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	<title>Die Auswärtige Presse e.V. &#187; Wissenschaft</title>
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	<description>Internationale Journalistenvereinigung Hamburg</description>
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		<title>Das stille Erbe des Krieges</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 10:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Egloff Götz]]></category>

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		<description><![CDATA[von Götz Egloff Das stille Erbe des Krieges Pressemitteilung zur Jahrestagung „Die Kinder der Kriegskinder“ der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) vom 30.3. &#8211; 1.4.2012 in Göttingen Das 20. Jahrhundert hat zwei Weltkriege und unzählig viel Gewalt hervorgebracht. Die offensichtlichen Folgen wie Zerstörung, Vertreibung und Trauma sind leicht nachvollziehbar. Doch existieren subtile Nachwirkungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Götz Egloff</em></p>
<p><strong>Das stille Erbe des Krieges</strong></p>
<p>Pressemitteilung zur Jahrestagung „Die Kinder der Kriegskinder“ der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) vom 30.3. &#8211; 1.4.2012 in Göttingen</p>
<p>Das 20. Jahrhundert hat zwei Weltkriege und unzählig viel Gewalt hervorgebracht. Die offensichtlichen Folgen wie Zerstörung, Vertreibung und Trauma sind leicht nachvollziehbar. Doch existieren subtile Nachwirkungen über die Generationen hinweg, die sich dem ersten Blick entziehen, deren Wirkmacht aber nicht zu unterschätzen ist.</p>
<p>Die Mitglieder der Altersgruppe der heute 35- bis 55-jährigen haben die Gemeinsamkeit, dass ihre Eltern den Zweiten Weltkrieg als Kinder erlebt haben und damals häufig schwer belastenden Ereignissen ausgesetzt waren. In Bezug auf die »Kriegskinder« gibt es heute umfangreiche Erfahrungsberichte und Forschung. Welche Auswirkungen hatten nun die psycho-biografischen Besonderheiten der »Kriegskinder« auf ihre Nachkommen, die »Kriegsenkel«? Wie verliefen bei ihnen – im Vergleich zu anderen Generationen – die Loslösungen vom Elternhaus, der Aufbau neuer Beziehungen und Bindungen, die Entwicklung von Persönlichkeit und Identität?<span id="more-13535"></span> Gab es eine transgenerationale Weitergabe von Traumatisierungen? Kam es zu einer Rollenumkehr gegenüber Eltern, die in bestimmter Weise selbst fürsorgebedürftig geblieben sind? Oder waren die Kinder besonders prädisponiert, selbst auch wieder zu »Opfern« zu werden (z.B. von Missbrauch) – ohne die Kraft, »nein« zu sagen? Haben die möglichen Belastungen aus der individuellen Familien- und Bindungsgeschichte der »Kriegsenkel« beigetragen zur vielfach konstatierten Unverbindlichkeit, Beliebigkeit und Verlorenheit in der Postmoderne? Wie wechselwirkt das innerfamiliäre Erbe der Kriegskind-Traumata mit den Einflüssen der fortschreitenden Ökonomisierung und Globalisierung?<br />
Diese und ähnliche Fragen sind die Anregung für die Tagung, die sowohl wissenschaftliche als auch erfahrungsbezogene und autobiografische Beiträge und unterschiedliche, multidisziplinäre Sichtweisen zusammenbringt.</p>
<p>Die GPPP lädt herzlich ein. Anmeldung und Tagungsprogramm über www.psychohistorie.de</p>
<p>wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Winfried Kurth und Dipl.-Soz. Heike Knoch</p>
<p>Gastgeber: Georg-August-Universität Göttingen</p>
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<p>Tagung „Die Kinder der Kriegskinder“ der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) vom 30.3. &#8211; 1.4.2012 in Göttingen, Tagungszentrum an der Sternwarte, Geismarlandstr. 11, 37083 Göttingen</p>
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<p>W. Kurth &#8211; H. Knoch &#8211; G. Egloff</p>
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<p>www.psychohistorie.de</p>
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		<title>Otto Rank Revisited</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2012/02/otto-rank-revisited/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 16:18:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Egloff Götz]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Götz Egloff Zur Wiederentdeckung Otto Ranks für die Psychoanalyse Vor 15 Jahren fand die Tagung der Internationalen Studiengemeinschaft für Prä- und Perinatale Psychologie und Medizin (ISPPM) und der Deutschen Otto Rank Gesellschaft (DORG) in Heidelberg statt. In diesem Jahr jährt sich die Otto-Rank-Tagung, die vom 1. bis 2.11.1997 in Heidelberg stattfand, zum 15. Mal. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Götz Egloff</em></p>
<p><strong>Zur Wiederentdeckung Otto Ranks für die Psychoanalyse<br />
</strong></p>
<div id="attachment_13322" class="wp-caption alignleft" style="width: 122px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/02/rank.jpg"><img class="size-full wp-image-13322" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2012/02/rank.jpg" alt=" " width="112" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Otto Rank</p></div>
<p>Vor 15 Jahren fand die Tagung der Internationalen Studiengemeinschaft für Prä- und Perinatale Psychologie und Medizin (ISPPM) und der Deutschen Otto Rank Gesellschaft (DORG) in Heidelberg statt.</p>
<p>In diesem Jahr jährt sich die Otto-Rank-Tagung, die vom 1. bis 2.11.1997 in Heidelberg stattfand, zum 15. Mal. Sie stellt eine Art Wendepunkt der Reflektion auf Grundkonzepte psychoanalytischen Denkens dar, an dem Überlegungen und Ergebnisse der internationalen Rank-Forschung zusammengetragen und zugespitzt wurden. Vielfältige, teilweise konträre Positionen und Ansätze wurden ausgetauscht, Entwicklungslinien des psychoanalytischen Denkens herausgearbeitet und in den historischen Kontext eingebettet.<span id="more-13319"></span></p>
<p>Es sollte darum gehen, zu einem tieferen psychodynamischen Verständnis seelischer Vorgänge zu gelangen bzw. die bisherigen Erkenntnisse über den seelischen Apparat kritisch zu überprüfen und erneut scharf zu stellen. Dass dies eine spannungsreiche Veranstaltung (wie Ludwig Janus im Vorwort des Tagungsbandes festhält) würde, durchdrungen von theoretischen und behandlungstechnischen Kontroversen, war abzusehen und durchaus wünschenswert.</p>
<p>Bertram Müller, Psychotherapeut und Direktor des Tanzhauses NRW, Düsseldorf, betonte die Bedeutung des Konzepts des Willens für Menschenbild und Behandlungstechnik; Marina Leitner, berichtete von der in ihrer Dissertation „Freud, Rank und die Folgen“ (Wien, 1998) vorgelegten Durchdringung persönlicher Konflikte und Verstrickungen der Protagonisten und von deren Auswirkungen auf psychoanalytische Entwicklungslinien. Hervorragende Vorträge von Ernst Falzeder, der die Verquickungen in der Ideenbildung zwischen Rank, Freud und Sándor Ferenczi beleuchtete, Peter Rudnytzkys kritische Auseinandersetzung mit Rank, Alfons Reiters Einblick in Ranks Konzept von Kunst und Künstler, und Wolfgang von Ungern-Sternbergs Vortrag, der tief in Schrift und Zeit des damaligen Wiens eintauchte, stellen nur einen kleinen Ausschnitt der Einblicke in Ranks Leben und Werk dar. Die wissenschaftliche Leitung der Tagung wurde von Ludwig Janus, Heidelberg, gewohnt integrativ durchgeführt.</p>
<p>Otto Rank (1884-1939), Vordenker der Bedeutung der präödipalen Mutter-Kind-Beziehung und somit Impulsgeber für die Schulen Melanie Kleins und Donald Winnicotts, hatte das traumatische Erlebnis der Geburt herausgearbeitet und sich somit von Freud abgegrenzt. „Das Trauma der Geburt“, 1924 verfasst und durch den Psychosozial-Verlag wieder zugänglich gemacht, bleibt eins seiner bedeutendsten Werke. Als Lehranalytiker von Anaïs Nin machte Rank von sich reden, als Impulsgeber für viele Künstler im atlantischen Raum übte er Einfluss auf z.B. Henry Miller aus. Den nachhaltigsten Einfluss hatte er vielleicht auf Carl Rogers, dessen klientenzentrierte Gesprächstherapie wohl das Verfahren mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner und dem ausgeprägtesten humanistischen Menschenbild darstellt. Mit Ferenczi formulierte Rank in „Entwicklungsziele der Psychoanalyse“ (1924) die analytische Situation als das, was sie in den meisten psychoanalytischen Praxen bis heute darstellt. Dass der psychoanalytische Prozess ein intersubjektiver Aneignungsprozess ist, der viel von einem künstlerisch-performativen Akt hat, hat zuletzt Diana Pflichthofer (Gießen, 2008) herausgearbeitet. Die Offenheit für derartige Überlegungen konnte wohl nur von einem ungewöhnlichen Pionier der Psychoanalyse gebahnt werden. Das Werk „Kunst und Künstler“ (1932), auch in Zwiesprache mit Anaïs Nin entstanden, stellt eine Grundlegung zur künstlerischen Neurosenbewältigung dar, die das Leben als Ausdruck in Kunst oder als Ausdruck im Symptom versteht – der Mensch hat die Möglichkeit qua Willen seine Neurose in Bahnen zu lenken.</p>
<p>Besonders wichtig erscheint daher Ranks Wirkung auf die psychoanalytische Haltung, die den Willen zwischen Überwindung (Schopenhauer) und Bejahung (Nietzsche) zum Thema macht und zwei entgegengesetzt erscheinende Positionen dazu bestimmt, synthetisch zusammengeführt zu werden.</p>
<p>Auch wenn die Meldung zum 125. Geburtstag Ranks es gar bis ins Deutsche Ärzteblatt PP (4, 2009) geschafft hat, ist die Bedeutung Ranks noch nicht ausreichend ins Bewusstsein vieler psychoanalytisch denkender Zeitgenossen vorgedrungen. Dennoch haben manche von Ranks Arbeiten wieder vermehrt Eingang in die Psychoanalyse gefunden.</p>
<p>Der im Psychosozial-Verlag erschienene Tagungsband „Die Wiederentdeckung Otto Ranks für die Psychoanalyse“ (Gießen, 1998) gibt einen Einblick in die thematisierten Entdeckungen; ebenso das Standardwerk „Otto Rank – Leben und Werk“ von E. James Lieberman (Gießen, 1997), das eine eindrucksvolle Zusammenschau der Rankschen Werk-, Wirkungs- und Lebenslinie gibt.</p>
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		<title>40 Jahre Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 17:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wöhlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer - Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg im Fokus]]></category>
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		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[ Von Johanna R. Wöhlke Frieden war das Thema, denn der Jubilar hieß Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik ( IFSH) an der Universität Hamburg – bestehend seit 40 Jahren. „Wenn wir den ewigen Frieden miteinander definieren wollten, ginge das schnell an einem Nachmittag zu bewältigen. Allerdings, je näher wir der Wirklichkeit kommen, umso schwieriger wird es!“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> Von Johanna R. Wöhlke</em></p>
<div id="attachment_11812" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Professor-Michael-Brzoska-Egon-Bahr-Dorothee-Stapelfeldt.jpg"><img class="size-medium wp-image-11812 " src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Professor-Michael-Brzoska-Egon-Bahr-Dorothee-Stapelfeldt-300x246.jpg" alt="Professor Michael Brzoska, Egon Bahr, Dorothee Stapelfeldt" width="300" height="246" /></a><p class="wp-caption-text">Michael Brzoska, Egon Bahr, Dorothee Stapelfeldt</p></div>
<p>Frieden war das Thema, denn der Jubilar hieß Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik ( IFSH) an der Universität Hamburg – bestehend seit 40 Jahren.</p>
<p>„Wenn wir den ewigen Frieden miteinander definieren wollten, ginge das schnell an einem Nachmittag zu bewältigen. Allerdings, je näher wir der Wirklichkeit kommen, umso schwieriger wird es!“ Als Egon Bahr – Architekt der historischen Ostverträge &#8211;  diese Worte auf dem Podium sprach, hatten Ehrengäste und Publikum der Jubiläumsfeier in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg schon einiges an Reden gehört und verarbeitet.<span id="more-11810"></span></p>
<div id="attachment_11818" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Siegfried-Stiehl.jpg"><img class="size-medium wp-image-11818" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Siegfried-Stiehl-300x294.jpg" alt="Siegfried Stiehl" width="300" height="294" /></a><p class="wp-caption-text">Siegfried Stiehl</p></div>
<p>Diese 40 Jahre IFSH würdigte der Senat mit einem Empfang und die Zweite Bürgermeisterin, Dr. Dorothee Stapelfeldt, begrüßte die Gäste. Sie würdigte die Arbeit des IFSH: „Die Stadt Hamburg kann stolz auf das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik sein. Als eine der renommiertesten Friedensforschungseinrichtungen Deutschlands profitiert nicht nur Hamburg von der Verbindung zwischen Wissenschaft und gesellschaftlicher Praxis, von der Internationalität sowie der Interdisziplinarität, von Forschung, Lehrtätigkeit und Politikberatung.“ Professor H. Siegfried Stiehl, Vizepräsident der Universität Hamburg, sprach ebenfalls ein Grußwort.</p>
<p><strong> </strong>Der wissenschaftliche Direktor des Institutes, Professor Dr. Michael Brzoska erläuterte in seiner Rede unter anderem  die Arbeit und Schwerpunkte des Institutes heute: „In diesem Jahr, in dem das IFSH seinen 40. Geburtstag feiert, haben wir ein knappes Dutzend Tagungen und Workshops organisiert, die überwiegende Zahl mit starker internationaler Beteiligung.“</p>
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<div id="attachment_11821" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Detlef-Bald.jpg"><img class="size-medium wp-image-11821" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Detlef-Bald-300x296.jpg" alt="Detlef Bald" width="300" height="296" /></a><p class="wp-caption-text">Detlef Bald</p></div>
<p>Bereits seit 1971 erforscht das IFSH zielstrebig und mit großem Erfolg Strategien zur Konfliktlösung, Friedenswahrung und Gewaltprävention mit Blick auf Handlungsoptionen der Bundesrepublik Deutschland. Das IFSH wurde über die Jahre zu einer der renommiertesten internationalen Einrichtungen der Friedensforschung und ist als Mitherausgeber des Friedensgutachtens sowie Herausgeber des OSZE-Jahrbuchs über die Grenzen Hamburgs bekannt.</p>
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<p>Der Historiker und Publizist Dr. Detlef Bald hatte es übernommen, den Festvortrag zu halten und zeigte darin die Geschichte des Institutes auf: von den Anfängen unter Wolf Graf Baudissin bis heute. Bald kennt und begleitet das Institut seit seiner Gründung.</p>
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<div id="attachment_11824" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Das-Podium.jpg"><img class="size-medium wp-image-11824" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Das-Podium-300x139.jpg" alt="Das Podium" width="300" height="139" /></a><p class="wp-caption-text">Das Podium</p></div>
<p>Schließlich diskutierten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eines Podiums, moderiert von NDR Redakteur Andreas Flocken, in welchem Spannungsfeld Friedensforschung und Sicherheitspolitik sich seit 40 Jahren bewegen: Winfried Nachtwei, früherer Bundestagsabgeordneter; Alyson  J.K. Bailes, University on Iceland and College of Europe; Egon Bahr, Bundesminister a.D. und  Direktor des IFSH von 1984-1994 und Dr. Regine Mehl, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_11827" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Egon-Bahr-und-IFSH-40-Jahre-048.jpg"><img class="size-medium wp-image-11827" src="http://die-auswaertige-presse.de/wp-content/uploads/2011/11/Egon-Bahr-und-IFSH-40-Jahre-048-300x189.jpg" alt="Egon Bahr und Regine Mehl" width="300" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">Egon Bahr und Regine Mehl</p></div>
<p>Einige Stichworte und Fragen mögen die breite Palette der kontrovers angesprochenen Themen umreißen: Wie wirkt Friedensforschung auf die Politik ein? Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang der Begriff der Beratungsresistenz und ist die Politik überhaupt an substanziellen Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft interessiert? Sollte Friedensforschung nicht auch immer mehr mit ihren Ergebnissen von der Gesellschaft verstanden werden?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besonders Egon Bahr wies darauf hin, dass es auch in der Politik so etwas wie einen mainstream gäbe, von dem auch die Forschung nicht frei sei, ein „Mitsegeln auf politischen Moden“. Alle seien zum Beispiel zu seiner Zeit davon ausgegangen, dass die Sowjetunion ewig existieren würde. Egon Bahr: „Hat die Friedensforschung denn etwas zu Themen zu sagen, die nicht in der Zeitung stehen, die zukunftsweisend sind?“ Von Moderator Andreas Flocken danach befragt, was für ein Thema dieser Art ihm denn vorschwebe, antwortete Egon Bahr spontan: „Das Internet.“ Diese Gesellschaft werde immer mehr auch durch ein globales Internet bestimmt, dessen Regeln aber noch weit davon entfernt seien, eine globale Beachtung  in den politischen Gremien gefunden zu haben – ein Gedanke, der vielleicht in der Zukunft noch intensive Forschungsvorhaben initiieren könnte.</p>
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<p>Fotos: Wöhlke</p>
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		<title>Bezogenheit als gefährdetes Kulturgut</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2011/02/bezogenheit-als-gefahrdetes-kulturgut/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 21:27:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Egloff Götz]]></category>

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		<description><![CDATA[Pressemitteilung zur 25. Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) vom 25.-27.03.2011 in Berlin Die Krise der westlichen Welt-Gesellschaft lässt sich als Krise der Bezogenheit verstehen: zwischenmenschlich, ökologisch, politisch-ökonomisch, als Krise der Verantwortlichkeit gegenüber den Kindern und zukünftigen Generationen. Die „flüchtige Moderne“ (Z. Baumann) fordert den „flexiblen Menschen“ (R. Sennett), der leicht Bindungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pressemitteilung zur 25. Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) vom 25.-27.03.2011 in Berlin</strong></p>
<p>Die Krise der westlichen Welt-Gesellschaft lässt sich als Krise der Bezogenheit verstehen: zwischenmenschlich, ökologisch, politisch-ökonomisch, als Krise der Verantwortlichkeit gegenüber den Kindern und zukünftigen Generationen. Die „flüchtige Moderne“ (Z. Baumann) fordert den „flexiblen Menschen“ (R. Sennett), der leicht Bindungen eingeht und wieder aufgibt und seine Identität jederzeit marktgerecht kreiert, was schließlich zu narzisstischer Erschöpfung (A. Ehrenberg) führt. <span id="more-6491"></span>Die Globalisierungsverlierer, die bei der permanenten Beschleunigung nicht mithalten, werden in das abgehängte Prekariat verdrängt. Auch religiöse Bindungen, die wohl stärksten Bindungskräfte großer Gruppen, werden von der „erregten Gesellschaft“ (C. Türcke) als flüchtige sensationsspendende „Events“ konsumiert. Die kollektiven Traumatisierungen durch inhumane Diktaturen des 20. Jahrhunderts werden auf diese Weise der Wahrnehmung entzogen. Statt die Angst vor den „schlechten inneren Objekten“ (W. R. D. Fairbairn) durch Idealisierung und Schuldübernahme abzuwehren, scheint heute die Flucht aus der Bezogenheit zu überwiegen.</p>
<p>Hirnforschung und Neurobiologie unterstützen mit der Entdeckung der Spiegelneurone die These, dass der Mensch als Beziehungswesen angelegt ist. Die Plastizität der Hirnstrukturen zeigt, dass nicht nur die Psyche von den Neuronen, sondern auch die Neuronenstruktur durch die Psyche (Erleben, Umwelt, Beziehung) beeinflusst wird. Die zurzeit vorherrschende, ins Groteske gesteigerte Selektions- und Konkurrenzideologie konterkariert diese Erkenntnisse über das Beziehungswesen Mensch. Doch nicht nur die Konkurrenzideologie birgt destruktive Kräfte in sich, die im Zeitalter globalisierter Wohlfühl-Kommunikation allzu oft verleugnet werden; auch Krieg, Verfolgung und Vertreibung bringen täglich neue Opfer hervor, die Traumatisierungen transgenerational weitergeben und schwierigste Beziehungsgestaltungen nach sich ziehen. Das globale Dorf ist kein gesundes Dorf per se. Gleichzeitig gehen mit diesen gesellschaftlichen Entwicklungen auch Demokratie-Bewegungen wie im nahen Osten einher, und auch Missbrauchsopfer in Deutschland sahen sich im vergangenen Jahr erstmals in der Lage ihr Schweigen zu brechen.</p>
<p>Die Unübersichtlichkeit dieser Prozesse erfordert gründliches Nachdenken im Gegensatz zu vorschnellen Urteilen und souveräner Ignoranz. Die Grundfragestellung der diesjährigen psychohistorischen Tagung wird somit sein: Welche gesellschaftlichen Bedingungen und historischen Entwicklungen ermöglichen oder verhindern  Bezogenheit? Die 25. Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) wird unter dem Titel „Wurzeln und Barrieren von Bezogenheit“ in bewährt interdisziplinärer Weise Beiträge zu dieser Fragestellung zusammenführen, erscheint doch menschliche Bezogenheit auch als kulturelle Errungenschaft verteidigenswert.</p>
<p>Die GPPP lädt herzlich ein. Anmeldung und Tagungsprogramm über <a href="http://www.psychohistorie.de/">www.psychohistorie.de</a></p>
<p>25. Jahrestagung „Wurzeln und Barrieren von Bezogenheit“ der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) e.V. vom 25. bis 27.03.2011 in Berlin</p>
<p>Götz Egloff, Heidelberg/Hamburg (GPPP) – Dr. Uwe Langendorf, Berlin (GPPP)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zuletzt erschienener Tagungsband:</p>
<p>Nielsen B./Kurth W./Reiss H.J./Egloff G.(Hg.) „Psychohistorie der Krise“, Jahrbuch für psychohistorische Forschung 11, Mattes-Verlag, Heidelberg, 2010.<br />
</p>
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		<item>
		<title>Zur Notwendigkeit gelingender Beziehungen</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2010/12/zur-notwendigkeit-gelingender-beziehungen/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 11:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Egloff Götz]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorankündigung zur 25. Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) vom 25.-27.03.2011 in Berlin von Götz Egloff Welche gesellschaftlichen Bedingungen und historischen Entwicklungen ermöglichen oder verhindern das In-Beziehung-Treten von Menschen? Die 25. Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) möchte unter dem Titel „Wurzeln und Barrieren von Bezogenheit“ in größtmöglicher interdisziplinärer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vorankündigung zur 25. Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) vom 25.-27.03.2011 in Berlin</strong></p>
<p><em>von Götz Egloff</em></p>
<p>Welche gesellschaftlichen Bedingungen und historischen Entwicklungen ermöglichen oder verhindern das In-Beziehung-Treten von Menschen? Die 25. Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) möchte unter dem Titel „Wurzeln und Barrieren von Bezogenheit“ in größtmöglicher interdisziplinärer Weise Beiträge zu dieser Fragestellung zusammenführen, ist doch das Gelingen von Beziehungen die Grundvoraussetzung für ein menschlich-konstruktives Miteinander.<span id="more-5576"></span></p>
<p>Das 20. Jahrhundert hat zwei Weltkriege hervorgebracht; Brennpunkte existieren nach wie vor weltweit. Gewalt ist sicher die Ursache der schwersten Traumatisierungen: Krieg, Verfolgung, Unterdrückung, Vertreibung, Vernichtung wirken sich auf die Beziehungsfähigkeit der Betroffenen erheblich aus. Die Verfolgung von Minderheiten wird oft als „Reinigung“ gerechtfertigt. Das Andere, die Andersartigkeit wird als „fremd“ und als „schmutzig“ empfunden und projektiv ausgestoßen. Doch auch die strukturelle Gewalt des Alltags (J. Galtung) hinterlässt ihre Spuren. Nach C. Türcke („Erregte Gesellschaft“) wird durch die Allgegenwart der Medien Bedeutung durch Events, Sinn durch Sensation ersetzt. Wiederum bringt die Globalisierung die Menschen einander näher, da sie weltweit vernetzt sind, und die Kommunikationsdichte wächst exponentiell. Andererseits werden zurzeit Selektion und Konkurrenz ins Groteske gesteigert. Wer die beschleunigte Entwicklung nicht mithält, rutscht ab ins Prekariat, ohne dass gesellschaftlich Notiz davon genommen wird. Dazu bedarf es allerdings Empathie. Wie entsteht Empathie, mittels derer sich Mutter und Kind ineinander „einfühlen“ können? Hat L. deMause recht, dass Empathie ein Spätprodukt kultureller Entwicklung ist und erst im 20. Jahrhundert die westliche Kultur erreicht hat? Oder ist das „eurozentrisch“ gesehen? Und wenn nun im Zuge der Globalisierung die Solidargesellschaft schrittweise in eine Selektionsgesellschaft umgewandelt wird, müsste dies nicht zur Verhinderung von Empathie beitragen?</p>
<p>Die Grundfragestellung der Tagung wird somit sein: welche gesellschaftlichen Bedingungen und historischen Entwicklungen ermöglichen oder verhindern Bezogenheit?</p>
<p>Die GPPP lädt herzlich ein. Anmeldung in Kürze über <a href="http://www.psychohistorie.de/">www.psychohistorie.de</a></p>
<p>25. Jahrestagung „Wurzeln und Barrieren von Bezogenheit“ der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) e.V. vom 25. bis 27.03.2011 in Berlin</p>
<p>Götz Egloff, Heidelberg/Hamburg (GPPP) – Dr. Uwe Langendorf, Berlin (GPPP)</p>
<p>Zuletzt erschienener Tagungsband:</p>
<p>Nielsen B./Kurth W./Reiss H.J./Egloff G.(Hg.) „Psychohistorie der Krise“, Jahrbuch für psychohistorische Forschung 11, Mattes-Verlag, Heidelberg, Dez. 2010.<br />
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus 2010</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2010/08/medienpreis-fur-wissenschaftsjournalismus-2010/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 09:16:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Woehlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausschreibungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits zum zweiten Mal schreibt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde den mit 10.000 Euro dotierten DGPPN-Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus aus. Bewerbungsfrist ist der 1. September 2010. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) vergibt in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit bereits zum zweiten Mal den DGPPN-Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus. Ziel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="font-size: small;">Bereits zum zweiten Mal schreibt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde den mit 10.000 Euro dotierten DGPPN-Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus aus. Bewerbungsfrist ist der 1. September 2010. </span></h2>
<p>Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) vergibt in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit bereits zum zweiten Mal den DGPPN-Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus. Ziel des Preises ist die Förderung sowohl der Publizistik im Themenfeld Psychiatrie, Psychotherapie und seelische Gesundheit als auch des journalistischen Nachwuchses.</p>
<p><strong>Teilnahmebedingungen</strong><span id="more-4242"></span><br />
Teilnahmeberechtigt sind alle in deutschsprachigen Medien veröffentlichenden Journalistinnen und Journalisten. Junge Autorinnen und Autoren werden ausdrücklich ermutigt, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. Die eingereichten Arbeiten sollen allgemein verständlich sein und zur Popularisierung wissenschaftlicher Sachverhalte aus den Bereichen Psychiatrie, Psychotherapie sowie seelische Gesundheit beitragen. Entscheidend ist die originäre und originelle journalistische Bearbeitung aktueller wissenschaftlicher Diskurse und Themen. Die Auszeichnung wird vergeben entweder für eine herausragende Arbeit in den Bereichen Zeitung/Zeitschrift oder im Bereich der elektronischen Medien (TV, Hörfunk, Internet). Möglich ist ebenfalls die Prämierung von Sendeformaten oder Sendekonzepten im Bereich Hörfunk oder Fernsehen. In die Auswahl kommen nur Bewerbungen einzelner Journalisten bzw. bei Fernseh- und/oder Hörfunkbeiträgen auch die Journalisten- und Produktionsteams.</p>
<p><strong>Preisvergabe</strong><br />
Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und kann auch geteilt werden. Die Auswahl des Preisträgers/der Preisträgerin erfolgt durch eine Jury. Die Preisvergabe erfolgt im Rahmen des DGPPN-Kongresses 2010, der von Mittwoch, den 24., bis Samstag, den 27. November 2010, in Berlin stattfindet und zu dem die Fachgesellschaft wieder mehr als 8.500 Teilnehmer, darunter über 350 Medienvertreter, erwartet.</p>
<p><strong>Bewerbung</strong><strong><br />
</strong>Die Bewerbung um den DGPPN-Medienpreis sollte aus einer Kurzbiografie und einem veröffentlichten Beitrag aus dem Zeitraum des letzten Jahres, zwischen dem 1. September 2009 und dem 31. August 2010, bestehen. Als gültige Arbeitsproben gelten nur kopierfähige Belegexemplare in DIN A4 Format (Printmedien), DVD bzw. CD-ROM mit Beiträgen bis maximal 60 Minuten Länge und Textmanuskript inklusive ausgeschriebenen O-Tönen und Anmoderationen (TV und Hörfunk), Screen-Shot mit Angabe des Onlineportals und der Schaltzeiten (Online). Die Rücksendung der eingereichten Arbeiten erfolgt nur auf ausdrücklichen Wunsch. Mit der Einsendung der Arbeiten werden die Ausschreibungsbedingungen anerkannt.<br />
Die Bewerbung ist mit einer kurzen Begründung für Ihre Auswahl bis spätestens 1. September 2010 (Poststempel) zu richten an den Vorsitzenden des Preiskomitees und Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN): Prof. Dr. Dr. F. Schneider, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Aachen, Pauwelsstr. 30, 52074 Aachen.</p>
<p><strong>Mitglieder der Jury</strong><br />
Zu den Mitgliedern des Preiskomitees gehören: Dr. Harro Albrecht (Die Zeit, Hamburg), Judith Baensch (RTL aktuell, Köln), Ulrike Eichin (ZDF, Mainz), Prof. Dr. Peter Falkai (President Elect DGPPN, Göttingen), Prof. Dr. Jürgen Fritze (Gesundheitspolitischer Sprecher DGPPN, Pulheim), Joachim Müller-Jung (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt/M.), Dr. Thomas Nesseler (Hauptgeschäftsführer DGPPN, Berlin), Jochen Niehaus (Focus, München), Prof. Dr. Dr. Frank Schneider (Präsident DGPPN, Aachen), Volker Weinl (Bild am Sonntag, Berlin).</p>
<p><strong>Kontakt:</strong></p>
<p>Geschäftsstelle DGPPN<br />
Dr. Thomas Nesseler<br />
Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie,<br />
Psychotherapie und Nervenheilkunde<br />
Reinhardtstraße 14<br />
10117 Berlin-Mitte</p>
<p>Tel.: 030/240 477 210<br />
Fax: 030/240 477 229<br />
E-Mail: <a title="blocked::mailto:sekretariat@dgppn.de" href="mailto:sekretariat@dgppn.de">sekretariat@dgppn.de</a><br />
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sexuelle Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen in institutionellen Kontexten</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2010/08/sexuelle-gewalt-gegenuber-kindern-und-jugendlichen-in-institutionellen-kontexten/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 12:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Woehlke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wöhlke Johanna Renate]]></category>

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		<description><![CDATA[Stellungnahme der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) zu sexueller Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen in institutionellen Kontexten, Durch das Bekanntwerden sexuellen Missbrauchs in angesehenen Institutionen wie Kirche und Internat ist das gesellschaftliche Bewusstsein für die Bedeutung des Themas „sexuelle Gewalt“ gewachsen. Gesellschaftliche, soziologische, psychologische und juristische Perspektiven sind für das Verstehen sexueller Gewalt in Familien wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stellungnahme der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) zu sexueller Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen in institutionellen Kontexten,</strong></p>
<p>Durch das Bekanntwerden sexuellen Missbrauchs in angesehenen Institutionen wie Kirche und Internat ist das gesellschaftliche Bewusstsein für die Bedeutung des Themas „sexuelle Gewalt“ gewachsen. Gesellschaftliche, soziologische, psychologische und juristische Perspektiven sind für das Verstehen sexueller Gewalt in Familien wie in Institutionen unverzichtbar.<span id="more-4195"></span><br />
Wir ziehen es vor, den Begriff „sexuelle Gewalt“ anstelle des Begriffs des sexuellen Missbrauchs zu verwenden, da in Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern bzw. Jugendlichen immer ein Machtungleichgewicht besteht. Dieses Machtungleichgewicht nutzt der Täter, um über die Bedürfnisse und legitimen Interessen des Opfers hinwegzugehen und so seine eigenen Wünsche nach Macht, Unterwerfung und sexueller Befriedigung auszuleben und zu befriedigen.<br />
Als Psychoanalytiker richten wir unser Augenmerk vor allem auf die innere Situation der Opfer und der Täter, auf die psychische Verarbeitung eines solchen Geschehens bzw. auf die pathologischen Entwicklungen und deren Schicksal. Eine psychodynamische Sichtweise und ein daraus sich ableitender<br />
psychoanalytischer Verständniszugang können wesentliche Erkenntnisse beitragen.<br />
Sie ermöglichen es, die psychischen Folgen als Versuche einer Bewältigung des Traumas zu verstehen und so spezifische Hilfen für die Betroffenen anzubieten. Um eines allerdings klar zu sagen: Ein Verstehen der Psychodynamik der Täter-Persönlichkeit kann zukünftig zu einer besseren Behandlungsmöglichkeit von Tätern führen, relativiert jedoch nicht die Einschätzung der Kriminalität ihres Handelns und deren Konsequenzen auf der juristischen Ebene.<br />
<strong>Psychopathologie und Psychodynamik der Täter</strong><br />
Bei pädophilen Neigungen muss zwischen verschiedenen Gruppen von Tätern unterschieden werden. Über die erste Gruppe, die der pädophilen Sexualstraftäter, die im Sinne einer festgefügten Perversion auf pädophile Praktiken fixiert sind, wird in der Öffentlichkeit am meisten diskutiert. Diese Täter haben häufig eine hohe kriminelle Energie und sind oft langfristig gefährlich. Sie sind prozentual jedoch eine Minderheit unter denjenigen, die sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ausüben.<br />
Eine zweite Gruppe sind Menschen mit einem generellen (gehemmten)  Gewaltpotenzial bzw. einer Freude daran, andere sadistisch zu  unterwerfen.<br />
Die große Mehrheit sexueller Straftaten gegen Kinder und Jugendliche wird von einer dritten Gruppe von Tätern begangen, die in der Entwicklung ihrer <em>Persönlichkeit infantil </em>geblieben sind. Sie sind nicht fähig, eine reife hetero- oder homosexuelle Beziehung aufzubauen. In ihrer Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit, in ihrem Selbstwertgefühl und hinsichtlich ihrer sexuellen Attraktivität sind sie zutiefst verunsichert.<br />
Zwar verfügen sie über eine soziale Anpassungsfähigkeit, aber in intimen Beziehungskonstellationen entwickeln sie gravierende Ängste und emotionale Defizite. Menschen mit einer solchen Persönlichkeitsdisposition, obgleich nicht im engeren Sinne pädophil fixiert, haben oft eine Neigung, ihre tiefgreifende Selbstunsicherheit und ihre Ängste durch Machtausübung und sexuelle Gewalt gegenüber schwächeren Menschen abzuwehren. Der daraus zu erzielende narzisstische Gewinn ist so groß, dass sie sich aus dieser Form eines gewaltsamen und in andere eindringenden Umgangs nicht mehr lösen können. Abgewehrte Schuldgefühle, die Angst vor Beschämung und sozialer Ächtung führen dazu, dass das Opfer im Sinne eines weiteren narzisstischen Missbrauchs dazu verpflichtet wird zu schweigen. Diese Disposition ist auch ein Grund, weshalb sich solche Täter nicht frühzeitig therapeutische Hilfe suchen.<br />
Schätzungen gehen davon aus, dass ca. 5 Prozent der Bevölkerung pädophile sexuelle Fantasien haben. Kinderpornographisches Material ist im Internet weit verbreitet und wird entsprechend konsumiert. Aber nur ein geringer Teil derjenigen, die solche Fantasien haben, lebt sie in der Realität aus und begeht kriminelle Handlungen. Solche Täter setzen sich rücksichtslos über ihre durchaus vorhandenen Hemmungen hinweg, was als Ausdruck einer unbewussten Abwehrdynamik gegen narzisstische Ängste zu verstehen ist, d. h. gegen Ängste, nichts wert, unbedeutend, ohnmächtig und ungeliebt zu sein. Sexualität ist eher das Mittel als das eigentliche Ziel. Es geht bei derartigen Taten, entgegen dem äußeren Anschein, vor allem um Macht und Beherrschung.<br />
Institutionen, in denen mit Kindern gearbeitet wird, besitzen eine hohe Anziehungskraft für diese Menschen. Die Struktur solcher Institutionen und die in ihnen herrschenden Verhältnisse haben einen wesentlichen Einfluss darauf, ob diese Menschen ihre Fantasien in Handlungen umsetzen oder sie kontrollieren können. Autoritäre oder geschlossene Strukturen mit einem Mangel an Transparenz und Kontrolle von Macht begünstigen derartige Taten und erschweren auch deren Aufdeckung. Je nach Konstellation sind sie für sadistische, machtorientierte oder für unreife Persönlichkeiten attraktiv. So zieht der Zölibat in der katholischen Kirche auch Persönlichkeiten an, die in ihrer psychosexuellen Entwicklung gehemmt sind, infantile Züge aufweisen und unbewusst hoffen, ihre inneren Konflikte und sexuellen Beziehungsängste durch die erzwungene Ehelosigkeit bewältigen zu können. Es wäre jedoch falsch, den Zölibat unmittelbar im Sinne einer kruden Vorstellung von einer Hemmung der sexuellen Triebe für derartige Taten verantwortlich zu machen.<br />
<strong>Psychische Folgen für die Opfer</strong><br />
Eine schwerwiegende Auswirkung sexueller Gewalt auf die kindliche Psyche ist die <em>Zerstörung des Fantasieraums.</em><br />
Jedes Kind braucht einen geschützten inneren Raum, in dem es fantasieren, imaginieren und bildhaft unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten ausprobieren kann. Wird ein solcher <em>Möglichkeitsraum</em> von einer konkreten körperlich-sexuellen Aufladung überrollt und besetzt, dann wird die <em>Unterscheidungsfähigkeit</em> <em>zwischen Fantasie und Realität </em>zerstört. Fantasie wird als Realität erlebt und albtraumhafte Erfahrungen dringen in den inneren Raum ein.<br />
Bei sexueller Gewalt entstehen im Kind unvermeidbar ausgeprägte <em>Scham- und Schuldgefühle</em>. Mit Vorhaltungen wie: „Was habe ich da getan!“, „Ich habe etwas Verbotenes getan!“ u. a. m. gibt es sich selbst die Schuld und verinnerlicht in seiner Not und seinem Ausgeliefertsein Aspekte der erlebten Gewalt. Gewaltsame Erfahrungen werden in der Persönlichkeit des Kindes und des Heranwachsenden gewissermaßen eingekapselt. Dadurch wird eine weitere seelische Verarbeitung in der Persönlichkeitsentwicklung verhindert.<br />
Diese verkapselten Erinnerungen und die damit verbundenen Strukturen verbleiben wie Fremdkörper in der Psyche und können unvorhergesehen wieder wirksam werden.<br />
Die Dynamik von Identifikation und Abwehr derart unerträglicher Erfahrungen kann vielfältige Symptome zur Folge haben:<br />
- <em>Dissoziationen</em>, d. h. im Verarbeitungs- und später im Erinnerungsprozess finden wir Risse und Einschnitte im Selbsterleben. Das Geschehene wird nicht mehr als kontinuierlicher Prozess in Raum und Zeit erlebt, sondern „ausgeschnitten“, verdrängt oder vergessen und nicht selten abgespalten.<br />
- <em>Intrusionen und Flash-backs</em>, d. h. Erinnerungen an das Erlebte und die sie begleitenden Affekte überfallen das Opfer. Es ist, als ob das Erlebte im gegenwärtigen Augenblick wieder geschehen<br />
würde.<br />
- <em>Aggressive Identifikationen </em>führen häufig dazu, dass die Gewalt gegen sich selbst gerichtet wird. Selbstverletzendes Verhalten, Suchtmittelmissbrauch, soziale Desintegration und Rückzug sind die Folgen. Im Einzelfall kann es auch zu aggressiven Handlungen gegen andere kommen. Dann wird die Täter-Opfer-Konstellation umgekehrt. Gefühle von Ohnmacht und Hilflosigkeit werden dadurch abgewehrt.<br />
- <em>Angsterkrankungen und Depressionen </em>sind dabei komplexe Verarbeitungsweisen, in denen Schutzfunktionen gegen die Traumatisierung zu chronischen Beeinträchtigungen der Vitalität und<br />
Lebensfreude geführt haben.<br />
- Schließlich können die schweren Ängste und die Beschädigung des Vertrauens in hilfreiche Beziehungen zu anderen Menschen auch dazu führen, dass Gefühle von innerer Leere, eine grundlegende emotionale Instabilität, Misstrauen und Verfolgungsgefühle überhand nehmen und sich zu einer <em>Borderline-Persönlichkeitsstörung </em>verfestigen.<br />
In der Täter-Opfer-Beziehung zwingt der Täter dem Kind eine <em>lügnerische Struktur </em>auf, indem er ein Schweigegebot errichtet und dessen Einhaltung vom Kind einfordert. Zudem suggeriert er dem Kind, dass die Umsetzung seiner sexuellen und machtorientierten Wünsche nicht allein von ihm, sondern ebenso vom Kind ausgeht bzw. vom Kind oder Jugendlichen ebenfalls gewünscht wird. Es kommt zu dem, was der Psychoanalytiker Sandor Ferenczi schon früh als „Sprachverwirrung zwischen Erwachsenem und Kind“ bezeichnete: Das Kind möchte Zärtlichkeit und Anerkennung, der Erwachsene missbraucht diesen Wunsch für seine sexuellen und narzisstischen Bedürfnisse. Dies verschärft den erwähnten Angriff auf die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Fantasie und Realität beim Kind, erschwert bzw. verunmöglicht die weitere Differenzierung seines Fantasieraums und resultiert in Gefühlen von Einsamkeit und Verlassenheit.<br />
Das Kartell des Schweigens reicht jedoch weit über die Täter-Opfer-Beziehung hinaus und umfasst die Familie bzw. die Institution (Internate, kirchliche Einrichtungen, Vereine, wissenschaftliche Gesellschaften<br />
etc.). Eine solche Mauer des Schweigens verstärkt die innere Unsicherheit, Verwirrung, den Verlust des<br />
Vertrauens in andere und macht es den Betroffenen äußerst schwer, über ihre Erlebnisse zu sprechen und sich Hilfe zu suchen.<br />
<strong>Täter-Opfer-Dynamik</strong><br />
Die Tendenz, sich Schuld und Scham selbst zuzuschreiben, ist beim Kind umso stärker, je mehr es dem Erwachsen vertraut hat, von ihm begeistert war und ihn bewundert hat sowie sich von ihm gefördert fühlte.<br />
Dies macht sexuelle Gewalt in institutionellen Kontexten, in die man vertraut, in denen man Unterstützung, Hilfe, Förderung und Anerkennung erhofft, außerordentlich zerstörerisch. Gefühle von Abneigung, Wut und Hass gegen den Täter mischen sich mit Bewunderung, ja Liebe zum Täter und mit Gefühlen von Schuld und Scham. Diese Gefühlsambivalenz wird dann besonders quälend erlebt, wenn das Kind niemanden hat, dem es sich anvertrauen kann. Wird ein Erwachsener, an den es sich wenden könnte, ihm glauben, oder wird er das Kind verraten und fallenlassen? Was passiert, wenn sich die Erwachsenen zusammentun, wie es nur allzu oft geschieht? Derartige Fragen beschäftigen die Opfer oft noch nach Jahrzehnten und ein Brechen des Schweigens wird nicht selten von schweren Schuldgefühlen begleitet.<br />
<strong>Institutionelle Strukturen und Beziehungsdynamiken, die sexuelle Gewalt begünstigen</strong><br />
Institutionen haben eine Tendenz, Kartelle des Schweigens zu begünstigen und strukturell zu etablieren.<br />
Dies gilt für die Familie wie für andere gesellschaftliche und soziale Verbände wie Kirchen, Vereine,  Internate usw. Im Einzelfall hängen derartige Kartelle des Schweigens und der Abwiegelung durchaus mit bewussten Machenschaften zusammen. Zudem forcieren unbewusste Gruppenprozesse solche Entwicklungen.<br />
Der existenzielle Wunsch des Menschen, von anderen anerkannt zu werden und zu einer Gruppe zu gehören, lässt ihn wesentliche Aspekte seiner Idealvorstellungen auf die Gruppe übertragen, der er sich zugehörig fühlt. Werden von Mitgliedern der Gruppe Verbrechen begangen, kommt es zu einem Zusammenbruch dieser Idealvorstellungen. Dann besteht die Neigung, das Geschehene zu verdrängen oder zu verleugnen, wegzuschauen, es nicht wissen zu wollen oder es gar zu rechtfertigen. Dem kommt auch die Angst des Menschen entgegen, aus einer Gruppe ausgeschlossen zu werden, was zumindest in seiner Vorstellung unweigerlich passieren würde, wenn er versuchte, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen.<br />
Diese Dynamik haben wir bei den jüngsten Fällen sexueller Gewalt in der Kirche wie in Internaten exemplarisch vor Augen geführt bekommen. Dabei ging es immer darum, die vermeintlichen Ideale der<br />
jeweiligen Gruppe zu verteidigen und zu schützen – um jeden Preis. Dadurch wurden die Opfer ein weiteres Mal angegriffen, geschädigt und in ihrem Glauben an die Verlässlichkeit von Beziehungen erneut zutiefst erschüttert. Zudem erleiden hierbei auch die Ideale der Institution schweren Schaden.<br />
<strong>Psychische, soziale und juristische Be- und Verarbeitung des Geschehens</strong><br />
Die Einkapselung der traumatischen Erinnerungen, die diversen Abwehrformationen, insbesondere die<br />
lügnerische Struktur und die Mauer des Schweigens und der damit erfolgende Ausschluss des Opfers aus<br />
der Gemeinschaft, machen es zwingend erforderlich, unmissverständlich zu benennen, wer Täter und wer<br />
Opfer ist. Ein gesellschaftlicher Diskurs muss die betroffenen Institutionen verpflichten, sich mit den Gewalt fördernden Strukturen in ihrem jeweiligen Einflussbereich auseinanderzusetzen. In diesem Prozess muss nicht nur die eigene Verantwortung anerkannt und das Opfer entschädigt werden, sondern es gilt auch, strukturelle Veränderungen einzuleiten und verlässlich umzusetzen.<br />
Für die Opfer ist es wichtig, dass – sofern sie es wünschen – sowohl eine strafrechtliche als auch eine zivilrechtliche juristische Aufarbeitung erfolgt. Dazu sollten, trotz der damit verknüpften rechtlichen Probleme, die Verjährungsfristen überdacht werden, da die Opfer oft erst nach einem langen inneren Prozess in der Lage sind, sich einem solchen Verfahren zu stellen.<br />
Falls die notwendigen Vernehmungen in angemessener Form durchgeführt werden, ist in der Regel die Entlastung des Opfers durch die juristische Aufarbeitung höher zu veranschlagen als die dabei auftretenden Belastungen. In psychoanalytischen Behandlungen zeigt sich immer wieder, dass Opfer sexueller Gewalt in ihrer psychischen Auseinandersetzung mit den Folgen des erlittenen Unrechts von der juristischen Klärung profitieren. Sie werden dadurch in ihrem Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein gestärkt und erleben sich als kompetenter und selbstwirksamer. Dies kann seinerseits die therapeutische Arbeit unterstützen.<br />
<strong>Therapeutische Hilfen</strong><br />
Es ist unbestritten, dass therapeutische Hilfen angeboten werden müssen. Dabei ist den Wünschen und<br />
Bedürfnissen der Betroffenen Rechnung zu tragen. Psychotherapien, insbesondere eine psychoanalytisch<br />
orientierte Psychotherapie oder eine Psychoanalyse, bieten die Chance, über eine Symptombewältigung<br />
hinaus die komplexen inneren Strukturen und Dynamiken behutsam aufzugreifen und entlang der Möglichkeiten des Patienten durchzuarbeiten. Persönlichkeitsspezifischer Schutz vor dem Erlittenen, die Abwehr gegen das traumatische Erleben und schwer beeinträchtigende Verfestigungen der Persönlichkeit gehen dabei oft Hand in Hand. Es ist naheliegend, dass die therapeutische Arbeit angesichts der vielfältigen Verletzungen der Betroffenen oft ein schmerzhafter Prozess ist, der ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit verlangt, will man den Patienten nicht erneut traumatisieren.<br />
Die psychoanalytische Erfahrung aus solchen Behandlungen ist, dass die psychischen Folgen sexueller Gewalt, deren Einkapselungen und Vernarbungen durch die Behandlung deutlich gemildert bzw. beseitigt<br />
werden können, dass aber der Schmerz über das erlittene Unrecht und das Entsetzen über das, was einem zugefügt wurde, nicht aus der Welt zu schaffen sind. In einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung kann es über einen langwierigen Prozess möglich werden, das traumatisierende Erleben zur Sprache zu bringen. Die Benennung und klare Zuordnung kann dazu beitragen, dem Trauma einen inneren<br />
Platz zu geben. Damit werden zerrissene Zusammenhänge im Erleben wieder verknüpft und können so verarbeitet und integriert werden. Die Betroffenen erarbeiten sich darüber die Möglichkeit, ihre eigene innere Wahrheit wiederzufinden.<br />
<em>Verfasser, DPV-Arbeitsgruppe „Sexuelle Gewalt“: Prof. Dr. Lorenz Böllinger,</em><br />
<em>Dr. Werner Bohleber, Prof. Dr. Michael Günter (federführend), Prof.</em><br />
<em>Dr. Kai von Klitzing, Dipl.-Psych. Angelika Staehle, Dr. Christoph E. Walker</em><br />
<em>(federführend)</em><br />
<strong>Addendum</strong><br />
Diese Stellungnahme bezieht sich auf sexuelle Gewalt in institutionellen Kontexten, in denen Kinder und Jugendliche davon bedroht sind. Uns ist durchaus bewusst, dass auch in psychoanalytischen Institutionen<br />
und Behandlungen sexuelle Gewalt und Grenzverletzungen vorkommen können, die eine Grundbedingung psychoanalytischen Arbeitens, nämlich die Abstinenz, angreifen und zerstören. Dies kann zu schweren<br />
Traumatisierungen führen. Wir bemühen uns, durch eine gründliche Ausbildung mit einer intensiven Lehranalyse der angehenden Psychoanalytiker, sowie regelmäßigen Supervisionen und Intervisionen solchen Vorkommnissen vorzubeugen. Fälle, in denen Grenzverletzungen dennoch vorkommen, können von Betroffenen vor die Ethikkommission der DPV gebracht werden. Gegebenenfalls kann der Ausschluss eines Mitglieds erfolgen. Unsere Mitglieder unterliegen darüber hinaus der Berufsgerichtsbarkeit ihrer jeweiligen<br />
Ärzte- bzw. Psychotherapeutenkammern und deren Ethikrichtlinien.<br />
<strong>Berlin im August 2010, Prof. Dr. Martin Teising, Vorsitzender der DPV</strong><br />
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Vier neue Alexander von Humboldt-Professoren ausgewählt</title>
		<link>http://die-auswaertige-presse.de/2010/06/vier-neue-alexander-von-humboldt-professoren-ausgewahlt/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 10:36:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tekook</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Vier Naturwissenschaftler aus dem Ausland erhalten höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands. Eine Zellbiologin, zwei Physiker und ein Nachrichtentechnikforscher sind die neuen Alexander von Humboldt-Professoren. Der mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotierte internationale Preis für Forschung in Deutschland wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vier Naturwissenschaftler aus dem Ausland erhalten höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands.</strong></p>
<p>Eine Zellbiologin, zwei Physiker und ein Nachrichtentechnikforscher sind die neuen Alexander von Humboldt-Professoren. Der mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotierte internationale Preis für Forschung in Deutschland wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Stiftung weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen.<span id="more-2343"></span></p>
<p>Die ausgewählten Preisträger treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis nominierten:</p>
<p><em>Der an der University of Oxford, Großbritannien, forschende Teilchenphysiker <strong>Brian Foster</strong> (56) soll an der Universität Hamburg und dem Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg arbeiten.</p>
<p>Der von der University of Southern California, USA, kommende Nachrichtentechnikforscher <strong>Gerhard Kramer</strong> (39) wurde von der Technischen Universität München nominiert.</p>
<p><strong>Dirk Kreimer</strong> (49) ist Physiker am Institut des Hautes Études Scientifiques, Bures-sur-Yvette, Frankreich und soll künftig an der Humboldt-Universität Berlin forschen.</p>
<p>Die Zellbiologin <strong>Ulrike Kutay</strong> (43) von der ETH Zürich, Schweiz, soll für die Universität Würzburg gewonnen werden.<br />
</em><br />
&#8220;Die neu ausgewählten Alexander von Humboldt-Professoren kommen aus recht verschiedenen Disziplinen der Naturwissenschaft, und die thematische Breite der Arbeitsgebiete reicht von der reinen Theorie bis zur anwendungsorientierten Forschung. Mit einem Preisträger aus Frankreich und der Universität Würzburg hat sich der Kreis der Herkunftsländer und der erfolgreichen Universitäten in Deutschland erneut erweitert. Die erstklassigen Arbeitsbedingungen, die das Preisgeld ermöglicht, wie auch das enorme Ansehen der Professur im In- und Ausland werden es der Preisträgerin und ihren drei Kollegen ermöglichen, beste Studenten und Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt für sich und für Forschung in Deutschland zu interessieren, sagte der Präsident der Stiftung Helmut Schwarz.</p>
<p>&#8220;Bis zu fünf Millionen Euro für einen Wissenschaftspreis bedeuten eine kräftige Zukunftsinvestition und ein politisches Signal &#8211; auch und gerade angesichts der weltweiten Finanzkrise. Wir investieren in herausragende Forscherpersönlichkeiten, ihre Ideen und in kluge Universitätskonzepte. Für den Wissenschaftsstandort Deutschland ist dies ein weiterer wichtiger Internationalisierungs- und Modernisierungsschub, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan.</p>
<p>Der Auswahlausschuss der Humboldt-Stiftung hatte über neun Anträge zu entscheiden. Von den Kandidaten arbeiten derzeit vier in den USA, je zwei in Großbritannien und der Schweiz sowie einer in Frankreich.</p>
<p>Das Preisgeld ist für die Finanzierung der ersten fünf Jahre in Deutschland bestimmt. Den Hochschulen eröffnet der Preis die Chance, internationalen Spitzenkräften konkurrenzfähige Rahmenbedingungen und eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten sowie ihr Profil zu schärfen.</p>
<p>In der dritten und letzten Auswahlsitzung im Herbst dieses Jahres werden die weiteren der insgesamt bis zu zehn Preisträger des Jahres 2010 ausgewählt. Im Februar waren bereits drei Humboldt-Professuren vergeben worden.</p>
<p><strong>Weitere Informationen finden Sie unter: <a href="http://www.humboldt-foundation.de/ahp-2010">www.humboldt-foundation.de/ahp-2010</a></strong></p>
<p><strong>Die Alexander von Humboldt-Stiftung</strong><br />
Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 24.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern &#8211; unter ihnen 43 Nobelpreisträger.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">KURZPORTRÄTS DER NEUEN ALEXANDER VON HUMBOLDT-PROFESSOREN</span></strong></p>
<p><strong>Brian Foster<br />
Teilchenphysik<br />
</strong>Brian Foster gilt als einer der bedeutendsten experimentellen Elementarteilchenphysiker. Er war führend bei zahlreichen internationalen Projekten an Teilchenbeschleunigern und trug durch seine theoretischen Arbeiten, aber auch praktisch, etwa durch die Entwicklung innovativer Messinstrumente, zum Fortschritt der Beschleunigerphysik bei. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählt der Humboldt-Forschungspreis (1999). Foster soll am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY arbeiten und als Professor an der Universität Hamburg forschen und lehren.</p>
<p><strong>Nominierende Universität:</strong> Universität Hamburg gemeinsam mit dem Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY in Hamburg</p>
<p>Prof. Dr. Brian Foster, geb. 1954 in Großbritannien, derzeit University of Oxford, Subdepartment of Particle Physics, Oxford, Großbritannien.<br />
1975-1978 Graduate Student an der University of Oxford. 1978-1982 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rutherford Appleton Laboratory in Chilton. 1982-1984 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Imperial College of Science and Technology, London. 1984-2003 in verschiedenen Positionen am Department of Physics, Bristol University. Seit 2003 Professor für Experimentelle Physik an der University of Oxford. 1999 Humboldt-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Seit 2008 Mitglied der Royal Society, London.</p>
<p><strong>Gerhard Kramer<br />
Nachrichtentechnik</strong><br />
Gerhard Kramer ist einer der weltweit herausragenden Wissenschaftler in der Informationstheorie und Nachrichtentechnik. Seine innovativen Leistungen auf den verschiedensten Gebieten der Telekommunikationstechnik von der Funktechnik bis hin zur optischen Datenübertragung sind hoch anerkannt. In seiner Karriere verband Kramer stets Theorie mit Anwendung, etwa während seiner Tätigkeit bei den Bell Labs in den USA, eine der weltweit führenden Industrieadressen für angewandte Forschung. An der TU München soll Kramer den Lehrstuhl für Nachrichtentechnik einnehmen und helfen die weltweite Spitzenstellung Münchens auf diesem Gebiet zu erhalten und auszubauen.</p>
<p><strong>Nominierende Universität:</strong> Technischen Universität München</p>
<p>Prof. Dr. Gerhard Kramer, geb. 1970, derzeit University of Southern California, Department of Electrical Engineering, Los Angeles, Kalifornien, USA.<br />
Studium der Elektrotechnik an der University of Manitoba, Winnipeg, Kanada. Promotion 1998 an der ETH Zürich, Schweiz. Bis 2000 Consultant bei der Endora Tech AG in Basel, Schweiz. 2000-2008 Technischer Mitarbeiter an den Bell Laboratories, Alcatel-Lucent, Murray Hill, USA. Gastprofessuren an der Columbia University in New York, USA und der Korea University in Seoul, Südkorea. Seit 2009 Full Professor an der University of Southern California.</p>
<p><strong>Dirk Kreimer<br />
Mathematische Physik<br />
</strong>Dirk Kreimer ist einer der international führenden Forscher auf dem Gebiet der mathematischen Physik. Als Physiker genießt er nicht nur höchste Anerkennung unter Kollegen seiner Disziplin, sondern auch unter Spitzenmathematikern, mit denen er regelmäßig zusammenarbeitet. An der Humboldt Universität Berlin soll Kreimer die Symbiose von Mathematik und theoretischer Physik in Deutschland auf Gebieten wie der Quantenfeldtheorie voranbringen und dazu beitragen, dass Deutschland zur Weltspitze aufschließt. Kreimer soll sowohl Mitglied des Instituts für Mathematik als auch des Instituts für Physik werden sowie Direktor am neuen &#8220;Interdisziplinären Zentrum für Mathematische Physik&#8221;.</p>
<p><strong>Nominierende Universität:</strong> Humboldt-Universität Berlin</p>
<p>Prof. Dr. Dirk Kreimer, geb. 1960, derzeit Institut des Hautes Études Scientifiques, Bures-sur-Yvette, Frankreich.<br />
1992 Promotion an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, dort Postdoc. 1993-1995 Postdoc an der University of Tasmania in Hobart, Australien. 1995 Rückkehr nach Mainz. 2001-2002 Professor für Mathematische Physik und Wissenschaftlicher Direktor an der Boston University, USA.</p>
<p><strong>Ulrike Kutay<br />
Zellbiologie<br />
</strong>Ulrike Kutay gehört im Bereich der Zellkernbiochemie zu den weltweit führenden Köpfen. Sie erforscht den Molekültransport aus dem Zellkern ins Plasma und zurück sowie die Funktionsweise der Ribosomen. Schon als Postdoktorandin gelang es ihr als Erste, den Mechanismus und den Rezeptor für Protein- und RNA-Export aus dem Zellkern zu entschlüsseln und fand damit bereits als junge Forscherin Eingang in die Lehrbücher der Biochemie und Zellbiologie. Am Biocenter and Rudolf Virchow Center der Universität Würzburg soll den neu eingerichteten Lehrstuhl für Biochemie einnehmen und damit den Standort strategisch verstärken.</p>
<p><strong>Nominierende Universität:</strong> Universität Würzburg</p>
<p>Prof. Dr. Ulrike Kutay, geb. 1966 in Deutschland, derzeit ETH Zürich, Institut für Biochemie, Zürich, Schweiz.<br />
1992 Diplom in Biochemie an der Freien Universität Berlin, 1996 Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1996-1999 Postdoc am Zentrum für Molekulare Biologie in Heidelberg. 1999 Wechsel an die ETH als Assistant Professor, seit 2006 dort Associated Professor.</p>
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