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Artikel der Kategorie ‘Gastartikel’

Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zu Gast bei der Hamburger Autorenvereinigung

Dezember 01, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Gastartikel, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Literarisches, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zu Gast bei der Hamburger Autorenvereinigung

Von Sabine Witt und Peter Schmidt

Sabine Witt (rechts) im Gespräch mit Herta Müller

Sabine Witt (rechts) im Gespräch mit Herta Müller

Herta Müller, die Literaturnobelpreisträgerin des Jahres 2009, erhielt 2014 auch den Hannelore-Greve-Literaturpreis der Hamburger Autorenvereinigung.
Die als Dank für den im Vorjahr im Hamburger Rathaus verliehenen Hannelore-Greve-Literaturpreis gedachte Veranstaltung war ein gelungener Auftakt der neuen Reihe „Literatur im Grand Elysée Hamburg“ – eine Kooperation zwischen der Hamburger Autorenvereinigung und dem Grandhotel.

Herta Müller las zunächst aus ihrem neuesten Buch „Mein Vaterland war ein Apfelkern“ – ein autobiografischer Text in Interviewform -, um dann ein Podiumsgespräch mit zwei Literaturwissenschaftlern zu führen: mit mir, (mehr …)

Uwe Friesel: „Zwischen allen Stühlen oder Soll man in Krähwinkel stets das Maul halten?“ Das neue Buch mit Essays aus vier Jahrzehnten Deutschland

Februar 22, 2015 Von: Wöhlke Kategorie: Buchrezension, Gastartikel, Geschichte, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Literarisches, Politik, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Uwe Friesel: „Zwischen allen Stühlen oder Soll man in Krähwinkel stets das Maul halten?“ Das neue Buch mit Essays aus vier Jahrzehnten Deutschland

Von Urs Wiefele

Uwe Friesel stellte in der Hansestadt Salzwedel sein neues Buch vor.

Zwischen allen Stühlen ist der Platz des freien Autors

Der Autor, von Journalisten umlagert bei der Vorstellung seines neuen Buches im Kulturhaus der Hansestadt Salzwedel

Der Autor, von Journalisten umlagert bei der Vorstellung seines neuen Buches im Kulturhaus der Hansestadt Salzwedel

…ist ein aufmüpfiger und selbstbewusster Titel, wenn man bedenkt dass das Wort „Essay“, vom Altfranzösischen essai abgeleitet, zur Zeit seines Erfinders
Montaigne (1533 bis 1592) vielmehr Vorsicht, Rücksicht und verdecktes Fragen meinte. Ein Essay sei ein bloßer Denkversuch, keineswegs die Behauptung einer Wahrheit, definierte Montaigne, um den Folgen der gefährlichen Dogmen der Kirche, die seinem vogelfreien Denken diametral entgegenstanden, nicht schutzlos ausgeliefert zu sein. Nietzsche, der 300 Jahre später am radikalsten an den Dogmen rüttelte, bewunderte in ihm einen frühen Vorgänger, ohne den modernes aufgeklärtes Denken und Schreiben gar nicht möglich sei. (mehr …)

„Hannelore-Greve-Literaturpreis 2014“ für die Trägerin des Literaturnobelpreises Herta Müller

Oktober 08, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Gastartikel, Gesellschaft, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Literarisches, Politik, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für „Hannelore-Greve-Literaturpreis 2014“ für die Trägerin des Literaturnobelpreises Herta Müller

Von Johanna Renate Wöhlke

von links) Herta Müller, Gino Leineweber-Vorsitzender der Hamburger Autorenvereinigung e. V. ; Hannelore Greve; Erster Bürgermeister Olaf Scholz

(von links) Herta Müller; Gino Leineweber,Vorsitzender der Hamburger Autorenvereinigung e. V. ; Hannelore Greve; Erster Bürgermeister Olaf Scholz

Wir freuen uns, an dieser Stelle die unten folgende Rede des Vorsitzenden der Hamburger Autorenvereinigung, Gino Leineweber, veröffentlichen zu können. Er hielt sie anlässlich der Verleihung des „Hannelore-Greve-Literaturpreises 2014“ am 7. Oktober 2014 im Festsaal des Hamburger Rathauses.

Alle 250 Gäste, die sich an diesem Abend im Rathaus auf den Weg in den Festsaal machten, tauchten ein in ein Wechselbad aus Freude und Trauer, denn im Rathausfoyer machte das feierlich ausgestellte Kondolenzbuch der Stadt für den Schriftsteller Siegfried Lenz deutlich: Der Hamburger Ehrenbürger und auch Mitglied der Hamburger Autorenvereinigung war am selben Tage in Hamburg verstorben. (mehr …)

Hamburger Autorenvereinigung trauert um Gerlind Fischer-Diehl

Juli 02, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Gastartikel, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Literarisches, Redaktionelle Beiträge 1 Kommentar →

Von Johanna Renate Wöhlke

Gerne veröffentlichen wir an dieser Stelle den Nachruf auf Gerlind Fischer-Diehl, langjähriges Vorstandsmitglied und Ehrenmitglied der Hamburger Autorenvereinigung.

Gerlind Fischer-Diehl

Gerlind Fischer-Diehl

Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb das langjährige Vorstandsmitglied Gerlind Fischer-Diehl am 25. Juni nach langer schwerer Krankheit. Sie wurde 76 Jahre alt. 

Gerlind Fischer-Diehl brachte über viele Jahre an der Seite ihres Lebensgefährten Gabriel Laub wichtige Impulse in die Arbeit des1977 gegründeten Hamburger Schriftstellerverbandes. Die „Literarischen Salons“,
die beide begründeten, waren legendär. Gerlind Fischer-Diehl war ein starke Persönlichkeit und auch bis auf das letzte Jahrunübersehbar auf Veranstaltungen und Empfängen der Hamburger Kulturszene.

Gino Leineweber, Vorsitzender der Hamburger Autorenvereinigung: “ Gerlind Fischer -Diehl bestritt viele Lesungen mit großem Erfolg und ihre Spruchsammlung ( „Toleranz ist manchmal Feigheit. Aber Intoleranz deswegen noch kein Zeichen von Mut“- „Zur Familie gehörten auch die Sklaven- später nannte man sie Hausfrauen“) zeigt auf eine hellwache, lebenserfahrene Person, die (mehr …)

Was der Staat an seinen Christen hat

Mai 15, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Gastartikel, Geschichte, Gesellschaft, Politik, Redaktionelle Beiträge, Soziales, Wirtschaft Kommentare deaktiviert für Was der Staat an seinen Christen hat

Ein Gastartikel des Politikwissenschaftlers Dr. Andreas Püttmann

Dr. Andreas Püttmann

Dr. Andreas Püttmann

Einführende Worte von Johanna R.Wöhlke

Im Spannungsfeld Religion und Politik bewegen sich die Veröffentlichungen des  Bonner Politikwissenschaftlers und freien Publizisten Dr. Andreas Püttmann.  Seine Themen in zahlreichen Zeitschriftenaufsätzen und Büchern betreffen  Grundsatzfragen von Glaube und Gesellschaft, Kirche und Sozialethik, sowie Wertewandel und öffentliche Meinung. Im Jahre 1991 wurde er als Redakteur des „Rheinischer Merkur“ mit dem Katholischen Journalistenpreis ausgezeichnet. Er promovierte 1994 mit dem Thema „Ziviler Ungehorsam und christliche Bürgerloyalität“. Von 1993 bis 2002 wirkte er als Referent für die Begabtenförderung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Buchbeiträge schrieb Püttmann u.a. über Wertewandel-Rechtswandel (1997), Menschenbild und Medienwirkung (2002), Abschied vom Prinzipiellen (2005), Christliche Volkspartei  ohne christliches Volk? (2007) und Heimat in einer globalisierten Welt (2008). Seine viel beachtete Monographie „Gesellschaft ohne Gott. Risiken und Nebenwirkungen der Entchristlichung Deutschlands“ (2010) erscheint in vierter Auflage. (mehr …)

William Wilberforce and the abolition of slavery in the British Empire

Februar 25, 2014 Von: Wöhlke Kategorie: Ausland, Englisch, Gastartikel, Geschichte, Gesellschaft, In anderen Sprachen, Politik, Redaktionelle Beiträge, Schiffsreisen, Soziales, Wirtschaft 2 Kommentare →

by Professor Derek Fraser

 (A shortened version of a lecture given on board Queen Elizabeth as part of the Cunard Insights programme January 2014)

 

Am I not a man and a brother?

Am I not a man and a brother?

Slavery is as old as civilisation itself and many ancient Empires, including Egypt, Greece and Rome, were built on slave labour.  However, in the 17th and 18th centuries slavery took on a new more systematic form, in the wake of the voyages of exploration to and colonisation of the Americas by Europeans.  The fertile land of the New World generated a demand for labour which far exceeded the supply of both indigenous peoples and migrants.  Africa seemed to promise an unlimited supply of labour which the colonies needed and so the infamous triangular slave trade developed.  Ships from Europe would take manufactured goods, including basic armaments, to ports in West Africa.  There the products were offloaded and traded for African slaves, brought to the huge slave warehouses by unscrupulous traders, (mehr …)

In Memoriam Anna Bardi

Oktober 27, 2013 Von: Wöhlke Kategorie: Buchrezension, Gastartikel, Kunst und Kultur, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für In Memoriam Anna Bardi

Von Uwe Friesel

Anna Bardi und ihre literarischen Werke

Unser verstorbenes Mitglied Anna Bardi

Unser verstorbenes Mitglied —- Anna Bardi

Am 16. Oktober 2013 wäre Anna 75 Jahre alt geworden. Fast ein halbes Jahr lang wusste sie, dass sie bald sterben würde. Sie kämpfte bis zum Schluss und versuchte, ihre drei letzten Projekte, die Video-Text-Kassette „Liebe, Leben, Zeit und Vergänglichkeit“, das Szenario „Puca in Ohlsdorf“ und schließlich die Ausgabe ihrer eigenen Stories und Kurztexte noch fertig zu bekommen. Falls sie selbst es nicht mehr konnte, sollte ich es für sie erledigen. zu diesem Zweck bezahlte sie all die komplizierten Druckverfahren und Kopierkosten für die DVD’s im voraus. So ging es für mich darum, diese Projekte aus dem hinterlassenen Material aufzubereiten und bis zur Druckreife voranzutreiben. Bis zur Veranstaltung In Memoriam Anna Bardi am 17. Oktober 2013 im Logensaal der Kammerspiele, organisiert von der HAV, war alles fertig außer dem Geschichtenband. An dem sitze ich noch.

Anna war in vieler Hinsicht singulär. Zunächst hatte sie Schreinerei und klassisches Ballett gelernt, dann Innenarchitektur und Kunst studiert, schließlich malte sie, verfertigte seltsam elegante Lampen und Kunstobjekte aus Industrieschrott und altem Holz, drehte Videos und schrieb literarische Texte. Leider lernte ich sie erst vor sieben Jahren kennen, sonst wären aus unseren vielen Gesprächen sicherlich noch mehr gemeinsame Unternehmungen hervorgegangen. So wurden es nur die drei Buchprojekte und eine Reise nach St. Petersburg in Sachen Kunst und Literatur,, die uns einander näher brachten. (mehr …)

60 Jahre DAP – Prominente Grußworte der Vorsitzenden der Hamburger Autorenvereinigung und des Hamburger Schriftstellerverbandes, Gino Leineweber und Reimer Eilers!

Dezember 08, 2011 Von: Wöhlke Kategorie: DAP intern, Gastartikel, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert für 60 Jahre DAP – Prominente Grußworte der Vorsitzenden der Hamburger Autorenvereinigung und des Hamburger Schriftstellerverbandes, Gino Leineweber und Reimer Eilers!

Am 9. Dezember 2011 haben wir im Rahmen unserer jährlichen Weihnachtsfeier auch das Bestehen der DAP seit 60 Jahren gefeiert.Wir kooperieren mit der Hamburger Autorenvereinigung und dem Hamburger Schriftstellerverband und freuen uns deshalb besonders, an dieser Stelle die Grußworte ihrer Vorsitzenden für uns veröffentlichen zu können: Gino Leineweber und Dr. Reimer Eilers. Der Vorstand und die Mitglieder danken beiden prominenten Vertretern der „schreibenden Zünfte“ in Hamburg dafür, auch unsere Gäste gewesen zu sein!

Die drei Vorsitzenden

Die Präsidentin der DAP, Johanna Renate Wöhlke, dankt Reimer Eilers (links) und Gino Leineweber für ihre würdigenden und zukunftsweisenden Grußworte

Grußwort des Vorsitzenden der Hamburger Autorenvereinigung, Gino Leineweber

In diesen Tagen feiert Die Auswärtigen Presse e. V.  (DAP) ihr 60. Jubiläum. Die DAP ist somit fast doppelt so alt wie wir, die wir im Jahre 1977 das Licht der Welt erblickten. (mehr …)

Brandloch an der Elbe

Juni 01, 2010 Von: Woehlke Kategorie: Gastartikel, Geschichte, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur, Politik Kommentare deaktiviert für Brandloch an der Elbe

Gedanken zur Bücherverbrennung am historischen Ort

Vortrag von Dr. Reimer Eilers, VS Vorsitzender Hamburg, aus Anlass der Gedenkveranstaltung 2010 von Hamburger Autorenvereinigung und VS Verband der Schriftsteller zur Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933

Der 15. Mai 1933 war in Hamburg ein für die Jahreszeit zu kühler Tag. Trotzdem versammelte sich am späteren Abend eine etwa tausendköpfige Menge erwartungsvoll auf den Wiesen des Kaiser-Friedrich-Ufers. Denn wie formulierte der Reporter des „Hamburger Anzeigers“ am nächsten Tag unnachahmlich zum Anlass: „Feuer zieht die Menschen an. Ob es ein Schadenfeuer ist, ein Freudenfeuer oder ein solches, wie es die Studenten Hamburgs gestern Abend am Kaiser-Friedrich-Ufer veranstalteten.“

So begann der Frühling der Nationalsozialisten: Allerorten brannten im Deutschen Reich am 1o. Mai des Jahres dreiunddreißig die Scheiterhaufen mit den Büchern deutscher Schriftsteller. Hamburg machte eine bloß scheinbare Ausnahme: Hier fand die Bücherverbrennung einige Tage später, am 15. Mai, eine Stunde vor Mitternacht statt. Das Feuer am Kaiser-Friedrich-Ufer, übermannshoch, zog seine Nahrung aus über zweitausend Büchern. Und die Studenten, von denen im „Hamburger Anzeiger“ pauschal die Rede war, stellten sich als Mitglieder des Stahlhelms, der Burschenschaften und des SA-Sturms 6/76 dar. (mehr …)

Flammende Ignoranz

Mai 26, 2010 Von: Tekook Kategorie: Gastartikel, Hamburg im Fokus, Kunst und Kultur 3 Kommentare →

Vortrag von Gino Leineweber aus Anlass der Gedenkveranstaltung 2010 von Hamburger Autorenvereinigung und VS Verband der Schriftsteller zur Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933

Fahrenheit 451, das ist die Temperatur, bei der Papier Feuer fängt und Bücher sich entzünden, und das ist der Titel eines Romans des amerikanischen Schriftstellers Ray Bradbury. In diesem Buch beschreibt er eine Gesellschaft, in der Bücher verboten sind. Eine als Feuerwehr getarnte Institution, rückt immer dann aus, wenn Bücher gefunden werden, verbrennt sie und verhaftet die Besitzer.

Die Bevölkerung im Roman ist von allem fernzuhalten, was der Gesellschaftsstruktur schaden könnte. Insbesondere von Büchern. Sie bieten andere Ansichten, und erlauben in andere Welten einzutauchen. (mehr …)