Goethe in Rom
Ein Rundgang auf den Spuren des Dichters in der Ewigen Stadt
Von Angelika Fischer
In kaum einer anderen Stadt hat Johann Wolfgang von Goethe sich so wohl gefühlt wie in Rom, „dieser Hauptstadt der Welt“. Als nordischer Flüchtling war er fasziniert von der südländischen Lebensart, ihrer Heiterkeit und Gelassenheit, ihrer Leichtigkeit und Sinnlichkeit. „Ich kann sagen, dass ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Mensch sei.
Aus dem Fenster des Goethemuseums hat man den Blick wie einst der Dichter vor 222 Jahren
Zu dieser Höhe, zu diesem Glück der Empfindung bin ich später nie wieder gekommen“, hat er Jahre später seinem Vertrauten Eckermann gestanden. Die gesammelten Erfahrungen fasste er anhand seiner Tagebücher rückblickend zusammen in der 1829 erschienenen „Italienischen Reise“.
Goethe am Fenster seiner Wohnung in Rom - Aquarell von Tischbein aus dem Jahr 1787
Insgesamt fünfzehn Monate verbrachte der Dichter zwischen 1786 und 1788 in der Ewigen Stadt. Am 29. Oktober 1786 traf er über die Via Flaminia in Rom ein, am darauf folgenden Tag zog er als Untermieter in die Wohnung eines Kutscherehepaares in der Via del Corso Nummer 18. Hier wohnten bereits drei andere deutsche Künstler, darunter der mit ihm befreundete Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. Das Haus ganz in der Nähe der Piazza del Popolo steht noch heute und beherbergt seit 1997 die „Casa di Goethe“, das Goethemuseum. Dieses vom Arbeitskreis selbständiger Kultur- Institute (AsKI e.V.) getragene einzige deutsche Museum im Ausland zeigt in den einst von der Künstler- Wohngemeinschaft bewohnten Räumen eine Dauerausstellung zum Thema Goethe in Italien. (weiterlesen …)

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