<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Die Auswärtige Presse e.V. &#187; Buchrezension</title>
	<atom:link href="http://die-auswaertige-presse.de/category/redaktionelle_beitraege/buchrezension/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://die-auswaertige-presse.de</link>
	<description>Internationale Journalistenvereinigung Hamburg</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2012 14:00:24 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Trank der Vampire</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/trank-der-vampire/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/trank-der-vampire/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 12:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=12301</guid>
		<description><![CDATA[Von Dr. Wolf Tekook Regionale Krimis haben seit Jahren einen festen und treuen Leserstamm. Das Rezept hierzu ist so einfach wie wirkungsvoll: Man nehme einen gängigen Kriminalstoff – Mord, Entführung, Geiselnahme oder ähnliches -, lasse aber Bösewichte und verfolgende Helden nicht in der Anonymität agieren, sondern verlagere die Schauplätze für den lokalen Kenner nachvollziehbar und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-12302" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/PotthoffTrankDerVampire.jpg" alt="" width="300" height="300" />Regionale Krimis haben seit Jahren einen festen und treuen Leserstamm. Das Rezept hierzu ist so einfach wie wirkungsvoll: Man nehme einen gängigen Kriminalstoff – Mord, Entführung, Geiselnahme oder ähnliches -, lasse aber Bösewichte und verfolgende Helden nicht in der Anonymität agieren, sondern verlagere die Schauplätze für den lokalen Kenner nachvollziehbar und mit detaillierter Beschreibung auf den heimischen Wochenmarkt, in die Eckkneipe oder die Fußgängerzone. Folgt dann der Sprachgebrauch noch regionalen Eigenheiten, so ist allein aufgrund des Wiedererkennungseffektes ein treuer Leserstamm gesichert.</p>
<p>Der Krefelder Autor Norbert Potthoff hat in den vergangenen Jahren bereits einige Kriminalromane nach obigem Muster verfasst – flüssig lesbar, Lokalkolorit garantiert. Bei seinem neuen Buch <strong>Trank der Vampire</strong> behält er das bewährte Muster bei, doch werden dieses Mal keine Unschuldigen dahingemordet, keine Bürgermeister entführt. Stattdessen wird die Heldin des Romans nach einem fehlgeschlagenen Ansiedelungsversuch in Südfrankreich in das Ränkespiel zweier uralter Familien- Klans der Seidenstadt Krefeld einbezogen.<span id="more-12301"></span></p>
<p>Bei dem Versuch, in ihrer Heimatstadt mit einer Medienagentur wieder Fuß zu fassen, bekommt sie unerwartete und märchenhaft großzügige Unterstützung durch das Haupt der einen Familie; der (in seinem Agieren eher unklare) Gegenpart des zweiten Klans wird vom ihrem Onkel verkörpert. Ihr Gönner erteilt den Auftrag, eine Werbekampagne für ein neues Brausegetränk zu entwickeln, das sie titelgebend <strong>Trank der Vampire</strong> nennt. Zusammen mit ihrem obskur agierenden Mitarbeiter meistert sie schließlich die Aufgabe.</p>
<p>In diesen Handlungsstrang mischen sich sonderbare Vorfälle – von der Begegnung mit einer Zigeunerin, die in Saintes-Maries de la mèr unerwartet den Segen der jungen Frau erbittet bis zu mehrfachen Andeutungen von auf der Erde lebenden Engeln oder gefallenen Engeln, die sich in das Dasein der Menschen einmischen. Vieles wird vage angedeutet, bleibt unklar. So ist denkbar, dass der letzte Satz dieses Buches <em>“Jetzt fürchte ich, dass die leidige Geschichte weiter geht.”</em> das nächste Buch aus selber Feder ankündigt.</p>
<p>Diesen Roman legt man nach der Lektüre nicht rundum zufrieden zurück; vieles wird angedeutet, weniger wird im Handlungsstrang aufgeklärt. Aber vielleicht bringt der nächste Band die Erleuchtung?</p>
<p><strong>Fazit: Vielleicht der kurzweilig geschriebene Anfang eines Entwicklungsromans mit vielen Prisen Mystik und Esoterik, flüssig geschrieben und mit viel Lokalkolorit zum Gaudium der regionalen Leserschaft angereichert. Am besten gefällt der Versuch, den Wiedererkennungswert von Ortsbeschreibungen und Sprachduktus einmal nicht mit Mord und Totschlag zu verbinden.</strong></p>
<p><strong>Norbert Potthoff<br />
Trank der Vampire</strong></p>
<ul>
<li><strong>Gebundene Ausgabe:</strong> 512 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> res publica artis; Auflage: 1 (2011)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 3928570331</li>
<li><strong>Preis: </strong>9,90 €</li>
<li><strong>Zu bestellen beim Autor</strong> unter <a title="Potthoff" href="mailto:potthoff@art-krefeld.de" target="_blank">potthoff@art-krefeld.de</a></li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/trank-der-vampire/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wolfsküsse</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/wolfskusse/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/wolfskusse/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 18:58:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=12227</guid>
		<description><![CDATA[Von Dr. Wolf Tekook Wie ändert eine Ex- Stewardess und mit der Arbeit nicht glückliche Rechtsanwältin ihr Leben, nachdem zu allem Überfluss auch noch die Ehe gescheitert ist? Das ist der Stoff, aus dem das ZDF in unschöner Regelmäßigkeit Melodramen zurechtschnitzt, worüber Tageszeitungsleser in Form von Fortsetzungsromanen untersten Niveaus hinwegblättern und sich die Abonnenten bestimmter, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Wolf Tekook</em><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c38cc18a455541768a7678d1a68c5a80" alt="" width="1" height="1" /><br />
<img class="size-full wp-image-12228 alignright" title="ElliRadingerWolfskuesse" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/ElliRadingerWolfskuesse.jpg" alt="" width="300" height="260" /></p>
<p>Wie ändert eine Ex- Stewardess und mit der Arbeit nicht glückliche Rechtsanwältin ihr Leben, nachdem zu allem Überfluss auch noch die Ehe gescheitert ist?</p>
<p>Das ist der Stoff, aus dem das ZDF in unschöner Regelmäßigkeit Melodramen zurechtschnitzt, worüber Tageszeitungsleser in Form von Fortsetzungsromanen untersten Niveaus hinwegblättern und sich die Abonnenten bestimmter, für die Damenwelt konzipierter Illustrierten freuen. Böte Elli H. Radinger in ihrem Buch <strong>Wolfsküsse</strong> derartige Einheitskost, wäre die Rezension hier beendet.</p>
<p>Doch die Autorin wendet sich, anstatt in Selbstfindungskrisen zu ersticken, der Beobachtung freilebender Wölfe zu und entdeckt im Yellowstone National Park im Westen der USA ihre Bestimmung. Weiblich- anekdotisch- autobigraphisch ist das zum Thema entstandene Buch auch, jedoch nicht so penentrant, dass man es vor den wirklich interessanten Schilderungen zuklappt.</p>
<p>Elli H. Radinger entwickelt eine starke emotionale Zuneigung zu den Wölfen. <span id="more-12227"></span>In dem Bestreben, ihnen näher zu kommen und die Tiere verstehen zu lernen, praktiziert sie zunächst in einer Wolfsfarm in den Vereinigten Staaten. Dort kommt sie den Wölfen näher, nimmt körperlichen Kontakt auf und bemerkt, wie sich die Faszination verstärkt. Zurück in Deutschland gründet sie, wie es sich in diesem Lande zu gehören scheint, einen Verein, gibt eine Zeitung über Wölfe heraus, nimmt Kontakt zu Wolfsschützern in ihrem Heimatland auf. Doch der Ort ihrer Sehnsucht liegt in Montana, im Yellowstone National Park. Dorthin reist sie immer wieder, nimmt den Kontakt zu dort zum Thema Wölfen arbeitenden Biologen auf und schafft es mit Zähigkeit, in das Beobachterteam aufgenommen zu werden.</p>
<p>Sie verhehlt nicht die Probleme, die manche Bewohner der Region mit den dort ausgewilderten Raubtieren haben. Vor allem aber beschreibt sie in flüssiger Sprache die Arbeitsweise der Wolfbeobachter, die zwar viele Tier mit Peilsendern versehen, aber darüber hinaus nicht versuchen, die Wölfe in ihrer natürlichen Lebensweise zu behindern. Es wird mit Spektiven beobachtet, dokumentiert, fotografiert und gefilmt, aber der Mensch greift nicht ein. Die Begeisterung schwappt zum Leser hinüber, wenn sie <em>ihre</em> Lieblingstiere in ihrem Verhalten beschreibt, ob beim Reißen eines Wapitihirsches oder beim Dösen im Schnee. Das Schicksal von Leitwölfen wird ebenso plastisch geschildert wie das des wölfischen Frauenschwarms, denen die Forscher den Namen <em>Casanova </em>gegeben haben, weil er es versteht, die Wölfinnen auch fremder Rudel zu becircen.</p>
<p>Ganz nebenbei erfährt der Leser etwa, wie man sich mit Pfefferspray die Grizzlies vom Leibe hält (erst ganz nahe herankommen lassen, bevor man die Abwehrwaffe einsetzt), dass man von Bisons besser einen gehörigen Abstand hält und wie die Rangordnung des Fressens bei einem erlegten Wild ist (erst die Wölfe, dann Koyoten, dann die Adler und die Raben &#8211; und gelegentlich bringt ein Bär die Reihenfolge durcheinander). Er lernt, warum man im Auto und Zelt jegliche Lebensmittel nur in geruchsdichten Kisten aufbewahren darf (nur so ist man einigermaßen sicher vor den Bären) und dass es im Yellowstone Park einen Bären gibt, dessen größtes Vergnügen es ist, sich auf eine bestimmte Zeltart zu werfen. Er lernt, dass die Forscher auch dann nicht eingreifen, wenn ein Tier verletzt ist oder nach Einbrechen in einen zugefrorenen See langsam und qualvoll stirbt. Das Credo der Biologen ist es, das natürliche Leben und den Kampf um selbiges nicht zu beeinflussen &#8211; mit Ausnahme der angebrachten Peilsender.</p>
<p>Doch das Hauptthema sind die Wölfe, ihr Sozialverhalten, ihre Jagdtechniken, die Revierkämpfe und die Aufzucht der Jungen &#8211; immer aus der Perspektive des entfernten, möglichst wenig störenden Beobachters. Elli H. Radinger bringt die großen Raubtiere näher, räumt mit Vorurteilen auf &#8211; und beschreibt dabei, wie ein ökologisches Gleichgewicht in Fauna und Flora nur möglich ist, wenn der Mensch den Dingen und den Lebewesen ihren Lauf lässt.</p>
<p><strong>Fazit: Ein sehr lesenswertes Buch für die Freunde nicht nur der Wölfe. Ein Plädoyer für einen sanften, nicht störenden Umgang des Menschen mit der Natur.</strong></p>
<ul>
<li><strong>Gebundene Ausgabe:</strong> 224 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Rütten &amp; Loening; Auflage: 1 (19. September 2011)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 3352008205</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3352008207</li>
<li><strong> Größe und/oder Gewicht: </strong> 22 x 13,4 x 2,2 cm</li>
<li><strong>Preis: 19,99 €</strong></li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/wolfskusse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mein Buchtipp als Geschenk für Weihnachten: Handbuch für Songtexter</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/mein-buchtipp-als-geschenk-fur-weihnachten-handbuch-fur-songtexter/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/mein-buchtipp-als-geschenk-fur-weihnachten-handbuch-fur-songtexter/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 10:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit und Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=12018</guid>
		<description><![CDATA[Von Johanna Renate Wöhlke Das Buch für professionelles Schreiben und Vermarkten „Handbuch für Songtexter. Mehr Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten“ ist der Titel des Buches. Es ist ein Buch, das Songschreibern helfen will, gut mit Sprache und erfolgreich mit guter Sprache umzugehen. Außerdem geben die Autoren Informationen und Tipps, wie die Ergebnisse vermarktet werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Johanna Renate Wöhlke</em></p>
<p><strong>Das Buch für professionelles Schreiben und Vermarkten</strong></p>
<div id="attachment_12023" class="wp-caption alignleft" style="width: 278px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Edith-Jeske-und-Tobias-Reitz.jpg"><img class="size-full wp-image-12023   " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Edith-Jeske-und-Tobias-Reitz.jpg" alt=" " width="268" height="403" /></a><p class="wp-caption-text">Edith Jeske und Tobias Reitz</p></div>
<p>„Handbuch für Songtexter. Mehr Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten“ ist der Titel des Buches. Es ist ein Buch, das Songschreibern helfen will, gut mit Sprache und erfolgreich mit guter Sprache umzugehen. Außerdem geben die Autoren Informationen und Tipps, wie die Ergebnisse vermarktet werden können und informieren umfassend über alles, was ergänzend dazu an Wissen für die Branchenpraxis benötigt wird wie zum Beispiel Urheberrecht, Werkschutz oder Verlagsverträge.</p>
<p>Geschrieben haben das Buch Edith Jeske und Tobias Reitz: Edith Jeske ist langjährige Dozentin für Textdichten und Coach, unter anderem im Popkurs Hamburg an der Hochschule für Theater und Musik in Hamburg. Tobias Reitz ist Germanist und Textdichter, Jahrgang 1979 und der jüngste hauptberufliche Textdichter Deutschlands. Gemeinsam leiten sie die „Celler Schule“, die einzige deutsche Masterclass für Textdichter, gefördert von der GEMA-Stiftung. Sie wurde 1996 von Edith Jeske ins Leben gerufen.<span id="more-12018"></span></p>
<p>Um gute Sprache geht es also. Spüre ich Angst, die Tasten meiner Tastatur  herunterzudrücken? Es könnte sein, ich mache einen Fehler. Dann schriebe ich vielleicht in schlechter Sprache etwas über ein Buch über gute Sprache und gute Reime, von dem ich nach dem Lesen sicher weiß, dass es in guter und lebendiger Sprache geschrieben worden ist &#8211; Wortspiele machen an dieser Stelle Freude, denn dazu hat das Buch überzeugend animiert!</p>
<p>Außerdem ist da noch der Satz von Bastian Sick in seinem Grußwort im Buch – er ist mit beiden Autoren befreundet: „Grammatische Fehler schmerzen mich genauso wie ein unsauberer Reim.“  Er fügt hinzu: „Ich liebe die deutsche Sprache, denn sie ist meine Muttersprache.“</p>
<p>Nach dem Lesen des Buches scheinen mir das die Grundlinien zu sein, an denen sich auch die Autoren aufgestellt haben, um diesen schweren Parcours zu bewältigen: die Liebe zur Sprache und damit verbunden gleichsam eine therapeutische Aufgabe wahrnehmend: Menschen eine erfolgreiche „Schmerztherapie“ in Sachen Reim und Sprache zu empfehlen, in ihrer Muttersprache deutsch.</p>
<div id="attachment_12028" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Celler-Schule.jpg"><img class="size-medium wp-image-12028" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Celler-Schule-300x188.jpg" alt="Im Seminarraum" width="300" height="188" /></a><p class="wp-caption-text">Im Seminarraum</p></div>
<p>Nicht jeder wird den Begriff des Schmerzes ins Feld führen, wenn es um unsaubere und schlechte Reime geht. Aber viele werden das Anliegen, das mit diesen Gedanken verbunden ist, uneingeschränkt teilen: Songtexte und deutsche Sprache – das ist ein Feld, das zu bestellen sich lohnt, denn es kann reiche Ernte eingefahren werden. Der deutsche Schlager hat nicht den besten Ruf, wenn es um gute Texte geht. Das soll sich ändern. Die Celler Schule, ihre beiden Dozenten und die Absolventen tragen nun schon 15 Jahre lang dazu bei.</p>
<p>Das Team Jeske-Reitz, professionell und erfolgreich im Markt, hat dieses Buch aber nicht nur für Profis geschrieben. Songtexten ist nur für wenige ein Hauptberuf, aber für viele nebenberuflich attraktiv. Der langjährige Profi findet hier genauso seine Lektüre wie der langjährig auf den Erfolg Hoffende und der Nachwuchs – hoffend auf den einen großen Erfolg, die eine erfolgreiche Single, die GEMA-Überweisung der Einspielsummen des erfolgreichen Hits.</p>
<div id="attachment_12031" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Thomas-Woitekwitsch.jpg"><img class="size-medium wp-image-12031" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Thomas-Woitekwitsch-300x174.jpg" alt="Thomas Woitkewitsch" width="300" height="174" /></a><p class="wp-caption-text">Einer der berühmten Dozenten der &quot;Celler Schule&quot; bei der Arbeit mit Tobias Reitz, Thomas Woitekwitsch</p></div>
<p>Dieses Buch ist ein ehrliches Buch. Es vermittelt fundiertes Wissen in Theorie und praktischen Beispielen, macht Lust auf Sprache und Reimen, ist von der ersten bis zur letzten Zeile ein fesselndes Lesevergnügen,  nimmt mit auf einen hoffnungsvollen Weg für alle, die Lust verspüren und ihre Begabung entwickeln wollen. Aber es  baut keine Wolkenkuckucksheime auf dem Weg zum Erfolg. Am Ende bleibt auch hier die Erkenntnis, dass man den Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten ansteuern kann und ansteuern muss. Der ganz große Erfolg bleibt ein Geheimnis, das zu ergründen wahrscheinlich den Reiz ausmacht, auf diesem Gebiet Professionalität zu erlangen.</p>
<p><strong>Mehr Informationen gibt es auf diesen Seiten im Internet:</strong><br />
<a href="http://www.autorenhaus-verlag.de/">www.autorenhaus-verlag.de</a><br />
<a href="http://www.songtexte-schreiben-lernen.de/">www.songtexte-schreiben-lernen.de</a><br />
<a href="http://www.celler-schule.de/">www.celler-schule.de</a><br />
<a href="http://www.musenlust.de/">www.musenlust.de</a><br />
<a href="http://www.tobias-reitz.de/">www.tobias-reitz.de</a></p>
<p>Kurzfilm zur Celler Schule: www.youtube.com/watch?v=6V-OzK1v3Ds</p>
<table style="width: 28%;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="100%">
<p><div id="attachment_12034" class="wp-caption alignleft" style="width: 185px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Cover.jpg"><img class="size-full wp-image-12034" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/12/Cover.jpg" alt="Cover" width="175" height="262" /></a><p class="wp-caption-text">Das Cover</p></div></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Edith Jeske und Tobias Reitz</p>
<p>Handbuch für Songtexter.</p>
<p>Mehr Erfolg durch professionelles Schreiben und Vermarkten</p>
<p>Autorenhaus Verlag Berlin, 2011, ISBN 3-86671-096-2</p>
<p>Hardcover, 304 Seiten, 19,95 Euro</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;<br />
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/12/mein-buchtipp-als-geschenk-fur-weihnachten-handbuch-fur-songtexter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Persönliches vom Guerillero</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/10/personliches-vom-guerillero/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/10/personliches-vom-guerillero/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 18:37:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=11284</guid>
		<description><![CDATA[Selbstporträt Che Guevara Von Dr. Wolf Tekook Es gibt Bücher, bei denen die Urheberschaft nicht so einfach zu ermitteln ist. Das Selbstporträt Che Guevara gehört in diese Gruppe: Der argentinischstämmige Revolutionär erscheint als Autor auf de Bild- und Textband. Als Herausgeber wird der kubanische Autor Víctor Casaus genannt. Besucht man dessen Homepage, so werden zahlreiche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Selbstporträt Che Guevara</strong><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c7edff4ab0f9429d939bace2ee2c6df7" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><em>Von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_11285" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-11285" title="SelbstportraetCheGue" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/10/SelbstportraetCheGue.jpg" alt="" width="300" height="300" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd"></dd>
</dl>
</div>
<p>Es gibt Bücher, bei denen die Urheberschaft nicht so einfach zu ermitteln ist. Das <strong>Selbstporträt Che Guevara</strong> gehört in diese Gruppe: Der argentinischstämmige Revolutionär erscheint als Autor auf de Bild- und Textband. Als Herausgeber wird der kubanische Autor Víctor Casaus genannt. Besucht man dessen <a title="Victor Casaus" href="http://www.victorcasaus.com/" target="_blank">Homepage</a>, so werden zahlreiche Romane, Lyrikbände und Filme gelistet; doch das Buch über Che Guevara fehlt. Als Verleger der <em>englischsprachigen</em> Originalausgabe aus dem Jahre 2004 firmieren das <em>Che Guevara Studies Center </em>und <em>Aleida March</em>. Ins Deutsche schließlich hat Hans- Joachim Hartstein den englischen Text übersetzt. Erschienen ist das Buch 2005 bei Kiepenheuer &amp; Witsch in Köln, gedruckt hat es MOHN Media in Güterloh. Wieviel an (spanischem) Originaltext mag wohl auf diesen verschlungenen Pfaden verändert worden sein?</p>
<p>Ungeachtet dieser Sprachen- und Bearbeiter- Odyssee bietet dieses Buch für Geschichtsinteressierte und übriggebliebene Fans des lateinamerikanischen Revolutionärs Lesens- und Sehenswertes. Chronologisch geordnet werden Briefe, Essays, Berichte und Fotos von Ernesto Che Guevara vorgestellt &#8211; jeweils kapitelweise einleitend kommentiert &#8211; von Victor Casaus.<span id="more-11284"></span></p>
<p>In einem bunten Kaleidoskop, das mit Dokumenten aus der Kindheit beginnt und mit Tagebuchnotizen kurz vor seiner Ermordung in Bolivien endet, ensteht das Bild eines neugierigen, zunehmend radikalisierten und willensstarken Mannes, der seine <em>Unschuld </em>bei den Kämpfen, die zum Sturz der Regierung Arbenz in Guatemala führten, verlor. Reiste er zuvor neugierig durch <em>sein</em> Lateinamerika, so ändert sich der Ton seiner erhaltenen schriftlichen Dokumente nach diesen Ereignissen. Seine Sprache wird härter, er wird zum Revolutionär, zum Guerillero. Über Mexico, wo er Fidel Castro kennenlernt, geht es nach Kuba, wo er bei dem Sturz von Batista eine entscheidende Rolle spielt. Aus seiner Zeit als Industrieminister im nun sozialistischen Kuba sind mehrere Interviews abgedruckt. Den Rastlosen zieht es weiter in den Kongo, wo er erfolglos die dortige Regierung bekämpft. In Bolivien schließlich wird er von Regierungstruppen gefangenengenommen und getötet.</p>
<p>Interessant an den vielen abgedruckten Dokumenten ist die von Anfang an akzentuierte, nuancenreiche Sprache, die Beobachtungen genau uns plastisch weitergibt &#8211; ob in Briefen an seine Eltern oder in Tagebucheinträgen. Guevaras eigene Fotos zeigen ein plastisches Bild vom Lateinamerika der 50er Jahre. Dem aufmerksamen Leser fällt die Änderung des Sprachduktus im Laufe der Jahre auf, der Verlust an Kompromisswillen und die zunehmende Härte der Formulierungen, aber auch der Hang des Viellesers Che zur Lyrik, der in seinem Briefdialog mit dem mexikanischen Dichter Léon Felipe besonders zum Ausdruck kommt.</p>
<p><strong>Fazit: Ein lese- und betrachtenswertes Buch für die Freunde des lateinamerikanischen Revolutionärs, der der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch in Europa seinen Stempel aufgedrückt hat. Es ersetzt keine Biographie, zeigt aber intensiv die persönliche Seite von Che Guevara.</strong><br />
<strong>Che Guevara<br />
Selbstproträt Che Guevara</strong></p>
<ul>
<li><strong>Gebundene Ausgabe:</strong> 305 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Kiepenheuer &amp; Witsch GmbH; Auflage: 1 (April 2005)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 3462036009</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3462036008</li>
<li><strong> Größe: </strong> 24,8 x 21,4 x 2 cm</li>
<li><strong>Preis: </strong>10,00 €</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/10/personliches-vom-guerillero/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ökonomie als Waffe</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/10/okonomie-als-waffe/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/10/okonomie-als-waffe/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 11:19:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=11255</guid>
		<description><![CDATA[Nicht NUR eine Buchkritik Von Dr. Wolf Tekook Es gibt Bücher, deren prophetische Wirkung man erst nach einiger Zeit erfasst. Ein solches Buch ist Bekenntnisse eines Economic Hit Man von dem amerikanischen Autor John Perkins. Das Buch ist keine Fiktion, sondern die Autobiographie eines Mannes, Jahrgang 1946, der vom amerikanischen Geheimdienst NSA und der internationalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/30a4ba4c082148febddcc5996584ad0b" alt="" width="1" height="1" /><br />
<strong>Nicht NUR eine Buchkritik</strong></p>
<p><em>Von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-11256" title="BekenntnisseEinesEconomic" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/10/BekenntnisseEinesEconomic.jpg" alt="" width="300" height="259" />Es gibt Bücher, deren prophetische Wirkung man erst nach einiger Zeit erfasst. Ein solches Buch ist <strong>Bekenntnisse eines Economic Hit Man </strong>von dem amerikanischen Autor <strong>John Perkins</strong>.</p>
<p>Das Buch ist keine Fiktion, sondern die Autobiographie eines Mannes, Jahrgang 1946, der vom amerikanischen Geheimdienst NSA und der internationalen Beratungsfirma MAIN für den titelgebenden Beruf ausgebildet wurde. Seine Aufgabe: Entwicklungs- und Schwellenländer durch bewusst übertrieben optimistische Wirtschaftsprognosen zu überdimensionierten Technikprojekten zu drängen. Diese Projekte wurden oft von der Weltbank finanziert, von stets amerikanischen Konzernen ausgeführt und trieben die Länder durch sich anhäufende Schulden in eine wirtschaftliche und politische Abhängigkeit von den USA.</p>
<p>Von 1970 bis 1982 arbeitete John Perkins bei der Firma MAIN. Detailliert beschreibt der die Projekte, an denen er gearbeitet hat &#8211; und die politischen Ziele der Vereinigten Staaten bei diesen Mammutunternehmen:<span id="more-11255"></span></p>
<ul>
<li>Die Elektrifizierung von Java in Indonesien &#8211; um dieses große Land zu Zeiten der kalten und heißen Kriege vor dem Einfluss der damaligen Sowietunion zu &#8220;bewahren&#8221;.</li>
<li>Die Bewahrung des status quo in der Kanalzone von Panama &#8211; um die Pläne der Japaner, die einen neuen Kanal dort bauen wollten, zu boykottieren.</li>
<li>Die Entwicklung einer modernen Infrastruktur und enorme militärische Aufrüstung in Saudi- Arabien &#8211; gegen Liefergarantien für Öl an die USA.</li>
<li>Der &#8211; fehlgeschlagene &#8211; Versuch, den Iran durch diese Methode an die USA zu binden &#8211; ebenfalls, um die Erdölreserven in das &#8220;Land der unbegrenzten Möglichkeiten&#8221; umzuleiten.</li>
<li>Energie- Investitionen in Ecuador &#8211; um die riesigen Vorräte an fossilen Brennstoffen für die USA zu sichern.</li>
</ul>
<p>Nicht immer war das Ziel, die Länder durch immense Schulden an die USA zu binden. Saudi- Arabien und der Iran konnten dank ihrer riesigen Erdölreserven die Kosten für die Projekte mühelos aus dem eigenen Staatshaushalt bezahlen. In diesen Fällen wurde den Ländern Hochtechnologie im zivilen &#8211; und dem militärischen! &#8211; Sektor inklusive Wartungsverträgen verkauft. Immer profitierten ausschließlich amerikanische Konzerne, und immer wurde die politische Abhängigkeit zementiert.</p>
<p>Und wenn ein Land den Verlockungen der Vereinigten Staaten nicht erliegen wollte?</p>
<p>Dann wurden die Stufen zwei und drei eingesetzt!</p>
<p><strong>Stufe zwei</strong> &#8211; das waren und sind die <em>Schakale, </em>Operationen der amerikanischen Geheimdienste, um nicht kooperationswillige ausländische Politiker zu eliminieren. Perkins nennt explizit zwei Beispiele:</p>
<ul>
<li>Der Absturz eines Flugzeugs mit dem ecuadorischen Präsidenten Jaime Roldós am 24. Mai 1981. Der neugewählte Präsident hatte einen Kampf gegen die Abhängigkeit seines Landes von den US- amerikanischen Ölkonzernen begonnen, die Riesengewinne aus seinem Land abzogen, während die Bevölkerung Ecuadors weiter am Existenzminimum kämpften.</li>
<li>Ein weiterer Flugzeugabsturz am 31. Juli 1981. An Bord der kleinen Privatmaschine war der panamesische Präsident Omar Torrijos, der jahrelang dafür gekämpft hatte, dass die Kanalzone in Panama endlich wieder inländischer Kontrolle unterstellt wurde. Der friedensliebende amerikanische Präsident Jimmy Carter hatte ein solches Abkommen unterzeichnet, sein Nachfolger, der Republikaner Ronald Reagan, wollte diesen Schritt wieder rückgängig machen.</li>
</ul>
<p>Weitere Beispiele &#8211; etwa in den 50ern die Entmachtung des iranischen Präsidenten Mossadeq zugunsten des wieder inthronisierten Schahs &#8211; werden kurz angerissen.</p>
<p><strong>Stufe drei </strong>- Führten auch diese Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg, so kam es zu einer letzten Steigerung: Der militärischen Invasion der USA in die betreffenden Länder. Beispiele: Afghanistan und zwei Mal Irak.</p>
<p>John Perkins bekam im Laufe seiner &#8211; sehr erfolgreichen &#8211; Tätigkeit Gewissensbisse und schied 1982 bei MAIN auf eigenen Wunsch aus. Doch er beschreibt den Fortgang dieser Geschichte aus der Sicht des kenntnisreichen Beobachters &#8211; die wirtschaftlichen Verflechtungen der beiden Präsidenten George und George W. Bush, denen Ölfirmen und Anteile an der United Fruit Company gehören, und deren Reaktionen auf &#8220;Probleme&#8221;.</p>
<p>Interessant gegen Ende des Buches ist die Beschreibung, wie Pläne für eine de facto- Machtübenahme in Venezuela durch den Anschlag auf das Word Trade Center am 11.9.2001 und die nachfolgenden Kriege in Afghanistan und dem Irak nicht zur Ausführung kamen. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez wollte sein &#8211; auch erdölreiches &#8211; Land aus der <em>freundschaftlichen</em> Umklammerung des nordamerikanischen Nachbarn lösen. Die Verstaatlichung der Ölindustrie hätte das Eingreifen der USA nach den oben beschriebenen Mustern erfordert. Doch die Jagd auf Saddam Hussein rettete Chávez augenscheinlich den Kopf.</p>
<p><strong>Parallelbetrachtung &#8211; Wie ist es heute?</strong></p>
<p>Am 8. Oktober 2011 schreibt die <em>Rheinische Post </em>auf der Titelseite:</p>
<ul>
<li>Die &lt;US- amerikanische&gt; Rating- Agentur Moody&#8217;s senkt die Bonitätsnoten von zwölf britischen Banken, darunter Lloyds und die Royal Bank of Scotland</li>
<li>Moody&#8217;s erteilt neun portugiesischen Banken eine schlechtere Bonitätsnote.</li>
</ul>
<p>Im Innenteil wird weiter über die hoffnungslose Lage des schuldengeplagten Griechenland diskutiert. Wie äußerte sich vor drei Tagen erneut der aktuelle amerikanische Präsident Barack Obama? Die Europäer sollten sich gefälligst Mühe geben, <em>ihre </em>Bankprobleme in Ordnung zu bringen, sonst drohe der amerikanischen Wirtschaft Schaden. Hatte der Präsident vergessen, wo die aktuelle Wirtschaftskrise ursächlich entstanden ist?</p>
<p>Parallelen zu den <em>Bekenntnissen eines Economic Hit Man</em>?</p>
<p>Honi soit, qui mal y pense!</p>
<p><strong>Fazit: Ein SEHR wichtiges Buch &#8211; nicht nur für historische Betrachtungen!</strong></p>
<p><strong>John Perkins<br />
Bekenntnisse eines Economic Hit Man</strong></p>
<ul>
<li><strong>Taschenbuch:</strong> 384 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Goldmann Verlag (12. März 2007)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 3442154243</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3442154241</li>
<li><strong>Originaltitel:</strong> Confessions of an Economic Hit Man</li>
<li><strong> Größe: </strong> 18,2 x 12,4 x 2,8 cm</li>
<li><strong>Preis: 9,95 €</strong></li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/10/okonomie-als-waffe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Das Mönchsopfer&#8221; und eine erste Moderation</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/06/das-monchsopfer-und-eine-erste-moderation/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/06/das-monchsopfer-und-eine-erste-moderation/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 08:26:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Tisson Uschi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=8889</guid>
		<description><![CDATA[Von Uschi Tisson Hamburg-Harburg. Wenn zwei sich verstehen, freut sich die Dritte! So geht es immer weiter mit dem Net(t)working, wenn Frau  offen ist für neue Wege! So kam der Zeitpunkt für meine erste Moderation einer Lesung aus dem Buch &#8220;Das Mönchsopfer&#8221; (Piper). Die drei Partnerinnen Alexandra Guggenheim (Autorin), Katrin Schmitt (Gastgeberin) und ich verbrachten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Uschi Tisson</em></p>
<div id="attachment_8890" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/Erste-Moderation.jpg"><img class="size-medium wp-image-8890" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/Erste-Moderation-300x199.jpg" alt=" " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Drei Frauen und eine Lesung. ( von links) Alexandra Guggenheim, Katrin Schmitt ( Inhaberin), Uschi Tisson</p></div>
<p>Hamburg-Harburg. Wenn zwei sich verstehen, freut sich die Dritte! So geht es immer weiter mit dem Net(t)working, wenn Frau  offen ist für neue Wege! So kam der Zeitpunkt für meine erste Moderation einer Lesung aus dem Buch &#8220;Das Mönchsopfer&#8221; (Piper). Die drei Partnerinnen <strong>Alexandra Guggenheim</strong> (Autorin), <strong>Katrin Schmitt</strong> (Gastgeberin) und ich verbrachten den Feierabend in der &#8220;Buchhandlung am Sand&#8221; in Hamburg-Harburg.</p>
<p>Alexandra Guggenheim las nicht nur aus ihrem letzten Roman. Die Zuhörer erfuhren mehr über die Entstehung von &#8220;Das Mönchsopfer&#8221; und bekamen außerdem ein umfangreiches Bild aus dem Arbeitsalltag einer erfolgreichen Autorin.</p>
<p>Ich freue mich auf die nächste Moderation!<br />
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/06/das-monchsopfer-und-eine-erste-moderation/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wenn der Jamie mit dem Heinrich. Erfahrungsbericht mit einem Diabetiker-Kochbuch</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/06/wenn-der-jamie-mit-dem-heinrich-erfahrungsbericht-mit-einem-diabetiker-kochbuch/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/06/wenn-der-jamie-mit-dem-heinrich-erfahrungsbericht-mit-einem-diabetiker-kochbuch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 08:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Seitz Hartmuth]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=8747</guid>
		<description><![CDATA[Von Hartmuth Seitz Wer die Kochbücher von Jamie Oliver nicht nur gelesen, sondern auch eine Vielzahl seiner Rezepte ausprobiert hat, freut sich über die  Hauptaussage „Man nehme, was man hat“. Zumal wenn es um das Anmischen von Soßen jedweder Art geht. Hauptarbeitsgerät ist ein verschließbares Glas, das die  flüssige Mischung aufnimmt. Des Weiteren sollte ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Hartmuth Seitz</em></p>
<div id="attachment_8748" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/Diabetiker-KB.jpg"><img class="size-full wp-image-8748" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/Diabetiker-KB.jpg" alt=" " width="225" height="225" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Wer die Kochbücher von Jamie Oliver nicht nur gelesen, sondern auch eine Vielzahl seiner Rezepte ausprobiert hat, freut sich über die  Hauptaussage „Man nehme, was man hat“. Zumal wenn es um das Anmischen von Soßen jedweder Art geht. Hauptarbeitsgerät ist ein verschließbares Glas, das die  flüssige Mischung aufnimmt. Des Weiteren sollte ein starker Arm die Schüttelei aufnehmen.</p>
<p>Ausreichende körperliche Belastung  ist nicht nur für jeden Diabetiker unabdingbarer Lebensbestandteil.  Neben der  natürlichen Kalorienverbrennung geht oftmals eine  Ernährungsumstellung einher.<span id="more-8747"></span></p>
<p>Wer als Diabetiker versucht, gesund zu Leben, kennt die landläufige Meinung, nicht alles Essen zu dürfen. Einkaufen mit dem Blick auf Diabetikerprodukte?! Auf den ersten Blick wenig  rosige Aussichten. Kochen sollte sich nur noch auf das Zählen von  Broteinheiten und Kalorien beschränken?</p>
<p>Wie dabei der Genuss nicht zu kurz kommt, sondern durc h diese Umstellung sogar Lebensqualität gesteigert werden kann, das zeigt „das neue Diabetiker-Kochbuch“ der Autorinnen Tina Schlag und Britta Macho. Nicht auf die schönen Dinge des Lebens verzichten. Trotz der Diagnose Diabetis einen qualitativ hohen Lebenstandard bewahren – das ist möglich.</p>
<p>Gesund und kulinarisch abwechslungsreich! Alltagstauglich! Familientaugllich! Das sind Schlagwörter, die die beiden Ernährungsexpertinnen  für sich beanspruchen können. Ballaststoffreiche, fettarme Gerichte  aus „normalen“  Zutaten sorgen für eine ausgewogene, gesunde Ernährung, deren Zubereitung nicht nur Spaß macht, sondern deren Ergebnis auch noch schmeckt.  Sie  präsentieren nicht alleine Rezepte. Sie erläutern  die aid-Ernährungspyramide, sortieren Lebensmittel gruppenweise in diese Pyramide ein,  geben  Ernährungs – und Einkauftstipps. Neben den Rezepten für Vorspeisen und Suppen,  Zwischen-und Hauptgerichte und verzichten sie nicht auf Süßspeisen und Desserts.  Ihre Rezepte bestehen aus den eimnzelnen Pyramiden-Bausteinen, die täglich neu zusammengesetzt werden.</p>
<p>Bewusst wird auf die Nutzung von Diabetiker-Produkten verzichten. Weder Kalorien noch Broteinheiten werden gezählt.  Zahlen gibt es nur im Zusammenhang mit Mengenangaben und Kochzeiten.</p>
<p>Bisher haben wir es jedoch nie geschafft, diese Vorgaben exakt einzuhalten. Aber auch das ist kein Beinbruch. Es funktioniert  problemlos, wenn man sich die Varianten zu jedem Vorschlag  ansieht. Jedes Rezept ist schnell nachkochbar.</p>
<p>Britta Machos Motto: „Kochen macht Spaß, weil ich dabei entspannen kann. Alle Zutaten sollen in der Regel „ums Eck“ zu bekommen sein. Ich gestalte die Rezepte so einfach wie möglich“. Also, entweder mal eben „ums Eck“ beim Kaufmann nachschauen – oder noch besser, man hat die Möglichkei,t die Zutaten direkt aus dem Beet hinter dem Haus zu entnehmen.</p>
<div id="attachment_8750" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/Essen_001.jpg"><img class="size-medium wp-image-8750" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/06/Essen_001-300x200.jpg" alt=" " width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Den Nudelsalat mit Erdbeeren haben wir noch nie nach der  Rezeptvorlage zubereitet. Wir haben  die vorgeschlagenen Varianten weiter  variiert, die Soßenzutaten nach den Originalvorgaben auf Art von Jamie Oliver geschüttelt, Spargel durch Brokkoli oder Spinat ersetzt. Wofür haben wir ein Kräuterbeet angelegt? Da  tummeln sich verschiede ne Minzsorten un d Merrettich . Wir greifen auf unseren Wildspinat, den „Guten  Heinrich“ zurück.</p>
<p>Wer mit Topfen-Erdbeer-Creme  nichts anfangen kann, der schaut nach dem Obst der Saison und mischt seine rote Grütze mit dem an, was der Garten bietet. Spätestens beim Einsatz getrockneter Marillen merkt man, hoppla, da haben weder Lafer noch Schubeck mitgewirkt. Die Autorinnen stammen aus Österrreich – und deswegen  bietet das Buch auch einen kleinen Küchendolmetscher. Wer kennt hier schon Fisolen und Powidln.</p>
<p>In den letzten Wochen haben wir einen Großteil der Rezepte ausprobiert, sind mittlerweile  „Germ“ spezialisiert, schöpfen in allen Rezepten die Tipps und Varianten nicht nur voll aus, sondern verändern nach dem, was Gartenbeet und Kräuterspirale  hergeben.  Hier handelt es sich wirklich um ein Kochbuch für die ganze Familie – man kann seine Diabetis  dabei  fast vergessen. Und die Erfolge dieser Rezepte  waren im wahren  Wortsinn  bei mir meßbar.</p>
<p>Wer seine Schweinsschnitzel nicht mit Weißkraut-Frischkäse-Füllung mag, der nimmt eben Rotkraut oder frische Pilze. Egal wie, unsere Familie war nur in einem Fall enttäuscht. Die Varianten fürs Fisch-Curry wurden zu sehr ausgereizt und standen deswegen in keinem guten Verhältnis zueinander.</p>
<p>Fazit:</p>
<p>Ein Buch mit vielen einfachen Rezepten ohne Diabetikerprodukte – das schmeckt der ganzen Familie!<br />
Zwei Ernährungsexpertinnen zeigen, wie einfach es für Diabetiker ist, sich mit „normalen“ ballaststoffreich und fettarm mit Gemüse, Fisch, Fleisch, mit Süßspeisen und Snacks abwechslungsreich und genussvoll zu ernähren. Ein lohnendes Kochbuch  – wenn man die Ideen für Vorschläge und Varianten nutzt und weiterentwickelt .</p>
<p>Hartmuth Seitz</p>
<p>ISBN 978-3-7040-2384-1</p>
<p>Britta Macho / Tina Schlag: Das neue Diabetiker-Kochbuch. Schnelle Gerichte für die ganze Familie, AV-Buch,  127 Seiten</p>
<p>Preis: 19,90 €<br />
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/06/wenn-der-jamie-mit-dem-heinrich-erfahrungsbericht-mit-einem-diabetiker-kochbuch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein beklemmender Ausflug in die Welt der Pharmamärkte</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/04/ein-beklemmender-ausflug-in-die-welt-der-pharmamarkte/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/04/ein-beklemmender-ausflug-in-die-welt-der-pharmamarkte/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 19:55:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=7411</guid>
		<description><![CDATA[Von Dr. Wolf Tekook Die Autoren beginnen mit einer Schreckensmeldung: &#8220;Harte Zeiten für die Pharmakonzerne&#8221;. Der Grund: Jahrzehntelange erprobte Werbestrategien für rezeptpflichtige Medikamente &#8211; eine Einladung an Ärzte zu einem Luxuswochenende in der Schweiz oder das Beschenken besuchter niedergelassener Mediziner mit DVD- Player oder iPod &#8211; bringen nicht mehr die gewohnten Umsatzsteigerungen. Skandale und Gerichtsverhandlungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/adafa21db51c4b6089c6d40ae9408e37" alt="" width="1" height="1" /><br />
<em>Von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_7412" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-7412" title="PatientImVisier" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/PatientImVisier.jpg" alt="" width="300" height="300" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Die Autoren beginnen mit einer Schreckensmeldung: &#8220;Harte Zeiten für die Pharmakonzerne&#8221;. Der Grund: Jahrzehntelange erprobte Werbestrategien für rezeptpflichtige Medikamente &#8211; eine Einladung an Ärzte zu einem Luxuswochenende in der Schweiz oder das Beschenken besuchter niedergelassener Mediziner mit DVD- Player oder iPod &#8211; bringen nicht mehr die gewohnten Umsatzsteigerungen. Skandale und Gerichtsverhandlungen mit Verurteilungen von Ärzten wegen Vorteilsnahme haben das Werbeklima deutlich abkühlen lassen.Doch die Marketingrecherchen der Pharmahersteller fanden bald eine deutlich bessere Möglichkeit; unter bewusster Umgehung des EU- weitem Werbeverbots für rezeptpflichtige Arzneien werden die realen und vermutlichen Kranken direkt angesprochen. Das Buch <em>Patient im Visier </em>der sehr exakt recherchierenden Journalisten Caroline Walter und Alexander Kobylinski beschreibt detailliert, mit welchen Methoden die Pharmaindustrie unter geschicktem Einsatz der Neuen Medien Kranke manipuliert und Umsätze steigert.<span id="more-7411"></span></strong></p>
<p>Die beiden Autoren sind erfindungsreich, wenn es um das Sammeln der oft verschleierten Informationen geht. Unter anderem gründen Sie eine fiktive Pharmafirma, die angeblich ein neues Medikament gegen die Alzheimer- Erkrankung in Deutschland auf den Markt bringen will. Zunächst versuchen sie direkte Kontakte zu den Redaktionen von Publikumszeitschriften &#8211; ohne Erfolg. Ganz anders sieht es aus, als sie Gespräche mit einer Pharmaagentur führen: Bei einem in Aussicht gestellten Werbeetat von 1 Million Euro und einem 10- prozentigen Honorar für die Agentur sprudeln die konkreten Vorschläge für ein &#8211; gesetzewidriges &#8211; <em>product placement</em> in den redaktionellen Bereichen der Medien nur so. Die Buchautoren nennen stets Ross und Reiter: Für eine vierseitige redaktionelle Berichterstattung in der Wochenschrift <em>Bunte</em> müsse man mit einem Vorlauf von zwei bis drei Monaten rechnen bei Kosten von 30.000 € &#8211; genannt <em>Druckkostenzuschuss</em>. Dafür gebe es aber auch noch einen bekannten Professor, der das Medikament in der Zeitschrift mit Namen nenne, obendrauf. Andere Zeitungen verlangten zwischen 8.000 und 10.000 €. Schnell steht ein Angebot für eine <em>Veröffentlichungswelle</em> mit Zeitschriften, Tageszeitungen und den beim Zielpublikum wie der Pharmaindustrie so beliebten Telefonaktionen im Raum; bei diesen stehen von der Pharmafirma bezahlte Experten für die Fragen der Leser zur Verfügung. Der Auftraggeber, die im Falle der Autoren fiktive Firma, bleibt dabei völlig im Hintergrund und entzieht sich so meist juristischer Verfolgung. Auch TV- Sendungen seien machbar &#8211; für 48.000 € gebe es 24 Minuten redaktionelle Werbung für das Medikament.</p>
<p>Die neuen Medien werden von den Arzneimittelherstellern sehr gezielt eingesetzt. Immer mehr Patientenportale laden Kranke ein, sich genaue und detaillierte Informationen &#8211; natürlich kostenfrei &#8211; zu beschaffen. Da gibt es Seiten wie <em>www.leben-mit-ms.de</em>, wo sich an Multipler Sklerose Erkrankte Rat und Tat erhoffen. Neben einer Fülle allgemeiner Informationen gibt es auf solchen Seiten dann stets Empfehlungen für <strong>ein</strong> Medikament. Finanzier der Seite: Die Herstellerfirma.Dass Wirkungen breit und Risiken wenig oder nicht dargestellt werden, versteht sich</p>
<p>Mit diesen Informationen bewaffnet macht sich der informierte Kranke dann auf den Weg zum Arzt. Rät ihm dieser &#8211; zum Beispiel aufgrund schwerer Nebenwirkungen  oder ungesicherter Studienlage &#8211; von der Einnahme ab, ist es kein Problem; der nächste Arzt wartet und wird es verschreiben, der Umsatz der Herstellerfirma ist gesichert.</p>
<p>Die angeblich so intensiv forschende Pharmaindustrie hat in den letzten Jahren einen deutlichen Wandel in den Entwicklungsschwerpunkten vollzogen. Die Forschung zur Entwicklung von Substanzen zur Behandlung von Volkskrankheiten wurde weitgehend aufgegeben. Dafür kommen immer mehr Pharmaka mit zweifelhafter Wirksamkeit und oft riesiger Nebenwirkungswahrscheinlichkeit auf den Markt, die <em>Erleichterung</em> bei chronisch fortschreitenden oder zum Tode führenden Erkrankungen bieten sollen. Die Multiple Sklerose, die Alzheimer- Demenz oder fortgeschrittene Tumorerkrankungen sind ebenso Beispiele wie Depressionen. Neuentwicklungen werden zu abenteuerlichen Preisen auf den Markt gebracht, oft unzureichend getestet, wie unabhängige Sachverständige im Buch bestätigen. Wegen oft tödlicher Nebenwirkungen verschwinden diese Medikamente dann nach einigen Jahren wieder; der Konzern hat sein Geschäft längst gemacht. Als eins von vielen Beispielen wird im Buch das Rheumamittel <em>Vioxx</em> genannt.</p>
<p>Das <em>Deutsche Grüne Kreuz</em> ist eine vielzitierte Instanz in Sachen Krankheitsbehandlung. Bei einem eingetragenen gemeinnützigen Verein mit einem an das Rote Kreuz erinnernden Namen darf man doch auf sachliche Aufklärung hoffen? Nach Recherchen der Buchautoren ist die Pharmaindustrie über Sponsoring erheblich involviert.</p>
<p>Selbsthilfegruppen, Patientenseminare oder -kongresse &#8211; die Kreativität der Pharmaindustrie ist unerschöpflich, wenn es um die werbemäßige Beeinflussung der Patienten geht. Und ist gerade die passende Krankheit für das bereits existierende Medikament nicht vorhanden, so wird sie erfunden: Von der <em>Erektilen Dysfunktion</em> über das <em>chronic fatigue syndrome </em>bis zum <em>aging male syndrome</em> werden zum Medikament passende Krankheiten erschaffen. Die Werbetexter erfinden dann den <em>Helden der Liebe</em>, und jeder Konsument weiß, dass es zum die rautenförmige blaue Pille geht, die Männer stark macht. Die Marktplätze der Republik werden mit futuristischen mobilen Wandelobjekten zum Thema medikamentöse Therapie bestückt. Ein von den Autoren genanntes Beispiel berichtet von einem Patiententestverfahren zum Thema Demenz: Die recherchierenden (jungen) Journalisten beantworteten die am Computer gestellten Fragen wahrheitsgemäß. Das Ergebnis: Sie sollten sich dringend wegen Demenzverdacht in Behandlung begeben.</p>
<p>Es werden Krebsmedikamente, die bei fortgeschrittenen Tumoren die Überlebenszeit drastisch verlängern sollen &#8211; zu monatlichen Therapiekosten von 60.000 € &#8211; vorgestellt. Die vom Hersteller für die amtliche Zulassung eingereichten Studien lassen goldene Zeiten für diese verzweifelte Patientengruppe erwarten. Unabhängige Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass man von einer allenfalls 14- tägigen längeren Überlebenszeit reden könne &#8211; bei unerträglicher Einschränkung der Lebensqualität durch die Nebenwirkungen.</p>
<p>Die Autoren recherchieren auch bei der EU in Brüssel und bei der Zulassungsstelle für neue Medikamente in Berlin. Sie besuchen auch ein Seminar für Pharmalobbyisten, die gezielt auf ihre Arbeit mit den deutschen Politikern vorbereitet werden.</p>
<p>Den Abschluss des Buches bildet die <em>Schweinegrippe</em> und die Taktiken der Industrie in diesem Fall. Zunächst wurden die Landesregierungen per Email unter Druck gesetzt, riesige Menge des wegen der vielfach aufgetretenen Resistenzen der Grippeviren weitgehend unwirksamen Medikamentes <em>Tamiflu</em> auf Kosten der Steuerzahler zu kaufen. Dann wurde im Schnelldurchgang ein zweifelhafter Impfstoff entwickelt, der aufgrund eines umstrittenen Wirkverstärkers und eines quecksilberhaltigen Konservierungsmittels nicht empfehlenswert war. Doch die staatlichen Stellen kauften riesige Mengen ein; da sich in diesem Fall die Patienten in der Mehrzahl nicht für diese Impfung entschieden, blieb die Regierung auf riesigen Mengen Impfstoff sitzen. Der Versuch, wie weiterzuverkaufen, scheiterte. Pikantes Detail der im Ausschnitt zitierten Verträge der Regierung mit dem Hersteller: Der Hersteller wurde von möglichen Schadensersatzansprüchen freigestellt!</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Dieses gut, locker und verständlich geschriebene Buch ist ein Muss für jeden, der objektive Informationen sucht &#8211; ob Patient, Arzt oder Politiker.<strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Caroline Walter, Alexander Kobylinski<br />
Patient im Visier<br />
Die neue Strategie der Pharmakonzerne</strong></p>
<ul>
<li><strong>Gebundene Ausgabe:</strong> 240 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Hoffmann und Campe (28. Mai 2010)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 3455501516</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3455501513</li>
<li><strong> Größe: </strong> 20,8 x 13,2 x 2,4 cm</li>
<li><strong>Preis: </strong>17,00 €</li>
</ul>
<p>_______________________________________________________________________</p>
<p><em><strong>Kommentar</strong></em></p>
<p><em>Der Rezensent dieses Buch ist niedergelassener Allgemeinarzt und konnte bei dieser Tätigkeit früh und intensiv mit den Werbestrategien der Pharmaindustrie Bekanntschaft machen. Kurz nach der Niederlassung im Jahre 1982 tauchten freundliche Pharmareferenten in der Praxis auf. Sie brachten Kugelschreiber mit Werbeaufdruck mit, Notizblöcke und Kalender &#8211; als &#8220;Gegenleistung&#8221; für ein kurzes Gespräch, in dem die enormen Vorteile irgendeines Medikamentes geschildert wurden.</em></p>
<p><em>Irgendwann erfolgte eine Einladung zu einem &#8220;Kongress&#8221; in die Hansestadt Hamburg, veranstaltet von einer Pharmafirma, die den Namen mit einem in St. Pauli gebrauten Bier gemein hat. Im edlen Sternehotel nahe beim Jungfernstieg waren die Vortragsräume gut gefüllt, als von dem Konzern bezahlte Redner die Vorteile eines neuen Medikamentes wortreich und mit einer Vielzahl projezierter Diagramme verkündeten. Es folgte eine Diskussion, und dann schloss sich das &#8220;Rahmenprogramm&#8221; an. Dem Rezensenten ist nicht mehr erinnerlich, ob es eine Musicalaufführung oder ein Theaterbesuch war; selbstverständlich zahlte die Pharmafirma die Eintrittskarten und auch die nachher reichlich angebotenen alkoholischen Getränke. </em></p>
<p><em>Da dem Berichterstatter nicht nach einem Vollrausch zumute war, setzte er sich in eine Nische des Hotelrestaurants und las in einem Buch. Langsam torkelten die Kollegen an ihm vorbei &#8211; einem seligen Schlafe entgegen. Irgendwann war das große Restaurant nahezu leer; nur am Nachbartisch &#8211; optisch getrennt durch eine Blumenrabatte &#8211; versammelten sich die betreuenden und selbstverständlich nüchternen Pharmareferenten zur Lagebesprechung. Der Rezensent legte sein Buch zur Seite, als er unfreiwillig zum Mithörer wurde. Akribisch wurden die eingeladenen Ärzte analysiert, gewonnene Informationen verglichen, Persönliches öffentlich gemacht, ob die Zahl der Kinder oder der Namen der illigitimen Freundin. Es wurden Prognosen abgegeben, inwieweit und mit welchen Mitteln der einzelne Arzt zu einem verbesserten Verordnungsverhalten zugunsten der einladenden Firma bewegt werden können. Der staunende unfreiwillige Zuhörer erfuhr, wie er und seine Kollegen in bezug auf das Marketingpotenzial eingestuft wurde, wo Druck, wo Belobigung oder Einladung erfolgversprechender sei.</em></p>
<p><em>Der Rezensent verließ das Restaurant, ging auf sein Zimmer, packte seinen Koffer und fuhr noch in der Nacht &#8211; auf eigene Kosten &#8211; nach Hause. In der Praxis untersagte er von Stund&#8217; an jeglichen Besuch von Pharmavertretern, nahm keine der Einladungen zu den zunächst noch reichlich, später seltener eintreffenen Werbeveranstaltungen mehr an.</em></p>
<p><em>Der Lohn: In nunmehr fast 30 Jahren brauchte er nie einen Patienten anzurufen, um ihm mitzuteilen, dass dass noch eben angepriesene Wundermittel leider wegen tödlicher Nebenwirkungen vom Markt genommen werden musste. Kommt ein neues Medikament auf den Markt, so informiert er sich zunächst ein Jahr lang in unabhängigen Quellen über Wirkungen und Nebenwirkungen, bevor er den Einsatz bei seinen Patienten erwägt. In der gesamten Zeit der praktischen Arbeit an der Medizinfront hat es noch kein Medikament gegeben, dessen Nutzen im Vergleich zu seinen Vorgängern so groß war, dass ein solches Abwarten ethisch nicht vertretbar gewesen wäre. </em></p>
<p><em>Auch zu ihm kommen Kranke, die in der Zeitung von einem neuen Wundermittel gelesen haben. Wenn er ausführlich begründet, warum er dieses Medikament noch nicht einsetzen möchte, verstehen dies seine Patienten &#8211; je länger er dies praktiziert, um so eher, denn viele derart Beratene konnten später in denselben Zeitschriften, aber in deutlich kleinerer Schrift, lesen, dass das Wundermittel entzaubert worden war &#8230;..<br />
</em><br />
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/04/ein-beklemmender-ausflug-in-die-welt-der-pharmamarkte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einladung aus Verantwortung</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/04/einladung-aus-verantwortung/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/04/einladung-aus-verantwortung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 20:23:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=7280</guid>
		<description><![CDATA[Von Dr. Wolf Tekook In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts startete die Hansestadt Hamburg ein Besuchsprogramm für jüdische Emigranten, die zur Zeit des Nationalsozialismus vertrieben oder deportiert worden waren. Das im Dölling und Galitz- Verlag erschienene Buch Zwischen Imagepflege, moralischer Verpflichtung und Erinnerungen von Lina Nikou liefert neben einem Überblick zu den Senatsaktivitäten auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Wolf Tekook</em><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/36b67088c6a84b8d96bc6e0b0054f13b" alt="" width="1" height="1" /><br />
<img class="alignright size-full wp-image-7281" title="BesuchsprogrammJuden" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/BesuchsprogrammJuden.jpg" alt="" width="300" height="300" /></p>
<p>In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts startete die Hansestadt Hamburg ein Besuchsprogramm für jüdische Emigranten, die zur Zeit des Nationalsozialismus vertrieben oder deportiert worden waren. Das im Dölling und Galitz- Verlag erschienene Buch <strong>Zwischen Imagepflege, moralischer Verpflichtung und Erinnerungen </strong>von Lina Nikou liefert neben einem Überblick zu den Senatsaktivitäten auch eine Reihe von sehr lesenswerten subjektiven Kommentaren derer, die der Einladung gefolgt waren.</p>
<p>Entgegen ursprünglichen Erwartungen war die Resonanz der Emigranten auf das Einladungsprogramm sehr gut; über 4500 ehemals Verfolgte besuchten ihre alte Heimat. Nach Meinung der Autorin hätte eine weniger zögerliche Haltung des Senats eine weitaus höhere Zahl von ehemals Hamburger Juden einen Besuch ermöglicht: Bis 1991 galt die Regel, dass nur, wer persönlich um eine Einladung bat, auch vom Senat eingeladen wurde. <span id="more-7280"></span>Erst nachdem dieses Verfahren geändert wurde, kam es zu einem stärkeren Dialog zwischen der Stadt und seinen ehemaligen Bürgern.</p>
<p>Aus Altersgründen ging in den letzten Jahren die Besucherzahl wieder deutlich zurück. 2009 und 2010 wurden 1400 Einladungen versandt, aber nur zwei Gruppen konnten gebildet werden. Daher wird diskutiert, die zweite oder dritte Generation der emigrierten Familien in das Programm aufzunehmen.</p>
<p>Dass sich dieses Buch vornehmlich an wissenschaftliches Fachpublikum richtet, wird an der Zahl der Anmerkungen und Quellennachweise deutlich: Ein gutes Drittel des Buches ist ihnen vorbehalten. Dennoch findet auch der interessierte Laie besonders in dem Kapitel <em>Auf der Suche nach Erinnerungen seit den neunziger Jahren</em> spannende autobiographische Schilderungen ausgewählter Besucher. Sie bieten ungefilterte Eindrücke in Vergangenheit und Gegenwart der Volksgruppe, denen unter den Nationalsozialisten unermesslich Schlimmes widerfahren ist.</p>
<p><strong>Lina Nikou<br />
Zwischen Imagepflege, moralischer Verpflichtung und Erinnerungen</strong></p>
<ul>
<li><strong>Broschiert:</strong> 200 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Dölling und Galitz Verlag (15. Februar 2011)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 3862180085</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3862180080</li>
<li><strong> Größe: </strong> 20,8 x 13,2 x 1,6 cm</li>
<li><strong>Preis: </strong>10,00 €</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/04/einladung-aus-verantwortung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der richtige Kick &#8211; für Mädchen</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/04/der-richtige-kick-fur-madchen/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/04/der-richtige-kick-fur-madchen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 19:40:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit und Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=7276</guid>
		<description><![CDATA[Von Dr. Wolf Tekook Fußball &#8211; eine Männerangelegenheit? Das ist lange Historie. Im Jahre 1955 gab es ein offizielles Verbot des Deutschen Fußballbundes für Frauenfußball, weil &#8220;dieser Sport für Frauen nicht geeignet&#8221; sei. 1970 wurde dieses Verbot aufgehoben, und seither ist der Zulauf der Mädchen und Frauen zu dieser Sportart ungebrochen. Vergleicht man gar auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/93975a952ab64c509b3d7888a27f2b37" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="attachment_7277" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-7277" title="Fussball" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/04/Fussball.jpg" alt="" width="300" height="300" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p><em>Von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<p>Fußball &#8211; eine Männerangelegenheit? Das ist lange Historie. Im Jahre 1955 gab es ein offizielles Verbot des Deutschen Fußballbundes für Frauenfußball, weil &#8220;dieser Sport für Frauen nicht geeignet&#8221; sei. 1970 wurde dieses Verbot aufgehoben, und seither ist der Zulauf der Mädchen und Frauen zu dieser Sportart ungebrochen. Vergleicht man gar auf der höchsten Ebene die Erfolge im Frauenfußball mit denen der Männer, schneiden die Frauen sehr, sehr gut ab.</p>
<p>Für alle jungen Damen, die sich diesem Sport nähern wollen, hat die Mittelstürmerin der Nationalmannschaft, Inka Grings, das Büchlein <strong>Fußball &#8211; Tricks und Tipps für coole Mädchen </strong>geschrieben. Auf 127 Seiten im Taschenformat und in poppiger Aufmachung werden viele Aspekte des Frauenfußballs vorgestellt: Von der geschichtlichen Entwicklung über das Regelwerk bis hin zu konkreten Übungen und Trainingsplänen &#8211; mit und ohne Ball. Erläuterungen zum Krafttraining werden ebenso erläutert wie die Grundtechniken des Spiels von der Ballannahme bis zum Torhüterinnentraining. Eine reiche Bebilderung macht das Beschriebene anschaulich. In den eingestreuten Abschnitten <em>Inkas Trickkiste</em> gibt die erfolgreiche Fußballerin Einblick in die Rafinesse ihrer Spielweise.<span id="more-7276"></span></p>
<p>Das Büchlein ist kurzweilig zu lesen und mag sicher jungen Damen Entscheidungshilfe leisten, ob der Fußball die geeignete Sportart ist.</p>
<p><strong>Inka Grings<br />
Fußball &#8211; Tricks und Tipps für coole Mädchen<br />
</strong></p>
<ul>
<li><strong>Taschenbuch:</strong> 128 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> BVK Buch Verlag Kempen GmbH; Auflage: 1., Aufl. (31. März 2011)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 9783867402897</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3867402897</li>
<li><strong>ASIN:</strong> 3867402892</li>
<li><strong>Vom Hersteller empfohlenes Alter:</strong> 6 &#8211; 12 Jahre</li>
<li><strong> Größe: </strong> 14,6 x 10,6 x 1,2 cm</li>
<li><strong>Preis: </strong>6,90 €</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/04/der-richtige-kick-fur-madchen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Organspende &#8211; umfassende Information</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/03/organspende-umfassende-information/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/03/organspende-umfassende-information/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 19:55:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=6722</guid>
		<description><![CDATA[Von Dr. Wolf Tekook Als im Grote- Schuur- Krankenhaus in Kapstadt das erste Herz transplantiert wurde, gab es lange Zeit kein wichtigeres Thema für die Medien. Heute werden jedes Jahr tausende von Organen verpflanzt. Die Organtransplantation ist zum etablierten Bereich der medizinischen Therapie geworden. Und doch sterben in jedem Jahr Kranke, weil das lebensrettende Organ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/62c65da806984c0197ea720087884ffd" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="attachment_6723" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-6723" title="Organspende" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/03/Organspende.jpg" alt="" width="300" height="300" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p><em>Von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<p>Als im Grote- Schuur- Krankenhaus in Kapstadt das erste Herz transplantiert wurde, gab es lange Zeit kein wichtigeres Thema für die Medien. Heute werden jedes Jahr tausende von Organen verpflanzt. Die Organtransplantation ist zum etablierten Bereich der medizinischen Therapie geworden. Und doch sterben in jedem Jahr Kranke, weil das lebensrettende Organ eines Spenders nicht zur Verfügung stand. Die Zahl der Menschen, die im Todesfall ihre Organe für das Leben Anderer zur Verfügung stellen, schrumpft sogar. Liegt es an der fehlenden Information?</p>
<p>Der Arzt und Medizinautor Eberhard J. Wormer hat mit seinem Buch <strong>Organspende </strong>auf 146 Seiten umfassend zu dem komplexen und oft tabuisierten Thema Stellung bezogen. Beginnend mit einem geschichtlichen Überblick erläutert er mit reichlich Bildmaterial  und profunder Sachkenntnis viele Aspekte rund um den Themenkreis Transplantation. Aktuelle Daten und Beschreibungen aus der Immunologie fehlen ebenso wenig wie die Definition(en) des Hirntodes, der organisatorische Ablauf einer Transplantation oder die juristischen Regelungen. Zu den wichtigsten transplantierbaren Organen:<span id="more-6722"></span></p>
<ul>
<li>Herz</li>
<li>Lunge</li>
<li>Nieren</li>
<li>Leber</li>
<li>Bauchspeicheldrüse</li>
<li>Dünndarm</li>
</ul>
<p>wird der komplette Ablauf der Transplantation beschrieben.</p>
<p>Ein wichtiges Teilthema sind die ethischen Aspekte rund um die Organspende: Wann ist menschliches Leben beendet? Dürfen Ärzte Organe Lebender zu Transplantationszwecken entnehmen? Wer bestimmt die Rangfolge potenzieller Empfänger auf der Warteliste? Wie gerecht ist die Verteilung der zur Verpflanzung verfügbaren Organe? Wie stehen die großen Religionen zur Organspende? Auch dieser Problembereich wird detailliert beschrieben.</p>
<p>Das Buch schließt mit der Vorstellung Prominenter &#8211; von Benedikt XVI bis Angela Merkel -, die sich zur Organspende bereiterklärt haben. Natürlich endet das Buch mit zwei Organspendeausweisen zum Selbstausfüllen.</p>
<p>Die Informationsdichte des Buches ist sehr hoch; der fachkundige Leser freut sich über die pointierten Beschreibungen, stellt sich aber gleichzeitig die Frage, ob die Faktenfülle und die durchweg verwendete medizinische Fachsprache den Durchschnittskonsumenten nicht überfordert. Ein Beispiel aus dem Kapitel <em>Immunsystem unter Kontrolle</em>: &#8220;MHC- Antigene wurden beim Menschen erstmals auf weißen Blutkörperchen gefunden, heißen deshalb humane Leukozyten- Antigene (HLA). Für die Gewebeverträglichkeit bei Transplantationen sind vor allem HLA- Moleküle der Klasse I (HLA-A, -B, -C) und II (HLA-DR, -DQ, -DP) bedeutsam.&#8221; Welche Medikamente nach einer Transplantation die Abstoßung verhindern, ist für die in Akutphase und Nachsorge tätigen Ärzte enorm wichtig. Ob aber das Wissen darüber einem potenziellen Organspender die Entscheidung erleichtert?</p>
<p>In der vorliegenden Konzeption ist das Buch eine wertvolle Informationsquelle für nicht mit der Transplantation primär beschäftigte Ärzte und ähnliche Berufsgruppen, die peripher mit der Problematik konfrontiert werden. Sie werden eine Fülle von Fakten und wertvolle Grundlagen für Gespräche mit möglichen Organspendern erhalten. Diese Gruppe kann allerdings problemlos auf die bebilderte Prominentenliste verzichten. Für den interessierten Laien wird die Dichte des vermittelten Wissens vielleicht erschlagend wirken, die gewählte Sprache das regelmäßige Druchforsten der Glossarien des Internets notwendig machen.</p>
<p>Aber wenn dieses Buch dazu beiträgt, dass nur einige hundert Menschen mehr sich einen Organspendeausweis zulegen, so hat es seinen Sinn erfüllt!</p>
<p><strong>Eberhard J. Wormer<br />
Organspende: Lebensrettende Transplantation<br />
</strong></p>
<ul>
<li><strong>Broschiert:</strong> 147 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Lingen; Auflage: 1., Aufl. (September 2010)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 9783941118508</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3941118508</li>
<li><strong>ASIN:</strong> 3941118501</li>
<li><strong> Größe: </strong> 18,8 x 13 x 1 cm</li>
<li><strong>Preis: </strong>4,95 €</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/03/organspende-umfassende-information/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Langzyklus</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/02/langzyklus/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/02/langzyklus/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 20:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin, Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Egloff Götz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=6244</guid>
		<description><![CDATA[Rezension zum Buch „Langzyklus“ von Inka Wiegratz und Herbert Kuhl, Thieme Verlag, Stuttgart, 2010 von Götz Egloff „Weniger Menstruationen – weniger Menstruationsbeschwerden – weniger zyklusabhängige Erkrankungen“ trägt das kurze, aber dichte Lehrbuch der beiden Frankfurter Gynäkologen und Universitätsforscher im Untertitel. Dieser Leitgedanke ist Programm des Werks, das sich einerseits an Gynäkologen, Psychiater und Internisten richtet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Rezension zum Buch „Langzyklus“ von Inka Wiegratz und Herbert Kuhl, Thieme Verlag, Stuttgart, 2010</strong></p>
<p><em> von Götz Egloff</em></p>
<div id="attachment_6245" class="wp-caption alignright" style="width: 227px"><img class="size-full wp-image-6245" title="Wiegratz_Langzyklus_153301" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/02/Wiegratz-Langzyglus.jpg" alt="" width="217" height="300" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>„Weniger Menstruationen – weniger Menstruationsbeschwerden – weniger zyklusabhängige Erkrankungen“ trägt das kurze, aber dichte Lehrbuch der beiden Frankfurter Gynäkologen und Universitätsforscher im Untertitel. Dieser Leitgedanke ist Programm des Werks, das sich einerseits an Gynäkologen, Psychiater und Internisten richtet, sowie an akademisch vorgebildete Frauen, die eine Optimierung des Zyklus und eine Reduzierung damit einhergehender Beschwerden oder assoziierter Erkrankungen wünschen. Und das sind nicht wenige.</p>
<p>Zum 50. Geburtstag der Pille, die – es kann nicht oft genug betont werden – eine revolutionäre Entdeckung und Erfindung darstellt, erscheint es sehr angebracht, dem oralen Kontrazeptivum nicht nur die gebührende Aufmerksamkeit zu zollen, sondern auch neue Wege der Darreichungsform gründlich vorzustellen, die sich bei immer mehr Frauen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Doch allein das ist nicht Selbstzweck des Buches. Es geht um mehr: Menstruationsbeschwerden, in der Praxis häufiger als allgemein angenommen anzutreffen, stellen für viele Frauen nicht nur ein lästiges Übel, sondern in Zeiten wachsenden Gesundheitsbewusstseins folgerichtig eine möglicherweise zu vermeidende Belastung dar, der mittels „off-label-use“ bereits seit längerem entgegengetreten wird. So wird zu Anlässen wie Reisen, Festtagen oder besonderen beruflichen Verpflichtungen die Pille oft „durchgenommen“, die Hormonentzugsblutung somit aus nachvollziehbaren Gründen verschoben. <span id="more-6244"></span>Einhergehend stellt sich vielen Frauen die Frage, ob diese denn überhaupt noch notwendig ist. Diese Infragestellung geht über reine Lifestyle-Motive hinaus, handelt es sich nämlich gleichzeitig um die Infragestellung der Notwendigkeit der allseits bekannten menstruationsassoziierten Belastungen und Erkrankungen wie Dysmenorrhoe, PMS, Kopfschmerz, Myome, Endometriose usw. Exzessive Blutungen sind keine Seltenheit bei nicht wenigen Patientinnen, und was manchmal als Hypermenorrhoe erscheint, erfüllt bei genauerer Diagnostik nicht selten die Kriterien einer Menorrhagie, die gewiss mehr als eine kleine Belastung darstellt. Insbesondere bei starken Blutungsstörungen und bei PMS, Endometriose und PCOS ist die Verordnung des Langzyklus immer öfter das Mittel der Wahl.</p>
<p>Die ausführliche Darstellung dieser Zusammenhänge ist Anliegen des Buches, und den Autoren gelingt dies in hervorragender Weise. Einführend geben sie einen Abriss über die Geschichte der Menstruation; der Glaube, dass regelmäßige Menstruationen reinigende Kräfte hätten, und der aus der Lehre der Bedeutung der Körpersäfte aus dem Mittelalter (und noch früher) stammt, verliert erst in der Moderne an Gewicht. Wie die Autoren beobachten, steckte darin immerhin die durchaus zutreffende Idee, dass Zyklusstörungen krankheitswertig sein können, da mit einer Oligomenorrhoe häufig ein anovulatorischer Zustand mit ungehinderter Östrogeneinwirkung einhergeht – der Zusammenhang mit der Entstehung von Endometriose ist bekannt.</p>
<p>Mehrjährige Stillpausen durch deutlich mehr Schwangerschaften, eine deutlich spätere Menarche als heute: Wiegratz und Kuhl unterstreichen emphatisch die Zahl von ca.160 Ovulationen und Menstruationen im Lebenslauf einer Frau im 19. Jahrhundert gegenüber ca. 450 heutzutage. Für die Hormonentzugsblutung bei Pilleneinnahme bestehe zudem keine Notwendigkeit, solange ausreichend Gestagen vor Endometriumhyperplasie schützt. In der Konsequenz heißt das verkürzt: Amenorrhoe zur Vorbeugung des Endometriumkarzinoms – für viele Frauen ein besonders stichhaltiges Argument.</p>
<p>Dass die Pille als Therapeutikum (gynäkologie + geburtshilfe, 9/2010) bei vielerlei Störungen wie „ganz nebenbei“ hervorragende Dienste leistet, steht außer Frage: Akne/Seborrhoe, Dysmenorrhoe und hormonelle Migräne sind mit ihr gut beeinflussbar. Der aktuelle Kontrazeptionstrend zeigt zudem weitere interessante Entwicklungen: MPA-Depotpräparate und Hormonspirale werden zunehmend verordnet, und in diesem Frühjahr wird es in Deutschland vermutlich die erste folatsupplementierte Pille geben, mittels der der Folsäurespiegel nach Absetzen noch über drei Monate erhalten bleibt; Neuralrohrdefekte bei Embryonen könnten somit noch effektiver verhindert werden.</p>
<p>Von der Historie der hormonellen Kontrazeption geht es im Lehrbuch von Wiegratz und Kuhl dann über die Bedeutung der Menstruation in verschiedenen Kulturkreisen weiter zu den zahlreichen Akzeptanzstudien des Langzyklus in verschiedenen Ländern. Insgesamt werden weniger Menstruationen gewünscht, Deutschland ist dabei etwa gedrittelt: ein Drittel der Frauen möchte monatlich menstruieren, ein weiteres Drittel alle drei, oder sechs, oder zwölf Monate. Ein weiteres Drittel möchte auf Menstruationen ganz verzichten. Gerade für jugendliche Frauen gilt dies. Und gerade für diese ist es zudem nicht einfach, das passende Präparat zu finden. ZNS-beeinflussende Östrogenschwankungen korrelieren mit menstrueller Migräne, die bei vielen Jugendlichen gehäuft auftritt. Die aktuellen 3-Monats-MPA-Depotpräparate, die subkutan gespritzt werden, führen nach zwei Jahren in bis zu 80% zur Amenorrhoe, eignen sich aber wegen möglicher Verringerung der Knochendichte nicht für alle Altersgruppen (gyn 15,1, 2010, 46), so z.B. nicht für Jugendliche. Dort treten wiederum besonders oft Zyklusunregelmäßigkeiten auf, sodass der Langzyklus hier eine Option darstellt. Die Datenlage für den Langzyklus bei Jugendlichen ist allerdings schwach, wenn auch  im amerikanischen Raum Erfahrungen aus der Praxis vorliegen. Allgemein existieren bislang nur wenige Studien zu Östrogen-/Gestagen-Kombinationen im Langzyklus über einen längeren Zeitraum mit einer höheren Anzahl von Probandinnen. Es gibt jedoch klare Hinweise darauf, dass im Langzyklus der Einfluss auf Hämostase, Lipid- und Kohlenhydratmetabolismus und endokrine Systeme nicht von dem im konventionellen Einnahmeschema abweicht. Bemerkenswert ist auch, dass Hormonentzugssymptome wie Kopf- und Unterbauchschmerzen im Langzyklus seltener oder weniger stark auftreten als im konventionellen Zyklus; dies lässt die Anwendung des Langzyklus bei Kopf- und Unterbauchschmerzen sowie PMS besonders geeignet erscheinen.</p>
<p>Wiegratz und Kuhl beschreiben weiters ausführlich und detailliert Einnahmeschemata, kontrazeptive Wirksamkeit, Interaktionen mit anderen Stoffgruppen, Pharmakokinetik, Stoffwechsel verschiedener Östrogen-/Gestagen-Kombinationen, Zykluskontrolle, Nebenwirkungen (die am ehesten in Brustspannung/Mastalgie zu Beginn des Zyklus liegen), Risiken, Indikationen zum Langzyklus bei gynäkologischen und nicht-gynäkologischen Krankheitsbildern und schließen mit einer ausführlichen FAQ-Übersicht.</p>
<p>Festzuhalten ist die Richtung, in die es geht: vom Intervall 21-7 über 24-4 zu 84-7, zumindest in den westlichen Industrieländern. Bemerkenswert ist nebenbei, dass brasilianische Frauen am wenigsten gern auf die Menstruation/Hormonentzugsblutung verzichten mögen. Ist hier südamerikanische Körperlichkeit am Werk oder die fatalistische Vorstellung der Unabwendbarkeit natürlicher Vorgänge? Längerfristig lassen sich gewiss Fragestellungen zum Einfluss des Langzyklus auf Fertilität und Stoffwechsel erahnen, die noch nicht abschließend beantwortet sein dürften. Dennoch ist auch hier, wie Wiegratz und Kuhl anhand verschiedener Studien darlegen, die Datenlage gut.</p>
<p>Stellt sich noch die Frage nach dem Psychischen – gewiss gehört die Pille größtenteils zur Frau von heute dazu; in einer von medizinischer Rationalität durchdrungenen Welt sind Mann und Frau dabei gut beraten, auf die Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele, Soma und Psyche zu achten. Wie Schuster kürzlich (Kongress der DGGG, München, Okt. 2010) dargelegt hat, können die Implikationen hormoneller Kontrazeption hinsichtlich der weiblichen Psyche relevant sein. In jedem Fall behandeln körperlich ausgerichtete Gynäkologen automatisch auch die Psyche ihrer Patientinnen, und Psychotherapeuten automatisch auch den Körper mit. Erfahrene Behandler wissen dies ohnehin. Die alte cartesianische Trennung von Körper und Seele, dies machen auch die Neurowissenschaften immer deutlicher, ist nicht haltbar: Körperliches drückt sich auch psychisch, Psychisches auch körperlich aus. Letztlich geht es darum, die Patientinnenautonomie zu achten, wie auch Wiegratz und Kuhl unterstreichen, sodass es in der gewonnenen Umsetzung des Wissens wichtig sein wird, die Einbettung in eine sinnvolle Beratung zu gewährleisten (vgl. Schuster, 2010). Bitzer hat dies jüngst in seinem Kontrazeptions-Kurzlehrbuch (Bitzer, 2010) mit dem Beratungsdreieck Methode – Kontext – Patientin wieder eindrücklich dargelegt.</p>
<p>Inka Wiegratz und Herbert Kuhl haben bei Thieme in Stuttgart ein dichtes, konzises und auch spannendes Lehrbuch zur hormonellen Langzeitkontrazeption vorgelegt, das in dieser Form ein Novum darstellt. Wer praxisrelevante Informationen, kombiniert mit ausführlichem Forschungshintergrund sucht, wird hier fündig. Ein Buch, das nahezu sämtliche Fragen zur Langzeitkontrazeption beantwortet und zudem zu weiterer Diskussion und Forschung anregt – sehr empfehlenswert.</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;"><!--[if gte mso 9]><xml> <o:officedocumentsettings> <o:relyonvml /> <o:allowpng /> </o:officedocumentsettings> </xml>< ![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:worddocument> <w:view>Normal</w:view> <w:zoom>0</w:zoom> <w:trackmoves /> <w:trackformatting /> <w:hyphenationzone>21</w:hyphenationzone> <w:punctuationkerning /> <w:validateagainstschemas /> <w:saveifxmlinvalid>false</w:saveifxmlinvalid> <w:ignoremixedcontent>false</w:ignoremixedcontent> <w:alwaysshowplaceholdertext>false</w:alwaysshowplaceholdertext> <w:donotpromoteqf /> <w:lidthemeother>DE</w:lidthemeother> <w:lidthemeasian>X-NONE</w:lidthemeasian> <w:lidthemecomplexscript>AR-SA</w:lidthemecomplexscript> <w:compatibility> <w:breakwrappedtables /> <w:snaptogridincell /> <w:wraptextwithpunct /> <w:useasianbreakrules /> <w:dontgrowautofit /> <w:splitpgbreakandparamark /> <w:dontvertaligncellwithsp /> <w:dontbreakconstrainedforcedtables /> <w:dontvertalignintxbx /> <w:word11kerningpairs /> <w:cachedcolbalance /> </w:compatibility> <m:mathpr> <m:mathfont m:val="Cambria Math" /> <m:brkbin m:val="before" /> <m:brkbinsub m:val="&#45;-" /> <m:smallfrac m:val="off" /> <m:dispdef /> <m:lmargin m:val="0" /> <m:rmargin m:val="0" /> <m:defjc m:val="centerGroup" /> <m:wrapindent m:val="1440" /> <m:intlim m:val="subSup" /> <m:narylim m:val="undOvr" /> </m:mathpr></w:worddocument> </xml>< ![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:latentstyles DefLockedState="false" DefUnhideWhenUsed="true"   DefSemiHidden="true" DefQFormat="false" DefPriority="99"   LatentStyleCount="267"> <w:lsdexception Locked="false" Priority="0" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Normal" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="9" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="heading 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 7" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 8" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 9" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="39" Name="toc 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="39" Name="toc 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="39" Name="toc 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="39" Name="toc 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="39" Name="toc 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="39" Name="toc 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="39" Name="toc 7" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="39" Name="toc 8" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="39" Name="toc 9" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="35" QFormat="true" Name="caption" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="10" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Title" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="1" Name="Default Paragraph Font" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="11" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Subtitle" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="22" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Strong" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="20" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Emphasis" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="59" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Table Grid" /> <w:lsdexception Locked="false" UnhideWhenUsed="false" Name="Placeholder Text" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="1" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="No Spacing" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="60" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Shading" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="61" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light List" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="62" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Grid" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="63" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="64" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="65" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="66" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="67" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="68" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="69" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="70" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Dark List" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="71" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Shading" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="72" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful List" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="73" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Grid" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="60" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Shading Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="61" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light List Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="62" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Grid Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="63" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 1 Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="64" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 2 Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="65" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 1 Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" UnhideWhenUsed="false" Name="Revision" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="34" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="List Paragraph" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="29" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Quote" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="30" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Intense Quote" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="66" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 2 Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="67" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 1 Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="68" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 2 Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="69" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 3 Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="70" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Dark List Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="71" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Shading Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="72" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful List Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="73" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Grid Accent 1" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="60" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Shading Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="61" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light List Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="62" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Grid Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="63" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 1 Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="64" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 2 Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="65" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 1 Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="66" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 2 Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="67" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 1 Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="68" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 2 Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="69" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 3 Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="70" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Dark List Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="71" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Shading Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="72" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful List Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="73" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Grid Accent 2" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="60" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Shading Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="61" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light List Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="62" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Grid Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="63" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 1 Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="64" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 2 Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="65" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 1 Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="66" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 2 Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="67" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 1 Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="68" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 2 Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="69" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 3 Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="70" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Dark List Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="71" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Shading Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="72" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful List Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="73" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Grid Accent 3" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="60" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Shading Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="61" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light List Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="62" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Grid Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="63" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 1 Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="64" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 2 Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="65" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 1 Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="66" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 2 Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="67" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 1 Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="68" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 2 Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="69" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 3 Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="70" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Dark List Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="71" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Shading Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="72" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful List Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="73" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Grid Accent 4" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="60" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Shading Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="61" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light List Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="62" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Grid Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="63" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 1 Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="64" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 2 Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="65" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 1 Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="66" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 2 Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="67" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 1 Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="68" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 2 Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="69" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 3 Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="70" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Dark List Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="71" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Shading Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="72" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful List Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="73" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Grid Accent 5" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="60" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Shading Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="61" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light List Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="62" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Light Grid Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="63" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 1 Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="64" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Shading 2 Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="65" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 1 Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="66" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium List 2 Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="67" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 1 Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="68" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 2 Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="69" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Medium Grid 3 Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="70" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Dark List Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="71" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Shading Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="72" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful List Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="73" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" Name="Colorful Grid Accent 6" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="19" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Subtle Emphasis" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="21" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Intense Emphasis" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="31" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Subtle Reference" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="32" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Intense Reference" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="33" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Book Title" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="37" Name="Bibliography" /> <w:lsdexception Locked="false" Priority="39" QFormat="true" Name="TOC Heading" /> </w:latentstyles> </xml>< ![endif]--><!--[if gte mso 10]> <mce:style>< !   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:Arial; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi;} --> <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"><span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Langzyklus </span></strong><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Rezension zum Buch „Langzyklus“ von Inka Wiegratz und Herbert Kuhl, Thieme Verlag, Stuttgart, 2010</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">von Götz Egloff</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">„Weniger Menstruationen – weniger Menstruationsbeschwerden – weniger zyklusabhängige Erkrankungen“ trägt das kurze, aber dichte Lehrbuch der beiden Frankfurter Gynäkologen und Universitätsforscher im Untertitel. Dieser Leitgedanke ist Programm des Werks, das sich einerseits an Gynäkologen, Psychiater und Internisten richtet, sowie an akademisch vorgebildete Frauen, die eine Optimierung des Zyklus und eine Reduzierung damit einhergehender Beschwerden oder assoziierter Erkrankungen wünschen. Und das sind nicht wenige. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Zum 50. Geburtstag der Pille, die – es kann nicht oft genug betont werden – eine revolutionäre Entdeckung und Erfindung darstellt, erscheint es sehr angebracht, dem oralen Kontrazeptivum nicht nur die gebührende Aufmerksamkeit zu zollen, sondern auch neue Wege der Darreichungsform gründlich vorzustellen, die sich bei immer mehr Frauen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Doch allein das ist nicht Selbstzweck des Buches. Es geht um mehr: Menstruationsbeschwerden, in der Praxis häufiger als allgemein angenommen anzutreffen, stellen für viele Frauen nicht nur ein lästiges Übel, sondern in Zeiten wachsenden Gesundheitsbewusstseins folgerichtig eine möglicherweise zu vermeidende Belastung dar, der mittels „off-label-use“ bereits seit längerem entgegengetreten wird. So wird zu Anlässen wie Reisen, Festtagen oder besonderen beruflichen Verpflichtungen die Pille oft „durchgenommen“, die Hormonentzugsblutung somit aus nachvollziehbaren Gründen verschoben. Einhergehend stellt sich vielen Frauen die Frage, ob diese denn überhaupt noch notwendig ist. Diese Infragestellung geht über reine Lifestyle-Motive hinaus, handelt es sich nämlich gleichzeitig um die Infragestellung der Notwendigkeit der allseits bekannten menstruationsassoziierten Belastungen und Erkrankungen wie Dysmenorrhoe, PMS, Kopfschmerz, Myome, Endometriose usw. Exzessive Blutungen sind keine Seltenheit bei nicht wenigen Patientinnen, und was manchmal als Hypermenorrhoe erscheint, erfüllt bei genauerer Diagnostik nicht selten die Kriterien einer Menorrhagie, die gewiss mehr als eine kleine Belastung darstellt. Insbesondere bei starken Blutungsstörungen und bei PMS, Endometriose und PCOS ist die Verordnung des Langzyklus immer öfter das Mittel der Wahl.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Die ausführliche Darstellung dieser Zusammenhänge ist Anliegen des Buches, und den Autoren gelingt dies in hervorragender Weise. Einführend geben sie einen Abriss über die Geschichte der Menstruation; der Glaube, dass regelmäßige Menstruationen reinigende Kräfte hätten, und der aus der Lehre der Bedeutung der Körpersäfte aus dem Mittelalter (und noch früher) stammt, verliert erst in der Moderne an Gewicht. Wie die Autoren beobachten, steckte darin immerhin die durchaus zutreffende Idee, dass Zyklusstörungen krankheitswertig sein können, da mit einer Oligomenorrhoe häufig ein anovulatorischer Zustand mit ungehinderter Östrogeneinwirkung einhergeht – der Zusammenhang mit der Entstehung von Endometriose ist bekannt. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Mehrjährige Stillpausen durch deutlich mehr Schwangerschaften, eine deutlich spätere Menarche als heute: Wiegratz und Kuhl unterstreichen emphatisch die Zahl von ca.160 Ovulationen und Menstruationen im Lebenslauf einer Frau im 19. Jahrhundert gegenüber ca. 450 heutzutage. Für die Hormonentzugsblutung bei Pilleneinnahme bestehe zudem keine Notwendigkeit, solange ausreichend Gestagen vor Endometriumhyperplasie schützt. In der Konsequenz heißt das verkürzt: Amenorrhoe zur Vorbeugung des Endometriumkarzinoms – für viele Frauen ein besonders stichhaltiges Argument.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Dass die Pille als Therapeutikum (gynäkologie + geburtshilfe, 9/2010) bei vielerlei Störungen wie „ganz nebenbei“ hervorragende Dienste leistet, steht außer Frage: Akne/Seborrhoe, Dysmenorrhoe und hormonelle Migräne sind mit ihr gut beeinflussbar. Der aktuelle Kontrazeptionstrend zeigt zudem weitere interessante Entwicklungen: MPA-Depotpräparate und Hormonspirale werden zunehmend verordnet, und in diesem Frühjahr wird es in Deutschland vermutlich die erste folatsupplementierte Pille geben, mittels der der Folsäurespiegel nach Absetzen noch über drei Monate erhalten bleibt; Neuralrohrdefekte bei Embryonen könnten somit noch effektiver verhindert werden. <span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Von der Historie der hormonellen Kontrazeption geht es im Lehrbuch von Wiegratz und Kuhl dann über die Bedeutung der Menstruation in verschiedenen Kulturkreisen weiter zu den zahlreichen Akzeptanzstudien des Langzyklus in verschiedenen Ländern. Insgesamt werden weniger Menstruationen gewünscht, Deutschland ist dabei etwa gedrittelt: ein Drittel der Frauen möchte monatlich menstruieren, ein weiteres Drittel alle drei, oder sechs, oder zwölf Monate. Ein weiteres Drittel möchte auf Menstruationen ganz verzichten. Gerade für jugendliche Frauen gilt dies. Und gerade für diese ist es zudem nicht einfach, das passende Präparat zu finden. ZNS-beeinflussende Östrogenschwankungen korrelieren mit menstrueller Migräne, die bei vielen Jugendlichen gehäuft auftritt. Die aktuellen 3-Monats-MPA-Depotpräparate, die subkutan gespritzt werden, führen nach zwei Jahren in bis zu 80% zur Amenorrhoe, eignen sich aber wegen möglicher Verringerung der Knochendichte nicht für alle Altersgruppen (gyn 15,1, 2010, 46), so z.B. nicht für Jugendliche. Dort treten wiederum besonders oft Zyklusunregelmäßigkeiten auf, sodass der Langzyklus hier eine Option darstellt. Die Datenlage für den Langzyklus bei Jugendlichen ist allerdings schwach, wenn auch <span> </span>im amerikanischen Raum Erfahrungen aus der Praxis vorliegen. Allgemein existieren bislang nur wenige Studien zu Östrogen-/Gestagen-Kombinationen im Langzyklus über einen längeren Zeitraum mit einer höheren Anzahl von Probandinnen. Es gibt jedoch klare Hinweise darauf, dass im Langzyklus der Einfluss auf Hämostase, Lipid- und Kohlenhydratmetabolismus und endokrine Systeme nicht von dem im konventionellen Einnahmeschema abweicht. Bemerkenswert ist auch, dass Hormonentzugssymptome wie Kopf- und Unterbauchschmerzen im Langzyklus seltener oder weniger stark auftreten als im konventionellen Zyklus; dies lässt die Anwendung des Langzyklus bei Kopf- und Unterbauchschmerzen sowie PMS besonders geeignet erscheinen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Wiegratz und Kuhl beschreiben weiters ausführlich und detailliert Einnahmeschemata, kontrazeptive Wirksamkeit, Interaktionen mit anderen Stoffgruppen, Pharmakokinetik, Stoffwechsel verschiedener Östrogen-/Gestagen-Kombinationen, Zykluskontrolle, Nebenwirkungen (die am ehesten in Brustspannung/Mastalgie zu Beginn des Zyklus liegen), Risiken, Indikationen zum Langzyklus bei gynäkologischen und nicht-gynäkologischen Krankheitsbildern und schließen mit einer ausführlichen FAQ-Übersicht. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Festzuhalten ist die Richtung, in die es geht: vom Intervall 21-7 über 24-4 zu 84-7, zumindest in den westlichen Industrieländern. Bemerkenswert ist nebenbei, dass brasilianische Frauen am wenigsten gern auf die Menstruation/Hormonentzugsblutung verzichten mögen. Ist hier südamerikanische Körperlichkeit am Werk oder die fatalistische Vorstellung der Unabwendbarkeit natürlicher Vorgänge? Längerfristig lassen sich gewiss Fragestellungen zum Einfluss des Langzyklus auf Fertilität und Stoffwechsel erahnen, die noch nicht abschließend beantwortet sein dürften. Dennoch ist auch hier, wie Wiegratz und Kuhl anhand verschiedener Studien darlegen, die Datenlage gut.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Stellt sich noch die Frage nach dem Psychischen – gewiss gehört die Pille größtenteils zur Frau von heute dazu; in einer von medizinischer Rationalität durchdrungenen Welt sind Mann und Frau dabei gut beraten, auf die Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele, Soma und Psyche zu achten. Wie Schuster kürzlich (Kongress der DGGG, München, Okt. 2010) dargelegt hat, können die Implikationen hormoneller Kontrazeption hinsichtlich der weiblichen Psyche relevant sein. In jedem Fall behandeln körperlich ausgerichtete Gynäkologen automatisch auch die Psyche ihrer Patientinnen, und Psychotherapeuten automatisch auch den Körper mit. Erfahrene Behandler wissen dies ohnehin. Die alte cartesianische Trennung von Körper und Seele, dies machen auch die Neurowissenschaften immer deutlicher, ist nicht haltbar: Körperliches drückt sich auch psychisch, Psychisches auch körperlich aus. Letztlich geht es darum, die Patientinnenautonomie zu achten, wie auch Wiegratz und Kuhl unterstreichen, sodass es in der gewonnenen Umsetzung des Wissens wichtig sein wird, die Einbettung in eine sinnvolle Beratung zu gewährleisten (vgl. Schuster, 2010)</span></p>
<p><strong>Langzyklus </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Rezension zum Buch „Langzyklus“ von Inka Wiegratz und Herbert Kuhl, Thieme Verlag, Stuttgart, 2010</p>
<p>von Götz Egloff</p>
<p>„Weniger Menstruationen – weniger Menstruationsbeschwerden – weniger zyklusabhängige Erkrankungen“ trägt das kurze, aber dichte Lehrbuch der beiden Frankfurter Gynäkologen und Universitätsforscher im Untertitel. Dieser Leitgedanke ist Programm des Werks, das sich einerseits an Gynäkologen, Psychiater und Internisten richtet, sowie an akademisch vorgebildete Frauen, die eine Optimierung des Zyklus und eine Reduzierung damit einhergehender Beschwerden oder assoziierter Erkrankungen wünschen. Und das sind nicht wenige.</p>
<p>Zum 50. Geburtstag der Pille, die – es kann nicht oft genug betont werden – eine revolutionäre Entdeckung und Erfindung darstellt, erscheint es sehr angebracht, dem oralen Kontrazeptivum nicht nur die gebührende Aufmerksamkeit zu zollen, sondern auch neue Wege der Darreichungsform gründlich vorzustellen, die sich bei immer mehr Frauen immer größerer Beliebtheit erfreuen. Doch allein das ist nicht Selbstzweck des Buches. Es geht um mehr: Menstruationsbeschwerden, in der Praxis häufiger als allgemein angenommen anzutreffen, stellen für viele Frauen nicht nur ein lästiges Übel, sondern in Zeiten wachsenden Gesundheitsbewusstseins folgerichtig eine möglicherweise zu vermeidende Belastung dar, der mittels „off-label-use“ bereits seit längerem entgegengetreten wird. So wird zu Anlässen wie Reisen, Festtagen oder besonderen beruflichen Verpflichtungen die Pille oft „durchgenommen“, die Hormonentzugsblutung somit aus nachvollziehbaren Gründen verschoben. Einhergehend stellt sich vielen Frauen die Frage, ob diese denn überhaupt noch notwendig ist. Diese Infragestellung geht über reine Lifestyle-Motive hinaus, handelt es sich nämlich gleichzeitig um die Infragestellung der Notwendigkeit der allseits bekannten menstruationsassoziierten Belastungen und Erkrankungen wie Dysmenorrhoe, PMS, Kopfschmerz, Myome, Endometriose usw. Exzessive Blutungen sind keine Seltenheit bei nicht wenigen Patientinnen, und was manchmal als Hypermenorrhoe erscheint, erfüllt bei genauerer Diagnostik nicht selten die Kriterien einer Menorrhagie, die gewiss mehr als eine kleine Belastung darstellt. Insbesondere bei starken Blutungsstörungen und bei PMS, Endometriose und PCOS ist die Verordnung des Langzyklus immer öfter das Mittel der Wahl.</p>
<p>Die ausführliche Darstellung dieser Zusammenhänge ist Anliegen des Buches, und den Autoren gelingt dies in hervorragender Weise. Einführend geben sie einen Abriss über die Geschichte der Menstruation; der Glaube, dass regelmäßige Menstruationen reinigende Kräfte hätten, und der aus der Lehre der Bedeutung der Körpersäfte aus dem Mittelalter (und noch früher) stammt, verliert erst in der Moderne an Gewicht. Wie die Autoren beobachten, steckte darin immerhin die durchaus zutreffende Idee, dass Zyklusstörungen krankheitswertig sein können, da mit einer Oligomenorrhoe häufig ein anovulatorischer Zustand mit ungehinderter Östrogeneinwirkung einhergeht – der Zusammenhang mit der Entstehung von Endometriose ist bekannt.</p>
<p>Mehrjährige Stillpausen durch deutlich mehr Schwangerschaften, eine deutlich spätere Menarche als heute: Wiegratz und Kuhl unterstreichen emphatisch die Zahl von ca.160 Ovulationen und Menstruationen im Lebenslauf einer Frau im 19. Jahrhundert gegenüber ca. 450 heutzutage. Für die Hormonentzugsblutung bei Pilleneinnahme bestehe zudem keine Notwendigkeit, solange ausreichend Gestagen vor Endometriumhyperplasie schützt. In der Konsequenz heißt das verkürzt: Amenorrhoe zur Vorbeugung des Endometriumkarzinoms – für viele Frauen ein besonders stichhaltiges Argument.</p>
<p>Dass die Pille als Therapeutikum (gynäkologie + geburtshilfe, 9/2010) bei vielerlei Störungen wie „ganz nebenbei“ hervorragende Dienste leistet, steht außer Frage: Akne/Seborrhoe, Dysmenorrhoe und hormonelle Migräne sind mit ihr gut beeinflussbar. Der aktuelle Kontrazeptionstrend zeigt zudem weitere interessante Entwicklungen: MPA-Depotpräparate und Hormonspirale werden zunehmend verordnet, und in diesem Frühjahr wird es in Deutschland vermutlich die erste folatsupplementierte Pille geben, mittels der der Folsäurespiegel nach Absetzen noch über drei Monate erhalten bleibt; Neuralrohrdefekte bei Embryonen könnten somit noch effektiver verhindert werden.</p>
<p>Von der Historie der hormonellen Kontrazeption geht es im Lehrbuch von Wiegratz und Kuhl dann über die Bedeutung der Menstruation in verschiedenen Kulturkreisen weiter zu den zahlreichen Akzeptanzstudien des Langzyklus in verschiedenen Ländern. Insgesamt werden weniger Menstruationen gewünscht, Deutschland ist dabei etwa gedrittelt: ein Drittel der Frauen möchte monatlich menstruieren, ein weiteres Drittel alle drei, oder sechs, oder zwölf Monate. Ein weiteres Drittel möchte auf Menstruationen ganz verzichten. Gerade für jugendliche Frauen gilt dies. Und gerade für diese ist es zudem nicht einfach, das passende Präparat zu finden. ZNS-beeinflussende Östrogenschwankungen korrelieren mit menstrueller Migräne, die bei vielen Jugendlichen gehäuft auftritt. Die aktuellen 3-Monats-MPA-Depotpräparate, die subkutan gespritzt werden, führen nach zwei Jahren in bis zu 80% zur Amenorrhoe, eignen sich aber wegen möglicher Verringerung der Knochendichte nicht für alle Altersgruppen (gyn 15,1, 2010, 46), so z.B. nicht für Jugendliche. Dort treten wiederum besonders oft Zyklusunregelmäßigkeiten auf, sodass der Langzyklus hier eine Option darstellt. Die Datenlage für den Langzyklus bei Jugendlichen ist allerdings schwach, wenn auch  im amerikanischen Raum Erfahrungen aus der Praxis vorliegen. Allgemein existieren bislang nur wenige Studien zu Östrogen-/Gestagen-Kombinationen im Langzyklus über einen längeren Zeitraum mit einer höheren Anzahl von Probandinnen. Es gibt jedoch klare Hinweise darauf, dass im Langzyklus der Einfluss auf Hämostase, Lipid- und Kohlenhydratmetabolismus und endokrine Systeme nicht von dem im konventionellen Einnahmeschema abweicht. Bemerkenswert ist auch, dass Hormonentzugssymptome wie Kopf- und Unterbauchschmerzen im Langzyklus seltener oder weniger stark auftreten als im konventionellen Zyklus; dies lässt die Anwendung des Langzyklus bei Kopf- und Unterbauchschmerzen sowie PMS besonders geeignet erscheinen.</p>
<p>Wiegratz und Kuhl beschreiben weiters ausführlich und detailliert Einnahmeschemata, kontrazeptive Wirksamkeit, Interaktionen mit anderen Stoffgruppen, Pharmakokinetik, Stoffwechsel verschiedener Östrogen-/Gestagen-Kombinationen, Zykluskontrolle, Nebenwirkungen (die am ehesten in Brustspannung/Mastalgie zu Beginn des Zyklus liegen), Risiken, Indikationen zum Langzyklus bei gynäkologischen und nicht-gynäkologischen Krankheitsbildern und schließen mit einer ausführlichen FAQ-Übersicht.</p>
<p>Festzuhalten ist die Richtung, in die es geht: vom Intervall 21-7 über 24-4 zu 84-7, zumindest in den westlichen Industrieländern. Bemerkenswert ist nebenbei, dass brasilianische Frauen am wenigsten gern auf die Menstruation/Hormonentzugsblutung verzichten mögen. Ist hier südamerikanische Körperlichkeit am Werk oder die fatalistische Vorstellung der Unabwendbarkeit natürlicher Vorgänge? Längerfristig lassen sich gewiss Fragestellungen zum Einfluss des Langzyklus auf Fertilität und Stoffwechsel erahnen, die noch nicht abschließend beantwortet sein dürften. Dennoch ist auch hier, wie Wiegratz und Kuhl anhand verschiedener Studien darlegen, die Datenlage gut.</p>
<p>Stellt sich noch die Frage nach dem Psychischen – gewiss gehört die Pille größtenteils zur Frau von heute dazu; in einer von medizinischer Rationalität durchdrungenen Welt sind Mann und Frau dabei gut beraten, auf die Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele, Soma und Psyche zu achten. Wie Schuster kürzlich (Kongress der DGGG, München, Okt. 2010) dargelegt hat, können die Implikationen hormoneller Kontrazeption hinsichtlich der weiblichen Psyche relevant sein. In jedem Fall behandeln körperlich ausgerichtete Gynäkologen automatisch auch die Psyche ihrer Patientinnen, und Psychotherapeuten automatisch auch den Körper mit. Erfahrene Behandler wissen dies ohnehin. Die alte cartesianische Trennung von Körper und Seele, dies machen auch die Neurowissenschaften immer deutlicher, ist nicht haltbar: Körperliches drückt sich auch psychisch, Psychisches auch körperlich aus. Letztlich geht es darum, die Patientinnenautonomie zu achten, wie auch Wiegratz und Kuhl unterstreichen, sodass es in der gewonnenen Umsetzung des Wissens wichtig sein wird, die Einbettung in eine sinnvolle Beratung zu gewährleisten (vgl. Schuster, 2010). Bitzer hat dies jüngst in seinem Kontrazeptions-Kurzlehrbuch (Bitzer, 2010) mit dem Beratungsdreieck Methode – Kontext – Patientin wieder eindrücklich dargelegt.</p>
<p>Inka Wiegratz und Herbert Kuhl haben bei Thieme in Stuttgart ein dichtes, konzises und auch spannendes Lehrbuch zur hormonellen Langzeitkontrazeption vorgelegt, das in dieser Form ein Novum darstellt. Wer praxisrelevante Informationen, kombiniert mit ausführlichem Forschungshintergrund sucht, wird hier fündig. Ein Buch, das nahezu sämtliche Fragen zur Langzeitkontrazeption beantwortet und zudem zu weiterer Diskussion und Forschung anregt – sehr empfehlenswert.</p>
<p>&#8211;</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">. Bitzer hat dies jüngst in seinem Kontrazeptions-Kurzlehrbuch (Bitzer, 2010) mit dem Beratungsdreieck Methode – Kontext – Patientin wieder eindrücklich dargelegt. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">Inka Wiegratz und Herbert Kuhl haben bei Thieme in Stuttgart ein dichtes, konzises und auch spannendes Lehrbuch zur hormonellen Langzeitkontrazeption vorgelegt, das in dieser Form ein Novum darstellt. Wer praxisrelevante Informationen, kombiniert mit ausführlichem Forschungshintergrund sucht, wird hier fündig. Ein Buch, das nahezu sämtliche Fragen zur Langzeitkontrazeption beantwortet und zudem zu weiterer Diskussion und Forschung anregt – sehr empfehlenswert.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;">&#8211;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt; font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"> </span></p>
<p></mce:style></div>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/02/langzyklus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Sich abschaffen&#8221; wird abgeschafft?</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/02/sich-abschaffen-wird-abgeschafft/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/02/sich-abschaffen-wird-abgeschafft/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 20:07:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=6200</guid>
		<description><![CDATA[Von Dr. Wolf Tekook Am 30. August 2010 kam das Buch Deutschland schafft sich ab von Thilo Sarrazin auf den Markt. Am 29. Oktober 2010 meldete der SPIEGEL Online eine Gesamtauflage von 1,1 Millionen, von denen 1 Million bereits ausgeliefert seien. Am 7. Februar 2011 belegte das Buch in der Amazon- Verkaufsstatistik immer noch den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/3ebd142399884c67a9a4214f06e6af33" alt="" width="1" height="1" /><br />
<em>Von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<div id="attachment_6201" class="wp-caption alignright" style="width: 173px"><img class="size-full wp-image-6201" title="SarrazinDeutschland" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/02/SarrazinDeutschland.jpg" alt="" width="163" height="259" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Am 30. August 2010 kam das Buch <strong>Deutschland schafft sich ab </strong>von <strong>Thilo Sarrazin</strong> auf den Markt. Am 29. Oktober 2010 meldete der SPIEGEL Online eine Gesamtauflage von 1,1 Millionen, von denen 1 Million bereits ausgeliefert seien. Am 7. Februar 2011 belegte das Buch in der Amazon- Verkaufsstatistik immer noch den Rang 21.</p>
<p>Gibt man beim Internet- Suchdienst Google den Namen Sarrazin ein, so lauten die Titel auf der ersten Seite unter anderem:</p>
<ul>
<li><em>Sarrazin</em> gegen die Wissenschaft</li>
<li>Rückblick auf eine Debatte: Thilo <em>Sarrazin</em> ist kein Held …</li>
<li>Samba, Spaß und <em>Sarrazin</em><em> </em></li>
<li><em> </em>Streit um Unterrichtsmethoden &#8211; Frau <em>Sarrazin</em> &#8211; autoritär oder <strong>&#8230;</strong></li>
<li>Thilo <em>Sarrazin</em> und seine Leser &#8211; Wer hat Angst vorm fremden Mann <strong>&#8230;</strong></li>
<li>Erneuter <em>Sarrazin</em>-Streit: Die Oberlehrer der Nation &#8211; Politik <strong>&#8230;</strong></li>
<li><em><strong></strong>Sarrazins</em> Thesen: So wird Deutschland dumm &#8211; Das Buch &#8211; Feuilleton <strong>&#8230;</strong></li>
<li><strong></strong>Intelligenzforscher: „<em>Sarrazin</em> zu beschimpfen, führt nicht weiter <strong>&#8230;</strong></li>
<li><strong></strong>Skandal-Buch: <em>Sarrazin</em> provoziert Deutschland mit Texthäppchen <strong>&#8230;</strong></li>
<li><strong>&#8230;<span id="more-6200"></span></strong></li>
</ul>
<p>Unzweifelhaft ein Buch, das polarisiert, zu Kritik reizt, Reaktionen hervorruft. Dabei werden schnell zwei Fraktionen erkennbar: Große Teile der Journaille reagieren empört, werfen dem Autor Rassismus, Geschichtsfälschung, Hantieren mit falschem Zahlenmaterial und vieles mehr vor. Das (lesende?) Publikum sieht das anders; verhaltene bis engagierte Zustimmung dominiert die Diskussionen im privaten Bereich. Was den Rezensenten bewegt: Wie viele der Ungezählten, die eine Meinung haben und sie propagieren, haben das Buch wohl tatsächlich von der ersten bis zur letzten Seite gelesen, wer hat es nur überflogen und dann zufällig ausgewählte Zitate in eine Kritik einfließen lassen, wer übernimmt ungeprüft die Meinung anderer?</p>
<p>Wer sich auf das lückenlose Lesen dieses Buches einlässt, braucht schon einige Zeit, bis er auf Seite 408 auf den humanistische Vorbildung versprechenden Schlusssatz <em>Hic Rhodus, hic salta! </em>stößt. Getreu der äsopschen Formel fordert Sarrazin dazu auf, etwas zu tun, aktiv zu handeln, bevor es seiner Meinung nach zu spät ist. Stilistisch ist das Buch schwer einzuordnen. Einer Fülle von &#8211; oft durch Tabellen aus offiziellen Quellen ergänzter &#8211; Fakten stehen ohne klar Trennung persönliche Interpretationen und Schlussfolgerungen zur Seite. Plauderton und zeigefingererhobene Mahnung wechseln einander ab, vielfältige Redundanzen machen schnell klar, was das Hauptanliegen Sarrazins ist.</p>
<p>Seine Kernthesen sind schnell aufgezählt:</p>
<ul>
<li>Eine stetig steigende Zahl von Immigranten aus den unteren Schichten der islamischen Ländern und Afrikas kommt allein deshalb nach Deutschland, weil die hiesigen Transferleistungen (Hartz IV) ihnen <em>ohne Arbeit</em> ein weit erträglicheres Auskommen garantieren als in ihren Heimatländern.</li>
<li>Durch mangelnden Integrationswillen dieser Gruppen entsteht ein fremdländich geprägter Staat im Staate.</li>
<li>Da die gesetzliche Konstruktion der Transferleistungen so konzipiert ist, dass die Zahlungen mit jedem Kinde mehr steigen, als für den Unterhalt der Kinder nötig ist, besteht ein hoher Vermehrungsanreiz in diesen <em>unteren Schichten</em>.</li>
<li>Weil gleichzeitig der Reproduktionswille besonders der Intelligenzia deutscher Provenienz stark zurückgeht, kommt es zu Überfremdung und Verdummung der in Deutschland Lebenden bei gleichzeitig insgesamt sinkender Einwohnerzahl &#8211; binnen weniger Generationen.</li>
</ul>
<p>In einem als satirisch angekündigten Artikel am Ende des Buches formuliert Sarrazin das unweigerlich zu erwartende Endergebnis. Ein Beispiel:</p>
<p><em>&#8220;&#8230; Den rettenden Einfall </em>[zur Rettung vom Verfall bedrohter Kirchen, Schlösser und Museen] <em>hatte der Kultusminister bei einem Besuch in Istanbul zu Ostern 2095. In der wunderbar restaurierten Hagia Sophia kam ihm die Erleuchtung: Seit über 600 Jahren haben die Türken diese ehemals christliche Kirche genutzt und instand gehalten</em>. <em>Das wäre doch das Modell für die großen deutschen Dome, die die Finanzkraft der sterbenden Kirchen schon lange überforderten. So gingen als erstes </em>Versuchspaket<em> in Form einer </em>Dauerleihgabe <em>der Kaiserdom zu Speyer, das Ulmer Münster, die Münchner Frauenkirche, der Bamberger Dom  und der Kölner Dom an die islamische Glaubensgemeinschaft zur künftigen Nutzung als Moscheen. Im Gegensatz sicherte diese die denkmalschutzgerechte Erhaltung der Bauwerke zu&#8230; &#8220;</em></p>
<p>Selbstverständlich bietet Thilo Sarrazin ein Modell zur Abhilfe an: Begrenzung des Zuzugs aus den genannten Weltregionen, Förderung der Vermehrung der Deutschen aus Mittel- und Oberschicht im Sinne einer positiven Selektion, Absenken der Transferleistungen an Nicht- Arbeitende, keinen finanziellen Vorteil durch Kinder für nicht Arbeitende und einiges mehr. Die Notwendigkeit dieser Maßnahmen stuft der Autor als wesentlich höher ein als den Kampf gegen die Erderwärmung.</p>
<p>Nicht ist wirklich neu an diesem Buch, am allerwenigsten der Sozialdarwinismus. Und doch macht die Lektüre nachdenklich, wirken einige der Szenarien überzeugend. Die heutige Gesellschaft ist von Permissivität und unbegrenzten Toleranzgedanken geprägt. Ein Verdienst Sarrazins ist die Überlegung, dass ein solches grenzenloses Verständnis für andere Völker und Kulturen auch die Möglichkeit eines (massenhaften) Missbrauchs in sich birgt. So, wie sich heute die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass man Menschen mit einem völlig anderen Lebensmuster nicht hilft, wenn man ihnen die europäischen Gesetze, Regierungsformen und Lebensweise bringt, bietet sich auch ähnliches Denken im umgekehrten Falle an: Der Schutz europäischer Lebensformen vor einer Überfremdung &#8211; im Sinne einer <em>feindlichen Übername </em>durch erhöhte Geburtenzahlen nicht- arbeitender Immigranten.</p>
<p>Unerwarteterweise fällt es schwer, eine eindeutige Wertung der im Buch vertretenen Thesen vorzunehmen. Sicher sind die gesammelten Fakten und Statistiken gezielt ausgewählt, um die Thesen des Autors zu unterstützen; genau so sicher ließen sich bei einer anderen Grundthese genau so viele <em>Belege</em> für eine konträre Aussage aus den vorliegenden Daten finden. Was Thilo Sarrazin macht: Er bezieht (unbequem) Stellung, fordert die Diskussion, die er mit seinen gelieferten Beispielen selbst stark anheizt. Deshalb hat dieses Buch seine Berechtigung &#8211; als Denkanstoß. Bleibt zu hoffen, dass zumindest einige der inzwischen über 1,2 Millionen Buchbesitzer es auch wirklich <em>komplett</em> lesen und sich nicht nur auf das Rezitieren von Fremd- Wiedergekäutem verlassen.</p>
<p><strong>Thilo Sarrazin<br />
Deutschland schafft sich ab<br />
Wie wir unser Land aufs Spiel setzen</strong></p>
<ul>
<li><strong>Gebundene Ausgabe:</strong> 464 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 18 (30. August 2010)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 3421044309</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3421044303</li>
<li><strong> Größe: </strong> 22 x 14,4 x 4 cm</li>
<li><strong>Preis: </strong>22,99 €</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/02/sich-abschaffen-wird-abgeschafft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Norddeutsche Küche, modern interpretiert</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/01/norddeutsche-kuche-modern-interpretiert/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2011/01/norddeutsche-kuche-modern-interpretiert/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 08:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Fischer Angelika]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=6046</guid>
		<description><![CDATA[Heinz O. Wehmann stellt neues Kochbuch vor Text &#38; Foto: Angelika Fischer Erschienen am 22. Januar im der Preußischen Allgemeinen Zeitung (PAZ) Heinz O. Wehmann, Küchenchef- Patron im Landhaus Scherrer an der Elbchaussee, hat seit jeher ein Faible für die norddeutsche Küche. Hamburgs dienstältester Sternekoch, der seit dreißig Jahren hier am Herd steht und seinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heinz O. Wehmann stellt neues Kochbuch vor</strong></p>
<p><em> Text &amp; Foto: Angelika Fischer</em></p>
<p>Erschienen am 22. Januar im der Preußischen Allgemeinen Zeitung (PAZ)</p>
<div id="attachment_6047" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-6047" title="RIMG7529 Heinz Wehmann Kochbuch norddeutsche Küche" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/01/RIMG7529-Heinz-Wehmann-Kochbuch-norddeutsche-Küche.jpg" alt="" width="300" height="246" /><p class="wp-caption-text">Sternekoch Heinz O. Wehmann stellte sein neues Buch „Kochen Sie norddeutsch?“ in der Landhausküche vor </p></div>
<p>Heinz O. Wehmann, Küchenchef- Patron im Landhaus Scherrer an der Elbchaussee, hat seit jeher ein Faible für die norddeutsche Küche. Hamburgs dienstältester Sternekoch, der seit dreißig Jahren hier am Herd steht und seinen Michelinstern nicht einen Tag lang abgeben musste, steht auf  frisch zubereiteten Gerichte mit saisonalen Produkten aus der Region. Jetzt hat er auf die Empfehlungen von Leserinnen und Lesern des „Hamburger Abendblattes“ hin die schönsten regionalen Spezialitäten Norddeutschlands  in einem Kochbuch mit dem Titel „Kochen Sie norddeutsch?“ zusammengestellt. Jedes der Rezepte wurde von ihm zubereitet und erklärt, zeitgemäß verfeinert und mit Tipps für ein gutes Gelingen versehen. „Die norddeutsche Küche ist wesentlich vielfältiger als ihr Renommee, die alten Rezepte sind nur in Gefahr, in Vergessenheit zu geraten“, so Wehmann bei der Präsentation, „mit diesem Buch können wir beweisen, dass die modern interpretierte norddeutsche Küche große Klasse hat, die Applaus verdient!“<span id="more-6046"></span></p>
<p>Es finden sich traditionelle Klassiker wie die Vierländer Hochzeitssuppe, Finkenwerder Speckscholle, Dithmarscher Kohlwickel, Holsteiner Gänsebraten, nordisches Labskaus oder Heidschnuckenbraten in Heu gegart. Natürlich dürfen dabei weder die „Palme des Nordens“, ein deftiger Grünkohl, noch die „nordische Ananas“, ein schmackhaftes Mus aus Steckrüben fehlen. Bei den süßen Nachspeisen locken Spezialitäten mit so phantasievollen Namen wie Errötendes Mädchen, Quetschmadame oder Großer Hans.</p>
<p>Neben den Rezepten und den dazugehörigen Fotos verrät Wehmann viele praktische Einkaufs- und Zubereitungstipps für Hobbyköche sowie Geschichten und Anekdoten rund um die norddeutsche Küche.</p>
<p>Heinz O. Wehmann: „Kochen Sie norddeutsch?“, Verlag Hamburger Abendblatt, Hamburg 2010, 224 Seiten, broschiert, 19,95 Euro.<br />
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2011/01/norddeutsche-kuche-modern-interpretiert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der große Bogen zum Monotheismus</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/der-grose-bogen-zum-monotheismus/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/der-grose-bogen-zum-monotheismus/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 2010 18:21:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mitglieder in der Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Kurr Hans- Peter]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=5871</guid>
		<description><![CDATA[Das Buch &#8220;Der Herrscher zweier Horizonte&#8221; von DAP- Mitglied Hans- Peter Kurr Von Dr. Wolf Tekook Wenn man über Personen der Geschichte wenig oder nichts weiß, so mag dies die Fantasie beflügeln: Was wäre, wenn&#8230; ? Eine solche Gestalt ist Setepen-re, die sechste Tochter von Nofretete und Ech-n-aton. Ihr Vater, als Amenophis IV. der neunte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/2bb61d4b168449789d0119f09216914b" alt="" width="1" height="1" /><br />
<strong>Das Buch &#8220;Der Herrscher zweier Horizonte&#8221; von DAP- Mitglied Hans- Peter Kurr</strong></p>
<p><em>Von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<div id="attachment_5872" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-5872 " title="DerHerrscherZweierHorizonte" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/12/DerHerrscherZweierHorizonte.gif" alt="" width="200" height="283" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Wenn man über Personen der Geschichte wenig oder nichts weiß, so mag dies die Fantasie beflügeln: Was wäre, wenn&#8230; ? Eine solche Gestalt ist Setepen-re, die sechste Tochter von Nofretete und Ech-n-aton. Ihr Vater, als Amenophis IV. der neunte Pharao des ägyptischen Neuen Reiches, ist als religiöser Reformator in die Geschichte eingegangen; er führte Aton (die Abendgestalt des Sonnengottes Re) als einzigen Gott in den Götterglauben Ägyptens ein, wenngleich er die alten Götter nicht vollkommen ignorierte. Über Setepen-re wissen die Historiker nur wenig; die meisten Quellen lassen vermuten, dass sie im späten Kindesalter verstorben ist.</p>
<p>Aus dieser Ausgangssituation hat Hans- Peter Kurr eine Erzählung geschaffen, die das alte Ägypten plastisch wiederauferstehen lässt. Zugute kamen ihm dabei sicher seine Studien der Ägyptologie, bevor er sich der Schauspielerei und der Regie zuwandte. In <em>Der Herrscher zweier Horizonte</em> darf Setepen-re weiterleben, wird vom pharaonischen Vater zur weissagenden Priesterin bestimmt, die Erstaunliches vorhersieht. So darf sie in der Geschichte dem Hebräer Moses den Auszug aus Ägypten erlauben und die 10 Plagen, die nach der Verfolgung Moses über das Land fallen, vorhersagen. <span id="more-5871"></span>Sie darf den späteren Pharao Ramses I. gebären und reist nach einer Botschaft der Hebräer nach Palästina, wo sie an der Seite des Moses- Nachfolgers Joshua den Fall der Stadt Jericho erlebt. Vorher hat sie die Feste Masada am Toten Meer bestaunt und Weisheiten der Essener (, die allerdings erst ein Jahrtausend später Geschichtsgeltung bekamen,) vernommen. Selbst die Existenz eines Zimmermannssohnes aus Nazareth sieht sie voraus. Sie reist nach Babylon, um ihre dort verheiratete Schwester zu sehen und das Grab der Semiramis zu sehen, bevor sie nach Ägypten zurückkehrt.</p>
<p>Als Ariadnefaden der Geschichte erscheint der Monotheismus, dem die Königstochter überallhin folgt, auch wenn er in der Geschichte Ägyptens nur eine kurze Rolle spielte; bereits Pharao Tutanchamun machte dem Ein- Gott- Glauben den Garaus. Doch Hans- Peter Kurr spannt einen großen Bogen hinüber zum jüdischen Glauben und zum Christentum, deren Bindeglied Setepen-re ist.</p>
<p>Wenn auch die Übereinstimmung mit historischen Fakten gering ist, zieht die Erzählkunst des Autors den Leser in seinen Bann. In bester orientalischer Tradition wird Reales mit Fiktivem vermischt. Anekdoten und Fabeln reichern den Fortgang der Geschichte an, die der blumenreichen Sprache des Orients nachempfundene Diktion lässt in der Vorstellung des Lesers ein plastisches Bild des alten Ägypten entstehen. Der alten Zeit nachempfundene Lyrik und zitierte Psalmen aus dem Alten Testament lassen das Morgenland und seine Mythen wiederauferstehen.</p>
<p>So kann diese Erzählung sowohl Lesestoff für die Fans historischer Romane sein als auch Ausgangspunkt für weiterführende Lektüre über die Kultur Alt- Ägyptens. Ein umfangreiches Quellenverzeichnis sowie eine Zeittafel der ägyptischen Hochkultur erleichtern den Einstieg in weiterführende Studien. Zuletzt finden die Anhänger des Monotheismus hier eine interessante Fiktion über den Transport des Ein- Gott- Glaubens aus Ägypten nach Palästina vor.</p>
<p><strong>Hans- Peter Kurr<br />
Der Herrscher zweier Horizonte</strong></p>
<ul>
<li><strong>Gebundene Ausgabe:</strong> 120 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Shaker Media</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 386858-581-0</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3-86858-581-0</li>
<li><strong> Größe: </strong>17 x 24 x 0,8 cm</li>
<li><strong>Preis: </strong>11,90 €</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/der-grose-bogen-zum-monotheismus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Beziehungsprobleme? Ja bitte!</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/beziehungsprobleme-ja-bitte/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/beziehungsprobleme-ja-bitte/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2010 18:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=5760</guid>
		<description><![CDATA[Von Dr. Wolf Tekook Lästerer erklären die Methode, wie man ein erfolgreiches Ratgeberbuch schreibt, folgendermaßen: &#8220;Man erfinde ein Problem &#8211; und dann schreibe man ein Buch über dieses selbsterfundene Problem.&#8221; Diesen Weg ist Autor Axel Beck bei seinem Buch Dein Rettungsfloß für die Liebe nicht gegangen, im Gegenteil, er hat sich an einem Thema versucht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/7eb8186b567c48998ec36fdf9d5114f2" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><em>Von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-5761" title="EinRettungsflossFuerDieLiebe" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/12/EinRettungsflossFuerDieLiebe.jpg" alt="" width="300" height="300" /></p>
<p>Lästerer erklären die Methode, wie man ein erfolgreiches Ratgeberbuch schreibt, folgendermaßen: &#8220;Man erfinde ein Problem &#8211; und dann schreibe man ein Buch über dieses selbsterfundene Problem.&#8221; Diesen Weg ist Autor Axel Beck bei seinem Buch <strong>Dein Rettungsfloß für die Liebe </strong>nicht gegangen, im Gegenteil, er hat sich an einem Thema versucht, zu dem es in jeder Buchhandlung mindestens 1 Regalmeter zur Auswahl gibt. Die Nöte der Menschheit auf diesem Gebiet scheinen groß zu sein.  Und dennoch hat dieses Buch seinen Reiz, weil es nicht den schulmeisternden Finger des gelernten Psychologen, Ehetherapeuten oder Verhaltensforschers erhebt, sondern &#8211; so erklärt der Autor zu Beginn seines Buches &#8211; aus dem eigenen Erleben eines <em>gebrannten Kindes </em>erwachsen ist. Selbst einmal geschieden und neu verheiratet, Kinder aus der ersten Ehe, nach eigenem Bekenntnis ein Bündel gescheiterter Beziehungen: Da ist der Leser auf Anregungen aus erster Hand, wie man es besser machen kann, gespannt.  <span id="more-5760"></span>Der Schreibstil ist locker, der Gedankengang stets nachvollziehbar. Vom frisch verliebten Beginn bis zum Ende und Neuanfang wird der Leser nicht mit allzu persönlichen Erinnerungen oder depressiven Phasen gelangweilt, sondern er erfährt die Quintessenz möglicher Fehler und deren Lösungsansätze in allen Phasen einer Partnerschaft.  Folgt man der Intention von Axel Beck, so liest frau/man das Buch gemeinsam mit dem Partner, diskutiert die einzelnen Kapitel und zieht die &#8211; hoffentlich fruchtbaren &#8211; Schlussfolgerungen. Um dieses Vorgehen zu erleichtern, sind in die Kapitel kleine Aufgaben eingestreut, die gemeinsam gelöst werden sollen. Ein Beispiel aus dem Kapitel <em>Alltag, Langeweile und Routine</em>:</p>
<ul>
<li>Frage dich selbst, ob du mit deinem Alltag zufrieden bist. Empfindest Du ihn eher grau und öde, oder anstrengend und auslaugend, oder entspannend? Ein Strohhalm ist der Lohn dafür.</li>
</ul>
<p>Im Kapitel <em>Kommunikation und Stolpersteine</em> lautet eine Aufgabe:</p>
<ul>
<li>Tauscht für einen Tag komplett die Rollen. Er ist Sie und Sie ist Er. Wichtig: es gibt kein Richtig oder Falsch, und der andere darf nicht ins Lächerliche gezogen werden. Sinnvollerweise macht ihr das an einem Tag, an dem ihr zu Hause bleiben könnt. Am Tagesende sprecht ihr darüber, wie ihr euch dabei gefühlt habt und welche Erkenntnisse ihr gewonnen habt. Dafür gibt es zwei Strohhalme.</li>
</ul>
<p>Was hat es mit den Strohhalmen auf sich? Sie sind vor Beginn der Lektüre zu beschaffen, und am Ende des Buches steht eine Bastelanleitung, wie man aus den angesammelten Halmen &#8211; gemeinsam natürlich &#8211; das persönliche Rettungsfloß bauen kann.  Der Autor schreibt in der und über die Jetzt- Zeit. So hält er sich nicht lange mit Erörterungen zu überholten Lebensplänen auf. An mehreren Stellen lobt er das Internet als funktionierendes Hilfsmittel, den richtigen Menschen kennenzulernen und &#8211; bei einer der häufiger werdenden Distanzbeziehungen &#8211; die Verbindung aufrecht zu erhalten.  Endet ein solches Buch mit einem hollywoodmäßigen Happy End? Das letzte Kapitel heißt <em>Ende und Neuanfang</em>, beschreibt, wie man sich ehrenhaft und ohne schmutzige Wäsche zu waschen voneinander trennt, wenn es gar nicht mehr klappt. Kein klassischer Filmschluss also, aber ein Ende, das Hoffnung macht. Eine <em>Antistreit- Vereinbarung </em>und eine <em>Beziehungs- Befragung </em>zum Ausfüllen beschließen diesen Ratgeber.  Für alle, die schriftliche Hilfe bei der Bewältigung von Problemen in einer Paar- Beziehung suchen und die von den (pseudo-) wissenschaftlichen Büchern zum Thema enttäuscht sind, sind die hier besprochenen Text eine gute, eine lebensnahe Alternative.  <strong>Axel Beck Dein Rettungsfloß für die Liebe</strong></p>
<ul>
<li><strong>Taschenbuch:</strong> 162 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Books on Demand; Auflage: 1. (Oktober 2010)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 3842333331</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3842333338</li>
<li><strong> Größe: </strong> 21 x 14,6 x 1,4 cm</li>
<li><strong>Preis: </strong>9,95 €</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/beziehungsprobleme-ja-bitte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die klare Linie</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/die-klare-linie/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/die-klare-linie/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2010 17:35:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=5754</guid>
		<description><![CDATA[Von Dr. Wolf Tekook Betrachtet man die Architekturbeispiele in Ulrich Höhns&#8217; Buch Die klare Linie, in dem er Bauten und Entwürfe des Hamburger Architekten Michael Kitzmann (und Team) vorstellt, so fühlt man sich an die Hoch- Zeit des Bauhaus erinnert: Kantige oder sanft gebogene Architektur, die ihren Reiz aus der Funktionalität schöpft. Einfamilienhäuser, Schulen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dr. Wolf Tekook</em><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/e0e83b92b30b4815880ce9d484a69e92" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-5755" title="DieKlareLinie" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/12/DieKlareLinie.jpg" alt="" width="300" height="300" />Betrachtet man die Architekturbeispiele in Ulrich Höhns&#8217; Buch <strong>Die klare Linie</strong>, in dem er Bauten und Entwürfe des Hamburger Architekten Michael Kitzmann (und Team) vorstellt, so fühlt man sich an die Hoch- Zeit des <em>Bauhaus</em> erinnert: Kantige oder sanft gebogene Architektur, die ihren Reiz aus der Funktionalität schöpft.</p>
<p>Einfamilienhäuser, Schulen und Gewerbeobjekte &#8211; überall wird die einheitliche Linie mit geometrischen Strukturen als gestaltendem Merkmal sichtbar. Gelegentlich entdeckt man postmoderne Elemente &#8211; Bullaugen und kühn überragende Dächer, vorspringende Balkone oder zierende Säulen. Doch der Geist Mies van der Rohes ist unübersehbar.</p>
<p>Grundrisse und Entwurfszeichnungen sowie ausführliche Textbeschreibungen erlauben es, einen Eindruck in die planerische Arbeit einer Architekktengruppe zu bekommen, die sich selbst über ein Vierteljahrhundert treu geblieben ist.<span id="more-5754"></span></p>
<p><strong>Ulrich Höhns<br />
Die klare Linie</strong></p>
<ul>
<li><strong>Gebundene Ausgabe:</strong> 120 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Dölling und Galitz Verlag; Auflage: 1 (30. November 2010)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 3862180026</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3862180028</li>
<li><strong> Größe: </strong> 27,4 x 21,8 x 1,8 cm</li>
<li><strong>Preis: </strong>29,90 €</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/die-klare-linie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Geschichten aus Bethlehem</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/geschichten-aus-bethlehem/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/geschichten-aus-bethlehem/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2010 17:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=5750</guid>
		<description><![CDATA[Von Dr. Wolf Tekook Es gibt Bücher, deren Hochkonjunkturzeit vor Weihnachten liegt. Es gibt Bücher, die berichten vom lobenswerten Einzelinitiativen, um das Leid der Welt zu lindern. Es gibt Bücher, die zu dem Zweck geschrieben werden, die Spendenbereitschaft der Leser anzuregen. Es gibt Bücher, die, um das angestrebte Ziel zu erreichen, Fakten und Meinungen mischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/4c443c3aa1d84c5f9af838cf5fdb98d4" alt="" width="1" height="1" /><em>Von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-5751" title="GeschichtenAusBethlehem" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/12/GeschichtenAusBethlehem.jpg" alt="" width="300" height="300" />Es gibt Bücher, deren Hochkonjunkturzeit vor Weihnachten liegt. Es gibt Bücher, die berichten vom lobenswerten Einzelinitiativen, um das Leid der Welt zu lindern. Es gibt Bücher, die zu dem Zweck geschrieben werden, die Spendenbereitschaft der Leser anzuregen. Es gibt Bücher, die, um das angestrebte Ziel zu erreichen, Fakten und Meinungen mischen und dadurch einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen.</p>
<p>Auf das hier vorgestellte<strong> </strong> Buch <strong>Geschichten aus Bethlehem </strong>treffen alle obigen Aussagen zu. Thema ist das im Jahre 1952 von dem Schweizer Pater Ernst Schnydrig gegründetete Kinderspital in Bethlehem. Seit 1963 gibt es einen Trägerverein, die Kinderspitalhilfe Bethlehem mit Sitz in Luzern. Heute arbeiten über 200 Angestellte &#8211; Christen und Muslime &#8211; im Spital, das so ein wichtiger Arbeitgeber in der Region ist. Ärzte aus Palästina und Europa kümmern sich um die Gesundheit der kleinen Patienten.<span id="more-5750"></span></p>
<p>Erstklassig sind die milieubeschreibenden Bilder des Fotografen Peter Dammann. Statt der langweiligen Totalen wählt er meist den prägnanten Detailblick, der den Eindruck vom Ganzen wie ein Mosaik entstehen lässt. Er zeigt Innenansichten des Spitals, aber auch die Lebensgewohnheiten und -umstände der beschriebenen Einzelschicksale. Trotz des ernsten Themas dominiert Fröhlichkeit die optischen Eindrücke.</p>
<p>Für den Text zeichnet Brigitte Hürlimann verantwortlich. Nach der einleitenden Historie der Gesundheitseinrichtung wird die Arbeit des Spitals anhand von Einzelpersonen vorgestellt: Die Beduinenfrau Najah, die als 19-jährige verheiratet wurde und zwei Mal Zwillinge gebar; der 10-jährige Bashir, der an einer Erbkrankheit litt, der er schließlich erlag; die Krankenschwester Amal, die so gerne hätte Ärztin werden wollen.</p>
<p>In die Personenbeschreibung werden Eindrücke vom Leben in der Westbank eingeflochten, soziale wie politische Aspekte erörtert. Besonders beim letzten Punkt erliegt die Autorin der Versuchung einer zu einseitigen palästinazentrierten Wertung. Der Rezensent, der sich noch vor wenigen Wochen die Westbank bereiste, käme zu einer gänzlich anderen Sicht der Dinge &#8211; aber auch dies ist selbstverständlich eine subjektive Meinung.</p>
<p>Die Zielsetzung des Buches scheint klar: Mit anrührenden Geschichten und wirklich guten Reportagefotos sollen Spendengelder locker gemacht werden. Dieses Ziel werden die Geschichten aus Bethlehem sicher erreichen; Spender werden ein <em>gutes Gewissen </em>bekommen, wenn sie ihren Obolus entrichten &#8211; wurden ihnen doch die mutmaßlichen Empfänger persönlich und ausführlich vorgestellt.</p>
<p>Wer eine ausgewogene Berichterstattung aus dem permanenten Krisenherd erhofft, sollte sich anderweitig informieren, am besten dieses Land bereisen und eigene Eindrücke sammeln.</p>
<p><strong>Peter Dammann, Brigitte Hürlimann<br />
Geshichten aus Bethlehem</strong></p>
<ul>
<li><strong>Broschiert:</strong> 80 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Dölling und Galitz Verlag; Auflage: 1 (15. November 2010)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch, Englisch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 3862180042</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3862180042</li>
<li><strong> Größe: </strong> 22,4 x 18 x 0,8 cm</li>
<li><strong>Preis: </strong>14,90 €</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/geschichten-aus-bethlehem/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Geschichte unter dem Vergrößerungsglas</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/geschichte-unter-dem-vergroserungsglas/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/geschichte-unter-dem-vergroserungsglas/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 17:27:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=5665</guid>
		<description><![CDATA[Nahverkehr und Nationalsozialismus Die Hamburger Hochbahn AG im &#8220;Dritten Reich&#8221; von Dr. Wolf Tekook Geschichte &#8211; dazu gehören Zeittafeln, in denen die Entwicklung der Menschheit oder einzelner Staaten nachzulesen ist. Kriege werden beschrieben und analysiert, wechselnde Herrschaftsverhältnisse aufgezeichnet, der Übergang von einer Staatsform in die andere. Geschichte &#8211; das ist aber auch die exemplarische Darstellung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/9f04edfa512546a2a84e480d4d884b30" alt="" width="1" height="1" /><br />
<strong>Nahverkehr und Nationalsozialismus</strong></p>
<p><strong>Die Hamburger Hochbahn AG im &#8220;Dritten Reich&#8221;</strong></p>
<p><em>von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-5666" title="NAhverkehrUndNationalsozialismus" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/12/NAhverkehrUndNationalsozialismus.jpg" alt="" width="300" height="300" />Geschichte &#8211; dazu gehören Zeittafeln, in denen die Entwicklung der Menschheit oder einzelner Staaten nachzulesen ist. Kriege werden beschrieben und analysiert, wechselnde Herrschaftsverhältnisse aufgezeichnet, der Übergang von einer Staatsform in die andere.</p>
<p>Geschichte &#8211; das ist aber auch die exemplarische Darstellung einer Ära anhand der Entwicklung eines Mikrokosmos, mit detaillierter Darstellung der beteiligten Personen und deren Entscheidungen. Der Autor des hier vorgestellten Buches, Christoph Strupp, ist diesen Weg gegangen, als er die Chronik der Hamburger Hochbahn AG ab dem Jahre 1906 bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb.</p>
<p>Mit vielen Faksimiles und historischen Aufnahmen bebildert findet der Leser in diesem Buch unvermittelt exemplarische Darstellungen des Lebens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Einzelschicksale ebenso wie die Behandlung von Bevölkerungsgruppen. Die wirtschaftlichen Ziele der Hochbahn, deren Realisierung oder deren Scheitern aufgrund von Fehleinschätzung oder politischer Vorgabe, der Konkurrenzkampf und die Werbemethoden, später die Ausgrenzung von Juden und Zwangsarbeitern oder in der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs die Nutzung von Straßenbahnen als rollende Gemüsestände, Gütertransportmittel oder Schutträumeinheiten &#8211; all dies findet sich in der überraschend spannenden Analyse.</p>
<p>Als Zeitzeugen kommen zu Wort die wechselnde Vorstände der Firma, aber auch die einfachen Arbeiter, die in der Betriebszeitschrift charmant unbeholfen reimten, wie der Zugführer Schmidt mit seinem Werbegedicht aus dem Jahre 1935:<span id="more-5665"></span></p>
<ul>
<li>Betriebsführer und Vertrauensleute<br />
sind gemeinsam auf unser Wohl bedacht.<br />
Drum können wir voll Vertrauen heute<br />
erwählen, die der Führer in Vorschlag gebracht.</li>
<li>Drum laßt uns getrost zur Urne schreiten.<br />
Viel Wert hat es, wenn wir einige sind,<br />
nur dann sind wir stark, wenn wir nicht streiten,<br />
nur wer sich einfügt, der auch gewinnt.</li>
</ul>
<p>Es ist beklemmend zu lesen, wie nach Hitlers Machtergreifung die &#8220;Gleichschaltung&#8221; durchgesetzt, die KPD ausgeschaltet, später die Beförderung von Juden untersagt, danach aber wieder erlaubt wurde, damit der Mangel an Arbeitskräften in der Frühphase des Weltkriegs nicht noch verstärkt wurde. Anekdotencharakter haben die Beispiele über die Arbeit der Schaffner, das <em>von &#8216;Arbeit und Pflicht&#8217;, weniger dagegen von Respekt vor dem Publikum gekennzeichnet war. Als &#8216;Fels im Meer&#8217; trotzte man der Brandung kleinlicher Beschwerden, dummer Fragen und Rücksichtslosigkeiten der Fahrgäste und blieb stets höflich und korrekt. Schwierigkeiten begegnete man mit &#8216;Ruhe, Sachlichkeit und Würde&#8217; und versuchte, &#8216;unter Menschen Mensch zu sein&#8221;. In der Realität aber galt die Devise: &#8216;Wer glaubt, ein Fahrgast sei ein Lamm, der irrt.&#8217; Der vermeintliche Anstand des uniformierten Fahrpersonals wechselte dann in den Kasernenhofton: Da bekamen aussteigewillige Fahrgäste, die zu langsam reagierten, ein &#8216;Dann machen Sie doch Ihr Maul auf&#8217; zu hören oder wurden als &#8216;oller Nieselpriem&#8217; und &#8216;Dämlack&#8217; beschimpft.</em></p>
<p>Mit dem Krieg änderte sich dann auch die Stimmung in den Reimen der Angestallten. 1940 formulierte Zugführer Schmidt in der Firmenzeitung:</p>
<ul>
<li>So hält die Hochbahn, frei und frank,<br />
das Leben Hamburgs mit in Gang.<br />
Und trägt mit bei zum Siege!<br />
Und bald befördert sie &#8211; s&#8217;ist klar<br />
&#8216;ne ausgesprochen frohe Schar:<br />
Heimkehrer aus dem Kriege.</li>
</ul>
<p>Anhand vieler Dokumente wird schließlich der Untergang &#8220;Großdeutschlands&#8221; am Beispiel der Beförderungsgesellschaft beschrieben: Die Unfälle durch die Verdunklungspflicht genau so wie der Mangel an Beschäftigten, der Einsatz von Frauen auf &#8216;Männerposten&#8217;  und schließlich der Zusammenbruch.</p>
<p>Gut, dass der Autor hier sein Buch nicht enden lässt. Die Nachkriegszeit mit Entnazifizierung und Wiederaufbau führt den Leser bis in die jüngere Vergangenheit.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Christoph Strupp beschreibt die Geschichte der Hamburger Hochbahn in schwieriger Zeit auf anschauliche Weise. So bekommt der Leser einen Einblick in das Leben der &#8216;einfachen Leute&#8217; jener Zeit, aber auch in die Entscheidungswege von Wirtschaftsführern. Dieses Buch sollte nicht nur Historikern auf der Suche nach Detailinformationen empfohlen werden, sondern jedem, der sich hinter nüchternen Fakten der Weltgeschichte für die Schicksale der einzelnen Menschen interessiert.</p>
<p><strong>Christoph Strupp<br />
Nahverkehr und Nationalsozialismus</strong></p>
<ul>
<li><strong>Gebundene Ausgabe:</strong> 360 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Dölling und Galitz Verlag; Auflage: 1., Aufl. (15. Oktober 2010)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 3862180069</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3862180066</li>
<li><strong> Größe: </strong> 24,2 x 16,6 x 2,8 cm</li>
<li><strong>Preis: </strong>30,00 €</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/geschichte-unter-dem-vergroserungsglas/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kulturmarken 2011</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2010/10/kulturmarken-2011/</link>
		<comments>http://die-auswaertige-presse.de/2010/10/kulturmarken-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 17:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Tekook Dr. Wolf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://die-auswaertige-presse.de/?p=4857</guid>
		<description><![CDATA[Jahrbuch für Kulturmarketing und Kultusponsoring Von Dr. Wolf Tekook Kultur ist schön, Kultur ist wichtig, Kultur ist unverzichtbar! Ob sich Politiker in Sonntagsreden aus dem Fenster lehnen oder die Lenker der Wirtschaft auf ihre Investitionen im Kultursektor berufen: Sie alle halten das Fähnchen der Kulturförderung hoch. Mögen auch die Städtischen Bühnen in mittleren Großstädten in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/3c8d3180683047289f13645ae8e5799b" alt="" width="1" height="1" /><br />
<strong>Jahrbuch für Kulturmarketing und Kultusponsoring</strong></p>
<p><em>Von Dr. Wolf Tekook</em></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-4858" title="Jahrbuch_Kulturm_4c7e167aad06e" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2010/10/Jahrbuch_Kulturm_4c7e167aad06e.jpg" alt="" width="300" height="300" />Kultur ist schön, Kultur ist wichtig, Kultur ist unverzichtbar! Ob sich Politiker in Sonntagsreden aus dem Fenster lehnen oder die Lenker der Wirtschaft auf ihre Investitionen im Kultursektor berufen: Sie alle halten das Fähnchen der Kulturförderung hoch. Mögen auch die Städtischen Bühnen in mittleren Großstädten in Serie geschlossen werden, weil die große rote Zahl am Ende des städtischen Etats dies vorgibt, die Kultur, sie lebe hoch!</p>
<p>Das hier vorgestellte Jahrbuch <strong>Kulturmarken 2011 </strong>nennt viele Autoren, die sich dem schwierigen Thema in zwei Schwerpunkten nähern:</p>
<ul>
<li>Kulturinvestitionen</li>
<li>Markenentwicklung in der Kultur</li>
</ul>
<p>Bei den Kulturinvestitionen wird der <em>Public Private Partnership</em> ein hoher Rang eingeräumt. Die öffentliche Hand (Bund, Länder und Kommunen) schließt Verträge mit privaten Unternehmen, die langfristig etwa ein Museum finanzieren und dafür selbst Vorteile genießen können. <span id="more-4857"></span>Am Beispiel des Museum Kunstpalast in Düsseldorf sah dies so aus: Der Energiekonzern E.ON verpflichtete sich, das Museum für einen Zeitraum von 10 Jahren &#8220;finanziell, beratend und durch Sachleistungen&#8221; zu unterstützen. Im Gegenzug durfte der Konzern ein Grundstück auf dem Museumsgelände (zum marktüblichen Preis) kaufen &#8211; und sich als <em>Förderer der Kultur</em> öffentlich positionieren.</p>
<p>Im Gegensatz zu <em>deals </em>dieser Art wird das Mäzenatentum vorgestellt, eine Förderung der Kunst <em>ohne </em>die Erwartung eines ökonomischen oder persönlichen Nutzens als Gegenleistung. Die Autoren dieses Artikels, Eva Nieuweboer und Natalie Junger, bezeichnen diese Art der Förderung zu Recht als ein <em>aussterbendes Betätigungsfeld</em>. Gleichwohl gibt es einzelne Familien wie die des Versandhausunternehmers Otto oder der Verleger Burda, die auf diese Art die Kunstförderung  betreiben.  Der Görlitzer Oberbürgermeister berichtet gar über einen anonymen Spender, der seit 1995 der Stadt jährlich einen Betrag von 511.500 € (früher 1 Million DM) zukommen lässt &#8211; zur Erhaltungder 4.000 Baudenkmäler.</p>
<p>Kultur als Marke &#8211; die schöne bunte Welt der Werbung hat längst auch den Kultursektor erreicht. Mit schmissigen Logos, noch aufregenderen <em>headlines</em> und einer ausgefeilten Organisationsstruktur und Strategie wird um Besucher geworben. Ob Deutsches Meeresmuseum in Stralsundoder RUHR.2010 &#8211; mit <em>corporate identity </em>und <em>event marketing </em>wird der Markt aufgerollt; ein Heer von Juristen kümmert sich um den Schutz der Logos und Slogans, die <em>Nachhaltigkeit der Marketingeffekte</em> wird in Feldstudien überprüft und verifiziert.</p>
<p>Dann werden die Erfolgreichen vorgestellt:</p>
<ul>
<li>Die Deutsche Bahn &#8211; Zukunft bewegen &#8211; übernimmt logistische Aufgaben bei RUHR.2010</li>
<li>Migros &#8211; der Schweizer Konzern veranstaltet alle zwei Jahre ein Festival für zeitgenössischen Tanz</li>
<li>Pilsner Urquell &#8211; der Bierhersteller unterstützt die Art.Fair- Messe in Köln und richtet einen Fotografiewettbewerb aus</li>
<li>Skoda &#8211; unterstützt Museen in Frankfurt</li>
<li>Der Tagesspiegel &#8211; richtet Rhetorikkurse aus und lädt zu Erzählwettbewerben ein</li>
<li>Der ZEIT- Verlag &#8211; mit Konferenzen und Foren zur Kultur</li>
</ul>
<p>Der zweite, umfangreiche Teil des Jahrbuchs listet Kulturinstitution auf, die um Sponsoring buhlen &#8211; von der <em>Initiative für elektronische Tasteninstrumente e.V. </em>bis zum <em>Basel Tattoo &#8211; Kaserne Basel. </em>Jedes Angebot ist ausführlich beschrieben, der Benefit für den Geldausgebenen wird detailliert dargestellt: Zum Beispiel &#8220;bis zu 62,8 Millionen Brutto- Webekontakte&#8221; &#8211; den Tausenderkontaktpreis gibt es schon für 4,21 bis 13,18 € &#8230;</p>
<p>Also alles im grünen Bereich in Sachen Kultur? Mit Sicherheit, wenn als Kultur <em>nur</em> das verstanden wird, was mit mindestens sechstelligen Investitionssummen zu erreichen ist. Städte und Gemeinden profitieren, die investierenden Firmen bekommen eine wohlfeile Werbeplattform.</p>
<p>Wer außen vor bleibt bei diesem Spiel mit großen Zahlen, sind die Künstler &#8211; von den Top Ten jeder Sparte einmal abgesehen &#8211; der Maler in seinem Hausatelier, der Musiker, der sich mit Saisonangeboten durchschlagen muss, der Schriftsteller, der nicht das Glück hatte, zum Bestseller vermarktet zu werden. Sie müssen weiter hoffen, dass die Künstlersozialkasse nicht doch dicht gemacht wird und damit auch eine minimale Alterssicherung gefährdet ist; sie müssen um Aufträge, Verleger und Kunden weiter kämpfen, bis sie schließlich aufgeben und sich mit Gelegenheitsjobs durchschlagen &#8211; in der unsicheren Hoffnung auf einen späteren Erfolg.</p>
<p>Das in die Kunst investierte Geld kassieren andere.</p>
<p><strong>Kulturmarken<br />
Jahrbuch 2011</strong></p>
<ul>
<li><strong>Hardcover, Klebebindung:</strong> 240 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> www.kulturmarken.de</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> -</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> -</li>
<li><strong>Preis: </strong>48,10 €</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://die-auswaertige-presse.de/2010/10/kulturmarken-2011/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

