Von Renato Diekmann
Trotz 4 Zentimeter Zuwachs in der Länge, 5 in der Breite, 4,5 in der Höhe und kleinen optischen Retuschen erinnert das Design von Toyotas penetrant beworbenen Neuling namens Auris an einen aufgeblasenen Yaris. Mit dem Modellwechsel will der Auris mit den rundlichen Formen das biedere Image des bewährten Toyota Corolla ein für alle mal abstreifen, vor allem junge, zahlungskräftige Zielgruppen erobern und erfolgreich gegen seine Mitbewerber Ford Focus, Opel Astra und VW Golf anfahren, was angesichts der hoch gelobten Qualitäts- und Zuverlässigkeitsmerkmale des Vorgängers durchaus gelingen kann.

Bis auf die mutig geschwungene Mittelkonsole mit Schaltknauf, Handbremshebel, integrierter Radio-, Navigation- und Klimaanlage sowie den zwei runden in Gold leuchtenden Optitron-Displays im Innenraum gibt es nichts Spektakuläres. Die Motoren unter der Haube sind gute Bekannte. Wie gehabt bietet der Auris, drei- oder fünftürig, zwei Benzinmotoren mit 1.4 und 1.6 Liter Hubraum sowie die partikelgefilterten Dieselaggregate 2.0 D-4D und 2.2 D-CAT. 
Mächtig Spaß bringt vor allem der 177 PS-starke Hightech-Diesel, der sportlich ambitionierte Fahrer auf Anhieb zum Kauf überzeugen wird, weil er nicht nur durchzugsstark, leise und vibrationsfrei läuft, sondern auch sparsam mit dem Sprit umgeht, sich durchschnittlich mit vorbildlichen 6,2 l/100 km Diesel begnügt und pro km 164 g Schadstoff in die Luft bläst. Der Benziner mit 124 PS liegt mit 166 g/km deutlich höher und schluckt lt. Toyota im Mittel 7,1 l Super auf 100 km. (weiterlesen …)