Die Auswärtige Presse e.V.

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Artikel der Kategorie ‘Buchrezension’

Organspende – umfassende Information

März 17, 2011 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Medizin, Gesundheit Noch keine Kommentare →

Von Dr. Wolf Tekook

Als im Grote- Schuur- Krankenhaus in Kapstadt das erste Herz transplantiert wurde, gab es lange Zeit kein wichtigeres Thema für die Medien. Heute werden jedes Jahr tausende von Organen verpflanzt. Die Organtransplantation ist zum etablierten Bereich der medizinischen Therapie geworden. Und doch sterben in jedem Jahr Kranke, weil das lebensrettende Organ eines Spenders nicht zur Verfügung stand. Die Zahl der Menschen, die im Todesfall ihre Organe für das Leben Anderer zur Verfügung stellen, schrumpft sogar. Liegt es an der fehlenden Information?

Der Arzt und Medizinautor Eberhard J. Wormer hat mit seinem Buch Organspende auf 146 Seiten umfassend zu dem komplexen und oft tabuisierten Thema Stellung bezogen. Beginnend mit einem geschichtlichen Überblick erläutert er mit reichlich Bildmaterial  und profunder Sachkenntnis viele Aspekte rund um den Themenkreis Transplantation. Aktuelle Daten und Beschreibungen aus der Immunologie fehlen ebenso wenig wie die Definition(en) des Hirntodes, der organisatorische Ablauf einer Transplantation oder die juristischen Regelungen. Zu den wichtigsten transplantierbaren Organen: (weiterlesen …)

Langzyklus

Februar 13, 2011 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Medizin, Gesundheit Noch keine Kommentare →

Rezension zum Buch „Langzyklus“ von Inka Wiegratz und Herbert Kuhl, Thieme Verlag, Stuttgart, 2010

von Götz Egloff

„Weniger Menstruationen – weniger Menstruationsbeschwerden – weniger zyklusabhängige Erkrankungen“ trägt das kurze, aber dichte Lehrbuch der beiden Frankfurter Gynäkologen und Universitätsforscher im Untertitel. Dieser Leitgedanke ist Programm des Werks, das sich einerseits an Gynäkologen, Psychiater und Internisten richtet, sowie an akademisch vorgebildete Frauen, die eine Optimierung des Zyklus und eine Reduzierung damit einhergehender Beschwerden oder assoziierter Erkrankungen wünschen. Und das sind nicht wenige.

Zum 50. Geburtstag der Pille, die – es kann nicht oft genug betont werden – eine revolutionäre Entdeckung und Erfindung darstellt, erscheint es sehr angebracht, dem oralen Kontrazeptivum nicht nur die gebührende Aufmerksamkeit zu zollen, sondern auch neue Wege der Darreichungsform gründlich vorzustellen, die sich bei immer mehr Frauen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Doch allein das ist nicht Selbstzweck des Buches. Es geht um mehr: Menstruationsbeschwerden, in der Praxis häufiger als allgemein angenommen anzutreffen, stellen für viele Frauen nicht nur ein lästiges Übel, sondern in Zeiten wachsenden Gesundheitsbewusstseins folgerichtig eine möglicherweise zu vermeidende Belastung dar, der mittels „off-label-use“ bereits seit längerem entgegengetreten wird. So wird zu Anlässen wie Reisen, Festtagen oder besonderen beruflichen Verpflichtungen die Pille oft „durchgenommen“, die Hormonentzugsblutung somit aus nachvollziehbaren Gründen verschoben. (weiterlesen …)

“Sich abschaffen” wird abgeschafft?

Februar 07, 2011 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Gesellschaft, Politik Noch keine Kommentare →


Von Dr. Wolf Tekook

Am 30. August 2010 kam das Buch Deutschland schafft sich ab von Thilo Sarrazin auf den Markt. Am 29. Oktober 2010 meldete der SPIEGEL Online eine Gesamtauflage von 1,1 Millionen, von denen 1 Million bereits ausgeliefert seien. Am 7. Februar 2011 belegte das Buch in der Amazon- Verkaufsstatistik immer noch den Rang 21.

Gibt man beim Internet- Suchdienst Google den Namen Sarrazin ein, so lauten die Titel auf der ersten Seite unter anderem:

  • Sarrazin gegen die Wissenschaft
  • Rückblick auf eine Debatte: Thilo Sarrazin ist kein Held …
  • Samba, Spaß und Sarrazin
  • Streit um Unterrichtsmethoden – Frau Sarrazin – autoritär oder
  • Thilo Sarrazin und seine Leser – Wer hat Angst vorm fremden Mann
  • Erneuter Sarrazin-Streit: Die Oberlehrer der Nation – Politik
  • Sarrazins Thesen: So wird Deutschland dumm – Das Buch – Feuilleton
  • Intelligenzforscher: „Sarrazin zu beschimpfen, führt nicht weiter
  • Skandal-Buch: Sarrazin provoziert Deutschland mit Texthäppchen
  • (weiterlesen …)

Norddeutsche Küche, modern interpretiert

Januar 23, 2011 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Hamburg im Fokus Noch keine Kommentare →

Heinz O. Wehmann stellt neues Kochbuch vor

Text & Foto: Angelika Fischer

Erschienen am 22. Januar im der Preußischen Allgemeinen Zeitung (PAZ)

Sternekoch Heinz O. Wehmann stellte sein neues Buch „Kochen Sie norddeutsch?“ in der Landhausküche vor

Heinz O. Wehmann, Küchenchef- Patron im Landhaus Scherrer an der Elbchaussee, hat seit jeher ein Faible für die norddeutsche Küche. Hamburgs dienstältester Sternekoch, der seit dreißig Jahren hier am Herd steht und seinen Michelinstern nicht einen Tag lang abgeben musste, steht auf  frisch zubereiteten Gerichte mit saisonalen Produkten aus der Region. Jetzt hat er auf die Empfehlungen von Leserinnen und Lesern des „Hamburger Abendblattes“ hin die schönsten regionalen Spezialitäten Norddeutschlands  in einem Kochbuch mit dem Titel „Kochen Sie norddeutsch?“ zusammengestellt. Jedes der Rezepte wurde von ihm zubereitet und erklärt, zeitgemäß verfeinert und mit Tipps für ein gutes Gelingen versehen. „Die norddeutsche Küche ist wesentlich vielfältiger als ihr Renommee, die alten Rezepte sind nur in Gefahr, in Vergessenheit zu geraten“, so Wehmann bei der Präsentation, „mit diesem Buch können wir beweisen, dass die modern interpretierte norddeutsche Küche große Klasse hat, die Applaus verdient!“ (weiterlesen …)

Der große Bogen zum Monotheismus

Dezember 31, 2010 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Geschichte, Mitglieder in der Presse Noch keine Kommentare →


Das Buch “Der Herrscher zweier Horizonte” von DAP- Mitglied Hans- Peter Kurr

Von Dr. Wolf Tekook

Wenn man über Personen der Geschichte wenig oder nichts weiß, so mag dies die Fantasie beflügeln: Was wäre, wenn… ? Eine solche Gestalt ist Setepen-re, die sechste Tochter von Nofretete und Ech-n-aton. Ihr Vater, als Amenophis IV. der neunte Pharao des ägyptischen Neuen Reiches, ist als religiöser Reformator in die Geschichte eingegangen; er führte Aton (die Abendgestalt des Sonnengottes Re) als einzigen Gott in den Götterglauben Ägyptens ein, wenngleich er die alten Götter nicht vollkommen ignorierte. Über Setepen-re wissen die Historiker nur wenig; die meisten Quellen lassen vermuten, dass sie im späten Kindesalter verstorben ist.

Aus dieser Ausgangssituation hat Hans- Peter Kurr eine Erzählung geschaffen, die das alte Ägypten plastisch wiederauferstehen lässt. Zugute kamen ihm dabei sicher seine Studien der Ägyptologie, bevor er sich der Schauspielerei und der Regie zuwandte. In Der Herrscher zweier Horizonte darf Setepen-re weiterleben, wird vom pharaonischen Vater zur weissagenden Priesterin bestimmt, die Erstaunliches vorhersieht. So darf sie in der Geschichte dem Hebräer Moses den Auszug aus Ägypten erlauben und die 10 Plagen, die nach der Verfolgung Moses über das Land fallen, vorhersagen. (weiterlesen …)

Beziehungsprobleme? Ja bitte!

Dezember 18, 2010 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Gesellschaft Noch keine Kommentare →

Von Dr. Wolf Tekook

Lästerer erklären die Methode, wie man ein erfolgreiches Ratgeberbuch schreibt, folgendermaßen: “Man erfinde ein Problem – und dann schreibe man ein Buch über dieses selbsterfundene Problem.” Diesen Weg ist Autor Axel Beck bei seinem Buch Dein Rettungsfloß für die Liebe nicht gegangen, im Gegenteil, er hat sich an einem Thema versucht, zu dem es in jeder Buchhandlung mindestens 1 Regalmeter zur Auswahl gibt. Die Nöte der Menschheit auf diesem Gebiet scheinen groß zu sein. Und dennoch hat dieses Buch seinen Reiz, weil es nicht den schulmeisternden Finger des gelernten Psychologen, Ehetherapeuten oder Verhaltensforschers erhebt, sondern – so erklärt der Autor zu Beginn seines Buches – aus dem eigenen Erleben eines gebrannten Kindes erwachsen ist. Selbst einmal geschieden und neu verheiratet, Kinder aus der ersten Ehe, nach eigenem Bekenntnis ein Bündel gescheiterter Beziehungen: Da ist der Leser auf Anregungen aus erster Hand, wie man es besser machen kann, gespannt. (weiterlesen …)

Die klare Linie

Dezember 18, 2010 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Kunst und Kultur Noch keine Kommentare →

Von Dr. Wolf Tekook

Betrachtet man die Architekturbeispiele in Ulrich Höhns’ Buch Die klare Linie, in dem er Bauten und Entwürfe des Hamburger Architekten Michael Kitzmann (und Team) vorstellt, so fühlt man sich an die Hoch- Zeit des Bauhaus erinnert: Kantige oder sanft gebogene Architektur, die ihren Reiz aus der Funktionalität schöpft.

Einfamilienhäuser, Schulen und Gewerbeobjekte – überall wird die einheitliche Linie mit geometrischen Strukturen als gestaltendem Merkmal sichtbar. Gelegentlich entdeckt man postmoderne Elemente – Bullaugen und kühn überragende Dächer, vorspringende Balkone oder zierende Säulen. Doch der Geist Mies van der Rohes ist unübersehbar.

Grundrisse und Entwurfszeichnungen sowie ausführliche Textbeschreibungen erlauben es, einen Eindruck in die planerische Arbeit einer Architekktengruppe zu bekommen, die sich selbst über ein Vierteljahrhundert treu geblieben ist. (weiterlesen …)

Geschichten aus Bethlehem

Dezember 18, 2010 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Gesellschaft Noch keine Kommentare →

Von Dr. Wolf Tekook

Es gibt Bücher, deren Hochkonjunkturzeit vor Weihnachten liegt. Es gibt Bücher, die berichten vom lobenswerten Einzelinitiativen, um das Leid der Welt zu lindern. Es gibt Bücher, die zu dem Zweck geschrieben werden, die Spendenbereitschaft der Leser anzuregen. Es gibt Bücher, die, um das angestrebte Ziel zu erreichen, Fakten und Meinungen mischen und dadurch einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen.

Auf das hier vorgestellte Buch Geschichten aus Bethlehem treffen alle obigen Aussagen zu. Thema ist das im Jahre 1952 von dem Schweizer Pater Ernst Schnydrig gegründetete Kinderspital in Bethlehem. Seit 1963 gibt es einen Trägerverein, die Kinderspitalhilfe Bethlehem mit Sitz in Luzern. Heute arbeiten über 200 Angestellte – Christen und Muslime – im Spital, das so ein wichtiger Arbeitgeber in der Region ist. Ärzte aus Palästina und Europa kümmern sich um die Gesundheit der kleinen Patienten. (weiterlesen …)

Geschichte unter dem Vergrößerungsglas

Dezember 10, 2010 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Geschichte 1 Kommentar →


Nahverkehr und Nationalsozialismus

Die Hamburger Hochbahn AG im “Dritten Reich”

von Dr. Wolf Tekook

Geschichte – dazu gehören Zeittafeln, in denen die Entwicklung der Menschheit oder einzelner Staaten nachzulesen ist. Kriege werden beschrieben und analysiert, wechselnde Herrschaftsverhältnisse aufgezeichnet, der Übergang von einer Staatsform in die andere.

Geschichte – das ist aber auch die exemplarische Darstellung einer Ära anhand der Entwicklung eines Mikrokosmos, mit detaillierter Darstellung der beteiligten Personen und deren Entscheidungen. Der Autor des hier vorgestellten Buches, Christoph Strupp, ist diesen Weg gegangen, als er die Chronik der Hamburger Hochbahn AG ab dem Jahre 1906 bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb.

Mit vielen Faksimiles und historischen Aufnahmen bebildert findet der Leser in diesem Buch unvermittelt exemplarische Darstellungen des Lebens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Einzelschicksale ebenso wie die Behandlung von Bevölkerungsgruppen. Die wirtschaftlichen Ziele der Hochbahn, deren Realisierung oder deren Scheitern aufgrund von Fehleinschätzung oder politischer Vorgabe, der Konkurrenzkampf und die Werbemethoden, später die Ausgrenzung von Juden und Zwangsarbeitern oder in der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs die Nutzung von Straßenbahnen als rollende Gemüsestände, Gütertransportmittel oder Schutträumeinheiten – all dies findet sich in der überraschend spannenden Analyse.

Als Zeitzeugen kommen zu Wort die wechselnde Vorstände der Firma, aber auch die einfachen Arbeiter, die in der Betriebszeitschrift charmant unbeholfen reimten, wie der Zugführer Schmidt mit seinem Werbegedicht aus dem Jahre 1935: (weiterlesen …)

Kulturmarken 2011

Oktober 10, 2010 Von: Tekook Kategorie: Buchrezension, Kunst und Kultur 2 Kommentare →


Jahrbuch für Kulturmarketing und Kultusponsoring

Von Dr. Wolf Tekook

Kultur ist schön, Kultur ist wichtig, Kultur ist unverzichtbar! Ob sich Politiker in Sonntagsreden aus dem Fenster lehnen oder die Lenker der Wirtschaft auf ihre Investitionen im Kultursektor berufen: Sie alle halten das Fähnchen der Kulturförderung hoch. Mögen auch die Städtischen Bühnen in mittleren Großstädten in Serie geschlossen werden, weil die große rote Zahl am Ende des städtischen Etats dies vorgibt, die Kultur, sie lebe hoch!

Das hier vorgestellte Jahrbuch Kulturmarken 2011 nennt viele Autoren, die sich dem schwierigen Thema in zwei Schwerpunkten nähern:

  • Kulturinvestitionen
  • Markenentwicklung in der Kultur

Bei den Kulturinvestitionen wird der Public Private Partnership ein hoher Rang eingeräumt. Die öffentliche Hand (Bund, Länder und Kommunen) schließt Verträge mit privaten Unternehmen, die langfristig etwa ein Museum finanzieren und dafür selbst Vorteile genießen können. (weiterlesen …)