Die Auswärtige Presse e.V.

Internationale Journalistenvereinigung Hamburg
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Artikel der Kategorie Mai 23rd, 2009

Badische Lebensart

Mai 23, 2009 Von: Tekook Kategorie: Deutschland Noch keine Kommentare →

Hotel Kübler Allvitalis

Viel vor und viel dahinter

Von Renato Diekmann, Fotos: Tourismusverbände
Der Mann im blauen Overall ist kein Klempner, sondern Hotelier! Mit geschickten Händen und viel Phantasie treibt Siegfried Weber die Entwicklung seines elterlichen Betriebes voran. Hinter der gutbürgerlichen Fassade des „Hotel Kübler“ in der Bismarckstraße von Karlsruhe offenbart sich dem staunenden Publikum unerwartet die architektonische Traumlandschaft „Allvitalis“. Die Gäste wohnen mitten in der Stadt unter moosgrünen Dächern, in riesigen Köpfen, drehbaren Türmen und skurrilen Fabelwesen, die an die surrealistische Welt von Gaudi und Hundertwasser erinnern. Demnächst will der Technikfreak seinen Gästen sogar Service-Roboter zur Seite stellen, die Minibars überflüssig machen und frisch gezapftes Bier vom hauseigenen Brauhaus aufs Zimmer bringen.
In Karlsruhe paart sich badische Lebensart mit frischem Erfindungsgeist. In der Stadt der kurzen Wege, die sich um die Schlossresidenz zirkelartig auffächert, lässt sich gut arbeiten, leben, lernen und forschen. Man schätzt die gemütlichen Biergärten, Straßencafés und großzügigen Parkanlagen. (weiterlesen …)

Der Sizilianer in Volkach

Mai 23, 2009 Von: Tekook Kategorie: Deutschland Noch keine Kommentare →

Oder warum Alessandro fränkischen Spargel, Wein und Senta liebt.
Text: Renato Diekmann Fotos: Diekmann & TI Volkach

Alessandro ist stolz auf seine super Lage. Mitten in Volkach am Marktplatz. Im Blickfeld das im Renaissance-Stil erbaute Rathaus mit der doppelläufigen Freitreppe und dem Erkertürmchen. Rechts flankiert vom schönsten, denkmalgeschützten Fachwerkhaus des Ortes, das nach 450-jähriger Geschichte als Schmiede, Färberei und Notariat liebevoll renoviert wurde und heute Gäste aus aller Welt beherbergt. Neben der spätgotischen Pfarrkirche St. Bartholomäus mit dem eigenwilligen Turm und der altwürdigen Lateinschule bereichern blumengeschmückte Hinterhöfe und das barocke Schelfenhaus das malerische Stadtbild. Die Innenräume des Hauses zeigen reiche Stuckarbeiten und farbenprächtige Deckengemälde. Schmuckstück ist der große Kachelofen von 1711.  Rathaus am Markt
Dass Volkach eine Perle unter den historischen Städten Frankens ist, war Alessandro bei seinem Gang durch die romantischen Gassen sofort klar. Im Schutz der alten Mauern mit den zwei machtvollen Renaissance-Toren bezeugen die repräsentativen Amts- und prachtvollen Bürgerhäuser aus dem 16. und 18. Jahrhundert Herrschaftswille und Bürgerfreiheit, und bei Sonnenschein glaubte Alessandro sogar an die Möglichkeit, diese mittelalterliche Stadt inmitten der intakten Natur sei nur für ihn und seine große Liebe erschaffen worden, eine Landschaft, so prall und schön, als hätte sie die Hand Gottes persönlich modelliert.

Bis 1999 lebte der bei Siracusa geborene Sizilianer noch in Osnabrück. Sein Vater war einer der ersten Gastarbeiter in Deutschland. Alessandro ist in der niedersächsischen Friedensstadt aufgewachsen und dort zur Schule gegangen. (weiterlesen …)

Sie kam, lächelte und weckte die Sehnsucht

Mai 23, 2009 Von: Tekook Kategorie: Deutschland Noch keine Kommentare →

Von Renato Diekmann
Mit einer aufwändigen Lichtshow wurde die AIDAdiva am Abend des 20. April 2007 im Hamburger Hafen getauft. Inszeniert wurde das illuminierte Spektakel vom Berliner Starlichtarchitekten Gert Hof, der international für faszinierende Mega-Events EinlaufenHH_AIDAdivabekannt ist. Die bombastisch gestaltete Schiffstaufe, die rund um die Landungsbrücken stattfand, zog mehr als 350.000 Zuschauer in den Bann. Hamburger lieben nun mal ihren Hafen und seine Schiffe.
Mit einer Kapazität von maximal 2.500 Passagieren und 646 Mann Besatzung, 13 Decks, 11 Bars, 7 Restaurants, 1025 Kabinen, Wellness-Center, Diskothek, Spielparadies für Kinder und einem Theatrium über drei Decks, bewegte sich die AIDAdiva während der Taufzeremonie vom Hamburg Cruise Terminal bis vor die Fischauktionshallen. Dabei wurde das 252 Meter lange und 32,5 Meter breite Schiff mit einer nie da gewesenen Licht-, Laser- und Feuerwerksinstallation präsentiert, die von einer eigens komponierten Musik begleitet wurde. Insgesamt kamen über 450 Tonnen Equipment zum Einsatz. Licht, Laserblitze und Leuchtfeuer, platziert an Land, auf Begleitschiffen und auf der AIDAdiva selbst, haben die Geburt des weißen Kreuzfahrtschiffes einer neuen Generation zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Besucher des Hamburger Hafens gemacht und die Sehnsucht nach einer Kreuzfahrt vollends geweckt, auch wenn diese für viele finanziell nie erschwinglich sein und eher ein Traum bleiben wird. Aber man wird ja noch träumen dürfen… (weiterlesen …)

Die Magie der Wildnis

Mai 23, 2009 Von: Tekook Kategorie: Ausland Noch keine Kommentare →

Von Renato Diekmann (Text und Fotos)
Am Rand der staubigen Piste döst ein Löwe im Schatten eines Strauches. Als er unser Fahrzeug bemerkt, erhebt er sich widerwillig und schreitet langsam hinunter zum ausgetrockneten Flussbett. Seine Familie verbirgt sich so raffiniert hinter dem Buschwerk, dass wir Mühe haben, die Raubkatzen zu zählen. Mal saust eine buschige Schwanzspitze durch die Luft, mal gähnt ein Maul, mal hebt sich ein Kopf oder es zucken die Ohren. Nach Löwin mit Baby TKeiniger Zeit ist klar, dass hier zwei ausgewachsene Löwinnen, ein Männchen und acht tollpatschige Löwenbabys residieren. Der Nachwuchs saugt gierig an den Zitzen einer Löwin, die unter der stechenden Sonne alle viere von sich streckt, oder er zerrt verspielt an der prächtigen Mähne des Löwen, tappst unablässig über das goldbraune Fell einer Löwenmutter, was diese eine Zeit lang mit gelangweilter Arroganz über sich ergehen lässt, bis es ihr zu bunt wird und das Jungtier zähnefletschend vertreibt.
Fasziniert haben wir die Kameras gezückt und die putzigen Wollknäuel auf die Speicherkarte gebannt. Jetzt setzen wir unsere holprige Fahrt über steinige Pisten im offenen Land Rover fort und durchqueren das struppige Unterholz der unwegsamen Buschlandschaft. Wohin man blickt, rotbraune Hügel und grüngelbe Ebenen mit ausladenden Schirmakazien, die als Wahrzeichen Afrikas bezeichnet werden, gelegentlich auch ein paar Köcherbäume, die große Menge Wasser in ihren Blättern speichern und auf diese Weise wochenlange Trockenperioden problemlos überstehen. Unerwartet springen Gnus, Kudus und Njalas durch ausgedörrtes, kniehohes Gras, Zebras traben in sicherer Entfernung über den Weg, lassen sich lange genug blicken, um sie abzulichten, bis sie schließlich zügig hinter den schützenden Stämmen einer kleinen Baumgruppe Deckung suchen. (weiterlesen …)