Die Auswärtige Presse e.V.

Internationale Journalistenvereinigung Hamburg
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Artikel der Kategorie ‘Mitglieder in der Presse’

Ein Buch unseres Mitgliedes Anna Bardi

August 26, 2010 Von: Woehlke Kategorie: Buchrezension, Hamburg im Fokus, Mitglieder in der Presse 2 Kommentare →

Von Johanna R. Wöhlke

Literarische Spaziergänge auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

Hamburger Autoren erinnern an tote Kollegen

Herausgegeben von Anna Bardi

Es liegt schon einige Tage auf meinem Schreibtisch: „Literarische Spaziergänge auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Hamburger Autoren erinnern an tote Kollegen. Herausgegeben von Anna Bardi“. Es liegt da in sanftem, abgedunkeltem Hellgrün, weiße Schrift und rote Schrift, ein Bild mit einer Parkbank inmitten eines grünen Gartens auf der Titelseite, überzeugend schon dieses Cover – ein Buch, einladend zu einem Spaziergang, zu mehreren Spaziergängen – über einen Friedhof.

Ich erinnere mich an den Ohlsdorfer Friedhof  als einen Park, in dem fast wie zufällig auch noch Menschen ihre letzte Ruhestätte finden.  Es gab dort vor vielen Jahren eine Beerdigungsfeier im Winter, der ich beiwohnte. Ein entferntes Familienmitglied wurde zu Grabe getragen. Ich hatte es nicht einmal gekannt. Die Kälte des Winters in den Gliedern zu spüren, macht solche Wege noch kälter, bis in die Seele hinein. (mehr …)

Ein Mann mit vielen Talenten – Hans-Peter Kurr

Juli 20, 2010 Von: Woehlke Kategorie: Kunst und Kultur, Mitglieder in der Presse 2 Kommentare →

In loser Folge stellen wir Mitglieder der Auswärtigen Presse e.V. vor, deren Vita besonders interessant ist.

Von Uta Buhr

Mit Hannelore Droege in "Der Biberpelz" von Gerhart Hauptmann

Bei diesem Mann drängen sich automatisch Vergleiche mit der Bibel und den Mythen der alten Griechen auf. Hätten laute Trompetenstöße  die wehrhaften Mauern der Stadt Jericho im Heiligen Land nicht zum Einstürzen gebracht, wäre dies der  Donnerstimme eines Hans-Peter Kurr mit Sicherheit spielend gelungen. Jene, die weiland die Trompeten bliesen, sind uns namentlich nicht geläufig, doch der Name des so ungemein wandlungsfähigen Proteus ist uns bekannt. Der allwissende, weissagende Meergeist der Danaer war in der Lage, ständig – je nach Gusto – seine Gestalt zu verändern.

Und da sind wir auch schon mitten im Thema. Ob Hans-Peter Kurr der Weissagung mächtig ist, wissen wir  nicht. Doch als Schauspieler erfindet er sich fast täglich neu, schlüpft von einer Rolle in die nächste wie in eine fremde Haut. Sein Répertoire ist schier unerschöpflich. Tritt er als der Narr in Shakespeares „König Lear“ auf, ist er der Narr. Dasselbe gilt für den Totengräber im „Hamlet.“ Der Mime verschmilzt mit jeder seiner  Rollen. Doch er verkörpert nicht nur dramatische Rollen, sondern bewährt sich mit derselben Verve  im komödiantischen Fach. Wer ihn je in Gerhard Hauptmanns Diebeskomödie  „ Der Biberpelz“ erlebt hat, ist begeistert von seiner Vielseitigkeit und seinem  Spielwitz. (mehr …)

Emina Kamber

April 21, 2010 Von: Woehlke Kategorie: Gastartikel, Mitglieder in der Presse Kommentare deaktiviert für Emina Kamber

Ein Porträt von Dr. Peter Schütt

Emina KamberEin begnadetes Multitalent aus Bosnien
Über Emina Kamber zu schreiben, ist alles andere als einfach. Ich weiß beim besten Willen nicht, wo ich anfangen soll. Nehme ich eines ihrer Bücher zur Hand, zumal eines von ihren poetischen Werken, dann bin ich geneigt, sie als Schriftstellerin über den grünen Klee zu loben. Schau ich mir dagegen ihre künstlerischen Arbeiten an, meine ich, ich müsste sie vor allem als Malerin und Textildesignerin präsentieren. Erfahre ich dagegen von einer neuen Aktion ihres humanitären Engagements, dann denke ich, ich müsste sie zuerst als Wohltäterin, als Friedensstifterin, als Brückenbauerin zwischen Deutschland und dem nächsten Orient, dem Balkan, herausstellen.

Emina Kamber ist in jeder Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung, ein Leuchtturm, der anderen Menschen, die nach Orientierung suchen, den Weg weisen, Signale aussenden und Hoffnung geben kann. Sie ist auch mit ihren sechzig Lebensjahren immer noch ein Energiebündel, ein geistsprühendes Multitalent und ein Powerfrau, deren Ausstrahlung sich niemand entziehen kann, der mit ihr in Kontakt kommt. Sie ist rastlos wie eh und je, sie gönnt sich keine Ruhe, sie strebt von einem Projekt zum nächsten. (mehr …)

Kunstfotografie zwischen Schönheit und Verletzlichkeit

Mai 01, 2009 Von: Woehlke Kategorie: Kunst und Kultur, Mitglieder in der Presse Kommentare deaktiviert für Kunstfotografie zwischen Schönheit und Verletzlichkeit

Der Krefelder Arzt und Fotograf Dr. Wolf Tekook

Von Johanna Renate Wöhlke
Wolf Tekook und zwei seiner Baummotive als große Leinwand-Drucke
In seinen Bildern verwebt und verschachtelt er, lässt ineinander fließen und verbindet Gegensätzliches, spielt mit Licht, projeziert und dokumentiert. Da zeigen sich die Facetten des gelebten Lebens, denn der Krefelder Dr. Wolf Tekook (58) ist Arzt und Künstler, Mediziner und Fotograf. Die Galerie auf seiner Website zeigt die ganze Bandbreite seiner Arbeit und seines Könnens: Da ist zum Beispiel das Projekt Lichtspiele mit Lichtprojektionen; dann Carmina burana, Interpretationen der Lieder – und Gedichtesammlung aus dem 13. Jahrhundert; Zwischenmenschliches, das sind Menschen, fotografiert alleine oder zu zweit und ganz vorne das neue erfolgreiche Projekt „Philemon und Baucis. Baum-Menschen“, auf 148 Seiten nackte menschliche Körper in Fotografien von realen Bäumen versteckt, mit ihnen verwoben, verknüpft, in ihnen zerflossen, die menschliche Haut eingepasst und überlagert durch die Rindenstruktur der Bäume; Bäume und Menschen optisch interpretiert und in Szene gesetzt, als seien sie ein Wesen, fantastisch und real zugleich. Das gleichnamige Buch ist in diesem Frühjahr bei Shaker-Media als Kunstband erschienen.

Wolf Tekook antwortete auf Fragen zu diesem Projekt und zu seinem künstlerischen Werk.

Wie lange haben Sie insgesamt an dem Projekt gearbeitet? Es sieht nach einem Mammut-Projekt aus.
Die Grundidee und erste Vorarbeiten entstanden 2006 und 2007. Es hat vieler Versuche mit Testbildern gebraucht, bis ich die richtige Technik für eine solche Darstellung fand.

Wo sind die Bilder der Bäume entstanden?
Im gesamten Jahr 2008 habe ich gezielt nach markanten Bäumen gesucht. Einfach aufgrund der leichten Erreichbarkeit stammen viele Bäume vom Niederrhein. Ich erinnere mich noch an den ersten Ausflug im Januar 2008. Meine Idee war, schöne Solitärbäume im hierzulande reichlich vorhandenen bäuerlichen Umfeld aufzunehmen. Ich fuhr mit dem Auto zwei Stunden durch den nördlichen Niederrhein – und fand nur einen geeigneten Baum. Danach habe ich mir schnell angewöhnt, meine Kamera bei jeder Autoreise mitzunehmen – und wenn irgend möglich, keine Autobahnen zu benutzen. (mehr …)