns allen schon begegnet, „Schatz“ ist dabei noch die harmlose Form. „Liebling“ könnte auch weit verbreitet sein. Ich erinnere auch, „Bärchen“ gehört zu haben oder  „Zuckerschnute“, „Kleines“, „Püppchen“, „Karlinchen“, „Mausezahn“, „Teufelchen“, „Rosenblättchen“ – sogar „Mistkäfer“, alles dies mehr oder weniger männlich oder weiblich wirkende Kosenamen.</p>
<p>Nun kommen Liebespaare ja manchmal auch in die Jahre miteinander und dann ist das nicht mehr so dringend mit dem archaischen Füttern bei Tisch und im Restaurant. Es könnte sein, das hat sich dann auf die Kinderlein verschoben und der gemeinsame Alltag erfordert „Fütterungen“ anderer Art, wie das Leben halt so spielt. Schön ist es aber, wenn dann immer noch das eine oder andere Mal so etwas wie ein Kosenamen auftaucht, über den man schmunzeln kann.</p>
<p>Dieses Erlebnis hatte ich neulich. Ich werde es nicht vergessen. In angeregt plaudernder Runde saßen wir zusammen. Da stand ein älterer Herr auf, erklärte dass er nun gehen müsse. Er sagte allerdings nicht einfach so, dass er gehen müsse. Er sagte: „So, nun wird es Zeit, wieder zu meiner Leidensfähigen nach Hause zu fahren.“ Dabei lächelte er verschmitzt. „Sie leidet unter Dir?“, war die Frage. Die Antwort war wieder ein verschmitztes Lächeln. Ist es nicht wunderbar, dass es immer wieder so einfühlsame Männer gibt!</p>
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		<title>Ländliche Umgebung</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 14:17:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[erschienen im Hamburger Abendblatt am 14. September 2011 Von Johanna R. Wöhlke Wir sind alle lernfähig, hoffentlich! Lernen macht nämlich Spaß! Diese beiden Ausrufungszeichen zeigen schon ganz deutlich – nun  muss etwas kommen, das mich in Sachen lernfähig tief beeindruckt hat. Ja, das hat es auch – und das ganz plötzlich und unerwartet und ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>erschienen im Hamburger Abendblatt am 14. September 2011</p>
<p><em>Von Johanna R. Wöhlke</em></p>
<p><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/L%C3%A4ndliche-Umgebung-14-9-2011-003.jpg"><img class="size-medium wp-image-10810 alignleft" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/09/L%C3%A4ndliche-Umgebung-14-9-2011-003-200x300.jpg" alt=" " width="160" height="240" /></a></p>
<p>Wir sind alle lernfähig, hoffentlich! Lernen macht nämlich Spaß! Diese beiden Ausrufungszeichen zeigen schon ganz deutlich – nun  muss etwas kommen, das mich in Sachen lernfähig tief beeindruckt hat. Ja, das hat es auch – und das ganz plötzlich und unerwartet und ganz ohne mein eigenes Zutun.</p>
<p>Das ging so: In gemütlicher Runde saßen wir zusammen. Vor uns die weite grüne und bäuerliche Wiese, hinter uns das wunderschöne Fachwerkhaus mit einem großen, liebevoll angelegten Bauerngarten. Eine Ansicht und eine Aussicht wie im Bilderbuch. Aber da waren auch noch das Bier, der Wein und das Wasser auf dem Tisch. Sommerlich war es – ja, die Sonne schien – und fröhlich und heiter war deshalb auch die Stimmung.<span id="more-10808"></span></p>
<p>Auch der Bürgermeister des Ortes saß mit am Tisch und er war in Hochform. Was konnte er über sein Dorf nicht alles erzählen! Schrieb ich Dorf? Als Dorf bezeichnet man ja laut Wikipedia Enzyklopädie „eine zumeist kleine von Menschen bewohnte Gruppensiedlung mit geringer Arbeitsteilung, die ursprünglich durch eine landwirtschaftlich geprägte Siedlungs-, Wirtschafts- und Sozialstruktur gekennzeichnet ist.“</p>
<p>„Mein“ Bürgermeister ist aber nicht von gestern. Er ist einer von heute und hat noch sehr viel mehr als Wikipedia dazu beizutragen, das moderne Dorf zu charakterisieren. Er beeindruckt mich wirklich nachhaltig an diesem Tag und sorgt für den unterhaltsamen“ running gag“ des Tages, denn er sagt: „Wir sind nicht nur ein Dorf, wir sind ein Wohnort in ländlicher Umgebung geworden.“</p>
<p>Ja, es ist wohl so. Es gibt keine „reinen“ Dörfer mehr. Es gibt zunehmend Wohnorte in ländlicher Umgebung: Auf das Land gezogene Städter mit schön ausgebauten Resthöfen erhoffen sich ländliche Ruhe und Idylle, die es dort auch gibt. Sie erleben aber gleichzeitig, dass Kühe stinken bevor man frische Milch genießen kann, Trecker laut sind, Hühner gackern, Hähne krähen und Landwirtschaft insgesamt nicht steril zu haben ist. Einer der Konflikte, zu denen das Wohnen in ländlicher Umgebung nun mal führen kann. Aber: Wir sind ja alle lernfähig – in ländlicher Umgebung…</p>
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		<title>Zwei Partner &#8211; ein Konzert</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/08/zwei-partner-ein-konzert/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 12:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit und Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Seitz Hartmuth]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Hartmuth Seitz Konzert im Rahmen des Hermann-Rauhe-Festivals Die Kooperation zwischen dem „Hermann-Rauhe-Festival“ und der „Musikschule an der Oste e.V.“ ist noch jung. Aber jung und schwungvoll haben sich diese Partner zusammen mit der Prof.-Hermann-Rauhe-Grundschule zu einem nächsten Ereignis verabredet. Am 02. September stellen sich um 19:00 Uhr in der Pausenhalle der Prof.-Hermann-Rauhe-Schule  in Wanna [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Hartmuth Seitz</p>
<p>Konzert im Rahmen des Hermann-Rauhe-Festivals</p>
<div id="attachment_10435" class="wp-caption alignleft" style="width: 243px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/08/Rauhe-und-Seitz-klein.jpg"><img class="size-medium wp-image-10435 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/08/Rauhe-und-Seitz-klein-291x300.jpg" alt=" " width="233" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Hartmuth Seitz mit Hamburgs berühmtem ehemaligen Präsidenten der Hochschule für Theater und Musik in Hamburg, Professor Hermann Rauhe, Namensgeber und Schirmherr des Festivals</p></div>
<p>Die Kooperation zwischen dem „Hermann-Rauhe-Festival“ und der „Musikschule an der Oste e.V.“ ist noch jung. Aber jung und schwungvoll haben sich diese Partner zusammen mit der Prof.-Hermann-Rauhe-Grundschule zu einem nächsten Ereignis verabredet.</p>
<p>Am 02. September stellen sich um 19:00 Uhr in der Pausenhalle der Prof.-Hermann-Rauhe-Schule  in Wanna beide Partner einer interessierten  Öffentlichkeit. Den Großteil des Programms bestreitet die Musikschule, die sich mit 3 Gruppen vorstellen wird.</p>
<p>Das <strong>Jazz-Ensemble</strong> und das <strong>Pop-Orchester</strong> stehen mit Stücken von Michael Jackson, Tina Turner und Supertramp sowie einigen Jazz-Klassikern für den beschwingten Teil des Abends. Das <strong>Klassik-Ensemble</strong> ehrt den Namensgeber des Festival,  Prof. Hermann Rauhe mit drei Stücken aus seinem Musical „Gesang der Sterne“.<span id="more-10434"></span></p>
<p>Umrahmt wird dieses musikalische Ereignis von der frisch installierten <strong>Chor-AG</strong> der Grundschule unter Leitung von Kai Rudl, der seit 1990 als Kreiskantor des Kirchenkreises Land Hadeln aktiv ist und  erst vor kurzem für diese neue Chor-AG gewonnen werden konnte.</p>
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