Das stille Erbe des Krieges
von Götz Egloff
Das stille Erbe des Krieges
Pressemitteilung zur Jahrestagung „Die Kinder der Kriegskinder“ der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie (GPPP) vom 30.3. – 1.4.2012 in Göttingen
Das 20. Jahrhundert hat zwei Weltkriege und unzählig viel Gewalt hervorgebracht. Die offensichtlichen Folgen wie Zerstörung, Vertreibung und Trauma sind leicht nachvollziehbar. Doch existieren subtile Nachwirkungen über die Generationen hinweg, die sich dem ersten Blick entziehen, deren Wirkmacht aber nicht zu unterschätzen ist.
Die Mitglieder der Altersgruppe der heute 35- bis 55-jährigen haben die Gemeinsamkeit, dass ihre Eltern den Zweiten Weltkrieg als Kinder erlebt haben und damals häufig schwer belastenden Ereignissen ausgesetzt waren. In Bezug auf die »Kriegskinder« gibt es heute umfangreiche Erfahrungsberichte und Forschung. Welche Auswirkungen hatten nun die psycho-biografischen Besonderheiten der »Kriegskinder« auf ihre Nachkommen, die »Kriegsenkel«? Wie verliefen bei ihnen – im Vergleich zu anderen Generationen – die Loslösungen vom Elternhaus, der Aufbau neuer Beziehungen und Bindungen, die Entwicklung von Persönlichkeit und Identität? (weiterlesen …)



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