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Artikel der Kategorie ‘Gesellschaft’

Große Musik auf kleinem Klavier: Non-Piano/Toy Piano Weekend 2017

November 01, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Pressemitteilungen, Redaktionelle Beiträge, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert für Große Musik auf kleinem Klavier: Non-Piano/Toy Piano Weekend 2017

von Maren Schönfeld

Foto: M A M Fabig

Ein Klavier, das man sich unter den Arm klemmen kann? Wo gibt’s denn so was?! Das in Deutschland einzigartige Event hat Jennifer Hymer in Hamburg etabliert: Konzerte auf dem Kinderklavier (Toy Piano), gepaart mit anderen ungewöhnlichen Instrumenten.
Das Kinderklavier ist kein Spielzeug, sondern ein vollwertiges Instrument. Von Mozart bis Jazz kann alles gespielt werden. Dabei verleihen der hohe Klang und die Miniaturgröße diesen Konzerten einen besonderen Charme und eine humorvolle Note.
In den 1940er Jahren eroberte das Kinderklavier vom Kinderzimmer aus die Bühne, nachdem der amerikanische Komponist John Cage eine Suite für das Toy Piano komponiert hatte.

Zum vierten Mal erlebt Hamburg das Non-Piano/Toy Piano Weekend an zwei Konzertabenden: die Programme Chinoiserie! im Meßmers Momentum und Madama Butterfly im resonanzraum (St. Pauli). (mehr …)

Familie und Kindheit in Zeiten von Wandel und Strukturverlust

Oktober 26, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Gesellschaft, Pressemitteilungen, Redaktionelle Beiträge, Soziales Kommentare deaktiviert für Familie und Kindheit in Zeiten von Wandel und Strukturverlust

von Götz Egloff

Buchcover

„Child-Rearing: Practices, Attitudes and Cultural Differences“, Götz Egloff (ed.). Nova Science, New York, 2017. Pressemitteilung zur Neuerscheinung

Familien- und Erziehungsforschung sind in den letzten Jahrzehnten zu  breit angelegten Disziplinen geworden, in denen psychologische, soziologische und anthropologische Forschungsstränge zusammenlaufen. Ebenso sind Theorie und Praxis eng miteinander verbunden, was für die Wissenschaften nicht selbstverständlich ist. Das 20. Jahrhundert, das Ellen Key als das „Jahrhundert des Kindes” bezeichnete, brachte nicht nur einige Neuerungen, sondern wichtige Arbeiten zu diesem Gebiet hervor, darunter  W. Goodsells  „A History of the Family as a Social and Educational Institution“ (New York, 1915) und H. Schelskys „Wandlungen der deutschen Familie in der Gegenwart“ (Stuttgart, 1967).

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„Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen“ (Isaac Asimov)

Oktober 12, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Deutschland, Gesellschaft, Literarisches, Politik, Redaktionelle Beiträge, Soziales Kommentare deaktiviert für „Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen“ (Isaac Asimov)

Text und Fotos: Maren Schönfeld

Roswitha Quadflieg; Bilder der Ausstellung: Hanna Malzahn

Am 11. Oktober hat Roswitha Quadflieg in der Ausstellung „Ansichtssache“ (Kunstforum der GEDOK Hamburg) aus ihrem Buch „Das kurze Leben des Guiseppe M.“ gelesen und das Projekt vorgestellt. Verarbeitet Hanna Malzahn Urbanität aus ganz verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichen Entstehungsarten bildlich, so bringt Roswitha Quadflieg mit ihrem der Reportage nahen Buch eine (An-)Sicht auf die Geschehnisse in einer Großstadt – Berlin – ein, die Fragen aufwirft und betroffen macht: Welche Seiten hat die Stadt, von denen wir nichts mitbekommen? Welche Rolle spielen Parallelgesellschaften, die sich gebildet haben und derer die Politiker sich eher nicht annehmen? Wie ist es möglich, dass in unserer aufgeklärten Gesellschaft derart archaische Gewalttaten passieren, und zwar ständig? (mehr …)

Faszination Porträtfotografie

Oktober 06, 2017 Von: hoffmann Kategorie: Ausland, Ausstellungen, DAP aktuell, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Reisen Kommentare deaktiviert für Faszination Porträtfotografie

Bilder aus vier Kontinenten in der Galerie IMBA

von Lilo Hoffmann

Mit Fotografie beschäftigte sich Norbert Becke schon lange Zeit. Das brachte sein Beruf als Graphik-Designer so mit sich. Selbstverständlich war auch auf all seinen Reisen die Kamera dabei. Als er vor etlichen Jahren zum ersten Mal mit seiner Frau durch Afrika reiste, faszinierten ihn die Menschen, die dort leben. Er drückte auf den Auslöser und entdeckte  seine Liebe zur Porträtfotografie.

Stets aufs Neue zog es ihn nach Afrika. Insgesamt reiste er durch 15 afrikanische Länder und fotografierte unter anderem Menschen in Tansania, Äthiopien, Namibia und Marokko. „Ich führe zunächst ein kurzes Gespräch“, erklärt Norbert Becke, „frage um Erlaubnis. Manchmal genügt aber schon ein Lächeln oder eine Geste, um das Eis zu brechen.“

Stolz auf den Schmuck: Dassanech-Mädchen aus Äthiopien. Fotos: Hoffmann

Viele der Frauen, die der Heidelberger fotografierte, sind stolz auf den `Schmuck´, den sie tragen. Der besteht allerdings oftmals aus weggeworfenen Gegenständen, die sie auf der Straße finden, wie zum Beispiel  Flaschen, Plastikperlen oder Kronkorken. Auch das Mädchen auf unserem Foto trägt Kronkorken im Haar. Es gehört zu einem Hirtenvolk, das im Grenzgebiet von Äthiopien und Kenia lebt.

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Benefizfest mit großem Erfolg

September 24, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Pressemitteilungen, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Benefizfest mit großem Erfolg

von Maren Schönfeld
Fotos: Günther von der Kammer

Christin van Talis und Maren Schönfeld (Mod.)

Gestern fand in Hamburg-Ottensen ein Benefizfest für die Künstlerin Christin van Talis statt. Die Autorinnen Susanne Bienwald, Sabine Ehresmann, Heike Suzanne Hartmann-Heesch, Sibylle Hoffmann, Birgit Rabisch und Vera Rosenbusch und die Autoren Lutz Flörke, Detlev H. G. König und Volker Maaßen lasen aus ihren Werken, die Komponisten und Musiker Jörg Schrammeck (Gitarre) und Wolfgang CG Schönfeld (Bass) steuerten live eigene Kompositionen bei. Das Stück „One of these days“ hatte Jörg Schrammeck eigens für den Abend komponiert. (mehr …)

(Nichts) Neues vom unternehmerischen Selbst

September 23, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Buchrezension, DAP aktuell, Gesellschaft, Politik, Redaktionelle Beiträge, Soziales, Wirtschaft Kommentare deaktiviert für (Nichts) Neues vom unternehmerischen Selbst

von Götz Egloff

Martin Dornes: Macht der Kapitalismus depressiv?
Über seelische Gesundheit und Krankheit in modernen Gesellschaften.
Fischer, Frankfurt, 2016

Buchcover

Eine Gegenrede (Kurzversion)

 

Einführendes

Wie geht es uns denn so in der heutigen Bundesrepublik, lautet die von Martin Dornes gestellte Frage, und die Antwort heißt: danke, ganz gut! Warum auch nicht?! ´Good – better – best – bested´, wie schon Edward Albee wusste. Dass nebenan und um die Ecke man zu anderen Ergebnissen kommt, wen kümmert´s? Nicht der Rede wert, da empirisch nicht haltbar.

Etwas zugespitzt ließe sich die alte Einsicht wiederholen, dass mit dem Kopf im Eisschrank und den Füßen im Ofen eine angenehme Durchschnittstemperatur herrscht – was besagt, dass mit statistischen Durchschnittswerten nicht nur wenig über den Einzelfall gesagt werden kann, sondern oft ebenso wenig über die Menge an Fällen. Etwas verkürzend ist dies natürlich, und Statistiken (und deren vorsichtige Interpretationen) haben durchaus ihre Berechtigung; doch muss vor raschen – und auch scheinbar weniger raschen – Aussagen auf deren Grundlage dringend gewarnt werden. Man dachte ja, mit dem Beginn des neuen Jahrtausends seien die Torheiten der datensüchtigen Vergangenheit endgültig überwunden, doch weit gefehlt. Denn so oder so ähnlich wird immer wieder einmal von durchaus seriös auftretenden Personen argumentiert – egal worum es geht. Da werden Zahlen und Daten jede Menge herangezogen, und es wird suggeriert, dass dies Fakten seien, die sich geradezu von selbst interpretieren. (mehr …)

„I’LL BE BACK BEFORE MIDNIGHT” by Peter Colley – The New Play at the English Theatre of Hamburg

September 14, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, In anderen Sprachen, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für „I’LL BE BACK BEFORE MIDNIGHT” by Peter Colley – The New Play at the English Theatre of Hamburg

by Uta Buhr
Photos: Stefan Kock

Oh darling, please don’t be cross with me

Even if you already had the chance to see this fantastic thriller a couple of years ago, do not hesitate to enjoy Peter Colley’s play again. The English Theatre presents an entirely new version of this “spicy” plot, featuring four wonderful actors, imported from the UK.

No doubt, Alfred Hitchcock, the late “Master of Thrill” will jealously be watching – from orbit or wherever he may be – the action on the Hamburg stage, the more so as the plot will remind him of one of the best films of this genre ever – “The House of Lady Alquist”, realised as early as 1944 and featuring Ingrid Bergman und Charles Boyer. By the way, it was not Alfred who directed this chilling story, but his great American colleague George Cukor. Sorry, Hitch! (mehr …)

„I’LL BE BACK BEFORE MIDNIGHT“ heißt das neue (alte) Stück am English Theatre in Hamburg

September 14, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Gesellschaft, In anderen Sprachen, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für „I’LL BE BACK BEFORE MIDNIGHT“ heißt das neue (alte) Stück am English Theatre in Hamburg

von Uta Buhr
Fotos: Stefan Kock

Liebling, sei mir bitte nicht böse

Warum neues altes Stück? Dieser Thriller des britisch-kanadischen Autors und Theatermannes Peter Colley erfreut sich weltweit so großer Beliebtheit, dass auch die Bühne an der Mundsburg es bereits zum dritten Mal in ihr Programm aufgenommen hat – allerdings in sehr großen zeitlichen Abständen. Nach dieser langen Pause erschließt sich dem Zuschauer das Stück völlig neu, selbst wenn er noch die eine oder andere Szene im Kopf hat.

Eigentlich müsste diesem Thriller eine jener Warnungen an besonders zart besaitete Gemüter vorausgehen, wie wir sie aus dem Fernsehen kennen. Zumal in manchen Szenen scharf geschossen wird, und dies aus einer Jagdflinte, die dem Publikum bereits ins Auge sticht, sobald der Vorhang sich gehoben hat. (mehr …)

Von ZELLHAUFEN und SEPARATORENFLEISCH

September 02, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Aus dem Kalender, DAP aktuell, Gesellschaft, Literarisches, Politik, Redaktionelle Beiträge, Soziales, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert für Von ZELLHAUFEN und SEPARATORENFLEISCH

von Maren Schönfeld

abschätziger bankjargonismus; hilmar kopper/ unwort 1994

Exponate und Aktionen aus der bildenden Kunst, der angewandten Kunst, der Literatur und dem darstellenden Spiel sowie der Musik kamen in der Ausstellung ALLES THEATER? zusammen. Zum Schluss werfen drei Künstler im wahrsten Sinne noch einige Wörter in die Runde: Aus Maren Schönfelds Projekt „WEICHE ZIELE und WOHLSTANDSMÜLL“, in dem sie jedes Wort zeilenweise in eine neue Anordnung bringt, damit den Lesefluss stoppt und neue Assoziationen herbeiruft, hat eine Auswahl Eingang in diese Veranstaltung gefunden. Mit Rede und Gegenrede, Benennung der tatsächlichen Bedeutung einiger Unwörter und gerügten Wörter entlarven die Akteurinnen Gewalt und Ausgrenzung in der Sprache, denn die vermeintlich harmlosen

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Sommer, Sonne, Kegelrobben – Urlaub auf Helgoland

August 08, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Deutschland, Freizeit und Hobby, Gesellschaft, Lifestyle, Redaktionelle Beiträge, Reisen, Schiffsreisen Kommentare deaktiviert für Sommer, Sonne, Kegelrobben – Urlaub auf Helgoland

Dieser Artikel erschien bereits in SaS (Schleswig-Holstein am Sonntag)

von Uta Buhr

Fischerboote

Fischerboote

Ein Gang durch die Bunkeranlagen auf Helgoland, in denen die Bevölkerung im April 1945 vor dem Bombenhagel der Engländer Schutz suchte, ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Manchen schaudert es, wenn der Mann mit der blauen Schiffermütze erklärt, wie beengt die Menschen in den feuchten Gängen hockten. Lang, lang ist’s her, und gottlob präsentiert sich Deutschlands einzige Hochseeinsel heute als Freizeitparadies ersten Ranges.

„Mein größtes Vergnügen ist immer der Verkehrsfunk am Morgen“, schmunzelt der Führer durch die „Unterwelt“. „Hier gibt es weder Stress noch Staus.“ Auf „Deät Lun“ – so der friesische Name von Deutschlands einziger Hochseeinsel – verkehren nur wenige elektrobetriebene Fahrzeuge. Und Fahrradfahren ist auch verboten, denn dieses gerade einen Quadratkilometer große Eiland lässt sich „bummelig“ in zwei Stunden zu Fuß umrunden. Aber Rollerfahren ist erlaubt, und davon machen Einheimische und Touristen reichlich Gebrauch. (mehr …)