Der Rangstreit zu Goslar – Mord und Totschlag beim Gottesdienst
Von Josef Wilhelm Knoke
Man spricht heutzutage wieder von einer Renaissance der Etikette, also eines Kanons an Verhaltensformen, die man unter zivilisierten Menschen voneinander erwarten darf als Ausdruck von Respekt und Wertschätzung. Dies kommt unter anderem auch in der Sitzordnung zum Ausdruck, die bei festlichen Anlässen vom Gastgeber vorgegeben wird. In Politik und Diplomatie waren Fragen der Sitzordnung von jeher eine Angelegenheit, auf die der Protokollchef, zum Beispiel bei Staatsbanketten, viel Gedanken verwendete, um keine Verstimmungen hochgestellter Gäste hervorzurufen. Heutzutage würde es aber kaum jemand einfallen eine Sitzordnung, die seiner Meinung nach nicht der ihm gebührenden Position Rechnung trägt, öffentlich zu reklamieren, und einen besseren Platz auf Kosten anderer zu fordern. (weiterlesen …)


Wer das Licht der Welt im Jahre 1964 erblickte, von dem sollte man annehmen, dass er sich die 68er- Jahre und den damit verbundenen Umbau nicht nur der Bundesrepublik lediglich nachträglich und aus Sekundärquellen erschloss. Anders bei Richard David Precht: Der Schriftsteller und Philosoph wuchs in einer linksorientierten und politisch hochaktiven Familie auf. So lesen sich seine unter dem Titel Lenin kam nur bis Lüdenscheid veröffentlichten Kindheitserinnerungen wie eine Geschichte des Umbruchs in Deutschland.

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