Die Auswärtige Presse e.V.

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Artikel der Kategorie ‘Literarisches’

Altonale-Lesebühne morgen in der Motte!

Juni 13, 2018 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Literarisches, Mitglieder in der Presse, Veranstaltungen Kommentare deaktiviert für Altonale-Lesebühne morgen in der Motte!

 

Auch 2018 ist die Textfabrique51 mit der altonale Lesebühne wieder Programmpunkt im überregional bekannten Stadtteilkulturfestival altonale – diesmal an einem neuen Spielort – im Stadtteilkulturzentrum MOTTE in der Eulenstraße in HH-Ottensen!

Zum achten Mal organisiert und moderiert  das Literaturnetzwerk Textfabrique 51 die altonale Lesebühne

12 Autorinnen und Autoren präsentieren in diesem Jahr Kurzgeschichten, Romanauszüge, Gedichte, lyrische Prosa und Rhythmisches:

Susanne Bienwald (Mitglied der DAP), Jörgen Bracker, Monika Buttler, Thorsten Dörp, Hasune El-Choly, Klaus D. Gutsche, Franziska Herrmann, Tilla Lingenberg, Birgit Rabisch, Andreas Schmeling, Jochen Stüsser-Simpson (mit Ulrike Geschwendtner) und Marion Venhaus (die komplette Leseliste im Download unten)

Es moderieren Ellen Balsewitsch-Oldach und Dirk-UWe Becker

Eine Anmeldung für Gäste ist noch möglich unter elbaol@gmx.de.

Zeit & Ort: Do, 14. Juni, 19.30 Uhr, Neuer Ort: MOTTE, Eulenstr. 43 (HH-Ottensen),

Eintritt Abendkasse: Zahle, so viel du willst!

Art&Cake heute eröffnet

Juni 09, 2018 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Gesellschaft, Kunst und Kultur, Literarisches, Lyrik, Musik, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Art&Cake heute eröffnet

Text und Fotos: Maren Schönfeld

„Hüllen“ von Katharina Holstein-Sturm (Installation)

Die Pop-up-Galerie Art&Cake öffnete heute mit der Vernissage zur Ausstellung „Hüllen“ von Katharina Holstein-Sturm. Sie zeigt fragile MenschenSkulpturen aus Papier. Umringt werden sie von zarten Tuschezeichnungen aus Schellack. Körper, Stärke und Verletzlichkeit sind das Thema ihrer ungewöhnlichen und sehr berührenden Installation. Der kleine Ausstellungsraum wird für vier Monate von verschiedenen Künstlerinnen, Autoren und Autorinnen, Musikerinnen und Musikern bespielt.

Die Ausstellungen wechseln alle drei Wochen und werden von unterschiedlichen Rahmenprogrammen begleitet. So sind Lesungen, Performances und musikalische Darbietungen zu hören. Kunst zu erleben und über sie zu sprechen, Kunstschaffende und -interessierte zusammenzuführen und nicht zuletzt den Menschen aus der Nachbarschaft zu begegnen sind die Ziele der Künstlerinnen.

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Das Schweigen der Mütter

Mai 28, 2018 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Buchrezension, Gesellschaft, Literarisches, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Das Schweigen der Mütter

von Maren Schönfeld

Buchcover

zu dem Roman „Die Kuschellüge“ von Brigitte Cleve

Als die Protagonistin Laura nach fast zwanzig Jahren wieder in das Ferienhaus der Familie zurückkehrt, um dort die Haushaltsauflösung voranzutreiben, ergreifen sie traumatische Erinnerungen. Ihren Freund, der sie begleitet, weist sie aggressiv zurück. Ihr Aufenthalt in dem Haus beschert ihr ein Déjà-vu nach dem anderen, ausgelöst von Dingen wie dem Kacheldekor in der Dusche. Was war geschehen in dem einen Sommer mit Onkel Edi, der auf die damals Elfjährige aufpassen sollte? Und wer wusste davon?

Brigitte Cleves klar und taktvoll geschriebener Roman basiert auf einer wahren Begebenheit. Diese Geschichte könnte sich überall abgespielt haben, denn in den meisten Fällen findet Missbrauch in der eigenen Familie oder im engeren sozialen Umfeld statt. Wie die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung von Kindesmissbrauch in einer Studie 2016 ermittelte, waren in 70 Prozent der 200 untersuchten Fälle die Täter aus Familie und sozialem Umfeld. Dass die Familien den Opfern nicht glauben, dass die Mütter meistens Bescheid wissen und wegsehen, ist für die Opfer sehr verstörend.[1]

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Hommage: Über die Kurzprosa von Johanna Renate Wöhlke

Mai 17, 2018 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, DAP intern, Literarisches, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Hommage: Über die Kurzprosa von Johanna Renate Wöhlke

von Dr. László Kova

Johanna Renate Wöhlke bei der Internationalen Gartenschau 2013 in Wilhelmsburg

Eines Tages besuchte ich gerade eine renommierte Galerie in der Stadtmitte Hamburg, um dort anlässlich einer Vernissage nach spannenden Bildern für meine neue Wohnung zu suchen. Ich tat das natürlich nur als witziges Spiel, da ich als Maler ausreichend Bilder habe. Die Ausstellung, die mir übrigens gar nicht gefiel, sah ich mir lustlos an. Plötzlich drückte mir eine hübsche Hostess ein Glas Sekt in die Hand und begleitete mich in einen Raum, in dem schon viele Menschen auf einer breiten Edelholztreppe saßen  und auf den Beginn des Erzählabends einer Studentin warteten, die sichtlich aus der fernen arabischen Welt stammte.

Märchen für mich?  Nein!, sagte ich mir, aber der Rückweg war hinter mir schon versperrt. Und sie fing eben mit ihrer Vorführung an. Sie erzählte keine Märchen. Aber auch keine Wahrheiten. Sie erzählte Geschichten, die sie in ihrer Kindheit von ihrer Großmutter und von alten, ehrwürdigen Dorffrauen gehört hatte, die sie an warmen Abenden vor den Hütten im Sand sitzend den Familienmitgliedern und gelegentlichen Zuhörern vortrugen. Diese Geschichten sind nicht aufgeschrieben, sie werden in Tausenden von Variationen immer wieder erzählt, sie haben keinen Anfang und kein Ende, sie gehen ineinander über, sie schweben und fließen, sie reißen die Hörerschaft mit. Der Zuhörer fühlt die eigene Person ins Geschehen hineingezogen, man ist mitten drin, man verliert das Raum- und Zeitgefühl, man hört nicht nur zu, man handelt im Geschehen mit, man glaubt, dass alles in diesem Moment passiert.

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“The Picture of Dorian Gray” – The New Play at the English Theatre of Hamburg

Februar 21, 2018 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Englisch, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Literarisches, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für “The Picture of Dorian Gray” – The New Play at the English Theatre of Hamburg

by Uta Buhr
Photos: Stefan Kock

You don’t look well on this portrait, Dorian

Standing ovation for this exceptional performance of Oscar Wilde’s Dorian Gray that just premiered at the TET. Paul Glaser and his “crew” consisting of four young actors won the hearts of the audience from the very beginning. If you expect a lavish Victorian interior with fancy objects and crystal chandeliers, you will be surprised to find a setting reduced to a staircase leading to an attic and a few pieces of furniture such as an ottoman and some chairs. You virtually feel and smell late Victorian London in all its different facets, including the fog, once called pea soup, that still in the early sixties of the last century was so compact that you only heard your neighbour’s step when he or she nearly touched you. Darkness and sombre music create an eerie atmosphere and remind you of Jack the Ripper who made Whitehall virtually a “no go area” at the time. Sure enough, dear spectator, the gloomy atmosphere makes the blood run cold in your veins.

The plot: Handsome and innocent Dorian Gray, an offspring of a wealthy English family, has his portrait made by a famous artist named Basil Hallward. During his sittings he meets the immoral aristocrat Lord Henry Wotton who is impressed by Dorian’s beauty. (mehr …)

“The Picture of Dorian Gray” – die neue Premiere am English Theatre of Hamburg

Februar 21, 2018 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Englisch, Gesellschaft, Literarisches, Redaktionelle Beiträge, Theaterrezensionen Kommentare deaktiviert für “The Picture of Dorian Gray” – die neue Premiere am English Theatre of Hamburg

von Uta Buhr
Fotos: Stefan Kock

Du siehst aber gar nicht gut aus auf dem Bild, Dorian

Ein „Gothic“ an der Mundsburg! Kein Zweifel, noch stimmiger kann man dieses Glanzstück aus der Feder Oscar Wildes nicht auf die Bühne bringen. Das eigentlich für seine sehr hübschen, eher braven Bühnenbilder bekannte Theater hat sich diesmal an die Maxime gehalten, dass weniger oft mehr ist. Wer ein opulentes viktorianisches Dekor erwartet, wird von einem mit äußerst reduzierten Mitteln gestaltetes Szenario überrascht. Alles in allem eine sehr gelungene Inszenierung unter der Regie von Paul Glaser, dessen unverwechselbare dramaturgische Handschrift den Besuchern des TET bereits aus dem Ende April 2015 uraufgeführten Schocker „Thrill Me“ noch in Erinnerung sein dürfte.

„Das Bildnis des Dorian Gray“ ist wohl jedem Bildungsbürger und Theaterfan bekannt. Dennoch soll hier nicht auf eine längere Inhaltsangabe verzichtet werden: Lord Henry Wotton, ein ebenso eleganter wie zynischer Aristokrat, entdeckt während eines Besuchs bei dem berühmten Porträtmaler Basil Hallward das noch nicht vollendete Gemälde eines äußerst attraktiven jungen Mannes namens Dorian Gray. (mehr …)

“Norma” – the new book by Sofi Oksanen

Januar 07, 2018 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Buchrezension, DAP aktuell, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Literarisches Kommentare deaktiviert für “Norma” – the new book by Sofi Oksanen

by Maren Schönfeld (German version), English summery by Uta Buhr

Sofi Oksanen, Photo: Toni Härkönen

The German fairy tale “Rapunzel” – one of many tales collected by the Brothers Grimm – forms the basis of Sofi Oksanen’s new novel. Do you remember? Rapunzel, the young woman who is endowed with the most beautiful long hair imaginable which serves her secret lover as a ladder to see her in her tower on top of a castle. Generations of children and young adults all over the world were and still are enchanted by this charming and thrilling tale.

In 2017, “Norma” was published in German language under the title “Die Sache mit Norma.” The author is the daughter of a Finnish father and an Estonian mother, born and raised in Central Finland. Russian animal tales and other stories inspired her to create the post-modern figure of Norma. It goes without saying that a writer of Sofi’s stature does not merely tell us a story, but spices her novel with fine doses of feminism and social problems. Just imagine, in 2010 19 million people went on a pilgrimage to the Indian Tirupati Temple to offer their hair to the gods. As a matter of fact, the temple sells the hair very expensively to celebrities such as Jennifer Lopez and Paris Hilton as hair extensions!  To make a long story short: There is not enough hair to satisfy the “need” for it worldwide. Some gangs meanwhile even go so far as to steel women’s hair by cutting it while their victims are trying to cross the street. Afterwards these gangsters chop off on their mopeds. (mehr …)

Rapunzel und die Mafia

Januar 07, 2018 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Buchrezension, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Literarisches, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Rapunzel und die Mafia

von Maren Schönfeld

Sofi Oksanen, Foto: Toni Härkönen

Das Märchen Rapunzel war der Ausgangspunkt für Sofi Oksanens 2015 in Finnland, 2017 in Deutschland erschienenen Roman „Norma“ (deutscher Titel: „Die Sache mit Norma“). Für die estnisch-finnische Autorin, in der Kindheit geprägt von russischen lehrreichen oder Tiermärchen, war die revolutionäre Geschichte von Rapunzel das Lieblingsmärchen. So kreierte sie eine, wie sie sagt, postmoderne Version dieser Märchenfigur. Aber es wäre nicht Sofi Oksanen, bekämen wir es nicht auch mit Feminismus und gesellschaftlichen Fakten zu tun. 19 Millionen Menschen kamen 2010 zum indischen Tirupati-Tempel, um ihre Haare den Göttern zu opfern[1]. Die Tempel verkaufen das Haar, längst reicht es nicht mehr, um den Bedarf in der Welt zu decken. Extensions, wie sie Jennifer Lopez und Paris Hilton tragen, sind beliebt und werden teuer bezahlt. Längst ist das Geschäft mit den Haaren ein weltweites geworden. Im chinesischen Taihe wurden 2012 mit Haarexporten 88 Millionen Dollar erwirtschaftet.[2] Es gibt Orte auf der Welt, in denen sich zwei Bandenmitglieder auf einem Mofa einer an der Ampel stehenden Frau nähern und ihr – ratsch! – die Haare abschneiden, um damit zu türmen und sie zu verkaufen. Doch die Frauen im Tempel geben ihre Haare freiwillig her, andere gegen einen geringen Preis. Am wenigsten bekommen weltweit die Frauen, die ihre Haare abgeben. Am meisten kassieren Männer, die diese Geschäfte machen. (mehr …)

Die Geschichte einer Nordmann-Tanne

Dezember 22, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: DAP aktuell, Humor, Literarisches, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Die Geschichte einer Nordmann-Tanne

von Birgit Romann-Pontow

Die Autorin mit Weihnachtsbaum, (c) Angelika Fischer

Es war einmal, so fangen viele Märchen an. Das Märchen, das ich heute zu erzählen habe, ist eine wahre Geschichte.

Ich bin ein Hamburger Stadtkind, mein Mann kommt aus Schleswig-Holstein. Nach unserer Hochzeit im Jahre 1996, wohnten wir zunächst in meiner kleinen Wohnung in Eilbek, nahe der Wandsbeker Chaussee. Meinem Mann fehlte die Landluft und so zogen wir ein Jahr später nach Barmstedt, seinem Heimatort. Die Hauptstraße ersetzte mir zwar die Stadtluft, aber irgendwie war das doch nicht so ganz nach unserem gemeinsamen Geschmack. Wir schauten uns weiter um und fanden Anfang 2004 unser neues Zuhause. Eine Doppelhaushälfte, mitten auf dem Land in einem Dorf namens Hemdingen mit 1500 Einwohnern und viel frischer Luft. Ich, ein Stadtkind, bis auf die gemeinsame Wohnung Barmstedt, mein Leben lang ohne Balkon, hatte nun ein Haus mit Garten, Wiese drum herum und zwei wunderschöne Nordmann-Tannen im Vorgarten. Garten? Toll! Blumen, Pflanzen. Versuch macht klug. Alles wuchs unter unseren Händen.

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Wohnzimmerlesung zu verschenken

Dezember 14, 2017 Von: Maren Schönfeld Kategorie: Deutschland, Gesellschaft, Kunst und Kultur, Literarisches, Pressemitteilungen, Redaktionelle Beiträge Kommentare deaktiviert für Wohnzimmerlesung zu verschenken

Lesungen für einen guten Zweck – Mitmachen noch bis zum 21.12.17 möglich

von Maren Schönfeld

Miniatur/Foto: Joy Schalunke,  Grafikdesign: Andrea Rick

Wer noch auf der Suche nach einem originellen Weihnachtsgeschenk ist, wird vielleicht hier fündig: Das Bündnis „Autoren helfen“, eine Initiative von deutschsprachigen Autorinnen und Autorinnen, die sich für humanitäre und soziale Anliegen einsetzt, unterstützt dieses Jahr die Hilfsorganisation „DocMobile – Medical Help e.V.“, die medizinische Hilfe in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln organisiert.

Dafür bieten deutschlandweit Schriftstellerinnen und Schriftsteller an, gegen eine Mindestspende von 100 Euro im Wohnzimmer des Beschenkten oder des Schenkenden aus ihren Büchern zu lesen. Die Spender erhalten von „Autoren helfen“ einen schön gestalteten Gutschein, den sie auf den Gabentisch legen können – die Lesung selbst findet dann nach Absprache mit dem Autor im nächsten Jahr statt. Die Spenden kommen zu hundert Prozent der Hilfsorganisation „DocMobile – Medical Help e.V.“ zugute. Diese Aktion findet bundesweit statt, auf der Internetseite (Link s. u.) sind nach Regionen sortiert die Autorennamen zu finden. (mehr …)