Die Auswärtige Presse e.V.

Internationale Journalistenvereinigung Hamburg
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Artikel der Kategorie März, 2010

Die heilende Kraft des Fastens

März 28, 2010 Von: Tekook Kategorie: Medizin, Gesundheit Noch keine Kommentare →

Vom Naturheiler Johann Schroth in Eigentherapie zur Kur perfektioniert

Von Angelika Fischer
RIMG7274 Johann SchrothDer Brauch des Fastens, das heißt über einen gewissen Zeitraum auf Nahrungsaufnahme teilweise oder ganz zu verzichten, ist in vielen Kulturen und Religionsgemeinschaften fest verankert. Schon früh erkannte man, dass sich dadurch eine sowohl körperliche als auch geistige Reinigung und Heilung einstellt. Während der Islam den Fastenmonat Ramadan vorschreibt, dient im Christentum der Zeitraum zwischen Aschermittwoch und Ostern den Gläubigen zur Buße und inneren Einkehr in Kombination mit dem Verzicht auf bestimmte Speisen. Der Brauch soll an das 40-tägige Fasten Jesu Christi in der Wüste zur Vorbereitung seines öffentlichen Wirkens erinnern. (weiterlesen …)

„Heute wollen wir nach Amerika gehen.“

März 28, 2010 Von: Tekook Kategorie: Ausland 5 Kommentare →

Von Horst Rübke
IcelandWir waren doch auf Island und der Reiseleiter Björn schlug vor, heute nach Amerika zu gehen? Wusste er denn nicht, wie weit Amerika entfernt ist? Island ist doch eine Insel im Nordmeer auf dem halben Weg zwischen Europa und Nordamerika. Björn sah uns unsere verdutzten Gesichter an und bestätigte deshalb noch einmal, dass es jeder aus der Gruppe schaffen wird, und wir sollten uns einmal überraschen lassen, fügte er mit einem verschmitzten Gesicht hinzu. Wir stiegen also in den Geländerwagen und es ging los. Über Island gibt es viel zu berichten. Immer wieder wurden uns die Besonderheiten erklärt. Es gibt keine Nachnamen und Familiennamen. Die Namen bestehen aus dem Vornamen und Tochter/ Sohn vom Vater wird angegeben (Bsp. Veronika Wolfgangs Dottir). Beim Sohn heißt es Son statt Dottir. Sie sprechen noch eine Nordgermanische Sprache (Wikingersprache). Die Sprache hat sich seit 1000 Jahren nicht verändert. Die Isländer sind sehr auf ihre Sprache bedacht; sie lassen keine Fremdwörter zu, z. B. der Computer, auf Isländisch heißt er Zahlenprophet. (weiterlesen …)

Liebliches Taubertal

März 24, 2010 Von: Tekook Kategorie: Deutschland, Rundfunk 1 Kommentar →

Reisemesse 2010 in Hamburg

Jochen Müssig berichtet im Interview Gunda Seeliger über das “Liebliche Taubertal”
Reisemesse 2010 in Hamburg 002

Bad Mergentheim

März 24, 2010 Von: Tekook Kategorie: Deutschland, Rundfunk Noch keine Kommentare →

Reisemesse 2010 in Hamburg
Interview von Gunda Seeliger mit Peter Dittgen aus Bad Mergentheim.
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Brechts “Baal” im Malersaal

März 23, 2010 Von: Woehlke Kategorie: Kunst und Kultur Noch keine Kommentare →

Brechts “Baal” im Malersaal

Von Hans Peter Kurr

Ein Wahnsinnsabend im Malersaal: Da hat der ( im allerbesten Sinne) ver-rückte Regisseur  Samuel Weiss, die – imgrunde seit ihrem Erscheinen in der literarischen Welt 1918 – als uninszenierbar geltende brechtische Lebensangst-Parabel “Baal” durch den Fleischwolf seiner szenischen Phantasie gedreht, die Rollen mit acht Hochbegabten der Theaterakademie Hamburg besetzt, die kurz vor ihrem Abschluss stehen und in denen – deutlich sichtbar – die Flamme der Begeisterung für ihren zukünftigen Beruf nachgerade lodert, ihnen die Chance gegeben, sämtliche Möglichkeiten eines gut ausgetstatteten Schauspielhauses für sich zu nutzen wie professionelle Maske ( Thorsten Kirchner, Petra Hegele, Petra Lange), wunderbar in der optischen “Gleichschaltung” ursprünglicher Individuen, neuen Kostümen (Einfallsreich: Janina Brinkmann), einem Regiestab von Hochprofessionellen (Musikalische Leitung: Joachim Kuntzsch ) u.v.a., einem Bühnenbild (Ironiedurchtränkt: Ralph Zeger) auf der Mitte balancierend zwischen szenischer Armut und kulinarischem Überfluss.- Und dies alles, bevor mancher von ihnen sich wiederfinden wird in dem Jammertal der armen, kleinen, nicht subventionierten Off-Theater, für € 50.- Abendgage, Kostümen aus dem elterlichen Kleiderschrank, Maske aus dem eigenen Schmickkästchen, Proben im ungeheizten Saal der benachbarten Kirchengemeinde und einem halben Bier nach der Vorstellung….. (weiterlesen …)

Die Bilanzen des Terrors

März 22, 2010 Von: Woehlke Kategorie: Buchrezension, Politik Noch keine Kommentare →


Buchbesprechung: „Hitlers Volksstaat“ von Götz Aly

Von Dr. Wolf Tekook

Die Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung http://www.bpb.de/publikationen/Y8MYA2,0,0,Publikationen.html
bietet dem geschichtlich interessierten Leser eine Fülle wertvoller und gut recherchierter Informationen quasi zum Nulltarif. Für eine Bereitstellungspauschale von 1 bis 6 € pro Band gibt es geballtes Wissen frei Haus. Stellvertretend wird das Buch Hitlers Voksstaat von Götz Aly, erschienen im Jahre 2005 als Band 487, ISBN 3-89331-607-8, vorgestellt.

Götz Aly: Hitlers Volksstaat ISBN: 3-89331-607-8Öffentliche Diskussionen über den Unrechtsstaat der Nationalsozialisten fokussieren gemeinhin auf die moralische Verwerflichkeit der seinerzeit inszenierten Gräueltaten. Götz Aly geht einen anderen Weg: Er untersucht die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Zeit und deren Manipulation durch die Nazis und kommt so zu einer anderen Betrachtungsweise. Seine Kernaussagen: „Hitler erkaufte sich die Zustimmung der Deutschen mit opulenten Versorgungsleistungen, verschonte sie von direkten Kriegssteuer, entschädigte Bombenopfer mit dem Hausrat ermordeter Juden, verwandelte Soldaten in „bewaffnete Butterfahrer“ und ließ den Krieg weitgehend von den Völkern Europas bezahlen. Den Deutschen ging es im Zweiten Weltkrieg besser als je zuvor, sie sahen im nationalen Sozialismus die Lebensform der Zukunft – begründet auf Raub, Rassenkrieg und Mord.“

Ausführlich beschreibt der Autor die ausgeklügelten Finanzmarkttechniken, mit deren Hilfe die besetzten Länder kollektiv ausgeplündert wurden, wobei den Landesbewohnern noch der Eindruck vermittelt wurde, die Deutschen seien fair mit ihnen. Das Werkzeug dazu: Die Reichskreditkassenscheine (RKK- Scheine). Schon vor dem Beginn des Angriffskrieges auf Polen wurden diese Scheine auf Vorrat gedruckt. Beim Vorrücken deutscher Truppen in fremde Länder wurden zunächst sie als Zahlungsmittel eingeführt, später dann durch die jeweilige Landeswährung ersetzt. Die RKK- Scheine sahen wie Papiergeld aus, lauteten auf Reichsmark. Nur waren sie in Deutschland als Zahlungsmittel nicht zugelassen. Das landeseigene Geld konnte (zu einem ungünstigen Wechselkurs) in RKK- Scheine umgetauscht werden. Die deutschen Soldaten bezahlten mit ihnen Waren des besetzten Landes, die sie in großen Mengen zur Versorgung ihrer Angehörigen nach Deutschland schickten. Die Banken der eroberten Staaten mussten  die RKK- Scheine in Landeswährung umtauschen und sie dann an die auf Länderebene errichteten Reichskreditkassen weiterleiten – ohne Gegenwert. (weiterlesen …)

Krötenwanderung

März 22, 2010 Von: Woehlke Kategorie: Glosse Noch keine Kommentare →


Geschichten vom Niederrhein

Von Dr. Wolf Tekook

Jedes Jahr werden, sobald der Frost den Boden verlassen hat, die Umweltschützer aktiv.

Schilder und Sperrbaken werden vom städtischen Bauhof abgeholt und an allen Straßen, die in das nahegelegene Feuchtgebiet führen, postiert. Tagsüber fristen die behördlich autorisierten Sperrutensilien ein wenig beachtetes Schattendasein am Straßenrand. Doch sobald es dämmert, schwärmen sie aus, die Umweltschützer: Die Fahrwege werden mit rot- weißen Schranken verbarrikadiert, Verbotsschilder verbieten die Einfahrt für Fahrzeuge aller Art und drohen dem Zuwiderhandelnden amtliche Bußgelder an. Eine stilisierte Amphibie in schwarz auf weißem Grund und der Zusatzbeschriftung „Krötenwanderung“ erklärt, warum ein großes Gebiet am Rande einer niederrheinischen Großstadt jede Nacht vom Verkehr abgeschnitten wird.

Die leise quakenden und unbeholfen laufenden Kröten haben ihre Winterquartiere verlassen und machen sich auf den Weg zu den Laichplätzen. Natürlich belassen es die Tierliebhaber nicht bei der Absperrung der Verkehrswege; hingebungsvoll verzichten sie auf Tagesschau und Abendkrimi, um womöglich zivilisationsverängstigte Kroten auf der einen Straßenseite einzusammeln, in Eimern auf die andere Straßenseite zu transportieren und sie dort wieder freizulassen auf ihrem Weg zu den Idyllen der Krötenerotik. Verirrt sich ein Spaziergänger in dieses Gebiet, so sieht er die Wegraine fast taghell erleuchtet von den Stirnscheinwerfern der Krötenbewahrer.

Nach einigen Wochen ist der Spuk dann wieder vorbei; Autofahrer und Radler brauchen keine kilometerweiten Umwege mehr zu machen, und langsam werden bei stärker werdender Sonnenkraft aus dem anfangs gallertigen Laich Kaulquappen und dann kleine possierliche Krötchen.

Nur eins ist dem aufmerksamen Beobachter nicht klar: Wenn in jedem Frühjahr ein solche immenser Aufwand zum Schutz der Kriechlebewesen betrieben wird, warum bleiben die Verbotsschilder im Spätsommer und Herbst ungenutzt im Bauhof stehen? Irgendwie müssen die possierlichen Quaker doch auch den Weg zurück in ihre Winterquartiere finden. Nachdenken legt nahe, dass sie die Marschrichtung vom Jahresbeginn um 180° drehen. Dann müssen sie aber den Weg über den Asphalt ohne menschlichen Schutz zurücklegen.

Oder kennen die Kröten nur eine Wanderrichtung, umwandern im Verlaufe eines Jahres einmal die Erdkugel, um sich im nächsten Jahre wieder zum Eimertransport am selben Straßenrand einzufinden?
Um Aufklärung wird gebeten!

Schmerz lass nach

März 22, 2010 Von: Tekook Kategorie: Medizin, Gesundheit Noch keine Kommentare →

Es gibt zwar keinen Rechtsanspruch auf Schmerzfreiheit, aber einen auf Schmerztherapie.

Von Renato Diekmann; Fotos: BPI Service, Grafik: Cruikshank/Wikipedia

Schmerzfrei leben

Eine aktuelle, europaweit durchgeführte Untersuchung zeigt, dass sich Patienten offensichtlich damit abfinden, ein Leben mit Schmerzen zu führen, denn 95% der Schmerzpatienten klagen immer noch über Schmerzen. In Deutschland leiden etwa 20 Millionen Menschen an chronischen oder immer wiederkehrenden Schmerzen, davon 6 bis 8 Millionen an chronischen Rückenschmerzen, der häufigsten chronischen Schmerzart. Besonders dramatisch ist die Situation in Krankenhäusern und Altenheimen, wo fast jeder zweite Patient über starke Schmerzen klagt. Schmerz beeinflusst den Betroffenen in vielfältiger Weise. (weiterlesen …)

Die Republik der Schwarzen Mönche

März 22, 2010 Von: Tekook Kategorie: Ausland 1 Kommentar →

Vier Freunde auf der Reise zum Berg Athos

Text: Josef Wilhelm Knoke; Bilder: Dr. Wolf Tekook

Wir sind vier Freunde, die eine Reise zur letzten Bastion für Männer in Europa machen wollen, zum Berg Athos. Die Einreisebestimmungen sind streng: Nur Männer dürfen nach Erhalt einer schriftlich zu beantragenden Genehmigung einreisen und dort für maximal 4 Tage – 3 Nächte in jeweils einem anderen Kloster -  verbleiben. Pro Tag werden nur 120 Einreisevisa erteilt, davon maximal 20 für Nicht-Orthodoxe!
Unsere eigentliche Reise beginnt in  Ouranopolis. Von dort aus fährt das Schiff nach Daphni, dem offiziellen Einreisehafen. Dort werden zunächst unsere Dokumente – nach Entrichtung von 30 € – gegen ein offizielles „Diamonitirion“ (Visadokument) getauscht. Dafür würden wir nun drei Nächte in festgelegten Klöstern übernachten dürfen inclusive Verpflegung. (weiterlesen …)

Lebens- und liebenswürdiges Münster

März 21, 2010 Von: Woehlke Kategorie: Deutschland 2 Kommentare →

Vorfahrt für Fahrräder: Lebens- und liebenswürdiges Münster

Von Uta Buhr

In Münster, so heißt es, werden vor dem Einschlafen keine Schäfchen gezählt, sondern Fahrräder. Auf die etwa 280.000 Einwohner der Stadt kommen immerhin über 500.000 Drahtesel. Hier wird von früh bis spät fröhlich in die Pedale getreten, ob auf dem Sandboden der bewaldeten Promenade oder dem holperigen Kopfsteinpflaster der Altstadt. Münster war übrigens die erste Stadt Deutschlands mit einem Fahrrad-Parkhaus. Inzwischen sind es drei, die ständig gut gefüllt sind, denn viele Touristen Giebel am Prinzipialmarktfolgen dem Trend der Stadt und setzen sich statt hinter das Steuer auf’s Rad! Wo hat man je so disziplinierte Autofahrer gesehen! Die halten überall an, wo ein Pulk von Radlern die Straße überqueren will, und dies ohne Gehupe und böse Worte. Die Münsteraner haben Stil! Bereits die feinsinnige Lyrikerin Ricarda Huch (1864 – 1947) schrieb begeistert: „Von allen Städten Westfalens ist Münster die vornehmste. Ja, in Deutschland gibt es keine, die ihr darin gleichkommt.“ Eine Aussage, die auch heute noch gilt. Schon die Auslagen der Schaufenster künden vom guten Geschmack der Bürger. Billige Ramschläden sucht man hier vergeblich. (weiterlesen …)