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Artikel der Kategorie ‘Gastartikel’

Sufismus und Frieden

Mai 26, 2010 Von: Tekook Kategorie: Gastartikel, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur Kommentare deaktiviert für Sufismus und Frieden

Bericht des Schriftstellers und Vorsitzenden der Hamburger Autorenvereinigung, Gino Leineweber, von einem internationalen Schriftstellerkongresses in Islamabad, Pakistan.

Als ich die Einladung bekam, wollte ich es erst nicht wahrhaben. Ein Treffen von Schriftstellern und Intellektuellen in Islamabad. In der Hauptstadt Pakistans, dem Land, das im Focus der Öffentlichkeit mit Terrorismus und instabilen politischen und sozialen Verhältnissen verbunden wird. Ein Land, in dem man vor Anschlägen nicht sicher ist, und in der Tat wurde die Konferenz aus Sicherheitsgründen zweimal verschoben, von Oktober auf November 2009 und schließlich auf die Zeit vom 14. bis 16. März 2010. Zwei andere Schriftsteller aus Deutschland, die ebenfalls eingeladen waren, sagten aus unterschiedlichen Gründen ab. Ich aber folgte der Einladung.

Das Motto der Konferenz war Sufismus und Frieden (Sufism and Peace). Über Sufismus hatte ich vor vielen Jahren gelesen, und wusste, dass der Sufismus eine Vielheit mystischer Traditionen umfasst, die den Islam als ihre höchste Wahrheit betrachten. Die Lehre wird als eine Offenbarung der esoterischen Wahrheit des Islams gesehen. Alle Teilnehmer hatten zum Thema einen Vortrag zu halten, der später in einer Anthologie veröffentlicht werden sollte. So wie im Jahre 1995, in dem bereits eine Konferenz mit demselben Titel stattfand. Sie war von Benazir Bhutto, der im Dezember 2007 ermordeten pakistanischen Politikerin, die 1995 Premierministerin war, initiiert worden. Die Idee zu einer zweiten Konferenz stammt ebenfalls von ihr, und der Vorsitzende der PAL (Pakistan Academy of Letters), der Pakistanischen Schriftstellervereinigung, Fahkar Zaman, der 1995 Kultusminister unter Benazir Bhutto war, verwirklichte jetzt die Vision der großen Dame der pakistanischen Politik. Wie wichtig diese Konferenz nicht nur für die PAL war, zeigt das große Medieninteresse, dass während der gesamten Dauer der Tagung zu beobachten war  und besonders der Besuch des Pakistanischen Präsidenten, Asif Ali Zardari, des Witwers Benazir Bhuttos und des Bildungsministers Pakistans, Sardar Assef Ahmed Ali. (mehr …)

Emina Kamber

April 21, 2010 Von: Woehlke Kategorie: Gastartikel, Mitglieder in der Presse Kommentare deaktiviert für Emina Kamber

Ein Porträt von Dr. Peter Schütt

Emina KamberEin begnadetes Multitalent aus Bosnien
Über Emina Kamber zu schreiben, ist alles andere als einfach. Ich weiß beim besten Willen nicht, wo ich anfangen soll. Nehme ich eines ihrer Bücher zur Hand, zumal eines von ihren poetischen Werken, dann bin ich geneigt, sie als Schriftstellerin über den grünen Klee zu loben. Schau ich mir dagegen ihre künstlerischen Arbeiten an, meine ich, ich müsste sie vor allem als Malerin und Textildesignerin präsentieren. Erfahre ich dagegen von einer neuen Aktion ihres humanitären Engagements, dann denke ich, ich müsste sie zuerst als Wohltäterin, als Friedensstifterin, als Brückenbauerin zwischen Deutschland und dem nächsten Orient, dem Balkan, herausstellen.

Emina Kamber ist in jeder Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung, ein Leuchtturm, der anderen Menschen, die nach Orientierung suchen, den Weg weisen, Signale aussenden und Hoffnung geben kann. Sie ist auch mit ihren sechzig Lebensjahren immer noch ein Energiebündel, ein geistsprühendes Multitalent und ein Powerfrau, deren Ausstrahlung sich niemand entziehen kann, der mit ihr in Kontakt kommt. Sie ist rastlos wie eh und je, sie gönnt sich keine Ruhe, sie strebt von einem Projekt zum nächsten. (mehr …)

Schöne weiße Steuben

Mai 23, 2007 Von: Woehlke Kategorie: Gastartikel, Geschichte Kommentare deaktiviert für Schöne weiße Steuben

Ein Schiffsschicksal mit tragischem Ende
Von Dr. Jan Heitmann
Wracktaucher entdeckt in der Ostsee die „schöne weiße Steuben“
Sie gehört zu den größten Schiffskatastrophen, die sich je in der Welt ereigneten, doch seit mehr als einem halben Jahrhundert gilt sie als die vergessene Katastrophe: die Versenkung des Flüchtlings- und Verwundetentransporters „Steuben“ am 10. Februar 1945. Das Schiff fiel dem sowjetischen U-Boot S-13 zum Opfer, dessen Torpedos zehn Tage zuvor bereits die „Wilhelm Gustloff“ auf den Grund der Ostsee geschickt hatten. So wurde die „Steuben“ für über 3.600 Menschen zur letzten Ruhestätte. Doch während der Untergang der „Wilhelm Gustloff“ immer wieder in Büchern, Berichten und Filmen geschildert wurde, legte sich über das Schicksal der „Steuben“ und ihrer hilflosen Passagiere der Schleier des Vergessens.

Jetzt hat der Wracktaucher Ulrich Restemeyer (44) aus Paderborn die Tragödie dem Vergessen entrissen. In der Ostsee, 16 Seemeilen querab von Stolp, entdeckte er in nur 23 Meter Tiefe das Wrack der „Steuben“. Drei Jahre lang hatte der gelernte Versicherungskaufmann Restemeyer nach dem Wrack gesucht. (mehr …)